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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Übertragen
von Informationen zwischen einer Empfängereinheit und einer bezüglich der
Empfängereinheit
mobilen Sendeeinheit sowie ein Signalübertragungssystem für elektromagnetische
Signale. Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung die Verwendung
eines erfindungsgemäßen Signalübertragungssystems
zur Zugangskontrolle.
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Zur
Zugangskontrolle, beispielsweise bei einem Personen-Kraftfahrzeug
(KFZ), werden heutzutage regelmäßig in den
KFZ-Schlüssel
integrierte Sendeeinheiten verwendet, die auf Veranlassung eines
Benutzers, beispielsweise auf Tastendruck, ein elektromagnetisches
Signal mit einem Zugangscode für
das entsprechende Kraftfahrzeug an wenigstens eine in dem Kraftfahrzeug
angeordnete Empfängereinheit
mit wenigstens einem Antennensystem übertragen. Dabei überprüft eine
in der Empfängereinheit
vorhandene Auswerteeinheit in Form eines Mikrocontrollers den empfangenen
Zugangscode und ermöglicht
entsprechend einen Zugang zum Kraftfahrzeug, beispielsweise durch
Entriegeln des Türschließmechanismus.
Bei derartigen Systemen kommen regelmäßig Sendeeinheiten mit drei
orthogonal zueinander angeordneten Sendeeinrichtungen in Form von
Sendespulen mit jeweils senkrecht zueinander orientierten Spulenachsen
zum Einsatz, sodass sich für
die Sendeeinheit im wesentlichen eine Kugelantenne ergibt. Diese
erzeugt unabhängig
von der Lage der Sendeeinheit, beispielsweise eines KFZ-Schlüssels, am
Ort der Empfängereinheit
einen lageunabhängigen
Feldvektor für
das von der Sendeeinheit übertragene
und durch die Empfängereinheit
zu empfangende elektromagnetische Signal. Grundsätzlich werden dabei zum Erreichen
einer Lageunabhängigkeit
für das
Gesamtsystem eine minimale Anzahl von vier Spulen verteilt auf Sende-
und Empfängereinheit
benötigt.
Die Anzahl der im praktischem Anwendungsfall beispielsweise bei
einem KFZ zum Einsatz kommenden Antennensysteme hängt von
der Art des Kraftfahrzeugs ab. Zusätzlich soll dabei gleichzeitig
die Möglichkeit
einer Innen-/Außenerkennung
hinsichtlich einer relativen Lage der Sendeeinheit in Bezug auf
das Kraftfahrzeug gegeben sein, was eine Genauigkeit von etwa 5
cm bis etwa 10 cm bei der Ortsbestimmung der Sendeeinheit erforderlich
macht. In der Praxis werden hierzu bei einem typischen Kraftfahrzeug
beispielsweise drei Antennensysteme an den beiden B-Säulen und
am Innenspiegel des Kraftfahrzeugs angeordnet. Aus den Signal-Empfangsinformationen
dieser Antennensysteme kann dann eine geeignete Auswerteeinheit
anhand eines gespeicherten EMV-Abbilds des Fahrzeugs den Ort/die
Lage der Sendeeinheit bezüglich
des Kraftfahrzeugs bestimmen.
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Weiterhin
sind aus dem Stand der Technik sogenannte RKE- und PEG-Systeme (Passive
Entry Go bzw. Remote Keyless Entry) bekannt, bei denen ein (passiver)
Transponder durch eine an einer zu kontrollierenden Einrichtung,
wie einem Gebäude,
angeordnete Basisstation "angesprochen" wird und daraufhin
(im Backscatter-Betrieb) einen Zugangscode an die Basisstation überträgt. Auch
hierbei ist es im Zuge von sog. Weiterleitungs-Problematiken erforderlich,
zusätzlich
zu dem übertragenen
Zugangscode auch die Lage der Sendeeinheit (des Transponders) zu
kontrollieren.
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Bei
allen vorgenannten vorbekannten Systemen ist als nachteilig anzusehen,
dass diese in kostenintensiver Weise für die Signalübertragungen
und insbesondere für
die Lagebestimmung eine Vielzahl von Sende- bzw. Empfangseinrichtungen
in Form von Spulen benötigen,
was mit einem relativ hohen Flächenbedarf für die entsprechenden
Bauteile verbunden ist.
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Der
Erfindung liegt demgegenüber
die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren zum Übertragen von Informationen
zwischen einer Empfängereinheit
und einer bezüglich
der Empfängereinheit
mobilen Sendeeinheit sowie ein Signalübertragungssystem für elek tromagnetische
Signale anzugeben, das in gegenüber
dem Stand der Technik kostengünstiger
Weise mit einer geringeren Anzahl an Sende- und Empfangseinrichtungen
auskommt. Auf diese Weise sollen sich insbesondere Zugangskontrollsysteme
in Zukunft kostengünstiger
realisieren lassen.
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Die
Aufgabe wird zum einen gelöst
durch ein Verfahren zum Übertragen
von Informationen zwischen einer Empfängereinheit und einer bezüglich der
Empfängereinheit
mobilen Sendeeinheit, wobei die Sendeeinheit ein zumindest am Ort
der Empfängereinheit
lageabhängiges
elektromagnetisches Signal zu der Empfängereinheit sendet, wobei die
Empfängereinheit
das elektromagnetische Signal mit einer Empfangseinrichtung, insbesondere
einer Anordnung von Spulen, mit wenigstens einer Nichtempfangsrichtung
empfängt
und wobei die Empfängereinheit
eine Lage der Sendeeinheit anhand eines gespeicherten Wertefelds
bestimmt.
