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DE102005050147B4 - Schaltungsanordnung und Verfahren zur Verringerung elektromagnetischer Beeinflussung - Google Patents

Schaltungsanordnung und Verfahren zur Verringerung elektromagnetischer Beeinflussung Download PDF

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DE102005050147B4
DE102005050147B4 DE102005050147A DE102005050147A DE102005050147B4 DE 102005050147 B4 DE102005050147 B4 DE 102005050147B4 DE 102005050147 A DE102005050147 A DE 102005050147A DE 102005050147 A DE102005050147 A DE 102005050147A DE 102005050147 B4 DE102005050147 B4 DE 102005050147B4
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control signal
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electromagnetic interference
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Mojtaba Joodaki
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    • H04B15/00Suppression or limitation of noise or interference
    • H04B15/02Reducing interference from electric apparatus by means located at or near the interfering apparatus
    • H04B15/04Reducing interference from electric apparatus by means located at or near the interfering apparatus the interference being caused by substantially sinusoidal oscillations, e.g. in a receiver or in a tape-recorder

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Abstract

Schaltungsanordnung zur Verringerung elektromagnetischer Beeinflussung, umfassend
– einen Versorgungspotenzialanschluss (31);
– einen Bezugspotenzialanschluss (32);
– ein steuerbares Impedanzelement (1), das zwischen den Versorgungspotenzialanschluss (31) und den Bezugspotenzialanschluss (32) geschaltet ist und einen Steueranschluss (13) zur Zuführung eines Steuersignals zur Steuerung der Impedanz des Impedanzelements (1) aufweist;
– einen Signalgenerator (2), der mit dem Steueranschluss (13) des Impedanzelements (1) gekoppelt ist;
– eine Schaltungseinheit (4), die zwischen den Versorgungspotenzialanschluss (31) und den Bezugspotenzialanschluss (32) geschaltet ist und von der im Betrieb elektromagnetische Beeinflussung ausgeht;
– bei der der Signalgenerator (2) ausgebildet ist zur Erzeugung des zeitlich veränderlichen Steuersignals derart, dass die elektromagnetische Beeinflussung, die von der Schaltungseinheit (4) im Betrieb ausgeht, durch eine Verteilung einer abgestrahlten Energie auf einen größeren Frequenzbereich verändert ist.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung und ein Verfahren zur Verringerung elektromagnetischer Beeinflussung.
  • Viele Schaltungen werden heutzutage mit Hochfrequenzsignalen betrieben, insbesondere im Bereich der Digitaltechnik. Die Schaltungen können dabei als integrierte Schaltkreise, als modular aufgebaute Schaltkreise oder als diskret realisierte Schaltungen, z.B. auf Leiterplatinen ausgeführt sein. Neben der gewünschten Funktion einer Schaltung treten durch die Hochfrequenzsignale oft auch unerwünschte Effekte in Erscheinung. Darunter fällt die Auskopplung von hochfrequenten Signalen, die in der Schaltung entstehen und ungewollt an die Umgebung abgestrahlt werden. Dieser Effekt wird als elektromagnetische Beeinflussung, EMB, englisch: electromagnetic interference, EMI, bezeichnet. Insbesondere spricht man von elektromagnetischer Beeinflussung, wenn durch die Abstrahlung elektromagnetischer Felder die Funktion des eigenen oder die anderer Schaltkreise negativ beeinflusst wird. Dies kann bis zur Zerstörung eines Schaltkreises gehen. Das Maß, wie sehr ein Schaltkreis elektromagnetisch beeinflussbar ist, ist durch die elektromagnetische Verträglichkeit, EMV, gegeben. Die Höhe der EMB soll dabei frequenzabhängig unter bestimmten Grenzwerten einer Schaltung bezüglich EMV liegen. Frequenzabhängig bedeutet dabei, dass das Einhalten der Grenzwerte durch die Betrachtung des Frequenzspektrums des abgestrahlten Signals überprüft wird. Deshalb soll die EMB einer Schaltung so reduziert werden, dass sie bei jeder Frequenz unterhalb des jeweiligen Grenzwerts ist. Von Verringerung der EMB kann deshalb auch gesprochen werden, wenn die Höhe eines abgestrahlten Signals in einem Teil des Frequenzspektrums reduziert wird.
