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Technisches
Gebiet
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Die
Erfindung betrifft eine Baugruppe zum Zuführen von Wasser zu Heizungsanlagen
mit Wassererwärmer
mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.
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Trinkwassererwärmer sind
gewöhnlich
wärmeisolierte
Behälter.
Der Behälter
ist einerseits mit einem Trinkwassersystem und andererseits mit
einem Hauswassersystem verbunden. Das Hauswassersystem weist Zapfstellen
für erwärmtes Trinkwasser
auf. Die Erwärmung
des Trinkwassers erfolgt mittels eines von heißem Heizungswasser einer Warmwasserheizung
durchflossenen Wärmetauschers.
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Die
Baugruppe verbindet eine Heizungsanlage mit Trinkwassererwärmer mit
der Wasserversorgung. Zum Warten oder Austauschen der Heizungsanlage
ist ein Absperrhahn vorgesehen. Es braucht also nicht die gesamte
Wasserversorgung eines Gebäudes
abgesperrt werden. Bekannte Baugruppen zur Versorgung des Trinkwassererwärmers mit Frischwasser
haben den Nachteil, daß die
Temperatur des entnommenen Warmwassers vom Eingangsdruck der Frischwasserversorgung
abhängen
kann. Insbesondere bei kleineren Gasheizungen reicht die Heizleistung
für große Wassermengen
unter Umständen
nicht aus. Bei hohen Drücken
sinkt dann die Temperatur des Warmwassers.
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Das
Heizungswasser hingegen wird in einem separaten, geschlossenen Kreislauf,
dem Heizkreislauf umgepumpt. Das Wasser wird erhitzt, fließt zu den
Radiatoren (Vorlauf) und gibt seine Wärme in den Radiatoren ab. Über den
Rücklauf
fließt
das Wasser zur Heizungsanlage zurück.
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Durch
Entlüftung
kann es zu Druckabsenkung kommen. Dann sinkt der Druck im Heizkreislauf ab.
Entsprechend muß der
Heizkreislauf in regelmäßigen Abständen nachgefüllt werden.
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Stand der
Technik
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Bekannte
Heizungsanlagen haben einen Frischwasseranschluss der über eine
oben aufgeführte
Baugruppe mit dem Hauswassersystem verbunden ist. Unabhängig von
diesem Frischwasseranschluss (Trinkwassersystem) erfolgt das Befüllen und das
Nachfüllen
des Heizkreislaufs vollständig
separat. Es muß unter
allen Umständen
verhindert werden, dass etwa bei einem Druckabfall im Trinkwassersystem
Wasser aus dem Heizkreislauf in das Trinkwassersystem zurückfließt. Hier
gelten besondere Sicherheitsbestimmungen, z.B. der EN 1717.
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Das
Befüllen
oder Nachfüllen
ist über
sogenannte Systemtrenner möglich.
Ein solcher Systemtrenner ist zum Beispiel unter der Bezeichnung „FüllCombi
BA 6628" der Anmelderin
bekannt. Es handelt sich um ein System mit zwei Rückflussverhinderern. Das
sind federbelastete Rückschlagventile,
die unter dem Einfluss des Trinkwasserdrucks nur in Richtung vom
Trinkwassersystem zum Heizkreislauf hin öffnen. Für den Dauerbetrieb wird jedoch
auch dies nicht als ausreichend angesehen. Bei einem eingangsseitigen
Druckabfall erfolgt eine physische Trennung zwischen Trinkwassersystem
und Heizkreislauf. Der bekannte Systemtrenner ersetzt den zuvor
bei alten Heizungsanlagen verwendeten Schlauch, der nach Abschluss
des Füll
oder Nachfüllvorgangs
entfernt wird. Zwischen den Rückflussverhinderern
ist ein differenzdruckgesteuertes Entlastungsventil angeordnet.
Wenn die Druckdifferenz zwischen dem Trinkwassersystem und dem Heizkreislauf
unter einen vorgegebenen Wert absinkt, öffnet das Entlastungsventil
automatisch. Wenn der Heizkreislauf aus dem Trinkwassersystem gefüllt oder
nachgefüllt
wird und ein dafür
ausreichender Trinkwasserdruck vorhanden ist, dann wird das Entlastungsventil
geschlossen. Es fließt
Trinkwasser über
die von dem Trinkwasserdruck aufgedrückten Rückflussverhinderer in den Heizkreislauf.
