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DE102005053433B4 - Verfahren zum Erfassen von Passermarken - Google Patents

Verfahren zum Erfassen von Passermarken Download PDF

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DE102005053433B4
DE102005053433B4 DE200510053433 DE102005053433A DE102005053433B4 DE 102005053433 B4 DE102005053433 B4 DE 102005053433B4 DE 200510053433 DE200510053433 DE 200510053433 DE 102005053433 A DE102005053433 A DE 102005053433A DE 102005053433 B4 DE102005053433 B4 DE 102005053433B4
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Abstract

Verfahren zum Erfassen von Passermarken (16, 17, 18), bei dem die Passermarken (16, 17, 18) beleuchtet und digital aufgenommen werden und die zu beaufschlagenden Beleuchtungsbedingungen vorab eingestellt werden, wobei die Passermarken (16, 17, 18) wenigstens zweimal aufgenommen werden und die Beleuchtungsbedingungen auf jeweils eine Passermarke (16, 17, 18) optimiert werden, gleichzeitig aber die anderen Passermarken (16, 17, 18) mit erfasst werden, und wobei die Einzelaufnahmen, welche jeweils auf eine der aufzunehmenden Passermarken optimiert sind unter Erhaltung aller korrekten Abstände und Zuordnungen zu einem Gesamtbild kombiniert werden.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erfassen von Passermarken.
  • Derartige Passer- oder Registermarken werden zur Kontrolle und Steuerung von vielfältigen Arbeitsprozessen, insbesondere zum automatischen Positionieren von Druckplatten eingesetzt. Üblicherweise werden die Druckplatten bei Druckmaschinen automatisch gewechselt. Um einen hochwertigen Druck zu gewährleisten, müssen diese Druckplatten nach dem Wechsel auf der Trommel oder einer sonstigen Unterlage mit einer im μm-Bereich liegenden Genauigkeit positioniert werden. Hierfür sind auf der Druckplatte Passer- bzw. Registermarken angebracht, auf dem Untergrund befinden sich zugehörige Passerstifte, welche Referenzmarken aufweisen. Die Positionen von Passermarken und Passerstiften müssen jeweils bestimmt und miteinander verglichen werden. Dies gibt Aufschluss über die Positionierung der Druckplatte relativ zum Untergrund und dient als Basis für die genaue Ausrichtung der Druckplatte.
  • Aus der DE 103 45 290 A1 ist ein System zum Erfassen von Passermarken bekannt. Hier werden Passermarken und Passerstifte an einer Druckwalze mittels einer CCD- oder CMOS-Kamera aufgenommen und zur Positionierung der Druckplatte verwendet. Prinzipiell funktioniert dieses Verfahren recht zuverlässig, es hat sich jedoch gezeigt, dass es insbesondere bei der Verwendung von extrem dunklen oder extrem hochglänzenden Druckmaterialien Probleme bei der Erfassung der Passermarken und damit Probleme bei der Positionierung der Druckplatte geben kann.
  • Die DE 195 11 782 A1 betrifft ein Verfahren zur Prüfung von Farbdruckvorlagen auf ihre Richtigkeit und/oder Genauigkeit bezüglich Farbgebung, Ausrichtung, Druckbildanordnung und dgl., bei der hochschnellen Online-Fertigung von Verpackungs-, Etikettier- und vergleichbaren Massenprodukten auf unterschiedlichen Maschineneinheiten, deren Abläufe mittels vorgebbarer Codierungen gesteuert werden. Verwendet wird eine Mehrzahl von sequentiell angesteuerten Halbleiterstrahlungsquellen unterschiedlicher Spektralbereiche, wobei der reflektierte Strahlungsanteil der auf die Codierungen des Prüflings fokussierten Strahlung über eine rechnergesteuerte Auswerteelektronik nachfolgende Bearbeitungsvorgänge steuert. Die Halbleiterlichtquellen werden in einer Vielzahl von untereinander geometrisch und sich periodisch wiederholenden Anordnungen linien- und/oder zeilensynchron impulsweise angesteuert. Das erfolgt während der Online-Fertigung innerhalb von Stillstandszeiten von wenigen Millisekunden und der von dem Prüfling reemittierte Strahlungsanteil wird über eine Sammeloptik auf wenigstens ein CCD-Empfängerelement projeziert.
