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Die
Erfindung betrifft eine verfahrbare Bühne nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
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Eine
derartige Bühne
ist durch die
DE 501 053
A bekannt. Es ist aus der
DE 30 15 384 A1 bekannt, eine Theaterbühne mittels
einer Mehrzahl individuell lenkbarer und elektromotorisch antreibbarer Fahrwerke
anzutreiben. Derartige Fahrwerke gestatten die Theaterbühne in beliebige
Richtungen nicht nur linear zu verfahren, sondern auch Kurvenfahrten durchzuführen, bedürfen jedoch
eines erheblichen maschinen- sowie
regelungs- und steuerungstechnischen Aufwandes. Des Weiteren kann
die Theaterbühne
bei entsprechender Relativstellung der Fahrwerke zueinander auch
nach Art einer Drehbühne bzw.
eines Drehteils einer Bühne
wirken. In der Praxis hat sich nunmehr herausgestellt, dass bei
Kurvenfahrten die Theaterbühne
bzw. deren Tragrahmen sich immer entsprechend der Kurvenfahrt um
einen bestimmten Winkel zur ursprünglichen Ausrichtung verdreht.
Dieser Umstand kann sich insbesondere bei Bühnenbildern, die während einer
Theatervorstellung auf einer bestimmten Bewegungskurve verfahren
werden müssen,
als nachteilig bemerkbar machen.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, eine weiter verbesserte verfahrbare Bühne zu schaffen,
die mit geringstem maschinentechnischen sowie Regelungs- und Steuerungsaufwand
verschiedenste Verfahrbewegungen, nämlich Vektorfahrten und Kurvenfahrten,
bei denen die Bühne
beispielsweise auch eine vorbestimmte Ausrichtung beibehält, gestattet.
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Die
Lösung
dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des Hauptanspruchs,
während
vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den
Unteransprüchen
entnehmbar sind.
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Demnach
wird ausgehend von einer verfahrbaren Bühne gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1
die Aufgabe dadurch gelöst,
dass der Drehschemel zumindest zwei Antriebseinheiten mit jeweils
zumindest einem elektromotorisch angetriebenen Antriebsrad trägt und dieselben
derart am Drehschemel befestigt sind, dass die Antriebsräder, die
an dem Fahrplanum abgestützt
sind, radial gegenüberliegend angeordnet
und deren Drehachsen senkrecht auf eine gedachte und an den Kreisring
des ringförmigen Großlagers
angelegte Tangente ausgerichtet sind.
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In
einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind zwei
oder mehr Tragrahmen zu einer komplexen Baueinheit fest verbunden,
wobei zumindest zwei Tragrahmen jeweils in einer horizontalen Ebene
ein ringförmiges
Großlager
aufweisen, in welchem ein Drehschemel um eine Hochachse frei drehbar
gelagert ist, der seinerseits zwei Antriebseinheiten trägt, die
ihrerseits derart am Drehschemel befestigt sind, dass die Antriebsräder radial gegenüberliegend
angeordnet und deren Drehachsen senkrecht auf eine an den Kreisring
des ringförmigen
Großlagers
angelegte Tangente ausgerichtet sind.
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Der
das zumindest eine Antriebsrad einer jeden Antriebseinheit antreibende
Elektromotor kann dabei ein Übersetzungsgetriebe
aufweisen oder getriebelos ausgebildet sein.
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Wie
die Erfindung weiter vorsieht, kann der das zumindest eine Antriebsrad
einer jeden Antriebseinheit antreibende Elektromotor sowohl als
Antriebsmotor als auch als elektrische Generatorbremse ausgebildet
sein, derart, dass beim Abbremsen eine Rückspeisung von gewonnener elektrischer
Energie (Rekuperation) vorzugsweise in einen Speicher elektrischer
Energie, wie einen Akkumulator gestattet ist.
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Des
Weiteren wird vorgeschlagen, dass zumindest ein Antriebsrad eine
elektrisch betätigbare Feststellbremse
aufweist.
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Gemäß einer
zweckmäßigen Ausführungsform
kann der Drehschemel mit dem Tragrahmen, eine Relativbewegung zwischen
denselben verhindernd, wenigstens vorübergehend verriegelbar ausgebildet
sein.