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Der
bekannte Systemtrenner arbeitet „halbautomatisch", d.h. bei einem
Druckabfall, der z.B. an einem Manometer angezeigt wird, muss ein
eingangsseitiges Absperrventil geöffnet und der Füll- oder
Nachfüllvorgang
ausgelöst
werden. Nach Beendigung des Füllvorgangs
wird das Ventil manuell wieder geschlossen. Es sind aber auch automatische Anordnungen
bekannt, z.B. unter dem Handelsnamen „reflex 'fillcontrol'" der
Reflex Winkelmann GmbH + Co. KG, Gersteinstraße 19, D – 59227 Ahlen. Diese Anordnung
ist mit einem eigenen Drucksensor versehen, der den Druck im Heizkreislauf überwacht.
Das Absperrventil ist motorgesteuert.
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Die
DE 38 30 660 A1 offenbart
eine Verteilergarnitur zur Verwendung in Hausinstallationen, zur Verteilung
von kaltem Brauchwasser an Kaltwasserverbraucher und an einen Wassererhitzer.
Die Garnitur weist ein Niederschraubventil und einen Rückflussverhinderer
auf, die in ein Gehäuse
mit einem Einlassstutzen und zwei Auslasstutzen vorgesehen sind.
Ferner hat die Garnitur einen Druckminderer, der vor dem Einlassstutzen
angeordnet ist.
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Die
bekannten Füllkombinationen
umfassen eine Vielzahl von Bauteilen und sind voluminös. Sie werden
daher bei klassischen Heizungsanlagen räumlich außerhalb vor dem Heizkessel
installiert und gesondert über
die normgerechten Sicherheitseinrichtungen mit dem Trinkwassernetz
verbunden.
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Offenbarung
der Erfindung
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Es
ist Aufgabe der Erfindung, die Anschlußarmaturen bei bestehenden
Heizkesselkonstruktionen zu vereinfachen und kompakter zu gestalten.
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Erfindungsgemäß wird die
Aufgabe mit einer Baugruppe mit den Merkmalen des Patanetanspruchs
1 gelöst.
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Auf
diese Weise wird nur ein Frischwasseranschluss sowohl für die Bereitstellung
von Frischwasser im Trinkwassererwärmer, als auch für das Befülen oder
Nachfüllen
des Heizkreislaufs über
einen Systemtrenner verwendet. Der hierfür vorgesehene Frischwasser-Einlass
der Baugruppe benötigt nur
einen Absperrhahn für
den Zulauf des Trinkwassererwärmer
und die Heizkesselbefüllung
bei Wartung. Entsprechend benötigt
die Anordnung weniger Raum. Eine Trennung zwischen Anordnungen zum Nachfüllen und
Befüllen
des Heizkreislaufs ist nicht mehr erforderlich.
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In
einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist ein
Druckminderer vorgesehen, über
welchen der Wasserdruck an beiden Auslassen einstellbar ist. Der
Druckminderer kann zum Beispiel unmittelbar hinter dem Absperrmittel
am Frischwasser-Einlass angeordnet werden. Er hat dann zwei Funktionen:
zum einen sichert er einen konstanten Wasserdruck im Trinkwassererwärmer. Eine Änderung
der Warmwassertemperatur an den Zapfstellen aufgrund von Druckschwankungen
wird vermieden. Zum anderen wird der Eingangsdruck im Systemtrenner
und in der Befüllungsleitung
des Heizkreislaufs konstant gehalten. Dadurch wird der Heizungsdruck
eingestellt.
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Mit
der Doppelfunktionalität
der eingangsseitigen Absperrmittel und des Druckminderers werden im
Vergleich zur Verwendung von zwei separaten Baugruppen weniger Komponenten
benötigt.
Die Anordnung wird daher wirtschaftlicher und kompakter und kann
aufgrund der geringen Abmessungen direkt in die Heizungsanlage integriert
werden.