  • Die DE 196 36 354 A1 betrifft ein Verfahren zur Durchführung von optischen Aufnahmen für die Darstellung und 3-D-Vermessung räumlicher Objekte, bei dem mindestens zwei Einzelaufnahmen nacheinander erfolgen und für die Einzelaufnahmen die für die Bildwandlung wirksame Menge der Strahlenenergie unterschiedlich gesteuert oder geregelt wird. Durch Verwendung stellbarer optischer Mittel für die Beleuchtung des Objekts beziehungsweise im Strahlengang zur Abbildung des Objekts auf dem Bildwandler wird die Erfassung eines größeren Umfangs von Bildinformationen über das betrachtete Objekt ermöglicht als aufgrund der bauartbedingten Grenzen des verwendeten Bildwandlers in einem Einzelbild zur Verfügung stehen.
  • Die DE 101 16 233 A1 betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bestimmung einer relativen Längenänderung eines Antriebs- oder Förderbandes durch eine Dehnung. Hierzu wird mittels einer Belichtungseinheit ein Lichtstrahl auf einen Oberflächenbereich des Antriebs- oder Förderbandes gerichtet, in dem zwei Bezugsmarken angebracht sind. Das von den Bezugsmarken reflektierte Licht wird durch einen als CCD-Sensor ausgeführten optischen Detektor mit zwei Bereichen, die jeweils einer mit dem Antriebs- oder Förderband verbundenen Bezugsmarke zugeordnet sind, erfasst. Zur Übertragung des reflektierten Lichtes wird eine Linearoptik eingesetzt, durch die das von den Bezugsmarken reflektierte Licht auf den zugeordneten Bereich des CCD-Sensors übertragbar ist.
  • Die DE 100 30 007 A1 betrifft ein Verfahren zum Prüfen der Festigkeit von Verbindungen. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Prüfen der Festigkeit von Verbindungen, bei dem ein erstes Bild eines Prüflings aufgenommen wird, und das aufgenommene erste Bild zur Beurteilung der Festigkeit von Verbindungen verwendet wird, wobei der Prüfling nach oder vor der Aufnahme des ersten Bildes einem Gasstrom ausgesetzt wird, ein zweites Bild des Prüflings aufgenommen wird, während der Prüfling dem Gasstrom ausgesetzt ist, und das erste Bild mit dem zweiten Bild verglichen wird.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art bereitzustellen, bei dem die Passermarken unabhängig vom Untergrund zuverlässig erfasst werden.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe sind die Merkmale des Anspruchs 1 vorgesehen. Vorteilhafte Ausführungsformen und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren dient der hochpräzisen Erfassung von Passermarken in guter Qualität unabhängig vom Untergrund, auf dem die Passermarke aufgebracht ist. Hierzu werden die Beleuchtungsbedingungen, also z. B. Beleuchtungsintensität und/oder Belichtungszeit für die Aufnahme auf die Passermarken und die jeweils verwendeten Untergrundmaterialien optimiert. Da die Materialien sowohl hochglänzend als auch dunkel diffus reflektierend oder gemischt sein können, so dass ein extremer Dichteumfang abgedeckt werden muss, müssen die Beleuchtungsbedingungen einen bestmöglichen Kompromiss darstellen. Gleichzeitig muss die Beleuchtung für die Passermarken selbst aber optimal abgestimmt sein, so dass die Passermarken gegenüber dem Untergrund mit größtmöglichem Kontrastumfang erfasst werden; nur so kann eine optimale Positionsbestimmung gewährleistet werden. Der Grundgedanke für eine Optimierung der Beleuchtungsbedingungen besteht darin, einerseits die Beleuchtung optimal an die jeweilige Passermarke anzupassen gleichzeitig aber eine Aufnahme zu machen, die alle Passermarken umfasst und