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Mähmaschinen
mit schwenkbaren Mähwerken
sind bereits in verschiedenen Ausführungen auf dem Markt erhältlich.
Insbesondere wird unter dem Produktnamen ”COUGAR” des Landmaschinenherstellers
Claas eine selbstfahrende Mähmaschine
angeboten, bei der schwenkbare Seitenmähwerke vorgesehen sind, die
von einer quer zur Fahrtrichtung angeordneten, horizontalen Arbeitsposition
in eine längs
zur Fahrtrichtung angeordnete, vertikale Transportposition verschwenkbar
sind. Eine Schwadablage des gemähten
Ernteguts ist bislang bei einer derartigen Mähmaschine nicht vorgesehen.
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Mit
der Druckschrift
EP
1 093 707 A1 ist eine selbstfahrende Mähmaschine bekannt geworden,
bei der ein Frontmähwerk
und zwei hintere Seitenmähwerke
aus einer im Wesentlichen horizontalen Arbeitsposition in eine vertikale
Transportposition verschwenkbar sind. Hinter den Mähwerken
ist eine Schwadformvorrichtung vorgesehen, um das durch das Scheibenmähwerk breit
gestreut abgelegte Mähgut
zu einem zentralen Schwad zu bündeln.
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Die
Druckschrift
DE 203
09 790 U1 offenbart eine Mähmaschine mit drei Mähwerken,
wobei ein Mähwerk
frontseitig angeordnet ist. Die beiden heckseitig angeordneten Mähwerke weisen
jeweils eine Schwadeinrichtung auf, die gemeinsam mit den Mähwerken
um eine horizontale Drehachse in der Transportstellung angehoben
angeordnet sind. Dies bedeutet, dass die Schwadeinrichtung in der
Transportstellung hinter den Mährwerken
angeordnet ist.
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Die
Druckschrift
DE 299
19 023 U1 zeigt ein einzelnes Mähwerk mit einer Schwadeinrichtung.
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Zudem
offenbart die Druckschrift
DE
199 59 484 A1 ein Mähgerät mit drei
Mähwerken,
wobei eins frontseitig angeordnet ist. Die beiden heckseitig angeordneten
Mähwerke
weisen darüber
hinaus Schwadeinheiten auf.
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In
dieser Druckschrift sind zwei verschiedenen Varianten als Ausführungsbeispiele
beschrieben. Gemäß einer
ersten Variante werden für
die Transportstellung die Mähwerke
nach oben und die Schwadeinheiten nach hinten verstellt, so dass
die Schwadeinheiten separat von den Mähwerken verschwenkt werden.
Eine zweite Variante weist vertikal verschwenkbare Ausleger auf,
wodurch in der Transportstellung die Mähwerke zwischen den außen angeordneten
Schwadeinheiten angeordnet werden.
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Nachteilig
bei einer derartigen Mähmaschine ist
jedoch, dass durch die separate Verschwenkung der einzelnen Komponenten
das Verschwenken der Mähwerke
und der Schwadeinheiten aufwendig ist und die häufig als Querbandförderer ausgebildeten, vergleichsweise
stoßempfindlichen
Schwadeinheiten in Transportstellung leicht beeinträchtigt werden
können.
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Gegenüber diesem
Stand der Technik hat die vorliegende Erfindung die Aufgabe, eine
Mähmaschine
vorzuschlagen, bei der die Schwadeinrichtungen beim Transport sicher
bzw. geschützt
positioniert sind.
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Diese
Aufgabe wird, ausgehend von einer Mähmaschine der einleitend genannten
Art, durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
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Durch
die in den Unteransprüchen
genannten Maßnahmen
sind vorteilhafte Ausführungen
und Weiterbildungen der Erfindung möglich.
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Dementsprechend
zeichnet sich eine erfindungsgemäße Mähmaschine
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 dadurch aus, dass zwei Mähwerke mit
Schwadeinrichtungen vorgesehen sind, wobei die Schwadeinrichtungen
in Transportstellung wenigstens teilweise zwischen den Mähwerken
angeordnet sind.
