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Hintergrund
der Erfindung
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Die
vorliegende Offenbarung bezieht sich allgemein auf eine Vorrichtung
und ein Verfahren zum Analysieren von Gewebeklassen entlang einer
röhrenförmigen Struktur
und insbesondere zum Analysieren des Grades der Ablagerungsbelastung
bzw. des Plaque Burden in einem Gefäß.
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Das
Extrahieren von Gefäßen aus
einem medizinischen 3D-Bild
ist sehr wichtig, um diagnostische Aufgaben zu unterstützen. Es
gibt heute einen Markt für
die Visualisierung und Quantifizierung kalzifizierter Plaqueablagerungen
in den Gefäßen bei
Computertomographie (CT)-Untersuchungen ohne Kontrast. Eine verbesserte
Auflösung,
die die heutigen Bildgebungssysteme bieten, bringt die Ärzte jedoch
dem Sehen verschiedener Niveaus von Ablagerungen weicher Plaque
in den Gefäßen zusätzlich zu
der kalzifizierten Plaque von hoher Dichte näher. Die Erkennung von weicher
Plaque hat einen steigenden klinischen Wert, weil wir in der Lage
sind, eine größere Anzahl
von Risiken zu verstehen, die mit den Ablagerungen zusammenhängen (weiche
Plaque bricht wahrscheinlicher bzw. löst sich in den Blutstrom hinein
ab und verursacht z.B. einen Schlaganfall). Mit Blick auf die Fähigkeiten
und Grenzen der heutigen CT-Nachverarbeitungssysteme
wird die nachverarbeitende Gefäßanalyse
ein zeitaufwendigerer Schritt zum Erreichen der Diagnose. Gefäßverfolgungssoftware
(Automatic Vessel Tracking Analysis, AVA) gibt es heute, um das
Fokussieren der interessierenden Daten in einem einzigen Ansichtsbereich
bzw. Viewport zu unterstützen,
anstatt es erforderlich zu machen, dass der Betrachter vordringlich
zum Blättern
durch volle axiale Bildserien gezwungen ist. Das Zielen auf Gebiete
mit verstärkten
Ablagerungen von harter und weicher Plaque entlang des Gefäßes würde bei
der gesamten Untersuchungseinschätzung
ebenfalls durch ein Hervorheben von Bereichen helfen, die von dem menschlichen
Auge übersehen
werden könnten.
Zusätzlich
zur Bereitstellung eines Untersuchungslayouts zur Betrachtung, das
den Ärzten
bei der Ausrichtung der Untersuchungsanalyse hilft, helfen beliebige
Schritte, die zur Unterstützung
der Automatisierung oder Schaffung einer schnellen 3D-Ansicht zum
ersten Lesen vorgesehen sind, beim Vermehren der Erkenntnisse und
der Klarheit der Informationen, die bei dem Betrachtungsvorgang
gefunden werden. Die Segmentierung ist entwickelt worden, um interessierende
Bereiche zu isolieren und 3D-Volumenmodelle der speziellen Anatomie
zu erzeugen, aber zur Visualisierung der kennzeichnenden Merkmale
der anatomischen Wand und innerhalb des interessierenden Bereichs
durch eine schnelle Betrachtung sind zusätzliche Verfahren notwendig.
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Quantitative
Klassifizierungs- und Volumenmessungswerkzeuge verfolgen gegenwärtig nicht
und zeigen die Ergebnisse entlang eines verfolgten Gefäßes nicht
sichtbar an. Demgemäß besteht
in der Fachwelt Bedarf an einer Vorrichtung und einem, Verfahren
zur Analyse von Gewebeklassen entlang röhrenförmiger Strukturen, die diese
Nachteile überwinden.
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Kurze Beschreibung
der Erfindung
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Die
Ausführungsformen
der Erfindung enthalten ein Verfahren zur Analyse von Gewebeklassen
entlang einer röhrenförmigen Struktur,
die durch Voxel definiert ist. Ein röhrenförmig geformter interessierender Bereich
(ROI) wird in folgender Weise entlang einer vorbestimmten Zentrallinie
der röhrenförmigen Struktur konstruiert:
Wenigstens ein Punkt wird entlang der Zentrallinie festgelegt, um
die Endpunkte bzw. Extremitäten des
ROI festzulegen, ein Durchmesser wird festgelegt und/oder berechnet,
der dem Maximum der Durchmesser der orthogonalen Schnitte oder Abschnitte
des ROI entspricht, eine Vielzahl zusammenhängender Einheitsvolumina wird
zwischen den Extremitäten
des ROI entlang der Zentrallinie angeordnet, wobei die Einheitsvolumina
eine Gesamtabmessung aufweisen, die gleich oder kleiner als das
Maximum der Durchmesser der orthogonalen Schnitte des ROI sind,
ein erstes Volumen wird durch die Vereinigung der Einheitsvolumina berechnet,
und ein endgültiges
Volumen des ROI ist als das Verbindungsteil des ersten Volumens
festgelegt, das die Mitte der röhrenförmigen Struktur
enthält.
Das endgültige
Volumen wird danach im Hinblick auf die darin vorhandenen Gewebeklassen
analysiert.
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Weitere
Ausführungsformen
der Erfindung enthalten eine Vorrichtung zum Akquirieren von Gewebebildern
und zum Analysieren von Gewebeklassen entlang röhrenförmiger Strukturen. Die Vorrichtung
enthält einen
medizinischen Scanner zum Erzeugen eines Volumens von Bilddaten,
die sich auf einen interessierenden Bereich beziehen, ein Datenakquisitionssystem
zum Akquirieren des Volumens von Bilddaten, eine Bildwiederherstellungseinrichtung
zum Wiederherstellen eines betrachtbaren Bildes aus dem Volumen
von Bilddaten, eine Datenbank zum Speichern von Informationen von
dem Datenakquisitionssystem und der Bildwiederherstellungseinrichtung,
eine Bedienerschnittstelle zur Bedienung des medizinischen Scanners,
des Datenakquisitionssystems, der Bildwiederherstellungseinrichtung,
der Datenbank und beliebiger Kombinationen derselben, einen Computer
zum Analysieren des wiederhergestellten Volumens von Bilddaten und
zum Anzeigen des betrachtbaren Bildes, wobei der Computer für die Bedienerschnittstelle
ansprechbar bzw. empfänglich ist,
und ein Speichermedium, das von einer Verarbeitungsschaltung lesbar
ist, die Anweisungen zur Ausführung
durch die Verarbeitungsschaltung zum praktischen Anwenden der Ausführungsformen
des zuvor genannten Verfahrens speichert.