somit eine Kompromiss für die verschiedenen Untergründe darstellt. Hierfür werden wenigstens zwei Aufnahmen gemacht, wobei bei jeder der Aufnahmen die Belichtungsbedingungen auf jeweils eine Passermarke optimiert werden, gleichzeitig aber die anderen Passermarken mit erfasst werden. Dadurch dass immer alle Passermarken mit erfasst werden, ist es möglich, die Einzelaufnahmen fehlerfrei und unter Erhalten aller korrekten Abstände und Zuordnungen zu einem Gesamtbild zu kombinieren. Würden dagegen immer nur Ausschnitte aufgenommen und anschließend kombiniert, so bestünde die Gefahr, dass bei der Kombination der Aufnahmen aufgrund unterschiedlicher Bedingungen der Teilaufnahmen Fehler bzw. Informationsverluste entstehen. Bei jeder der Aufnahmen werden also die Belichtungsbedingungen für eine Passermarke bzw. einen Untergrund optimiert, so dass sich für diese Passermarke ein optimales Kontrastverhältnis ergibt. Gleichzeitig wird bei jeder dieser Aufnahmen auch die Information mit erfasst, welche in dieser Einstellung nicht optimal ausgeleuchtet ist, für eine korrekte Überlagerung der Aufnahmen aber notwendig ist. Hierfür ist vorteilhaft, wenn die Aufnahmeeinheit so ausgestaltet ist, dass die gesamten Passermarken in einer Aufnahme erfassbar sind.
  • Die Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens muss eine Auswerteeinheit mit einer Speichereinheit aufweisen, die es ermöglicht, wenigstens zwei derartige Aufnahmen gleichzeitig abzuspeichern und diese für die Überlagerung einer Überlagerungseinheit zuzuführen, welche genauso wie die Speichereinheit genügend Kapazität für wenigstens zwei vollständige Aufnahmen aller Passermarken aufweisen muss. Durch die Überlagerung wenigstens zweier Aufnahmen aller Passermarken, welche jeweils auf eine der aufzunehmenden Passermarken optimiert sind, lässt sich eine Gesamtaufnahme erzeugen, in der sowohl die jeweiligen Passermarken für eine exakte Positionsbestimmung enthalten ist, als auch die für eine Abstandsbestimmung der Passermarken unverzichtbare Information darüber, wie die Passermarken relativ zueinander angeordnet sind.
  • In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung werden die für die Aufnahme vorzusehenden Beleuchtungsbedingungen über die Auswertung einer Vorabtastung von der aufzunehmenden Passermarke selbst abgeleitet. Hierfür wird beispielsweise ein kleines Gebiet aufgenommen, in dem sich die relevante Passermarke befindet. Innerhalb dieses Gebietes wird die Standardabweichung der Pixelintensitäten ermittelt. Die Beleuchtungsbedingungen werden variiert, bis diese Standardabweichung ein Maximum erreicht. In diesem Fall ist der Kontrast zwischen der Passermarke und dem entsprechenden Untergrund besonders groß, d. h., die optimalen Beleuchtungsbedingungen für eine Aufnahme sind gefunden. Obwohl dieses Verfahren zur Ermittlung der Beleuchtungsbedingungen vorteilhaft ist, ist das erfindungsgemäße Verfahren nicht darauf beschränkt. Die Beleuchtungsbedingungen können auch aus der Suche nach einem maximalen Dichteumfang im Bereich der Passermarke oder anderen bekannten Verfahren zur Bestimmung der Beleuchtungsverhältnisse ermittelt werden.
  • Dieses Verfahren lässt sich sehr vorteilhaft auch für eine weitere Passermarke und damit eine weitere Aufnahme anwenden. So werden die Belichtungsbedingungen für verschiedene Aufnahmen auf verschiedene Passermarken optimiert, obwohl dennoch immer alle Passermarken, also auch die nicht optimiert beleuchteten, aufgenommen werden.
