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DE102005051348B4 - Baugruppe zum Zuführen von Wasser zu Heizungsanlagen mit Wassererwärmer - Google Patents

Baugruppe zum Zuführen von Wasser zu Heizungsanlagen mit Wassererwärmer Download PDF

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DE102005051348B4
DE102005051348B4 DE200510051348 DE102005051348A DE102005051348B4 DE 102005051348 B4 DE102005051348 B4 DE 102005051348B4 DE 200510051348 DE200510051348 DE 200510051348 DE 102005051348 A DE102005051348 A DE 102005051348A DE 102005051348 B4 DE102005051348 B4 DE 102005051348B4
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Abstract

Baugruppe (10) zum Zuführen von Wasser zu Heizungsanlagen mit Wassererwärmer, enthaltend einen Frischwasser-Einlass (14) zur Verbindung mit einem Wasserversorgungsanschluss einem ersten Auslass (16) zum Anschließen eines Wassererwärmers und Abspermittel (32) zum Absperren des Frischwasser-Einlasses, und einen zweiten, mit Abspermnitteln (98) versehenen Auslass (26) zur Verbindung mit
dem Heizungskreislauf der Heizungsanlage,
gekennzeichnet durch
einen zwischen dem Frischwasser-Einlass (14) und dem zweiten Auslass (26) angeordneten Systemtrenner zum physischen Trennen der Wasserversorgung von dem Heizkreislauf mittels zweier Rückflussverhinderer (62, 64) und einem zwischen den Rückflussverhinderern angeordneten, differenzdruckgesteuerten Ablassventil (60).

Description

  • Technisches Gebiet
  • Die Erfindung betrifft eine Baugruppe zum Zuführen von Wasser zu Heizungsanlagen mit Wassererwärmer mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.
  • Trinkwassererwärmer sind gewöhnlich wärmeisolierte Behälter. Der Behälter ist einerseits mit einem Trinkwassersystem und andererseits mit einem Hauswassersystem verbunden. Das Hauswassersystem weist Zapfstellen für erwärmtes Trinkwasser auf. Die Erwärmung des Trinkwassers erfolgt mittels eines von heißem Heizungswasser einer Warmwasserheizung durchflossenen Wärmetauschers.
  • Die Baugruppe verbindet eine Heizungsanlage mit Trinkwassererwärmer mit der Wasserversorgung. Zum Warten oder Austauschen der Heizungsanlage ist ein Absperrhahn vorgesehen. Es braucht also nicht die gesamte Wasserversorgung eines Gebäudes abgesperrt werden. Bekannte Baugruppen zur Versorgung des Trinkwassererwärmers mit Frischwasser haben den Nachteil, daß die Temperatur des entnommenen Warmwassers vom Eingangsdruck der Frischwasserversorgung abhängen kann. Insbesondere bei kleineren Gasheizungen reicht die Heizleistung für große Wassermengen unter Umständen nicht aus. Bei hohen Drücken sinkt dann die Temperatur des Warmwassers.
  • Das Heizungswasser hingegen wird in einem separaten, geschlossenen Kreislauf, dem Heizkreislauf umgepumpt. Das Wasser wird erhitzt, fließt zu den Radiatoren (Vorlauf) und gibt seine Wärme in den Radiatoren ab. Über den Rücklauf fließt das Wasser zur Heizungsanlage zurück.
  • Durch Entlüftung kann es zu Druckabsenkung kommen. Dann sinkt der Druck im Heizkreislauf ab. Entsprechend muß der Heizkreislauf in regelmäßigen Abständen nachgefüllt werden.
  • Stand der Technik
  • Bekannte Heizungsanlagen haben einen Frischwasseranschluss der über eine oben aufgeführte Baugruppe mit dem Hauswassersystem verbunden ist. Unabhängig von diesem Frischwasseranschluss (Trinkwassersystem) erfolgt das Befüllen und das Nachfüllen des Heizkreislaufs vollständig separat. Es muß unter allen Umständen verhindert werden, dass etwa bei einem Druckabfall im Trinkwassersystem Wasser aus dem Heizkreislauf in das Trinkwassersystem zurückfließt. Hier gelten besondere Sicherheitsbestimmungen, z.B. der EN 1717.
