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DE102005050551A1 - Energieversorgungseinheit für ein Kraftfahrzeug und Verfahren zum Betreiben einer Energieversorgungseinheit - Google Patents

Energieversorgungseinheit für ein Kraftfahrzeug und Verfahren zum Betreiben einer Energieversorgungseinheit Download PDF

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Publication number
DE102005050551A1
DE102005050551A1 DE200510050551 DE102005050551A DE102005050551A1 DE 102005050551 A1 DE102005050551 A1 DE 102005050551A1 DE 200510050551 DE200510050551 DE 200510050551 DE 102005050551 A DE102005050551 A DE 102005050551A DE 102005050551 A1 DE102005050551 A1 DE 102005050551A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
memory circuit
ignition coil
supply unit
power supply
ignition
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE200510050551
Other languages
English (en)
Inventor
Günter Hönig
Wolfgang Samenfink
Jürgen ECKHARDT
Detlef Nowak
Klaus Rössler
Andreas Nauwerck
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch GmbH
Mercedes Benz Group AG
Original Assignee
DaimlerChrysler AG
Robert Bosch GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by DaimlerChrysler AG, Robert Bosch GmbH filed Critical DaimlerChrysler AG
Priority to DE200510050551 priority Critical patent/DE102005050551A1/de
Publication of DE102005050551A1 publication Critical patent/DE102005050551A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02PIGNITION, OTHER THAN COMPRESSION IGNITION, FOR INTERNAL-COMBUSTION ENGINES; TESTING OF IGNITION TIMING IN COMPRESSION-IGNITION ENGINES
    • F02P3/00Other installations
    • F02P3/02Other installations having inductive energy storage, e.g. arrangements of induction coils
    • F02P3/04Layout of circuits
    • F02P3/0407Opening or closing the primary coil circuit with electronic switching means
    • F02P3/0435Opening or closing the primary coil circuit with electronic switching means with semiconductor devices
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02DCONTROLLING COMBUSTION ENGINES
    • F02D41/00Electrical control of supply of combustible mixture or its constituents
    • F02D41/20Output circuits, e.g. for controlling currents in command coils
    • F02D41/2096Output circuits, e.g. for controlling currents in command coils for controlling piezoelectric injectors

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ignition Installations For Internal Combustion Engines (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Energieversorgungseinheit (100) für ein Kraftfahrzeug, mit mindestens einem vorzugsweise als Zündspule (110) ausgebildeten induktiven Element (110). DOLLAR A Erfindungsgemäß weist die Energieversorgungseinheit (100) mindestens eine mit der Zündspule (110) verbundene Speicherschaltung (120, 120a, 120b, 120c, 120d) zur Speicherung und/oder Weiterleitung von durch die Zündspule (110) bereitgestellter elektrischer Energie an mindestens einen Verbraucher (200a, 200b) auf.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Energieversorgungseinheit für ein Kraftfahrzeug, mit mindestens einem vorzugsweise als Zündspule ausgebildeten induktiven Element.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Betreiben einer Energieversorgungseinheit für ein Kraftfahrzeug, mit mindestens einem vorzugsweise als Zündspule ausgebildetem induktivem Element.
  • Derartige Vorrichtungen sind beispielsweise aus induktiven Zündsystemen für fremdgezündete Brennkraftmaschinen bekannt. Bei solchen Zündsystemen wird ein durch eine Primärwicklung der Zündspule fließender Primärstrom mittels einer Zündungsendstufe so geschaltet, dass sich aufgrund von Induktionseffekten an einer magnetisch mit der Primärwicklung gekoppelten Sekundärwicklung der Zündspule eine Hochspannung ergibt, die an einer mit der Sekundärwicklung verbundenen Zündkerze einen Funkenüberschlag bewirkt.
  • Energieversorgungseinheiten dieser Art sind üblicherweise allein zur Bereitstellung der zur Versorgung von Zündkerzen erforderlichen Hochspannung vorgesehen und finden ansonsten keine weitere Verwendung in Kraftfahrzeugen, so dass das funktionelle Potential der aufwendigen und damit teuren Zündspule(n) nicht optimal genutzt wird.
  • Demgemäß ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Energieversorgungseinheit der eingangs genannten Art derart zu verbessern, dass sie eine gesteigerte Funktionalität aufweist und insbesondere eine vorhandene Zündspule besser ausnutzt.
  • Diese Aufgabe wird bei einer Energieversorgungseinheit der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass mindestens eine mit der Zündspule verbundene Speicherschaltung zur Speicherung und/oder Weiterleitung von durch die Zündspule bereitgestellter elektrischer Energie an mindestens einen Verbraucher vorgesehen ist.
  • Vorteile der Erfindung
  • Die erfindungsgemäße Speicherschaltung kann die mittels der Zündspule bereitgestellte elektrische Energie einerseits im wesentlichen ohne Zwischenspeicherung an geeignete Verbraucher wie beispielsweise Magnetventile oder auch piezoelektrische Stellglieder von Kraftstoffeinspritzsystemen weiterleiten, d.h., es erfolgt keine Zwischenspeicherung von elektrischer Energie in der erfindungsgemäßen Speicherschaltung.
  • Andererseits kann die erfindungsgemäße Speicherschaltung von der Zündspule bereitgestellte elektrische Energie auch zunächst zwischenspeichern, um sie bei Bedarf an Verbraucher abzugeben.
