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DE102005055970A1 - Individualisierbare Steuerung für ein arbeitsbelastungs-sensitives Informationssystem - Google Patents

Individualisierbare Steuerung für ein arbeitsbelastungs-sensitives Informationssystem Download PDF

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DE102005055970A1
DE102005055970A1 DE200510055970 DE102005055970A DE102005055970A1 DE 102005055970 A1 DE102005055970 A1 DE 102005055970A1 DE 200510055970 DE200510055970 DE 200510055970 DE 102005055970 A DE102005055970 A DE 102005055970A DE 102005055970 A1 DE102005055970 A1 DE 102005055970A1
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Uli Dipl.-Psych. Föhl
Matthias Dipl.-Ing. Krebs
Andreas Dipl.-Ing. Proettel
Dimitra Dr. Dipl.-Psych. Theofanou
Rainer Dr. Heers
Klaus-Peter Dr.-Ing. Kuhn
Siegfried Dipl.-Ing. Rothe
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Mercedes Benz Group AG
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DaimlerChrysler AG
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C21/00Navigation; Navigational instruments not provided for in groups G01C1/00 - G01C19/00
    • G01C21/26Navigation; Navigational instruments not provided for in groups G01C1/00 - G01C19/00 specially adapted for navigation in a road network
    • G01C21/34Route searching; Route guidance
    • G01C21/36Input/output arrangements for on-board computers
    • G01C21/3626Details of the output of route guidance instructions
    • G01C21/3641Personalized guidance, e.g. limited guidance on previously travelled routes

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Abstract

Moderne Informationssysteme bei Kraftfahrzeugen stellen auf der Basis zunehmend komplexer werdenden Systemen zur Fahrzeugführung und zur Bedienung von Komfortfunktionen eine ebenfalls zunehmende Informationsfülle dem Fahrzeugführer zur Verfügung. Ob sich ein Fahrzeugführer hierdurch überansprucht fühlt, ist zunächst situationsspezifisch, hängt aber in beachtlichem Maß auch von individuellen Eigenschaften, also von Persönlichkeitsmerkmalen des Fahrzeugführers, ab. Das Informationssystem wird deshalb so ausgestaltet, dass eine Möglichkeit zur Individualisierung der Informationssteuerung vorgesehen ist, bei welcher die den Informationstypen standardmäßig zugeordneten Belastungsgrenzwerte entsprechend eines individuellen informationsempfängerbezogenen Sensitivitätswertes erhöht oder erniedrigt werden. Dies hat zur Folge, dass die Ausgabe bestimmter Informationstypen in Abhängigkeit des Sensitivitätswertes abweichend von der Standardausgabe erfolgt. Bei einer durch den Sensitivitätswert bedingten Erhöhung der Belastungsgrenzwerte wird auch noch bei einer aktuell höheren Belastung des Informationsempfängers eine Informationsausgabe erfolgen als dies standardmäßig üblich wäre; entsprechend wird bei einer durch den Sensitivitätswert bedingten Erniedrigung der Belastungsgrenzwerte die Ausgabe eines bestimmten Informationstyps bereits bei niedriger aktueller Belastung des Informationsempfängers unterdrückt als dies standardmäßig üblich wäre.

Description

  • Die Erfindung betrifft die variable, mehrstufige Steuerung für ein arbeitsbelastungs-sensitives Informationssystem nach dem Oberbegriff des Patentanspruch 1.
  • Moderne Informationssysteme bei Kraftfahrzeugen stellen auf der Basis zunehmend komplexer werdenden Systemen zur Fahrzeugführung und zur Bedienung von Komfortfunktionen eine ebenfalls zunehmende Informationsfülle dem Fahrzeugführer zur Verfügung, mit der Folge, dass er hierdurch möglicherweise einer Überforderung ausgesetzt ist und damit eine Gefährdung im Straßenverkehr nicht ausgeschlossen werden kann. Eine Überforderung kann insbesondere dann entstehen, wenn der Fahrzeugführer ohnehin durch auf ihn einwirkende Faktoren, beispielsweise bedingt durch das Verkehrsumfeld oder die vorherrschende Witterung, einer erhöhten Belastung im Rahmen seiner Fahraufgabe unterliegt. Ob sich ein Fahrzeugführer jedoch überansprucht fühlt ist zwar zunächst situationsspezifisch, hängt aber in beachtlichem Maß auch von individuellen Eigenschaften, also von Persönlichkeitsmerkmalen des Fahrzeugführers ab.
  • In der deutschen Offenlegungsschrift DE 102 55 436 A1 wird ein Informationssystem für ein Kraftfahrzeug beschrie ben. Dazu wird die Informationsausgabe an die jeweilige Belastung des Fahrzeugführers angepasst, um ein Überforderung oder ein übermäßiges Ablenken des Fahrzeugführers vom Verkehrsgeschehen zu vermeiden. Hierzu werden die Ausgabestrategie und die Informationsdichte von Meldungen an die augenblickliche Belastung des Fahrzeugführers angepasst. Damit die Informationsausgabe zusätzlich zu einer belastungsabhängigen Steuerung in Bezug auf den Fahrzeugführer individualisiert werden kann, greift das Informationssystem auf einen Profilspeicher zurück, welcher zumindest das Benutzerprofil des Fahrzeugführers enthält. Das Benutzerprofil eines Fahrzeugführers beschreibt dessen Vorlieben, insbesondere in Bezug darauf, in welchen Fahrsituationen er welche Ausgabeformen bevorzugt. Angaben wie die Anpassung der Ausgabeformen an ein gegebenes Nutzprofil konkret erfolgen soll sind der Schrift nicht zu entnehmen.
  • Ein in Abhängigkeit von der aktuellen Belastung des Fahrzeugführers gesteuertes Informationssystem wird auch in der europäischen Offenlegungsschrift EP 1 415 864 A1 aufgezeigt. Hierbei werden für auszugebende Information unterschiedliche Typen definiert. Beispielsweise werden auszugebende Navigationshinweise in drei Informationstypen ,mit Zusatzinformationen komfortabel erweitert' (Point-of-interest-display), ,detailliert' (Detailed Navigation Instructions) und ,kurz und prägnant' (Turn-by-turn instructions) eingruppiert. Auch werden Warnhinweise in unterschiedliche Informationstypen gruppiert (,Critical Safety Messages', ,Vehicle Warning Messages' oder ,Operationally Significant Vehicle Systems'). Jeder dieser Informationstypen ist ein bestimmter Belastungsgrenzwert zugeordnet. Überschreitet die ermittelte Belastung des Fahrzeugführers den einem bestimmten Informationstyp zugeordneten Belastungs grenzwert, so wird die Ausgabe der diesem Informationstyp zugeordneten Information unterdrückt.
  • In einer ersten Stufe der in der EP 1 415 864 A1 beschriebenen Informationssteuerung hängt somit die Entscheidung über die Ausgabe bzw. die Unterdrückung von Information von einem Vergleich zwischen dem der Information zugeordneten Belastungsgrenzwert mit der aktuellen Belastung des Fahrzeugführers ab. Um eine Individualisierung der Informationssteuerung zu erreichen ist ein weiterer Verfahrensschritt vorgesehen. Hierbei wird die zuvor getroffene Entscheidung über die Ausgabe bzw. die Unterdrückung von Information vor deren endgültiger Wirkung einem Plausibilitätstest unterzogen. Dabei wird einer, von vorzugsweise mehreren Parametern dieses Plausibilitätstests durch ein vorgebbares Benutzerprofil gebildet. Prinzipbedingt nimmt hierbei jedoch die Komplexität des dem Plausibilitätstest zugrunde zu legende Regelwerks, mit zunehmender Anzahl wählbarer Benutzerprofile und unterschiedlicher Informationstypen signifikant zu.
  • Aufgabe der Erfindung ist es ein Verfahren zur Steuerung eines arbeitsbelastungs-sensitiven Informationssystems gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 zu finden, welches ohne signifikante Zunahme an Verarbeitungskomplexität die Individualisierung auf eine große Zahl von Nutzerprofilen erlaubt.
  • Die Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung werden durch die untergeordneten Patentansprüche beschrieben.
  • Bei dem Informationssystem zur Steuerung eines arbeitsbelastungs-sensitiven Informationssystems werden auszugebende Informationen in unterschiedliche Typen von Information unterteilt. So ist es beispielsweise denkbar, Navigationshinweise in unterschiedlich zeitlich aufwendige Informationstypen ,mit Zusatzinformationen komfortabel erweitert' (Point-of-interest-display), ,detailliert' (Detailed Navigation Instructions) und ,kurz und prägnant' (Turn-by-turn instructions) zu unterteilen. Andereseits könnte eine Information auch mittels unterschiedlich wahrnehmbarer Informationstypen ,schriftliche Mitteilung' ,synthetisierte Sprachausgabe' oder ,optische Signalleuchte' oder ,akustisches Warnsignal' realisiert sein. Selbstverständlich ist es auch denkbar Informationen in Informationstypen gebildet durch Kombination von Merkmalen unterschiedlichen zeitlichen Aufwandes und unterschiedlicher Wahrnehmbarkeit aufzuteilen.
  • Den unterschiedlichen durch das Informationssystem gesteuerten Informationstypen bzw. einer Gruppe von Informationstypen wird jeweils ein Belastungsgrenzwert zugeordnet. Dabei dient dieser Belastungsgrenzwert dazu, zu entscheiden, ob ein bestimmter Informationstyp in einer bestimmten Situation ausgegeben werden kann oder ob er unterdrückt werden muss. Bei dieser Entscheidung wird der Belastungsgrenzwert mit der aktuellen Belastung des Informationsempfängers verglichen; dann wenn der Belastungsgrenzwert eines bestimmten Informationstyps kleiner als die aktuelle Belastung ist, wird die Ausgabe dieses Informationstyps unterdrückt.
  • In besonders vorteilhafter Weise ist das erfindungsgemäßen Verfahr so ausgestaltet, dass eine Möglichkeit zur Individualisierung der Informationssteuerung vorgesehen ist, bei welcher die den Informationstypen standardmäßig zugeord neten Belastungsgrenzwerte entsprechend eines individuellen informationsempfängerbezogenen Sensitivitätswertes erhöht oder erniedrigt werden. Dies hat zur Folge, dass die Ausgabe bestimmter Informationstypen in Abhängigkeit des Sensitivitätswertes abweichend von der Standardausgabe erfolgt. Bei einer durch den Sensitivitätswert bedingten Erhöhung der Belastungsgrenzwerte wird auch noch bei einer aktuell höheren Belastung des Informationsempfängers eine Informationsausgabe erfolgen als dies standardmäßig üblich wäre; entsprechend wird bei einer durch den Sensitivitätswert bedingten Erniedrigung der Belastungsgrenzwerte die Ausgabe eines bestimmten Informationstyps bereits bei niedriger aktueller Belastung des Informationsempfängers unterdrückt als dies standardmäßig üblich wäre.
  • Nachfolgend wird die Erfindung mit Hilfe von Figuren im Detail erläutert. Dabei zeigt
  • 1 drei Diagramme, welche beispielhaft das Zusammenwirken von Informationstypen, Belastungsgrenzwerten und Sensitivitätswerten aufzeigt (IBS-Modell),
  • 2 zeigt ein mit 1 vergleichbares IBS-Modell jedoch für eine Vielzahl von Informationstypen,
  • 3 zeigt das Zusammenwirken des IBS-Modells mit der Einheit zur Schätzung der aktuellen Belastung des Informationsempfängers und der Informationsausgabe.
  • In 1 sind beispielhaft 3 Diagramme (IBS-Modelle) aufgezeigt, welche das Zusammenwirken von Informationstypen (1, 2, 3), Belastungsgrenzwerten BGW und Sensitivitätswerten SW aufzeigen. Dem Diagramm liegt die Annahme zu Grunde, dass eine bestimmte Information in 3 unterschiedliche Informa tionstypen aufgegliedert wird. So ist es denkbar, dass es sich hierbei um Navigationsinformation handelt, welche in die Informationstypen ,mit Zusatzinformationen komfortabel erweitert' (1), ,detailliert' (2) und ,kurz und prägnant' (3) unterteilt ist. Entlang der Abszisse der Diagramme ist der gewählte Sensitivitätswert SW aufgetragen. Dieser sei von einem Minimalwert ,min' (immer maximal möglich Information) über einen Mittelwert ,med.' (mehrschichtig an die Belastung angepasste Informationsdarbietung) bis zu einem Maximalwert ,max' (sowenig wie möglich, bzw. keine, Information) wählbar. Entlang der Ordinate der Diagramme ist der den einzelnenn Informationstypen auf Grund des Sensitivitätswertes SW zuzuordnende Belastungsgrenzwert BGW aufgetragen. Hier nimmt der Belastungsgrenzwert BGW einen Wert zwischen 0 und 10 ein. Diese Grenzen sind jedoch frei, in Abhängigkeit der Applikation wählbar und hängen im Wesentlichen von der Bandbreite der schätzbaren Belastung des Informationsempfängers ab; meist bedeutet ,0' keine Belastung und ,10' maximal denkbare/schätzbare Belastung des Informationsempfängers.
  • Wird nun zur Individuallisierung der Informationsausgabe ein Sensitivitätswert in der Nähe des Minimalwertes ,min' gewählt, wie in 1a) dargestellt, so werden im Rahmen der Informationsausgabe nur die Informationstypen (1) und (2) verwendet werden. Hierbei wird dem Informationstyp (1) ein Belastungsgrenzwert von ungefähr ,7' zugeordnet; der Informationstyp (2) erhält den maximalen Belastungsgrenzwert BGW, hier ,10' zugeordnet. Also dann, wenn die aktuelle Belastung des Informationsempfängers größer als 7 ist, wird die Informationsausgabe auf die Ausgabe des Informationstyps (2) beschränkt. Auf das vorliegende Beispiel bezogen bedeutet dies konkret: Dann, wenn die aktuelle Belastung des Informationsempfängers ,8' beträgt, wird die Ausgabe von Navigationsinformation auf ,detaillierte' Information beschränkt, eine Ausgabe von ,mit Zusatzinformation komfortabel erweiterte' Information wird unterdrückt.
  • In 1b) wird exemplarisch die Wirkung einer Einstellung des Sensitivitätswertes SW in die Nähe von ,med' aufgezeigt. Hierdurch ergibt sich eine Nutzungsmöglichkeit aller vorhandenen Informationstypen. Der Informationstyp (1) erhält eine Belastungsgrenzwert BGW um die ,4', Informationstyp (2) erhält einen Belastungsgrenzwert BGW um die ,7' und Informationstyp (3) erhält den maximalen Belastungsgrenzwert, hier ,10', zugeordnet. Nimmt die aktuelle Belastung des Informationsempfängers nun einen Wert von ,6' an, so ist die Ausgabe von Information auf die Informationstypen (2) und (3) beschränkt. Dies bedeutet bei dem vorliegenden Beispiel konkret, dass eine Navigationsinformation allenfalls ,detailliert' (2) oder ,kurz und prägnant' (3) ausgegeben werden wird. Die Ausgabe von ,mit Zusatzinformation komfortabel erweiterte' Information würde unterdrückt werden. Die Möglichkeit bei der Ausgabe der Information auf die unterschiedlich ausgeprägten Informationstypen (2) oder (3) zurückgreifen zu können erlaubt es beispielsweise die Informationsausgabe an zur Informationsausgabe vorhandene Zeitlücken anzupassen; so ist oft nicht genügend Zeit detailierte Information (ensprechend Informationstyp (2)) auszugeben, so dass dann besser auf kurze und prägnante Information (Informationstyp (3)) ausgewichen werden sollte. In einer anderer mögichen Ausprägung der Erfindung ist es aber sehr wohl auch denkbar die Informationsausgabe gezielt auf denjenigen Informationstyp zu beschränken, in dessen Bereich innerhalb des IBS-Modells der Schnittpunkt zwischen der aktuellen Belastung des Informationsempfängers und dem gewählten Sensitivitätswert SW zum liegen kommt; im Beispiel der 1b würde die Informationsausgabe sodann auf den Informationstyp (2) beschränkt. In dieser Ausgestaltung der Erfindung läßt sich schon vorab, eine konkrete Zuordnung von Informationstyp zu aktuellem Belastungswert des Informationsempfängers festlegen.
  • Eine Wahl des Sensitivitätswertes SW entsprechend dem in 1c) aufgezeigten Beispiel bewirkt, dass selbst bei einer sehr geringen Belastung des Informationsempfängers nur Informationstypen (2) oder (3) ausgegeben werden. Der Informationsempfänger will durch seine Wahl des Sensitivitätswertes SW auf jeden Fall die Ausgebe von ,mit Zusatzinformation komfotabel erweiterter' Navigationsinformation vermeiden.
  • In einer gewinnbringenden Weise ist es möglich die „Nichtausgabe der Information" als einen möglichen Informationstyp zu definieren. Dies angewandt auf das Beispiel in 1c und der Definition von Informationstyp (3) als „Nicht-Information" an Stelle von „kurzer und prägnanter" Navigationsinformation würde bewirken, dass ab einer aktuellen Belastung des Informationsempfängers mit einem Belastungswert größer ,4' eine Informationsausgabe generell unterdrückt würde.
  • In besonders vorteilhafter Weise wäre es denkbar das Informationssystem so auszulegen, dass als Standardeinstellungswert (beispielsweise bei Start des System) ein Anpassung des Systems vorzunehmen, wie es sich aus einem IBS-Modell mit Einstellung des Sensitivitätswertes SW auf ,med.' ergibt.
  • Wie in der 2 aufgezeigt ist es in vorteilhafter Weise denkbar für unterschiedliche Arten von Information eine unterschiedliche Anzahl von Informationstypen zu definieren und auch die den einzelnen Informationstypen zugeordnete Bereiche innerhalb des IBS-Modells unterschiedlich zu gestalten. In dem hier dargestellten Beispiel ist eine Art von Information (beispielsweise: Navigationsinformation) in unterschiedliche Informationstypen (4, 5, 6, 7) gegliedert. Informationstyp 4 wird für unabhängig von einem gewählten Sensitivitätswert SW bei jeder Belastung >'5' unterdrückt. Andererseits kann bei geringer Belastung dieser Informationstyp möglicher Weise auch noch dann ausgegeben werden, wenn der Sensitivitätswert SW zu ,med.' gewählt wird. Bei Wahl des Sensitivitätswertes SW im Bereich zwischen ,min' und ,med.' spielt die Ausgabe der Information in Form des Informationstypen (5) eine wesentliche Rolle. Die Begrenzungslinien dieses Bereichs (5) im IBS-Modell verlaufen teilweise gekrümmt. Der Informationstyp (7) beschreibt einen Typ von Information, welcher egal bei welcher Wahl des Sensitivitätswerts SW und unabhängig der aktuellen Belastung des Informationsempfängers immer ausgegeben werden kann; hierbei kann es sich beispielsweise um ein Notfall- oder Alarmsignal handeln.
  • 3 zeigt schematisch das Zusammenwirken des IBS-Modells mit der Einheit zur Schätzung der aktuellen Belastung des Informationsempfängers (30), der variablen Sensitivitätswerteinstellung (31) und der Informationsausgabe (32). Entsprechend der aktuellen Belastung des Informationsempfängers steht abhängig von der Wahl des Sensitivitätswertes SW fest, welche Informationstypen (1, 2, 3) einen Belastungsgrenzwert BLG aufweisen der über der aktuell geschätzten Belastung liegt und somit der Informationsausgabe (32) zur Aussendung zur Verfügung stehen.
  • Würde für das in der 3 auf gezeigten IBS-Modell jeweils der Informationstyp (3) als „Nicht-Information" defi niert und vereinfacht Informationstyp (1) als ,detaillierte' Information, sowie Informationstyp (2) als „kurze" Information definiert, so ergäbe sich nachfolgende Informationsteuerung in Abhängigkeit vom gewählten Sensitivitätswert SW:
    • – Bei Wahl des Sensitivitätswertes zu ,min' (entsprechend Einstellung (33 → Wunsch „immer maximale Info")) würde der Informationsempfänger immer die dem jeweiligen IBS-Modell zugrunde liegenden Informationen detailliert erhalten.