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Die
Aufgabe wird andererseits gelöst
durch ein Signalübertragungssystem
für elektromagnetische
Signale, aufweisend:
- – wenigstens eine Empfängereinheit,
die zum Empfang von elektromagnetischen Signalen mit wenigstens einer
Nichtempfangsrichtung ausgebildet ist,
- – wenigstens
eine Sendeeinheit, die zum Aussenden eines am Ort der Empfängereinheit
lageabhängigen elektromagnetischen
Signals ausgebildet ist,
- – eine
Speichereinheit in Wirkverbindung mit der Empfängereinheit, in der ein Wertefeld
mit Kenngrößen des
elektromagnetischen Signals in Abhängigkeit von einer Lage der
Sendeeinheit relativ zu der Empfängereinheit
gespeichert ist, und
- – eine
Auswerteeinheit, die zum Bestimmen einer Lage der Sendeeinheit anhand
des Wertefelds ausgebildet ist.
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Hier
und im weiteren Verlauf der vorliegenden Beschreibung steht der
Ausdruck "Lage" für die Gesamtheit
der zur Beschreibung einer Anordnung der Sendeeinheit im Raum bezüglich der
Empfängereinheit benötigten Parameter/Koordinaten,
d.h. jeweils drei Freiheitsgrade für den Ort und für die Orientierung
im Raum.
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Nach
einem Grundgedanken der vorliegenden Erfindung erfolgt die Bestimmung
der Lage der Sendeeinheit bezüglich
der Empfängereinheit
unter Verwendung eines lageabhängigen
elektromagnetischen Signals sowie anhand eines in der Empfängereinheit
gespeicherten Wertefelds, wodurch eine deutliche Reduktion der in
dem Gesamtsystem aus Sende- und Empfängereinheit eingesetzten Sende-
und Empfangseinrichtungen, beispielsweise in Form von Spulen, erreichbar
ist. Beispielsweise ist es somit möglich, die Gesamtspulenzahl des
Systems auf nur zwei bzw. drei Spulen zu reduzieren, da das Erreichen
einer Lageunabhängigkeit
insbesondere der Sendeeinheit nicht mehr erforderlich ist. Bei den
in dem Wertefeld gespeicherten Kenngrößen des elektromagnetischen
Signals kann es sich beispielsweise um dessen Amplitude und/oder
Phasenlage handeln.
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Demgemäß sieht
eine äußerst bevorzugte
Weiterbildung des erfindungsgemäßen Signalübertragungssystems
vor, dass die Sendeeinheit nur eine einzige Sendespule zum Aussenden
des elektromagnetischen Signals aufweist. Im Zuge einer anderen
Weiterbildung des erfindungsgemäßen Signalübertragungssystems
ist alternativ oder zusätzlich
vorgesehen, dass die Empfängereinheit
eine Anzahl von weniger als drei Empfangsspulen, vorzugsweise zwei
Empfangsspulen, zum Empfangen des elektromagnetischen Signals aufweist.
Im Zuge einer äußerst vereinfachten
Ausgestaltung des Gesamtsystems kann dabei vorgesehen sein, dass
sowohl die Sendeeinheit als auch die Empfängereinheit jeweils nur eine
einzige Sende- bzw. Empfangsspule aufweisen. Eine derartige Ausgestaltung
ist aufgrund der resultierenden starken Richtcharakteristik mit
dem Auftreten einer steigenden Anzahl von "Empfangslöchern" verbunden, was ihrer praktischen Einsetzbarkeit
entgegenstehen könnte.
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Im
Rahmen einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist zwecks einer
möglichst
einfachen Auswertung des empfangenen elektromagnetischen Signals
zur Bestimmung der Lage der Sendeeinheit vorgesehen, dass das Wertefeld
in Form einer ROM-Tabelle gespeichert ist und dass eine Suche in
der ROM-Tabelle die Lage der Sendeeinheit liefert. Dementsprechend
sieht eine bevorzugte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Signalübertragungssystems
vor, dass das Wertefeld in Form einer ROM-Tabelle in der Speichereinheit
gespeichert ist. Auf diese Weise lässt sich die Lage der Sendeeinheit
ohne aufwändige
Berechnungen und eine entsprechend aufwändige Ausgestaltung der Auswerteeinheit
anhand einer einfachen Suche in der ROM-Tabelle ermitteln.
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In
Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist vorgesehen, dass eine Lageänderung
der Sendeeinheit durch zeitlich wiederholtes Suchen in dem Wertefeld
und aus der Lageänderung
eine Bewegung der Sendeeinheit, beispielsweise eine Geschwindigkeit,
bestimmt wird. Weiterhin kann auch durch zeitlich wiederholtes Suchen
in dem Wertefeld eine Lage der Sendeeinheit in solchen Fällen bestimmt
werden, in denen eine zunächst
ermittelte Kenngröße des empfangenen
elektromagnetischen Signals in dem gespeicherten Wertefeld nicht
oder nur in mehrdeutiger Weise auffindbar ist.
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Da
das gespeicherte Wertefeld aus speichertechnischen Gründen verständlicherweise
nicht alle möglichen
Werte von Kenngrößen des
elektromagnetischen Signals enthalten kann, sondern vielmehr eine
bestimmte „Körnigkeit" aufweist, können zum
Ermitteln der Lage der Sendeeinheit in an sich bekannter Weise Interpolations-
und Extrapolationstechniken sowie gewisse Unschärfebedingungen zum Einsatz
kommen, wobei in letzterem Fall eine gemessene Kenngröße auch
dann einer bestimmten Lage der Sendeeinrichtung zugeordnet wird,
wenn die gemessene Kenngröße nicht
hundertprozentig genau mit einem entsprechenden gespeicherten Wert übereinstimmt.