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Im
Gegensatz zu Schwadeinrichtungen, insbesondere zu Schwadbändern oder
dergleichen, sind Mähwerke
im Allgemeinen sehr stabil bzw. robust ausgeführt. Mit Hilfe der Erfindung
wird ein Schutz der relativ stoßempfindlichen
Schwadeinrichtungen durch die vergleichsweise stabil ausgebildeten
Mähwerke
erreicht. Diese sind gemäß der Erfindung
funktionell als Schutzschilde vorgesehen, so dass beispielsweise
bei Kurvenfahrten um Hindernisse bei einer Berührung der Mähmaschine mit einem entsprechenden
Hindernis die vergleichsweise stoßempfindlichen Schwadeinrichtungen
durch die robusten Mähwerke
geschützt
sind. Hierdurch werden gegebenenfalls aufwendige Reparaturarbeiten
an der Mähmaschine
ganz vermieden bzw. zumindest verringert. Dementsprechend wird der
Betrieb bzw. der Einsatz der Mähmaschine
gemäß der Erfindung
im Vergleich zum Stand der Technik weniger störanfällig und somit wirtschaftlicher.
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Durch
die Ausgestaltung gemäß der Erfindung
ist es möglich,
die Mechanik und den Antrieb der Mähmaschine sowie des Trägerfahrzeugs,
die für den Übergang
des Mähwerks
aus der Arbeitsstellung in die Transportstellung vorgesehen sind, zugleich
für die
erfindungsgemäße Schwadeinheit
zu nutzen, so dass der konstruktive Aufwand, um die Schwadeinheit
in die Transportstellung zu bringen, vermindert wird. Durch die
Nutzung der für
die Verstellung des Mähwerks
vorhandenen Baueinheiten auch für
die Schwadeinheit wird darüber
hinaus das durch die Schwadeinheit verursachte Mehrgewicht der Maschine
verringert.
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Die
bewegliche Anordnung der Schwadeinheit an dem Mähwerk ermöglicht eine kompakte Transportstellung
der Gesamtanordnung sowohl im Hinblick auf die Transportbreite,
Transportlänge
aber auch Transporthöhe.
Durch diese Art der Anordnung kann die Schwadeinheit von der in
Arbeitsstellung die Rückseite
bildenden Seite des Mähwerks
in eine für die Außenmaße der erfindungsgemäßen Mähmaschine
günstigere
Transportposition bewegt werden.
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Vorzugsweise
umfasst die Schwadeinheit eine Querfördereinheit zur Schwadablage
auf einer Seite des Mähwerks.
Durch diese Ausbildung ist eine Übergabe
des Mähguts
von einer Schwadeinheit in eine Schwadeinheit eines in Fahrtrichtung
nachgeordneten Mähwerks
möglich.
Darüber
hinaus kann bei Seitenablage eines Schwads durch gegenläufiges Arbeiten
entlang dem abgelegten Schwad die Schwadgröße insgesamt verdoppelt werden,
um im nachfolgenden Arbeitsgang eine Erntemaschine mit größerer Leistung
zu verwenden bzw. besser auszunutzen.
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Vorzugsweise
wird eine in Fahrtrichtung weisende Transportstellung des Mähwerks gewählt, wodurch
sich insbesondere durch eine bewegliche, insbesondere schwenkbare
Ausführung
der Schwadeinheit eine geringere Transporthöhe ergibt.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung wird die Schwadeinheit um eine, bezogen auf die Arbeitsstellung
des Mähwerks
im Wesentlichen quer zur Fahrtrichtung verlaufende Achse schwenkbar
am Mähwerk
befestigt. Hierdurch ist es möglich,
das Mähwerk
zusammen mit der Schwadeinheit durch Schwenken der Schwadeinheit
in eine insgesamt kompakte Gesamtform zu bringen, die ohne Überschreitung
der zulässigen
und gewünschten
Höhe bzw.
Breite in eine Transportstellung der Mähmaschine gebracht werden kann.
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Bevorzugt
wird die Schwadeinrichtung dabei in Transportstellung wenigstens
teilweise seitlich, z. B. innenliegend neben der Oberseite des Mähwerks angeordnet.
Hierdurch kann das Mähwerk
in Transportstellung so verschwenkt werden, dass die Oberseite des
Mähwerks
in Richtung der Mittelachse des zugehörigen Fahrzeugs geschwenkt wird,
wobei die Schwadeinheit in Transportstellung wenigstens teilweise
an der Innenseite des Mähwerks,
die durch die Oberseite des Mähwerks
in Arbeitsstellung gebildet wird, angeordnet ist. Nur in dieser
Stellung ist gewährleistet,
dass die Schwadeinheit weder in der Höhe noch in der Breite die zulässigen oder
gewünschten
Transportmaße
der Mähmaschine überragt.
