[go: up one dir, main page]

DE102005055813B4 - Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Holzwerkstoffen sowie Verfahren zur Abreinigung - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Holzwerkstoffen sowie Verfahren zur Abreinigung Download PDF

Info

Publication number
DE102005055813B4
DE102005055813B4 DE200510055813 DE102005055813A DE102005055813B4 DE 102005055813 B4 DE102005055813 B4 DE 102005055813B4 DE 200510055813 DE200510055813 DE 200510055813 DE 102005055813 A DE102005055813 A DE 102005055813A DE 102005055813 B4 DE102005055813 B4 DE 102005055813B4
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sound
wood
sonication
production
predetermined
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE200510055813
Other languages
English (en)
Other versions
DE102005055813A1 (de
Inventor
Robert Pletzenauer
Bernhard Vorreiter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Fritz Egger GmbH and Co OG
Original Assignee
Fritz Egger GmbH and Co OG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Fritz Egger GmbH and Co OG filed Critical Fritz Egger GmbH and Co OG
Priority to DE200510055813 priority Critical patent/DE102005055813B4/de
Publication of DE102005055813A1 publication Critical patent/DE102005055813A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE102005055813B4 publication Critical patent/DE102005055813B4/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27NMANUFACTURE BY DRY PROCESSES OF ARTICLES, WITH OR WITHOUT ORGANIC BINDING AGENTS, MADE FROM PARTICLES OR FIBRES CONSISTING OF WOOD OR OTHER LIGNOCELLULOSIC OR LIKE ORGANIC MATERIAL
    • B27N3/00Manufacture of substantially flat articles, e.g. boards, from particles or fibres
    • B27N3/08Moulding or pressing
    • B27N3/10Moulding of mats
    • B27N3/14Distributing or orienting the particles or fibres
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B08CLEANING
    • B08BCLEANING IN GENERAL; PREVENTION OF FOULING IN GENERAL
    • B08B7/00Cleaning by methods not provided for in a single other subclass or a single group in this subclass
    • B08B7/02Cleaning by methods not provided for in a single other subclass or a single group in this subclass by distortion, beating, or vibration of the surface to be cleaned
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27NMANUFACTURE BY DRY PROCESSES OF ARTICLES, WITH OR WITHOUT ORGANIC BINDING AGENTS, MADE FROM PARTICLES OR FIBRES CONSISTING OF WOOD OR OTHER LIGNOCELLULOSIC OR LIKE ORGANIC MATERIAL
    • B27N1/00Pretreatment of moulding material
    • B27N1/02Mixing the material with binding agent
    • B27N1/029Feeding; Proportioning; Controlling
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27NMANUFACTURE BY DRY PROCESSES OF ARTICLES, WITH OR WITHOUT ORGANIC BINDING AGENTS, MADE FROM PARTICLES OR FIBRES CONSISTING OF WOOD OR OTHER LIGNOCELLULOSIC OR LIKE ORGANIC MATERIAL
    • B27N3/00Manufacture of substantially flat articles, e.g. boards, from particles or fibres
    • B27N3/08Moulding or pressing
    • B27N3/18Auxiliary operations, e.g. preheating, humidifying, cutting-off

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)

Abstract

Vorrichtung zur Herstellung von Holzwerkstoffen aus Holzpartikeln wie Holzspänen und/oder -fasern, dadurch gekennzeichnet, dass als Reinigungseinrichtung eine Beschallungseinrichtung vorgesehen ist, die Schall mit einer vorgegebenen Schallfrequenz, einem vorgegebenen Schalldruckpegel und einer vorgegebenen Schalldauer erzeugen und durch einen zu reinigenden Teil der Vorrichtung leiten kann, wobei die Beschallungseinrichtung derart eingerichtet ist, dass die Schallfrequenz höchstens 250 Hz beträgt.