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In
Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist außerdem
vorgesehen, dass mit dem elektromagnetischen Signal ein Nutzsignal,
wie ein Zugangscode, übertragen wird.
Dementsprechend sieht eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Signalübertragungssystems
vor, dass die Auswerteeinheit zum Bestimmen eines Nutzsignals, wie
eines Zugangscodes aus dem elektromagnetischen Signal ausgebildet
ist. In diesem Zusammenhang können
beispielsweise in an sich bekannter Weise gängige Modulationstechniken,
wie ON-OFF-Keying, zum Einsatz kommen, was dem Fachmann geläufig ist.
Weiterhin kann in Weiterbildung des erfindungsgemäßen Signalübertragungssystems
vorgesehen sein, dass in Abhängigkeit
von dem Nutzsignal und der bestimmten Lage der Sendeeinheit ein
Steuersignal für
eine Funktionseinheit, wie eine Zugangskontrolleinrichtung, auslösbar ist.
Auf diese Weise lässt
sich das erfindungsgemäße Signalübertragungssystem zur
Zugangskontrolle verwenden, wobei die Empfängereinheit in einer zu kontrollierenden
Einrichtung, wie einem KFZ oder einem Gebäude, angeordnet ist und wobei
die Empfängereinheit
weiterhin eine Kontrolleinheit aufweist, durch die in Abhängigkeit
von der bestimmten Lage der Sendeeinheit ein Zugangskontrollsignal
für ein
Zugangs-Steuerelement, z.B. eine Tür, der zu kontrollierenden
Einrichtung auslösbar
ist. Allerdings ist der Einsatzbereich der vorliegenden Erfindung
nicht auf Zugangskontrolle beschränkt. So lässt sich die vorliegende Erfindung
beispielsweise auch im Bereich Tyre Pressure Measurement (TPM) oder
dergleichen in vorteilhafter Weise einsetzen.
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Weitere
Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der
Zeichnung. Es zeigt:
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1 ein
schematisches Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen Signalübertragungssystems;
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2 ein
detaillierteres (Block-)Schaltbild der Sendeeinheit und Empfängereinheit
des erfindungsgemäßen Signalübertragungssystems
der 1;
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3 eine
schematische Darstellung der relativen Anordnung von Sende- und
Empfangsspulen in der Sende- bzw. Empfängereinheit der 2;
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4 eine
schematische Darstellung zur Bestimmung einer Lage der Sendeeinheit
relativ zur Empfängereinheit;
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5 eine
schematische Darstellung eines gespeicherten Wertefelds zur Bestimmung
einer Lage der Sendeeinheit; und
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6 ein
Flussdiagramm zur Darstellung eines Ablaufs des erfindungsgemäßen Verfahrens.
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Die 1 zeigt
ein erfindungsgemäßes Signalübertragungssystem 1 mit
einer mobilen Sendeeinheit 2 sowie einer Empfängereinheit 3.
Nach dem Ausführungsbeispiel
der 1 ist die Empfängereinheit 3 für eine Zugangskontrolle
innerhalb einer zu kontrollierenden Einrichtung 4, beispielsweise
einem KFZ, angeordnet. Die Sendeeinheit 2 ist dazu ausgebildet,
elektromagnetische Signale 5 zu der Empfängereinheit 3 zu
senden, wie im Folgenden noch detailliert dargestellt wird.
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Die
Empfängereinheit 3 besitzt
eine Empfangseinrichtung 6 zum Empfangen des elektromagnetischen Signals 5 von
der Sendeeinheit 2. Weiterhin besitzt die Empfängereinheit 3 in
Wirkverbindung mit der Empfangseinrichtung 6 eine Auswerteeinheit 7,
die weiterhin mit einer Speichereinheit 8, z.B. einem Massenspeicher,
in Wirkverbindung steht. In der Speichereinheit 8 ist ein
Wertefeld 9 mit Kenngrößen des
elektromagnetischen Signals 5 in Form einer ROM-Tabelle
gespeichert. Darüber
hinaus steht die Auswerteeinheit 7 mit einer Kontrolleinheit 10 in
Verbindung, die ihrerseits mit wenigstens einem Zugangs-Steuerelement 11 der
zu kontrollierenden Einrichtung 4, beispielsweise einer
Tür oder
dergleichen, in Verbindung steht.
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Nach
dem Wesen der vorliegenden Erfindung sendet die Sendeeinheit 2 zwecks
Reduktion der Komplexität
des gesamten Übertragungssystems 1 ein
bezüglich
der Empfangseinrichtung 6 in der Empfängereinheit 3 lageabhängiges elektromagnetisches
Signal 5 aus, d.h. das am Ort der Empfangseinrichtung 6 empfangene
elektromagnetische Signal 5 hängt betreffend seine Kenngrößen, wie
Amplitude und/oder Richtung des Feldvektors, von einer Lage der
Sendeeinheit 2 bezüglich
der Empfangseinrichtung 6 ab. Das so durch die Empfangseinrichtung 6 empfangene
elektromagnetische Signal 5 wird durch die Auswerteeinheit 7 ausgewertet,
in dem diese das gemessene Signal mit entsprechenden Einträgen in dem
Wertefeld 9 vergleicht, das in der Speichereinheit 8 der
Empfängereinheit 3 abgespeichert
ist. Durch einen Vergleich des empfangenen Signals 5 mit
dem gespeicherten Wertefeld 9 ist die Auswerteeinheit 7 in
der Lage zu bestimmen, wo, d.h. in welcher Lage bezüglich der
Empfängereinheit 3 sich
die Sendeeinheit 2 befindet. In Abhängigkeit von einem Ergebnis
dieser Bestimmung kann die Auswerteeinheit 7 anschließend die
Kontrolleinheit 10 anweisen, ein bestimmtes Kontrollsignal
KS an das Zugangs-Steuerelement 11 zu
schicken, beispielsweise ein Steuersignal zur Freigabe des Zugangs-Steuerelements 11,
beispielsweise zum Öffnen
einer Tür
oder dergleichen. Darüber hinaus
ist die Auswerteeinheit 7 erfindungsgemäß weiterhin dazu ausgebildet,
einen mit dem elektromagnetischen Signal 5 übertragenen
Zugangscode zu identifizieren bzw. zu bewerten und die Kontrolleinheit 10 in
Abhängigkeit
von dem oben genannten Vergleichsergebnis und der vorstehend beschriebenen
Bewertung des Zugangscodes zu steuern.
