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DE102005042220A1 - Anordnung zur Rückprojektion von Strahlung, Verfahren zur Herstellung der Anordnung und Verwendung eines Rückprojektionsmediums - Google Patents

Anordnung zur Rückprojektion von Strahlung, Verfahren zur Herstellung der Anordnung und Verwendung eines Rückprojektionsmediums Download PDF

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DE102005042220A1
DE102005042220A1 DE200510042220 DE102005042220A DE102005042220A1 DE 102005042220 A1 DE102005042220 A1 DE 102005042220A1 DE 200510042220 DE200510042220 DE 200510042220 DE 102005042220 A DE102005042220 A DE 102005042220A DE 102005042220 A1 DE102005042220 A1 DE 102005042220A1
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DE
Germany
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rear projection
infrared radiation
projection medium
medium
radiation
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE200510042220
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert Dr. Groothues
Markus Parusel
Jann Dr. Schmidt
Alexander Laschitsch
Grant Lafontaine
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Roehm GmbH Darmstadt
Original Assignee
Roehm GmbH Darmstadt
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Filing date
Publication date
Application filed by Roehm GmbH Darmstadt filed Critical Roehm GmbH Darmstadt
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Priority to PCT/EP2006/065328 priority patent/WO2007028691A1/de
Priority to TW095132223A priority patent/TW200722899A/zh
Publication of DE102005042220A1 publication Critical patent/DE102005042220A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B21/00Projectors or projection-type viewers; Accessories therefor
    • G03B21/54Accessories
    • G03B21/56Projection screens
    • G03B21/60Projection screens characterised by the nature of the surface
    • G03B21/62Translucent screens

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Overhead Projectors And Projection Screens (AREA)
  • Optical Filters (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Rückprojektion von Strahlung, wobei die Anordnung einen Projektor (3) zur Erzeugung von Projektionsstrahlung, ein Rückprojektionsmedium (1) und eine Infrarotstrahlungseinrichtung (8) aufweist. Das Rückprojektionsmedium (1) ist derart angeordnet, dass die Projektionsstrahlung von einer Rückseite auf das Rückprojektionsmedium (1) auftrifft und entsprechende Bilder von einer Vorderseite des Rückprojektionsmediums (1) betrachtet werden können. Die Infrarotstrahlungseinrichtung (7 und/oder 8) ist derart angeordnet, dass von der Infrarotstrahlungseinrichtung erzeugte und/oder zu empfangende Infrarotstrahlung durch zumindest einen Bestrahlungsbereich des Rückprojektionsmediums (1) hindurchtritt, auf den die Projektionsstrahlung projiziert wird. Das Rückprojektionsmedium (1) ist lichtstreuend und weist zumindest in dem Bestrahlungsbereich ein für nahe Infrarotstrahlung durchlässiges Material auf, in dem eine Farbstoffkombination mit zumindest einem ersten und einem zweiten Farbstoff verteilt ist, wobei sich Farbwirkungen der einzelnen Farbstoffe unterscheiden.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum sichtbar Machen von Strahlung durch Rückprojektion, insbesondere zur Erzeugung von Bildern, ein Verfahren zur Herstellung der Anordnung, die Verwendung eines Rückprojektionsmediums und eine Ausgestaltung eines Rückprojektionsmediums.
  • Mittels der Rückprojektionstechnik können Informationen einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Prinzipiell kann der Aufbau eines solchen Systems ein Rückprojektionsmedium aufweisen, das von der Rückseite mit einem Projektor beleuchtet wird, wobei die Information durch Streuung in dem Rückprojektionsmedium sichtbar wird.
  • Diese Technik findet z.B. Einsatz in Schaltwarten (Kraftwerke, Bahn-Verkehr), um den Verantwortlichen den Überblick über die komplexen Vorgänge zu erleichtern, sodass Steuerungsfehler vermieden werden können. Eine weitere Anwendung sind großflächige Anzeigetafeln z.B. in Sportstadien und bei Motorsportrennen. Den Zuschauern kann auf diese Weise der Verlauf und der Stand des Ereignisses übermittelt werden, auch wenn sie sich in großer Entfernung vom eigentlichen Geschehen aufhalten.
  • Durch ständige Weiterentwicklung der Projektortechnik sind im Laufe der Jahre weitere Anwendungsfelder hinzugekommen. So wird diese Art der Informationsübermittlung auch z.B. bei TV-Geräten, Großraum- und Heim-Kinos, aber auch als Werbeträger auf Messen, in Schaufenstern und Ladengeschäften angewendet. Des Weiteren wird die Rückprojektionstechnik auch zur Informationsübermittlung bei Präsentationen und in Flugsimulatoren eingesetzt, um die virtuelle Umgebung möglichst realitätsnah auf den Cockpit-Scheiben abzubilden.
  • Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Kunststoffplatten und Folien, die als Rückprojektionsmedium eingesetzt werden. Häufig werden Platten dahingehend ausgestaltet, dass diese definierte Oberflächenstrukturen in Form von Fresnel-Linsensystemen auf der Rückseite und zusätzlich vertikal angeordnete Lentikularlinsen auf der Betrachterseite (Vorderseite) aufweisen. Es sind jedoch auch Rückprojektionsmedien mit homogenen optischen Eigenschaften und/oder glatten Oberflächen bekannt.
  • Es ist ferner bekannt, zumindest Bereiche von Rückprojektionsmedien zur Erhöhung des Kontrasts grau einzufärben, damit die sichtbar gemachten Inhalte auch bei heller Umgebung an der Vorderseite des Rückprojektionsmediums gut erkennbar sind. Dies führt jedoch insbesondere bei Rückprojektionsmedien mit homogenen optischen Eigenschaften zu einer Absorption der sichtbar zu machenden Strahlung.
  • Ein Vorteil der Rückprojektionstechnik besteht darin, dass der Projektor außerhalb des Betrachtungsraumes stehen kann. Ein vor der Projektionsfläche befindlicher Betrachter verdeckt somit die Projektion nicht, störende Geräusche des Projektors werden vermieden und eine ansprechende Raumgestaltung ist dadurch möglich. Bekannte grau eingefärbte Rückprojektionsmedien weisen jedoch einen hohen, Absorptionsgrad für Infrarotstrahlung auf. Dementsprechend muss bei Anwendungen, bei denen derartige, durch das Rückprojektionsmedium hindurch tretende Strahlung verwendet wird, eine stärkere Strahlungsquelle verwendet werden. Alternativ oder zusätzlich ist der Aufwand für eine Detektion der hindurch tretenden Infrarotstrahlung erhöht und/oder die Funktionsfähigkeit beeinträchtigt.
  • Beispiele für Anwendungen, in denen Strahlung im Wellenlängenbereich des nahen Infrarot verwendet wird, sind beispielsweise in WO 2003/063069 (Detektion der Berührung einer Scheibe mit einem Finger), WO 2003/003730 (TV-Einrichtung mit Fernbedienung, die IR-Strahlung nutzt) und US 2003/214640 A1 (Verfahren zur Prävention unautorisierten Aufzeichnens von projizierten Bildern durch Überblendung mit NIR-Strahlung) beschrieben.
  • Aufgabe und Lösung
  • Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Anordnung und ein Rückprojektionsmedium anzugeben, die im Fall einer hellen Umgebung einen hohen Kontrast der auf dem Medium sichtbar gemachten Informationen ermöglichen. Weiterhin ist es eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung der Anordnung, eine Verwendung eines Rückprojektionsmediums und eine Ausgestaltung eines Rückprojektionsmediums anzugeben. Dabei soll Infrarotstrahlung bei hoher Effizienz in Kombination mit dem Rückprojektionsmedium nutzbar sein.
  • Es wird ein Rückprojektionsmedium vorgeschlagen, das ein lichtstreuendes und für nahe Infrarotstrahlung durchlässiges Material aufweist. In dem lichtstreuenden, für nahe Infrarotstrahlung durchlässigen Material ist eine Farbstoffkombination mit zumindest einem ersten und einem zweiten Farbstoff verteilt, wobei sich Farbwirkungen der einzelnen Farbstoffe unterscheiden.
  • Unter lichtstreuend wird ein insbesondere sichtbares Licht streuendes Material verstanden, das also nicht oder nur teilweise durchsichtig bzw. transluzent ist.