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In
einer Ausgestaltung der Erfindung sind die weiteren Absperrmittel
zum Absperren der Verbindung mit dem Heizkreislauf von einem stromlos
geschlossenen Magnetventil gebildet. Das Ventil ist auch im Störfall geschlossen.
Es kann kein Wasser in den Heizkreislauf oder in der entgegengesetzten Richtung
passieren. Es können
Steuerungs- und
Regelungsmittel, zum Steuern des Durchflusses von Wasser in den
Heizkreislauf mittels des weiteren Abspermittels in Abhängigkeit
von dem Signal eines in dem Heizkreislauf vorgesehenen Drucksensors
vorgesehen sein. Dabei kann der in der Heizungsanlage ohnehin vorhandene
Drucksensor verwendet werden. Im Gegensatz zu bekannten Füllgruppen
ist kein gesonderter Drucksensor erforderlich. Auf diese Weise wird
sehr einfach eine automatisches Nachfüllen ermöglicht. Die in der Heizungsanlage
ohnehin vorhandene Steuerung kann so programmiert werden, dass sie
ein Regelungssignal für
das Magnetventil liefert. Wenn der Drucksensor im Heizkreislauf
einen niedrigen Wasserdruck ermittelt, wird ein Regelungssignal
an das Magnetventil abgegeben. Das Ventil öffnet und Wasser aus der Frischwasserversorgung kann
in den Heizkreislauf strömen.
Wenn der Drucksensor ein Signal mit einem ausreichenden Wasserdruck
liefert, wird das Ventil wieder geschlossen.
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In
einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung hat das Gehäuse eine
langgestreckte Form und bildet so eine Gehäuselängsachse. Seitlich an dem Gehäuse sind
jeweils der Frischwasser-Einlass und der erste Auslass vorgesehen.
Die Rückflußverhinderer
sind fluchtend mit der Gehäuselängsachse in
dem Gehäuse
angeordnet und über
einen Stutzen am Ende des Gehäuses
zu Wartungs- und Prüfzwecken
zugänglich.
Diese Anordnung ist besonders kompakt und eignet sich gut für den Einbau
in vorhandene Heizungsanlagen. Die Anordnung erfüllt alle Anforderungen der
EN 1717 an einen Systemtrenner.
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Vorzugsweise
weist die Baugruppe ein Gehäuse
mit einem Heizkreislauf-Einlass auf, der zusammen mit dem zweiten
Auslass einen Teil des Heizkreislaufs bildet. Zwischen dem Heizkreislauf-Einlass
und dem zweiten Auslass können
Absperrmittel zum Absperren des Heizkreislaufs vorgesehen sein.
Eine solche Absperrung ist zum Beispiel zu Wartungszwecken erforderlich.
Die Absperrmittel zum Absperren des Heizkreislaufs können von
einem Kugelhahn gebildet sein, dessen Kugel sich in einem Volumen
zwischen Heizkreislauf-Einlass und zweiten Auslass befindet, wobei
dieses Volumen über
die weiteren Absperrmittel und den Systemtrenner mit dem Frischwasser-Einlass
in Verbindung steht. Vorzugsweise ist ein Entleerungsventil vorgesehen, über das
der Heizkreislauf entleerbar ist.
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In
einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind Mittel
zur Überwachung
der dem Heizkreislauf zugeführten
Wassermenge vorgesehen und Anzeigemittel zur Anzeige einer Störung, wenn
die zugeführte
Wassermenge außerhalb
eines zulässigen
Bereichs liegt. Alle erforderlichen Funktionalitäten eines Heizkreislaufs sind
so in die Baugruppe integriert. Die Anordnung ist aber dennoch sehr kompakt
und kann unmittelbar in eine Heizungsanlage mit Wassererwärmer integriert
werden.
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Ausgestaltungen
der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Ein Ausführungsbeispiel ist
nachstehend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1 ist
eine Draufsicht auf eine Baugruppe zum Zuführen von Wasser zu einer Heizungsanlage mit
Trinkwassererwärmer.