Description

  • Die vorliegend Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von Holzwerkstoffen aus Holzpartikeln Holzspänen und/oder -fasern. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung von Holzwerkstoffen aus Holzpartikeln wie Holzspänen und/oder -fasern unter Verwendung einer solchen Vorrichtung sowie ein entsprechendes Verfahren zur Abreinigung von Ablagerungen und/oder Anbackungen in einer solchen Vorrichtung. Eine solche Vorrichtung und ein entsprechendes Herstellungsverfahren sind beispielsweise der DE 198 54 157 A1 und der DE 101 63 090 A1 zu entnehmen.
  • Die Verunreinigung der innerliegenden Oberflächen von partikelführenden Einrichtungen ist ein allgemein bekanntes Problem. In der Regel wird diese Verunreinigung durch den Aufbau von Ablagerungen oder Anbackungen von Teilchen bewirkt, welche an den inneren Oberflächen der Einrichtungen haften bleiben. Anbackungen bzw. Ablagerungen in einer Produktionsanlage, die beim Herstellungsprozess von Holzwerkstoffen entstehen, werden in der Regel manuell durch Abbürsten, Abschaben oder Druckluft, das heißt Abblasen, entfernt. Es ist auch bekannt, partikelführende Einrichtungen durch Rütteln mittels Unwuchtmotors oder durch Hämmern abzureinigen. Die teils verklumpten Materialansammlungen lösen sich dann und fallen ab, wodurch sie meist im kontinuierlichen Materialfluss landen und Fehlstellen im Endprodukt verursachen können. Zur Vermeidung derartiger Fehlstellen muss der laufende Produktionsprozess häufig unterbrochen werden, was wiederum zu unerwünschten Leistungseinbußen führt.
  • Bei der Herstellung von Holzwerkstoffen wie etwa Spanplatten, Oriented-Strand-Boards (OSB), Faserplatten (MDF-, HDF-Platten) oder dergleichen kommt es prozessbedingt sehr häufig zu Anbackungen bzw. Ablagerungen von Holzpartikeln wie etwa Spänen und Fasern innerhalb der Produktionsanlage, besonders wenn diese bereits mit Bindemittel versehen sind.
  • Das Innere einer solchen Produktionsanlage ist gekennzeichnet durch das Zusammenspiel einer Vielzahl von Maschinenelementen, von denen viele in direktem Kontakt mit dem Materialstrom sind. Die Maschinenelemente wiederum sind in Gehäusen untergebracht, welche einerseits eine Schutzfunktion haben, andererseits aber auch verhindern sollen, dass das zur Produktion eingesetzte Material, beispielsweise die Späne, Fasern oder dergleichen, welches zum Teil auch in Schwebe in der technischen Anlage vorhanden ist, ungehindert in die Umgebung entweichen kann.
  • Die Verunreinigungen in den vorangehend beschriebenen Vorrichtungen zur Herstellung von Holzwerkstoffen verringern nicht nur den Wirkungsgrad der gesamten Anlage, sondern vermindern zumeist auch die Qualität des Endproduktes. Zur Reinigung solcher Vorrichtungen müssen diese regelmäßig angehalten werden, das heißt, der Produktionsprozess muss unterbrochen werden, um dann in den Produktionspausen eine Reinigung durchzuführen. Dennoch ist eine zuverlässige und kontinuierliche Reinigung nicht möglich und es kommt regelmäßig vor, dass eine Anbackung bzw. Ablagerung zu schwer wird, abplatzt und in den Materialfluss gelangt.
  • Es ist offensichtlich, dass die abgeplatzten Stücke in weiterer Folge zu einer Fehlstelle im fertigen Produkt führen.
  • Ist eine solche Fehlstelle optisch erkennbar, führt sie zur Qualitätsminderung des Produktes oder gar zum Ausschuss desselben. Ist sie von außen nicht erkennbar, führt sie nicht selten bei der Weiterverarbeitung zu Problemen und damit verbundenen Zusatzkosten.
  • Ein weiterer Nachteil bei den genannten Vorrichtungen zur Herstellung von Holzwerkstoffen ist, dass es im Inneren einer Produktionsanlage in der Regel sehr warm und staubig ist, wodurch das Reinigungspersonal einer großen Belastung ausgesetzt ist, die ihrerseits wiederum zu einer erhöhten Unfallgefahr führt.
  • Die EP 1 398 127 A1 beschreibt ein Verfahren zum Reinigen einer Anlage zur Trockenbeleimung von zellulosen Fasern mittels Zuführen von Hackgut in den Luftstrom, welches Hackgut Verunreinigungen an den Wänden mitreißt und dadurch einen Reinigungseffekt herbeiführt.
  • Aus dem Stand der Technik sind unabhängig davon zur Reinigung von Kesselrohren industrieller Kesselanlagen oder von Filtern und Katalysatoren, die Rußablagerungen aufweisen können, akustische Abreinigungssysteme bekannt, die mittels druckluftbetriebenen Generatoren Schallwellen mit niedriger Frequenz und hohem Schalldruck erzeugen, wobei die Druckluft in den Innenbereich eines eine Membran aufweisenden Gehäuses strömt, dabei die Membrane anhebt und schließlich in einen Hornkörper entweicht. Der Innendruck im Gehäuse reduziert sich so schnell, dass sich die Membrane sehr schnell wieder auf ihren ursprünglichen Sitz zurückbewegt. Dies löst starke Impulse in das Horninnere aus, die auf ihrem Weg durch den sich erweiternden Hornkörper noch verstärkt werden.
