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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb einer Brennkraftmaschine,
wobei die Brennkraftmaschine mindestens ein Einlassventil, mindestens
ein Auslassventil, ein Abgasrohr und ein Saugrohr aufweist, wobei
das Einlassventil und das Auslassventil eine Ventilüberschneidung
aufweisen und wobei Abgase von dem Abgasrohr in das Saugrohr rückgeführt werden.
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Die
Erfindung betrifft ferner eine Brennkraftmaschine mit mindestens
einem Einlassventil, mindestens einem Auslassventil, einem Abgasrohr
und einem Saugrohr, wobei das Einlassventil und das Auslassventil
eine Ventilüberschneidung
aufweisen und wobei Abgase von dem Abgasrohr in das Saugrohr rückführbar sind.
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Die
Erfindung betrifft ferner ein Steuergerät für eine Brennkraftmaschine,
wobei die Brennkraftmaschine mindestens ein Einlassventil, mindestens ein
Auslassventil, ein Abgasrohr und ein Saugrohr aufweist, wobei das
Einlassventil und das Auslassventil eine Ventilüberschneidung aufweisen und
wobei Abgase von dem Abgasrohr in das Saugrohr rückführbar sind. Die Erfindung betrifft
auch ein Computerprogramm für
ein derartiges Steuergerät.
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Stand der
Technik
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Das
sich in dem Brennraum der Brennkraftmaschine nach dem Schließen der
Einlassventile befindliche Gasgemisch wird als Brennraumfüllung bezeichnet.
Die Brennraumfüllung
setzt sich aus Luft zusammen, die über das Saugrohr in den Brennraum bei
geöffneten
Einlassventilen gelangt, und aus sogenanntem Restgas. Das Restgas
wird durch die Abgasmasse, die nach der Verbrennung im Zylinder verbleibt
und nicht während
der Öffnungszeit
der Auslassventile ausgeschoben wird, gebildet.
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Der
Restgasanteil in dem Brennraum kann mittels einer sogenannten Abgasrückführung weiter erhöht werden.
Dies kann wünschenswert
sein, da das Restgas die Entflammung und den Verlauf der Verbrennung
beeinflusst. Bei der sogenannten äußeren Abgasrückführung verbindet
ein zusätzliches Ventil
das Saugrohr mit dem Abgasrohr, so dass Abgas von dem Abgasrohr über das
Ventil in das Saugrohr gelangt, sich dort mit der Luft vermischt
und bei geöffnetem
Einlassventil wieder in den Brennraum gelangt.
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Bei
der sogenannten inneren Abgasrückführung gelangt
das Abgas aufgrund gleichzeitig geöffneter Einlass- und Auslassventile,
der sogenannten Ventilüberschneidung,
direkt aus dem Brennraum bzw. von dem Abgasrohr und über den
Brennraum in das Saugrohr. Die Brennraumfüllung kann in Brennkraftmaschinen
mit Ventilüberschneidung
in bestimmten Betriebspunkten bis zu 30% Restgas enthalten.
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Um
eine jederzeit möglichst
optimale Verbrennung bezüglich
der erzeugten Schadstoffe, des Kraftstoffverbrauchs und der Leistung
zu erreichen, muss stets ein dem aktuellen Betriebszustand angemessenes
Luft-Kraftstoff-Verhältnis
für die
Verbrennung in dem Brennraum zur Verfügung stehen. Beispielsweise
liegt die ideale theoretische Verbrennung bei einem Massenverhältnis von
14,7:1. Je nach Betriebsart kann dieser Wert jedoch variieren.
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Zur
Bildung des Luft-Kraftstoff-Gemischs wird in Abhängigkeit von der sich zum Zeitpunkt
der Verbrennung in dem Brennraum befindlichen Luft eine entsprechende
Menge Kraftstoff in den Brennraum oder in das Saugrohr eingespritzt.
Die Bestimmung der erforderlichen Kraftstoffmenge erfolgt somit
in Abhängigkeit
von der in dem Brennraum vorhandenen Luftfüllung, also dem Luftanteil
der Brennraumfüllung.
Die Luftfüllung
wiederum ist abhängig von
dem sogenannten Saugrohrdruck, welcher beispielsweise über einen
in dem Saugrohr angebrachten Drucksensor ermittelt wird. Bei Systemen
mit großer
Nockenwellenüberschneidung
besteht jedoch ein nicht-linearer
Zusammenhang zwischen der Luftfüllung
in dem Brennraum und dem mittels eines Sensors gemessenen Saugrohrdruck.
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Die
Luftfüllung
ist ferner abhängig
von dem Luftdruck und damit von der geographischen Höhe, in welcher
die Brennkraftmaschine betrieben wird.
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Bisherige
Verfahren zur Berechnung der zuzumessenden Kraftstoffmenge verwenden
in einem Näherungsverfahren
einen linearen Zusammenhang zwischen Luftfüllung und Saugrohrdruck, der
jedoch Systeme mit großer
Nockenwellenüberschneidung aufgrund
des Einflusses der inneren Restgasrückführung häufig ungenügend beschreibt.