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Weitere
Ausführungsformen
der Erfindung enthalten ein Computerprogrammprodukt zum Analysieren von
Gewebeklassen entlang röhrenförmiger Strukturen,
das in einem greifbaren Medium verkörpert ist. Das Programm enthält computerlesbare
Anweisungen, um die Ausführungsformen
des zuvor genannten Verfahrens in die Praxis umzusetzen.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Es
wird Bezug auf die beispielhaften Zeichnungen genommen, wobei in
den beigefügten
Figuren gleiche Elemente gleich nummeriert sind: Die 1A und 1B zeigen
beispielhafte Bilder eines Koronargefäßes, das in der Lumen View
und der gebogenen Rekonstruktionsebene bzw. Curved Reformat Plane
entsprechend verfolgt und angezeigt worden ist,
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2 zeigt
eine verallgemeinerte bildliche Ansicht eines CT-Bildgebungssystems
zum Akquirieren und Analysieren von Bilddaten eines Patienten gemäß den Ausführungsformen
der Erfindung,
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3 stellt
ein verallgemeinertes schematisches Blockdiagramm des Bildgebungssystems
aus 2 dar,
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4 zeigt
ein beispielhaftes Verfahren zum Aufbau eines interessierenden Bereiches
(ROI) entlang der Zentrallinie eines Gefäßes gemäß den Ausführungsformen der Erfindung,
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5 stellt
ein beispielhaftes, visuell codierendes Schema bezogen auf Hounsfield
Unit (HU)-Bereiche zur Verwendung gemäß den Ausführungsformen der Erfindung
dar,
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Die 6A, 6B, 6C und 6D zeigen
beispielhafte Bilder eines Gefäßes in einer
gebogenen Rekonstruktionsansicht bzw. Curved Reformat View mit oder
ohne sichtbare Codierung, die gemäß den Ausführungsformen der Erfindung
angewandt worden ist,
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7 zeigt
eine beispielhafte Tabelle von quantitativen Ausgaben im Hinblick
auf das in 6D gezeigte Bild,
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8 zeigt
eine weitere beispielhafte Tabelle ähnlich zu der aus 5,
aber mit einer quantitativen Ausgabe im Hinblick auf zwei Gebiete,
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9 zeigt
ein beispielhaftes Bild, das die zwei Gebiete im Zusammenhang mit
der Tabelle aus 8 darstellt,
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Die 10A, 10B und 10C zeigen beispielhafte Bilder in schräger (obliquer),
Best-L- und Querschnittsansicht gemäß den Ausführungsformen der Erfindung,
und
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Die 11A und 11B zeigen
beispielhafte Bilder mit ausgeschaltetem kontinuierlichen Modus und
eingeschaltetem kontinuierlichen Modus gemäß den Ausführungsformen der Erfindung.
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Detaillierte
Beschreibung der Erfindung
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Eine
Ausführungsform
der Erfindung schafft eine visuelle Codierung zur Gefäßanalyse,
die es dem Benutzer erlaubt, eine bestimmte Länge entlang eines verfolgten
Gefäßes festzulegen
und dieses spezielle Gebiet in einer visuellen Codierung anstelle
der Standard-Grauskala zu betrachten, die typischerweise für die Betrachtung
von Computertomographie (CT)-Untersuchungen allgemein verwendet
wird. Während
die Ausführungsformen
der Erfindung im Hinblick auf CT-Aufnahmen beschrieben werden, wird
erkannt, dass der Bereich der Erfindung, wie sie hierin offenbart
ist, nicht notwendigerweise auf eine einzige Art der medizinischen
Analyse beschränkt
ist, sondern auf jede beliebige Art der medizinischen Analyse angewandt
werden kann, die zur Wiedergabe von Bildern einer medizinischen
Anatomie in der Lage ist, die danach durch die hierin offenbarten Vorgehensweisen
visuell codiert werden kann. Beispielhafte visuelle Codierungen
enthalten Farbcodierung, Kreuzschraffurcodierung, Speckle Density-
bzw. Fleckendichtecodierung oder beliebige andere Mustercodierungen,
die ein Gebiet von einem anderen und ein interessierendes Gebiet
von dem in Graustufen angezeigten, umgebenden Gewebe visuell unterscheidbar
machen. Diese Fähigkeit
erlaubt es dem Benutzer, quantitative und qualitative Informationen
zu erhalten, um das Gefäß schnell
einschätzen
zu können,
wie z.B. durch Erkennen der Art und des Ausmaßes der Plaquebelastung in
dem Gefäß, Kontrastfluss
durch einen Stent oder Plaque außerhalb der Gefäßwand. Diese
Details können
dabei helfen, die Untersuchungsbetrachtung zu lenken und den Arbeitsablauf
und die aus den CT-Untersuchungen gesehenen Ergebnisse zu verbessern.
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Die
visuelle Codierung eines speziellen Gebiets bei der Gefäßanalyse
stellt dem Benutzer ein Verfahren zur schnellen Einschätzung und
Analyse von verschiedenen Gewebeklassen und verschiedenen Gewebedichten
in und entlang eines Gefäßes zur
Verfügung.
Die Ausführungsformen
der Erfindung können
auf beliebige verfolgte Gefäße einschließlich Halsschlagader,
Koronarsinus und Koronararterien angewandt werden, ohne jedoch darauf
beschränkt
zu sein. Nur zu beispielhaften Zwecken werden in der folgenden Beschreibung und
den Figuren Koronargefäße verwendet.
Die Ausführungsformen
der Erfindung sind aus zwei verschiedenen Bestandteilen zusammengesetzt:
Der Konstruktion eines röhrenförmigen,
interessierenden Bereiches und der Analyse des Gewebes innerhalb
dieses Volumens.