  • Weiterhin wird eine Anordnung zur Rückprojektion von Strahlung vorgeschlagen, wobei die Anordnung Folgendes aufweist:
    • – einen Projektor zur Erzeugung von Projektionsstrahlung,
    • – ein Rückprojektionsmedium, das derart angeordnet ist, dass die Projektionsstrahlung von einer Rückseite auf das Rückprojektionsmedium auftrifft und entsprechende Bilder von einer Vorderseite des Rückprojektionsmediums betrachtet werden können,
    • – eine Infrarotstrahlungseinrichtung, die derart angeordnet ist, dass von der Infrarotstrahlungseinrichtung erzeugte und/oder von der Infrarotstrahlungseinrichtung zu empfangende Infrarotstrahlung durch zumindest einen Bestrahlungsbereich des Rückprojektionsmediums hindurch tritt, auf den die Projektionsstrahlung projiziert wird, wobei das Rückprojektionsmedium lichtstreuend ist und zumindest in dem Bestrahlungsbereich ein für nahe Infrarotstrahlung durchlässiges Material aufweist, in dem eine Farbstoffkombination mit zumindest einem ersten und einem zweiten Farbstoff verteilt ist, wobei sich Farbwirkungen der einzelnen Farbstoffe unterscheiden.
  • Ausführung der Erfindung
  • Erfindungsgemäße Anordnungen
  • Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Rückprojektion von Strahlung, wobei die Anordnung Folgendes aufweist:
    • • einen Projektor (3) zur Erzeugung von Projektionsstrahlung,
    • • ein Rückprojektionsmedium (1), das derart angeordnet ist, dass die Projektionsstrahlung von einer Rückseite auf das Rückprojektionsmedium (1) auftrifft und entsprechende Bilder von einer Vorderseite des Rückprojektionsmediums (1) betrachtet werden können,
    • • eine Infrarotstrahlungseinrichtung (7 und/oder 8), die derart angeordnet ist, dass von der Infrarotstrahlungseinrichtung (8) erzeugte und/oder von der Infrarotstrahlungseinrichtung (7) zu empfangende Infrarotstrahlung durch zumindest einen Bestrahlungsbereich des Rückprojektionsmediums (1) hindurch tritt, auf den die Projektionsstrahlung projiziert wird, wobei das Rückprojektionsmedium (1) lichtstreuend ist und zumindest in dem Bestrahlungsbereich ein für nahe Infrarotstrahlung (800 bis 1400 nm Wellenlänge) durchlässiges Material aufweist, in dem eine Farbstoffkombination mit zumindest einem ersten und einem zweiten Farbstoff verteilt ist, wobei sich Farbwirkungen der einzelnen Farbstoffe unterscheiden.
  • Die Erfindung betrifft insbesondere eine Anordnung, wobei die Infrarotstrahlungseinrichtung (7 und/oder 8) einen auf der Rückseite des Rückprojektionsmediums (1) angeordneten Detektor (7) zur Detektion von Infrarotstrahlung aufweist und wobei die Anordnung derart ausgestaltet ist, dass eine Infrarotstrahlung, die auf Grund einer Berührung des Körpers (2) und/oder Annäherung eines Gegenstandes an seiner Vorderseite des Rückprojektionsmediums (1) erzeugt, abgelenkt, absorbiert und/oder reflektiert wird, durch das Rückprojektionsmedium (1) hindurch tritt und von dem Detektor (7) detektiert werden kann.
  • Die Erfindung betrifft weiterhin eine Anordnung, wobei die Infrarotstrahlungseinrichtung (7) derart angeordnet und ausgestattet ist, dass natürliche und/oder künstlich erzeugte nahe Infrarotstrahlung von der Vorderseite durch das Rückprojektionsmedium (1) hindurchtritt und von der Infrarotstrahlungseinrichtung (7) auf der Rückseite des Rückprojektionsmediums (1) detektiert werden kann.
  • Die Erfindung betrifft weiterhin eine Anordnung, wobei die Infrarotstrahlungseinrichtung (8) derart angeordnet und ausgestaltet ist, dass von ihr erzeugte nahe Infrarotstrahlung von der Rückseite durch das Rückprojektionsmedium (1) hindurchtritt, an der Vorderseite abgelenkt, absorbiert und/oder reflektiert wird und von der Infrarotstrahlungseinrichtung (7) auf der Rückseite des Rückprojektionsmediums (1) detektiert werden kann.
  • Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Anordnung ist das Rückprojektionsmedium, z. B. die Rückprojektionsfolie, an einer rückseitigen Oberfläche eines durchsichtigen Körpers angeordnet. Dabei ist der Projektor auf der Rückseite des Körpers jenseits des Rückprojektionsmediums angeordnet, sodass die Bilder von einer Vorderseite des Körpers durch den Körper hindurch betrachtet werden können. Die Erfindung ermöglicht derartige Anwendungen, wobei trotz einer zusätzlich möglichen Absorption der Infrarotstrahlung in dem durchsichtigen Körper noch ein ausreichend großer Anteil der Infrarotstrahlung durch das Rückprojektionsmedium hindurch treten kann. Dies erlaubt es insbesondere, das Rückprojektionsmedium nachträglich an bereits vorhandene Körper anzubringen, wobei das Rückprojektionsmedium beispielsweise auch wieder abnehmbar sein kann. Die Erfindung betrifft demnach eine Anordnung, bei der das Rückprojektionsmedium (1) an einer rückseitigen Oberfläche eines für Licht und nahe Infrarotstrahlung durchlässigen Körpers (2) angeordnet ist und wobei der Projektor (3) auf der Rückseite des Körpers (2) jenseits des Rückprojektionsmediums (1) angeordnet ist, so dass die Bilder von einer Vorderseite des Körpers (2) durch den Körper (2) hindurch betrachtet werden können. Der Körper kann z. B. eine Glasplatte, z. B. eine Schaufensterscheibe sein, an oder auf der das Rückprojektionsmedium anliegt ohne fest verbunden zu sein oder auch mit oder auf dieser z. B. durch eine Klebschicht fixiert sein. Der Körper kann auch z. B. eine Kunststoffplatte aus Polymethylmethacrylat oder Polycarbonat sein. In diesem Fall kann gegebenenfalls einer fester Verbund mit dem Rückprojektionsmedium in Form eines Laminats oder einer Coextrudats vorliegen. Der Körper hat bei dieser Anordnung die Funktion, das Rückprojektionsmedium vor Beschädigungen durch Berührung oder vor Verschmutzung zu schützen.
  • Die Erfindung betrifft weiterhin eine Anordnung, bei der ein für Licht und nahe Infrarotstrahlung durchlässiger Körper (2) zwischen dem Rückprojektionsmedium (1) an dem Projektor (3) unmittelbar an der Rückseite des Rückprojektionsmediums angeordnet ist. Der Körper kann z. B. eine Glasplatte sein, die an dem Rückprojektionsmedium Körper anliegt ohne fest verbunden zu sein oder auch mit oder auf diesem z. B. durch eine Klebschicht fixiert sein. Der Körper kann auch z. B. eine Kunststoffplatte aus Polymethylmethacrylat oder Polycarbonat sein. In diesem Fall kann gegebenenfalls einer fester Verbund mit dem Rückprojektionsmedium in Form eines Laminats oder einer Coextrudats vorliegen. Der Körper hat bei dieser Anordnung in erster Linie eine stützende Funktion für das Rückprojektionsmedium.
  • Infrarotstrahlungseinrichtung
  • Die Infrarotstrahlungseinrichtung kann aus einer Infrarotquelle bzw. einem Infraroterzeuger und einem Infrarotempfänger bzw. Detektor bestehen, sie kann jedoch alternativ auch nur aus einer Infrarotquelle bzw. einem Infraroterzeuger oder einem Infrarotempfänger bzw. Detektor bestehen.
  • Bei der Infrarotstrahlungseinrichtung handelt es sich im einfachsten Fall lediglich um eine Empfangseinrichtung für den Empfang und die Detektion der Infrarotstrahlung (insbesondere der nahen Infrarotstrahlung). Unter naher Infrarotstrahlung wird ein Wellenlängenbereich von 800 bis 1400 nm verstanden. In diesem Fall wird künstliche oder natürlich in der Umgebung vorhandene nahe Infrarotstrahlung (z. B. von der Sonne durch das durchlässige Material hindurch gestrahlte Infrarotstrahlung) von der Infrarotstrahlungseinrichtung detektiert. Die Sonne oder gegebenenfalls auch eine andere in der Umgebung bereits vorhandene Infrarotquelle wird also in diesem Fall als bereist vorhandene Infraroterzeugungseinrichtung genutzt (s. dazu z. B. 4).
  • Alternativ kann es sich bei der Infrarotstrahlungseinrichtung lediglich um eine Infraroterzeugungseinrichtung zur Erzeugung der (insbesondere nahen) Infrarotstrahlung handeln (s. dazu z. B. 5). Diese Variante macht es beispielsweise möglich, unautorisierte Bildaufnahmen einer auf dem Rückprojektionsmedium dargestellten Projektionen zu verhindern.
  • Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass die Infrarotstrahlungseinrichtung sowohl die Erzeugungseinrichtung als auch die Empfangseinrichtung aufweist.