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Es
sind ferner Verfahren bekannt, die auf komplexen physikalischen
Modellen basieren und beispielsweise Erkenntnisse der Gasdynamik
und der Hydrodynamik einsetzen. Diese Verfahren benötigen jedoch
eine Vielzahl von Modellparametern, zu deren Bestimmung wiederum
eine Vielzahl von Messungen notwendig ist. Zur Auswertung der Modellparameter
ist ferner ein sogenannter Optimierer notwendig, der beispielsweise
in Form eines Computerprogramms in einem Steuergerät abläuft und
mittels der Methode der kleinsten Fehlerquadrate aus einer gegebenen
Menge von Parametern die Modellparameter bestimmt.
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Dieses
Verfahren hat den Nachteil, dass es besonders aufwändig zu
implementieren ist und eine hohe Rechenleistung benötigt. Ferner
müssen
die Modellparameter bzw. das Modell selbst an die zugrundeliegende
Brennkraftmaschine aufwändig
angepasst werden.
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Es
ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein gattungsgemäßes Verfahren
zum Betrieb einer Brennkraftmaschine sowie eine Brennkraftmaschine und
ein Steuergerät
hierfür
derart weiterzuentwickeln, dass der Zusammenhang zwischen der Luftfüllung im
Brennraum und dem Saugrohrdruck möglichst genau mit möglichst
geringem Aufwand bestimmbar ist und damit ein optimierter Betrieb
der Brennkraftmaschine möglich
ist. Insbesondere sollen Ressourcen des Steuergeräts geschont
werden. Ferner soll die Anpassung des Verfahrens an unterschiedliche
Brennkraftmaschinen vereinfacht werden.
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Diese
Aufgabe wird bei einem Betriebsverfahren der eingangs genannten
Art erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
dass
- – ein
Restgaspartialdruck des sich im Brennraum befindenden Restgases
ermittelt wird;
- – ein
Luftpartialdruck der sich zum Zeitpunkt des Schließens des
Auslassventils im Brennraum befindlichen Luft in Abhängigkeit
von dem Restgaspartialdruck ermittelt wird;
- – die
Luftmasse in dem Brennraum für
den Zeitpunkt, in dem das Einlassventil schließt, in Abhängigkeit von dem Luftpartialdruck
ermittelt wird.
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Vorteile der
Erfindung
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
verwendet den Partialdruck des ruckgeführten Restgases und den Partialdruck
des in dem Brennraum verbliebenen Restgases zur Bestimmung der sich
in dem Brennraum befindlichen Luftmasse. Hierbei ist der Partialdruck
der Druck, der in einem Gasgemisch, wie der Luft, einem bestimmten
Gas zugeordnet werden kann. Der Partialdruck entspricht dabei dem
Gesamtdruck, den die Komponente beim alleinigen Ausfüllen des
gesamten Volumens ausüben
würde.
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Die
Partialdrücke
können
beispielsweise unmittelbar für
die Bestimmung der sich in dem Brennraum befindlichen Luftmasse
ermittelt werden. Dadurch ist eine weitgehende Unabhängigkeit
von individuellen Eigenschaften einer Brennkraftmaschine möglich, so
dass eine Anpassung des Verfahrens an unterschiedliche Brennkraftmaschinen
besonders einfach möglich
ist.
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Für die Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens
ist somit keine Erstellung eines komplexen physikalischen Modells
notwendig. Dabei erlaubt es dennoch eine genauere Bestimmung der sich
in dem Brennraum zum Zeitpunkt des Schließens des Einlassventils befindlichen
Luftmasse, als es mit den bekannten Verfahren, die die Nichtlinearität von Brennkraftmaschinen
mit großer
Ventilüberschneidung
nicht berücksichtigenden,
möglich
ist. Ferner ist die Applikation des erfindungsgemäßen Verfahrens
für eine
Brennkraftmaschine auch dadurch vereinfacht, dass keine komplexen
physikalischen Modelle und keine Optimierer für die Bestimmung der Modellparameter
an die Brennkraftmaschine adaptiert werden müssen.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform des
Verfahrens wird
- – ein erstes Partialdruckverhältnis ermittelt,
wobei das erste Partialdruckverhältnis
das Verhältnis des
Partialdrucks des rückgeführten Abgases
zu dem Abgasdruck beschreibt;
- – ein
zweites Partialdruckverhältnis
ermittelt, wobei das zweite Partialdruckverhältnis das Verhältnis des
Partialdrucks des im Brennraum verbleibenden Restgases zu dem Abgasdruck
beschreibt;
- – der
Restgaspartialdruck des sich im Brennraum befindenden Restgases
durch eine Addition des ersten Partialdruckverhältnisses mit dem zweiten Partialdruckverhältnis und
Multiplikation mit dem Abgasdruck ermittelt.