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In
Fortbildung der Erfindung wird ferner vorgeschlagen, dass zur Regelung
und Steuerung aller Elektromotoren eine gemeinsame elektronische
Regel- und Steuereinheit vorgesehen ist.
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Insofern
hat es sich auch als zweckmäßig erwiesen,
jedem Drehschemel zumindest einen Winkelaufnehmer zur Erfassung
der aktuellen Stellung des Drehschemels im Verhältnis zum Tragrahmen zuzuordnen,
dessen Messwerte der Regel- und Steuereinheit zur Generierung von
Steuersignalen für
besagte Elektromotoren bereitstellbar sind.
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Der
Winkelaufnehmer kann beispielsweise durch einen Drehrichtungs- und
Drehwinkelsensor oder dgl. gebildet sein.
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Gemäß einer
weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Antriebsräder mit
unterschiedlicher Drehzahl und Drehrichtung beaufschlagbar.
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Die
Antriebsräder
können
sowohl im Stand als auch während
der Fahrt des Tragrahmens derart mit unterschiedlicher Drehzahl
und Drehrichtung beaufschlagbar sein, dass bei Vermeidung der Veränderung
einer einmal eingestellten Ausrichtung des Tragrahmens eine Drehbewegung
des Drehschemels innerhalb desselben von einer bestimmten Ausgangsstellung
zu einer bestimmten Sollwinkel-Stellung gestattet ist.
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Eine
weitere vorteilhafte Maßnahme
sieht vor, dass jede Antriebseinheit samt Antriebsrad vertikal verstellbar
ausgebildet ist, wobei hierfür
vorzugsweise eine Lineareinheit vorgesehen ist.
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Besagte
Lineareinheit verfügt über ein
an sich bekanntes Linearlager und weist des Weiteren gemäß einer
ersten vorteilhaften Ausführungsform ein
Federelement auf, mit dessen Hilfe die Antriebseinheit mit einer
definierten Federkraft gegen das Fahrplanum beaufschlagbar ist.
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Ebenso
kann es auch angezeigt sein, dass die Lineareinheit durch einen
elektrischen Hubspindel-, Zahnstangen- oder sonstigen Trieb gebildet
ist, mit dessen Hilfe ein Absenken und Lüften der Antriebseinheit samt
Antriebsrad gestattet und/oder die Federkraft einstellbar ist.
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Weiterhin
wird vorgeschlagen, der verfahrbaren Bühne ein Geschwindigkeits- und
Positionserfassungssystem mit Funkdatenübertragung zur elektronischen
Regel- und Steuereinheit und/oder zu einem Bedienpult zuzuordnen.
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Die
Regel- und Steuereinheit kann in vorteilhafter Weise über das
Bedienpult zur Einstellung automatisch abzufahrender Fahrwege programmierbar sein.
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Denkbar
ist es jedoch auch, der verfahrbaren Bühne ein Spurdraht-Führungssystem
zuzuordnen.
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Zur
Bereitstellung elektrischer Energie sind ein oder mehrere am Drehschemel
angeordnete Akkumulatoren und/oder ein Kabelanschluss und/oder Schleifringübertrager
vorgesehen.
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Fernerhin
wird vorgeschlagen, dass die die verfahrbare Abstützung der
Bühne gewährleistenden Stützelemente,
jeweils durch eine um eine Hochachse frei drehbare Stützrolle
und/oder einen Kugelkopf mit frei drehbarer Laufkugel gebildet sind.
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Schließlich ist
vorgesehen, dass der Tragrahmen mit Drehschemel, Antriebseinheiten
und Nebenaggregaten als fertig vormontierte Moduleinheit ausgebildet
und mit jedweder Bühnenaufbaustruktur
fest jedoch lösbar
verbindbar ist.
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Die
Erfindung wird nachstehend anhand der in den Zeichnungen schematisch
dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es
zeigen:
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1 eine
erste Ausgestaltung der erfindungsgemäß ausgebildeten verfahrbaren
Bühne in der
Draufsicht,
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2 eine
weitere mögliche
Ausgestaltung der verfahrbaren Bühne,
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3 eine
Antriebseinheit der verfahrbaren Bühne nach 1 und 2 in
einer perspektivischen Ansicht,
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4a–c die Seitenansicht
der Antriebseinheit nach 3 in drei möglichen Betriebsstellungen, und
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5a–d beispielgebende
Fahrwege der verfahrbaren Bühne.