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2 ist
eine Seitenansicht auf die Baugruppe aus 1 von links
in 1.
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3 ist
eine Ansicht von hinten auf die Baugruppe aus 1 und 2 von
links in. 2.
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4 ist
ein Horizontalschnitt durch die Baugruppe aus 1 bis 3.
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5 ist
ein Vertikalschnitt entlang der Schnittlinie A-A in 4.
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6 ist
ein Vertikalschnitt entlang der Schnittlinie C-C in 4.
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7 ist
ein Vertikalschnitt durch eine Baugruppe mit einem Systemtrenner
mit Prüfanschlüssen.
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Beschreibung
des Ausführungsbeispiels
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In 1 ist
eine allgemein mit 10 bezeichnete Baugruppe zum Anschluss
einer Heizungsanlage (nicht dargestellt) an eine Trinkwasserversorgung dargestellt.
Die Trinkwasserversorgung erfolgt aus einem Trinkwassernetz. An
einem Einlass in Form eines Einlassstutzens 14 wird die
Baugruppe 10 mit dem Trinkwassernetz verbunden. Das Wasser
fließt in
Richtung des Pfeils 12.
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Weiterhin
weist die Baugruppe einen ersten Auslass in Form eines Auslassstutzens 16 auf.
Der Auslass 16 wird mit einem Trinkwassererwärmer verbunden.
Das Trinkwasser kann in Richtung des Pfeils 18 vom Auslass
zum Trinkwassererwärmer
(nicht dargestellt) fließen.
Als Trinkwassererwärmer
ist hier insbesondere ein wandhängender
Gasboiler vorgesehen.
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Die
Baugruppe 10 umfasst ein langgestrecktes Gehäuse 20,
an welchem die Stutzen 14 und 16 unter einem rechten
Winkel angeformt sind. An einem Ende des Gehäuses 20 ist eine Öffnung 22 vorgesehen,
die mit einem Stopfen verschlossen ist. Ein ebenfalls rechtwinklig
von dem Gehäuse 20 abgehender
Stutzen 26, der parallel zum Auslass 16 verläuft, ist
der Auslass für
einen Heizkreislauf. Ein mit dem Auslass 26 fluchtender
Stutzen 28 bildet den Einlass für den Heizkreislauf. Im vorliegenden
Fall ist die Baugruppe im Rücklauf
des Heizkreislaufs angeordnet. Ein Ablass 30 (2 und 3)
ist für
die Entleerung des Heizkreislaufs vorgesehen.
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Die
Baugruppe kann als Ganzes in eine Heizungsanlage integriert werden.
Die Auslässe 18 und 26 sind
so angeordnet und dimensioniert, dass sie leicht an bestehende Anschlüsse angeschlossen werden
können,
ohne die Heizungsanlage selber zu manipulieren. Die Baugruppe ersetzt
somit die separaten Bauteile und Anschlussstücke für den Heizkreislauf und den
Frischwasseranschluss
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Anhand
der 4 bis 6 wird nun die Funktionalität der Baugruppe 10 näher erläutert: Hinter
dem Einlass 14 ist stromabwärts ein Kugelhahn 32 vorgesehen.
Der Einlass 14 ist mit einem Kugelhahn 32 mittels
eines Werkzeugs (nicht dargestellt) absperrbar. In 4 und 6 ist
der Kugelhahn 32 in geöffneter
Stellung dargestellt. Das Wasser fließt durch den geöffneten
Kugelhahn 32 und anschließend durch einen Durchgang 34 nach
unten (4). Der Durchgang 34 mündet im
Einlassbereich 36 eines in die Baugruppe integrierten Druckminderers 38.
Der Druckminderer 38 sitzt in einem Gehäuseteil 42, das mit
einem Deckel 40 verschlossen ist. Der Druckminderer 38 kann
auf diese Weise zu Wartungszwecken patronenartig aus dem Gehäuseteil 42 herausgezogen
werden. Der Druckminderer 38 sorgt für einen konstanten Eingangsdruck
an den nachfolgenden Komponenten.
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Vom
Druckminderer 38 fließt
das Wasser in einen Hohlraum 58 im langgestreckten Gehäuseteil 20.