  • Das Rückprojektionsmedium
  • Das lichtstreuende und zumindest in dem Bestrahlungsbereich für nahe Infrarotstrahlung durchlässige Material ermöglicht ein Hindurchtreten von Infrarotstrahlung und bildet außerdem auf Grund der Farbstoffkombination einen Hintergrund für eine kontrastreiche Bilddarstellung oder Darstellung anderer Wirkungen der sichtbar zu machenden Strahlung. Dabei kann das Rückprojektionsmedium oder zumindest eine Schicht des Rückprojektionsmediums vollständig aus dem durchlässigen Material bestehen. Alternativ besteht nur zumindest ein Bereich des Rückprojektionsmediums aus dem durchlässigen Material. Beispielsweise können andere Bereiche als Licht-Streukörper und/oder optische Linsen ausgestaltet sein.
  • Ferner wird die Verwendung eines Rückprojektionsmediums für ein sichtbar Machen bzw. Detektierbarmachen von Strahlung vorgeschlagen, die von einer Rückseite des Rückprojektionsmediums auf das Rückprojektionsmedium projiziert wird, wobei eine Infrarotstrahlung erzeugt und durch ein Material des Rückprojektionsmediums hindurch gestrahlt wird und/oder eine durch das Material des Rückprojektionsmediums hindurch tretende Infrarotstrahlung detektiert wird und wobei das Rückprojektionsmedium lichtstreuend ist und ein für nahe Infrarotstrahlung durchlässiges Material aufweist, in dem eine Farbstoffkombination mit zumindest einem ersten und einem zweiten Farbstoff verteilt ist, wobei sich Farbwirkungen der einzelnen Farbstoffe unterscheiden.
  • Rückprojektionsfolie
  • Das Rückprojektionsmedium kann bevorzugt die Gestalt einer Folie aufweisen. Zum Gegenstand der Erfindung gehört demnach eine Rückprojektionsfolie aus einem lichtstreuenden und für nahe Infrarotstrahlung durchlässigen Material, wobei in dem durchlässigen Material eine Farbstoffkombination mit zumindest einem ersten und einem zweiten Farbstoff verteilt ist, wobei sich Farbwirkungen der einzelnen Farbstoffe unterscheiden und wobei die Rückprojektionsfolie insbesondere eine Dicke im Bereich bis 3 mm, bevorzugt weniger als 1,5 mm, insbesondere 0,1 bis 3 mm, 0,2 bis 2,0 mm, bevorzugt 0,3 bis 1,5 mm, besonders bevorzugt 0,4 bis 1,0 mm aufweist. Grundsätzlich kann jedoch auch ein Rückprojektionsmedium mit anderer Formgebung verwendet werden, beispielsweise ein plattenförmiges Rückprojektionsmedium mit einer Dicke von mehr als 2 mm. Aufgrund der im Vergleich zu anderen Stoffen zur Graueinfärbung geringen Konzentration (bezogen auf die Fläche) an Farbstoffen, können jedoch besonders dünne Körper, insbesondere die Folien, als Rückprojektionsmedien hergestellt werden.
  • Die Rückprojektionsfolie kann auch als laminierter oder coextrudierter Verbund mit einer Platte aus transparentem Material vorliegen. Das transparente Material kann z. B. Polymethylmethacrylat sein.
  • Verfahren zur Herstellung einer Anordnung zur Rückprojektion
  • Auch von der Erfindung umfasst ist ein Verfahren zur Herstellung einer Anordnung zur Rückprojektion von Strahlung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit folgenden Schritten:
    • • Bereitstellen eines Rückprojektionsmediums (1) aus einem lichtstreuenden und für nahe Infrarotstrahlung durchlässigen Material, in dem zumindest ein erster und ein zweiter Farbstoff verteilt sind, wobei sich Farbwirkungen der einzelnen Farbstoffe unterscheiden,
    • • Bereitstellen eines Projektors zur Erzeugung von Projektionsstrahlung,
    • • Anordnen des Rückprojektionsmedium und des Projektor derart, dass die Projektionsstrahlung von einer Rückseite auf das Rückprojektionsmedium auftrifft und entsprechende Bilder von einer Vorderseite des Rückprojektionsmediums betrachtet werden können,
    • • Anordnen einer Infrarotstrahlungseinrichtung derart, dass von der Infrarotstrahlungseinrichtung erzeugte und/oder zu empfangende Infrarotstrahlung durch zumindest einen Bestrahlungsbereich des Rückprojektionsmediums hindurch tritt, auf den die Projektionsstrahlung projiziert wird, wobei das Rückprojektionsmedium zumindest in dem Bestrahlungsbereich das für nahe Infrarotstrahlung durchlässige Material aufweist.
  • Das sichtbar Machen der Strahlung in dem Rückprojektionsmedium wird insbesondere dadurch erreicht, dass die Strahlung zumindest in Bereichen des Rückprojektionsmediums gestreut wird. Dabei kann eine Streuung in dem durchlässigen Material und/oder in anderen Bereichen des Rückprojektionsmediums stattfinden.
  • Die von der Infrarotstrahlungseinrichtung erzeugte und/oder zu empfangende Infrarotstrahlung liegt insbesondere im Wellenlängenbereich des nahen Infrarot (800 bis 1400 nm Wellenlänge). Die noch zu nennenden optischen Eigenschaften im Infrarotbereich können insbesondere bei einer oder mehreren bestimmten Wellenlängen, z. B. 1100 nm, vorliegen oder in zumindest einem Teilbereich des nahen Infrarot. Beispielsweise können Steuersignale (z. B. einer Fernbedienung) unter Nutzung der Infrarotstrahlung und/oder auf die Anwesenheit eines Körpers (z. B. Finger an einer Scheibe) hinweisende Infrarotstrahlung durch das Rückprojektionsmedium übertragen werden bzw. hindurch treten.
  • Farbstoffkombination
  • Unter einer Farbstoffkombination wird grundsätzlich jede Verwendung von zwei oder mehr, 3 oder mehr, 4 oder mehr Farbstoffen, insbesondere drei oder vier Farbstoffen, verstanden, beispielsweise eine Mischung der Farbstoffe, die in dem durchlässigen Material verteilt wird. Die einzelnen Farbstoffe oder Teilkombinationen davon können jedoch bei einer alternativen Vorgehensweise nacheinander in dem durchlässigen Material verteilt werden und/oder in dem durchlässigen Material erzeugt werden. Unter einem Farbstoff wird insbesondere ein Produkt verstanden, wie es im Handel erhältlich ist. Dabei kann der Farbstoff insbesondere aus einer Mischung unterschiedlicher chemischer Verbindungen bestehen.
  • Farbstoffe
  • Unter Farbstoffen mit unterschiedlichen Farbwirkungen werden insbesondere Farbstoffe verstanden, deren Transmissionsgrade (bei gegebener Flächendichte des jeweiligen Farbstoffs) im sichtbaren Spektralbereich in unterschiedlicher Weise mit der Wellenlänge variieren, sodass von den einzelnen Farbstoffen unterschiedliche Farbwirkungen erzielt werden, z. B. rot, gelb oder grün.
  • Geeignet für die Zwecke der Erfindung sind z. B. rote Farbstoffe aus der Klasse der Perinonfarbstoffe, z. B. das Handelsprodukt Macrolex® Rot EG. Geeignet sind z. B. grüne Farbstoffe aus der Klasse der Anthrachinonfarbstoffe, z. B. das Handelsprodukt Macrolex® Grün EG. Geeignet sind z. B. grüne bzw. bläulichviolette Farbstoffe aus der Klasse der Anthrachinonfarbstoffe, z. B. das Handelsprodukt Macrolex® Grün EG oder das Handelsprodukt Macrolex® Violett 3R. Geeignet sind z. B. gelbe Farbstoffe aus der Klasse der Chinophthalonfarbstoffe, z. B. das Handelsprodukt Macrolex® Rot EG.
  • Durch den Transmissionsgrad ist der Anteil von transmittierter Strahlung bezogen auf die von der Rückseite des Rückprojektionsmediums einfallende Strahlung definiert. Die Transmission wird durch die Absorption und die Reflexion bestimmt. Für eine exakte Beschreibung der Farbwirkung müssen daher auch diese beiden Effekte angegeben werden (d. h. der Absorptionsgrad und der Reflexionsgrad) und muss außerdem nicht nur die von der Rückseite einfallende Strahlung berücksichtigt werden sondern auch die von der Vorderseite einfallende Strahlung. Bei sinnvollen Farbstoffkonzentrationen in Rückprojektionsmedien ist der Reflexionsgrad jedoch gering, sodass das Farbverhalten hinreichend genau durch Angabe des Transmissionsgrades oder des Absorptionsgrades angegeben werden kann.