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1 zeigt
eine verfahrbare Bühne
gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
mit zwei Tragrahmen 1, 2, die ihrerseits mittels
beispielsweise mechanischer Befestigungsmittel, wie Verschraubungen,
zu einer komplexen Baueinheit, nämlich
besagter Bühne,
fest verbunden sind.
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Die
Tragrahmen 1, 2 verfügen jeweils über eine
Mehrzahl an sich bekannter und demgemäß im Detail nicht näher gezeigter
Stützelemente 3,
vermittels derer die Tragrahmen 1, 2 bzw. die
daraus gebildete Baueinheit/Bühne
auf dem Fahrplanum 4 verfahrbar abgestützt sind/ist.
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Als
Stützelemente 3 bieten
sich herkömmliche
Stützrollen,
die ihrerseits um eine Hochachse frei drehbar ausgebildet sind,
sowie Kugelköpfe
mit frei drehbaren Laufkugeln an.
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Jeder
der Tragrahmen 1, 2 weist in einer horizontalen
Ebene ein ringförmiges
Großlager 5 auf,
in welchem ein Drehschemel 6 mittels mehrerer Führungsrollen 7,
die vorzugsweise gleichmäßig über den
Umfang verteilt sind, um eine Hochachse frei drehbar gelagert ist.
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Der
Drehschemel 6 trägt
zwei Antriebseinheiten 8, 9 mit jeweils zumindest
einem elektromotorisch angetriebenen Antriebsrad 10, 11,
wobei die Antriebseinheiten 8, 9 derart am Drehschemel 6 befestigt
sind, dass die Antriebsräder 10, 11 radial
gegenüberliegend
angeordnet und deren Drehachsen senkrecht auf eine an den Kreisring
des ringförmigen Großlagers 5 angelegte
Tangente ausgerichtet sind.
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Zweckmäßigerweise
ist jede Antriebseinheit 8, 9 von einem separaten
Montagerahmen 12 aufgenommen, der seinerseits als Montageeinheit
am Drehschemel 6 festlegbar ist (1, 3).
Selbstverständlich
besteht auch die Möglichkeit,
die Antriebseinheiten 8, 9 direkt am Drehschemel 6 festzulegen
(nicht näher
gezeigt).
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Um
eine mechanische Entkoppelung der Antriebseinheiten 8, 9 von
der Anschlusskonstruktion, bestehend aus Drehschemel 6 und
Tragrahmen 1, 2, zu bewerkstelligen und demgemäß die Schallemission
wesentlich zu mindern, ist es vorteilhaft, zwischen den Antriebseinheiten 8, 9 und
der Anschlusskonstruktion Elastomere, beispielsweise Metall-Gummi-Elemente,
die auch als „Schwingmetalle" bezeichnet werden,
anzuordnen.
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Als
Elektromotoren 13 zum Antrieb der Antriebsräder 11, 12 finden
vorzugsweise an sich bekannte bürstenlose
Synchron-Servomotoren mit entsprechend zugeordneten Motorreglern 14 Anwendung.
Die Elektromotoren 13 können
ihrerseits ein Übersetzungsgetriebe
aufweisen oder getriebelos ausgebildet sein.
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Die
erforderliche elektrische Energie wird vorliegend von Akkumulatoren 15 bereitgestellt,
die ihrerseits im drehenden System angeordnet, d. h., am Drehschemel 6 befestigt
sind.
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Demgegenüber ist
es jedoch nicht ausgeschlossen, die Elektroenergie über einen
Kabelanschluss und/oder an sich bekannte Schleifringübertrager
bereitzustellen (nicht näher
gezeigt).
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Wie
der 1 weiter zu entnehmen ist, ist eine elektronische
Regel- und Steuereinheit 16 vorgesehen, die ihrerseits
ebenfalls vom Drehschemel 6 getragen wird. Die elektronische
Regel- und Steuereinheit 16 ist über die besagten Motorregler 14 mit den
Elektromotoren 13 elektrisch verbunden.