  • Vorrichtungen dieser Art sind beispielsweise bekannt aus der US 6,628,568 B1 , der US 3,457,893 , der WO 98/53926 A1 , der WO 2005/095008 A1 , der WO 79/01019 A1 sowie der DE 33 21 455 A1 . Solche Anlagen haben sich bisher als geeignet für die Reinigung von rauch- und rußführenden Anlagen erwiesen.
  • Aus der DE 94 04 826 U1 ist schließlich eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von mehrschichtigen, flächigen Materialien bekannt, die mit einer Reinigungseinrichtung in Form eines Reinigungsbades, welches eine Ultraschalleinrichtung aufweist, versehen ist.
  • Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Herstellung von Holzwerkstoffen aus Holzpartikeln der eingangs genannten Art derart weiter zu entwickeln, dass trotz unvermeidlicher Ablagerungen und Anbackungen eine Verbesserung des Produktionsablaufs und eine höhere Qualität der hergestellten Holzwerkstoffe gewährleistet ist.
  • Die zuvor hergeleitete und aufgezeigte Aufgabe wird gemäß einer ersten Lehre der vorliegenden Erfindung bei einer Vorrichtung zur Herstellung von Holzwerkstoffen aus Holzpartikeln wie Holzspänen und/oder -fasern dadurch gelöst, dass als Reinigungseinrichtung eine Beschallungseinrichtung vorgesehen ist, die Schall mit einer vorgegebenen Schallfrequenz, einem vorgegebenen Schalldruckpegel und einer vorgegebenen Schalldauer erzeugen und durch einen zu reinigenden Teil der Vorrichtung leiten kann, wobei die Beschallungseinrichtung derart eingerichtet ist, dass die Schallfrequenz höchstens 250 Hz beträgt. Insbesondere kann die Beschallungseinrichtung Schallimpulse mit einer vorgegebenen Schallfrequenz, einem vorgegebenen Schalldruckpegel und einer vorgegebenen Impulslänge erzeugen und durch den zu reinigenden Teil der Vorrichtung leiten.
  • Erfindungsgemäß weist die Vorrichtung zur Herstellung von Holzwerkstoffen also eine Reinigungseinrichtung auf, die es erlaubt, auf einfache Weise und in regelmäßigen Abständen die Reinigung verschmutzter Teile der Produktionsanlage zu bewirken. Selbst bei komplexen Ausformungen der in der Vorrichtung befindlichen Maschinenelemente wird eine hervorragende Reinigungswirkung erzielt. Auf diese Weise werden Ablagerungen bzw. Anbackungen von Partikeln, die bei der Herstellung von Holzwerkstoffen vorhanden sind, rechtzeitig entfernt bzw. deren Bildung von vorne herein verhindert. Zusätzliche Produktionspausen zu Reinigungszwecken sind nicht erforderlich, was den Produktionsablauf verbessert und wiederum zu einer Leistungssteigerung führt. Darüber hinaus wird von vorne herein vermieden, dass größere Ablagerungen und Anbackungen partiell in den Materialfluss gelangen und damit die Qualität der Holzwerkstoffe reduzieren. Vielmehr führt der regelmäßige Einsatz Beschallungseinrichtung dazu, dass schon geringe Ansammlungen von Partikeln von den Anlagenteilen gelöst werden und sich gleichmäßig im Materialfluss verteilen, wodurch keine nennenswerte Qualitätsminderung der Holzwerkstoffe auftritt.
  • Überraschenderweise hat sich auch gezeigt, dass der Einsatz von Schall zu keiner Störung des empfindlichen Produktionsprozesses führt, selbst wenn die Reinigung während des Produktionsprozesses durchgeführt wird.
  • Gemäß einer ersten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Herstellung von Holzwerkstoffen weist die Beschallungseinrichtung einen druckluftbetriebenen Generator auf. Vorzugsweise weist die Beschallungseinrichtung einen Hornkörper mit einer Austrittsöffnung auf, die insbesondere in Richtung des zu reinigenden Teils der Vorrichtung weist. Auch andere Richtungen sind denkbar, da sich Schall in verschiedene Richtungen ausbreiten kann. Die Beschallungseinrichtung kann ferner ein Gehäuse mit einer Membrane aufweisen, das zwischen dem Generator und dem Hornkörper angeordnet ist. Der Generator kann auf diese Weise Druckluft erzeugen, die in den Innenbereich des Gehäuses strömt, die Membrane anhebt und dann in den Hornkörper entweicht. Durch Zurückschnellen der Membrane können starke Impulse in das Horninnere ausgelöst werden, die sich durch den gesamten Hornkörper und anschließend durch den zu reinigenden Teil der Vorrichtung fortsetzen.
  • Bei der Herstellung von Holzwerkstoffen ist es vorteilhaft, wenn die Schallfrequenz, der Schalldruckpegel, die Schalldauer, die Impulslänge und/oder die Form des Hornkörpers derart aufeinander abgestimmt sind, dass der erzeugte Schall, insbesondere die erzeugten Schallimpulse, bei der Herstellung von Holzwerkstoffen entstehende Anbackungen bzw. Ablagerungen, insbesondere von Holzpartikeln, lösen.
  • Bei der Herstellung von Holzwerkstoffen haben sich als besonders geeignet Schallfrequenzen zwischen 50 und 150 Hz und vorzugsweise von 75 Hz oder 125 Hz erwiesen.