  • In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung werden die Beleuchtungsbedingungen für eine Aufnahme aus der Vorabtastung der Passermarke abgeleitet, welche als Referenzmarke dient. Diese Marke, welche sich auf dem Passerstift befindet, hat definierte Eigenschaften und kann deshalb besonders vorteilhaft zur Einstellung der Beleuchtungsbedingungen verwendet werden.
  • Für eine weitere Aufnahme ist es oftmals ausreichend, auf eine der auf dem Druckmedium befindlichen Passermarken zu optimieren. Falls der Untergrund, also beispielsweise eine Druckplatte, im Wesentlichen homogen in seinen Eigenschaften wie Dichte oder Reflexivität ist, ist es ausreichend für alle auf der Druckplatte befindlichen Passermarken eine Marke als Referenzmarke zu wählen, für die die Belichtung optimiert wird. Diese optimierten Beleuchtungsbedingungen können dann auf alle auf der Druckplatte befindlichen Passermarken angewandt werden, ohne dass es zu Problemen wie Überstrahlungen oder ähnlichem bei anderen Passermarken in der Aufnahme kommen kann. Hierdurch kann es ausreichend sein, nur zwei Aufnahmen, eine für die Passermarken auf der Druckplatte, eine für die Referenzmarke, zu machen, obwohl mehrere Passermarken aufzunehmen und mit der Referenzmarke auf dem Passerstift zu vergleichen sind. Wird dagegen ein Untergrund verwendet, der sehr variabel ist, kann es unter Umständen notwendig sein für jede Passermarke eine eigene Aufnahme zu machen.
  • Da die Passermarken selbst im Wesentlichen sehr ähnlich, die Hintergründe aber höchst verschieden sind, kann in einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung die Beleuchtung auch auf den Hintergrund der Passermarken optimiert werden. In diesem Fall würde eine Aufnahme auf den Hintergrund der Referenzmarke optimiert, während die Beleuchtungsbedingungen für die jeweils andere Aufnahme an das Druckmedium angepasst wird, auf dem sich die Passermarken befinden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung sind nicht auf die Erfassung von Passermarken beschränkt und sind zur Erfassung beliebiger Objekte einsetzbar.
  • Die Erfindung wird im Nachstehenden anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
  • 1: schematische Darstellung einer Anordnung mit einer Vorrichtung zur Erfassung von Passermarken.
  • 2: Blockschaltbild der Vorrichtung gemäß 1.
  • 3: Schematische Darstellung eines Ausschnitts der Druckplatte mit Passermarken.
  • Die in 1 dargestellte Anordnung zeigt einen Ausschnitt einer Mehrfarbendruckmaschine. Der dargestellte Ausschnitt zeigt eine Druckwalze 1, auf welche eine Druckplatte 2 aufgezogen wird. Zur Erstellung eines Mehrfarbendrucks werden die einzelnen Farben in separaten Druckprozessen auf eine Papierbahn oder dergleichen aufgedruckt. Für jeden Druckprozess mit einer bestimmten Farbe wird auf die Druckwalze 1 eine bestimmte hierfür vorgesehene Druckplatte 2 als Arbeitsmedium auf die Druckwalze 1 aufgezogen.
  • Um ein einwandfreies Mehrfarbendruckbild zu erhalten, müssen die einzelnen Druckplatten 2 exakt in einer jeweils vorgegebenen Sollposition auf der Druckwalze 1 aufgebracht werden. Dabei müssen die Druckplatten 2 sowohl in Längsrichtung als auch in Umfangsrichtung der Druckwalze 1 mit einer Genauigkeit von typischerweise 10 μm positioniert und fixiert werden.