  • Mögliche Verfahren hierzu sind die Abschirmung, bei der die Abstrahlung der elektromagnetischen Felder abgeschwächt wird, oder der gezielte Aufbau einer Schaltung derart, dass die Bauelemente derart angeordnet werden, dass möglichst schwache elektromagnetische Felder abgestrahlt werden. Dies kann jedoch beim Entwurf einer Schaltung nicht immer berücksichtigt werden.
  • Anfällig für das Problem von EMB sind insbesondere digitale Hochgeschwindigkeitsschaltungen. Zur Verringerung der EMB bei diesen Schaltungen ist in S.H. Hall, G.W. Hall, and J.A. McCall: "High-Speed Digital System Design, A Handbook of Interconnect Theory and Design Practices", John Wiley & Sons Inc., 2000 – Seiten 273 bis 275 ein Verfahren beschrieben, das sich "Spread Spectrum Clocking" nennt. Bei dieser Methode wird die Frequenz des Systemtakts einer Schaltung langsam moduliert, wodurch sich auch die Frequenzen der abgestrahlten elektromagnetischen Felder verändern. Durch langsame Variation der Frequenz des Systemtakts werden Spitzen im Frequenzspektrum des abgestrahlten elektromagnetischen Felds, das beim Betrieb der Schaltung entsteht, ebenfalls frequenzmäßig langsam variiert. Im zeitlichen Mittel verteilen sich dadurch die Spitzen im Frequenzspektrum auf einen größeren Frequenzbereich, und die Amplitude der Spitzen nimmt insgesamt ab. Hierbei kann man von einem Verschmieren der spektralen Energie sprechen. Die Art und Weise der Verteilung auf einen breiteren Frequenzbereich hängt ab von der Art, wie die Änderung der Frequenz des Systemtakts abläuft. Im letzten Satz auf Seite 275 des angesprochenen Dokuments findet sich jedoch der Hinweis, dass sich durch die Beeinflussung des Systemtakts auch ein Versatz der Zeitsteuerung ergeben kann, der sich ungünstig auf andere Teile eines digitalen Systems auswirken kann. Insbesondere die Funktion von Phasenregelkreisen, PLLs, kann dadurch beeinträchtigt werden.
  • Die Druckschrift EP 1248394 A2 zeigt einen Oszillator mit einer Funktion zur Verringerung der elektromagnetischen Beeinflussung, bei dem eine Spread-Spectrum-Modulation ausgeführt wird. Dabei wird ein Steuersignal für einen Oszillator mit Modulationsdaten moduliert, die in einem Speicher abgelegt sind.
  • Die Druckschrift US 5,872,807 zeigt einen Taktgenerator zur Erzeugung eines Taktsignals, bei dem die Takterzeugung zur Verringerung der elektromagnetischen Beeinflussung wiederum durch eine Spread-Spectrum-Modulation beeinflusst wird. Diese erfolgt über variierende Teilerverhältnisse von Frequenzteilern in einem Phasenregelkreis des Taktgenerators.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schaltungsanordnung und ein Verfahren zur Verringerung elektromagnetischer Beeinflussung bei gleichzeitiger Beibehaltung eines frequenzstabilen Systemtakts bereitzustellen.
  • Diese Aufgabe wird mit den Gegenständen der nebengeordneten Patentansprüche 1 und 10 gelöst.
  • Bezüglich der Schaltungsanordnung wird die Aufgabe gelöst durch eine Anordnung, die einen Versorgungspotenzialanschluss, einen Bezugspotenzialanschluss, ein steuerbares Impedanzelement mit Steueranschluss, eine Schaltungseinheit und einen Signalgenerator umfasst. von der Schaltungseinheit geht im Betrieb elektromagnetische Beeinflussung aus. Die Impedanz des Impedanzelements kann durch Zuführung eines Steuersignals am Steueranschluss variiert werden. Der Signalgenerator ist mit dem Steueranschluss des Impedanzelements gekoppelt. Weiterhin sind die Impedanz und die Schaltungseinheit zwischen den Versorgungspotenzialanschluss und den Bezugspotenzialanschluss geschaltet. Der Signalgenerator ist ausgebildet zur Erzeugung des zeitlich veränderlichen Steuersignals derart, dass die elektromagnetische Beeinflussung, die im Betrieb von der Schaltungseinheit ausgeht, verändert ist.