  • Ebenfalls hat sich gerade zum Lösen von Holzpartikeln als besonders geeignet ein Schalldruckpegel von mindestens 100 dB, insbesondere mindestens 120 dB und vorzugsweise mindestens 140 dB erwiesen.
  • Die Schalldauer, also die Länge der Intervalle, in denen die Beschallungseinrichtung Schall erzeugt, liegt vorteilhafterweise zwischen 2 und 60 s, insbesondere zwischen 5 und 20 s und beträgt vorzugsweise 10 s.
  • Die Impulslänge der Schallimpulse liegt vorteilhafterweise zwischen 1 und 50 ms, insbesondere zwischen 5 und 15 ms und beträgt vorzugsweise 10 ms.
  • Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist die Beschallungseinrichtung eine Steuereinrichtung auf, die die Beschallungseinrichtung nach einer Folge von Schallimpulsen einer vorgegebenen Anzahl und/oder nach einer vorgegebenen Dauer abschaltet. Dies erfolgt vorzugsweise automatisch. Dabei kann die Steuereinrichtung, um eine besonders gute Reinigungswirkung zu erzielen, die Beschallung in regelmäßigen Abständen, insbesondere nach 1 bis 240 Min., vorzugsweise nach 5 bis 15 Min., wiederholen. Die Erzeugung von Schall, insbesondere von Schallimpulsen, in regelmäßigen und möglichst kurzen Abständen hat den Vorteil, dass auch während des Produktionsprozesses ein Reinigungsdurchgang durchgeführt werden kann und durch die Reinigung abgelöste Partikel lediglich in kleinen Mengen und gleichmäßig verteilt in den Materialfluss gelangen, wodurch das Endprodukt, nämlich der Holzwerkstoff, keine nennenswerten Qualitätsminderungen erfährt.
  • Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung handelt es sich dabei um eine Streumaschine. Bei einer Streumaschine handelt es sich um eine Vorrichtung, die die Holzspäne und/oder -fasern, die vorher mit Bindemittel versehen sein können, auf eine bestimmte Art und Weise verteilt, um anschließend, beispielsweise nach dem Verpressen, eine optimale Dichteverteilung und Ausrichtung der Partikel zu erreichen. In der konventionellen Holzwerkstofffertigung wird zwischen Windstreusystemen und Wurfstreusystemen unterschieden. Bei beiden Systemen, wie sie beispielsweise aus Deppe/Ernst, Taschenbuch der Spanplattentechnik, 4. überarbeitete und erweiterte Auflage 2000, Seiten 220 bis 232 beschrieben sind, kommt es zu regelmäßigen Anbackungen bzw. Ablagerungen von Holzpartikeln, die nunmehr durch Schall auf einfache Weise gelöst werden können, ohne zu Störungen zu führen.
  • Gemäß einer anderen Ausgestaltung kann es sich bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung auch um eine Vorrichtung zur Trockenbeleimung handeln. Auch bei der Trockenbeleimung kommt es häufig zu Anbackungen von Holzpartikeln oder anderen bei der Trockenbelagerung vorhandenen Partikeln, die nunmehr auf einfache Weise gelöst werden können.
  • Gemäß einer zweiten Lehre der vorliegenden Erfindung wird die Aufgabe bei einem Verfahren zur Herstellung von Holzwerkstoffen aus Holzpartikeln wie Holzspänen und/oder -fasern unter Verwendung einer wie zuvor beschriebenen Vorrichtung, dadurch gelöst, dass Schall mit einer vorgegebenen Schallfrequenz, einem vorgegebenen Schalldruckpegel und einer vorgegebenen Schalldauer erzeugt und durch den zu reinigenden Teil der Vorrichtung geleitet wird.
  • Ferner wird gemäß einer dritten Lehre der vorliegenden Erfindung die Aufgabe bei einem Verfahren zur Abreinigung von Anbackungen in einer wie zuvor beschriebenen Vorrichtung zur Herstellung von Holzwerkstoffen aus Holzpartikeln wie Holzspänen und/oder -fasern, dadurch gelöst, dass Schall mit einer vorgegebenen Schallfrequenz, einem vorgegebenen Schalldruckpegel und einer vorgegebenen Schalldauer erzeugt und durch den zu reinigenden Teil der Vorrichtung geleitet wird.
  • Das erfindungsgemäße Herstellungsverfahren und das erfindungsgemäße Abreinigungsverfahren, welche Bestandteil des Herstellungsverfahrens sein können, haben den Vorteil, dass, insbesondere wenn Schallimpulse mit einer vorgegebenen Schallfrequenz, einem vorgegebenen Schalldruckpegel und einer vorgegebenen Impulslänge erzeugt und durch den zu reinigenden Teil der Vorrichtung geleitet werden, auf einfache Weise und in regelmäßigen Abständen die Reinigung verschmutzter Teile der Produktionsanlage bewirkt wird. Ablagerungen bzw. Anbackungen von Partikeln, die bei der Herstellung von Holzwerkstoffen vorhanden sind, können bereits zu einem Zeitpunkt entfernt werden, zu welchem ein Ablösen noch nicht zu einer Qualitätsminderung der fertigen Holzwerkstoffe führt, da die Partikel in so geringem Maße abgelöst werden und sich so gleichmäßig im Materialfluss verteilen, dass keine partiellen Fehlstellen im Produkt entstehen können.
  • Ein weiterer Vorteil ist, dass der Produktionsprozess nicht unterbrochen werden muss, um eine Reinigung der Produktionsanlagen vorzunehmen. Auch kann Reinigungspersonal eingespart werden.