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Der
Abgasdruck kann beispielsweise mittels eines in dem Abgasrohr angebrachten
Drucksensors ermittelt werden. Aus den Partialdruckverhältnissen wird
der Restgaspartialdruck, also der Partialdruck für das gesamte, sich in dem
Brennraum zum Zeitpunkt des Schließens des Einlassventils befindlichen Restgases,
ermittelt. Durch die Verwendung von Partialdruckverhältnissen
ist die Bestimmung des Restgaspartialdrucks besonders einfach möglich. Die Partialdruckverhältnisse
wiederum sind unabhängig von äußeren Einflüssen bestimmbar.
Insbesondere ist der Restgaspartialdruck damit unabhängig von
einem Umgebungsluftdruck ermittelbar. Somit ist ein optimierter
Betrieb der Brennkraftmaschine in unterschiedlichen geographischen
Höhen möglich, ohne dass
eine besondere Anpassung des erfindungsgemäßen Verfahrens notwendig ist.
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Vorzugsweise
wird
- – eine
Temperatur des Luft-Restgas-Gemisches in dem Brennraum zu einem
Zeitpunkt, in dem das Einlassventil schließt, ermittelt;
- – ein
Hubvolumenverhältnis
eines Zylinderhubvolumens zu einem Nominalhubvolumen für den Zeitpunkt,
in dem das Einlassventil schließt,
ermittelt;
- – ein
effektives Hubvolumenverhältnis
ermittelt; und
- – die
Luftmasse in dem Brennraum für
den Zeitpunkt, in dem das Einlassventil schließt, ermittelt, wobei die Luftmasse
in dem Brennraum als Produkt aus dem Luftpartialdruck, der Temperatur
in dem Brennraum und dem effektiven Hubvolumenverhältnis ermittelt
wird.
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Damit
ist eine besonders effiziente Bestimmung der Luftmasse in dem Brennraum
bei gleichzeitiger Unabhängigkeit
von der geographischen Höhe, in
der die Brennkraftmaschine betrieben wird. Das Hubvolumenverhältnis kann
beispielsweise bereits vorab bestimmt werden, so dass die zeitliche
Komplexität
der Bestimmung der Luftmasse möglichst
gering gehalten wird. Ferner ermöglicht
dies eine besonders kostengünstige
Realisierung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
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Vorteilhafterweise
wird das erste Partialdruckverhältnis
in Abhängigkeit
von dem Verhältnis von
einem Saugrohrdruck zu einem Abgasdruck und in Abhängigkeit
von dem Verhältnis
von einem Überschneidungswinkel
zu einer Motordrehzahl ermittelt, wobei der Überschneidungswinkel aus der
Differenz eines Winkels, in dem das Auslassventil schließt, und eines
Winkels, in dem das Einlassventil öffnet, ermittelt wird.
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Moderne
Brennkraftmaschinen weisen häufig
bereits Sensoren für
die Messung des Saugrohrdrucks, der Motordrehzahl, sowie des Kurbelwellenwinkels
auf. Eine Verwendung und Auswertung dieser Sensorsignale ermöglicht damit
eine besonders einfache und kostengünstige Applikation bzw. Verwendung
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
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Der
Abgasdruck kann näherungsweise
dem Umgebungsdruck gleichgesetzt werden. Der Umgebungsdruck kann
z.B. aus dem Saugrohrdrucksensorsignal bestimmt werden, wenn die
Drosselklappe weit geöffnet
ist oder im Start.
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Vorzugsweise
wird das erste Partialdruckverhältnis
mittels eines Kennfelds ermittelt, wobei eine Eingangsgröße durch
einen Quotienten aus dem Saugrohrdruck und dem Abgasdruck und eine andere
Eingangsgröße aus einem
Quotienten aus dem Überschneidungswinkel
und der Motordrehzahl gebildet wird.
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Durch
die Verwendung eines Kennfeldes kann die Bestimmung des ersten Partialdrucks
besonders schnell durchgeführt
werden. Ferner ist die Applikation an eine bestimmte Brennkraftmaschine dadurch
vereinfacht, dass für
diese Brennkraftmaschine lediglich ein Kennfeld bestimmt werden
muss. Die Bildung der Quotienten ermöglicht es ferner, mit einem
zwei-dimensionalen Kennfeld zu arbeiten, obwohl bei der Bestimmung
des ersten Partialdruckverhältnisses
mehr als nur zwei Größen berücksichtigt werden.
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Vorzugsweise
wird das zweite Partialdruckverhältnis
in Abhängigkeit
von einem Winkel ermittelt. Dieser Winkel beschreibt den Kurbelwellenwinkel,
bei dem das Auslassventil schließt. Bis zu diesem Zeitpunkt
herrscht in dem Brennraum und dem Abgasrohr derselbe Druck. Dieser
Winkelwert liegt bereits vor, da dieser bereits für die Bestimmung
des Überschneidungswinkels
verwendet wird.