  • Durch die erfindungsgemäße Speicherschaltung kann die bisher nur zur Erzeugung einer Hochspannung bzw. Zündspannung verwendete Zündspule auch zur Versorgung weiterer Verbraucher mit elektrischer Energie verwendet werden.
  • Bevorzugt werden für die Energieübertragung von der Zündspule zu der Speicherschaltung insbesondere diejenigen Zeiträume ausgenutzt, die zwischen zwei Zündvorgängen liegen. Unter einem Zündvorgang wird hierbei das Zeitintervall verstanden, in dem eine Primärwicklung der Zündspule in bekannter Weise zunächst bestromt wird, um ein entsprechendes Magnetfeld aufzubauen, bis hin zu dem eigentlichen Zündvorgang, bei dem der Funkenüberschlag an einer mit der Zündspule verbundenen Zündkerze stattfindet. Darüberhinaus ist es mit der erfindungsgemäßen Speicherschaltung auch möglich, während eines Zündvorgangs Energie von der Zündspule zu der Speicherschaltung zu übertragen.
  • In Abhängigkeit der elektrischen Spannung, mit der die elektrische Energie von der Zündspule zu der erfindungsgemäßen Speicherschaltung zu übertragen ist, kann ein Eingang der Speicherschaltung bspw. mit einer Primärwicklung der Zündspule oder auch mit einer Sekundärwicklung der Zündspule verbunden sein.
  • Als eine weitere Lösung der Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Betreiben einer Energieversorgungseinheit gemäß Patentanspruch 11 angegeben.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
  • Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt sind. Dabei können die in den Ansprüchen und in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein.
  • Zeichnung
  • In der Zeichnung zeigt:
  • 1 ein Blockschaltbild einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Energieversorgungseinheit,
  • 2 eine Detailansicht der Speicherschaltung der in 1 gezeigten Energieversorgungseinheit,
  • 3a eine erste schaltungstechnische Realisierung der erfindungsgemäßen Energieversorgungseinheit,
  • 3b eine weitere schaltungstechnische Realisierung der erfindungsgemäßen Energieversorgungseinheit,
  • 3c eine dritte schaltungstechnische Realisierung der erfindungsgemäßen Energieversorgungseinheit,
  • 4a eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Energieversorgungseinheit,
  • 4b eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Energieversorgungseinheit mit mehreren Zündspulen, und
  • 5 ein Flussdiagramm einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Betriebsverfahrens.
  • 1 zeigt ein Blockschaltbild einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Energieversorgungseinheit 100. Die Energieversorgungseinheit 100 weist eine Zündspule 110 auf, an die über den Hochspannungsanschluss 110b_2 in bekannter Weise eine Zündkerze 111 angeschlossen ist, die in einem nicht gezeigten Brennraum einer Brennkraftmaschine zur Zündung eines Luft-/Kraftstoffgemischs vorgesehen ist.
  • Zusätzlich zu der Zündkerze 111 ist eine erfindungsgemäße Speicherschaltung 120 über ihren Eingang 121 mit der Zündspule 110 verbunden. Über diesen Eingang 121 wird die Speicherschaltung 120 von der Zündspule 110 mit elektrischer Energie versorgt, die die Speicherschaltung 120 in einer nachfolgend näher erläuterten Weise an die Verbraucher 200a, 200b weiterleiten kann.
  • Aus der in 2 abgebildeten Detailansicht der Speicherschaltung 120 aus 1 ist ersichtlich, dass die Speicherschaltung 120 an ihrem Eingang 121 einen Schalter 122 aufweist, der vorzugsweise als Halbleiterschalter ausgebildet ist. Bei dem Halbleiterschalter 122 kann es sich insbesondere um einen Biopolartransistor oder auch um einen Feldeffekttransistor (FET) handeln.
  • Ferner weist die erfindungsgemäße Speicherschaltung 120 einen Speicherkondensator 124 auf, der dem Halbleiterschalter 122 nachgeordnet ist, so dass ein Aufladen des Speicherkondensators 124 mit von der Zündspule 110 (1) bereitgestellter elektrischer Energie durch den Halbleiterschalter 122 steuerbar ist. Dass heißt, wenn der Halbleiterschalter 122 nichtleitend ist, wird der Speicherkondensator 124 nicht aufgeladen. Falls der Halbleiterschalter 122 jedoch leitend ist, kann der Speicherkondensator 124 dementsprechend aufgeladen werden.
  • Über den in 2 rechts abgebildeten Ausgang 126 der Speicherschaltung 120 kann der Speicherschaltung 120 die in dem Speicherkondensator 124 gespeicherte elektrische Energie durch einen oder mehrere nicht in 2 dargestellte Verbraucher (vgl. 200a, 200b aus 1) entnommen werden.
  • Falls die Verbraucher 200a, 200b eine eigene Schaltungsanordnung zur geregelten Entnahme von Energie aus der Speicherschaltung 120, insbesondere zur Strombegrenzung, aufweisen, kann der Ausgang 126 der Speicherschaltung 120 direkt mit dem Speicherkondensator 124 verbunden sein. Alternativ hierzu ist es jedoch möglich, dass die erfindungsgemäße Speicherschaltung 120 zwischen dem Speicherkondensator 124 und dem Ausgang 126 einen ebenfalls vorzugsweise als Halbleiterschalter ausgebildeten Schalter 125 aufweist, der zur Steuerung der Entladung der Speicherkondensators 124 vorgesehen ist. In diesem Fall kann ein nahezu beliebiger Verbraucher an die Speicherschaltung 120 angeschlossen werden.
  • Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die Speicherschaltung 120 keinen Speicherkondensator 124 bzw. einen Speicherkondensator 124 mit sehr geringer Kapazität auf. Diese Erfindungsvariante ermöglicht die Versorgung von Verbrauchern 200a, 200b (1) zu derjenigen Zeit, zu der gerade elektrische Energie von der Zündspule 110 zu der Speicherschaltung 120 übertragen wird, so dass die Funktionalität einer derartig ausgebildeten Speicherschaltung stark vereinfacht mit derjenigen eines Schalters vergleichbar ist. Der ggf. vorhandene Speicherkondensator 124 geringer Kapazität dient dabei zur Vermeidung von Spannungssprüngen im Bereich der Speicherschaltung.
  • Generell ist mit der erfindungsgemäßen Speicherschaltung 120 (2) auch eine Versorgung von Verbrauchern möglich, bei der ein Teil der insgesamt für die Verbraucher benötigten elektrischen Energie durch die momentan an dem Eingang 121 verfügbare, von der Zündspule 110 gelieferte Energie gebildet ist und bei der ein weiterer Teil der benötigten Energie aus dem Speicherkondensator 124 entnommen wird.
  • 3a zeigt eine erste schaltungstechnische Realisierung der erfindungsgemäßen Energieversorgungseinheit 100. Die Energieversorgungseinheit 100 weist eine Zündspule 110 auf, deren Primärwicklung 110a über einen Anschluss 110a_1 mit einer nicht in 3a abgebildeten Bordnetzspannung eines 12-Volt-Netzes eines Kraftfahrzeugs verbunden ist. Der andere Anschluss der Primärwicklung 110a ist mit einem Masseanschluss 100b_1 der Sekundärwicklung 110b der Zündspule 110 und mit einem Eingang einer Zündungsendstufe 112 verbunden, die zur Steuerung des durch die Primärwicklung 110a fließenden Primärstroms vorgesehen ist und hierzu einen Steuereingang 112a aufweist. Die Zündungsendstufe 112 ist darüberhinaus mit einer Fahrzeugmasse GND verbunden, zu der der Primärstrom abfließen kann.
  • Über den Steuereingang 112a kann die Zündungsendstufe 112 entweder mittels einer geeigneten Treiberstufe oder auch direkt von einem in einem Steuergerät (nicht gezeigt) vorgesehenen Mikrocontroller angesteuert werden, um den durch die Primärwicklung 110a der Zündspule 110 fließenden Primärstrom zeitlich zu steuern.
  • Aufgrund des Induktionsgesetzes ergibt sich bei einer zeitlichen Änderung des Primärstroms in bekannter Weise eine an der Sekundärwicklung 110b abfallende Sekundärspannung, die in ebenfalls bekannter Weise über einen Hochspannungsanschluss 110b_2 abgegriffen werden kann und der Zündkerze 111 zugeführt wird. Erfindungsgemäß ist zwischen dem Hochspannungsanschluss 110b_2 und der Zündkerze 111 eine Kippdiode 111a vorgesehen, die beispielsweise erst oberhalb einer Durchbruchspannung von etwa 16kV durchschaltet und damit der Zündkerze 111 die Zündspannung zuführt. Bei Spannungen kleiner 16kV schaltet die Kippdiode 111a dementsprechend nicht durch und verhindert damit einen ansonsten ggf. auftretenden Funkenüberschlag an der Zündkerze 111.
  • Bei der in 3a abgebildeten Erfindungsvariante ist der Eingang 121 der mit einem gestrichelten Rechteck symbolisierten Speicherschaltung 120 direkt mit dem Masseanschluss 110b_1 der Primärwicklung 110a beziehungsweise der Sekundärwicklung 110b der Zündspule 110 verbunden. Dadurch liegt eine sich beim Abschalten eines durch die Primärwicklung 110a fließenden Primärstroms einstellende Induktionsspannung, die im wesentlichen von der Eigeninduktivität der Primärwicklung 110a und der Abschaltgeschwindigkeit abhängt, direkt an dem Eingang 121, der Speicherschaltung 120 an. Zum Aufladen des in der Speicherschaltung 120 vorgesehenen Speicherkondensators 124 wird der Halbleiterschalter 122 durch ein entsprechendes Steuersignal an seinem Steuereingang 122a in einen leitenden Zustand versetzt, so dass von dem Eingang 121 ein Ladestrom über die Diode 123, den Halbleiterschalter 122 und die Diode 124a schließlich auf den Speicherkondensator 124 fließen kann. Sobald die an dem Eingang 121 anliegende Spannung kleiner ist als die Spannung des Speicherkondensators 124 bzw. wenn der Halbleiterschalter 122 nichtleitend wird, findet kein weiteres Aufladen des Speicherkondensators 124 statt.
  • Bei einer Variante des erfindungsgemäßen Betriebsverfahrens findet ein derartiges Aufladen des Speicherkondensators 124 jeweils zwischen aufeinanderfolgenden Zündvorgängen der Zündspule 110 statt, zu denen die Zündkerze 111 mit einer Zündspannung versorgt werden muss. Dabei wird nach einem beendeten Zündvorgang in dem Schritt 300 aus 5 der Speicherkondensator 124 zunächst für eine vorgebbare Ladezeit auf die vorstehend beschriebene Weise aufgeladen. D.h., die Primärwicklung 110a wird durch die Zündungsendstufe 112 zunächst mit einem vorgebbaren Primärstrom bestromt, so dass sich in ihr ein entsprechendes Magnetfeld aufbauen kann. Bei einem anschließenden Abschalten des Primärstroms durch die Zündungsendstufe 112 entsteht durch den Abbau des Magnetfelds eine Induktionsspannung, die einen Stromfluss in die erfindungsgemäße Speicherschaltung 120 und somit ein Aufladen der Speicherschaltung 120 bewirkt.