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Die
Schwadeinrichtung einer erfindungsgemäßen Mähmaschine umfasst vorteilhafterweise
ein Schwadband. Die Ausführung
einer Schwadeinheit mit einem Schwadband ist kompakter im Vergleich
zu anderen Schwaderausführungen,
z. B. mit Schwadkreisel. Dabei sind grundsätzlich zwei Arten von Bandschwadeinrichtungen
möglich.
So können
beispielsweise Rechvorrichtungen an einem umlaufenden Band angeordnet
sein, die das Erntegut am Boden zu einem Schwad seitwärts zusammenrechen. In
einer vorteilhaften Ausführung
wird jedoch das Schwadband als Förderband
ausgebildet, auf das das von der Schneideinheit nach hinten geförderte Erntegut
gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines oder mehrerer Förderelemente
abgelegt und schonend zur Seite weggefördert wird.
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Durch
die kompakten Ausmaße
eines Schwadbandes, insbesondere in rückwärtiger Richtung bezogen auf
die Fahrtrichtung und die Arbeitsstellung der Mähmaschine, ist, wie oben angeführt, eine
schwenkbare Anordnung mit kompakten Maßen im zusammengeklappten Zustand
möglich.
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In
einer besonderen Ausführungsform
der Erfindung wird das Mähwerk
an einem schwenkbaren Ausleger der Mähmaschine drehbar befestigt. Hierdurch
ist die Kombination mit vorgeordneten Mähwerken möglich, wobei durch den Ausleger
des nachgeordneten Mähwerks
die Gesamtarbeitsbreite vergrößert wird. Über den
schwenkbaren Ausleger der Mähmaschine
kann das Mähwerk
für die
Transportstellung in Richtung der vertikalen Mittelebene des zugehörigen Fahrzeugs
geschwenkt und durch die drehbare Befestigung zugleich aus der Position quer
zur Fahrtrichtung in die Position längs zur Fahrtrichtung geschwenkt
werden. Durch diese Anordnung ist eine große Arbeitsbreite in der Arbeitsstellung
mit kompakten Außenkonturen
in der Transportstellung zu vereinen.
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In
einer Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform ist zusätzlich der
Ausleger teleskopierbar ausgebildet. Hierdurch kann die Arbeitsbreite noch
weitere vergrößert werden.
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Vorzugsweise
wird ein solcher Ausleger aus einer liegenden Arbeitsposition in
eine aufrechte Transportposition verschwenkbar ausgebildet. Durch die
vertikale Schwenkbewegung des Auslegers mit dem daran befestigten
Mähwerk
ist ein Einfahren in die Transportstellung möglich, ohne die Anordnung von
davor oder dahinter befindlichen Mähwerken zu beeinträchtigen.
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Eine
erfindungsgemäße Mähmaschine
wird vorzugsweise als selbstfahrende Mähmaschine ausgebildet. Eine
solche selbstfahrende Mähmaschine kann
insbesondere eine Vielzahl erfindungsgemäßer Mähwerke mit Schwadeinheit umfassen,
so dass eine sehr große
Arbeitsbreite bei dennoch kompakten Außenkonturen in der Transportstellung
erreichbar ist.
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Eine
erfindungsgemäße Mähmaschine
kann jedoch auch als Anbaumaschine an ein Trägerfahrzeug realisiert werden.
So kann eine solche Mähmaschine
beispielsweise für
den Heck- oder Frontanbau an
einen Traktor ausgebildet werden. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung
sind Mähmaschinen auch
als Anbaueinheit mit sehr großer
Arbeitsbreite bei zugleich kompakter Transportstellung realisierbar.
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Ein
Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand der
Figuren nachfolgend näher
erläutert.
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Im
Einzelnen zeigen
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1 eine
selbstfahrende Mähmaschine
in perspektivischer Ansicht mit zwei erfindungsgemäßen Mähwerken
mit Schwadeinheit in Transportstellung,
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1a eine
Mähmaschine
gemäß 1 in der
Frontansicht,
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2 bis 5 ein
Mähwerk
mit Schwadeinrichtung für
eine erfindungsgemäße Mähmaschine
in perspektivischer Darstellung jeweils in unterschiedlicher Schwenkposition
der Schwadeinheit.