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In
einer vorteilhaften Weiterbildung des Verfahrens wird das zweite
Partialdruckverhältnis
mittels einer Kennlinie ermittelt, wobei die Kennlinie in Abhängigkeit
des vorgebbaren Winkels das Verhältnis eines
Zylinderhubvolumens zu einem Nominalhubvolumen beschreibt.
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Das
Verhältnis
des Zylinderhubvolumens zu dem Nominalhubvolumen entspricht dem
Verhältnis des
Partialdrucks des in dem Brennraum verbliebenen Restgases zu dem
Abgasdruck und damit dem zweiten Partialdruckverhältnis. Das
Bestimmen des zweiten Partialdruckverhältnisses mittels einer Kennlinie
erlaubt einerseits eine besonders schnelle Ermittlung des zweiten
Partialdruckverhältnisses
und ermöglicht
andererseits eine einfache Applikation, da das Zylinderhubvolumen
durch die Geometrie des Motors vorgegeben ist.
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Vorteilhafterweise
wird der Luftpartialdruck durch Bildung der Differenz aus dem gemessenen Saugrohrdruck
und dem Restgaspartialdruck ermittelt. Der in dem Brennraum herrschende
Druck kann nicht bzw. nur mit sehr hohem Aufwand direkt mittels eines
Sensors erfasst werden. Bei geöffnetem
Einlassventil entspricht jedoch der Saugrohrdruck dem Gesamtdruck
im Brennraum. Zur Bestimmung des Gesamtdrucks wird folglich der
beispielsweise wieder mittels des im Saugrohr angeordneten Drucksensors
ermittelte Saugrohrdruck verwendet.
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Vorzugsweise
wird zur Ermittlung der Temperatur des Luft-Restgas-Gemisches in dem Brennraum die
Temperatur der Luft mit der Differenz aus die Abgastemperatur und
dem Restgaspartialdruck multipliziert, zu diesem Wert das Produkt
aus der Abgastemperatur und dem Restgaspartialdruck addiert und
der so erhaltene Wert durch den Saugrohrdruck dividiert.
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Mit
der Kenntnis der Lufttemperatur und der Abgastemperatur, die beispielsweise
mittels in dem Saugrohr und dem Abgasrohr angebrachter Temperatursensoren
ermittelt werden, wird die Temperatur der gesamten Brennraumfüllung bestimmt.
Hieraus wird zusammen mit dem Partialdruck der sich in dem Brennraum
befindlichen Luft und dem effektiven Hubvolumenverhältnis die
Luftmasse in dem Brennraum bestimmt.
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Die
Abgastemperatur kann auch modelliert werden als Funktion der Kühlwassertemperatur,
der eingespritzten Kraftstoffmasse und der Zeit nach Motorstart.
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Diese
Berechnung basiert auf der sogenannten Mischungsformel für Temperaturen,
mit der die Temperatur eines Gasgemisches aus den Temperaturen der
an dem Gemisch beteiligten Gase ermittelbar ist. Eine Anwendung
der Mischungsformel innerhalb des erfindungsgemäßen Verfahrens ist möglich, da
die grundsätzliche
Anwendbarkeit der Mischungsformel auf den Massenverhältnissen
der beteiligten Gase beruht. Die Massen der einzelnen Gase wiederum
teilen sich nach ihren Partialdrücken
auf. Durch die bereits ermittelten Partialdrücke der Gasbestandteile in
dem Brennraum ist es damit möglich, die
Temperatur des sich in dem Brennraum befindlichen Luft-Restgas-Gemisches
zu bestimmen, ohne dass dem Brennraum ein Temperatursensor zugeordnet
ist.
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In
einer besonders vorteilhaften Weiterbildung des Verfahrens wird
das Hubvolumenverhältnis mittels
einer Kennlinie ermittelt, wobei die Kennlinie in Abhängigkeit
eines vorgebbaren Winkels das Verhältnis eines Zylinderhubvolumens
zu einem Nominalhubvolumen beschreibt.
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Die
Verwendung einer Kennlinie ermöglicht es,
dass das Hubvolumen nicht ständig
neu berechnet werden muss. Vielmehr wird es aus einer beispielsweise
in einem Speicherbereich des Steuergeräts abgelegten Kennlinie besonders
schnell und unter Schonung der Rechenzeit des Steuergeräts ermittelt.
Hierbei kann dieselbe Kennlinie wie zur Bestimmung des zweiten Partialdruckverhältnisses
verwendet werden.
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In
einer vorteilhaften Weiterbildung des Verfahrens wird das effektive
Hubvolumenverhältnis
aus dem Hubvolumenverhältnis
durch Multiplikation mit einem Korrekturfaktor ermittelt. Der Korrekturfaktor berücksichtigt
die Druckunterschiede des Brennraumdrucks bezüglich des mittleren Saugrohrdrucks zu
dem Zeitpunkt, in dem das Einlassventil schließt. Hierbei können beispielsweise
Druckunterschiede berücksichtigt
werden, die aufgrund von Strömungsdifferenzen
oder aufgrund von Schwingungen, die in dem Saugrohr herrschen, bestehen.