  • Das Befüllen oder Nachfüllen ist über sogenannte Systemtrenner möglich. Ein solcher Systemtrenner ist zum Beispiel unter der Bezeichnung „FüllCombi BA 6628" der Anmelderin bekannt. Es handelt sich um ein System mit zwei Rückflussverhinderern. Das sind federbelastete Rückschlagventile, die unter dem Einfluss des Trinkwasserdrucks nur in Richtung vom Trinkwassersystem zum Heizkreislauf hin öffnen. Für den Dauerbetrieb wird jedoch auch dies nicht als ausreichend angesehen. Bei einem eingangsseitigen Druckabfall erfolgt eine physische Trennung zwischen Trinkwassersystem und Heizkreislauf. Der bekannte Systemtrenner ersetzt den zuvor bei alten Heizungsanlagen verwendeten Schlauch, der nach Abschluss des Füll oder Nachfüllvorgangs entfernt wird. Zwischen den Rückflussverhinderern ist ein differenzdruckgesteuertes Entlastungsventil angeordnet. Wenn die Druckdifferenz zwischen dem Trinkwassersystem und dem Heizkreislauf unter einen vorgegebenen Wert absinkt, öffnet das Entlastungsventil automatisch. Wenn der Heizkreislauf aus dem Trinkwassersystem gefüllt oder nachgefüllt wird und ein dafür ausreichender Trinkwasserdruck vorhanden ist, dann wird das Entlastungsventil geschlossen. Es fließt Trinkwasser über die von dem Trinkwasserdruck aufgedrückten Rückflussverhinderer in den Heizkreislauf.
  • Der bekannte Systemtrenner arbeitet „halbautomatisch", d.h. bei einem Druckabfall, der z.B. an einem Manometer angezeigt wird, muss ein eingangsseitiges Absperrventil geöffnet und der Füll- oder Nachfüllvorgang ausgelöst werden. Nach Beendigung des Füllvorgangs wird das Ventil manuell wieder geschlossen. Es sind aber auch automatische Anordnungen bekannt, z.B. unter dem Handelsnamen „reflex 'fillcontrol'" der Reflex Winkelmann GmbH + Co. KG, Gersteinstraße 19, D – 59227 Ahlen. Diese Anordnung ist mit einem eigenen Drucksensor versehen, der den Druck im Heizkreislauf überwacht. Das Absperrventil ist motorgesteuert.
  • Die DE 38 30 660 A1 offenbart eine Verteilergarnitur zur Verwendung in Hausinstallationen, zur Verteilung von kaltem Brauchwasser an Kaltwasserverbraucher und an einen Wassererhitzer. Die Garnitur weist ein Niederschraubventil und einen Rückflussverhinderer auf, die in ein Gehäuse mit einem Einlassstutzen und zwei Auslasstutzen vorgesehen sind. Ferner hat die Garnitur einen Druckminderer, der vor dem Einlassstutzen angeordnet ist.
  • Die bekannten Füllkombinationen umfassen eine Vielzahl von Bauteilen und sind voluminös. Sie werden daher bei klassischen Heizungsanlagen räumlich außerhalb vor dem Heizkessel installiert und gesondert über die normgerechten Sicherheitseinrichtungen mit dem Trinkwassernetz verbunden.
  • Offenbarung der Erfindung
  • Es ist Aufgabe der Erfindung, die Anschlußarmaturen bei bestehenden Heizkesselkonstruktionen zu vereinfachen und kompakter zu gestalten.
  • Erfindungsgemäß wird die Aufgabe mit einer Baugruppe mit den Merkmalen des Patanetanspruchs 1 gelöst.
  • Auf diese Weise wird nur ein Frischwasseranschluss sowohl für die Bereitstellung von Frischwasser im Trinkwassererwärmer, als auch für das Befülen oder Nachfüllen des Heizkreislaufs über einen Systemtrenner verwendet. Der hierfür vorgesehene Frischwasser-Einlass der Baugruppe benötigt nur einen Absperrhahn für den Zulauf des Trinkwassererwärmer und die Heizkesselbefüllung bei Wartung. Entsprechend benötigt die Anordnung weniger Raum. Eine Trennung zwischen Anordnungen zum Nachfüllen und Befüllen des Heizkreislaufs ist nicht mehr erforderlich.