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Die
selbstfahrende Mähmaschine 1 gemäß den 1 und 1a umfasst
zwei ausgeklappte Frontmähwerke 2, 3 sowie
zwei in die Transportstellung eingezogene Seitenmähwerke 4, 5.
Die Seitenmähwerke 4, 5 sind
mit jeweils einer Schwadeinheit 6, 7 in eingeklappter
Transportstellung versehen. Die Schwadeinheiten 6, 7 sind
mit Schwadbändern 8, 9 versehen,
die über
Schwenkrahmen 10, 11 an den Seitenmähwerken 4, 5 schwenkbar
befestigt sind.
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Die
Seitenmähwerke 4, 5 sind
an Teleskopauslegern 12, 13 drehbar befestigt,
so dass sie in der dargestellten, vertikalen Transportposition längs zur
Fahrtrichtung liegen und in der horizontalen Arbeitsstellung so
wie die Frontmähwerke 2, 3 quer
zur Fahrtrichtung angeordnet werden können.
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In 2 ist
ein Mähwerk
perspektivisch dargestellt, das beispielsweise als Seitenmähwerk 4 verwendbar
ist. Die Schwadeinheit 6 ist in Transportstellung hochgeschwenkt.
Der Schwenkrahmen 10 ist hierzu über Streben 14 mit
dem Rahmen 15 des Mähwerks 4 verbunden.
Der Schwenkrahmen 10 ist dabei über die Drehachse 16 verlängert, wobei
am äußeren Ende 17 ein
Arbeitszylinder 18 angelenkt ist, mittels dem die Schwadeinheit 6 verschwenkt
wird.
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Die 2 und 5 zeigen
die Endpositionen in der Transportstellung bzw. in der Arbeitsstellung
der Schwadeinheit 6. Die 3 und 4 zeigen
zwei Zwischenpositionen während
der Schwenkbewegung.
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Die
Endposition gemäß 2 entspricht
dabei der in der Frontansicht gemäß 1 dargestellten
Position. Der Vergleich zwischen 2 und 1 zeigt
weiterhin die Anordnung des Mähwerks 4 in
Längsrichtung
während
des Transports.
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Die
Endposition gemäß 5 stellt
die Arbeitsstellung dar, in der das Schwadband 8 schräg mit einer
kleinen Neigung hinter der Schneideinheit 19 angeordnet
ist. Das von der Schneideinheit 19 ausgeworfene Erntegut
landet auf dem Schwadband 8, das als umlaufendes Förderband
ausgebildet ist. Auf dem Schwadband 8 wird das darauf abgeworfene
Erntegut zu einer Seite des Mähwerks
hin gefördert
und in einem Schwad abgelegt.
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Die
Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Wesentlich
bei der Erfindung ist die Anordnung einer Schwadeinheit 6, 7 hinter
einem schwenkbaren Mähwerk 4, 5,
wobei die Schwadeinheit 6, 7 an dem schwenkbaren
Mähwerk 4, 5 befestigt
ist, so dass beim Übergang
des Mähwerks 4, 5 in
die Transportstellung zugleich die zugehörige Schwadeinheit 6, 7 mitgeführt wird
und somit die vorhandenen Führungs-
und Antriebseinheiten für
das Mähwerk,
insbesondere auch für
den Übergang
zwischen der Querposition in Arbeitsstellung und der Längsposition
in Transportstellung zugleich für
die Schwadeinheit nutzbar ist.
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- 1
- Mähmaschine
- 2
- Frontmähwerk
- 3
- Frontmähwerk
- 4
- Seitenmähwerk
- 5
- Seitenmähwerk
- 6
- Schwadeinheit
- 7
- Schwadeinheit
- 8
- Schwadband
- 9
- Schwadband
- 10
- Schwenkrahmen
- 11
- Schwenkrahmen
- 12
- Teleskopausleger
- 13
- Teleskopausleger
- 14
- Strebe
- 15
- Rahmen
- 16
- Drehachse
- 17
- Ende
- 18
- Arbeitszylinder
- 19
- Schneideinheit