Dadurch wird eine höhere
Genauigkeit des erfindungsgemäßen Verfahrens
erreicht.
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Vorzugsweise
wird der Korrekturfaktor mittels eines Kennfelds in Abhängigkeit
von einem Winkel und einer Motordrehzahl ermittelt. Diese beiden Größen sind
einerseits besonders geeignet, die Druckunterschiede zu beschreiben
und sind andererseits besonders einfach mittels bereits vorhandener Sensoren
zu ermitteln.
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Die
Aufgabe wird auch durch ein Steuergerät der eingangs genannten Art
dadurch gelöst,
dass das Steuergerät
Mittel zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens
aufweist.
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Die
Aufgabe wird ferner durch eine Brennkraftmaschine der eingangs genannten
Art dadurch gelöst,
dass die Brennkraftmaschine Mittel zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens aufweist.
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Von
besonderer Bedeutung ist die Realisierung dieser Erfindung in Form
eines Computerprogramms. Dabei ist das Computerprogramm auf mindestens
einem Steuergerät,
insbesondere auf einem Mikroprozessor, ablauffähig und zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
geeignet. Insbesondere können
zur Ausführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens
Teile des Computerprogramms auf unterschiedlichen Steuergeräten bzw.
Mikroprozessoren ablaufen. Die Erfindung wird also durch das Computerprogramm
realisiert, so dass dieses Computerprogramm in gleicher Weise die
Erfindung darstellt wie das Verfahren, zu dessen Ausführung das Computerprogramm
geeignet ist.
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Das
Computerprogramm ist vorzugsweise auf einem Speicherelement abgespeichert.
Das Speicherelement kann insbesondere ein Random-Access-Memory,
ein Read-Only-Memory oder ein Flash-Memory sein. Das Speicherelement
kann auch als Diskette, Compact Disk (CD), Digital Versatile Disk
(DVD), und/oder mindestens ein mindestens einer Komponente des Steuergeräts bzw.
des Mikroprozessors zugeordneter Speicherbereich ausgebildet sein.
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Zeichnungen
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Weitere
Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten
und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen
der Erfindung, die in den Figuren der Zeichnung dargestellt sind.
Dabei bilden alle beschriebenen oder dargestellten Merkmale für sich oder
in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung, unabhängig von
ihrer Zusammenfassung in den Patentansprüchen oder deren Rückbeziehung
sowie unabhängig
von ihrer Formulierung bzw. Darstellung in der Beschreibung bzw.
in der Zeichnung.
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1 zeigt
schematisch eine erfindungsgemäße Brennkraftmaschine,
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2 zeigt
in einer schematischen Darstellung die Abhängigkeiten der für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
verwendeten Größen gemäß eines
Ausführungsbeispiels.
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3 zeigt
ein Ablaufdiagramm einer beispielhaften Realisierung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
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Beschreibung
der Ausführungsbeispiele
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In
der 1 ist eine Brennkraftmaschine 1 eines
Kraftfahrzeugs dargestellt, bei der ein Kolben 2 in einem
Zylinder 3 längs
einer durch einen Doppelpfeil 4 angedeuteten Hubbewegung
auf- und abbewegbar ist. Die Hubbewegung des Kolbens 2 wird mittels
eines Pleuels 5 auf eine Kurbelwelle 6 derart übertragen,
dass die Kurbelwelle 6 in eine durch den Pfeil 7 angedeutete
Drehbewegung versetzt wird. Der Zylinder 3 ist mit einem
Brennraum 8 versehen, der unter anderem durch den Kolben 2,
ein Einlassventil 9 und ein Auslassventil 10 begrenzt
ist. Mit dem Einlassventil 9 ist ein Saugrohr 11 und
mit dem Auslassventil 10 ist ein Abgasrohr 12 gekoppelt.
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In
dem Saugrohr 11 ist ein erster Drucksensor 13 und
in dem Abgasrohr 12 ist ein weiterer Drucksensor 14 angeordnet
Im Bereich des Einlassventils 9 und des Auslassventils 10 ragen
ein Einspritzventil 15 und eine Zündkerze 16 in den
Brennraum 8. Über
das Einspritzventil 15 kann Kraftstoff in den Brennraum 8 eingespritzt
werden. Mit der Zündkerze 16 kann
der Kraftstoff in dem Brennraum 8 entzündet werden.
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In
dem Saugrohr 11 ist eine drehbare Drosselklappe 17 angeordnet, über die
dem Saugrohr 11 Luft zuführbar ist. Die Menge der zugeführten Luft
ist abhängig
von der Winkelstellung der Drosselklappe 17. In dem Abgasrohr 12 ist
ein Katalysator 18 untergebracht, der der Reinigung der
durch die Verbrennung des Kraftstoffs entstehenden Abgase dient.
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Das
Einspritzventil 15 ist über
eine Druckleitung mit einem Kraftstoffspeicher 19 verbunden.