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Auf
diese Weise ist es erfindungsgemäß beispielsweise
möglich,
das Zugangs-Steuerelement 11 nur freizugeben,
wenn die Empfangseinrichtung 6 einen korrekten, d.h. einen
der jeweiligen zu kontrollierenden Einrichtung 4 zugeordneten
Zugangscode von einer Sendeeinheit 2 empfängt, wobei
letztere zusätzlich
noch in einer bestimmten Lage (oder einem bestimmten Lagenbereich)
hinsichtlich Entfernung und/oder Orientierung von der zu kontrollierenden
Einrichtung 4 angeordnet sein muss, um zum Beispiel sogenannte
Weiterleitungs-Problematiken zu verhindern. Die hierbei innerhalb
des vorstehend allgemein beschriebenen erfindungsgemäßen Signalübertragungssystems 1 zum
Einsatz kommenden Einrichtungen und Verfahren sind nachfolgend anhand
der 2 bis 6 eingehender beschrieben.
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Die 2 zeigt
in einer detaillierteren Darstellung die Sendeeinheit 2 und
die Empfängereinheit 3 des erfindungsgemäßen Signalübertragungssystems
gemäß der 1.
Die Sendeeinheit 2, welche erfindungsgemäß als aktiv
oder oder passiv sendende Einheit ausgebildet sein kann, weist als
Sendeeinrichtung eine einzige Spule 2.1 auf, die mit einem
Kondensator 2.2 in Reihe geschaltet ist. Im Rahmen einer
bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist die vorstehend
beschriebene Sendeeinheit 2 in einen KFZ-Schlüssel oder
einen Transponder integriert. Weiterhin ist in der 2 die
Empfangseinrichtung 6 der Empfängereinheit 3 gemäß 1 anhand
eines detaillierten Blockschaltbildes dargestellt. Nach dem dargestellten
bevorzugten Ausführungsbeispiel
weist die Empfangseinrichtung 6 zwei Empfängerspulen 6.1 bzw. 6.2 auf,
zu denen jeweils ein Kondensator 6.3 bzw. 6.4 parallel
geschaltet ist, was dem Fachmann an sich bekannt ist. Auf die relative
Anordnung der Spulen 6.1, 6.2 bzw. der entsprechenden
Spulenachsen wird nachfolgend anhand der 3 noch genauer
eingegangen. Jeder der beiden Spulen 6.1, 6.2 ist
ein regelbarer Verstärker 6.5 bzw. 6.6 zugeordnet.
Deren Ausgänge
sind mit einem Korrelierer/Addierer 6.7 verbunden, dem
wiederum in an sich bekannter Weise eine Zeitgebereinheit 6.8,
eine Header-Detektionseinheit 6.9 sowie
eine serielle Schnittstelle 6.10 nachgeschaltet sind. Die
mit NDATA/NWAKEUP bzw. NSCL bezeichneten Ausgänge der Header-Detektionseinheit 6.9 bzw.
der seriellen Schnittstelle 6.10 sind mit der Auswerteeinheit 7 (1)
verbunden, die beispielsweise als Mikrocontroller (zum Beispiel
als 8-Bit AVR) ausgebildet sein kann. Die Spannungsversorgung sowohl
der Empfangseinrichtung 6 als auch der Auswerteeinheit 7 erfolgt
mittels einer Spannungsquelle 6.11 (Versorgungsspannung
VDD).
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Im
Betrieb der vorstehend beschriebenen Vorrichtung empfangen die Spulen 6.1, 6.2 das
von der Sendeeinheit 2 ausgesendete elektromagnetische
Signal 5, wobei die durch die jeweiligen Spulen empfangenen Signalanteile
und das daraus zusammengesetzte Gesamtsignal aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung der
Sendeeinheit 2 mit nur einer Sendespule 2.1 lageabhängig variieren.
Die jeweils durch die Spulen 6.1 bzw. 6.2 empfangenen
Signalanteile werden mittels der Verstärker 6.5 bzw. 6.6 verstärkt, woraufhin
in dem Korrelierer/Addierer 6.7 eine Signaladdition nach
Betrag und Phase stattfindet. Das so erhaltene Gesamtsignal wird anschließend – insbesondere
nach weiterer Verarbeitung zum Erkennen von Header-Informationen
oder dgl. – ebenso
wie die einzelnen empfangenen Signalanteile der Auswerteeinheit 7 zugeführt, die
zunächst
in an sich bekannter Weise dazu ausgebildet ist, dem von der Sendeeinheit 2 ausgesandten
elektromagnetischen Signal 5 einen Zugangscode zu entnehmen,
z.B. durch Demodulation, der anschließend im Rahmen der vorliegenden
Erfindung insbesondere zur Freigabe des Zugangs-Steuerelements 11 verwertbar
ist.