  • Dadurch, dass das Impedanzelement über den Versorgungspotenzialanschluss und den Bezugspotenzialanschluss mit der Schal tungseinheit verbunden ist, ändert sich im Betrieb das elektrische Verhalten der Schaltungseinheit. Wird nun über das Steuersignal des Signalgenerators die Impedanz des Impedanzelements zeitlich verändert, folgt daraus, dass auch das elektrische Verhalten der Schaltungseinheit zeitlich variiert. Dies kann sich insbesondere auf elektromagnetische Felder auswirken, die als elektromagnetische Beeinflussung abgestrahlt werden. Es kommt somit zu einer Veränderung der elektromagnetischen Beeinflussung durch eine Verteilung der abgestrahlten Energie auf einen größeren Frequenzbereich. Bei geeigneter Signalform des Steuersignals und damit einer geeigneten zeitlichen Änderung der Impedanz des Impedanzelements, wird die elektromagnetische Beeinflussung der Schaltungseinheit verringert. Da die Verringerung der elektromagnetischen Beeinflussung nur über die Impedanz erreicht wird, ist die Frequenzstabilität des Systemtakts nicht beeinträchtigt.
  • In einer Weiterentwicklung der Erfindung umfasst die Impedanz ein Bauteil mit nichtlinearem elektrischem Verhalten. Das nichtlineare elektrische Verhalten umfasst unter anderem, dass sich die Impedanz des Impedanzelements nicht direkt proportional zur Änderung des Steuersignals verändert. Ein anderer Aspekt der Nichtlinearität betrifft das Frequenzverhalten. Legt man beispielsweise an ein Bauteil mit nichtlinearem Verhalten ein Signal mit einer konstanten Frequenz, kann dabei auch ein Signal mit Oberwellen dieser Frequenz entstehen, das heißt, Frequenzanteile im Signal mit doppelter, dreifacher usw. Frequenz. Dies kann dazu führen, dass die Höhe eines elektromagnetischen Feldes in der Schaltungseinheit verringert wird, indem Energie in elektromagnetische Felder mit höherer Frequenz verschoben wird. Damit lässt sich beispielsweise ein Grenzwert für die elektromagnetische Beeinflussung bei niedrigeren Frequenzen besser einhalten.
  • In einer weiteren Ausführungsform umfasst das Impedanzelement ein Bauteil mit steuerbarem kapazitivem Verhalten. Durch das kapazitive Verhalten zeichnet sich das Bauteil besonders dadurch aus, dass sein Wechselstromwiderstand frequenzabhängig ist. Dadurch lässt sich das zeit- und frequenzabhängige elektrische Verhalten der Schaltungseinheit gut beeinflussen.
  • Bei einer weiteren Ausgestaltungsform umfasst das Impedanzelement einen Varaktor. Ein Varaktor ist ein Halbleiterbauteil mit steuerbaren kapazitiven Eigenschaften. Ausführungsformen für einen Varaktor sind beispielsweise die Varaktor-Diode oder ein MOS-Varaktor. Die Varaktor-Diode ist eine Diode mit ausgeprägtem kapazitivem Verhalten. Sie wird regelmäßig in Sperrrichtung betrieben, wobei der Kapazitätswert in nichtlinearer Weise von der anliegenden Sperrspannung abhängt. Ein MOS-Varaktor ist ein Feldeffekttransistor, bei dem speziell das kapazitive Verhalten zwischen Gate und Substrat ausgenutzt wird. Der Kapazitätswert kann über die angelegte Gate-Spannung variiert werden und ist von dieser ebenfalls nichtlinear abhängig. Das Steuersignal muss diesen Bauteilen als Sperrspannung bzw. Gate-Spannung zugeführt werden.
  • In einer alternativen Ausführungsform umfasst das Impedanzelement eine Schottky-Diode. Hierbei kann insbesondere das nichtlineare Verhalten einer Schottky-Diode ausgenutzt werden.
  • In einer Weiterbildung der Erfindung ist der Signalgenerator zur Erzeugung des Steuersignals in periodischer Form eingerichtet. Dadurch wird der Änderungsverlauf der Impedanz des Impedanzelements ständig wiederholt. In einer Ausführungsform ist der Signalgenerator zur Erzeugung des Steuersignals als Dreieckssignal eingerichtet. Durch diese Signalform wird die Änderung der Impedanz in, bezogen auf ihr Frequenzverhalten, günstiger Weise genutzt.