Der Hohlraum 58 ist mit dem Auslass 16 verbunden. Über einen
Stopfen 54 mit Stegen 52 als Abstandshalter ist
der Hohlraum zugänglich.
Das Wasser kann direkt vom Einlass 14 über den Druckminderer 38 zum
Auslass 16 fließen.
Dort steht es für
die Trinkwassererwärmung
zur Verfügung.
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In
dem langgestreckten Gehäuse 20 ist
eine zylindrische Kammer 70 gebildet. Der Hohlraum 58 ist
mit dieser zylindrischen Kammer 70 verbunden. Dort ist
ein Systemtrenner mit einem differenzdruckgesteuerten Entlastungsventil
und zwei Rückflussverhinderern 62 und 64 angeordnet.
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Das
Entlastungsventil 60 umfasst einen kolbenförmigen Ventilkörper 66.
Der Ventilkörper 66 ist in
der Kammer 70 geführt.
Er verschließt
gegen den Federdruck einer Feder 72 einen von der Kammer 70 abgehenden
Ablass 68, wenn der Eingangsdruck ausreichend hoch ist.
Der Ablass 68 weist einen mit der Atmosphäre verbundenen
Ablaufstutzen auf.
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Der
Ventilkörper 66 ist
auf seiner Mantelfläche 74 mit
einer Dichtung 76 abdichtend in der zylindrischen Kammer 70 geführt. An
seiner stromabwärtigen
Stirnfläche 78 bildet
der Ventilkörper 66 einen ringförmigen Ventilsitz.
Der Ventilsitz liegt in der (nicht dargestellten) stromabwärtigen Endstellung
an einer Sitzdichtung 80a an. Mit der Mantelfläche 74 überdeckt
der Ventilkörper 66 den
Ablass 68. Das ist das Ablassventil.
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Der
Ventilkörper 66 weist
einen zentralen Durchgang auf. In dem Durchgang sitzt der stromaufwärtige Rückflussverhinderer 62.
In dem Gehäuse des
Rückflussverhinderers
sitzt ein Ventilsitz. Der Ventilsitz wirkt mit einem Ventilschließkörper zusammen,
der gegen den Druck einer Schraubenfeder in stromabwärtiger Richtung öffnet, wenn
ein ausreichender Eingangsdruck anliegt.
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Die
Schraubenfeder 72 ist an einer Schulter 82 auf
der Innenseite des Gehäuses 20 abgestützt und
liegt stromaufwärts
an der stromabwärts
gelegenen, rückwärtigen Seite
des Ventilkörpers 66 an.
Dadurch wird der Ventilkörper 66 des
Ablassventils von der Feder 72 belastet. Die Feder 72 sorgt
dafür,
dass das Ablassventil ohne weitere Kräfte immer geöffnet ist.
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Stromab
von der beschriebenen Anordnung sitzt in dem Armaturengehäuse ein
stromabwärtiger Rückflussverhinderer 64.
Der Rückflussverhinderer 64 ist
im Prinzip ähnlich
aufgebaut wie der stromaufwärtige
Rückflussverhinderer 62 und
daher nicht im einzelnen beschrieben. Beide Rückflussverhinderer 62 und 64 öffnen nur
in Richtung vom Eingangsdruck zum Ausgangsdruck hin. Zwischen dem
Ventilkörper 66 und
dem stromabwärtigen
Rückflussverhinderer 64 ist
ein Mitteldruckraum 70 gebildet.
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Die
Schraubenfeder des Rückflussverhinderers 62 ist
stärker
als die Schraubenfeder 72, die auf den Ventilkörper 66 wirkt.
Daher öffnet
der Rückflussverhinderer 62 erst,
wenn der Ventilkörper 66 durch die
Druckdifferenz zwischen Eingangsdruck und dem im Mitteldruckraum
herrschenden Mitteldruck in seine stromabwärtige Endstellung bewegt ist.
Wenn auf diese Weise der Durchgang zum Auslassstutzen gegenüber dem
Auslass 68 und der Atmosphäre abgeschlossen ist, werden
die Rückflußverhinderer
von dem Wasserdruck aufgedrückt.