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In
diesem Zusammenhang ist es erfindungsgemäß einerseits möglich, auf
das Vorsehen einer separaten Korrelierstufe in dem Korrelierer/Addierer 6.7 zu
verzichten, wenn beispielsweise alle empfangenen Signalanteile für sich ausreichend
genau bestimmbar sind, um neben der Summenbildung zur Entnahme des Zugangscodes
auch die nachfolgend noch detailliert beschriebene erfindungsgemäße Lagebestimmung durchführen zu
können.
Andererseits können
Situationen auftreten, in denen das empfangene Signal bezüglich wenigstens
einer empfangenen Komponente (Signalanteil) so schwach ist, dass
sich zwar eine Summe ergibt, die Signalanteile selbst jedoch zur
Lagebestimmung (s.u.) nicht zuordenbar sind. Hier kann dann ggf. ein
zeitnah bestimmter Meßwert
von einem dem gegenwärtigen
Sendeort (Ort der Sendeeinheit; vgl. 4 und 5)
benachbarten Sendeort als korrelierter Wert herangezogen werden,
was dementsprechend nach dem gezeigten Ausführungsbeispiel durch die Korrelierstufe
des Korrelierer/Addierers 6.7 steuerbar ist. Dabei kann
insbesondere die Korrelierstufe zum zumindest flüchtigen Speichern und anschließenden Bereitstellen derartiger
korrelierter Meßwerte
ausgebildet sein. Es ist jedoch erfindungsgemäß grundsätzlich ebenfalls möglich, die
letztgenannte Funktionalität
mittels der Auswerteeinheit 7 in Verbindung mit der Speichereinheit 8 bereit
zu stellen.
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Um – wie gesagt – sogenannte
Weiterleitungs-Problematiken im Rahmen einer Zugangskontrolle zu vermeiden,
ist es des Weiteren insbesondere bei PEG-Systemen unerlässlich,
die gewonnene Information über
einen von der Sendeeinheit 2 übertragenen Zugangscode mit
Informationen bezüglich
einer Lage der Sendeeinheit 2 bezüglich der Empfängereinheit 3 zu
verknüpfen.
Das zusätzliche
Berücksichtigen
einer derartigen Lage-Information ist auch in solchen Fällen wichtig,
bei denen sich die Sendeeinheit 2 innerhalb der zu kontrollierenden
Einrichtung 4, beispielsweise innerhalb eines KFZ-Innenraums,
befinden kann, wobei in derartigen Fällen durch eine sichere Lageerkennung
gewährleistet
sein muss, dass der Zugang zu der zu kontrollierenden Einrichtung 4 nicht
für eine
Person gesperrt wird, solange sich die Sendeeinheit 2,
also zum Beispiel der Fahrzeug-Schlüssel, innerhalb der zu kontrollierenden
Einrichtung befindet.
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Um
erfindungsgemäß eine sichere
Lageerkennung trotz des Vorsehens von insgesamt nur drei Sende-
und Empfängerspulen 2.1, 6.1, 6.2 gemäß der 2 zu
gewährleisten,
ist erfindungsgemäß – wie in
der 3 dargestellt – vorgesehen, die Empfängerspulen 6.1, 6.2 bezüglich ihrer
jeweiligen Spulenachsen A1 bzw. A2 derart anzuordnen, dass eine
durch die Spulenachsen A1, A2 aufgespannte Ebene E, senkrecht zu der,
d.h. in einer Richtung parallel zu dem Ebenen-Normalenvektor n → kein
Empfang von elektromagnetischen Signalen 5 möglich ist,
möglichst
günstig
zu einer angenommenen Vorzugsrichtung der Sendeeinheit 2 bzw. der
Sendespule 2.1 mit Spulenachse A3 ausgerichtet ist. Mit
anderen Worten: Die Spulen 6.1, 6.2 bzw. deren Spulenachsen
A1, A2 sind vorzugsweise erfindungsgemäß derart angeordnet, dass der
Normalenvektor n → der Ebene E nicht mit einer mutmaßlichen
Vorzugsrichtung der Spulenachse A3 der Sendespule 2.1 zusammenfällt, wobei
die Spulenachsen A1, A2 nicht senkrecht zueinander stehen müssen, sondern
grundsätzlich
einen beliebigen Winkel einschließen können. Auf diese Weise ist erfindungsgemäß trotz
des Vorsehens von insgesamt nur drei Sende- bzw. Empfangsspulen
ein möglichst
lückenloser
Empfang des von der Sendeeinheit 2 ausgesandten elektromagnetischen
Signals 5 (1, 2) möglich.
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Angenommen,
die Sendeeinheit befindet sich bezüglich der Empfangseinrichtung
an einem bestimmten Ort und besitzt eine bestimmte Orientierung,
dann ergibt sich grundsätzlich
am Ort der Empfangseinrichtung ein bestimmter Signalvektor S mit
Komponenten S1, S2,
S3, von dem jedoch nach dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel
nur zwei Komponenten, z.B. S1, S2, bestimmt werden. Somit stellt prinzipiell
jeder Vektor S, S',
... mit Komponenten S1, S2 den „gesuchten" Signalvektor S,
dessen Ortsbestimmung (Ort der Sendeeinheit) erfindungsgemäß zuvor
ausgemessen und – wie
bereits erwähnt – in einem
Speicher hinterlegt wurde. Mit anderen Worten: Einem gemessenen
Komponentenpaar S1, S2 ist
erfindungsgemäß zumindest
ein gespeichertes Wertepaar aus einem Ort im Raum um die Empfangseinrichtung
herum sowie aus einem entsprechenden S3-Wert
zugeordnet, sodass sich anhand der gemessenen Komponenten S1, S2 sowohl der
S3-Wert als auch der Ort bzw. ein bestimmter
Ortsbereich ermitteln lassen. Auf die Problematik von Mehrdeutigkeiten
wird weiter unten noch detailliert eingegangen.