  • Nach Ablauf der Ladezeit wird in Schritt 310 überprüft, ob ein nächster Zündvorgang durchzuführen ist. Falls dies nicht der Fall ist, kann der Speicherkondensator 124 in Schritt 300 weiter aufgeladen werden. Steht jedoch ein Zündvorgang bevor, so wird aus dem Schritt 310 in den Schritt 320 aus Figur verzweigt, der den Zündvorgang symbolisiert. Nach Abschluss des Zündvorgangs 320 wird in dem Schritt 300 erneut der Speicherkondensator 124 aufgeladen.
  • Bei der in 3a gezeigten Schaltungsanordnung, bei der der Eingang 121 der Speicherschaltung 120 direkt mit einem Masseanschluss der Primärwicklung 110a der Zündspule 110 verbunden ist, kann durch das beschriebene Schalten des Primärstroms mittels der Zündungsendstufe 112 und der Eigeninduktivität einer herkömmlichen Primärwicklung 110a eine Induktionsspannung von bis zu etwa 400 Volt erzeugt werden. Diese Induktionsspannung von 400 Volt stellt gleichzeitig die maximale Spannung dar, auf die der Speicherkondensator 124 aufgeladen werden kann.
  • Durch die bereits beschriebene, der Zündkerze vorgeschaltete Kippdiode 111a ist sichergestellt, dass ein allein zum Zweck des Aufladens der Speicherschaltung 120 durchgeführtes Schalten des Primärstroms nicht zu einem Funkenüberschlag an der Zündkerze 111 und damit zu einer unerwünschten Zündung führt. Die zu dem Aufladen der Speicherschaltung 120 erforderliche Spannung kann durch den Betrag und die zeitliche Änderung des Primärstroms durch die Primärwicklung 110a vorgegeben werden. Darüberhinaus kann ein Aufladen der Speicherschaltung 120 durch das Abschalten des Halbleiterschalters 122 verhindert werden. Entsprechend der maximalen Spannung an dem Speicherkondensator 124 muss der Halbleiterschalter 122 in dem vorliegenden Beispiel eine Spannungsfestigkeit von mindestens etwa 400 Volt zwischen seinem Eingang und seinem Ausgang 122b aufweisen.
  • Ein unbeabsichtigtes Entladen des Speicherkondensators 124 durch die Diode 124b und die Zündungsendstufe 112 wird durch die dem Eingang 121 der Speicherschaltung 120 nachgeschaltete Diode 123 verhindert.
  • Sobald der Speicherkondensator 124 auf die vorstehend beschriebene Weise geladen worden ist, kann der Speicherschaltung 120 über ihren Ausgang 126 durch den Verbraucher 200a elektrische Energie entnommen werden. Bei dem Verbraucher 200a handelt es sich beispielsweise um ein Magnetventil, dass in einem nicht gezeigten Einspritzsystem des Kraftfahrzeugs verwendet wird und ein federbelastetes elektromagnetisches Stellglied aufweist. Das Magnetventil 200a besitzt eine eigene Schaltendstufe 201a, die über einen Steuereingang 201b steuerbar ist. Bei der Schaltendstufe 201a kann es sich ebenfalls um einen Halbleiterschalter wie beispielsweise einen Feldeffekttransistor handeln.
  • Um dem Magnetventil 201a in der Speicherschaltung 120 beziehungsweise in deren Speicherkondensator 124 gespeicherte elektrische Energie zuzuführen, wird die Schaltendstufe 201a in einen leitenden Zustand versetzt, so dass ein Entladestrom von dem Speicherkondensator 124 über die Diode 124b und den ebenfalls leitenden Halbleiterschalter 122 sowie durch das Magnetventil 200a fließen kann. Die Entnahme von elektrischer Energie aus der Speicherschaltung 120 kann durch ein Versetzen der Schaltendstufe 201a in einen nichtleitenden Zustand beendet werden.
  • Falls eine an dem Eingang 121 anliegende Spannung größer ist als die an dem Speicherkondensator 124 anliegende Spannung, kann auch direkt ein Strom von dem Eingang 121 über die Diode 123 und den Halbleiterschalter 122 in das Magnetventil 200a fließen.
  • Eine weitere, ganz besonders vorteilhafte Variante der erfindungsgemäßen Speicherschaltung ist in 3b abgebildet. Im Unterschied zu der in 3a gezeigten Speicherschaltung weist die in 3b abgebildete Speicherschaltung 120 zusätzlich die Dioden 124c, 124d und einen Spannungsversorgungsanschluss 124d' auf.
  • Die Diode 124c ist zwischen dem Magnetventil 200a und der ihm zugeordneten Schaltendstufe 201a beziehungsweise einem Anschluss des Speicherkondensators 124 angeordnet. Auf diese Weise ist es möglich, eine bei der Deaktivierung des Magnetventils 200a an einer Wicklung (nicht gezeigt) des Magnetventils 200a auftretende Induktionsspannung dazu zu nutzen, um den Speicherkondensator 124 über die Diode 124c aufzuladen, so dass zumindest ein Teil der in dem Magnetfeld der Wicklung des Magnetventils 200a gespeicherten elektromagnetischen Energie in den Speicherkondensator 124 zurückgespeist werden kann. Hierdurch verbessert sich der Wirkungsgrad der erfindungsgemäßen Energieversorgungseinheit 100 und eine üblicherweise aufwendig abzuführende Verlustleistung wird reduziert.