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Als
zweckmäßig hat
sich des Weiteren erwiesen, wenn ein oder mehrere Elektromotoren 13 sowohl
als Antriebsmotoren als auch als elektrische Generatorbremsen ausgebildet
sind. D. h., der Antriebsmotor wird beim Abbremsen als Generator
verwendet, indem der vom Generator erzeugte elektrische Strom zurück in den
Akkumulator 15 gespeist wird. Ein derartiger Vorgang wird
in der Fachwelt auch als „Rekuperation" bezeichnet.
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Um
einen sicheren Halt der Bühne
an einem vorbestimmten Standort zu gewährleisten, weist zumindest
eines der Antriebsräder 10, 11 eine
an sich bekannte und demgemäß hier nicht
näher gezeigte, vorzugsweise
elektrisch, betätigbare
Feststellbremse auf.
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Des
Weiteren kann es für
bestimmte Fahr- und/oder Drehbewegungen der Bühne angezeigt sein, dass sich
Tragrahmen 1, 2 und Drehschemel 6 gleichsinnig
bewegen bzw. drehen. Zur Gewährleistung
einer solchen gleichsinnigen Bewegung sind besagte Tragrahmen 1, 2 mit
dem jeweils zugeordneten Drehschemel 6, eine Relativbewegung
zwischen denselben verhindernd, wenigstens vorübergehend kraft- und/oder formschlüssig verriegelbar.
Hierfür bieten
sich beispielsweise an sich bekannte mechanische, vorzugsweise jedoch
elektromechanisch betriebene Verriegelungselemente, wie Verriegelungsbolzen
o. dgl. an, die sich einenends an dem einen der beiden korrespondierenden
Bauteile abstützen und
anderenends in eine geeignete Aufnahme des anderen Bauteils eingreifen
(nicht näher
dargestellt).
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Wie
bereits oben dargetan, kann zur Regelung und Steuerung aller Elektromotoren 13 auch eine
gemeinsame elektronische Regel- und Steuereinheit 16 vorgesehen
sein, die ihrerseits gestattet, die Antriebsräder 10, 11 sowohl
mit unterschiedlicher Drehzahl als auch mit unterschiedlicher Drehrichtung zu
beaufschlagen.
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So
können
beispielsweise die Antriebsräder 10, 11 sowohl
im Stand als auch während
der Fahrt des Tragrahmens 1, 2 bzw. der aus denselben
gebildeten komplexen Baueinheit derart mit unterschiedlicher Drehzahl
und Drehrichtung beaufschlagbar sein, dass bei Vermeidung der Veränderung
einer einmal eingestellten Ausrichtung des Tragrahmens 1, 2 bzw.
der gebildeten Baueinheit eine Drehbewegung des Drehschemels 6 innerhalb
des jeweiligen Tragrahmens 1, 2 von einer bestimmten
Ausgangsstellung zu einer bestimmten Sollwinkelstellung gestattet
ist.
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Für den Fachmann
sicherlich leicht nachvollziehbar ist es insbesondere bei einer
vollautomatischen Regelung und Steuerung der Fahr- und/oder Drehbewegungen
der Bühne
unabdingbar, laufend die aktuelle Stellung des Drehschemels 6 zum
Tragrahmen 1, 2 bzw. dessen Drehwinkel zu erfassen.
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Vorliegend
ist demgemäß jedem
Drehschemel 6 zumindest ein Winkelaufnehmer 17 zugeordnet.
Die durch denselben erfassten Messwerte werden der Regel- und Steuereinheit 16 bereitgestellt, die
ihrerseits in Auswertung derselben sowie voreingegebener, die gewünschte Fahr-
und/oder Drehbewegung der Bühne
kennzeichnender Datensätze, Steuersignale
für die
Elektromotoren 13 generiert.
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Ein
derartiger Winkelaufnehmer 17 kann beispielsweise durch
einen an sich bekannten Drehrichtungs- und Drehwinkelsensor gebildet
sein.
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Ebenso
ist vorliegend ein an sich bekanntes Geschwindigkeits- und Positionserfassungssystem mit
vorzugsweise Funkdatenübertragung
zur elektronischen Regel- und Steuereinheit 16 und/oder
zu einem nicht näher
gezeigten Bedienpult vorgesehen, welches die Regelung und Steuerung
sowie eine etwaige Überwachung
der Bewegungen der Bühne
erleichtert.