  • In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist ein Druckminderer vorgesehen, über welchen der Wasserdruck an beiden Auslassen einstellbar ist. Der Druckminderer kann zum Beispiel unmittelbar hinter dem Absperrmittel am Frischwasser-Einlass angeordnet werden. Er hat dann zwei Funktionen: zum einen sichert er einen konstanten Wasserdruck im Trinkwassererwärmer. Eine Änderung der Warmwassertemperatur an den Zapfstellen aufgrund von Druckschwankungen wird vermieden. Zum anderen wird der Eingangsdruck im Systemtrenner und in der Befüllungsleitung des Heizkreislaufs konstant gehalten. Dadurch wird der Heizungsdruck eingestellt.
  • Mit der Doppelfunktionalität der eingangsseitigen Absperrmittel und des Druckminderers werden im Vergleich zur Verwendung von zwei separaten Baugruppen weniger Komponenten benötigt. Die Anordnung wird daher wirtschaftlicher und kompakter und kann aufgrund der geringen Abmessungen direkt in die Heizungsanlage integriert werden.
  • In einer Ausgestaltung der Erfindung sind die weiteren Absperrmittel zum Absperren der Verbindung mit dem Heizkreislauf von einem stromlos geschlossenen Magnetventil gebildet. Das Ventil ist auch im Störfall geschlossen. Es kann kein Wasser in den Heizkreislauf oder in der entgegengesetzten Richtung passieren. Es können Steuerungs- und Regelungsmittel, zum Steuern des Durchflusses von Wasser in den Heizkreislauf mittels des weiteren Abspermittels in Abhängigkeit von dem Signal eines in dem Heizkreislauf vorgesehenen Drucksensors vorgesehen sein. Dabei kann der in der Heizungsanlage ohnehin vorhandene Drucksensor verwendet werden. Im Gegensatz zu bekannten Füllgruppen ist kein gesonderter Drucksensor erforderlich. Auf diese Weise wird sehr einfach eine automatisches Nachfüllen ermöglicht. Die in der Heizungsanlage ohnehin vorhandene Steuerung kann so programmiert werden, dass sie ein Regelungssignal für das Magnetventil liefert. Wenn der Drucksensor im Heizkreislauf einen niedrigen Wasserdruck ermittelt, wird ein Regelungssignal an das Magnetventil abgegeben. Das Ventil öffnet und Wasser aus der Frischwasserversorgung kann in den Heizkreislauf strömen. Wenn der Drucksensor ein Signal mit einem ausreichenden Wasserdruck liefert, wird das Ventil wieder geschlossen.
  • In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung hat das Gehäuse eine langgestreckte Form und bildet so eine Gehäuselängsachse. Seitlich an dem Gehäuse sind jeweils der Frischwasser-Einlass und der erste Auslass vorgesehen. Die Rückflußverhinderer sind fluchtend mit der Gehäuselängsachse in dem Gehäuse angeordnet und über einen Stutzen am Ende des Gehäuses zu Wartungs- und Prüfzwecken zugänglich. Diese Anordnung ist besonders kompakt und eignet sich gut für den Einbau in vorhandene Heizungsanlagen. Die Anordnung erfüllt alle Anforderungen der EN 1717 an einen Systemtrenner.
  • Vorzugsweise weist die Baugruppe ein Gehäuse mit einem Heizkreislauf-Einlass auf, der zusammen mit dem zweiten Auslass einen Teil des Heizkreislaufs bildet. Zwischen dem Heizkreislauf-Einlass und dem zweiten Auslass können Absperrmittel zum Absperren des Heizkreislaufs vorgesehen sein. Eine solche Absperrung ist zum Beispiel zu Wartungszwecken erforderlich. Die Absperrmittel zum Absperren des Heizkreislaufs können von einem Kugelhahn gebildet sein, dessen Kugel sich in einem Volumen zwischen Heizkreislauf-Einlass und zweiten Auslass befindet, wobei dieses Volumen über die weiteren Absperrmittel und den Systemtrenner mit dem Frischwasser-Einlass in Verbindung steht. Vorzugsweise ist ein Entleerungsventil vorgesehen, über das der Heizkreislauf entleerbar ist.
  • In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind Mittel zur Überwachung der dem Heizkreislauf zugeführten Wassermenge vorgesehen und Anzeigemittel zur Anzeige einer Störung, wenn die zugeführte Wassermenge außerhalb eines zulässigen Bereichs liegt. Alle erforderlichen Funktionalitäten eines Heizkreislaufs sind so in die Baugruppe integriert. Die Anordnung ist aber dennoch sehr kompakt und kann unmittelbar in eine Heizungsanlage mit Wassererwärmer integriert werden.
  • Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Ein Ausführungsbeispiel ist nachstehend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • 1 ist eine Draufsicht auf eine Baugruppe zum Zuführen von Wasser zu einer Heizungsanlage mit Trinkwassererwärmer.
  • 2 ist eine Seitenansicht auf die Baugruppe aus 1 von links in 1.
  • 3 ist eine Ansicht von hinten auf die Baugruppe aus 1 und 2 von links in. 2.
  • 4 ist ein Horizontalschnitt durch die Baugruppe aus 1 bis 3.
  • 5 ist ein Vertikalschnitt entlang der Schnittlinie A-A in 4.
  • 6 ist ein Vertikalschnitt entlang der Schnittlinie C-C in 4.
  • 7 ist ein Vertikalschnitt durch eine Baugruppe mit einem Systemtrenner mit Prüfanschlüssen.
  • Beschreibung des Ausführungsbeispiels
  • In 1 ist eine allgemein mit 10 bezeichnete Baugruppe zum Anschluss einer Heizungsanlage (nicht dargestellt) an eine Trinkwasserversorgung dargestellt. Die Trinkwasserversorgung erfolgt aus einem Trinkwassernetz. An einem Einlass in Form eines Einlassstutzens 14 wird die Baugruppe 10 mit dem Trinkwassernetz verbunden. Das Wasser fließt in Richtung des Pfeils 12.
  • Weiterhin weist die Baugruppe einen ersten Auslass in Form eines Auslassstutzens 16 auf. Der Auslass 16 wird mit einem Trinkwassererwärmer verbunden. Das Trinkwasser kann in Richtung des Pfeils 18 vom Auslass zum Trinkwassererwärmer (nicht dargestellt) fließen. Als Trinkwassererwärmer ist hier insbesondere ein wandhängender Gasboiler vorgesehen.
  • Die Baugruppe 10 umfasst ein langgestrecktes Gehäuse 20, an welchem die Stutzen 14 und 16 unter einem rechten Winkel angeformt sind. An einem Ende des Gehäuses 20 ist eine Öffnung 22 vorgesehen, die mit einem Stopfen verschlossen ist. Ein ebenfalls rechtwinklig von dem Gehäuse 20 abgehender Stutzen 26, der parallel zum Auslass 16 verläuft, ist der Auslass für einen Heizkreislauf. Ein mit dem Auslass 26 fluchtender Stutzen 28 bildet den Einlass für den Heizkreislauf. Im vorliegenden Fall ist die Baugruppe im Rücklauf des Heizkreislaufs angeordnet. Ein Ablass 30 (2 und 3) ist für die Entleerung des Heizkreislaufs vorgesehen.
  • Die Baugruppe kann als Ganzes in eine Heizungsanlage integriert werden. Die Auslässe 18 und 26 sind so angeordnet und dimensioniert, dass sie leicht an bestehende Anschlüsse angeschlossen werden können, ohne die Heizungsanlage selber zu manipulieren. Die Baugruppe ersetzt somit die separaten Bauteile und Anschlussstücke für den Heizkreislauf und den Frischwasseranschluss
  • Anhand der 4 bis 6 wird nun die Funktionalität der Baugruppe 10 näher erläutert: Hinter dem Einlass 14 ist stromabwärts ein Kugelhahn 32 vorgesehen. Der Einlass 14 ist mit einem Kugelhahn 32 mittels eines Werkzeugs (nicht dargestellt) absperrbar. In 4 und 6 ist der Kugelhahn 32 in geöffneter Stellung dargestellt. Das Wasser fließt durch den geöffneten Kugelhahn 32 und anschließend durch einen Durchgang 34 nach unten (4). Der Durchgang 34 mündet im Einlassbereich 36 eines in die Baugruppe integrierten Druckminderers 38. Der Druckminderer 38 sitzt in einem Gehäuseteil 42, das mit einem Deckel 40 verschlossen ist. Der Druckminderer 38 kann auf diese Weise zu Wartungszwecken patronenartig aus dem Gehäuseteil 42 herausgezogen werden. Der Druckminderer 38 sorgt für einen konstanten Eingangsdruck an den nachfolgenden Komponenten.
  • Vom Druckminderer 38 fließt das Wasser in einen Hohlraum 58 im langgestreckten Gehäuseteil 20. Der Hohlraum 58 ist mit dem Auslass 16 verbunden. Über einen Stopfen 54 mit Stegen 52 als Abstandshalter ist der Hohlraum zugänglich. Das Wasser kann direkt vom Einlass 14 über den Druckminderer 38 zum Auslass 16 fließen. Dort steht es für die Trinkwassererwärmung zur Verfügung.
  • In dem langgestreckten Gehäuse 20 ist eine zylindrische Kammer 70 gebildet. Der Hohlraum 58 ist mit dieser zylindrischen Kammer 70 verbunden. Dort ist ein Systemtrenner mit einem differenzdruckgesteuerten Entlastungsventil und zwei Rückflussverhinderern 62 und 64 angeordnet.
  • Das Entlastungsventil 60 umfasst einen kolbenförmigen Ventilkörper 66. Der Ventilkörper 66 ist in der Kammer 70 geführt. Er verschließt gegen den Federdruck einer Feder 72 einen von der Kammer 70 abgehenden Ablass 68, wenn der Eingangsdruck ausreichend hoch ist. Der Ablass 68 weist einen mit der Atmosphäre verbundenen Ablaufstutzen auf.
  • Der Ventilkörper 66 ist auf seiner Mantelfläche 74 mit einer Dichtung 76 abdichtend in der zylindrischen Kammer 70 geführt. An seiner stromabwärtigen Stirnfläche 78 bildet der Ventilkörper 66 einen ringförmigen Ventilsitz. Der Ventilsitz liegt in der (nicht dargestellten) stromabwärtigen Endstellung an einer Sitzdichtung 80a an. Mit der Mantelfläche 74 überdeckt der Ventilkörper 66 den Ablass 68. Das ist das Ablassventil.
  • Der Ventilkörper 66 weist einen zentralen Durchgang auf. In dem Durchgang sitzt der stromaufwärtige Rückflussverhinderer 62. In dem Gehäuse des Rückflussverhinderers sitzt ein Ventilsitz. Der Ventilsitz wirkt mit einem Ventilschließkörper zusammen, der gegen den Druck einer Schraubenfeder in stromabwärtiger Richtung öffnet, wenn ein ausreichender Eingangsdruck anliegt.
  • Die Schraubenfeder 72 ist an einer Schulter 82 auf der Innenseite des Gehäuses 20 abgestützt und liegt stromaufwärts an der stromabwärts gelegenen, rückwärtigen Seite des Ventilkörpers 66 an. Dadurch wird der Ventilkörper 66 des Ablassventils von der Feder 72 belastet. Die Feder 72 sorgt dafür, dass das Ablassventil ohne weitere Kräfte immer geöffnet ist.
  • Stromab von der beschriebenen Anordnung sitzt in dem Armaturengehäuse ein stromabwärtiger Rückflussverhinderer 64. Der Rückflussverhinderer 64 ist im Prinzip ähnlich aufgebaut wie der stromaufwärtige Rückflussverhinderer 62 und daher nicht im einzelnen beschrieben. Beide Rückflussverhinderer 62 und 64 öffnen nur in Richtung vom Eingangsdruck zum Ausgangsdruck hin. Zwischen dem Ventilkörper 66 und dem stromabwärtigen Rückflussverhinderer 64 ist ein Mitteldruckraum 70 gebildet.
  • Die Schraubenfeder des Rückflussverhinderers 62 ist stärker als die Schraubenfeder 72, die auf den Ventilkörper 66 wirkt. Daher öffnet der Rückflussverhinderer 62 erst, wenn der Ventilkörper 66 durch die Druckdifferenz zwischen Eingangsdruck und dem im Mitteldruckraum herrschenden Mitteldruck in seine stromabwärtige Endstellung bewegt ist. Wenn auf diese Weise der Durchgang zum Auslassstutzen gegenüber dem Auslass 68 und der Atmosphäre abgeschlossen ist, werden die Rückflußverhinderer von dem Wasserdruck aufgedrückt. Das Heizungssystem wird auf einen Ausgangsdruck aufgefüllt, der etwas unter dem Eingangsdruck liegt.
  • Der Ablassventilkörper 66 hat auf der Eingangsseite einen Durchmesser, der dem Innendurchmesser des langgestreckten Gehäuses 20 entspricht. Der Ablassventilkörper 68 bildet weiterhin eine ringförmige Stufe 84, so dass die stromabwärtige Seite einen kleineren Durchmesser aufweist.
  • Der Eingangsdruck greift also an einer Fläche an, die durch den größeren Durchmesser bestimmt ist. Die Sitzdichtung 80 und die stromabwärtige Seite des Ablassventilkörpers 66 hingegen haben einen kleineren Durchmesser.
  • Im Bereich des kleineren Durchmessers des Ablassventilkörpers ist zwischen dem Ablassventilkörper 66 und der Innenseite des Gehäuses 20 ein ringförmiger Hohlraum 86 gebildet. In dem Hohlraum 86 ist ein Schiebesitz 88 geführt. Der Schiebesitz 88 hat einen L-förmigen Querschnitt. Der Schiebesitz 88 ist in axialer Richtung beweglich geführt.
  • Weiterhin ist in dem Hohlraum 86 ein Dichtungsring 90 vorgesehen. Über einen Kanal ist der Hohlraum 86 mit der Mitteldruckkammer hydraulisch verbunden.
  • Der in der Mitteldruckkammer herschende Mitteldruck liegt auch in dem Hohlraum 86 vor. Bei geöffnetem Ablassventil 68, wie es in 5 dargestellt ist, entspricht der Mitteldruck dem Atmosphärendruck. Wenn das Ablassventil 68 geschlossen ist, erhöht sich der Mitteldruck mit zunehmendem Eingangsdruck. Der Schiebesitz 76 bewegt sich dann nach links in der Darstellung.
  • Bei hohem Eingangsdruck mit geöffnetem Rückflussverhinderer befindet sich der Ablassventilkörper 66 entgegen der Federkraft der Feder 72 in seiner linken Anschlagposition. Das Ablassventil ist dann geschlossen. Der Rückflussverhinderer 62 ist geöffnet. Der Mitteldruck liegt auch im Hohlraum 86 an. Aufgrund dieses Mitteldrucks wird der Schiebesitz 88 mit einem Schenkel gegen eine ringförmige Schulter im Armaturengehäuse zum Anschlag gebracht. Der Druck in dem Hohlraum 86 wird aber auch auf den rückwärtigen, überstehenden Teil der Andruckfläche des Ventilkörpers 66 ausgeübt. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die wirksame Fläche für den Mitteldruck gleich groß ist, wie für den Eingangsdruck. Dadurch bleiben die Kräfte auf den Ventilkörper 66 unabhängig vom Eingangsdruck.
  • Bei der beschriebenen Anordnung hat die Ventilsitzdichtung 80 einen verkleinerten Durchmesser. Da die Kräfte auf den Ventilkörper bei unveränderten Druckverhältnissen ebenfalls unverändert bleiben, wird der Anpressdruck auf die Sitzdichtung 80 jedoch größer. Damit erhöht sich die Dichtkraft. Dies ermöglicht die Verwirklichung eines besonders kompakten Systemtrenners mit kleinen Abmessungen.