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Nur
bei der Rohdatenaufnahme zur Bestimmung der o.g. Speicherwerte ist
damit erfindungsgemäß das Vorhandensein
einer dritten Empfangsspule in der Empfangseinrichtung erforderlich,
um auf diese Weise lageunabhängig
den kompletten Signalvektor S in Abhängigkeit vom Sendeort bestimmen
zu können.
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Die 4 illustriert
die im Rahmen der vorliegenden Beschreibung verwendete Nomenklatur
hinsichtlich der Lage Li der Sendeeinrichtung 2 bezüglich der
zu kontrollierenden Einrichtung 4 bzw. der darin enthaltenen
Empfängereinheit 3/Empfangseinrichtung 6.
In der 4 sind zwei mögliche
Lagen L1, L2 der
Sendeeinheit 2 dargestellt. Jede der Lagen L1,
L2 wird zunächst hinsichtlich des Raumes
durch ein Koordinaten-Tripel (x1/y1/z1) bzw. (x2/y2/z2)
beschrieben. Dabei geben die einzelnen Koordinaten xi,
yi, zi die Koordinatenwerte
bezüglich
der ebenfalls in der 4 dargestellten, zueinander
orthogonalen Raumrichtungen x, y und z an. Jedes der vorstehend
genannten Koordinaten-Tripel gibt einen Ort im dreidimensionalen
Raum um die zu kontrollierende Einrichtung 4 herum an,
an dem sich die Sendeeinheit 2 befinden kann. Zusätzlich kann
die Sendeeinheit 2 an jedem derart beschriebenen Ort im
Raum noch eine beliebige Orientierung einnehmen, die in der 4 mit
O1, O2 und einem
entsprechenden in sich geschlossenen Pfeil bezeichnet ist. Eine
solche Orientierung lässt
sich beispielsweise mittels zweier Winkel bezüglich einer Bezugsebene (zum
Beispiel Elevations- und Azimuthwinkel) angeben. Der Nullpunkt des
in der 4 dargestellten Koordinatensystems befindet sich dabei
am Ort der Empfangseinrichtung 6 (vgl. 1).
Auf diese Weise definieren weiterhin die jeweiligen Koordinaten-Tripel
(xi/yi/zi) einen (euklidschen) Abstand r der Sendeeinheit 2 von
der Empfängereinheit 3/Empfangseinrichtung 6.
In Abhängigkeit
von diesem Abstand r und der jeweils eingenommenen Orientierung
Oi der Sendeeinheit 2 wird sich
nun am Ort der Empfängereinheit 3/Empfangseinrichtung 6 ein
bestimmter Signalverlauf für
das empfangene elektromagnetische Signal 5 ergeben. Dabei
ist grundsätzlich
jedem Koordinaten-Tripel (aus einer unendlichen Anzahl von Koordinaten-Tripeln)
eine unendliche Anzahl möglicher
Signalverläufe entsprechend
allen möglichen
annehmbaren Orientierungen Oi der Sendeeinheit 2 zugeordnet.
Erfindungsgemäß sind jedoch
in dem in der Speichereinheit 8 (1) gespeichertem
Wertefeld 9 nur eine endliche Anzahl möglicher Kenngrößen für jedes
Koordinaten-Tripel gespeichert, wie nachfolgend anhand der 5 symbolisch
dargestellt ist.
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Die 5 zeigt
eine schematische Teildarstellung des in der Speichereinheit 8 gespeicherten
Wertefelds 9, das entsprechend dem gezeigten Ausführungsbeispiel
als Mehrlagen-Kennfeld ausgebildet ist. Die vorstehend anhand der 4 bereits
erläuterten
Koordinaten-Tripel sind in der Darstellung gemäß 5 durch
würfelförmige Gebilde
symbolisiert, wobei die Anzahl der Würfel durch die beabsichtigte
Genauigkeit der (diskreten, „körnigen") Werteeinteilungen
in der jeweiligen Raumrichtung x, y, z bestimmt ist. In der Darstellung der 5 sind
die den beiden Lagen L1 und L2 aus 4 jeweils
zugeordneten "Würfel" schraffiert gezeichnet. Jeder
der in der 5 dargestellten Würfel beinhaltet
eine weitere Untereinteilung zur Darstellung der für jede Lage
der Sendeeinheit jeweils möglichen
Orientierungen Oi, was in der 5 nicht
explizit sondern wiederum durch kreisförmig geschlossene Pfeile dargestellt
ist. Mit anderen Worten: Jeder der in der 5 gezeigten Würfel ist
wiederum durch eine entsprechende Anordnung von Würfeln unterteilt,
wobei jeder dieser „Unter-Würfel" einen Speicherbereich
der Speichereinheit 8 zum Speichern von Kenngrößen für das elektromagnetische
Signal 5 für
einen bestimmten (diskreten) Ort und eine bestimmte (diskrete) Orientierung
der Sendeeinheit 2 bezüglich
der Empfängereinheit 3/Empfangseinrichtung 6 angibt.
Die Auswerteeinheit 7 des erfindungsgemäßen Signalübertragungssystems 1 ist
entsprechend dazu ausgebildet, auf diese Speicherbereiche zuzugreifen
und so mittels einer Suche in dem abgespeicherten Wertefeld 9 anhand
eines Vergleichs der gemessenen Kenngrößen des elektromagnetischen
Signals 5 auf die Lage und Orientierung der Sendeeinrichtung
zurückzuschliessen.