  • Zur Einhaltung dieser Genauigkeit ist auf jede Druckplatte 2 eine Passermarke 3 aufgebracht, deren Ausrichtung relativ zu einem Passerstift 4 an der Druckwalze 1 kontrolliert wird. Wie aus 1 ersichtlich weist die Druckplatte 2 an ihrem oberen Rand eine Aussparung 5 mit einem kreisförmigen Querschnitt auf. Die Druckplatte 2 wird in ihre Sollposition eingeschoben, in welcher der Passerstift 4 in dieser Aussparung 5 liegt. Die Passermarke 3 liegt unmittelbar angrenzend an die Aussparung 5 im Bereich des oberen Randes der Druckplatte 2.
  • Die Ausrichtung der Passermarke 3 relativ zum Passerstift 4 wird mit einer Vorrichtung 6 kontrolliert, welche von einem optischen Sensorsystem gebildet ist. Dieses Sensorsystem erfasst innerhalb eines vorgegebenen Sichtfelds 7 ein Bild der Oberflächen der Druckwalze 1 und der Druckplatte 2, wobei das Sichtfeld 7 derart gewählt ist, dass in diesem die Passermarke 3 und der Passerstift 4 liegt.
  • Der Aufbau der Vorrichtung 6 ist in 2 schematisch dargestellt. Die Vorrichtung 6 ist in einem Gehäuse 8 integriert und weist als Sensorkomponente eine Kamera 9 auf. Die Kamera 9 ist im vorliegenden Fall als CMOS-Kamera ausgebildet, welche als photoempfindliche Elemente eine matrixförmige Anordnung von CMOS-Elementen aufweist. Alternativ kann die Kamera 9 als CCD-Kamera 9 mit einer Anordnung von CCD-Elementen ausgebildet sein.
  • Der Kamera 9 umfasst ein Objektiv, welches das von Objektstrukturen innerhalb des Sichtfelds 7 zurückreflektierte Empfangslicht auf die Kamera 9 projiziert. Zur Beleuchtung des Sichtfelds 7 weist die Vorrichtung 6 eine Beleuchtungseinheit 10 auf. Im vorliegenden Fall ist die Beleuchtungseinheit 10 als LED-Beleuchtung ausgebildet, die im Gehäuse 8 der Vorrichtung 6 integriert ist. Prinzipiell sind auch externe Beleuchtungseinheiten 10 außerhalb des Gehäuses 8 einsetzbar. Generell emittiert die Beleuchtungseinheit 10 Lichtstrahlen, die das Sichtfeld 7 möglichst homogen ausleuchten. Es können z. B. Beleuchtungseinheiten 10 eingesetzt werden, die Lichtstrahlen im sichtbaren und/oder Infrarot und/oder UV-Bereich emittieren. Dabei kann das emittierte Licht polarisiert oder unpolarisiert sein. Der Beleuchtungseinheit 10 ist eine Steuereinrichtung 11 vorgeschaltet, die mit einer Auswerteinheit 12 in Verbindung steht, die von einem Mikroprozessor oder dergleichen gebildet ist. An die Auswerteinheit 12 ist ferner die Kamera 9 angeschlossen, so dass in der Auswerteeinheit 12 die Auswertung der mit der Kamera 9 erzeugten Bildinformationen erfolgt. In Abhängigkeit der Bildinformationen werden in der Auswerteeinheit 12 Ausgangssignale generiert, die über eine nicht dargestellte Schnittstelleneinheit ausgegeben werden.
  • Um eine reproduzierbare Kontrolle der Positionierung der Passermarke 3 mittels der Vorrichtung 6 zu gewährleisten, ist es erforderlich, dass die Vorrichtung 6 exakt in einer festen Sollposition relativ zur Druckwalze 1 angeordnet ist. Die Vorrichtung 6 ist dabei an einer nicht dargestellten Befestigungsvorrichtung montiert. Zur Kalibrierung der Einbaulage der Vorrichtung 6 wird mit der Kamera 9 innerhalb eines Kalibriervorgangs wenigstens eine Referenzmarke erfasst. Im vorliegenden Fall ist die Referenzmarke von dem ortsfest an der Druckwalze 1 angebrachten Passerstift 4 gebildet. Mit der Kamera 9 wird das Bild des Passerstifts 4 erfasst. In der Auswerteinheit 12 werden die geometrischen Merkmale des Passerstifts 4 ausgewertet. Die Vorrichtung 6 liegt dann innerhalb der Sollposition, wenn die geometrischen Merkmale des Passerstifts 4 in vorgegebenen Soll-Lagen erkannt werden.