Claims (15)

  1. Vorrichtung zur Herstellung von Holzwerkstoffen aus Holzpartikeln wie Holzspänen und/oder -fasern, dadurch gekennzeichnet, dass als Reinigungseinrichtung eine Beschallungseinrichtung vorgesehen ist, die Schall mit einer vorgegebenen Schallfrequenz, einem vorgegebenen Schalldruckpegel und einer vorgegebenen Schalldauer erzeugen und durch einen zu reinigenden Teil der Vorrichtung leiten kann, wobei die Beschallungseinrichtung derart eingerichtet ist, dass die Schallfrequenz höchstens 250 Hz beträgt.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschallungseinrichtung einen druckluftbetriebenen Generator aufweist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschallungseinrichtung einen Hornkörper mit einer Austrittsöffnung aufweist, die insbesondere in Richtung des zu reinigenden Teils der Vorrichtung weist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschallungseinrichtung ein Gehäuse mit einer Membrane aufweist, das zwischen dem Generator und dem Hornkörper angeordnet ist.
  5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschallungseinrichtung derart eingerichtet ist, dass die Schallfrequenz, der Schalldruckpegel, die Schalldauer, die Impulslänge und/oder die Form des Hornkörpers derart aufeinander abgestimmt sind, dass der erzeugte Schall, insbesondere die erzeugten Schallimpulse, bei der Herstellung von Holzwerkstoffen entstehende Ablagerungen bzw. Anbackungen, insbesondere von Holzpartikeln, lösen.
  6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschallungseinrichtung derart eingerichtet ist, dass die Schallfrequenz zwischen 50 und 150 Hz liegt und vorzugsweise 75 Hz oder 125 Hz beträgt.
  7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschallungseinrichtung derart eingerichtet ist, dass der Schalldruckpegel mindestens 100 dB, insbesondere mindestens 120 dB und vorzugsweise mindestens 140 dB beträgt.
  8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschallungseinrichtung derart eingerichtet ist, dass die Impulslänge zwischen 1 und 50 ms, insbesondere zwischen 5 und 15 ms liegt und vorzugsweise 10 ms beträgt.
  9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschallungseinrichtung derart eingerichtet ist, dass die Schalldauer zwischen 2 und 60 s, insbesondere zwischen 5 und 20 s liegt und vorzugsweise 10 s beträgt.
  10. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschallungseinrichtung eine Steuereinrichtung aufweist, die derart eingerichtet ist, dass sie die Beschallungseinrichtung nach einer Folge von Schallimpulsen einer vorgegebenen Anzahl und/oder nach einer vorgegebenen Schalldauer abschaltet.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung eingerichtet ist, derart, dass sie die Beschallung in regelmäßigen Abständen, insbesondere nach 1 bis 240 min, vorzugsweise nach 5 bis 15 min, wiederholt.
  12. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Streumaschine ist.
  13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Vorrichtung zur Trockenbeleimung ist.
  14. Verfahren zur Herstellung von Holzwerkstoffen aus Holzpartikeln wie Holzspänen und/oder -fasern unter Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass Schall mit einer vorgegebenen Schallfrequenz, einem vorgegebenen Schalldruckpegel und einer vorgegebenen Schalldauer erzeugt und durch den zu reinigenden Teil der Vorrichtung geleitet wird.
  15. Verfahren zur Abreinigung von Ablagerungen und/oder Anbackungen in einer Vorrichtung zur Herstellung von Holzwerkstoffen aus Holzpartikeln wie Holzspänen und/oder -fasern nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass Schall mit einer vorgegebenen Schallfrequenz, einem vorgegebenen Schalldruckpegel und einer vorgegebenen Schalldauer erzeugt und durch den zu reinigenden Teil der Vorrichtung geleitet wird.
DE200510055813 2005-11-21 2005-11-21 Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Holzwerkstoffen sowie Verfahren zur Abreinigung Expired - Fee Related DE102005055813B4 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200510055813 DE102005055813B4 (de) 2005-11-21 2005-11-21 Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Holzwerkstoffen sowie Verfahren zur Abreinigung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200510055813 DE102005055813B4 (de) 2005-11-21 2005-11-21 Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Holzwerkstoffen sowie Verfahren zur Abreinigung