Verfügt
die Brennkraftmaschine 1 über mehr als einen Zylinder 3,
so sind die Einspritzventile der anderen Zylinder 3 mit
dem Kraftstoffspeicher 19 in entsprechender Weise verbunden.
Der Kraftstoffspeicher 19 wird über eine Zuführleitung
mit Kraftstoff versorgt. Hierzu ist eine nicht dargestellte Kraftstoffpumpe
vorgesehen, die geeignet ist, den erwünschten Druck in dem Kraftstoffspeicher 19 aufzubauen.
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Weiterhin
ist an dem Kraftstoffspeicher 19 ein Drucksensor 20 angeordnet,
mit dem der Druck in dem Kraftstoffspeicher 19 messbar
ist. Bei diesem Druck handelt es sich um denjenigen Druck, der auf den
Kraftstoff ausgeübt
wird, und mit dem deshalb der Kraftstoff über das Einspritzventil 15 in
den Brennraum 3 der Brennkraftmaschine 1 eingespritzt wird.
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Im
Betrieb der Brennkraftmaschine 1 wird Kraftstoff in den
Kraftstoffspeicher 19 gefördert. Dieser Kraftstoff wird über die
Einspritzventile 15 der einzelnen Zylinder 3 in
die zugehörigen
Brennräume 8 eingespritzt.
Die eingespritzte Kraftstoffmenge hängt dabei im wesentlichen von
der Einspritzzeit und von dem Kraftstoffdruck im Kraftstoffspeicher 19 ab.
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Mit
Hilfe der Zündkerzen 16 werden
Verbrennungen in den Brennräumen 8 erzeugt,
durch die die Kolben 2 in durch den in 1 dargestellten
Pfeil 4 angedeutete Auf- und Abbewegungen versetzt werden.
Diese Hubbewegungen werden auf die Kurbelwelle 6 übertragen, üben auf
diese ein Drehmoment aus und versetzen diese in die durch den Pfeil 7 dargestellte
Drehbewegung. Mittels eines Drehzahlsensors 21 kann die
Drehzahl der Kurbelwelle 6 ermittelt werden.
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Ein
Steuergerät 22 ist
von Eingangssignalen 23 beaufschlagt, die beispielsweise
die mittels der Sensoren 13, 14, 20 und 21 gemessene
Betriebsgrößen der
Brennkraftmaschine 1 darstellen. Des Weiteren ist das Steuergerät 22 mit
einem nicht dargestellten Fahrpedalsensor verbunden, der ein Signal
erzeugt, das die Stellung eines von einem Fahrer betätigbaren
Fahrpedals und damit das angeforderte Drehmoment angibt.
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Das
Steuergerät 22 erzeugt
Ausgangssignale 24, mit denen beispielsweise über Aktoren
bzw. Steller das Verhalten der Brennkraftmaschine 1 beeinflusst
werden kann. Beispielsweise ist das Steuergerät 22 mit dem Einspritzventil 15,
der Zündkerze 16 und
einem den Kraftstoffdruck im Kraftstoffspeicher 19 steuernden,
nicht dargestellten Druckstellglied verbunden und erzeugt die zu
deren Ansteuerung erforderlichen Signale.
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Unter
anderem ist das Steuergerät 22 dazu vorgesehen,
die Betriebsgrößen der
Brennkraftmaschine 1 zu steuern und/oder zu regeln. Beispielsweise
wird die von dem Einspritzventil 15 in den Brennraum 8 eingespritzte
Kraftstoffmasse von dem Steuergerät 22 im Hinblick auf
einen geringen Kraftstoffverbrauch, eine geringe Schadstoffentwicklung und/oder
einen besonders zuverlässigen
Betrieb gesteuert und/oder geregelt.
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Zu
diesem Zweck weist das Steuergerät 22 einen
Mikroprozessor 25 auf, dem ein Speicherelement 26,
insbesondere ein Flash-Memory, zugeordnet ist. In dem Speicherelement 26 ist
ein Computerprogramm abgespeichert, das dazu geeignet ist, die Steuerung
und/oder Regelung der Brennkraftmaschine 1 durchzuführen.
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Zur,
Regelung der zuzumessenden Kraftstoffmasse durch das Steuergerät 22 ermittelt
das Steuergerät 22 zunächst die
in dem Brennraum sich zum Zeitpunkt der Einspritzung befindliche
Luftmasse. Erfindungsgemäß werden
hierzu in dem Steuergerät 22 in
Abhängigkeit
der in 2 dargestellten Eingangsgrößen die ebenfalls in 2 dargestellten Berechnungen
durchgeführt.
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Die
Eingangsgrößen sind
in 2 überwiegend
auf der linken Seite dargestellt. Diese umfassen einen Saugrohrdruck
ps, einen Abgasdruck pabg, einen Winkel wAS, einen Winkel wEÖ, eine Motordrehzahl
nmot, einen Winkel wES, eine Temperatur Tluft und eine Temperatur
Tabg.
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Beispielsweise
wird der Saugrohrdruck ps mittels des in dem Saugrohr 11 angeordneten
Drucksensors 13 und der Abgasdruck pabg mittels des in dem
Abgasrohr 12 angeordneten Drucksensors 14 ermittelt.