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Vermittels
des besagten Bedienpultes kann die Regel- und Steuereinheit 16 komfortabel
für automatisch
abzufahrende Fahrwege programmiert werden.
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Denkbar
ist es jedoch auch, statt einer vorab durchzuführenden Programmierung der
Regel- und Steuereinheit 16 ein an sich bekanntes Spurdraht-Führungssystem
vorzusehen.
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Bühnen mit
insbesondere größeren Abmessungen
sind im Allgemeinen mit einer Mehrzahl Stützelementen 3 der
vorbeschriebenen Art ausgerüstet. Im
Fahrbetrieb kann sich dabei ein Zustand einstellen, bei dem beispielsweise
beim Durchfahren einer Senke ein Antriebsrad 10, 11 den
Kontakt zum Fahrplanum 4 verliert. In der Folge würde die
Bühne respektive
der Tragrahmen 1, 2 nicht die gewünschte Fahrbewegung
ausführen
können
oder gar stehenbleiben.
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Um
diesem Umstand zu begegnen, kann die Antriebseinheit 8, 9 samt
Antriebsrad 10, 11 alternativ zu einer starren
Aufhängung
in Grenzen vertikal verstellbar ausgebildet sein.
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Gem. 3 ist
zur vertikalen Verstellung der Antriebseinheit 8, 9 eine
Lineareinheit 18 vorgesehen, die ihrerseits als Bindeglied
zwischen der Antriebseinheit 8, 9 und der Anschlusskonstruktion
fungiert, indem dieselbe vorliegend zum einen mit dem oben bereits
erwähnten
Montagerahmen 12 fest verbunden ist und zum anderen die
Antriebseinheit 8, 9 samt Antriebsrad 10, 11 trägt.
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Einfach
und kostengünstig
kann die beabsichtigte Vertikalverstellung mittels eines an sich
bekannten Linearlagers und eines Federelementes 19, vorliegend
einer Spiraldruckfeder, bewerkstelligt werden, mit deren Hilfe die
Antriebseinheit 8, 9 mit einer definierten Federkraft
gegen das Fahrplanum 4 beaufschlagbar ist.
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Die 4a bis 4c zeigen äußerst schematisch
die vertikal verstellbare Antriebseinheit 8, 9 in
drei verschiedenen Betriebsstellungen.
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So
ist zunächst
in 4a eine Normalposition der Antriebseinheit 8, 9 gezeigt.
Die Antriebseinheit 8, 9 samt Antriebsrad 10, 11 befindet
sich in einer vertikalen Ausgangsposition bei ±0 mm. Die Unterkante des
Antriebsrades 10, 11 liegt auf gleicher Höhe wie die
Unterkante der Laufbeläge
der nicht näher
gezeigten Stützelemente 3.
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Davon
abweichend ist in 4b eine „eingefederte" Betriebsstellung
der Antriebseinheit 8, 9 gezeigt, bei der dieselbe
eine Erhöhung,
beispielsweise eine Bodenwelle oder ein Hindernis überfährt. Die Antriebseinheit 8, 9 federt
gegen die Federkraft des eingebauten Federelementes 19 ein,
wobei der eingestellte Einfederweg sich an zu erwartenden Bedingungen
orientiert.
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4c zeigt
schließlich
eine „ausgefederte" Betriebsstellung
der Antriebseinheit 8, 9, die beispielsweise durch
eine Bodensenke bewirkt wird, indem die Antriebseinheit 8, 9 und
demgemäß das Antriebsrad 10, 11 mittels
Federkraft gegen das Fahrplanum 4 aktiv gedrückt wird.
Sicherlich orientiert man sich bei der Einstellung auch diesen Federweges
an den zu erwartenden Bedingungen.
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Die
Federkraft und demgemäß der Anpressdruck
gegen das Fahrplanum 4 kann durch einfaches Austauschen
von an den jeweiligen Einsatzzweck ausgelegten Federelementen 19 erfolgen.