  • Auf Grund der unterschiedlichen Farbwirkungen ist jedoch der Gesamt-Transmissionsgrad der Farbstoffkombination im sichtbaren Spektralbereich gegenüber den Transmissionsgraden der einzelnen Farbstoffe zumindest teilweise in Richtung eines spektral unselektiven (grauen) Transmissionsgrades ausgeglichen. Wenn die Farbstoff-Konzentration gering ist, kann man die optischen Eigenschaften der Farbstoffkombination einfach durch spektrale Überlagerung der optischen Eigenschaften der einzelnen Farbstoffe ermitteln. Beispielsweise führt dies bei einer bevorzugten Farbstoffkombination mit einem grünen, roten, gelben und violetten Farbstoff zu einem Ausgleich des spektral selektiven Verhaltens bei der Transmission und damit zu einer grauen "Farbe". Bei größeren Konzentrationen kommen noch Kombinationseffekte hinzu, beispielsweise durch Mehrfachreflexion und ggf. durch Modifikation der optischen Eigenschaften auf Grund chemischer Verbindungen der einzelnen Farbstoffe.
  • Der Erfindung liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass ausgewählte, an sich bekannte Farbstoffe eine hohe Farbwirkung im sichtbaren Wellenlängenbereich haben, jedoch im nahen Infrarot nur geringfügig absorbieren. Dies ist sogar bei ausgewählten roten Farbstoffen (z. B. Macrolex® Rot EG von Bayer) der Fall. Diese Eigenschaft kann in der Farbstoffkombination dazu genutzt werden, dass durch geeignete Mischung einzelner Farbstoffe über den gesamten sichtbaren Wellenlängenbereich ein etwa gleich bleibendes Transmissionsverhalten erzielt wird, die Absorption von Strahlung im nahen Infrarot jedoch auch in der Summe der einzelnen Farbstoffe noch gering ist. Überraschender Weise konnten beispielsweise etwa gleich bleibende (Schwankungen kleiner als ± 10 % bezogen auf den Transmissionsgrad) Transmissionsgrade (je nach Flächendichte der Farbstoffe bei einem konstanten Wert z. B. im Bereich von 0,3 bis 0,85, insbesondere von 0,4 bis 0,65) im sichtbaren Wellenlängenbereich erzielt werden, wobei der Transmissionsgrad im nahen Infrarot bei Werten größer als 0,6, größer als 0,7, größer als 0,8, größer als 0,85 oder im Bereich von 0,6 bis 0,93 lag. Hierauf wird anhand von Beispielen für Farbstoffkombinationen noch näher eingegangen. Die Transmission und die Reflexion werden z. B. gemäß DIN (Deutsche Industrienorm) 5036 mit einem Messgerät Lambda 19 von Perkin Elmer bestimmt. Das Streuvermögen kann gemäß DIN 5036 mit einem Messgerät LMT-Goniometer-Messplatz GO-T-1500 von LMT Lichtmesstechnik GmbH Berlin, Deutschland, bestimmt werden.
  • Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Anordnung ist das Rückprojektionsmedium, z. B. die Rückprojektionsfolie, an einer rückseitigen Oberfläche eines durchsichtigen Körpers angeordnet. Dabei ist der Projektor auf der Rückseite des Körpers jenseits des Rückprojektionsmediums angeordnet, sodass die Bilder von einer Vorderseite des Körpers durch den Körper hindurch betrachtet werden können.
  • Die Erfindung ermöglicht derartige Anwendungen, wobei trotz einer zusätzlich möglichen Absorption der Infrarotstrahlung in dem durchsichtigen Körper noch ein ausreichend großer Anteil der Infrarotstrahlung durch das Rückprojektionsmedium hindurch treten kann. Dies erlaubt es insbesondere, das Rückprojektionsmedium nachträglich an bereits vorhandene Körper anzubringen, wobei das Rückprojektionsmedium beispielsweise auch wieder abnehmbar sein kann. Vorzugsweise ist die Oberfläche des Rückprojektionsmediums an seiner Vorderseite so ausgestaltet und auf die Rückseite des Körpers abgestimmt, dass das Rückprojektionsmedium ohne weitere Hilfsmittel (beispielsweise Klebstoff) an dem Körper haftet.
  • Bei einer derartigen Anordnung kann die Infrarotstrahlungseinrichtung einen auf der Rückseite des Rückprojektionsmediums angeordneten Detektor zur Detektion von Infrarotstrahlung aufweisen, wobei die Anordnung derart ausgestaltet ist, dass eine Infrarotstrahlung, die auf Grund einer Berührung des Körpers und/oder Annäherung eines Gegenstandes an seiner Vorderseite erzeugt, abgelenkt, absorbiert und/oder reflektiert wird und die durch den Körper und das Rückprojektionsmedium hindurch tritt, von dem Detektor detektiert wird. Somit kann die Wirkung eines „Touch Screen" erzielt werden, wobei jedoch der eigentliche Bildschirm (das Rückprojektionsmedium) durch den durchsichtigen Körper geschützt ist. Der Körper ist beispielsweise eine Schaufensterscheibe.
  • Bei der Anordnung mit dem durchsichtigen Körper und dem Rückprojektionsmedium kann die Infrarotstrahlungseinrichtung derart angeordnet und ausgestaltet sein, dass natürliche und/oder künstlich erzeugte nahe Infrarotstrahlung, die von der Vorderseite durch den Körper und das Rückprojektionsmedium hindurchtritt, von der Infrarotstrahlungseinrichtung detektiert werden kann.
  • Alternativ oder zusätzlich kann die Infrarotstrahlungseinrichtung derart angeordnet und ausgestaltet sein, dass von ihr erzeugte nahe Infrarotstrahlung, von der Rückseite durch das Rückprojektionsmedium und den Körper hindurchtritt.
  • Die Farbstoffkombination ist vorzugsweise derart ausgewählt, dass für das durchlässige Material mit der Farbstoffkombination der rot-grün Transmissions-Farbwert (mit a* bezeichnet) des CIE (Commission Internationale d'Eclariage)-Lab-Farbmodells im Bereich von –5 bis 5, vorzugsweise im Bereich von –2,5 bis 2,5 liegt und der gelb-blau Transmissions-Farbwert (mit b* bezeichnet) des CIE-Lab-Farbmodells im Bereich von –5 bis 5, vorzugsweise im Bereich von –2,5 bis 2,5 liegt.
  • Ein entsprechend unselektives (graues) Verhalten ist für eine farbneutrale Kontrastwirkung von Vorteil.
  • Ferner wird bevorzugt, dass das durchlässige Material mit der darin verteilten Farbstoffkombination im nahen Infrarot-Spektralbereich einen Transmissionsgrad von mehr als 0,6 vorzugsweise von mehr als 0,8 aufweist. Der Transmissions-Helligkeitswert L* des CIE-Lab-Farbmodells liegt dabei z. B. über 60, insbesondere über 70.
  • Als Farbstoffe werden an sich bekannte organische Farbstoffe vorgeschlagen, deren Konzentration pro Farbstoff im Allgemeinen im Bereich von 0 bis 0,8 Gew.-%, vorzugsweise 0,000001 bis 0,4 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des eingefärbten durchlässigen Materials. Die Summe der Farbstoffkonzentrationen liegt vorzugsweise im Bereich von 0 bis 1 Gew.-%, vorzugsweise 0,0001 bis 0,6 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des eingefärbten durchlässigen Materials. Als Farbstoffe sind insbesondere geeignet: ®Sandoplast Rot G und Sandoplast® Gelb 2G jeweils von Clariant sowie ®Macrolex Rot EG, Macrolex® Grün 5B, Macrolex® Violett 3R und ®Macrolex Gelb G jeweils von Bayer. Beispielsweise wird eine Farbstoffkombination aus den vier genannten Farbstoffen Macrolex® (rot, grün, violett und gelb) verwendet. Dabei liegt das Verhältnis der Farbstoffe z. B. bei 61 : 50 : 10 : 1 (rot : grün : violett : gelb), wobei der Anteil jeder Farbstoffe um ± 15 % (bezogen auf die genannte Verhältniszahl) variiert werden kann.
  • Das erfindungsgemäße Rückprojektionsmedium weist insbesondere eine Licht streuende Schicht mit Polymethylmethacrylat (PMMA) auf, wobei zumindest Bereiche der Schicht die Farbstoffkombination aufweisen und daher eine Kontrastwirkung für Strahlung bewirken, die von der Vorderseite auf die Schicht einfällt.
  • Polymethylmethacrylat (PMMA)
  • Polymethylmethacrylate werden im Allgemeinen durch radikalische Polymerisation von Mischungen erhalten, die Methylmethacrylat enthalten. Im Allgemeinen enthalten diese Mischungen mindestens 40 Gew.-%, vorzugsweise mindestens 60 Gew.-% und besonders bevorzugt mindestens 80 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Monomere, Methylmethacrylat. Daneben können diese Mischungen zur Herstellung von Polymethylmethacrylaten weitere (Meth)acrylate enthalten, die mit Methylmethacrylat copolymerisierbar sind. Der Ausdruck (Meth)acrylate umfasst Methacrylate und Acrylate sowie Mischungen aus beiden.