Zu Auswertungszwecken ist hierbei jedoch regelmäßig nur der Ort (nicht die
Orientierung) der Sendeeinrichtung erforderlich. So ist es beispielsweise
in der Regel nicht entscheidend, wie die Sendeeinrichtung genau
bezüglich
der Empfängereinrichtung
orientiert ist, solange sie sich in einem zulässigen Abstand von der Empfängereinrichtung
befindet, wohingegen nach dem Vorstehenden eine Kenntnis der Orientierung
zur Ermittlung des Ortes jedoch unbedingt notwendig ist.
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Die
folgende Tabelle illustriert beispielhaft die für einen der o.g. „Würfel" L
i,
i = 1, 2, d.h. einen bestimmten Raumbereich in der Speichereinheit
8 z.B.
in Form einer ROM-Tabelle hinterlegten Werte:
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Bei
einem gemessenen Signal-Komponentenpaar (S1/S2) = (1F, AF) ergibt
eine erfindungsgemäße Suche
in dem gespeicherten Wertefeld somit einen – ggf. noch nicht eindeutigen – S3-Wert von EF, wobei sich die Sendeeinheit
im Raumbereich Li (sog. „Schlüsselfeld") befindet. Diese Auswertung wird im
Zuge des vorliegenden Ausführungsbeispiels
durch die Auswerteeinheit 7 (Mikrocontroller; vgl. 1)
vorgenommen.
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Bestimmte
Zwischenwerte, die aufgrund der diskreten Ausbildung des Kennfelds
gemäß der 5 in diesem
nicht explizit enthalten sind, lassen sich beispielsweise dadurch
auffinden, dass für
den angesprochenen Vergleich von Ist-Wert (gemessener Wert) und
Soll-Wert (gespeicherter Wert) ein bestimmtes "Ungenauigkeits-Kriterium" definiert wird,
sodass ein bestimmter Kennfeld-Wert auch dann als aufgefunden gilt,
wenn der gemessene Wert in bestimmten Grenzen davon abweicht.
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Ebenso
lassen sich anhand des erfindungsgemäßen Wertefelds bzw. Mehrlagen-Kennfelds Bewegungsparameter
der Sendeeinrichtung 2 ermitteln. Wenn beispielsweise zu
einem ersten Zeitpunkt t1 eine dem Würfel L1 zuzuordnende Kenngröße des elektromagnetischen
Signals 5 ermittelt und in der Auswerteeinheit 7 gespeichert
wird und zu einem späteren
Zeitpunkt t2 eine dem Würfel L2 des
Kennfelds zuzuordnende Kenngröße des elektromagnetischen
Signals 5 bestimmt wird, so lässt sich ein Bewegungsparameter
für die
Sendeeinheit 2, zum Beispiel deren Geschwindigkeit, anhand
der Koordinaten-Differenz (ΔX, ΔY, ΔZ) = (X2 – X1, Y2 – Y1, Z2 – Z1) dividiert durch die entsprechende Zeitdifferenz Δt (= t2 – t1) bestimmen.
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Sollte
es aufgrund einer ungünstigen
relativen Orientierung der Spulenachsen A1 – A3 der Sende- bzw. Empfangsspulen
(vgl. 3) zu einer Empfangslücke am Ort der Empfängereinheit 3/Empfangseinrichtung 6 kommen,
so wird dieser negative Effekt in der Praxis leicht dadurch ausgeglichen,
dass die regelmäßig in der
Hand bzw. am Körper
einer Bedienperson befindliche Sendeeinheit 2 nicht stationär, sondern
mobil ausgebildet ist, sodass dementsprechend bereits nach kurzer
Zeit aufgrund einer veränderten
relativen Lage von Sendeeinheit 2 und Empfängereinheit 3 gemäß der Darstellung
in 3 wiederum ein Empfang am Ort der Empfängereinheit 3/Empfangseinrichtung 6 gewährleistet
ist. Der gleiche Effekt kann auch dazu verwendet werden, eventuelle
Mehrdeutigkeiten des Mehrlagen-Kennfelds der 5 dadurch
auszugleichen, dass innerhalb eines kurzen Zeitraums eine Mehrzahl
von Lagen Li der Sendeeinheit 2 bestimmt
werden, wobei die jeweils für
einen bestimmten Zeitpunkt ti ermittelte
Lage Li in der Auswerteeinheit 7 (1)
gespeichert wird. Sollten demnach für eine bestimmte Abfolge ermittelter
Kenngrößen des
elektromagnetischen Signals 5 jeweils eine Mehrzahl von
Lagen aus dem Kennfeld ermittelbar sein, so lässt sich erfindungsgemäß eine entsprechende
Auswahl aufgrund der Annahme treffen, dass alle innerhalb eines
kurzen Zeitintervalls Δt
ermittelten Lagen Li gemäß der Darstellung in 5 zu
einem einzigen Würfel
oder eng benachbarten Würfeln
des Kennfelds gehören
müssen.
Auf diese Weise lassen sich – wie
gesagt – Mehrdeutigkeiten
des gespeicherten Kennfelds ausgleichen.
-
Die 6 zeigt
ein Ablaufdiagramm einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Das Verfahren beginnt mit Schritt 600. In einem anschließenden Schritt 602 sendet
die Sendeeinrichtung 2 ein elektromagnetisches Signal 5 gemäß der 1 und 2 an
die Empfängereinheit 3.