  • Über die Diode 124d ist das Magnetventil 200a ferner mit einem 5-Volt-Versorgungsspannungsanschluss 124d' verbunden. Dieser Versorgungsspannungsanschluss 124d' dient erfindungsgemäß dazu, um nach einem Anziehen des Magnetventils 200a einen Haltestrom für das Magnetventil 200a zu liefern. D.h., die von der erfindungsgemäßen Speicherschaltung 120 in dem Speicherkondensator 124 bereitgestellte elektrische Energie wird nur dazu verwendet, um das Magnetventil 200a gegen den Widerstand einer Rückstellfeder aus seiner Ruhestellung in eine Arbeitsstellung herauszubewegen, es also zum Anziehen zu bringen. Danach wird der zum Beibehalten der Arbeitsstellung erforderliche Haltestrom über die Diode 124d durch den Versorgungsspannungsanschluss 124d' bereitgestellt. Um den Haltestrom aufrechtzuerhalten reicht die Spannung des Versorgungsspannungsanschlusses 124d' von 5 Volt aus. Diese Erfindungsvariante weist den Vorteil auf, dass von der Speicherschaltung 120 nicht permanent ein Strom bei einer verhältnismäßig hohen Spannung entnommen werden muss, wodurch die Zündspule 110 und die Speicherschaltung 120 unnötig belastet würden. Ferner ist ein Versorgungsspannungsanschluss 124d' mit einer Spannung von 5 Volt in jeder herkömmlichen Energieversorgungsschaltung verfügbar, so dass kein zusätzlicher Schaltungsaufwand erforderlich ist, um den Haltestrom bereitzustellen.
  • Diese Spannung lässt sich zentral für alle Stellglieder, also auch für weitere Ventileinheiten, bereitstellen und abhängig von beliebigen Parametern vorgeben, um optimale Verhältnisse zu erhalten. Vorteil dabei ist die Verwendung von linearen Reglern für z.B. den Haltestrom, da hier nur geringe Verlustleistungen im Leistungstransistor entstehen und der Abschaltvorgang immer von einem definierten Strompegel erfolgt. Der Regler hierfür lässt sich gegenüber einem vergleichbaren Schaltregler wesentlich stabiler realisieren mit weniger Störsignalen auf dem Bordnetz.
  • Ferner kann ein weiterer Versorgungsspannungsanschluss (nicht gezeigt) z.B. mit einer Spannung von 12 Volt vorgesehen sein, der analog zu dem Versorgungsspannungsanschluss 124d' über eine Diode z.B. mit dem Eingang des Halbleiterschalters 122 verbunden ist. Diese Versorgungsspannung von 12 Volt kann zur Realisierung einer Übergangsphase zwischen einer Ansteuerung des Magnetventils 200a mit einer verhältnismäßig hohen, von der Zündspule 110 stammenden Spannung und einer Ansteuerung des Magnetventils 200a mit der vorstehend beschriebenen Spannung von 5 Volt aus dem Versorgungsspannungsanschluss 124d' dienen, wobei gemäß dem vorliegenden Beispiel ein Stromfluss aus dem 12 Volt-Versorgungsspannungsanschluss zu dem Magnetventil 200a durch Aktivieren des Halbleiterschalters 122 ermöglicht wird.
  • Noch eine weitere Schaltungsvariante einer Speicherschaltung 120 der erfindungsgemäßen Energieversorgungseinheit 100 ist in 3c dargestellt. Die Versorgung der Speicherschaltung 120 nach 3c erfolgt in der bereits unter Bezug auf 3a, 3b beschriebenen Weise durch die Zündspule 110.
  • Im Unterschied zu den vorstehend beschriebenen Speicherschaltungen 120 weist die in 3c abgebildete Speicherschaltung 120 zwei Halbleiterschalter 122, 125 auf, wobei der Speicherkondensator 124 in bekannter Weise über den Halbleiterschalter 122 geladen werden kann, und wobei der zweite Halbleiterschalter 125 zum kontrollierten Entladen des Speicherkondensators 124 z.B. zur Versorgung eines Verbrauchers vorgesehen ist. Zur Ansteuerung weisen die Halbleiterschalter 122, 125 entsprechende Steuereingänge 122a, 125a auf.
  • Es ist auch denkbar, beide Halbleiterschalter 122, 125 gleichzeitig zu aktivieren, um einen der Speicherschaltung 120 an ihrem Eingang 121 zugeführten Strom direkt an einen Verbraucher weiterzuleiten.
  • Mittels der in 3c abgebildeten Speicherschaltung 120 kann beispielsweise ein als piezoelektrisches Element 200b ausgebildeter Verbraucher über den Ausgang 126 der Speicherschaltung 120 mit elektrischer Energie versorgt werden. Bei dem piezoelektrischen Element 200b kann es sich z.B. um ein Stellglied handeln, welches in einem nicht abgebildeten Einspritzventil zur Betätigung einer Ventilnadel verwendet wird.