  • Diese Monomere sind weithin bekannt. Zu diesen gehören unter anderem (Meth)acrylate, die sich von gesättigten Alkoholen ableiten, wie beispielsweise Methylacrylat, Ethyl(meth)acrylat, Propyl(meth)acrylat, n-Butyl(meth)acrylat, tert.-Butyl(meth)acrylat, Pentyl(meth)acrylat und 2-Ethylhexyl(meth)acrylat;
    (Meth)acrylate, die sich von ungesättigten Alkoholen ableiten, wie z. B. Oleyl(meth)acrylat, 2-Propinyl(meth)acrylat, Allyl(meth)acrylat, Vinyl(meth)acrylat;
    Aryl(meth)acrylate, wie Benzyl(meth)acrylat oder Phenyl(meth)acrylat, wobei die Arylreste jeweils unsubstituiert oder bis zu vierfach substituiert sein können;
    Cycloalkyl(meth)acrylate, wie 3-Vinylcyclohexyl(meth)acrylat, Bornyl(meth)acrylat; Hydroxylalkyl(meth)acrylate, wie 3-HydroxYpropyl(meth)acrylat, 3,4-Dihydroxybutyl(meth)acrylat, 2-Hydroxyethyl(meth)acrylat, 2-Hydroxypropyl(meth)acrylat;
    Glycoldi(meth)acrylate, wie 1,4-Butandiol(meth)acrylat, (Meth)acrylate von Etheralkoholen, wie Tetrahydrofurfuryl(meth)acrylat, Vinyloxyethoxyethyl(meth)acrylat;
    Amide und Nitrile der (Meth)acrylsäure, wie N-(3-Dimethylaminopropyl)(meth)acrylamid, N-(Diethylphosphono)(meth)acrylamid, 1-Methacryloylamido-2-methyl-2-propanol;
    schwefelhaltige Methacrylate, wie Ethylsulfinylethyl(meth)acrylat, 4-Thiocyanatobutyl(meth)acrylat, Ethylsulfonylethyl(meth)acrylat, Thiocyanatomethyl(meth)acrylat, Methylsulfinylmethyl(meth)acrylat, Bis((meth)acryloyloxyethyl)sulfid;
    mehrwertige (Meth)acrylate, wie Trimethyloylpropantri(meth)acrylat.
  • Neben den zuvor dargelegten (Meth)acrylaten können die zu polymerisierenden Zusammensetzungen auch weitere ungesättigte Monomere aufweisen, die mit Methylmethacrylat und den zuvor genannten (Meth)acrylaten copolymerisierbar sind. Hierzu gehören unter anderem 1-Alkene, wie Hexen-1, Hepten-1;
    verzweigte Alkene, wie beispielsweise Vinylcyclohexan, 3,3-Dimethyl-1-propen, 3-Methyl-1-diisobutylen, 4-Methylpenten-1;
    Acrylnitril; Vinylester, wie Vinylacetat; Styrol, substituierte Styrole mit einem Alkylsubstituenten in der Seitenkette, wie z. B. [alpha]-Methylstyrol und [alpha]-Ethylstyrol, substituierte Styrole mit einem Alkylsubstitutenten am Ring, wie Vinyltoluol und p-Methylstyrol, halogenierte Styrole, wie beispielsweise Monochlorstyrole, Dichlorstyrole, Tribromstyrole und Tetrabromstyrole;
    Heterocyclische Vinylverbindungen, wie 2-Vinylpyridin, 3-Vinylpyridin, 2-Methyl-5-vinylpyridin, 3-Ethyl-4-vinylpyridin, 2,3-Dimethyl-5-vinylpyridin, Vinylpyrimidin, Vinylpiperidin, 9-Vinylcarbazol, 3-Vinylcarbazol, 4-Vinylcarbazol, 1-Vinylimidazol, 2-Methyl-1-vinylimidazol, N-Vinylpyrrolidon, 2-Vinylpyrrolidon, N-Vinylpyrrolidin, 3-Vinylpyrrolidin, N-Vinylcaprolactam, N-Vinylbutyrolactam, Vinyloxolan, Vinylfuran, Vinylthiophen, Vinylthiolan, Vinylthiazole und hydrierte Vinylthiazole, Vinyloxazole und hydrierte Vinyloxazole;
    Vinyl- und Isoprenylether; Maleinsäurederivate, wie beispielsweise Maleinsäureanhydrid, Methylmaleinsäureanhydrid, Maleinimid, Methylmaleinimid; und
    Diene, wie beispielsweise Divinylbenzol.
  • Im Allgemeinen werden diese Comonomere in einer Menge von 0 bis 60 Gew.-%,vorzugsweise 0 bis 40 Gew.-% und besonders bevorzugt 0 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Monomeren, eingesetzt, wobei die Verbindungen einzeln oder als Mischung verwendet werden können.
  • Die Polymerisation wird im Allgemeinen mit bekannten Radikalinitiatoren gestartet. Zu den bevorzugten Initiatoren gehören unter anderem die in der Fachwelt weithin bekannten Azoinitiatoren, wie AIBN und 1,1-Azobiscyclohexancarbonitril, sowie Peroxyverbindungen, wie Methylethylketonperoxid, Acetylacetonperoxid, Dilaurylperoxyd, tert.-Butylper-2-ethylhexanoat, Ketonperoxid, Methylisobutylketonperoxid, Cyclohexanonperoxid, Dibenzoylperoxid, tert.-Butylperoxybenzoat, tert.-Butylperoxyisopropylcarbonat, 2,5-Bis(2-ethylhexanoylperoxy)-2,5-dimethylhexan, tert.-Butylperoxy-2-ethylhexanoat, tert.-Butylperoxy-3,5,5-trimethylhexanoat, Dicumylperoxid, 1,1-Bis(tert.-butylperoxy)cyclohexan, 1,1-Bis(tert.-butylperoxy)3,3,5-trimethylcyclohexan, Cumylhydroperoxid, tert.-Butylhydroperoxid, Bis(4-tert.-butylcyclohexyl)peroxydicarbonat, Mischungen von zwei oder mehr der vorgenannten Verbindungen miteinander sowie Mischungen der vorgenannten Verbindungen mit nicht genannten Verbindungen, die ebenfalls Radikale bilden können.
  • Diese Verbindungen werden häufig in einer Menge von 0,01 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise von 0,5 bis 3 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Monomeren, eingesetzt. Hierbei können verschiedene Poly(meth)acrylate eingesetzt werden, die sich beispielsweise im Molekulargewicht oder in der Monomerzusammensetzung unterscheiden.
  • Weitere Polymere
  • Des Weiteren kann die Matrix der Licht streuenden Schicht weitere Polymere enthalten, um die Eigenschaften zu modifizieren. Hierzu gehören unter anderem Polyacrylnitrile, Polystyrole, Polyether, Polyester, Polycarbonate und Polyvinylchloride. Diese Polymere können einzeln oder als Mischung eingesetzt werden, wobei auch Copolymere, die von den zuvor genannten Polymere ableitbar sind.
  • Formmassen zur Herstellung der Licht streuenden Schicht können übliche Zusatzstoffe aller Art enthalten. Hierzu gehören unter anderem Antistatika, Antioxidantien, Entformungsmittel, Flammschutzmittel, Schmiermittel, Fliessverbesserungsmittel, Füllstoffe, Lichtstabilisatoren, UV-Absorber und organische Phosphorverbindungen, wie Phosphite oder Phosphonate, Verwitterungsschutzmittel und Weichmacher. Die Menge an Zusatzstoffen ist vom Anwendungszweck abhängig. Die Formmasse kann gegebenenfalls durch einen Schlagzähmodifier mechanisch stabiler ausgerüstet werden.
  • Die Farbstoffkombination kann beispielsweise bereits zu Beginn des Prozesses der Polymerisation zugesetzt sein oder werden. Aus der Polymerisation erhält man z. B. ein Granulat.
  • Das Rückprojektionsmedium kann über bekannte Verfahren hergestellt werden, wobei thermoplastische Formgebungsverfahren bevorzugt sind. Gemäß einer Ausführungsform wird zur Extrusion oder zur Herstellung von Streuperlen enthaltenden Formmassen-Granulaten ein Doppelschneckenextruder verwendet. Hierbei werden die Kunststoffpartikel vorzugsweise in die Schmelze im Extruder überführt.
  • Das Rückprojektionsmedium kann über einen Zweistufenprozess hergestellt werden, bei welchem man z. B. einer Sidefeeder-Compoundierung auf einem Doppelschneckenextruder und Zwischengranulierung die Extrusion der Folie oder Platte auf einem Einschneckenextruder nachschaltet.
  • Des Weiteren kann auch ein Einstufenprozess durchgeführt werden, bei welchem mittels einer Extrusionsdüse ein flächiges Produkt ausgeformt wird. Außerdem kann das Rückprojektionsmedium durch Spritzguss hergestellt werden. Weiterhin ist es prinzipiell auch möglich das Rückprojektionsmedium im Gussverfahren, z. B. in einer Polymerisationskammer, herzustellen.
  • Insbesondere bei einem Rückprojektionsmedium mit homogenen optischen Eigenschaften (z. B. ohne zusätzliche Streukörper) kann das durchlässige Material mit der darin verteilten Farbstoffkombination ein Licht-Streuvermögen σ (gemessen gemäß DIN 5036) im sichtbaren Spektralbereich von mehr als 0,2 aufweisen, vorzugsweise von mehr als 0,3. Dies wird beispielsweise durch Zugabe von Licht streuenden Substanzen wie Bariumsulfat oder Titandioxid erreicht.
  • Alternativ kann das Rückprojektionsmedium jedoch beispielsweise Streupartikel aufweisen, wobei die Partikel einen im Vergleich zur Matrix (dem durchlässigen Material) unterschiedlichen Brechungsindex aufweisen, die Kunststoffpartikel als Streumedien enthalten. So beschreibt das Dokument JP 11179856 z. B. Mehrschichtplatten mit mindestens einer Schicht, die eine Polymethylmethacrylat-Matrix sowie vernetzte Polymethylmethacrylat-Perlen als Streu-/Mattierungsmittel umfasst, wobei der Anteil der Perlen im Bereich von 0,5 bis 25 Gew.-% liegt. Die Perlen weisen eine Größe im Bereich von 3 bis 30 µm auf. Die japanische Offenlegungsschrift JP 07234304 beschreibt eine Mischung aus vernetzten Acrylat/Styrol-Perlen (14 µm) in einem transparenten Kunststoff.
  • Wie in der DE 102 51 778 A1 beschrieben können sphärische Kunststoffpartikel z. B. mit einer Teilchengröße im Bereich von 5 bis 35 µm in einer Konzentration im Bereich von 2 bis 60 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht des Rückprojektionsmediums oder einer Licht streuenden Schicht des Rückprojektionsmediums vorhanden sein. Dabei weisen die sphärischen Kunststoffpartikel einen Brechungsindexunterschied zur Matrix (z. B. Polymethylmethacrylat-Matrix) im Bereich von 0,02 bis 0,2 auf.
  • Nachfolgend wird die Erfindung durch ein Beispiel (besonders bevorzugte Ausführungsform) und zwei Vergleichsbeispiele eingehender erläutert, ohne dass die Erfindung auf das Beispiel beschränkt werden soll.
  • Es wurden zwei folienförmige Rückprojektionsmedien mit einer Foliendicke von 1 mm durch Extrusion hergestellt. Hierzu wurde ein Granulat verwendet, das folgende Bestandteile aufweist:
    • – 26 Gew.-% eines perlförmigen Copolymerisat aus 55 Gew-% Methylmethacrylat, 40 Gew-% Benzylmethacrylat und 5 Gew-% Allylmethacrylat (die Streueigenschaften, insbesondere der Halbwertswinkel und das Streuvermögen der Folie werden dadurch eingestellt); dabei betrug die mittlere Teilchengröße ca. 20 µm im Durchmesser der perlförmigen Teilchen,
    • – 22,5 Gew.-% METABLENTM IR-441 (Poly(Methylmethacrylat/Butylacrylat/Styrol), ein Schlagzähmodifizierungsmittel von Mitsubishi Rayon Co., Ltd.,
    • – 0,1 Gew-% eines UV-Stabilisators, Tinuvin P (2-(2'-Hydroxy-5'-methylphenyl)-benzotriazol) von Ciba Specialty Chemicals Inc.,
    • – 0,05 Gew-% eines Licht-Stabilisators (HALS-Produkt), Tinuvin 770 (Bis-(2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidinyl)-sebacate von Ciba Specialty Chemicals Inc.
  • Das Granulat für eine der Folien (bevorzugtes Ausführungsbeispiel) enthielt eine Farbmischung mit 0,00731 Gew-% Macrolex® Rot EG, 0,00602 Gew-% Macrolex® Grün 5B, 0,00116 Gew-% Macrolex® Violett 3R und 0,00012 Gew-% Macrolex® Gelb G (jeweils von Bayer). Bei dem ersten Vergleichsbeispiel wurde keine Farbstoffkombination zugesetzt.
  • Die Farbstoffe (nur für die bevorzugte Folie) und die oben aufgezählten Bestandteile ergeben etwa 48,7 Gew.-%. Den Rest zu 100 Gew.-% der Folien machte jeweils ein Polymethylmethacrylat Typ 7N der Röhm GmbH & Co. KG (Polymerisat aus 96 Gew.-% Methylmethacrylat und 4 Gew.-% Methylacrylat) aus, also etwa 51,3 Gew.-% Polymethylmethacrylat. Die Farbstoffe wurden vorab in einem Teil des Polymethylmethacrylat 7N dispergiert.
  • Das so gewonnene Granulat bildete die Basis zur weiteren Herstellung der beiden Folien. Zum Einsatz kam ein Extruder mit 60 mm Durchmesser der BREYER GmbH, Singen, Deutschland. Die Temperatur der Schmelze beim Düsenaustritt lag im Bereich von 240–270 °C. Das Glättwerk wurde so eingestellt, dass eine möglichst raue Oberfläche erzielt wurde.
  • Ferner wurde eine konventionell mit 0,004849 Gew.-% Ruß (Flammruß 101 von Degussa AG) eingefärbte 3 mm dicke Rückprojektionsplatte aus Polymethylmethacrylat (Hersteller Röhm GmbH & Co. KG) optisch vermessen. Die Messergebnisse für die drei Beispiele sind in der Tabelle 1 angegeben.
  • Die Transmission und die Reflexion wurden gemäß DIN (Deutsche Industrienorm) 5036 mit einem Messgerät Lambda 19 von PerkinElmer bestimmt. Dabei wurde eine Strahlungsquelle der Lichtart D65 (Natrium-Licht) verwendet. Das Streuvermögen wurde gemäß DIN 5036 mit einem Messgerät LMT-Goniometer-Messplatz GO-T-1500 von LMT Lichtmesstechnik GmbH Berlin, Deutschland, bestimmt.
    Figure 00220001
    Tabelle 1: Messergebnisse optischer Eigenschaften
  • Aus Tabelle 1 ist erkennbar, dass der Infrarot-Transmissionsgrad bei λ = 1100 nm Wellenlänge bei der bevorzugten Ausführungsform durch die Farbstoffkombination nicht verschlechtert wird. Dies ist aus dem Vergleich zu der Vergleichsfolie ohne Farbstoffe erkennbar. Beide Werte liegen um 0,9. Der geringfügige Anstieg in der Folie mit Farbstoffen ist durch eine andere Richtungscharakteristik der IR-Transmission, durch einen geringfügig geringeren Gehalt von Polymethylmethacrylat 7N im Granulat und durch leichte Schwankungen im Produktionsprozess erklärbar.
  • Dabei ist der Transmissionsgrad im sichtbaren Wellenlängenbereich bei der Folie mit Farbstoffen deutlich geringer (0,48 gegenüber 0,83). Dies ist eine Folge der Lichtabsorption auf Grund der Einfärbung, die zu einem hohen Kontrast der Lichtdarstellung bei heller Umgebung führt. Die Strahlungsflussdichte der Projektionsstrahlung auf der Rückseite sollte deshalb bei der bevorzugten Ausführungsform der Folie höher sein als bei der Folie ohne Farbstoffe. Auch der Reflexionsgrad ist bei der Folie ohne Farbstoffe größer.
  • Eine Farb-Neutralität (graues bzw. weißes Farbverhalten) im sichtbaren Wellenlängenbereich ist bei allen drei Rückprojektionsmedien gegeben, wie aus den a*- und b*-Werten sowohl der Transmission als auch der Reflexion erkennbar ist. Die betragsmäßig geringfügig höheren b*-Werte (über 2) der Reflexion sind im Ergebnis unerheblich, da die Reflexionsgrade und L*-Werte der Reflexion deutlich geringer sind.
  • Das Streuvermögen liegt bei allen drei Rückprojektionsmedien um 0,3. Hinsichtlich des Streuvermögens sind die drei Medien daher vergleichbar.
  • Bei der Folie mit Farbstoffen konnte gegenüber konventionell mit Ruß eingefärbten Rückprojektionsmedien festgestellt werden, dass das sichtbare Licht im Bereich von +– 40 Grad gegen die Oberflächennormale mit einer höheren Leuchtdichte transmittiert wird, wenn die transmittierte Leuchtdichte in den Bereichen jenseits von +– 40 Grad gegen die Oberflächennormale bei beiden Medien etwa gleich groß ist.
  • Beim Vergleich der bevorzugten Ausführungsform zu dem mit Ruß eingefärbten Medium liegt der Transmissionsgrad im sichtbaren Bereich in der gleichen Größenordnung. Die Durchlässigkeit für Infrarotstrahlung im nahen Infrarot ist bei der Folie mit Farbstoffen jedoch etwa doppelt so groß.
  • Insgesamt ist fest zu halten, dass bei der Folie mit Farbstoffen im Vergleich zu konventionell eingefärbten Medien eine höhere Leuchtdichte erzielt werden kann. Außerdem ist der Transmissionsgrad für Infrarotstrahlung im nahen Infrarot wesentlich größer.
  • Im Folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung beschrieben. Die Erfindung ist jedoch nicht auf die dabei genannten Beispiele beschränkt. Gleiche Bezugszeichen bezeichnen in den Figuren gleiche oder funktionsgleiche Elemente. Im Einzelnen zeigt:
  • 1 den Transmissionsgrad in Abhängigkeit der Wellenlänge für die oben beschriebenen Folien mit und ohne Farbstoffe,
  • 2 ein erstes Beispiel für eine erfindungsgemäße Anordnung,
  • 3 ein zweites Beispiel für die erfindungsgemäße Anordnung,
  • 4 ein drittes Beispiel für die erfindungsgemäße Anordnung und
  • 5 ein viertes Beispiel mit einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Anordnung.
  • 1
  • In 1 stellt die ununterbrochene Linie den spektralen Verlauf des Transmissionsgrades der oben beschriebenen Folie ohne Farbstoffe dar. Die gestrichelte Linie stellt den spektralen Verlauf des Transmissionsgrades der Folie mit Farbstoffen dar. Man erkennt, dass der Transmissionsgrad der Folie mit Farbstoffen im sichtbaren Wellenlängenbereich einen konstanten Verlauf bei dem Wert 50 % hat und im Übergangsbereich vom sichtbaren Bereich zu dem nahen Infrarot steil auf einen Wert von etwa 89 % ansteigt. Dagegen weist der Transmissionsgrad der Folie ohne Farbstoffe keinen solchen Anstieg in dem Übergangsbereich auf.
  • 2
  • Die in 2 in schematischer Seitenansicht dargestellte Anordnung weist ein Rückprojektionsmedium 1, einen für sichtbares Licht durchsichtigen Körper 2 und einen Projektor 3 auf. Der Körper 2 ist beispielsweise eine Schaufensterscheibe und ist über einem Boden 4 angeordnet. Das Rückprojektionsmedium 1 ist an einer Rückseite (in der Darstellung rechts) des Körpers 2 angeordnet. Wiederum von einer Rückseite des Rückprojektionsmediums 1 kann Projektionsstrahlung von dem Projektor 3 eingestrahlt werden, wobei die Projektionsstrahlung zumindest überwiegend im sichtbaren Wellenlängenbereich liegt. Außerdem kann die Projektionsstrahlung zu dem in der US 2003/0214640 A1 beschriebenen Zweck der Überblendung von Bildaufnahmen Strahlung im nahen Infrarot aufweisen. Ein von der Projektionsstrahlung durchstrahlter Bereich 5 erstreckt sich von dem Projektor 3 bis zu dem Rückprojektionsmedium 1. In dem Rückprojektionsmedium 1, das vorzugsweise die oben beschriebene Rückprojektionsfolie mit einer darin enthaltenen Farbstoffkombination ist.
  • Die Projektionsstrahlung im sichtbaren Wellenlängenbereich wird in dem Projektionsmedium 1 gestreut, sodass ein Betrachter von der Vorderseite des durchsichtigen Körpers 2 (in der Darstellung links) ein der Projektionsstrahlung entsprechendes Bild und/oder eine entsprechende Lichtverteilung betrachten kann.
  • 3
  • 3 zeigt eine Anordnung, die gegenüber der in 2 dargestellten Anordnung modifiziert und ergänzt ist. Der Projektor 3 ist in der Nähe des Bodens 4 angeordnet, sodass der durchstrahlte Bereich 5 nicht wie im Fall der 2 etwa symmetrisch zu einer Mittelsenkrechten der rückseitigen Oberfläche des Projektionsmediums ist sondern asymmetrisch. Zusätzlich sind ein Detektor 7 (Infrarotstrahlungsempfänger) zur Detektion von Infrarotstrahlung und eine Anordnung von Infrarotstrahlungsquellen (Infrarotstrahlungserzeuger) 8 Bestandteile der Anordnung.
  • Die Infrarotstrahlungsquellen 8 sind derart in der Nähe des Rückprojektionsmediums 1 angeordnet, dass eine von ihnen ausgehende Infrarotstrahlung einen Bereich an der Vorderseite des Körpers 2 erreicht. Alternativ (und zwar nicht nur bei der anhand von 3 beschriebenen Ausführungsform, sondern bei beliebigen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Anordnung) kann eine Infrarotstrahlungsquelle oder eine Mehrzahl von Infrarotstrahlungsquellen weiter entfernt von dem Rückprojektionsmedium angeordnet sein. Beispielsweise kann die jeweilige Infrarotstrahlungsquelle in der Nähe des Detektors angeordnet sein oder an der Vorderseite des Körpers. Es kann auch auf eine künstliche Infrarotstrahlungsquelle verzichtet werden und z. B. natürlich vorhandene Infrarotstrahlung aus dem Sonnenlicht verwendet werden. In diesem Fall ist die Sonne die Infrarotstrahlungseinrichtung bzw. Infrarotstrahlungsquelle.
  • Vorzugsweise sind die Infrarotstrahlungsquellen 8 derart ausgestaltet und angeordnet, dass die Infrarot-Beleuchtungsstärke unmittelbar an der vorderseitigen Oberfläche des Körpers 2 und/oder in einem geringen Abstand davor besonders groß ist, jedoch in anderen Bereichen an der Vorderseite des Körpers 2 geringer ist. Insbesondere fällt die Infrarot-Beleuchtungsstärke stark mit zunehmender Entfernung von der Oberfläche des Körpers 2 ab.
  • In 3 ist schematisch ein Finger oder Zeiger 6 an der Vorderseite des Körpers 2 dargestellt. Der Zeiger 6 reflektiert in zunehmendem Maße mit abnehmender Entfernung zu der Oberfläche des Körpers 2 die von den Infrarotstrahlungsquellen 8 eingestrahlte Infrarotstrahlung in Richtung des Detektors 7, wie durch punktierte Linien angedeutet ist. Beispielsweise wenn die von dem Detektor 7 detektierte Infrarotstrahlung einen vorgegebenen Intensitäts-Schwellwert erreicht oder überschreitet, erkennt der Detektor 7 das vorhanden Sein des Zeigers 6. Außerdem ist der Detektor 7 vorzugsweise so ausgestaltet, dass er feststellen kann, an welcher Stelle das vordere Ende des Zeigers 6 dem Körper 2 am nächsten ist oder ihn berührt (eine entsprechende Ausgestaltung des Detektors 7 und der Infrarotstrahlungsquellen 8 ist beispielsweise der bereits genannten Druckschrift WO 03/063069 A2 entnehmbar.
  • Auf Grund der hohen Durchlässigkeit des Rückprojektionsmediums 1 für Infrarotstrahlung kann besonders genau erkannt werden, wo sich der Zeiger befindet und ob der Zeiger einen bestimmten Abstand zu der Oberfläche des Körpers 2 unterschritten hat oder ihn berührt. Alternativ oder zusätzlich kann die Intensität der von den Infrarotstrahlungsquellen 8 ausgehenden Infrarotstrahlung reduziert werden. Der Detektor 7 kann insbesondere auch eine entsprechende Auswertungseinheit zur Auswertung der empfangenen Signale aufweisen, wobei die Auswertungseinheit in einer Entfernung zu einem IR-Sensor des Detektors 7 angeordnet sein kann. Die Darstellung der 3 ist rein schematisch zu verstehen. Mit dem Bezugszeichen 7 kann insbesondere nur der Ort des IR-Sensors bezeichnet sein.
  • 4
  • 4 zeigt eine Anordnung, die sich von der in 3 dargestellten Anordnung dadurch unterscheidet, dass keine Einrichtung zur Erzeugung von Infrarotstrahlung als Bestandteil der Anordnung vorgesehen ist. Vielmehr wird in dem Ausführungsbeispiel Infrarotstrahlung genutzt, die natürlich in der Umgebung vorhanden ist und die beispielsweise von der Sonne 11 erzeugt wird. Die Infrarotstrahlung tritt durch den Körper 2 und das Rückprojektionsmedium 1 hindurch und trifft auf der Rückseite des Rückprojektionsmediums 1 auf den Detektor 7. Wie durch die gepunkteten Linien angedeutet ist, wirft der Finger 6 einen Schatten, so dass z. B. durch Auswertung eines aus den Detektorsignalen des Detektors 7 abgeleiteten Infrarotbildes die Position des Fingers 6 ermittelt werden kann.
  • 5
  • 5 zeigt eine besonders bevorzugte Anordnung, die gegenüber der in 2 dargestellten Anordnung ergänzt ist. Es ist eine Infrarotstrahlungsquelle 8 auf der Rückseite des Rückprojektionsmediums 1 vorgesehen. Ein mit dem Bezugszeichen 15 bezeichneter Infrarotstrahlungskegel geht von der Infrarotstrahlungsquelle 8 aus und durchdringt sowohl das Rückprojektionsmedium 1 als auch den Körper 2. Dabei erreicht auf Grund der geringen Absorption des Rückprojektionsmediums 1 nahe Infrarotstrahlung kaum geschwächt den Körper 2. Im Beispiel ist der Körper 2 ebenfalls gut durchlässig für die Infrarotstrahlung, sodass auch auf der Vorderseite des Körpers 2 hohe Infrarot-Bestrahlungsstärken erreicht werden können. Daher ist es beispielsweise möglich, ähnlich wie in der US 2003/214640 A1 vorgeschlagen, unautorisierte Bildaufnahmen der auf dem Rückprojektionsmedium 1 dargestellten Projektionen zu verhindern. Anders als in 5 dargestellt, kann der Infrarotstrahlungskegel 15 nicht nur den Querschnittsbereich des Rückprojektionsmediums 1 abdecken, sondern es kann auch Infrarotstrahlung unmittelbar auf den Körper 2 treffen.

Claims (13)

  1. Anordnung zur Rückprojektion von Strahlung, wobei die Anordnung Folgendes aufweist: – einen Projektor (3) zur Erzeugung von Projektionsstrahlung, – ein Rückprojektionsmedium (1), das derart angeordnet ist, dass die Projektionsstrahlung von einer Rückseite auf das Rückprojektionsmedium (1) auftrifft und entsprechende Bilder von einer Vorderseite des Rückprojektionsmediums (1) betrachtet werden können, – eine Infrarotstrahlungseinrichtung (7 und/oder 8), die derart angeordnet ist, dass von der Infrarotstrahlungseinrichtung (8) erzeugte und/oder von der Infrarotstrahlungseinrichtung (7) zu empfangende Infrarotstrahlung durch zumindest einen Bestrahlungsbereich des Rückprojektionsmediums (1) hindurch tritt, auf den die Projektionsstrahlung projiziert wird, wobei das Rückprojektionsmedium (1) lichtstreuend ist und zumindest in dem Bestrahlungsbereich ein für nahe Infrarotstrahlung durchlässiges Material aufweist, in dem eine Farbstoffkombination mit zumindest einem ersten und einem zweiten Farbstoff verteilt ist, wobei sich Farbwirkungen der einzelnen Farbstoffe unterscheiden.
  2. Anordnung nach Anspruch 1, wobei die Infrarotstrahlungseinrichtung (7 und/oder 8) einen auf der Rückseite des Rückprojektionsmediums (1) angeordneten Detektor (7) zur Detektion von Infrarotstrahlung aufweist und wobei die Anordnung derart ausgestaltet ist, dass eine Infrarotstrahlung, die auf Grund einer Berührung des Körpers (2) und/oder Annäherung eines Gegenstandes an seiner Vorderseite des Rückprojektionsmediums (1) erzeugt, abgelenkt, absorbiert und/oder reflektiert wird, durch das Rückprojektionsmedium (1) hindurch tritt und von dem Detektor (7) detektiert werden kann.
  3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Infrarotstrahlungseinrichtung (7) derart angeordnet und ausgestaltet ist, dass natürliche und/oder künstlich erzeugte nahe Infrarotstrahlung von der Vorderseite durch das Rückprojektionsmedium (1) hindurchtritt und von der Infrarotstrahlungseinrichtung (7) auf der Rückseite des Rückprojektionsmediums (1) detektiert werden kann.
  4. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Infrarotstrahlungseinrichtung (8) derart angeordnet und ausgestaltet ist, dass von ihr erzeugte nahe Infrarotstrahlung von der Rückseite durch das Rückprojektionsmedium (1) hindurchtritt, an der Vorderseite abgelenkt, absorbiert und/oder reflektiert wird und von der Infrarotstrahlungseinrichtung (7) auf der Rückseite des Rückprojektionsmediums (1) detektiert werden kann.
  5. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückprojektionsmedium (1) an einer rückseitigen Oberfläche eines für Licht und nahe Infrarotstrahlung durchlässigen Körpers (2) angeordnet ist und wobei der Projektor (3) auf der Rückseite des Körpers (2) jenseits des Rückprojektionsmediums (1) angeordnet ist, so dass die Bilder von einer Vorderseite des Körpers (2) durch den Körper (2) hindurch betrachtet werden können.
  6. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein für Licht und nahe Infrarotstrahlung durchlässiger Körper (2) zwischen dem Rückprojektionsmedium (1) an dem Projektor (3) unmittelbar an der Rückseite des Rückprojektionsmediums angeordnet ist.
  7. Verwendung eines Rückprojektionsmediums (1) für ein sichtbar Machen von Strahlung, die von einer Rückseite des Rückprojektionsmediums (1) auf das Rückprojektionsmedium (1) projiziert wird, wobei – eine Infrarotstrahlung erzeugt und durch ein Material des Rückprojektionsmediums (1) hindurch gestrahlt wird und/oder eine durch das Material des Rückprojektionsmediums (1) hindurch tretende Infrarotstrahlung detektiert wird und – wobei das Rückprojektionsmedium (1) lichtstreuend ist und ein für nahe Infrarotstrahlung durchlässiges Material aufweist, in dem eine Farbstoffkombination mit zumindest einem ersten und einem zweiten Farbstoff verteilt ist, wobei sich Farbwirkungen der einzelnen Farbstoffe unterscheiden.
  8. Rückprojektionsfolie aus einem lichtstreuenden und für nahe Infrarotstrahlung durchlässigen Material, wobei in dem durchlässigen Material eine Farbstoffkombination mit zumindest einem ersten und einem zweiten Farbstoff verteilt ist, wobei sich Farbwirkungen der einzelnen Farbstoffe unterscheiden und wobei die Rückprojektionsfolie eine Dicke von weniger als 3 mm aufweist.
  9. Rückprojektionsfolie nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass sie als laminierter oder coextrudierter Verbund mit einer Platte aus transparentem Material vorliegt.
  10. Anordnung, Verwendung oder Rückprojektionsfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Farbstoffkombination derart ausgewählt ist, dass für das durchlässige Material mit der Farbstoffkombination der rot-grün Transmissions-Farbwert a* des CIE (Commission Internationale d'Eclariage)-Lab-Farbmodells im Bereich von –5 bis 5, vorzugsweise im Bereich von –2,5 bis 2,5 liegt und der gelb-blau Transmissions-Farbwert b* des CIE-Lab-Farbmodells im Bereich von –5 bis 5, vorzugsweise im Bereich von –2,5 bis 2,5 liegt.
  11. Anordnung, Verwendung oder Rückprojektionsfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das durchlässige Material mit der darin verteilten Farbstoffkombination im nahen Infrarot-Spektralbereich einen Transmissionsgrad von mehr als 0,5 vorzugsweise von mehr als 0,7 aufweist.
  12. Anordnung, Verwendung oder Rückprojektionsfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das durchlässige Material mit der darin verteilten Farbstoffkombination ein Licht-Streuvermögen σ (gemessen gemäß DIN 5036) im sichtbaren Spektralbereich von mehr als 0,2 aufweist, vorzugsweise von mehr als 0,3.
  13. Verfahren zur Herstellung einer Anordnung zur Rückprojektion von Strahlung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit folgenden Schritten: – Bereitstellen eines Rückprojektionsmediums (1) aus einem lichtstreuenden und für nahe Infrarotstrahlung durchlässigen Material, in dem zumindest ein erster und ein zweiter Farbstoff verteilt sind, wobei sich Farbwirkungen der einzelnen Farbstoffe unterscheiden, – Bereitstellen eines Projektors (3) zur Erzeugung von Projektionsstrahlung, – Anordnen des Rückprojektionsmedium (1) und des Projektor (3) derart, dass die Projektionsstrahlung von einer Rückseite auf das Rückprojektionsmedium (1) auftrifft und entsprechende Bilder von einer Vorderseite des Rückprojektionsmediums (1) betrachtet werden können, – Anordnen einer Infrarotstrahlungseinrichtung (7 und/oder 8) derart, dass von der Infrarotstrahlungseinrichtung (8) erzeugte und/oder von der Infrarotstrahlungseinrichtung (7) zu empfangende Infrarotstrahlung durch zumindest einen Bestrahlungsbereich des Rückprojektionsmediums (1) hindurch tritt, auf den die Projektionsstrahlung projiziert wird, wobei das Rückprojektionsmedium (1) zumindest in dem Bestrahlungsbereich das für nahe Infrarotstrahlung durchlässige Material aufweist.
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