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Denkbar
ist es jedoch auch und durch die Erfindung mit erfasst, die Lineareinheit 18 durch
einen elektrischen Hubspindel-, Zahnstangen- oder sonstigen Trieb
zu bilden, mit dessen Hilfe ein Absenken und Lüften der Antriebseinheit 8, 9 samt
Antriebsrad 10, 11 gestattet und/oder die Federkraft
des besagten Federelementes 19 einstellbar ist (nicht näher gezeigt).
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Als
besonders vorteilhaft wird eingeschätzt, wenn der Tragrahmen 1, 2 mit
Drehschemel 6, Antriebseinheiten 8, 9 und
Nebenaggregaten bereits als fertig vormontierte Moduleinheit ausgebildet
ist bzw. zur Verfügung
steht.
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Eine
solche Moduleinheit kann in Kombination mit weiteren bereits die
Bühne ausbilden,
indem die Muduleinheit/en mit einer geeigneten Beplankung 20 (4a–c) versehen
werden.
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Wie
in 2 näher
gezeigt können
auch zwei oder mehr, vorliegend zwei solcher Moduleinheiten mit
einer bereits vorgefertigten Bühnenaufbaustruktur
verbunden werden, wobei die Moduleinheiten nicht zwingend unmittelbar
benachbart angeordnet sein müssen.
Insoweit wird es auch als zweckmäßig erachtet,
für die
Ausrüstung
von größeren zu verfahrenden
Konstruktionen, die Moduleinheiten nach Möglichkeit weit außen und
mittig anzuordnen, um bestmögliche
Manövrierbarkeit
zu erzielen.
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Ebenso
ist es nicht zwingend, wie vorstehend beschrieben, die Stützelemente 3 direkt
am Tragrahmen 1, 2 zu befestigen, sondern dieselben können auch
an jedem anderen geeigneten Punkt der Bühnenkonstruktion außerhalb
des eigentlichen Tragrahmens 1, 2 befestigt sein
(nicht näher
dargestellt).
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In
den 5a–d
sind beispielgebend einige von vielen möglichen Bewegungsarten einer
aus zwei Tragrahmen 1, 2 respektive zwei erfindungsgemäß ausgebildeten
Moduleinheiten zusammengesetzten Bühne bzw. Baueinheit dargestellt.
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Durch
Beaufschlagung beider Antriebsräder 10, 11 der
Drehschemel 6 mit einer Differenzdrehzahl verdreht sich
der Drehschemel 6 und die Antriebsachsen der Antriebsräder 10, 11 nehmen
den gewünschten
Lenkwinkel ein, ohne das sich der Tragrahmen 1, 2 in
seiner Lage verändert.
Hierbei wirken sowohl die Stützelemente 3 als
auch der jeweils benachbart angeordnete Tragrahmen 1, 2 als
sogenannte Momentenstütze.
Diese Lenkbewegung kann sowohl im Stand als auch während der
Fahrt ausgeführt
werden.
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Die
Auswahl, ob die Tragrahmen 1, 2 bzw. die Moduleinheiten
nebeneinander oder hintereinander angeordnet sind, beeinflusst nicht
deren Funktionsfähigkeit
im Sinne der Erfindung, sondern erfolgt lediglich durch die Definition
der 0°-Position
ausschließlich
softwaremäßig und
wird vorzugsweise mittels Wahlschalter am Bedienpult eingestellt.
Die Drehschemel 6 nehmen durch eine bestimmte softwaremäßige Ansteuerung
der Elektromotoren 13 der vorliegend zwei Antriebseinheiten 8, 9 automatisch die
entsprechende Lenkposition ein.
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In 5a sind
sowohl eine „Vektorfahrt" (geradliniger Pfeil)
als auch eine „Kurvenfahrt" (gekrümmter Pfeil)
dargestellt.
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Der
Modus „Vektorfahrt" dient zum Ausführen von
geradlinigen Fahrten mit variabler Geschwindigkeit und/oder Richtung.
Die Tragrahmen 1, 2 (Moduleinheiten) verbleiben
in der einmal eingestellten Ausrichtung. Die Tragrahmen 1, 2 können wie
gezeigt nebeneinander oder hintereinander angeordnet sein. Beide
Tragrahmen 1, 2 fahren vorliegend mit dem gleichen
Lenkwinkel von ±180°. Selbstverständlich sind
auch andere Lenkwinkel im Bereich von 0° bis 360° realisierbar.