  • Um die Position von Passermarke 3 und Passerstift 4 hochpräzise erfassen zu können, ist eine qualitativ hochwertige, hochauflösende Aufnahme erforderlich, die Passermarke 3 und Passerstift 4 erfasst. Inbesondere ist es wichtig, dass das aufgenommene Bild von Passer- 3 und Referenzmarke 4 den maximalen Kontrast zeigt, der Vorraussetzung für eine hochpräzise Positionsbestimmung der Marken ist. Da jedoch die Druckplatte 2, welche den Untergrund der Passermarke 3 bildet, extrem unterschiedlich sein kann, ist der mögliche Dichteumfang der Aufnahmen so groß, dass es häufig zu Überstrahlungen an der Aufnahmeeinheit der Kamera 9 kommen kann. Deshalb ist eine exakte Ansteuerung der Beleuchtungseinheit 12 notwendig. Hierfür ist die Steuereinheit 11 vorgesehen. Hierbei ist zu erwähnen, dass es ebenso gut möglich ist, dass die Steuereinheit 11 die Integrationszeit der Kamera steuert, womit ebenfalls die Belichtung, in dem Fall über die Belichtungszeit der Aufnahmeeinheit variiert wird.
  • Erfindungsgemäß weist die Auswerteinheit 12 zur Ermittlung der für eine optimale Gesamtaufnahme notwendigen Beleuchtungsbedingungen einen Speicher 13 auf, in dem wenigstens zwei vollständige Aufnahmen des gesamten Sichtfeldes 7 abspeicherbar sind. Die hierdurch ermöglichte Ermittlung einer Gesamtaufnahme von Passermarke 3 und Passerstift 4 wird beispielhaft unter Zuhilfenahme der 3 erläutert. In diesem Beispiel ist eine Referenzmarke 18 in der Aussparung 5 der Druckplatte 2 vorgesehen, welche ebenso wie die auf der Druckplatte 2 befindlichen Passermarken 16 und 17 aufzunehmen ist, um die exakte Position der Marken zu bestimmen, so dass eine Zuordnung zwischen Druckplatte 2 und Aussparung 5 und damit zwischen Druckplatte 2 und Druckwalze 1 vorgenommen werden kann. Für die erste in dem Speicher 13 abzuspeichernde Aufnahme des gesamten in der 3 gezeigten Ausschnitts von Druckplatte 2 und Aussparung 5 werden die Beleuchtungsbedingungen, welche an der Beleuchtungseinheit 10 einzustellen sind, an Hand eines um die Referenzmarke 18 herum festgelegten Referenzmarkengebietes 21 gewählt. Die für das relevante Gebiet 21, welches die Referenzmarke 18 sowie einen Ausschnitt des Passerstiftes 4 bzw. der Druckwalze 1 als Hintergrund umfasst, wird das Maximum der Standardabweichung der mit der Kamera 9 aufgenommenen Pixelintensitäten gesucht, welches ein Maß für den größten Kontrast und damit ein Maß für die optimale Beleuchtung der Referenzmarke 18 für eine Aufnahme zur hochpräzisen Positionsbestimmung darstellt. Obwohl die Beleuchtungsbedingungen welche an der Beleuchtungseinheit 10 eingestellt werden, nur auf das kleine Gebiet 21 optimiert werden, wird von der Aufnahme das gesamte in 3 gezeigte Feld umfasst und in Speicher 13 abgespeichert. Entsprechend wird eine zweite Gesamtaufnahme erzeugt, indem für die zu wählenden Beleuchtungsbedingungen das Passermarkengebiet 19 um die Passermarke 16 als Referenzgebiet zugrunde gelegt wird. Die zweite Aufnahme gibt also optimale Kontrastverhältnisse für die Passermarke 16 wieder, dennoch ist aber das gesamte in 3 gezeigte Feld wiederum von der Aufnahme erfasst. Bei einer Druckplatte 2 mit vergleichsweise homogener Oberfläche