  • In einer weiteren Ausführungsform ist der Signalgenerator zur Erzeugung des Steuersignals derart eingerichtet, dass die Frequenz des Steuersignals kleiner ist als eine Betriebsfrequenz, für die die Schaltungseinheit ausgelegt ist. Damit die Frequenz des Steuersignals nicht die Funktion der Schaltungseinheit beeinflussen kann, muss beispielsweise verhindert werden, dass die Frequenz des Steuersignals in die Schaltungseinheit eingekoppelt wird. Dies ist bei Frequenzen, die kleiner sind als die Betriebsfrequenz der angeschlossenen Schaltungseinheit, leichter zu bewerkstelligen.
  • In einer Weiterbildung ist die Schaltungseinheit zur digitalen Signalverarbeitung ausgebildet. Die Schaltungseinheit umfasst weiterhin einen Eingang zur Zuführung eines Eingangssignals und einen Ausgang zum Abgreifen eines vom Eingangssignal durch digitale Verarbeitung abgeleiteten Ausgangssignals. Insbesondere bei Schaltungen mit digitaler Signalverarbeitung, wie zum Beispiel in Mikroprozessoren, treten wegen der Signalform der verarbeiteten Signale oft Probleme mit der Abstrahlung hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf. Gerade Rechtecksignale enthalten im Frequenzspektrum Anteile mit Frequenzen, die deutlich höher sind als die eigentliche Taktfrequenz. Sie sind oft Ursache für die Abstrahlung von elektromagnetischen Feldern, d.h., die elektromagnetische Beeinflussung. Durch die zeitliche Veränderung der Impedanz des Impedanzelements kann auch hier die elektromagnetische Beeinflussung deutlich verringert werden.
  • Bezüglich des Verfahrens wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zur Verringerung von elektromagnetischer Beeinflussung, die von einer Schaltungseinheit ausgeht, die mit Versorgungsanschlüssen verbunden ist, das die Schritte umfasst:
    • – Koppeln der Versorgungsanschlüsse miteinander über ein Impedanzelement, das einen steuerbaren Wert hat;
    • – Ansteuern des Impedanzelements mit einem zeitlich veränderlichen Steuersignal zur zeitlichen Änderung der Impedanz des Impedanzelements derart, dass der zeitliche Verlauf der elektromagnetischen Beeinflussung, die von der Schaltungseinheit ausgeht, durch eine Verteilung einer abgestrahlten Energie auf einen größeren Frequenzbereich verändert ist.
  • Durch das Koppeln der Versorgungsanschlüsse der Schaltungseinheit über das Impedanzelement wird das elektrische Verhalten der Schaltungseinheit beeinflusst. Durch das Ansteuern des Impedanzelements mit einem zeitlich veränderlichen Steuersignal ändert sich durch die Änderung der Impedanz des Impedanzelements auch das elektrische Verhalten der Schaltungseinheit zeitlich. Dies führt erfindungsgemäß zu einer Verringerung der elektromagnetischen Beeinflussung, die im Betrieb von der Schaltungseinheit ausgeht.
  • In einer Weiterentwicklung des Verfahrens weist das Impedanzelement nichtlineares elektrisches Verhalten auf. Ebenso kann das Impedanzelement kapazitives Verhalten aufweisen.
  • In einer alternativen Ausgestaltungsform umfasst das Impedanzelement einen Varaktor. Auch hier steht Varaktor für ein Halbleiterbauelement mit steuerbarem kapazitivem Verhalten. In einer alternativen Ausführungsform des Verfahrens umfasst das Impedanzelement eine Schottky-Diode.
  • Vorteilhaft wird in dem Verfahren das Impedanzelement durch ein Steuersignal in periodischer Form angesteuert. Ebenso kann die Impedanz durch ein Dreieckssignal als Steuersignal angesteuert werden. In einer Weiterentwicklung des Verfahrens soll die Frequenz des Steuersignals kleiner sein als eine Betriebsfrequenz der Schaltungseinheit.
  • Die verschiedenen Ausgestaltungen lassen sich kombinieren, ohne dass dies dem Wesen der Erfindung widerspricht.
  • Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im Detail erläutert.
  • Es zeigen:
  • 1 ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung,
  • 2 ein erstes Ausführungsbeispiel des Impedanzelements mit Signalgenerator,
  • 3 ein zweites Ausführungsbeispiel des Impedanzelements mit Signalgenerator,
  • 4 ein Signal-Zeit-Diagramm für ein Steuersignal eines Signalgenerators,
  • 5A ein erstes beispielhaftes Frequenzspektrum der elektromagnetischen Beeinflussung ohne Anwendung der Erfindung,
  • 5B ein erstes beispielhaftes Frequenzspektrum der elektromagnetischen Beeinflussung unter Anwendung der Erfindung,
  • 6A ein Simulationsmodell eines Mikrocontrollers ohne Anwendung der Erfindung,
  • 6B ein Simulationsmodell eines Mikrocontrollers unter Anwendung der Erfindung,
  • 7 ein zweites beispielhaftes Frequenzspektrum der elektromagnetischen Beeinflussung mit und ohne Anwendung der Erfindung.
  • 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel der Schaltungsanordnung mit einer Schaltungseinheit 4 und einem Impedanzblock 3. Der Impedanzblock 3 umfasst ein Impedanzelement 1 mit steuerbarem Wert sowie einem Signalgenerator 2, der über eine Steuerleitung 21 mit dem Steueranschluss 13 des Impedanzelements gekoppelt ist. Der Versorgungspotenzialanschluss 31 des Impedanzblocks 3 ist mit einem Versorgungspotenzial VCC und der Bezugspotenzialanschluss 32 des Impedanzblocks 3 ist mit einem Bezugspotenzial V0 verbunden. An das Versorgungspotenzial VCC und das Bezugspotenzial V0 ist weiterhin die Schaltungseinheit 4 angeschlossen. Die Schaltungseinheit 4 weist zudem einen Signaleingang 41 und einen Signalausgang 42 auf. Über den Signaleingang 41 wird der Schaltungseinheit 4 ein Signal zugeführt, das nach einer Verarbeitung durch die Schaltungseinheit 4 am Signalausgang 42 abgegriffen wird. Die Signale am Signaleingang 41 und am Signalausgang 42 können in analoger oder digitaler Form vorliegen. Die Schaltungseinheit 4 ist beispielsweise als Mikroprozessor ausgebildet.
  • Durch ein Steuersignal des Signalgenerators 2 auf der Steuerleitung 21 wird die Impedanz des Impedanzelements 1 zeitlich variiert. Wegen der Kopplung des Impedanzelements 1 mit der Schaltungseinheit 4 über den Versorgungspotenzialanschluss 31 und den Bezugspotenzialanschluss 32 wird bei einer Veränderung des Werts der Impedanz des Impedanzelements 1 auch das elektrische Verhalten der Schaltungseinheit 4 beeinflusst. Treten aber andererseits durch den Betrieb der Schaltungseinheit 4 Signale mit hochfrequenten Anteilen zwischen den Anschlüssen für das Versorgungspotenzial VCC und dem Bezugspotenzial V0 auf, so durchläuft dieses hochfrequente Signal auch das Impedanzelement 1. Bei entsprechender Ansteuerung des Impedanzelements 1 wird das hochfrequente Signal so beeinflusst, dass die Amplitude im Frequenzspektrum der zur Abstrahlung induzierten Signale durch die zeitlich veränderte Impedanz auf einen breiteren Frequenzbereich verteilt wird. Dabei kann man auch davon sprechen, dass eine Frequenzspitze der elektromagnetischen Beeinflussung gespreizt wird. Der Maximalwert der im Frequenzspektrum auftretenden Amplituden sinkt. Dadurch kommt es insgesamt zu einer Verringerung der elektromagnetischen Beeinflussung.