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Als
ein Vorläufer
der Ausführungsformen
der Erfindung wird eine Gefäßverfolgungssoftware,
wie z.B. die Automatic Vessel Tracking Analysis (AVA), wie sie in
dem US-Patent Nr. 6,718,193 der Anmelderin offenbart ist, z.B. zur
Erzeugung einer Zentrallinie entlang der Länge eines Gefäßes (wie
z.B. eines Koronargefäßes) angewandt,
was es ermöglicht,
dass das Gefäß in zahlreichen
Darstellungen bzw. Layouts betrachtet wird, wie z.B. in der Lumen
View (Strecken bzw. Ausdehnen des Gefäßes gerade in einer Ebene,
um den Durchmesser etc. einzuschätzen,
siehe 1A) und einer gebogenen Rekonstruktionsansicht
(Legen des gebogenen Gefäßes ganz
in eine einzige Ebene, wobei das umgebende Gewebe aus der Ebene
herausgedreht wird, siehe 1B). Als
eine allgemeine Eigenschaft zeigen die 1A und 1B Computertomographie (CT)-Bilder,
die durch Voxel von verschiedener Intensität gemäß der Hounsfild Unit (HU)-Skala
gegeben sind. Ist die Zentrallinie des Gefäßes einmal festgelegt, ist
gemäß den Ausführungsformen
der Erfindung ein interessierender Bereich (ROI) festgelegt, und
die visuelle Codierung wird auf das ROI entlang der Zentrallinie
des verfolgten Gefäßes angewandt.
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In
einer beispielhaften Ausführungsform
werden die Bilder der 1A und 1B unter
Verwendung des Bildgebungssystems 100, das in den 2 und 3 dargestellt
ist, erzeugt, das in einer beispielhaften Ausführungsform die Herzbildgebung
durch Computertomographie (CT) verwendet. Die Ausführungsformen der
Erfindung sind jedoch auf alle relevanten Arten der Herzbildgebung
einschließlich
CT, Magnetresonanzbildgebung, Radionukliddarstellung, Echokardiographie
(Ultraschall) und Positronenemissionstomographie (PET) ohne Beschränkung auf
diese anwendbar.
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Mit
Bezug auf die 2 und 3: Ein Computertomographie
(CT)-Bildgebungssystem 100 ist gezeigt, das einen Gantryrahmen 110,
der für
einen CT-Scanner (Scanner) kennzeichnend ist, ein Steuerungssystem 112,
einen motorisierten Tisch 114 zum Positionieren eines Objektes 116,
wie z.B. eines Patienten, in einer Gantryöffnung 118 in dem
Gantryrahmen 110 enthält.
Der Gantryrahmen 110 enthält eine Röntgenquelle 120, die
ein Fächerbündel von
Röntgenstrahlen 130 zu
einem Detektorarray 140 auf der gegenüberliegenden Seite des Gantryrahmen 110 hin
projiziert. Das Detektorarray 140 ist aus Detektorelementen 150 aufgebaut, die
eine einzige Reihe oder mehrere Reihen von Elementen 150 umfassen
können.
Die Detektorelemente 150 sind Strahlungsdetektoren, die
jeweils ein Signal erzeugen, das einen Betrag aufweist, der die
Intensität
des abgeschwächten
Röntgenstrahlenbündels 130 wiedergibt
und von dieser abhängt,
nachdem dieses den abgebildeten Patienten 116 durchdrungen
hat. Während
eines helikalen Scan, der Röntgenprojektionsdaten
akquiriert, dreht sich der Gantryrahmen 110 mit der Röntgenquelle 120 und
dem Detektorarray 140 innerhalb der Abbildungsebene um
den Patienten 116 um ein Rotationszentrum 180 herum,
während
der Patient 116 in einer z-Richtung 200 rechtwinklig
zu der Abbildungsebene durch den Gantryrahmen bewegt wird.
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Der
Gantryrahmen 110 und die Röntgenquelle 120 werden
durch ein Steuerungssystem 112 gesteuert, das eine Gantrysteuerung 210,
eine Röntgensteuerung 220,
ein Datenakquisitionssystem (DAS) 230, eine Bildwiederherstellungseinrichtung 240,
eine Tischsteuerung 250, einen Computer 260, ein
Massenspeicher (Datenbank)-System 270, eine Bedienerschnittstelle 280 und
eine Anzeigeeinrichtung 290 enthält. Die Gantrysteuerung 210 steuert
die Rotationsgeschwindigkeit und die Position des Gantryrahmens 110,
die Röntgensteuerung 220 liefert
Energie und Taktsignale an die Röntgenquelle 120,
das Datenakquisitionssystem 220 erfasst analoge Daten von
den Detektorelementen 150 und wandelt die Daten zur weiteren
Verarbeitung in eine digitale Form um, die Bildwiederherstellungseinrichtung 240 empfängt die
digitalisierten Röntgendaten
von dem DAS 230 und führt
einen Bildwiederherstellungsvorgang zur anschließenden Herzanalyse durch, wie
es unten erörtert
wird, und die Tischsteuerung 250 steuert den motorisierten
Tisch 114, um den Patienten 116 in der Gantryöffnung 118 zu
positionieren.
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Der
Computer 260 steht in betrieblicher Verbindung mit der
Gantrysteuerung 210, der Röntgensteuerung 220 und
der Tischsteuerung 250, wodurch Steuersignale von dem Computer
an die Steuerungen 210, 220, 250 gesendet
und Informationen von den Steuerungen durch den Computer 260 empfangen
werden. Der Computer 260 liefert auch Befehle und Betriebsparameter
an das DAS 230 und empfängt
die wiederhergestellten Bilddaten von der Bildwiederherstellungseinrichtung 240.
In einer alternativen Ausführungsform
können das
DAS 230 und die Bildwiederherstellungseinrichtung 240 mit
dem bzw. in den Computer 260 integriert sein. Die wiederhergestellten
Bilddaten werden durch den Computer 260 für späteren Zugriff
in einer Massenspeicher einrichtung 270 gespeichert. Ein
Bediener interagiert mit dem Computer 260 über eine
Bedienerschnittstelle 280, die zum Beispiel eine Tastatur
und eine graphische Zeigevorrichtung enthalten kann, und empfängt eine
Ausgabe, wie z.B. ein wiederhergestelltes Bild, Steuerungseinstellungen
oder andere Informationen auf einer Anzeigeeinrichtung 290.