Der Winkel wAS bezeichnet den Winkel, bei dem das Auslassventil 10 schließt. Dieser
Winkel kann beispielsweise bezüglich
der Stellung der Kurbelwelle 6 angegeben werden. Der Winkel
wEÖ bezeichnet
analog hierzu den Winkel, bei dem das Einlassventil 9 öffnet, und
der Winkel wES bezeichnet den Winkel, bei dem das Einlassventil 9 schließt.
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Die
Temperatur Tluft gibt die Temperatur der Frischluft an, die sich
im Saugrohr 11 befindet. Entsprechend bezeichnet die Temperatur
Tabg die Temperatur des Abgases im Abgasrohr. Die Temperaturen Tluft
und Tabg können beispielsweise
mittels eines die Außenluft
ermittelnden Temperatursensors beziehungsweise mittels eines in
dem Abgasrohr 12 angeordneten Temperatursensors ermittelt
werden. Die Abgastemperatur kann auch modelliert sein.
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Die
Motordrehzahl nmot wird beispielsweise mittels des Drehzahlsensors 21 ermittelt.
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Die
Bestimmung der Luftmasse der sich in dem Brennraum zum Zeitpunkt
des Einspritzens befindlichen Luftanteils wird beispielsweise wie
in dem in 3 dargestellten Ablaufdiagramm
durchgeführt.
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In
einem Schritt 100 startet das Verfahren. In einem Schritt 101 werden
die von den entsprechenden Sensoren erfassten Eingangsgrößen ps,
pabg, wAS, wEÖ,
wES, nmot, Tluft und Tabg dem Steuergerät 22 zugeführt.
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In
einem Schritt 102 werden Quotienten Q1 und Q2 ermittelt.
Der Quotient Q1 beschreibt das Verhältnis des Saugrohrdrucks ps
zu dem Abgasdruck pabg. Der Quotient Q2 beschreibt das Verhältnis des
Winkelüberschneidung
zu der Motordrehzahl nmot. Die Winkelüberschneidung wird durch Bildung der
Differenz des Winkels wAS, in dem das Auslassventil schließt, und
des Winkels wEÖ,
in dem das Einlassventil öffnet,
gebildet.
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In
einem Schritt 103 wird ein Partialdruckverhältnis pprue/pabg
ermittelt. Das Partialdruckverhältnis
pprue/pabg beschreibt das Verhältnis
des Partialdrucks prue des in das Saugrohr 11 rückgeführten Abgases
zu dem Abgasdruck pabg. Das Partialdruckverhältnis pprue/pabg kann beispielsweise
mittels eines Kennfelds KFpprue aus den Quotienten Q1 und Q2 ermittelt
werden. Das Kennfeld KFpprue kann hierzu in dem Speicherelement 26 des
Steuergeräts 22 abgespeichert
sein.
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In
einem Schritt 104 wird ein Partialdruckverhältnis ppverb/pabg
ermittelt. Das Partialdruckverhältnis
ppverb/pabg beschreibt das Verhältnis
des Partialdrucks pverb des im Brennraum 8 verbleibenden
Restgases zu dem Abgasdruck pabg. Dies kann beispielsweise mittels
einer Kennlinie Vbr erfolgen, in der in Abhängigkeit eines vorgebbaren
Winkels das Verhältnis
des Volumens des Brennraums 8, das sogenannte Zylinderhubvolumen,
zu dem Nominalhubvolumen abgelegt ist. Vorliegend wird die Kennlinie Vbr
mit dem Winkel wAS adressiert und liefert somit das Verhältnis des
Zylinderhubvolumens zu dem Nominalhubvolumen zu dem Zeitpunkt, in
dem das Auslassventil 10 schließt.
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Das
Verhältnis
des Zylinderhubvolumens zu dem Nominalhubvolumen entspricht hierbei
dem Partialdruckverhältnis
ppverb/pabg, da sich zum Zeitpunkt des Schließens des Auslassventils 10 nur
Abgas im Brennraum 8 befindet und zu diesem Zeitpunkt im
Abgasrohr 12 und im Brennraum 8 derselbe Druck
pabg herrscht. Nach Schließen
des Auslassventils 10 ändert
sich der Partialdruck pverb des in dem Brennraum 8 verbliebenen
Restgases aufgrund der anschließenden Änderung
des Zylinderhubvolumens, so dass das Partialdruckverhältnis ppverb/pabg
dem Verhältnis
des Zylinderhubvolumens zu dem Nominalhubvolumen entspricht.
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In
einem Schritt 105 wird ein Restgaspartialdruck pbrint ermittelt.
Der Restgaspartialdruck pbrint beschreibt den Partialdruck des sich
in dem Brennraum 8 zum Zeitpunkt des Schließens des
Auslassventils 10 befindlichen Restgases. Hierfür werden
die Partialdruckverhältnisse
pprue/pabg und ppverb/pabg addiert und mit dem Abgasdruck pabg multipliziert.