können diese beiden Aufnahmen genügen, um eine Gesamtaufnahme für die Positionsbestimmung der Marken 16 und 18 vorzunehmen. In diesem Fall kann nämlich davon ausgegangen werden, dass die Belichtungsbedingungen welche für das Passermarkengebiet 19 optimal sind ebenfalls ein Optimum für das Passermarkengebiet 20 und die darin enthaltene Passermarke 17 darstellen. Zeigt die Druckplatte 2 dagegen einen inhomogenen Untergrund oder will man in das Verfahren einfach eine weitere Absicherungsstufe einbauen, so wird eine dritte Gesamtaufnahme vorgenommen und im Speicher 13 abgespeichert, der Beleuchtungsverhältnisse zugrunde gelegt werden, welche auf das Passermarkengebiet 20 optimiert sind. Die zwei bzw. drei nunmehr in Speicher 13 abgespeicherten Aufnahmen der in 3 dargestellten Region werden an einer Überlagerungseinheit 14 zu einem einzigen Bild überlagert. In diesem Gesamtbild sind sowohl die Referenzmarke 18 als auch die Passermarken 16 und 17 in optimalem Kontrastumfang enthalten. Ferner sind die enthaltenen Passermarken 16, 17 und 18 in die immer mit aufgenommene Gesamtregion eingebettet, so dass davon auszugehen ist, dass die Marken auch in Lage und Verhältnis zueinander exakt wiedergegeben sind, was insbesondere für die Bestimmung des Abstandes der Marken zueinander extrem wichtig ist. Position und Abstand der Marken werden an der Bestimmungseinheit 15 bestimmt, welche ebenfalls Bestandteil der Auswerteinheit 12 ist.
  • 1
    Druckwalze
    2
    Druckplatte
    3
    Passermarke
    4
    Passerstift
    5
    Aussparung
    6
    Vorrichtung
    7
    Sichtfeld
    8
    Gehäuse
    9
    Kamera
    10
    Beleuchtungseinheit
    11
    Steuereinrichtung
    12
    Auswerteinheit
    13
    Speicher
    14
    Überlagerungseinheit
    15
    Bestimmungseinheit
    16
    Passermarke
    17
    Passermarke
    18
    Referenzmarke
    19
    Passermarkengebiet
    20
    Passermarkengebiet
    21
    Referenzmarkengebiet

Claims (5)

  1. Verfahren zum Erfassen von Passermarken (16, 17, 18), bei dem die Passermarken (16, 17, 18) beleuchtet und digital aufgenommen werden und die zu beaufschlagenden Beleuchtungsbedingungen vorab eingestellt werden, wobei die Passermarken (16, 17, 18) wenigstens zweimal aufgenommen werden und die Beleuchtungsbedingungen auf jeweils eine Passermarke (16, 17, 18) optimiert werden, gleichzeitig aber die anderen Passermarken (16, 17, 18) mit erfasst werden, und wobei die Einzelaufnahmen, welche jeweils auf eine der aufzunehmenden Passermarken optimiert sind unter Erhaltung aller korrekten Abstände und Zuordnungen zu einem Gesamtbild kombiniert werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungsbedingungen für eine Aufnahme anhand eines Referenzobjekts abgeleitet werden.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Referenzobjekt eine Referenzmarke (18) verwendet wird.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungsbedingungen anhand der Standardabweichung der Pixelintensitäten bestimmt werden.
  5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungsbedingungen anhand des Hintergrundes der Objekte abgeleitet werden.
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