Das Heizungssystem wird auf einen Ausgangsdruck aufgefüllt, der
etwas unter dem Eingangsdruck liegt.
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Der
Ablassventilkörper 66 hat
auf der Eingangsseite einen Durchmesser, der dem Innendurchmesser
des langgestreckten Gehäuses 20 entspricht.
Der Ablassventilkörper 68 bildet
weiterhin eine ringförmige
Stufe 84, so dass die stromabwärtige Seite einen kleineren
Durchmesser aufweist.
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Der
Eingangsdruck greift also an einer Fläche an, die durch den größeren Durchmesser
bestimmt ist. Die Sitzdichtung 80 und die stromabwärtige Seite
des Ablassventilkörpers 66 hingegen
haben einen kleineren Durchmesser.
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Im
Bereich des kleineren Durchmessers des Ablassventilkörpers ist
zwischen dem Ablassventilkörper 66 und
der Innenseite des Gehäuses 20 ein ringförmiger Hohlraum 86 gebildet.
In dem Hohlraum 86 ist ein Schiebesitz 88 geführt. Der
Schiebesitz 88 hat einen L-förmigen Querschnitt. Der Schiebesitz 88 ist
in axialer Richtung beweglich geführt.
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Weiterhin
ist in dem Hohlraum 86 ein Dichtungsring 90 vorgesehen. Über einen
Kanal ist der Hohlraum 86 mit der Mitteldruckkammer hydraulisch verbunden.
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Der
in der Mitteldruckkammer herschende Mitteldruck liegt auch in dem
Hohlraum 86 vor. Bei geöffnetem
Ablassventil 68, wie es in 5 dargestellt
ist, entspricht der Mitteldruck dem Atmosphärendruck. Wenn das Ablassventil 68 geschlossen
ist, erhöht
sich der Mitteldruck mit zunehmendem Eingangsdruck. Der Schiebesitz 76 bewegt
sich dann nach links in der Darstellung.
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Bei
hohem Eingangsdruck mit geöffnetem Rückflussverhinderer
befindet sich der Ablassventilkörper 66 entgegen
der Federkraft der Feder 72 in seiner linken Anschlagposition.
Das Ablassventil ist dann geschlossen. Der Rückflussverhinderer 62 ist geöffnet. Der
Mitteldruck liegt auch im Hohlraum 86 an. Aufgrund dieses
Mitteldrucks wird der Schiebesitz 88 mit einem Schenkel
gegen eine ringförmige Schulter
im Armaturengehäuse
zum Anschlag gebracht. Der Druck in dem Hohlraum 86 wird
aber auch auf den rückwärtigen, überstehenden
Teil der Andruckfläche
des Ventilkörpers 66 ausgeübt. Auf diese
Weise wird sichergestellt, dass die wirksame Fläche für den Mitteldruck gleich groß ist, wie
für den Eingangsdruck.
Dadurch bleiben die Kräfte
auf den Ventilkörper 66 unabhängig vom
Eingangsdruck.
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Bei
der beschriebenen Anordnung hat die Ventilsitzdichtung 80 einen
verkleinerten Durchmesser. Da die Kräfte auf den Ventilkörper bei
unveränderten
Druckverhältnissen
ebenfalls unverändert bleiben,
wird der Anpressdruck auf die Sitzdichtung 80 jedoch größer. Damit
erhöht
sich die Dichtkraft. Dies ermöglicht
die Verwirklichung eines besonders kompakten Systemtrenners mit
kleinen Abmessungen.
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Hinter
dem stromabwärtigen
Rückflussverhinderer 64 ist
ein Hohlraum 92 in dem Gehäuse 20 gebildet. Der
Hohlraum 92 steht über
zwei Kanäle 94 und 96 mit
dem Heizkreislauf in Verbindung. Zwischen den Kanälen 94 und 96 ist
ein stromlos geschlossenes, handelsübliches Magentventil 98 angeordnet. Über eine
Steuerungs- und Stromversorgungseinheit 100 wird das Magnetventil 98 angesteuert.
Fließt
ein Strom durch die Spule des Magnetventils, so wird es geöffnet und
das Wasser kann in den Heizkreislauf fließen.
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Die
Steuerungs- und Regeleinrichtung 100 erhält das Signal
des in dem Heizkreislauf angeordneten Drucksensors der Heizungsanlage.
Wenn der Druck unter einen Minimaldruck abfällt, öffnet es automatisch. Der Heizkreislauf
wird nachgefüllt,
bis ein vorgegebener Sollwert erreicht wird. Dann schließt das Magnetventil
wieder. Die Steuerung ist ferner mit einem Leckageschutz programmiert.
Wenn das Magentventil in einem ausgewählten Zeitraum häufig öffnet und
wieder schließt,
d.h. wenn der Druck zu häufig
abfällt,
wird das Magnetventil dauerhaft geschlossen und eine Störungsmeldung
abgegeben (Zyklenüberwachung).
Es ist weiterhin vorgesehen, dass Magnetventil nur für einen
maximalen Zeitraum öffnet,
andernfalls ebenfalls eine Störungsmeldung abgegeben
wird (Laufzeitüberwachung).
Auf diese Weise wird sichergestellt, dass nicht nachgefüllt wird, wenn
ein kleines oder großes
Leck im Heizkreislauf besteht.
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Der
Kanal 96 mündet
in den Außenraum 102 eines
Kugelventils 104. Das Kugelventil 104 ist zwischen
dem Einlass 28 und dem Auslass 26 für den Heizkreislauf
angeordnet. In 4 ist das Kugelventil 104 geöffnet, d.h.
der Durchgang 108 der Kugel 106 fluchtet mit dem
Einlass 28 und dem Auslass 26. Zum Befüllen des
Heizkreislaufs steht der Kanal 96 über einen Kanal 110 in
der Kugel 106 mit dem Durchgang 108 in Verbindung.
Das Wasser kann also vom Kanal 96 durch den Kanal 110 und
von dort in den Heizkreislauf fließen. Zum Befüllen oder
Nachfüllen
des Heizkreislauf wird also das Absperrventil 32 und das
Magnetventil 98 geöffnet.
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Zum
Entleeren des Heizkreislaufs wird das Kugelventil 104 mittels
eines Werkzeugs, das an das Betätigungselement 112 angreift,
in eine geschlossene Position gedreht. Der Durchgang 110 fluchtet dann
mit dem Einlass 28. Dann wird ein Ablassvsentil 112 geöffnet und
der Heizkreislauf kann über
den Durchgang 110 und den Ablass 30 entleert werden.
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In
den 1 bis 6 wurde eine Baugruppe dargestellt,
die mit einem Systemtrenner des Typs CA versehen ist. Bei höheren Risikoklassen,
kann aufgrund von Vorschriften auch ein Systemtrenner des Typs BA
erforderlich sein. Ein solcher Systemtrenner ist mit Prüfanschlüssen versehen,
die ein Prüfen
des Eingangsdrucks, des Drucks in der Mitteldruckkammer und den
Ausgangsdruck ermöglichen. Ein
Beispiel für
eine Anordnung mit Prüfanschlüssen ist
in 7 analog zu 5 dargestellt.
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Der
Eingangsdruck ist über
einen Prüfanschluss 116 an
der Öffnung 22 ermittelbar.
Zur Messung des Ausgangsdrucks stromabwärts von den Rückflussverhinderern
an einem Prüfanschluss 118 ermittelbar,
der mit dem Hohlraum 92 in Verbindung steht. Zur Messung
des Drucks in der Mitteldruckkammer 70 kann ein Prüfanschluss
direkt an der Mitteldruckkammer 70 vorgesehen werden. Dies ist
jedoch aufwändig,
da erneut Dichtungen eingesetzt werden müssen. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
wurde daher eine bevorzugte, einfachere Variante gewählt. Der
Prüfanschluss 120 steht
mit dem Hohlraum 86 hinter dem beweglichen Schiebesitz 88 in
Verbindung. Da der Hohlraum über
einen Kanal mit dem Mitteldruckraum in Verbindung steht, herrscht hier
auch Mitteldruck.