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In
einem Schritt 106 wird der Luftpartialdruck pluft durch
Bildung der Differenz aus dem gemessenen Saugrohrdruck ps und dem
Restgaspartialdruck pbrint ermittelt.
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In
einem Schritt 107 wird unter Verwendung der sogenannten
Mischungsformel wie in 2 dargestellt aus der Lufttemperatur
Tluft und der Abgastemperatur Tabg, dem Saugrohrdruck ps und den Partialdrücken pluft
und pbrint die Temperatur Tbr des Luft-Restgas-Gemisches zu dem
Zeitpunkt, in dem das Einlassventil 9 schließt, ermittelt.
Dies ist möglich,
da für
die Anwendung der Mischungsformel lediglich die Verhältnisse
der Massen der beteiligten Stoffe entscheidend sind und diese sich
im Verhältnis der
Partialdrücke,
hier also der Partialdrücke
pluft und pbrint, aufteilen.
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In
einem Schritt 108 wird ein effektives Hubvolumenverhältnis Vheff/Vh
zu dem Zeitpunkt, in dem das Einlassventil 9 schließt, berechnet.
Hierzu wird zunächst
die Kennlinie Vbr mit dem Winkel wES adressiert. Die Kennlinie Vbr
beschreibt ein Hubvolumenverhältnis
Vhwes/Vh des Zylinderhubvolumens zu dem Nominalhubvolumen zu einem
vorgebbaren Zeitpunkt und liefert vorliegend das Hubvolumenverhältnis Vhwes/Vh
zu dem Zeitpunkt, in dem das Einlassventil 9 schließt, zurück. Zu diesem
Zeitpunkt hat sich jedoch der Druck in dem Brennraum 8 aufgrund der
nach oben gerichteten Bewegung des Kolbens 2 gegenüber dem
mittleren Druck ps in dem Saugrohr 11 erhöht. Um dieses
auszugleichen, wird das effektive Hubvolumenverhältnis Vheff/Vh durch Multiplikation
des Volumenverhältnisses
Vhwes/Vh mit einem Korrekturfaktor fveff multipliziert. Der Korrekturfaktor fveff
kann beispielsweise in Form eines Kennfelds KFVeff in dem Speicherelement 26 des
Steuergeräts 22 abgespeichert
sein, wobei das Kennfeld KFVeff den Korrekturfaktor fveff in Abhängigkeit
von einem Winkel, hier dem Winkel wES, und der Drehzahl nmot beschreibt.
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In
einem Schritt 109 wird die sich im Brennraum 8 zum
Zeitpunkt des Schließens
des Einlassventils 9 befindliche Luftmasse rl ermittelt.
Hierzu werden der in dem Schritt 106 ermittelte Luftpartialdruck
pluft, der Kehrwert 1/Tbr der in dem Schritt 107 ermittelten
Temperatur Tbr und das in dem Schritt 108 ermittelte effektive
Hubvolumenverhältnis Vheff/Vh
multipliziert.
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In
einem Schritt 110 endet das erfindungsgemäße Verfahren
beispielsweise damit, dass in Abhängigkeit der sich in dem Brennraum 8 befindlichen Luftmasse
rl die Menge des einzuspritzenden Kraftstoffs ermittelt wird.
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Die
Kennlinie Vbr kann bei der Applikation des Verfahrens an eine bestimmte
Brennkraftmaschine 1 anhand der Geometrie der Brennkraftmaschine 1,
insbesondere des Zylinderdurchmessers, des Kolbenhubs und der Ausformung
des Brennraums 8 ermittelt werden. Das Kennfeld KFVeff
kann anschließend
ermittelt werden, wobei keine Ventilüberschneidung vorliegt, da
sonst keine Linearität
der Druckverhältnisse
mehr vorliegen würde.
Das Kennfeld KFpprue kann dann bei vorliegender Ventilüberschneidung,
also insbesondere für
den Winkelbereich zwischen dem Winkel wAS und dem Winkel wEÖ, ermittelt
werden.
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Die
einzelnen Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens können in
anderer als der dargestellten Reihenfolge ausgeführt werden, solange eventuelle
Abhängigkeiten
derart berücksichtigt
werden, dass die für
die Durchführung
der Berechungen eines Schrittes notwendigen Eingabewerte zur Verfügung stehen.
Insbesondere ist es vorstellbar, mehrere Schritte parallel auszuführen, Schritte
zusammenzufassen oder Berechnungen innerhalb eines Schrittes mit
Berechnungen anderer Schritte zu kombinieren. Beispielsweise können eine
oder mehrere der in dem Schritt 101 erfassten und dem Steuergerät 22 zugeführten Eingangsgrößen ps,
pabg, wAS, wEÖ,
wES, nmot, Tluft und Tabg erst in dem Schritt, in dem die jeweilige
Eingangsgröße benötigt wird,
erfasst bzw. dem Steuergerät 22 zugeleitet
werden.