Dabei kann das Aussenden des elektromagnetischen Signals durch die
Sendeeinheit 2 bzw. durch Einwirkung einer Bedienperson
selbst veranlasst sein, beispielsweise dadurch, dass die Bedienperson
eine an der Sendeeinheit 2 vorgesehene Einrichtung (zum
Beispiel einen Schalter oder Taster) betätigt. Alternativ kann das Aussenden des
elektromagnetischen Signals durch die Sendeeinheit 2 auch
durch die Empfängereinheit 3 ausgelöst bzw. veranlasst
werden, beispielsweise indem diese ein entsprechendes Signal an
die Sendeeinheit 2 sendet, woraufhin diese zum Aussenden
des elektromagnetischen Signals 5 veranlasst wird, zum
Beispiel im Backscatter-Betrieb, wobei beispielsweise die Empfangsspulen
der Empfangseinrichtung gemäß 2 als
Sendespulen zum Senden des o.g. Signals an die Sendeeinheit verwendet
werden. In einem anschließenden
Schritt 604 empfängt
die Empfängereinheit 3 bzw.
deren Empfangseinrichtung 6 das von der Sendeeinheit 2 ausgesandte elektromagnetische
Signal. Anschließend
wird in einer Abfrage 606 ermittelt, ob das empfangene
Signal mit ausreichender Signalstärke für eine Auswertung empfangen
wurde. Ist dies nicht der Fall (n), so wird das Verfahren mit dem
bereits beschriebenen Schritt 602 fortgesetzt. Anderenfalls
(j) bestimmt die Auswerteeinheit 7 (1) eine
Kenngröße des gemessenen
elektromagnetischen Signals, zum Beispiel dessen Amplitude, und führt anschließend eine
Suche in dem gespeicherten Wertefeld 9 durch, wobei sie
versucht, in diesem einen der Kenngröße entsprechenden Wert zu ermitteln
(Schritt 608). Anschließend erfolgt im Schritt 610 eine
weitere Abfrage dahingehend, ob ein entsprechender Wert bzw. ein
in vorbestimmten Grenzen abweichender Wert in dem gespeicherten
Wertefeld gefunden wurde. Ist dies nicht der Fall (n), so wird das
Verfahren wiederum mit Schritt 602 fortgesetzt. Anderenfalls
(j) wird anhand des entsprechenden Wertefeld-Eintrags die Lage der
Sendeeinheit bestimmt, wobei es gegebenenfalls zu Mehrdeutigkeiten
kommen kann, wenn ein und dieselbe Kenngröße mehrfach in dem gespeicherten
Wertefeld enthalten ist (Schritt 612). Anschließend erfolgt
in Schritt 614 eine Abfrage dahingehend, ob die so ermittelte
Lage der Sendeeinheit eindeutig ist oder nicht. Im Falle von Mehrdeutigkeiten
(n) wird die ermittelte Lage in Schritt 616 in der Auswerteeinheit 7 zwischengespeichert,
und das Verfahren kehrt nach Schritt 602 zurück, um zumindest
eine weitere Lage der Sendeeinheit zu bestimmen, sodass anschließend die
Mehrdeutigkeit – wie
vorstehend beschrieben – aufgelöst werden
kann. Ergibt die Abfrage in Schritt 614, dass die Lage
der Sendeeinheit und damit ihr Ort eindeutig bestimmt wurde (j),
so erzeugt die Auswerteeinheit in Schritt 618 ein entsprechendes
Signal an die Kontrolleinheit 10 (1). Für den Fall,
dass weiterhin ein gemeinsam mit dem elektromagnetischen Signal 5 übermittelter
Zugangscode durch die Auswerteeinheit 7 identifiziert und
verifiziert werden konnte (was in der vorliegenden 6 nicht
explizit dargestellt ist), liefert die Kontrolleinheit 10 in
einem nachfolgenden Schritt 620 ein Steuersignal KS an das
in der 1 dargestellte Zugangs-Steuerelement 11,
sodass dieses den Zugang zu der zu kontrollierenden Einrichtung 4 freigibt.
Das Verfahren endet mit Schritt 622.
-
- 1
- Signalübertragungssystem
- 2
- Sendeeinheit
- 2.1
- Sendespule
- 2.2
- Kondensator
- 3
- Empfängereinheit
- 4
- Einrichtung
(KFZ)
- 5
- elektromagnetisches
Signal
- 6
- Empfangseinrichtung
- 6.1
- Empfangsspule
- 6.2
- Empfangsspule
- 6.3
- Kondensator
- 6.4
- Kondensator
- 6.5
- Verstärker
- 6.6
- Verstärker
- 6.7
- Korrelierer/Addierer
- 6.8
- Zeitgebereinheit
- 6.9
- Header-Detektionseinheit
- 6.10
- serielle
Schnittstelle
- 6.11
- Spannungsquelle
- 7
- Auswerteeinheit
- 8
- Speichereinheit
- 9
- Wertefeld,
Mehrlagen-Kennfeld
- 10
- Kontrolleinheit
- 11
- Zugangs-Steuerelement
- A1
- Spulenachse
- A2
- Spulenachse
- A3
- Spulenachse
- E
- Ebene
- KS
- Kontrollsignal
- Li
- Raumbereich
- L1
- Lage
- L2
- Lage
- n
- Normalenvektor
- O1
- Orientierung
- O2
- Orientierung
- t1
- Zeit
- t2
- Zeit
- Δt
- Zeitdifferenz
- VDD
- Versorgungsspannung
- S
- Signalvektor
- S1
- Signalkomponente
- S2
- Signalkomponente
- S3
- Signalkomponente
- X
- Koordinatenachse
- X1
- Raumkoordinate
- X2
- Raumkoordinate
- ΔX
- Koordinatendifferenz
- Y
- Koordinatenachse
- Y1
- Raumkoordinate
- Y2
- Raumkoordinate
- ΔY
- Koordinatendifferenz
- Z
- Koordinatenachse
- Z1
- Raumkoordinate
- Z2
- Raumkoordinate
- ΔZ
- Koordinatendifferenz