    • – Die Wahl des Sensitivitätswertes entsprechend der Einstellung (34 → „viel Info")würde bedeuten, dass der Informationsempfänger die Information bei leichter und mittlerer Belastung als ,detaillierte' Information wünscht, und ,kurze' Information bei hoher Belastung.
    • – Die Wahl des Sensitivitätswertes entsprechend der Einstellung (35 → „situations-abhängige Info") würde bedeuten, dass der Informationsempfänger die Information bei leichter Belastung als ,detaillierte' Information wünscht, ,kurze' Information bei mittlerer Belastung und ,keine Information' bei hoher Belastung.
    • – Die Wahl des Sensitivitätswertes entsprechend der Einstellung (36 → „wenig Info") würde bedeuten, dass der Informationsempfänger nur ,kurze' Information bei leichter Belastung und ,keine Information' bei mittlerer und hoher Belastung wünscht.
    • – Die Wahl des Sensitivitätswertes entsprechend der Einstellung (37 → „keine Info") würde bedeuten, dass der Fahrer zu keiner Zeit Information wünscht. Denkbar wäre es bestimmte ,sehr wichtige' Informationen zu definieren, welche auch bei einer derartigen Wahl des Sensitivitätswertes SW noch ausgegeben werden („Achtung – Fehlfunktion bei Bremssystem!").
  • In besonders vorteilhafter Weise ist zur Einstellung des Sensitivitätswertes SW im Umfeld des Informationsempfängers ein durch diesen bedienbares Mittel, insbesondere ein Rändelrad, vorgesehen. Alternativ oder ergänzend wäre es jedoch gewinnbringend auch möglich eine elektronisch gesteuerte Sensitivitätswerteinstellung zur Verfügung zu stellen, diese könnte beispielsweise über elektronisch belegte Tastmittel oder mittels einer über einen Kartenleser einschiebbare Chipkarte bedient werden. Gleichsam wäre es denkbar den Sensitivitätswert SW der Informationsausgabe mittels Funkkommunikation zu beeinflussen; so könnte beispielsweise bei der vorteilhaften Verwendung der Erfindungen in Kraftfahrtzeugen zur Informationsdarbietung für einen Fahrzeugführer ein ferngewirktes, fahrer-inividuelles Einstellen des Sensitivitätswertes bei Autovermietungen oder Fahrschulen erfolgen.

Claims (5)

  1. Verfahren zur Steuerung eines arbeitsbelastungs-sensitiven Informationssystems, bei welchem auszugebende Informationen in unterschiedliche Typen von Information unterteilt werden, bei welchem den unterschiedlichen Informationstypen jeweils ein Belastungsgrenzwert zugeordnet wird, bei welchem die Ausgabe eines bestimmten Informationstyps dann unterdrückt wird, wenn der diesem Informationstyp zugeordnete Belastungsgrenzwert kleiner als ein die aktuelle Belastung des Informationsempfängers beschreibenden Belastungswert ist, und bei welchem eine Möglichkeit zur Individualisierung der Informationssteuerung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Individualisierung der Informationssteuerung dadurch erfolgt, dass die den Informationstypen standardmäßig zugeordneten Belastungsgrenzwerte entsprechend eines einstellbaren, individuellen Sensitivitätswertes erhöht oder erniedrigt werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die „Nichtausgabe der Information" als ein möglicher Informationstyp definiert wird.
  3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzliche Informationstypen definiert werden, deren Ausgabe unabhängig von der aktuellen Belastung des Fahrzeugführers erfolgt.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass unterschiedliche Arten von Information teilweise in eine unterschiedliche Anzahl von Informationstypen unterteilt werden.
  5. Verwendung des Verfahrens bei einem Informationssystem in einem Kraftfahrzeug zur Information des Fahrzeugführers.
DE200510055970 2005-11-22 2005-11-22 Individualisierbare Steuerung für ein arbeitsbelastungs-sensitives Informationssystem Withdrawn DE102005055970A1 (de)

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