  • 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel für das Impedanzelement mit steuerbarem Wert und angeschlossenem Signalgenerator. Funktions- beziehungsweise wirkungsgleiche Bauelemente tragen dabei gleiche Bezugszeichen. Das Impedanzelement 1 umfasst dabei die Parallelschaltung eines Kondensators 15 mit einem in seinem Kapazitätswert variablen Kondensator 14 mit Steueranschluss, der über die Steuerleitung 21 mit dem Signalgenerator 2 verbunden ist. Die Impedanz des Impedanzelements 1 ergibt sich aus der Summe des Impedanzwerts des festen Kondensators 15 und des Impedanzwerts des variablen Kondensators 14. Damit ist ein bestimmter Wertebereich für die Impedanz des Impedanzelements 1 vorgegeben. Angeschlossen an eine hier nicht gezeigte Schaltungseinheit 4 gemäß dem Ausführungsbeispiel in 1, wirkt das variable Impedanzelement 1, das in seinem Wert durch den Signalgenerator 2 variiert wird, durch eine Spreizung des Spektrums der elektromagnetischen Beeinflussung.
  • Eine weiterentwickelte Ausführungsform des variablen Impedanzelements mit angeschlossenem Signalgenerator zeigt 3. Der Impedanzblock 3 wird gebildet aus der Parallelschaltung des Kondensators 15 mit der Serienschaltung aus dem Kondensator 16 und der Varaktor-Diode 17. Dabei ist die Diode in Sperrrichtung betrieben, das heißt, der Anodenanschluss der Diode 17 ist mit dem Bezugspotenzialanschluss 32 verbunden, und der Kathodenanschluss mit dem Kondensator 16. Weiterhin umfasst der Impedanzblock 3 eine Signalquelle 22, die einerseits mit dem Bezugspotenzialanschluss 32 und andererseits über eine Spule 23 mit dem Kathodenanschluss der Diode 17 gekoppelt ist. Durch den momentanen Spannungswert der beispielsweise niederfrequenten Signalquelle 22 wird die Sperrspannung der Varaktor-Diode 17 variiert. Dies führt bei einer Varaktor-Diode zur Änderung ihres Kapazitätswerts. Da die Spannung der Signalquelle 22 ein Wechselsignal darstellt, wird sie auch über eine Spule 23 an die Varaktor-Diode 17 gekoppelt. Dadurch entsteht weniger Verlustleistung in der Spule 23 als bei der üblichen Kopplung über einen ohmschen Widerstand. Der Kondensator 16 hat in der Regel einen sehr großen Kapazitätswert und dient vornehmlich zum Trennen der niederfrequenten Spannung der Signalquelle 22 von dem hochfrequenten Signal, das zwischen Versorgungspotenzialanschluss 31 und Bezugspotenzialanschluss 32 erwartet wird. Da der Kapazitätswert des Kondensators 16 auch deutlich höher ist als je der Wert, der von der Varaktor-Diode 17 erreicht werden kann, kann er praktisch bei der Berechnung des Kapazitätswerts der Parallelschaltung vernachlässigt werden. Die Frequenzanteile der Spannung der Signalquelle 22 sollten in einem niedrigeren Frequenzbereich liegen als die erwarteten induzierten Signale der elektromagnetischen Beeinflussung, da ansonsten der Kondensator 16 seine beschriebene Trennfunktion nicht mehr erfüllen könnte. Die Signalform der Signalquelle 22 kann grundsätzlich beliebig ausgeführt sein, es ist jedoch vorteilhaft, ein Dreieckssignal auszuwählen.
  • 4 zeigt ein Beispiel für den zeitlichen Verlauf eines Steuersignals des Signalgenerators zu 2. Dabei ist der Signalwert S über die Zeit t angegeben. Der zeitliche Verlauf des Signals ist dreiecksförmig und weist einen periodischen Verlauf auf. Da das Dreiecksignal aus mehreren Frequenzanteilen zusammengesetzt ist, erweist es sich für diese Anwendung geeigneter als beispielsweise eine Sinusschwingung, die nur aus einem Frequenzanteil besteht. Der periodische Signalverlauf bewirkt, dass die zeitliche Änderung des Werts der Impedanz dauernd vonstatten geht und es damit dauerhaft zu einer Spreizung von Spitzen im Frequenzbereich der elektromagnetischen Beeinflussung kommt.
  • 5A und 5B zeigen ein beispielhaftes Frequenzspektrum der elektromagnetischen Beeinflussung mit und ohne Anwendung der Erfindung. 5A zeigt dabei eine einzige hohe Spitze der elektromagnetischen Beeinflussung bei einer bestimmten Frequenz, ohne Anwendung der Erfindung. Der Spitzenwert liegt dabei über einem vorgegebenen Grenzwert L. Unter Anwendung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung findet man in 5B mehrere niedrigere Spitzen der elektromagnetischen Beeinflussung, verteilt über mehrere Frequenzen. Alle Frequenzan teile liegen nun unterhalb des vorgegebenen Grenzwerts L. Beispielhaft sind die höheren Frequenzanteile Oberwellen der niedrigsten Frequenz. Dies resultiert beispielsweise aus dem Einsatz von nichtlinearen Bauelementen, wie einer Varaktor-Diode, in dem Impedanzelement 1 mit dem steuerbaren Wert.
  • In 6A und 6B sind Modelle für einen Mikrocontroller zur Auswertung auftretender elektromagnetischer Beeinflussung mit und ohne Anwendung des erfindungsgemäßen Prinzips gezeigt. Der Mikrocontroller wird dabei durch eine Ersatzschaltung mit den Widerständen R1 bis R4, den Spulen L1 bis L4 und den Kondensatoren C1 bis C3 und 15 nachgebildet. Die Ersatzschaltung des Mikrocontrollers wird von der Spannungsquelle V1 versorgt. Eine von dem Mikrocontroller ausgehende elektromagnetische Beeinflussung ist in der Ersatzschaltung durch eine Impulsquelle I1 dargestellt.
  • In 6A wird der Kapazitätswert des Kondensators 15 durch den parallel geschalteten Kondensator 15a erhöht. Es erfolgt keine Veränderung der elektromagnetischen Beeinflussung der Ersatzschaltung.
  • In 6B findet sich parallel zu dem Kondensator 15 ein steuerbares Impedanzelement 1 nach dem erfindungsgemäßen Prinzip in Form einer Varaktor-Diode mit einem angeschlossenen Signalgenerator 2, der zur Abgabe eines Dreieckssignals ausgebildet ist. Die Varaktor-Diode ist so dimensioniert, dass, wenn die Spannung des Dreieckssignals gleich 0 Volt ist, ihr Kapazitätswert gleich dem Kapazitätswert des Kondensators 15a der Schaltung aus 6A ist.
  • Die Ergebnisse einer Simulation mit den Ersatzschaltungen gemäß der 6A und 6B finden sich in 7 in Form der abgegebenen Frequenzspektren der elektromagnetischen Beeinflussung. Dabei stellt die Kennlinie K1 mit der gestrichelten Linie und den quadratischen Symbolen den Verlauf des Frequenzspektrums für die Ersatzschaltung nach 6A ohne Anwendung des erfindungsgemäßen Prinzips und die Kennlinie K2 mit der durchgezogenen Linie und den Dreieckssymbolen den Verlauf des Frequenzspektrums für die Ersatzschaltung nach 6B unter Anwendung des erfindungsgemäßen Prinzips dar. Man sieht, dass die Pegel der elektromagnetischen Beeinflussung im Frequenzbereich von 0,6 bis 1,3 GHz durch den Einsatz des Impedanzelements 1 verringert werden, während es im Frequenzbereich von 1,5 bis 2,5 GHz zu einer leichten Erhöhung der Pegel der elektromagnetischen Beeinflussung kommt, nämlich durch die Verteilung der Pegel von einem niedrigeren auf einen höheren Frequenzbereich. Man spricht deshalb von einer Verringerung der elektromagnetischen Beeinflussung, da die Pegel eines abgestrahlten Signals in einem Teil des Frequenzspektrums reduziert werden.
  • 1
    Impedanzelement
    2
    Signalgenerator
    3
    Impedanzblock
    4
    Schaltungseinheit
    13
    Steueranschluss
    14
    variabler Kondensator
    15
    Kondensator
    16
    Kondensator
    17
    Varaktor-Diode
    21
    Steuerleitung
    22
    Signalquelle
    23
    Spule
    31
    Versorgungspotenzialanschluss
    32
    Bezugspotenzialanschluss
    41
    Signaleingang
    42
    Signalausgang
    E
    Höhe der EMB
    f
    Frequenz
    L
    Grenzwert
    S
    Signalwert
    t
    Zeit
    VCC
    Versorgungspotenzial
    V0
    Bezugspotenzial
    V1
    Spannungsquelle
    I1
    Impulsquelle
    R1, ..., R4
    Widerstände
    C1, C2, C3
    Kondensatoren
    L1, ..., L4
    Spulen
    K1, K2
    Kennlinien

Claims (17)

  1. Schaltungsanordnung zur Verringerung elektromagnetischer Beeinflussung, umfassend – einen Versorgungspotenzialanschluss (31); – einen Bezugspotenzialanschluss (32); – ein steuerbares Impedanzelement (1), das zwischen den Versorgungspotenzialanschluss (31) und den Bezugspotenzialanschluss (32) geschaltet ist und einen Steueranschluss (13) zur Zuführung eines Steuersignals zur Steuerung der Impedanz des Impedanzelements (1) aufweist; – einen Signalgenerator (2), der mit dem Steueranschluss (13) des Impedanzelements (1) gekoppelt ist; – eine Schaltungseinheit (4), die zwischen den Versorgungspotenzialanschluss (31) und den Bezugspotenzialanschluss (32) geschaltet ist und von der im Betrieb elektromagnetische Beeinflussung ausgeht; – bei der der Signalgenerator (2) ausgebildet ist zur Erzeugung des zeitlich veränderlichen Steuersignals derart, dass die elektromagnetische Beeinflussung, die von der Schaltungseinheit (4) im Betrieb ausgeht, durch eine Verteilung einer abgestrahlten Energie auf einen größeren Frequenzbereich verändert ist.
  2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, bei der das Impedanzelement (1) ein Bauteil mit nichtlinearem elektrischem Verhalten umfasst.
  3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, bei der das Impedanzelement (1) ein Bauteil mit steuerbarem kapazitivem Verhalten umfasst.
  4. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der das Impedanzelement (1) einen Varaktor umfasst.
  5. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der das Impedanzelement (1) eine Schottky-Diode umfasst.
  6. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der der Signalgenerator (2) zur Erzeugung des Steuersignals in periodischer Form ausgebildet ist.
  7. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der der Signalgenerator (2) zur Erzeugung des Steuersignals als Dreieckssignal ausgebildet ist.
  8. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei der der Signalgenerator (2) zur Erzeugung des Steuersignals derart eingerichtet ist, dass die Frequenz des Steuersignals kleiner ist als eine Betriebsfrequenz, für die die Schaltungseinheit (4) ausgelegt ist.
  9. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei der die Schaltungseinheit (4) zur digitalen Signalverarbeitung ausgebildet ist und einen Eingang (41) zur Zuführung eines Eingangssignals und einen Ausgang (42) zum Abgreifen eines vom Eingangssignal durch digitale Verarbeitung abgeleiteten Ausgangssignals aufweist.
  10. Verfahren zur Verringerung von elektromagnetischer Beeinflussung, die von einer Schaltungseinheit ausgeht, die mit Versorgungsanschlüssen verbunden ist, umfassend die Schritte: – Koppeln der Versorgungsanschlüsse miteinander über ein Impedanzelement, das einen steuerbaren Wert hat; – Ansteuern des Impedanzelements mit einem zeitlich veränderlichen Steuersignal zur zeitlichen Änderung der Impedanz des Impedanzelements derart, dass der zeitliche Verlauf der elektromagnetischen Beeinflussung, die von der Schaltungseinheit ausgeht, durch eine Verteilung einer abgestrahlten Energie auf einen größeren Frequenzbereich verändert ist.
  11. Verfahren nach Anspruch 10, bei dem das Impedanzelement ein nichtlineares elektrisches Verhalten aufweist.
  12. Verfahren nach Anspruch 10, bei dem das Impedanzelement kapazitives Verhalten aufweist.
  13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, bei dem das Impedanzelement einen Varaktor umfasst.
  14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, bei dem das Impedanzelement eine Schottky-Diode umfasst.
  15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, bei dem das Impedanzelement durch ein Steuersignal in periodischer Form angesteuert wird.
  16. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 15, bei dem das Impedanzelement mit einem Dreieckssignal als Steuersignal angesteuert wird.
  17. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 16, bei dem die Frequenz des Steuersignals kleiner ist als eine Betriebsfrequenz der Schaltungseinheit.
DE102005050147A 2005-10-19 2005-10-19 Schaltungsanordnung und Verfahren zur Verringerung elektromagnetischer Beeinflussung Expired - Fee Related DE102005050147B8 (de)

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