  • Hinter dem stromabwärtigen Rückflussverhinderer 64 ist ein Hohlraum 92 in dem Gehäuse 20 gebildet. Der Hohlraum 92 steht über zwei Kanäle 94 und 96 mit dem Heizkreislauf in Verbindung. Zwischen den Kanälen 94 und 96 ist ein stromlos geschlossenes, handelsübliches Magentventil 98 angeordnet. Über eine Steuerungs- und Stromversorgungseinheit 100 wird das Magnetventil 98 angesteuert. Fließt ein Strom durch die Spule des Magnetventils, so wird es geöffnet und das Wasser kann in den Heizkreislauf fließen.
  • Die Steuerungs- und Regeleinrichtung 100 erhält das Signal des in dem Heizkreislauf angeordneten Drucksensors der Heizungsanlage. Wenn der Druck unter einen Minimaldruck abfällt, öffnet es automatisch. Der Heizkreislauf wird nachgefüllt, bis ein vorgegebener Sollwert erreicht wird. Dann schließt das Magnetventil wieder. Die Steuerung ist ferner mit einem Leckageschutz programmiert. Wenn das Magentventil in einem ausgewählten Zeitraum häufig öffnet und wieder schließt, d.h. wenn der Druck zu häufig abfällt, wird das Magnetventil dauerhaft geschlossen und eine Störungsmeldung abgegeben (Zyklenüberwachung). Es ist weiterhin vorgesehen, dass Magnetventil nur für einen maximalen Zeitraum öffnet, andernfalls ebenfalls eine Störungsmeldung abgegeben wird (Laufzeitüberwachung). Auf diese Weise wird sichergestellt, dass nicht nachgefüllt wird, wenn ein kleines oder großes Leck im Heizkreislauf besteht.
  • Der Kanal 96 mündet in den Außenraum 102 eines Kugelventils 104. Das Kugelventil 104 ist zwischen dem Einlass 28 und dem Auslass 26 für den Heizkreislauf angeordnet. In 4 ist das Kugelventil 104 geöffnet, d.h. der Durchgang 108 der Kugel 106 fluchtet mit dem Einlass 28 und dem Auslass 26. Zum Befüllen des Heizkreislaufs steht der Kanal 96 über einen Kanal 110 in der Kugel 106 mit dem Durchgang 108 in Verbindung. Das Wasser kann also vom Kanal 96 durch den Kanal 110 und von dort in den Heizkreislauf fließen. Zum Befüllen oder Nachfüllen des Heizkreislauf wird also das Absperrventil 32 und das Magnetventil 98 geöffnet.
  • Zum Entleeren des Heizkreislaufs wird das Kugelventil 104 mittels eines Werkzeugs, das an das Betätigungselement 112 angreift, in eine geschlossene Position gedreht. Der Durchgang 110 fluchtet dann mit dem Einlass 28. Dann wird ein Ablassvsentil 112 geöffnet und der Heizkreislauf kann über den Durchgang 110 und den Ablass 30 entleert werden.
  • In den 1 bis 6 wurde eine Baugruppe dargestellt, die mit einem Systemtrenner des Typs CA versehen ist. Bei höheren Risikoklassen, kann aufgrund von Vorschriften auch ein Systemtrenner des Typs BA erforderlich sein. Ein solcher Systemtrenner ist mit Prüfanschlüssen versehen, die ein Prüfen des Eingangsdrucks, des Drucks in der Mitteldruckkammer und den Ausgangsdruck ermöglichen. Ein Beispiel für eine Anordnung mit Prüfanschlüssen ist in 7 analog zu 5 dargestellt.
  • Der Eingangsdruck ist über einen Prüfanschluss 116 an der Öffnung 22 ermittelbar. Zur Messung des Ausgangsdrucks stromabwärts von den Rückflussverhinderern an einem Prüfanschluss 118 ermittelbar, der mit dem Hohlraum 92 in Verbindung steht. Zur Messung des Drucks in der Mitteldruckkammer 70 kann ein Prüfanschluss direkt an der Mitteldruckkammer 70 vorgesehen werden. Dies ist jedoch aufwändig, da erneut Dichtungen eingesetzt werden müssen. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wurde daher eine bevorzugte, einfachere Variante gewählt. Der Prüfanschluss 120 steht mit dem Hohlraum 86 hinter dem beweglichen Schiebesitz 88 in Verbindung. Da der Hohlraum über einen Kanal mit dem Mitteldruckraum in Verbindung steht, herrscht hier auch Mitteldruck.

Claims (10)

  1. Baugruppe (10) zum Zuführen von Wasser zu Heizungsanlagen mit Wassererwärmer, enthaltend einen Frischwasser-Einlass (14) zur Verbindung mit einem Wasserversorgungsanschluss einem ersten Auslass (16) zum Anschließen eines Wassererwärmers und Abspermittel (32) zum Absperren des Frischwasser-Einlasses, und einen zweiten, mit Abspermnitteln (98) versehenen Auslass (26) zur Verbindung mit dem Heizungskreislauf der Heizungsanlage, gekennzeichnet durch einen zwischen dem Frischwasser-Einlass (14) und dem zweiten Auslass (26) angeordneten Systemtrenner zum physischen Trennen der Wasserversorgung von dem Heizkreislauf mittels zweier Rückflussverhinderer (62, 64) und einem zwischen den Rückflussverhinderern angeordneten, differenzdruckgesteuerten Ablassventil (60).
  2. Baugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Druckminderer (38) vorgesehen ist, über welchen der Wasserdruck an beiden Auslassen (16, 26) einstellbar ist.
  3. Baugruppe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die weiteren Abspermittel zum Absperren der Verbindung mit dem Heizkreislauf von einem stromlos geschlossenen Magnetventil (98) gebildet sind.
  4. Baugruppe nach einem der vorgehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Steuerungs- und Regelungsmittel (100) zum Steuern des Durchflusses von Wasser in den Heizkreislauf mittels des weiteren Absperrmittels in Abhängigkeit von dem Signal eines in dem Heizkreislauf vorgesehenen Drucksensors.
  5. Baugruppe nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gehäuse (20) mit langgestreckter Form vorgesehen ist und so eine Gehäuselängsachse bildet, seitlich an dem Gehäuse jeweils der Frischwasser-Einlass (14) und der erste Auslass (16) vorgesehen sind, die Rückflussverhinderer (62, 64) fluchtend mit der Gehäuselängsachse in dem Gehäuse (20) angeordnet sind und über einen Stutzen (22) am Ende des Gehäuses zu Wartungs- und Prüfzwecken zugänglich sind.
  6. Baugruppe nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse einen Heizkreislauf-Einlass (28) aufweist, der zusammen mit dem zweiten Auslass (26) einen Teil des Heizkreislaufs bildet.
  7. Baugruppe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Heizkreislauf-Einlass (28) und dem zweiten Auslass (26) Absperrmittel zum Absperren des Heizkreislaufs vorgesehen sind.
  8. Baugruppe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abspermittel zum Absperren des Heizkreislaufs von einem Kugelhahn (104) gebildet sind, dessen Kugel (106) sich in einem Volumen zwischen Heizkreislauf-Einlass (28) und zweiten Auslass (26) befindet, wobei dieses Volumen über die weiteren Absperrmittel und den Systemtrenner mit dem Frischwasser-Einlass (14) in Verbindung steht.
  9. Baugruppe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Entleerungsventil (30) vorgesehen ist, über welches der Heizkreislauf entleerbar ist.
  10. Baugruppe nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur Überwachung der dem Heizkreislauf zugeführten Wassermenge vorgesehen sind und Anzeigemittel zur Anzeige einer Störung, wenn die zugeführte Wassermenge außerhalb eines zulässigen Bereichs liegt.
DE200510051348 2005-10-25 2005-10-25 Baugruppe zum Zuführen von Wasser zu Heizungsanlagen mit Wassererwärmer Expired - Fee Related DE102005051348B4 (de)

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