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Die
betriebliche Kommunikation zwischen den verschiedenen Systemelementen
in 1 ist durch Linien mit Pfeilspitzen
dargestellt, die in Abhängigkeit
von dem beteiligten Systemelement entweder Mittel zur Signalkommunikation
oder der mechanischen Betätigung
darstellen. Die betriebliche Kommunikation innerhalb und zwischen
den verschiedenen Systemelementen kann durch eine fest verdrahtete
oder drahtlose Anordnung erreicht werden. Der Computer 260 kann
ein Einzelrechner oder ein Netzwerkcomputer sein und Anweisungen
in einer Vielzahl von Computersprachen zur Verwendung auf einer
Vielzahl von Computerplattformen, wie z.B. DOSTM-basierten
Systemen, AppleTM-basierten Systemen, WindowsTM-basierten
Systemen, HTML-basierten Systemen oder dergleichen enthalten.
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Das
CT-Bildgebungssystem 100 enthält einen Elektrokardiogramm
(EKG)-Monitor 292, der R-Peak-Ereignisse ausgibt, die allgemein
den Beginn eines Herzzyklus abgrenzen. Der EKG-Monitor 292 ist über ein
Interface-Board 294 an den Scanner 110 gekoppelt
und ermöglicht
eine Synchronisation zwischen den Scannerdaten und den EKG-Monitordaten.
Alternativ kann das Interface-Board 294 zum Koppeln des EKG-Monitors 292 an
den Scanner 110 verwendet werden. Ein Beispiel für ein Inferface-Board 294 ist
ein Gantry-Interface-Board. Der beispielhafte Scanner 110 ist
ein Herz-Computertomographie (CT)-System mit Unterstützung der
Herzbildgebung, jedoch dient der dargestellte Scanner 110 nur
zu beispielhaften Zwecken, und andere in der Fachwelt bekannte Bildgebungssysteme
können
ebenfalls verwendet werden. Beispiele für andere Bildgebungssysteme
enthalten Röntgensysteme
(einschließlich
sowohl der konventionellen als auch der digitalen oder digitalisierten
Bildgebunssysteme), Magnetresonanz (MR)-Systeme, Positronenemissionstomographie
(PET)-Systeme, Ultraschallsysteme, Nuklearmedizinische Systeme und
3D-Fluoroskopiesysteme, sind aber nicht auf diese beschränkt. Das
CT-Bildgebungssystem 100 enthält auch eine EKG-getriggerte
Akquisition oder Bildwiederherstellungsfunktionen zur Abbildung
des Herzens frei von Bewegungsartefakten, typischerweise in seiner
diastolischen Phase für
ein Optimum an Bildqualität.
Das CT-Bildgebungssystem 100 enthält weiterhin eine Schaltung
zum Akquirieren der Bilddaten an dem DAS 230, wo die Daten
in eine nutzbare Form umgewandelt und bei der Bildwiederherstellungseinrichtung 240 verarbeitet
werden, um ein wiederhergestelltes Bild der interessierenden Merkmale
im Inneren des Patienten zu erzeugen. Die Bilddatenakquisitions-
und Verarbeitungsschaltung wird ohne Rücksicht auf die Art des Bildgebungssystems
häufig
als ein „Scanner" bezeichnet, weil
bei dem Bildgebungsvorgang häufig
bestimmte Arten des physikalischen oder elektronischen Abtastens
bzw. Scanning auftreten. Die einzelnen Komponenten des Systems und
die zugehörige Schaltung
unterscheiden sich in Folge der unterschiedlichen Physik- und Datenverarbeitungsanforderungen der
verschiedenen Systeme erheblich zwischen den Bildgebungssystemen.
Es wird jedoch erkannt, dass die vorliegende Erfindung unabhängig von
der Wahl eines bestimmten Bildgebungssystems angewandt werden kann.
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Die
Daten werden vom dem Scanner 110 an das Steuerungssystem 112 ausgegeben,
das Software zur Durchführung
der Datenakquisition in dem Datenakquisitionssystem 230 und
der Bilderzeugung in der Bildwiederherstellungseinrichtung 240 enthält. Die
Datensteuerung wird durch die Bedienerschnittstelle 280 erreicht.
Die von dem Scanner 110 ausgegebenen Daten werden in dem
Massenspeicher 270 gespeichert. Die Datenakquisition wird
gemäß einem
oder mehreren Akquisitionsprotokollen durchgeführt, die für die Abbildung des Herzens
und speziell für
die Abbildung des linken Ventrikels und des Myokardmuskels optimiert
sind. Die Bilderzeugung in der Bildwiederherstellungseinrichtung 240 wird
unter Verwendung eines oder mehrerer optimierter 3D-Protokolle zur
automatischen Nachverarbeitung der CT-Bilddatenmenge durchgeführt.
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Der
Computer 260 enthält
bekannte Visualisierungsalgorithmen zur Verwendung mit medizinischen CT-Bildgebungsdaten,
wie z.B. die Multiplanare Volumenrekonstruktion (MPVR), Maximum
Intensity Projection (MIP), 3D-Surface Rendering oder Volume Randering
(VR), Immersible Viewing (d.h. Ansicht von innen) und Automatic
Vessel Tracking Analysis (AVA), die zur Erkennung einer Gefäßstenose
verwendet werden kann. Eine Vielzahl von 3D-Softwarepaketen zur
Volumenanalyse und Herzbildqualitätsanalyse ist ebenfalls erhältlich.
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Beispielhafte
Ausführungsformen
der Erfindung können
die zuvor erwähnten
Programme auf dem Computer 260 zur Akquisition und Nachverarbeitung
von Herzdaten im Zusammenhang mit Koronararterienkrankheiten, akuten
Herzsyndromen, Koronararterienbildgebung, Herzfunktionsanalyse,
Myokardperfusionsanalyse, Myokardperfusionsdefektanalyse, automatisierter
Abgrenzung des linken Wendriegels, automatisiertem Volume Rendering,
automatisierter Herzphasenauswahl, enddiastolischer Volumenanalyse,
endsystolischer Volumenanalyse, Herzschlagvolumenanalyse, Ejektionsfraktionsanalyse
und Herzminutenvolumenanalyse, alle von einer einzigen Herz-CT-Aufnahme,
verwenden.
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Die
Ausführungsformen
der Erfindung enthalten auch das zuvor genannte visuelle Codierungsschema,
das auf den interessierenden Bereich (ROI) entlang der Zentrallinie
des verfolgten Gefäßes angewandt wird,
was nun genauer erörtert
wird.