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE102005055813A1 DE102005055813A1 (de) 2007-05-24
DE102005055813B4 true DE102005055813B4 (de) 2013-03-21

Family

ID=37989567

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE200510055813 Expired - Fee Related DE102005055813B4 (de) 2005-11-21 2005-11-21 Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Holzwerkstoffen sowie Verfahren zur Abreinigung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102005055813B4 (de)

Citations (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3457893A (en) * 1966-12-29 1969-07-29 Hart Carter Co Interruptible-jet control means for producing short blasts of high pressure fluid
WO1979001019A1 (en) * 1978-05-02 1979-11-29 Kockums Automation A method in sonic cleaning
DE3321455A1 (de) * 1982-07-19 1984-01-19 The Babcock & Wilcox Co., 70160 New Orleans, La. Verfahren und vorrichtung zur reinigung von gewebe
DE9404826U1 (de) * 1994-03-22 1994-05-26 Fa. Theodor Hymmen, 33613 Bielefeld Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von mehrschichtigen, flächigen Materialien
WO1998053926A1 (en) * 1997-05-28 1998-12-03 Ulf Krogars Method and apparatus for acoustic cleaning
DE19854157A1 (de) * 1998-11-24 2000-05-25 Siempelkamp Gmbh & Co Streuvorrichtung für eine Spanplatte
DE10163090A1 (de) * 2001-12-20 2003-07-03 Dieffenbacher Gmbh Maschf Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Holzwerkstoffplatten
US6628568B1 (en) * 2002-03-19 2003-09-30 Bha Group Holdings, Inc. System and method for verification of acoustic horn performance
EP1398127A1 (de) * 2002-09-13 2004-03-17 Fritz Egger GmbH & Co Verfahren zum Reinigen einer Anlage zur Trockenbeleimung von zellulosen Fasern
WO2005095008A1 (en) * 2004-04-02 2005-10-13 Nirafon Oy Method and apparatus for generating gas pulses