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Um
den Modus „Kurvenfahrt" auszuführen, bedarf
es lediglich einer softwaremäßig anderen
Ansteuerung der Elektromotoren 13, um auch hier die Ausrichtung
der Tragrahmen 1, 2 während der Fahrt beizubehalten.
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Was
die 5b und 5c anbelangt,
sind hier „Kurvenfahrten" gezeigt, bei denen
die Tragrahmen 1, 2 ihre Ausrichtung entsprechend
der gewählten
Kurve verändern,
vorliegend der Kurve folgen.
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Bezug
nehmend auf 5b sind die Tragrahmen 1, 2 hintereinander
angeordnet. Die Lenkung geschieht hier durch Lenkeinschlag des Drehschemels 6 des
in Fahrtrichtung gesehen vorderen Tragrahmens 1 bis maximal ±90°. Der Lenkeinschlag des
Drehschemels 6 des hinteren Tragrahmens 2 bleibt
bei 0°.
Die Drehzahl der Antriebsräder 10, 11 des
Drehschemels 6 des hinteren Tragrahmens 2 wird
entsprechend des Lenkwinkels reduziert.
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Gem. 5c sind
die Tragrahmen 1, 2 nebeneinander angeordnet.
Die Lenkwinkel der Drehschemel 6 beider Tragrahmen 1, 2 sind
bei 0° eingestellt.
Die Lenkbewegung erfolgt durch unterschiedliche Drehzahlen aller
Antriebsräder 10, 11.
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In 5d ist
des Weiteren der Modus „Drehen" schematisch dargestellt.
Dieser Modus dient zum Ausführen
von Drehbewegungen auf der Stelle mit variabler Geschwindigkeit
und Drehrichtung. Die Lenkwinkel der Drehschemel 6 beider
Tragrahmen 1, 2 (Moduleinheiten) sind bei 0° eingestellt.
Die Drehbewegung wird durch unterschiedliche Drehrichtung und Drehzahlen
der Antriebsräder 10, 11 bewerkstelligt.
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Schließlich sei
angemerkt, dass es auch gewünscht
sein kann, dass im Stand und/oder während der Fahrt eine Relativbewegung
zwischen einem Drehschemel 6 und dem jeweils zugeordneten
Tragrahmen 1, 2 wirkungsvoll verhindert sein soll.
Eine solche starre Verbindung ist dann mittels beispielsweise eines
oder mehrerer oben bereits beschriebener mechanischer, vorzugsweise
elektromechanisch betriebener Verriegelungselemente realisierbar (nicht
näher dargestellt).
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Vorstehende
Ausführungsbeispiele
stellen auf eine verfahrbare Bühne
mit wenigstens zwei Tragrahmen 1, 2 ab.
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Durch
die Erfindung mit erfasst ist jedoch auch eine verfahrbare Bühne mit
lediglich einem Tragrahmen 1 bzw. 2 der erfindungsgemäßen Art
(nicht dargestellt), wobei auch in dieser Konstellation sowohl Vektor-
und Kurvenfahrten als auch Drehbewegungen gestattet sind.
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Des
Weiteren bieten die vorstehend beschriebenen Anordnungen auch die
Möglichkeit, dass
ein mit einer Beplankung 20 versehener Drehschemel 6 lediglich
als Drehbühne
fungiert, und der Tragrahmen 1, 2 an sich feststeht,
wobei die Stützelemente 3 als
Momentenstütze
wirken oder der Tragrahmen 1, 2 mittels anderer
an sich bekannter Maßnahmen
am Drehen gehindert wird (nicht näher gezeigt).
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- 1
- Tragrahmen
- 2
- Tragrahmen
- 3
- Stützelemente
- 4
- Fahrplanum
- 5
- Großlager
- 6
- Drehschemel
- 7
- Führungsrollen
- 8
- Antriebseinheit
- 9
- Antriebseinheit
- 10
- Antriebsrad
- 11
- Antriebsrad
- 12
- Montagerahmen
- 13
- Elektromotor
- 14
- Motorregler
- 15
- Akkumulatoren
- 16
- Regel-
und Steuereinheit
- 17
- Winkelaufnehmer
- 18
- Lineareinheit
- 19
- Federelement
- 20
- Beplankung