  • Eine Entladeschaltung 202b für das piezoelektrische Element 200b ist parallel zu dem piezoelektrischen Element 200b geschaltet und kann z.B. einen nicht in 3c abgebildeten Halbleiterschalter und/oder einen ggf. hierzu in Serie geschalteten Ohmwiderstand aufweisen, um das piezoelektrische Element 200b entladen zu können.
  • Eine Regelung der an dem piezoelektrischen Element 200b anliegenden Spannung gemäß einervorgegebenen Verlaufsform erfolgt über die Entladeschaltung 202b zur Spannungsreduktion und dem Halbleiterschalter 125 zur Spannungserhöhung. Dazu muss der Kondensator 124 vorher über dem Halbleiterschalter 122 gemäß einem Pumpvorgang aufgeladen worden sein.
  • 4a zeigt eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, bei der zwei Speicherschaltungen 120, 120a in der bereits beschriebenen Weise mit einem Masseanschluss 110b_1 der Primärwicklung 110a beziehungsweise der Sekundärwicklung 110b derselben Zündspule 110 verbunden sind. Die Speicherschaltungen 120, 120a stellen an ihren Ausgängen 126, 126a elektrische Energie für Verbraucher zur Verfügung.
  • Darüberhinaus weist die in 4a abgebildete Energieversorgungseinheit 100 noch zwei weitere Speicherschaltungen 120b, 120c auf. Diese weiteren Speicherschaltungen 120b, 120c sind eingangsseitig jeweils mit einem extra hierfür vorgesehenen Abgriff 110b_3 , 110b_4 der Sekundärwicklung 110b der Zündspule 110 verbunden. Diese Anordnung erlaubt es, den Speicherschaltungen 120b, 120c je nach Position des Abgriffs 110b_3, 110b_4 in der Sekundärwicklung 110b elektrische Energie der Zündspule 110 bei einem entsprechenden Spannungsniveau zur Verfügung zu stellen.
  • Die Abgriffe 110b_3, 100b_4 können beispielsweise derart mit der Sekundärwicklung 110b verbunden sein, dass sich eine zu der Induktionsspannung an dem Massenanschluss 110b_1 vergleichbare Spannung von etwa 300 bis 400 Volt an ihnen einstellt.
  • Es ist alternativ hierzu jedoch auch möglich, die Abgriffe 110b_3, 110b_4 so mit der Sekundärwicklung 110b der Zündspule 110 zu verbinden, dass an ihnen deutlich höhere Spannungen von bis zu einigen kV bereitgestellt werden. Über entsprechende Ausgänge 126b, 126c können die weiteren Speicherschaltungen 120b, 120c nicht in 4a abgebildete Verbraucher mit diesen Spannungen versorgen. Die jeweiligen Komponenten der Speicherschaltungen 120b, 120c müssen bei dieser Erfindungsvariante eine entsprechende Spannungsfestigkeit aufweisen.
  • Lediglich Spannungen oberhalb der Durchbruchspannung der Kippdiode 111a von etwa 16kV können nicht mehr durch die erfindungsgemäße Speicherschaltung 120 gespeichert bzw. bereitgestellt werden, weil die Kippdiode 111a bei Erreichen ihrer Durchbruchspannung leitend wird und die in der Zündspule 110 gespeicherte Energie der Zündkerze 111 bei der Zündspannung zugeführt wird.
  • Noch eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Energieversorgungseinheit 100 ist in 4b gezeigt. Bei dieser Erfindungsvariante sind erfindungsgemäße Speicherschaltungen 120, 120a, 120b mit einer ersten Zündspule 110 verbunden, während weitere Speicherschaltungen 120c, 120d mit einer zweiten Zündspule 110' verbunden sind. Eine derartige Energieversorgungseinheit 100 eignet sich insbesondere zur Verwendung mit Brennkraftmaschinen, bei denen jedem Zylinder eine eigene Zündspule 110, 110' zugewiesen ist. Beide Zündspulen 110, 110' sind mit einem Anschluss ihrer Primärwicklung an einen 12-Volt-Bordnetzanschluss V 12 des Kraftfahrzeugs angeschlossen.
  • Neben einem Aufladen der erfindungsgemäßen Speicherschaltung zwischen einzelnen Zündvorgängen ist es bei der in 4a gezeigten Energieversorgungseinheit 100 beispielsweise auch denkbar, einen jeweils an dem Eingang 121 der Speicherschaltung 120b, 120c angeordneten Schalter 122 (2) kurzzeitig während eines Zündvorgangs zu öffnen, um der Zündspule 110 Energie zu entnehmen und diese z.B. in einem Speicherkondensator 124 zwischenzuspeichern.
  • Alternativ ist auch eine Speisung einer Speicherschaltung 120 durch mehrere Zündspulen 110, 110' denkbar. Ebenso können mehrere Verbraucher von einer Speicherschaltung 120 versorgt werden.
  • Generell ist das Aktivieren bzw. Deaktivieren des Schalters 122 mit einer Ansteuerung der Zündspule 110, 110' durch die Zündungsendstufe 112 zu synchronisieren. Besonders vorteilhaft können ein oder mehrere Messpunkte in der erfindungsgemäßen Energieversorgungseinheit 100 vorgesehen sein, über die ein nicht abgebildetes Steuergerät, das u.a. zur Ansteuerung der Schalter 112, 122, 125 dient, entsprechende in der erfindungsgemäßen Energieversorgungseinheit 100 auftretende Spannungen bzw. Ströme erfassen kann.