Patent Citations (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3457893A (en) * 1966-12-29 1969-07-29 Hart Carter Co Interruptible-jet control means for producing short blasts of high pressure fluid
WO1979001019A1 (en) * 1978-05-02 1979-11-29 Kockums Automation A method in sonic cleaning
DE3321455A1 (de) * 1982-07-19 1984-01-19 The Babcock & Wilcox Co., 70160 New Orleans, La. Verfahren und vorrichtung zur reinigung von gewebe
DE9404826U1 (de) * 1994-03-22 1994-05-26 Fa. Theodor Hymmen, 33613 Bielefeld Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von mehrschichtigen, flächigen Materialien
WO1998053926A1 (en) * 1997-05-28 1998-12-03 Ulf Krogars Method and apparatus for acoustic cleaning
DE19854157A1 (de) * 1998-11-24 2000-05-25 Siempelkamp Gmbh & Co Streuvorrichtung für eine Spanplatte
DE10163090A1 (de) * 2001-12-20 2003-07-03 Dieffenbacher Gmbh Maschf Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Holzwerkstoffplatten
US6628568B1 (en) * 2002-03-19 2003-09-30 Bha Group Holdings, Inc. System and method for verification of acoustic horn performance
EP1398127A1 (de) * 2002-09-13 2004-03-17 Fritz Egger GmbH & Co Verfahren zum Reinigen einer Anlage zur Trockenbeleimung von zellulosen Fasern
WO2005095008A1 (en) * 2004-04-02 2005-10-13 Nirafon Oy Method and apparatus for generating gas pulses

Also Published As

Publication number Publication date
DE102005055813A1 (de) 2007-05-24

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2657567C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Beschneiden eines nassen Faservlieses
DE102007013590A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung von Düsen an einem Sprühfeuchtwerk
DE2343560A1 (de) Vorrichtung fuer die schalldaemmung und verhinderung von luftverschmutzung
EP1034023A1 (de) Verfahren zur reinigung von filterkerzen eines kerzenfilters
EP0975445A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum reinigen einer rohrleitung mit fallstrang
DE10122675B4 (de) Strangpressvorrichtung für Keramikformprodukte
EP0774289A1 (de) Filtervorrichtung sowie Verfahren für deren Betrieb
DE102005055813B4 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Holzwerkstoffen sowie Verfahren zur Abreinigung
EP0326012B2 (de) Einrichtung zum Konditionieren von Schüttgut
DE2747996B2 (de) Vorrichtung zum Abscheiden von staubförmigen Teilen aus einem Luftstrom
WO2008071258A1 (de) Anlage zum beleimen von fasern für die herstellung von faserplatten, insbesondere mdf-platten oder dergleichen holzwerkstoffplatten
DE1556654A1 (de) Verfahren zur Abtrennung von Fehlteilchen bei der pneumatischen Foerderung und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE1611068A1 (de) Rueckspuelfilter
EP2718069B1 (de) Vorrichtung und verfahren zur benetzung von holzpartikeln
DE19701010A1 (de) Verfahren zur Sanierung der Innenwände festverlegter Rohrleitungen
EP0958977A2 (de) Reinigungsvorrichtung für Karosserien von Fahrzeugen
DE202017107282U1 (de) Extruder für Substrate aus organischen Rest- und Rohstoffen
DE19782108B4 (de) Verfahren zum Entfernen von Staub in der Schneidepartie einer Zellstofftrockenmaschine und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE1619833A1 (de) Vorrichtung zum Abtrennen von Aerosolen aus Gasen
DE20016860U1 (de) Wasserauslaufarmatur
DE3305475A1 (de) Akustikdeckenplatte
DE3715263A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur reinigung von abluft
DE202017106131U1 (de) Vorrichtung zur Entstaubung eines Rohgases
EP2440827A1 (de) Vorrichtung zum befeuchten eines schüttguts
DE102010060135A1 (de) Strahldüse für eine Vorrichtung zum Strahlbearbeiten von Gegenständen

Legal Events

Date Code Title Description
OM8 Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
R016 Response to examination communication
R016 Response to examination communication
R018 Grant decision by examination section/examining division
R020 Patent grant now final

Effective date: 20130622

R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee