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Die
Erfindung betrifft ein Papiermaschinensieb, insbesondere ein Formiersieb,
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
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Formiersiebe
finden in der Formierpartie einer Papiermaschine Verwendung. Beim
Formierprozess wird eine Fasersuspension vom Stoffauflauf der Papiermaschine
auf ein Formiersieb oder auf zwei Formiersiebe (bei Gap-Formern)
aufgebracht. Eine Aufgabe des Formiersiebs besteht hierbei darin,
die Fasersuspension zu entwässern
und eine Faserstoffbahn zu bilden, wobei so wenig wie möglich Zellstofffasern
und Füllstoffe
aus der Fasersuspension beim Entwässerungsprozess geschwemmt
werden sollen.
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Die
Qualität
der gebildeten Faserstoffbahn wird hierbei stark von der Struktur
der zur Faserstoffbahn weisenden Oberfläche (Papierseite) des Formiersiebs
mitbestimmt. Die Lebensdauer des Formiersiebs wird hingegen stark
von der Struktur der zur Papiermaschine weisenden Oberfläche (Maschinenseite)
des Formiersiebs beeinflusst.
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Um
diesen zum Teil sich widersprechenden Anforderungen Rechnung tragen
zu können,
wurden mehrlagige Papiermaschinensiebe mit einer papierseitigen
und einer maschinenseitigen Gewebelage entwickelt, wobei die beiden
Gewebelagen durch sog. Bindefäden
miteinander verbunden sind.
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Bei
mehrlagigen Geweben, bei denen die Gewebelagen durch separate Bindefäden zusammengehalten
werden, d.h. durch Bindefäden,
die keinen integralen Bestandteil der Webstruktur zumindest der
papierseitigen Gewebelage bilden, verursachen die Anbindestellen
oftmals auf der Papierseite Vertiefungen, welche bei dem auf solchen
Sieben produzierten Papier Markierungen bewirkt.
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Bei
mehrlagigen Geweben bei denen die Bindefäden einen integralen Bestandteil
der Webstruktur bilden, wird durch die Bindefäden eine oftmals nur geringe
Bindekraft zwischen den Gewebelagen zu Gunsten einer möglichst
planaren Papierseite bereitgestellt. Die geringe Verbindung zwischen
den Gewebelagen hat einerseits eine große Dicke des Siebs zur Folge
und führt
andererseits zu einer Relativbewegung der beiden Gewebelagen zueinander im
Betrieb des Siebs.
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Durch
die hohe Dicke wird ein hohes Maß an Wasserschleppen verursacht.
Des weiteren erhöht eine
hohe Siebdicke den Entwässerungswiderstand, was
zu einer schlechten Entwässerung
der Papierbahn führt,
was sich insbesondere bei schnellen Papiermaschinen nachteilig auswirkt,
da die Papierbahn am Ende der Entwässerungsstrecke einen zu hohen
Wassergehalt hat.
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Durch
die Relativbewegung der beiden Gewebelagen zueinander, werden diese
gegeneinander verschlissen, was die Lebensdauer des Siebs deutlich
verkürzt.
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Mehrlagige
Formiersiebe sind bspw. aus der
EP 0 432 413 B1 , der
DE 297 24 238 U1 , der
EP 1 00 197 B1 ,
der WO 2004/061211 A2 und der US 2004/0149342 A1 bekannt.
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Es
ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Papiermaschinensieb
vorzuschlagen, bei dem die Verbindung zwischen den papier- und maschinenseitigen
Gewebelagen erhöht
wird, ohne dass die Planarität
der papierseitigen Gewebelage negativ beeinflusst wird.
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Die
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
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Das
bekannte Papiermaschinensieb, insbesondere Formiersieb, hat eine
obere Querfäden
umfassende obere Gewebelage deren Außenseite eine Papierseite des
Papiermaschinensiebs bildet und eine untere Querfäden umfassende
untere Gewebelage deren Außenseite
eine Maschinenseite des Papiermaschinensiebs bildet. Des weiteren
hat das bekannte Papiermaschinensieb in Paaren angeordnete und sich
quer zu den Querfäden
erstreckende Bindefäden,
welche die obere und die untere Gewebelage miteinander verbinden,
indem die Bindefäden
jedes Paares mit oberen Querfäden
unter Ausbildung von oberen Anbindungsabschnitten und mit unteren Querfäden unter
Ausbildung von unteren Anbindungsabschnitten verwoben sind. Hierbei
wird jeder obere Anbindungsabschnitt durch das Verweben eines Bindefadens
des Paares mit einem oder mehreren aufeinander folgenden oberen
Querfäden
gebildet, wobei zwischen zwei aufeinander folgenden oberen Anbindungsabschnitten
des Bindefadens ein oberer Anbindungsabschnitt des anderen Bindefadens
des Paares angeordnet ist. Bei jedem oberen Anbindungsabschnitt
kreuzt des weiteren ein Bindefaden zumindest einen oberen Querfaden,
wenn er Bindefaden auf der Außenseite
der oberen Gewebelage läuft.
Bei jedem unteren Anbindungsabschnitt kreuzt ein Bindefaden zumindest
einen unteren Querfaden, wenn er auf der Außenseite der unteren Gewebelage
läuft.
Darüber
hinaus hat das Sieb Bindefadenrapporte in welchen sich jeweils das
Verweben der Bindefäden
mit oberen und unteren Querfäden
wiederholt.
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Das
erfindungsgemäße Papiermaschinensieb
ist dadurch gekennzeichnet, dass in jedem Bindefadenrapport mehr
als zwei aufeinander folgende obere Anbindungsabschnitte angeordnet
sind.
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Dadurch
dass auf der Länge
des Bindefadenrapports mehr als zwei aufeinander folgende obere
Anbindungsabschnitte angeordnet sind, wird ein Sieb mit einer gegenüber dem
Stand der Technik bedeutend höheren
Anzahl von Anbindungsabschnitten der Papierseite geschaffen, wodurch
die Bindungsfrequenz zwischen oberer und unterer Gewebelage deutlich
erhöht
wird, was zu einer verbesserten Anbindung der unteren an die obere
Gewebelage führt.
Durch die Erhöhung
der Anzahl der oberen bzw. papierseitigen Anbindungsabschnitte wird
des weiteren deren Länge
verkürzt,
was zu einer verbesserten Planarität der oberen Gewebelage führt, da sich
die einzelnen oberen Anbindungsabschnitte aufgrund deren Kürze nicht
gegenüber
der unteren Gewebelage wölben
können,
da eine Vielzahl der Anbindungsabschnitte beidseitig über untere
Anbindungsabschnitte mit der unteren Gewebelage verbunden sind.
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Nach
einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
vier oder mehr, insbesondere sechs obere Anbindungsabschnitte auf
der Länge
des Bindefadenrapports angeordnet sind. Hierdurch wird eine gute
Anbindung der oberen an die untere Gewebelage sichergestellt.
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Eine
geringe Markierungsneigung der Papierseite wird des weiteren dadurch
unterstützt,
indem das Webmuster der oberen Gewebelage eine Leinwandbindung ist.
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Vorzugsweise
unterscheiden sich die Webpfade der beiden Bindefäden des
Paares nur dadurch voneinander, dass diese zueinander um eine Anzahl
von oberen Querfäden
versetzt sind, wobei vorzugsweise die Webpfade der beiden Bindefäden eines
Paares um die Hälfte
des Bindefadenrapports zueinander versetzt sind. Der Vorteil dieser
Anordnung liegt darin, dass jeder Bindefaden des Paares in einer
Hälfte
des Bindefadenrapports mit den oberen und unteren Querfäden den
Webpfad webt, der andere der beiden Bindefäden in der jeweils anderen Hälfte des
Bindefadenrapports webt. Hierdurch wird erreicht, dass beide Rapporthälften auf
die Bindfadenverläufe
bezogen symmetrisch zueinander sind, wodurch u.a. eine symmetrisch
verteilte Anbindung der beiden Gewebelagen erreicht und die Markierungsneigung
bedingt durch eine unsymmetrische Verteilung der Anbindungsabschnitte,
wie dies bspw. bei dem in der
EP
100197 B1 gezeigten Sieb der Fall ist, vermieden wird.
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Des
weiteren sieht eine Ausgestaltung der Erfindung vor, dass durch
das Verweben jedes Bindefadens mit den oberen Querfäden erste
obere Anbindungsabschnitte mit jeweils zumindest einem oberen Querfaden
und zweite obere Anbindungsabschnitte mit jeweils zumindest einem
oberen Querfaden gebildet werden.
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Vorzugsweise
umfassen hierbei die zweiten oberen Anbindungsabschnitte mehr aufeinander
folgende obere Querfäden
als die ersten oberen Anbindungsabschnitte.
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Hierbei
wird insbesondere durch die kürzeren
ersten Anbindungsabschnitte eine feste Anbindung der oberen an die
untere Gewebelage bewirkt.
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Vorzugsweise
umfassen die zweiten Anbindungsabschnitte drei aufeinander folgende
obere Querfäden,
wobei der Bindefaden auf der Außenseite
laufend den ersten und den dritten der oberen Querfäden kreuzt
und wobei der Bindefaden zwischen der oberen und unteren Gewebelage
laufend den zweiten der oberen Querfäden kreuzt.
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Eine
konkrete Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass auf der Länge des
Bindefadenrapports zwei erste obere Anbindungsabschnitte und vier zweite
obere Anbindungsabschnitte angeordnet sind, wobei deren Reihenfolge
insbesondere wie folgt ist:
- 1. ein erster Anbindungsabschnitt,
- 2. ein zweiter Anbindungsabschnitt,
- 3. ein zweiter Anbindungsabschnitt,
- 4. ein erster Anbindungsabschnitt,
- 5. ein zweiter Anbindungsabschnitt,
- 6. ein zweiter Anbindungsabschnitt.
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Vorzugsweise
sind aufeinander folgende durch einen Bindefaden des Paares gebildete
zweite obere Anbindungsabschnitte vorgesehen, zwischen denen der
Bindefaden nicht mit unteren Querfäden verwoben ist, wobei zwischen
aufeinander folgenden zweiten oberen Anbindungsabschnitten der Bindefaden
vorzugsweise zwischen der oberen und unteren Gewebelage laufend
mehrere, bevorzugt drei obere Querfäden kreuzt. Hierdurch wird
eine Flottierung des Bindefadens zwischen der oberen und der unteren
Gewebelage bereitgestellt, durch welche das Sieb ausgesteift wird.
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Vorzugsweise
ist des weiteren vorgesehen, dass zwischen den aufeinander folgenden
durch das Verweben des einen Bindefadens gebildeten zweiten oberen
Anbindungsabschnitten der andere Bindefaden des Paares durch das
Verweben mit zumindest einem oberen Querfäden einen ersten oberen Anbindungsabschnitt
ausbildet, wobei der erste obere Anbindungsabschnitt vorzugsweise
zwischen unteren Anbindungsabschnitten angeordnet ist, die durch den
selben Bindefaden des Paares gebildet werden. Hierdurch wird eine
feste Anbindung der oberen Gewebelage an die untere Gewebelage durch
den Bindefaden bereitgestellt. Aufgrund der Flottierung des anderen
Bindefadens des Paares zwischen den zweiten oberen Anbindungsabschnitten
wird der erste obere Anbindungsabschnitt des Bindefadens, der ja
zwischen den zweiten oberen Anbindungsstellen des anderen Bindefadens
des Pares angeordnet ist, abgestützt,
wodurch der erste obere Anbindungsabschnitt nicht in Richtung der
unteren Gewebelage gezogen wird. Die Kraft zur Abstützung der
Flottierung wird hierbei zumindest teilweise durch die beiden zweiten
oberen Anbindungsabschnitte aufgenommen. Hierdurch wird eine feste
Verbindung zwischen den beiden Gewebelagen bei gleichzeitig ebener
Papierseite bereitgestellt.
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Vorzugsweise
ist des weiteren vorgesehen, dass durch das Verweben eines Bindefadens
des Paares mit oberen und unteren Querfäden aufeinander folgend angeordnete
erste und zweite obere Anbindungsabschnitte gebildet werden, zwischen
denen ein unterer Anbindungsabschnitt angeordnet ist. Somit sind
die durch einen Bindefaden gebildeten zueinander benachbarten ersten
und zweiten Anbindungsabschnitte über einen unteren Anbindungsabschnitt
miteinander verbunden, wodurch eine feste Verbindung zwischen oberer
und unterer Gewebelage erreicht wird.
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Vorzugsweise
wird jeder untere Anbindungsabschnitt durch das Verweben eines Bindefadens
mit nur einen unteren Querfaden gebildet.
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Eine
weitere besonders bevorzugte Weiterbildung der Erfindung sieht vor,
dass wenn ein Bindefaden des Paares unter Ausbildung eines zweiten oberen
Anbindungsabschnitts mit oberen Querfäden verwebt, der andere Bindefaden
des Paares unter Ausbildung eines unteren Anbindungsabschnitts mit zumindest
einem unteren Querfäden
verwebt, der den oberen Querfäden
des zweiten oberen Anbindungsabschnitts gegenüberliegend angeordnet ist. Somit
ist bspw. die obere Gewebelage durch einen ersten oberen Anbindungsabschnitt
eines Bindefadens, der zwischen zwei zweiten oberen Anbindungsabschnitten
des anderen Bindefadens angeordnet ist, mit der unteren Gewebelage über untere Anbindungsabschnitte
verbunden, die beide unter den zweiten oberen Anbindungsabschnitten
des anderen Bindefadens angeordnet sind. Hierdurch wird eine gleichmäßige Kräfteverteilung
bei der Anbindung zwischen den beiden Gewebelagen erreicht, weshalb
das Sieb besonders dünn
ist und dessen Papierseite eine hohe Planarität aufweist.
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Um
eine möglichst
große
Gestaltungsmöglichkeit
bei der Ausbildung des erfindungsgemäßen Siebs zu haben sieht eine
bevorzugte Weiterbildung der Erfindung vor, dass ein Bindefadenrapport
in welchem sich das Verweben eines Bindefadens mit oberen und unteren
Querfäden
wiederholt, 40 Querfäden umfasst.
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Des
weiteren kann das Verhältnis
von oberen zu unteren Querfäden
1:1 sein.
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Zusätzlich zu
dem Verweben der Bindefäden mit
den oberen Querfäden
kann die obere Gewebelage durch sich in Bindefadenrichtung erstreckende obere
Längsfäden gebildet
werden, die nur mit oberen Querfäden
verwoben sind. Des weiteren kann die untere Gewebelage zusätzlich zu
dem Verweben der Bindefäden
mit den unteren Querfäden
durch sich in Bindefadenrichtung erstreckende untere Längsfäden gebildet
wird, die nur mit unteren Querfäden
verwoben sind.
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Eine
konkrete Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Querfäden Kettfäden und
die Bindefäden
bzw. die Längsfäden Schussfäden sind.
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Nachfolgend
soll die Erfindung anhand der folgenden schematischen nicht maßstäblichen Zeichnung
weiter erläutert
werden. Es zeigt:
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1 einen
Gesamtrapport eines erfindungsgemäßen Papiermaschinensiebs in
Bindefaden-Richtung,
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2 einen
Bindefadenverlauf eines Bindefadenpaares des Papiermaschinensiebs
der 1.
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Die 1 zeigt
einen gesamten Rapport einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen als Formiersieb
ausgebildeten Papiermaschinensiebs 100 Die 2 stellt
einen Bindefadenverlauf eines Bindefadenpaares des Siebs 100 dar.
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Das
Formiersieb 100 umfasst eine obere Gewebelage 101 mit
einer die Papierseite bildenden Außenseite 103 und eine
untere Gewebelage 102 mit einer die Maschinenseite bildenden
Außenseite 104.
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In
der dargestellten Ausführungsform
wird die obere Gewebelage 101 durch das Verweben von in
Paaren angeordneten Bindefäden
B1 bis B20 mit oberen Querfäden
OK1, OK3, OK5, OK7, .... bis OK39 sowie durch das Verweben von oberen
Längsfäden OS1
bis OS10 mit den oberen Querfäden
OK1, OK3, OK5, OK7, .... bis OK39 gebildet (die in der 2 rechtsseitigen
Bezeichnungen „OK" bzw. „UK" sollen stellvertretend
für alle
oberen bzw. unteren Querfäden
verwendet werden).
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Des
weiteren wird die untere Gewebelage 102 durch das Verweben
der in Paaren angeordneten Bindefäden B1 bis B20 mit unteren
Querfäden UK2,
UK4, UK6, UK8, ...., UK40 sowie durch das Verweben von unteren Längsfäden US1
bis US20 mit den unteren Querfäden
UK2, UK4, UK6, UK8, ...., UK40 gebildet.
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Eine
Wiederholeinheit der erfindungsgemäßen Ausführungsform umfasst demzufolge
20 Bindefäden,
30 obere und untere Längsfäden sowie
40 obere und untere Querfäden.
Das Verhältnis
von oberen zu unteren Querfäden
1:1 ist.
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Das
Webmuster der oberen Gewebelage 101 bildet des weiteren
eine Leinwandbindung aus.
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Exemplarisch
soll die Erfindung im wesentlichen anhand der Verläufe der
Bindefäden
B19 und B20 in der 2 erläutert werden.
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Die
Bindefäden
B1 bis B20 und die Längsfäden OS1
bis OS10 und US1 bis US20 erstrecken sich hierbei quer zu den oberen
und unteren Querfäden.
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Durch
die Bindefäden
B19 und B20 wird die obere Gewebelage 101 und die untere
Gewebelage 102 miteinander verbunden, indem die Bindefäden B19
und B20 jedes Paares mit oberen Querfäden OK1, OK3, OK5, OK7, ....
bis OK39 unter Ausbildung von oberen Anbindungsabschnitten OA1 bis
OA6 und mit unteren Querfäden
UK2, UK4, UK6, UK8, ...., UK40 unter Ausbildung von unteren Anbindungsabschnitten
UA1 bis UA4 verwoben sind, wobei jeder obere Anbindungsabschnitt
OA1 bis OA6 durch das Verweben eines Bindefadens B19, B20 des Paares mit
einem oder mehreren aufeinander folgenden oberen Querfäden OK1,
OK3, OK5, OK7, .... bis OK39 gebildet wird und zwischen zwei aufeinander folgenden
oberen Anbindungsabschnitten des Bindefadens ein oberer Anbindungsabschnitt
des anderen Bindefadens des Paares angeordnet ist. So ist bspw. zwischen
den aufeinander folgenden oberen Anbindungsabschnitten OA2 und OA4
des Bindefadens B19 der obere Anbindungsabschnitt OA3 des Bindefadens
B20 angeordnet.
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Beim
dargestellten Formiersieb 100 sind die Querfäden OK1,
OK3, OK5, OK7, .... bis OK39 und UK2, UK4, UK6, UK8, ...., UK40
Kettfäden
und die Bindefäden
B19 und B20 Schussfäden.
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Ein
oberer Anbindungsabschnitt OA1 bis OA6 wird hierbei dadurch gebildet,
indem ein Bindefaden B19, B20 auf der Außenseite 103 der oberen Gewebelage 101 laufend
zumindest einen der oberen Querfaden OK1, OK3, OK5, OK7, .... bis
OK39 kreuzt.
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So
werden bspw. die oberen Anbindungsabschnitte OA2 und OA6 durch das
Verweben von jeweils drei aufeinander folgenden oberen Querfäden (OK7
bis OK11 bei OA2 und OK35 bis OK39 bei OA6) mit dem Bindefaden B19
gebildet, wobei der Bindefaden B19 auf der Außenseite 103 der oberen
Gewebelage 101 laufend den ersten und den dritten der oberen
Querfäden
kreuzt und wobei der Bindefaden B19 zwischen der oberen 101 und
unteren Gewebelage 102 laufend den zweiten der oberen Querfäden kreuzt.
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Die
oberen Anbindungsabschnitte OA3 und OA5 werden des weiteren durch
das Verweben des Bindefadens B20 mit jeweils drei aufeinander folgenden
oberen Querfäden
(OK15 bis OK19 bei OA3 und OK27 bis OK31 bei OA5) gebildet.
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Die
oberen Anbindungsabschnitte OA2, OA3, OA5 und OA6 stellen zweite
obere Anbindungsabschnitte dar.
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Des
weiteren werden erste obere Anbindungsabschnitte OA1 und OA4 durch
das Verweben von jeweils einem oberen Querfaden (OK3 bei OA1 und
OK23 bei OA4) mit dem Bindefaden B20 bzw. B19 gebildet.
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Wie
insbesondere aus der 2 zu erkennen ist, wiederholt
sich das Webmuster des Papiermaschinensiebs 100 in einem
Rapport OK1 bis OK39 und UK2 bis UK40, der sich in Bindefadenrichtung über die
Länge der
Wiederholung des Webpfads eines der Bindefäden B19 oder B20 erstreckt.
Erfindungsgemäß sind auf
der Länge
des Rapports OK1 bis OK39 und UK2 bis UK40 in Bindefadenrichtung aufeinander
folgend mehr als zwei obere Anbindungsabschnitte, im konkreten Fall
sechs obere Anbindungsabschnitte OA1 bis OA6 angeordnet
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Das
Formiersieb 100 weist des weiteren untere Anbindungsabschnitte
UA1 bis UA4 auf, wobei bei jedem unteren Anbindungsabschnitt UA1
bis UA4 ein Bindefaden B19, B20 zumindest einen unteren Querfaden
kreuzt, wenn der Bindefaden B19, B20 auf der Außenseite 104 der unteren
Gewebelage 102 läuft.
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Wie
insbesondere aus der 2 zu erkennen ist, unterscheiden
sich die Webpfade der beiden Bindefäden B19, B20 des Paares nur
dadurch voneinander, dass diese zueinander um eine Anzahl von oberen
Querfäden
versetzt sind, nämlich
um die oberen Querfäden
OK5 bis OK23, was der Hälfte
des Bindefadenrapports entspricht.
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Wie
aus der 1 weiter zu erkennen ist, weist
das Formiersieb 100 aufeinander folgende durch einen Bindefaden
des Paares gebildete zweite obere Anbindungsabschnitte auf, zwischen
denen der Bindefaden nicht mit unteren Querfäden verwoben ist. Beispielsweise
ist der Bindefaden B20 zwischen den durch ihn gebildeten zweiten
oberen Anbindungsabschnitten OA3 und OA5 nicht mit unteren Querfäden UA verwoben,
sondern vielmehr kreuzt der Bindefaden B20 zwischen den aufeinander
folgenden zweiten oberen Anbindungsabschnitten OA3 und OA5 zwischen
der oberen Gewebelage 101 und unteren Gewebelage 102 laufend
die drei aufeinander folgenden oberen Querfäden OK21 bis OK25.
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Des
weiteren ist zwischen den aufeinander folgenden zweiten oberen Anbindungsabschnitten eine
durch das Verweben des anderen Bindefadens mit einem oberen Querfaden
des Paares ausgebildeter erster oberer Anbindungsabschnitt angeordnet. So
ist bspw. zwischen den beiden zweiten oberen Anbindungsabschnitten
OA3 und OA5 des Bindefadens B20 der durch das Verweben des Bindefadens B19
mit dem oberen Querfaden OK23 gebildete erste obere Anbindungsabschnitt
OA4 angeordnet.
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Des
weiteren umfasst das Formiersieb 100 aufeinander folgend
angeordnete erste und zweite obere Anbindungsabschnitte eines Bindefadens,
zwischen denen ein unterer Anbindungsabschnitt des selben Bindefadens
angeordnet ist. Bspw. folgt der zweite obere Anbindungsabschnitt
OA3 des Bindefadens B20 dem ersten Bindefadenabschnitt OA1 des Bindefadens
B20, wobei zwischen den beiden oberen Anbindungsabschnitten OA1
und OA3 der untere Anbindungsabschnitt UA1 des Bindefadens B20 angeordnet
ist.
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Das
Formiersieb 100 weist des weiteren aufeinander folgende
durch einen Bindefaden des Paares gebildete untere Anbindungsabschnitte
auf, zwischen denen der Bindefaden mit einem oberen Querfaden unter
Ausbildung eines ersten oberen Anbindungsabschnitts verwoben ist.
So ist bspw. zwischen den beiden unteren Anbindungsabschnitten UA2
und UA3 des Bindefadens B19 der erste obere Anbindungsabschnitt
OA4 des Bindefadens B19 angeordnet, so dass der zwischen den beiden
zweiten oberen Anbindungsabschnitten OA3 und OA5 angeordnete erste
obere Anbindungsabschnitt beidseitig von den unteren Anbindungsabschnitten
UA2 und UA3 gehalten wird.
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Die 3a bis 3d zeigen
jeweils den Verlauf eines Bindefadenpaares weiterer erfindungsgemäßer Ausführungsbeispiele.
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Bei
der in der 3a gezeigten Ausführungsform
sind erste und zweite obere Anbindungsabschnitte vorgesehen, die
die gleiche Anzahl von oberen Querfäden, nämlich jeweils drei aufeinanderfolgende
obere Querfäden,
umfassen.
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Bei
der in der 3b gezeigten Ausführungsform
umfassen die ersten oberen Anbindungsabschnitte jeweils einen oberen
Querfaden, wohingegen die zweiten oberen Anbindungsabschnitte jedes Bindefadens
drei und fünf
aufeinander folgende obere Querfäden
umfassen.
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Bei
der in der 3c gezeigten Ausführungsform
sind erste und zweite obere Anbindungsabschnitte vorgesehen, die
die gleiche Anzahl von oberen Querfäden, nämlich jeweils einen oberen Querfaden,
umfassen.
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Alle
in den 3a–c gezeigten Ausführungsformen
weisen ein Verhältnis
von oberen zu unteren Querfäden
von 1:1 auf.
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Die
in der 3d gezeigte Ausführungsform ist ähnlich zu
der der 3b mit dem wesentlichen Unterschied,
dass diese ein Verhältnis
von oberen zu unteren Querfäden
von 3:2 hat.