  • Besonders zweckmäßig ist eine Erfassung der Induktionsspannung an dem Masseanschluss 110b_1 (3a) der Primärwicklung 110a bzw. der Sekundärwicklung 110b der Zündspule 110 oder auch der Ladespannung des Speicherkondensators 124.
  • Ein zum Aufladen der erfindungsgemäßen Speicherschaltung 120 eingestellter Primärstrom kann beispielsweise in Abhängigkeit der erfassten Induktionsspannung bzw. Ladespannung des Speicherkondensators 124 geregelt werden.
  • Die erfindungsgemäße Energieversorgungseinheit 100 eignet sich besonders gut zum Einsatz bei Kraftstoffsystemen mit Benzindirekteinspritzung (BDE), bei denen Kraftstoff zu einem Einspritzzeitpunkt direkt in einen Brennraum der Brennkraftmaschine eingespritzt wird und bei denen anschließend zu einem von dem Einspritzzeitpunkt verschiedenen Zündzeitpunkt ein Zündvorgang initiiert wird. Bei einem derartigen BDE-System kann eine Speicherschaltung 120 ohne Speicherkondensator 124 verwendet werden, weil der Einspritzzeitpunkt und der Zündzeitpunkt voneinander verschieden sind und dementsprechend eine sequentielle Energieversorgung eines Einspritzventils und einer Zündspule möglich ist.
  • Bei einer weiteren Erfindungsvariante ist eine lokale Steuereinheit (nicht gezeigt) zur Steuerung der Energieversorgungseinheit 100 vorgesehen, wobei insgesamt z.B. für jeden Zylinder einer Brennkraftmaschine eine erfindungsgemäße Energieversorgungseinheit 100 vorgesehen sein kann. Die jeweilige lokale Steuereinheit kann beispielsweise von einer die Brennkraftmaschine steuernden Motorelektronik, die als zentrales Steuergerät realisiert ist, Vorgaben hinsichtlich des Timings der durchzuführenden Zündvorgänge bzw. der mittels der Speicherschaltung 120 zu speichernden elektrischen Energie erhalten und Statusrückmeldungen an die Motorelektronik zurückgeben.
  • Generell ist es denkbar, neben als Stellglieder von Kraftstoffeinspritzsystemen ausgebildeten Verbrauchern beliebige weitere elektrische Verbraucher mittels der erfindungsgemäßen Energieversorgungseinheit 100 zu versorgen. Besonders zweckmäßig ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Energieversorgungseinheit 100 zur Bereitstellung bzw. Speicherung elektrischer Energie bei höheren Spannungen als der 12 Volt aufweisenden Bordnetzspannung, weil zur Bereitstellung höherer Spannungen bis auf wenige Ausnahmen Schaltungsanordnungen mit induktiven Elementen erforderlich sind, die – ebenso wie bei herkömmlichen Kraftfahrzeugen – bisher zusätzlich zu einer bereits vorhandenen Zündspule vorgesehen werden müssen.
  • Durch die erfindungsgemäße Mehrfachnutzung der Zündspule 110 ergibt sich insgesamt eine Kostenreduktion gegenüber herkömmlichen Systemen, weil bisher erforderliche separate Energieversorgungseinheiten zur Ansteuerung von Magnetventilen, piezoelektrischen Stellgliedern und dergleichen entfallen können.
  • Es ist auch denkbar, die erfindungsgemäße Energieversorgungseinheit 100 in bestehende Vorrichtungen zu integrieren, insbesondere um eine ggf. bereits vorhandene Zündspule 110 mitzuverwenden. Besonders zweckmäßig ist hierbei eine Schaltungskonfiguration nach 3a, weil nur geringfügige Modifikationen nötig sind, um die Speicherschaltung 120 mit der Zündspule 110 und einer ebenfalls bereits vorhandenen Zündungsendstufe 112 zu verbinden.
  • Es ist ferner denkbar, die erfindungsgemäße Energieversorgungseinheit 100 als sog. zentrale Zylinderenergieeinheit vorzusehen, bei der die Energieversorgungseinheit 100 und entsprechend vorgesehene Speicherschaltungen 120 sämtliche Verbraucher im Bereich eines Zylinders einer Brennkraftmaschine zentral mit elektrischer Energie der benötigten Spannung versorgen. Neben Zündspulen und Stellgliedern von Einspritzventilen können beispielsweise auch Stellglieder zur Ansteuerung von Strömungsklappen oder Komponenten einer elektrohydraulischen Ventilsteuerung durch die Energieversorgungseinheit mitversorgt werden.
  • Besonders zweckmäßig ist die erfindungsgemäße Energieversorgungseinheit 100 auch mit einem Wechselspannungszündsystem einsetzbar, bei dem der Primärstrom durch eine Primärwicklung 110a der Zündspule 110 mit einer verhältnismäßig hohen Frequenz getaktet wird und bei dem die Zündspule 110 eine verhältnismäßig geringe Induktivität aufweist.
  • Es ist darüberhinaus möglich, in der Speicherschaltung 120 gespeicherte elektrische Energie nach einer Zündung als Zusatzenergie für eine Brennspannung zu verwenden.
  • Bei gegebener Verbindung des Eingangs 121 der Speicherschaltung 120 mit der Zündspule 110 kann die Spannung, mit der der Speicherschaltung 120 die elektrische Energie von der Zündspule 110 zugeführt wird, dadurch eingestellt werden, dass der Betrag des abzuschaltenden Primärstroms und damit die in der Primärwicklung 110a gespeicherte Energie vorgegeben wird. Ferner kann eine Abschaltgeschwindigkeit, d.h. das Maß der zeitlichen Änderung des Primärstroms bei dem Abschalten, vorgegeben werden.
  • Die erfindungsgemäße Energieversorgungseinheit 100 kann auch in ein Zündsystem integriert werden, bei dem die Zündenergie in einem Kondensator gespeichert wird (Kondensatorzündung).
  • Insgesamt ermöglicht die erfindungsgemäße Energieversorgungseinheit 100 die kurzzeitige Bereitstellung verhältnismäßig hoher elektrischer Energiewerte zur Ansteuerung elektrischer Stellglieder auch bei hohen Spannungsniveaus von einigen hundert Volt.
  • Um einen zuverlässigen Betrieb der Energieversorgungseinheit 100 sicherzustellen, können verschiedene Spannungen und/oder Ströme beispielsweise von einem die Energieversorgungseinheit 100 steuernden Steuergerät (nicht gezeigt) überwacht werden, insbesondere die Spannung an dem Speicherkondensator 124, die an dem piezoelektrischen Stellglied 200b anliegende Spannung, eine an dem Eingang 121 anliegende Spannung, ein durch die Primärwicklung 110a oder die Sekundärwicklung 110b der Zündspule 110 fließender Strom und dergleichen. Bei Überschreiten vorgebbarer Höchstwerte oder Erreichen anderer kritischer Zustände kann durch das Steuergerät eine entsprechende Fehlerreaktion eingeleitet werden und beispielsweise ein Notbetrieb angenommen werden, der z.B. eine Versorgung der Speicherschaltung 120 mit verringerter Leistung vorsieht oder das zeitweise Deaktivieren der Speicherschaltung 120.

Claims (14)

  1. Energieversorgungseinheit (100) für ein Kraftfahrzeug, mit mindestens einem vorzugsweise als Zündspule (110) ausgebildeten induktiven Element (110), gekennzeichnet durch mindestens eine mit der Zündspule (110) verbundene Speicherschaltung (120, 120a, 120b, 120c, 120d) zur Speicherung und/oder Weiterleitung von durch die Zündspule (110) bereitgestellter elektrischer Energie an mindestens einen Verbraucher (200a, 200b).
  2. Energieversorgungseinheit (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Eingang (121) der Speicherschaltung (120) mit einer Primärwicklung (110a) der Zündspule (110) verbunden ist.
  3. Energieversorgungseinheit (100) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Eingang (121) der Speicherschaltung (120) mit einer Sekundärwicklung (110b) der Zündspule (110) verbunden ist.
  4. Energieversorgungseinheit (100) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sekundärwicklung (110b) der Zündspule (110) neben einem Masseanschluss (110b_1) und einem Hochspannungsanschluss (110b_2) zur Versorgung einer Zündkerze (111) mit einer Zündspannung mindestens einen separaten Abgriff (110b_3, 110b_4) aufweist, der mit dem Eingang (121) der Speicherschaltung (120) verbindbar ist.
  5. Energieversorgungseinheit (100) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Windungszahl der Sekundärwicklung (110b) zwischen dem Masseanschluss (110b_1) und dem separaten Abgriff (110b_3) in Abhängigkeit einer der Speicherschaltung (120) zuzuführenden Spannung gewählt ist.
  6. Energieversorgungseinheit (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein/der Hochspannungsanschluss (110b_2) der Zündspule (110) eine Kippdiode (111a) aufweist.
  7. Energieversorgungseinheit (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Speicherschaltung (120) an ihrem Eingang (121) einen vorzugsweise als Hableiterschalter ausgebildeten Schalter (122) aufweist.
  8. Energieversorgungseinheit (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Speicherschaltung (120) an ihrem Eingang (121) eine Diode (123) aufweist.
  9. Energieversorgungseinheit (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Speicherschaltung (120) einen Speicherkondensator (124) zur Speicherung von elektrischer Energie in der Speicherschaltung (120) aufweist.
  10. Energieversorgungseinheit (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Speicherschaltung (120) an ihrem Ausgang (126) einen vorzugsweise als Hableiterschalter ausgebildeten Schalter (125) aufweist.
  11. Verfahren zum Betreiben einer Energieversorgungseinheit (100) für ein Kraftfahrzeug, mit mindestens einem vorzugsweise als Zündspule (110) ausgebildeten induktiven Element (110), dadurch gekennzeichnet, dass eine Primärwicklung (110a) der Zündspule (110) mit einem sich zeitlich ändernden Primärstrom beaufschlagt wird, um mindestens eine mit der Zündspule (110) verbundene Speicherschaltung (120, 120a, 120b, 120c, 120d) mit elektrischer Energie zu versorgen.
  12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Versorgung der Speicherschaltung (120, 120a, 120b, 120c, 120d) jeweils zwischen aufeinanderfolgenden Zündvorgängen der Zündspule (110) erfolgt.
  13. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein an einem Eingang (121) der Speicherschaltung (120, 120a, 120b, 120c, 120d) vorgesehener, insbesondere als Halbleiterschalter ausgebildeter Schalter (122) geöffnet wird, insbesondere in Abhängigkeit einer an dem Eingang (121) anliegenden Spannung.
  14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (122) während eines Zündvorgangs der Zündspüle (110) geöffnet wird.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE102019124212A1 (de) * 2019-09-10 2021-03-11 Audi Ag Entmagnetisierung des Rotors einer fremderregten Synchronmaschine

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