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Nun
mit Bezug auf 4: Das ROI wird errichtet, indem
ein Teilvolumenrohr entlang der Zentrallinie des Gefäßes konstruiert
wird, das hierin allgemein als eine röhrenförmige Struktur bezeichnet wird.
Als ein allgemeiner Gegenstand ist das ROI der Teil der röhrenförmigen Struktur,
der der Plaque entspricht, die der Benutzer analysieren möchte.
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Das
Verfahren 300 aus 4 weist
als Eingabe 305 eine vorbestimmte Zentrallinie der röhrenförmigen Struktur
auf, die automatisch bestimmt oder durch die zuvor erwähnte Gefäßverfolgungsanalysesoftware im
Voraus festgelegt worden ist.
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Bei
dem Block 310 gibt der Benutzer zwei Punkte entlang der
Zentrallinie der röhrenförmigen Struktur vor,
um die Extremitäten
des ROI festzulegen, oder er legt allgemeiner wenigstens einen Punkt
fest, von dem aus das ROI wachsen kann. Um einen Durchmesser um
die Zentrallinie des ROI herum festzulegen, hat der Benutzer die
Wahl, den Durchmesser entweder manuell zu bestimmen (Block 315)
oder es der zuvor genannten Gefäßverfolgungsanalysesoftware
zu ermöglichen,
den Durchmesser automatisch zu berechnen (Block 320). In
einer Ausführungsform
entspricht der Durchmesser des ROI zwischen den Extremitäten dem
Maximum der Durchmesser der orthogonalen Schnitte des ROI. Zwischen
den Extremitäten
kann der Durchmesser des ROI jedoch variabel und einstellbar sein,
wodurch es dem Benutzer ermöglicht
wird, die Plaqueformationen zu betrachten, die im Gesamtdurchmesser
entlang des ROI wachsen und schrumpfen.
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Bei
dem Block 325 wird eine Vielzahl von zusammenhängenden
Einheitsvolumina, wie z.B. Kugeln, Zylindern oder einer beliebigen
Menge aus vordefinierten 3D-Volumenelementen, entlang der Zentrallinie
zwischen den Extremitäten
des ROI angeordnet und danach verbunden, um durch die Vereinigung
der Einheitsvolumina ein erstes Volumen zu bilden. Jedes Einheitsvolumen
weist eine Gesamtabmessung auf, die gleich oder kleiner als der
Maximaldurchmesser des zugehörigen
orthogonalen Schnitts des ROI ist.
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Bei
dem Block 330 werden die Extremitäten des ersten Volumens optional
durch Subtrahieren zweier anderer Volumina, eines von jeder Extremität, modifiziert,
um an den Extremitäten
des ersten Volumens flache Oberflächen bilden. Dieser optionale
Vorgang kann für
eine statistische Analyse unter Verwendung einer hoch auflösender CT-Bildgebung
implementiert werden.
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In
dem Block 335 wird das endgültige Volumen des ROI durch
das Volumen des modifizierten ersten Volumens berechnet, das durch
das Verbindungselement definiert ist, das die Mitte der röhrenförmigen Struktur
enthält.
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Am
Schluss des Verfahrens 300 ist eine interessierende röhrenförmige Struktur
zur Analyse verfügbar.
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Während 4 ein
Verfahren zum Berechnen eines Volumens des ROI zeigt, kann das Volumen
auch durch andere Vorgehensweisen berechnet werden, wie z.B. die
Erweiterung der Zentrallinie des Gefäßes oder Burning der Voxel,
deren Abstand zu der Zentrallinie kleiner als der Durchmesser ist.
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Nach
der Berechnung des Volumens des ROI kann der Benut zer Parameter,
wie zum Beispiel die Länge
des Volumens (den Anfangs- und Endpunkt oder die Extremitäten) oder
den Durchmesser des Volumens einstellen, wodurch er zur Anpassung
des Volumens um das spezielle ROI herum in der Lage ist.
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Wenn
das ROI aufgebaut ist, können
verschiedenen Werkzeuge zur Analyse seines Inhalts verwendet werden.
Zum Beispiel kann ein visuelles Codierungsschema, das einen Nachschlagetabellen
(LUT)-Ansatz verwendet, auf das ROI angewandt werden. Die visuelle
Codierung arbeitet mit der Zuweisung einer Menge von unterscheidenden
bzw. eigentümlichen
Visualisierungen, wie zum Beispiel Farben oder Mustern, zu jeder Umgebung
von Voxeln innerhalb eines Mengenbereiches gemäß der Hounsfield-Einheit (HU,
CT-Basiseinheit der Messung) dieses Voxels. Es könnten zum Beispiel Derfaulteinstellungen
verwendet werden, um den visuell codierten Bereich in die folgenden
vier Bereiche von HU-Werten zu klassifizieren:
20–60
60–150
150–350
350–1000,
wobei
der Benutzer für
jeden HU-Bereich eine unterscheidbare Visualisierung und einen Namen
festlegen kann, wie zum Beispiel:
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Obwohl
oben konkrete HU-Bereiche angegeben sind, wird erkannt, dass dies
nur zu Darstellungszwecken dient und der Benutzer alternative (benutzerdefinierte)
HU-Bereiche festlegen kann. Während
sich der gewählte
Name auf eine Plaqueformation bezieht, wie zum Beispiel weiche,
fibröe,
fibrokalzifizierte oder kalzifizierte Plaque, wird erkannt, dass
dies nur zu Darstellungszwecken dient und der Benutzer alternative
Bezeichnungen verwenden kann, wie zum Beispiel von Gefäßablagerungen
unterschiedlicher Dichte.
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Demgemäß könnte der
Benutzer die Anzahl der Bereiche, die Maximal- und Minimalwerte
jedes Bereiches, die unterscheidbare Visualisierung jedes Bereiches
und den Namen bzw. die Bezeichnung jedes Bereiches festlegen. Diese
Werte können
in einer Nachschlagetabelle (LUT) gespeichert und modifiziert werden. Ein
Vorteil der LUT besteht darin, dass sie die Trennung der verschiedenen
Pixel und Voxel in verschiedene unterscheidbare Visualisierungsklassen
ermöglicht,
um zur Berechnung bestimmter volumetrischer Anteile in der Lage
zu sein, die den ver schiedenen Geweben entsprechen.
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5 zeigt
eine alternative Darstellung davon, wie der Benutzer unterscheidbare
Visualisierungen im Hinblick auf die visuelle Codierung in drei
verschiedenen HU-Bereichen unter Verwendung einer Nachschlagetabelle
(LUT) 400 festlegen kann. In 5 weist
eine Gefäßablagerung,
die eine weiche Plaque darstellt, einen HU-Bereich von 27–71 (gekennzeichnet
durch das Bezugszeichen 405) auf und kann durch die Farbe Blau
oder durch ein Fleckenmuster visuell kodiert werden, während eine
Gefäßablagerung,
die eine fibröse Plaque
darstellt, einen HU-Bereich
von 71–119
(gekennzeichnet durch das Bezugszeichen 410) aufweist und durch
die Farbe Gelb oder durch eine einfache Kreuzschraffur visuell kodiert
sein kann und eine Gefäßablagerung,
die eine kalzifizierte Plaque darstellt, einen HU-Bereich von 119–547 (gekennzeichnet
durch das Bezugszeichen 415) aufweist und durch die Farbe
Rot oder durch eine doppelte Kreuzschraffur visuell codiert sein
kann. Wie man erkennt kann der Benutzer festlegen, wie die LUT 400 aufgebaut
wird.
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Qualitativ
kann es die visuelle Codierungsfunktion dem Benutzer auch erlauben,
die Anzahl der Bereiche oder die Länge der bestehenden Bereiche
zu verändern,
sowie ihm die Fähigkeit
geben, einen Zwischenbereich einzuschieben, der von einer visuellen
Codierung frei ist (als ein Standard-Grauwertbild belassen). Diese
Funktion könnte
in dem Fall sehr nützlich
sein, dass ein Stent in ein Gefäß implantiert
ist, wo der Arzt z.B. Bereiche einrichten wollen könnte, so
dass der den Stent abdeckende HU-Bereich selbst nicht visuell codiert
und bei den volumetrischen Messungen nicht berücksichtigt wird. Auf ähnliche
Weise könnte
sich der Benutzer bei einem Standardgefäß entscheiden, die visuelle
Codierung aus dem HU-Bereich zu entfernen, der das Lumen repräsentiert,
und nur die Wand und das Gebiet eines speziellen Durchmessers von
der Zentrallinie visuell zu codieren.
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Mit
Bezug auf die 6A, 6B, 6C und 6D,
die Bilder eines Gefäßes in der
gebogenen Rekonstruktionsansicht zeigen: Ein Benutzer kann ein visuell
codiertes ROI im Hinblick auf eine Klassifizierung von Gewebedichten
analysieren, die mit der visuellen Codierung zusammenhängen (bezeichnet
durch das Bezugszeichen 420 in den 6B und 6D),
wobei jede Gewebedichteklassifizierung einen zu der visuellen Codierung
gehörenden
Dichtebereich aufweist. In den 6A, 6B, 6C und 6D ist
zum Beispiel ein proximaler Bereich des LAD bzw. Ramus Interventricularis
Anterior, der ein Plaque Burden unbekannter Art aufweist, in den 6A und 6C ohne
visuelle Codierung und in den 6B und 6D mit
visueller Codierung gezeigt. Eine fibröse Kappe ist durch doppelte
Kreuzschraffurschattierung gezeigt (siehe 6D). Alternativ
zu der LUT aus 5 wird die visuelle Codierung
hier in vier verschiedenen HU-Bereichen vorgenommen.
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Durch
Verwendung der visuellen Codierung kann das ROI sowohl visuell als
auch mathematisch im Hinblick auf das Volumen jedes Dichtebereiches
oder im Hinblick auf eine statistische Analyse jedes Dichtebereiches
analysiert werden. Quantitativ können
die Ausführungsformen
der Erfindung dann ein Volumen jedes speziellen Bereiches sowie
ein Gesamtvolumen des visuell codierten Bereiches liefern. In einem
beispielhaften ROI können
quantitative Ausgaben zum Beispiel die Folgenden sein:
20–60, blau
(Fleckenmuster von geringer Dichte), weiche Plaque, 0,45 mm3
60–150, gelb (Fleckenmuster von
hoher Dichte), fibröse
Plaque, 0,80 mm3
150–350, grün (einfache
Kreuzschraffur), fibrokalzifizierte Plaque, 0,55 mm3
350–1000, rot
(doppelte Kreuzschraffur), kalzifizierte Plaque, 0,20 mm3
Gesamtvolumen = 2,0 mm3.
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Diese
Informationen sind beim Einschätzen
der Belastung durch weiche Plaque oder andere Gefäßeigenschaften
klinisch relevant und liefern sowohl visuelle als auch mathematische
Ausdrücke
für die
Belastung. Die Ausführungsformen
der Erfindung können
quantitative Ausgaben liefern, die sowohl Volumenmessungen als auch
Prozentangaben bzw. -anteile des Gesamtvolumens enthalten, wie es
in der Tabelle in 7 für ein ROI, das ein einzelnes
Teilvolumen enthält,
und in 8 für
ein ROI gezeigt ist, das zwei Teilvolumina enthält und das in dem Bild in 9 gezeigt
und durch das Bezugszeichen 425 bezeichnet ist. 7 zeigt
eine Tabelle, die ein Beispiel für
eine quantitative Ausgabe der Funktion zeigt, wobei „Visuell
codierte Plaque 1" der Name
ist, der einer visuellen Codierung gegeben worden ist, die im Hinblick
auf 6D angebracht worden ist. 8 zeigt
eine Tabelle, die ein Beispiel für
eine quantitative Ausgabe der Funktion zeigt, wobei „Visuell codierte
Plaque 1" und „Visuell
codierte Plaque 2" die
Namen sind, die den visuellen Codierungen gegeben worden sind, die
im Hinblick auf die beiden in 9 dargestellten
Bereiche angebracht worden sind. In 7 weisen
die vier visuell codierten Bereiche des ROI jeweils berechnete Volumina
von 49,9 mm3 (Kubikmillimeter), 100,0 mm3, 141,0 mm3 und
20,7 mm3 auf. In 8 sind zwei
visuell codierte Plaques mit jeweils vier visuell codierten Bereichen
mit Bezug zu den entsprechenden Teilvolumina des ROI vorhanden.
Mit diesen Informationen ausgerüstet
können
vielfältige
Analysen und statistische Berechnungen durchgeführt werden.
-
In
alternativen Ausführungsformen
kann die visuelle Codierung in anderen Layouts und Orientierungen
als der gebogenen Rekonstruktionsansicht sichtbar gemacht werden,
wie zum Beispiel als Schräge, Best-L-Schnitt
und Querschnitt des Gefäßes visualisiert
werden, wie es am besten unter Bezug auf die 10A, 10B und 10C zu
sehen ist. Zusätzlich
und wie zuvor in 9 gezeigt können mehrere Bereiche an einem
einzigen Gefäß bei einer
einzigen Untersuchung angebracht bzw. gekennzeichnet werden, um
einen Vergleich zu ermöglichen.
-
Wenn
die visuelle Codierung auf das Gefäß angewandt wird, kann der
Benutzer auch die Einstellungen in der zuvor genannten LUT verändern, um
von einem Schrittmodus in einen kontinuierlichen Modus der Visualisierung
umzuschalten, wie es jetzt am besten unter Bezug auf die 11A und 11B zu
sehen ist. Die Visualisierung im Schrittmodus verwendet eine scharfe
Grenze bzw. Trennlinie zwischen den visuell codierten Gebieten des
ROI, während
die Visualisierung im kontinuierlichen Modus eine weiche oder Übergangsgrenze
zwischen den visuell codierten Bereichen verwendet, was sowohl in
dem visuellen Codierungsschlüssel
an der Seite des Bildes als auch in der visuellen Codierung entlang
des Gefäßes selbst
zu erkennen ist. Der kontinuierliche Modus wird in erster Linie
für die
Visualisierung und nicht für
die Quantifizierung verwendet und mischt die unabhängig gefärbten Gebiete,
wenn Farbcodierung verwendet wird, durch eine rampenartige Änderung
an der Grenze aufeinander folgender Bereiche für einen geglätteten visuellen
Ef fekt.
-
Bei
Ausführungsformen
der Erfindung ist der Benutzer auch in der Lage, eine Undurchsichtigkeit
einzustellen, um eine visuelle Einschätzung des Gebietes und Unterstützung bei
der Gefäßanalyse
zu erhalten.
-
Weitere
Statistiken bzw. statistischen Funktionen, wie zum Beispiel Minimum,
Maximum, Mittelwert und Standardabweichung der HU-Werte der Pixel
oder Voxel sowie Histogramme, die die Aufteilung der Werte innerhalb
des interessierenden Volumens anzeigen, können innerhalb des ROI bereitgestellt
werden.
-
Obwohl
es hierin nicht dargestellt wird, wird es in Betracht gezogen, dass
die Farbcodierungsgefäßanalysefunktionen
auch die Fähigkeit
aufweisen können,
dass die Software automatisch den gesamten verfolgten Gefäßbereich
entlang der Zentrallinie koloriert, anstatt vom Benutzer zu verlangen,
dass dieser die Angabe zur Festlegung des ROI macht. Diese Verbesserung
würde einen
anderen Benutzungsfall betreffen, weil sie visuelle Eingaben für die gesamte
Untersuchung bereitstellen würde,
aber nicht spezielle Gebiete isolieren würde, um lokalisierte (wie zum
Beispiel „proximale
LAD") quantitative
Ergebnisse zu liefern. Dies ist nützlich, um eine schnelle Erkennung
von weichem Plaquegewebe zu ermöglichen.
-
Es
wird weiterhin in Betracht gezogen, dass andere Ausführungsformen
der Erfindung enthalten können:
die Benutzung der ROI-Konstruktion und der Gewebeklassifizierung,
wie sie hierin offenbart sind, zur Analyse anderer Arten von röhrenförmigen Strukturen,
wie zum Beispiel dem Dickdarm und den Atemwegen, und die Fähigkeit,
den Durchmesser der Röhre
lokal einzustellen bzw. anzupassen, wodurch z.B. eine bessere An passung
an die Form der Koronargefäße möglich gemacht
wird, weil diese Gefäßart sich
von ihrem proximalen zu ihrem distalen Teil hin verkleinert bzw.
verjüngt.
-
Ausführungsbeispiele
der Erfindung können
in Form von computerimplementierten Verfahren und Vorrichtungen
zum Ausführen
dieser Verfahren verkörpert
sein. Die vorliegende Erfindung kann auch in Form eines Computerprogrammprodukts
verkörpert
sein, das Anweisungen enthaltenden Computerprogrammcode aufweist,
der in einem greifbaren Medium, wie zum Beispiel Disketten, CD-ROMS,
Festplatten, USB (Universal Serial Bus)-Laufwerken oder einem beliebigen
anderen computerlesbaren Speichermedium, verkörpert ist, wobei ein Computer
zu einer Vorrichtung zum Ausführen
der Erfindung wird, sobald der Programmcode in den Computer geladen
und von diesem ausgeführt
wird. Die vorliegende Erfindung kann auch in Form von Computerprogrammcodes
verkörpert
sein, egal ob dieser zum Beispiel in einem Speichermedium gespeichert
ist, in einen Computer geladen und/oder von einem Computer ausgeführt wird
oder über
ein Übertragungsmedium,
wie zum Beispiel über
eine elektrische Verdrahtung oder Verkabelung, über Lichtleiter oder durch
elektromagnetische Strahlung, übertragen
wird, wobei ein Computer zu einer Vorrichtung zur Ausführung der
Erfindung wird, sobald der Computerprogrammcode in den Computer
geladen und/oder von dem Computer ausgeführt wird. Wenn der Computerprogrammcode
auf einem Vielzweck-Mikroprozessor als Teil des Bildgebungssystems 100 implementiert
wird, konfigurieren die Computerprogrammcodesegmente den Mikroprozessor
zur Schaffung spezieller logischer Schaltungen. Die technische Wirkung
der ausführbaren
Anweisungen ist die Analyse von Gewebeklassen entlang röhrenförmiger Strukturen.
-
Wie
offenbart, können
einige Ausführungsformen
der Erfin dung einige der folgenden Vorteile aufweisen: eine schnelle,
qualitative, visuelle Einschätzung
zur Erkennung von interessierenden Gebieten zur weiteren Analyse,
eine Klassifizierung der Dichten in verschiedene, interessierende
Bereiche, eine quantitative Einschätzung des Volumens für jeden
Dichtebereich über
die spezifizierte Länge
und den spezifizierten Durchmesser, eine reproduzierbare Voreinstellung
zur Durchführung ähnlicher
Klassifizierungen und Analysen bei mehreren Untersuchungen, ein
Verfahren, das den analysierten Bereich mit einem Minimum an Benutzerinteraktion
automatisch an die Form des Gefäßes anpasst,
die Möglichkeit
für den
Benutzer, eine quantitative Einschätzung in dem Gefäßbereich
durchzuführen,
während
das umgebende Gewebe durch eine Fokussierung auf das verfolgte Gefäß ausgeschlossen
wird, ein diagnostisches System, das qualitative und quantitative,
auf Voxeldichten gestützte
Gewebeklassifizierungswerkzeuge bereitstellt, wobei die Festlegung
eines interessierenden 3D-Bereichs (ROI), der ein Abschnitt eines
röhrenförmigen Objektes
ist, durch den Benutzer gegeben ist, einen interessierenden Bereich,
der ein verallgemeinerter Zylinder sein kann, d.h. ein Zylinder,
der einer 3D-Linie „folgt", die von einem früheren Gefäßverfolgungsvorgang
stammt, die Möglichkeit,
dass der Zylinderdurchmesser gemäß dem Durchmesser
des Gefäßes manuell
eingestellt oder automatisch eingestellt werden kann, die Möglichkeit,
dass der Zylinderdurchmesser über
die Länge
des Abschnitts konstant sein oder sich gemäß dem lokalen Durchmesser des
Gefäßes ändern kann,
die Möglichkeit,
die Anfangs- und Endpositionen des Abschnittes des ROI dynamisch
einzustellen, die Lieferung einer schnellen, qualitativen, visuellen
Einschätzung
zur Erkennung von interessierenden Gebieten zur weiteren Analyse,
die Schaffung einer Klassifizierung nach Dichten in verschiedene
interessierende Bereiche, die Lieferung einer quantitativen Einschätzung des
Volumens für
jeden Dichtebe reich über
die festgelegte Länge
und den festgelegten Durchmesser und die Schaffung einer reproduzierbaren
Voreinstellung zur Durchführung ähnlicher
Klassifizierungen und Analysen bei zahlreiche Untersuchungen.
-
Ein
Verfahren 300 zum Analysieren von Gewebeklassen entlang
einer durch Voxel definierten röhrenförmigen Struktur
wird offenbart. Ein röhrenförmig geformter
interessierender Bereich (ROI) 420, 425 wird entlang
einer vorbestimmten 305 Zentrallinie der röhrenförmigen Struktur
gemäß dem Folgenden
konstruiert: wenigstens ein Punkt wird entlang der Zentrallinie
festgelegt 310, um die Extremitäten des ROI 420, 425 zu
definieren, ein zu dem ROI 420, 425 gehörender Durchmesser
wird festgelegt 315 und/oder berechnet 320, zusammenhängende Einheitsvolumina
werden entlang der Zentrallinie zwischen den Extremitäten des
ROI 420, 425 angeordnet 325, ein erstes
Volumen wird durch die Vereinigung der Einheitsvolumina berechnet 325,
und ein endgültiges
Volumen des ROI 420, 425 wird als das Verbindungselement
des ersten Volumens festgelegt 335, das die Mitte der röhrenförmigen Struktur
enthält.
Das endgültige
Volumen wird danach im Hinblick auf die darin vorhandenen Gewebeklassen
analysiert.
-
Obwohl
die Erfindung mit Bezug zu den beispielhaften Ausführungsformen
beschrieben worden ist, wird von Fachleuten erkannt, dass vielfältige Änderungen
vorgenommen werden und Äquivalente
für ihre
Elemente eingesetzt werden können,
ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen. Zusätzlich können zahlreiche Änderungen
vorgenommen werden, um eine besondere Situation oder ein besonderes
Material an die Lehren der Erfindung anzupassen, ohne von dem wesentlichen
Bereich derselben abzuweichen. Daher ist es beabsichtigt, dass die
Erfindung nicht auf die spezielle Ausführungsform beschränkt ist,
die als die beste oder einzige Art zur Ausführung dieser Erfindung in Betracht
gezogene offenbart ist, sondern dass die Erfindung alle Ausführungsformen
einschließt,
die in den Bereich der beigefügten
Ansprüche
fallen. Darüber
hinaus bezeichnet die Verwendung der Ausdrücke erstens, zweitens etc.
keine Reihenfolge oder Wichtigkeit, sondern die Ausdrücke erstens,
zweitens etc. werden stattdessen zur Unterscheidung eines Elementes
von anderen verwendet. Darüber
hinaus zeigt die Verwendung der Ausdrücke ein, eine etc. keine Beschränkung der
Anzahl an, sondern bedeutet stattdessen nur das Vorhandensein von
wenigstens einem der bezeichneten Elemente.
-
- 100
- Bildgebungssystem
- 110
- Gantryrahmen
- 112
- Steuerungssystem
- 114
- Motorisierter
Tisch
- 116
- Objekt
(Patient)
- 118
- Gantryöffnung
- 120
- Röntgenquelle
- 130
- Röntgenstrahlen
- 140
- Detektorarray
- 150
- Detektorelement
- 180
- Rotationszentrum
- 200
- z-Richtung
- 210
- Gantrysteuerung
- 220
- Röntgensteuerung
- 230
- Datenakquisitionssystem
- 240
- Bildwiederherstellungseinrichtung
- 250
- Tischsteuerung
- 260
- Computer
- 270
- Massenspeichersystem
(Datenbank)
- 280
- Bedienerschnittstelle
- 290
- Anzeigeeinrichtung
- 292
- EKG-Monitor
- 294
- Interface-Board
- 300
- Verfahren
- 305
- Vorbestimmte
Zentrallinie
- 310
- Festlegen
- 315
- Festlegen
- 320
- Berechnen
- 325
- Anordnen
- 330
- Modifizieren
- 335
- Berechnen
- 400
- Nachschlagetabelle
(LUT)
- 420
- Interessierender
Bereich (ROI)
- 425
- Interessierender
Bereich (ROI)