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DE102005041437B4 - Betankungswächter - Google Patents

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DE102005041437B4
DE102005041437B4 DE200510041437 DE102005041437A DE102005041437B4 DE 102005041437 B4 DE102005041437 B4 DE 102005041437B4 DE 200510041437 DE200510041437 DE 200510041437 DE 102005041437 A DE102005041437 A DE 102005041437A DE 102005041437 B4 DE102005041437 B4 DE 102005041437B4
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inlet
sealing
pressure
medium
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    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
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    • B65D88/00Large containers
    • B65D88/54Large containers characterised by means facilitating filling or emptying
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Abstract

Vorrichtung zur Überwachung eines Betankungsvorgangs eines Tanks mit einem Medium, wobei besagte Vorrichtung in den Betankungsweg einbringbar ist und das einzufüllende Medium für den Betankungsvorgang mit Druck beaufschlagt ist, mit einem zylinderförmigen Einlass (11a), einem zylinderförmigen Auslass (26a) und einem dazwischen angeordneten Befüllungsventil mit einem Dichtkolben (7), welches sich durch den Mediumdruck öffnet, wobei bei einlassseitiger Beaufschlagung mit einem Druck unterhalb einer vorbestimmten Druckgrenze die Kraft einer gespannten Druckfeder (8) den Dichtkolben (7) in Richtung des Einlasses (11a) drückt und verschließt und bei einlassseitiger Beaufschlagung der Vorrichtung mit einem Druck oberhalb der Druckgrenze die Kraft der Druckfeder (8) überwunden ist und der Dichtkolben (7) den Einlass (11a) zur Befüllung freigibt, wobei der Dichtkolben (7) axial beweglich angeordnet ist und in dem Einlass (11a) zumindest teilweise einliegt und/oder von diesem axial geführt ist, und innerhalb des Innenraums (28) ein mit einem flüssigen Dämpfungsmedium (56), insbesondere Öl, gefüllter Arbeitszylinder (51, 52) angeordnet...

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Überwachung eines Betankungsvorgangs eines Tanks mit einem Medium, wobei besagte Vorrichtung in den Betankungsweg einbringbar ist und das einzufüllende Medium für den Betankungsvorgang mit Druck beaufschlagt ist, mit einem zylinderförmigen Einlass, einem zylinderförmigen Auslass und einem dazwischen angeordneten Befüllungsventil mit einem Dichtkolben, welches sich durch den Mediumdruck öffnet, wobei bei einlassseitiger Beaufschlagung mit einem Druck unterhalb einer vorbestimmten Druckgrenze die Kraft einer gespannten Druckfeder den Dichtkolben in Richtung des Einlasses drückt und verschließt und bei einlassseitiger Beaufschlagung der Vorrichtung mit einem Druck oberhalb der Druckgrenze die Kraft der Druckfeder überwunden ist und der Dichtkolben den Einlass zur Befüllung freigibt.
  • Die Überwachung von Betankungsvorgängen insbesondere das Befüllen von ober- und/oder unterirdischen Tankanlagen und/oder standortfesten Kellertanks mit insbesondere flüssigen Medien wie beispielsweise Heizölen oder Dieselkraftstoffen durch ein Tankfahrzeug stellt heutzutage zunehmend eine Notwendigkeit dar.
  • Oft kommt es zu Betrügereien mit Heizöl, Benzin oder Dieselkraftstoff insbesondere bei der Lieferung an private Verbraucher, denn seit die Heizöl, Benzin- und Dieselkraftstoffpreise enorm gestiegen sind, lohnt es sich für unehrliche Tankwagenfahrer, mehr abzurechnen, als in die Tankanlage eingefüllt worden ist. Dies kann beispielsweise derart erfolgen, dass anstelle der Tankflüssigkeit Luft in den Tank gepumpt wird. Private Verbraucher können hiervon genauso betroffen werden, wie Großabnehmer beispielsweise Behörden oder Großbetriebe. Hohe Anstrengungen werden betrieben, die Abnehmer durch Informationen von Eich- und Zollämtern oder Warnungen in Pressemitteilungen, Rundfunksendungen oder Broschüren auf derartigen Betrügereien aufmerksam zu machen. Spezialisten des nordrhein-westfälischen Landeseichamtes schätzen, dass durch derartige Betrugsfälle jährlich allein beim Heizölkauf ein Schaden in dreistelliger Millionenhöhe entsteht.
  • Ober- und unterirdische Heizöl- und/oder Diesellagerrbehälter und/oder Kellertanks und/oder Tankanlagen verfügen stets über eine einen ends fest mit dem Behälter verbundene Füllleitung. Anderenends der Füllleitung befindet sich ein häufig mit einem Gewinde versehener Tankeinfüllstutzen mit einem Tankverschluss. Die Befüllung des Tanks erfolgt via Füllleitung üblicherweise durch ein Tankfahrzeug. Hierbei wird ein Tankschlauch an den Tankeinfüllstutzen angekuppelt und das zu liefernde Medium von einem Tankwagen über den Tankschlauch in den Tank gepumpt.
  • Tankfahrzeuge sind in der Regel mit Verdrängerpumpen insbesondere mit so genannten Flügelzellenpumpen ausgestattet. Diese Pumpen haben die Eigenschaft, die potentielle Energie der Flüssigkeit in mechanische Energie verwandeln zu können. Ferner wirken sie im leer laufenden Zustand, d.h. sofern kein zu pumpendes Medium zur Verfügung steht, wie ein Kompressor und pumpen Luft üblicherweise mit bis zu 1 bar Überdruck in den Tank. Fachlich gebildetem Bedienpersonal der Betankungsanlage ist es bekannt, dass durch eine Manipulation an der Pumpenanlage, beispielsweise am Gasmessverhüter, Luft statt Heizöl in den Tank pumpbar ist. Diese Luft wird über das Zählwerk als Liter gezählt und nach Beendigung des Tankvorgangs mit dem Kunden unehrlich abgerechnet. Im Folgenden wird unter einem Überdruck ein Druck bezogen auf den Normaldruck von 1013 mbar verstanden.
  • Ferner ist es bekannt, dass das Bedienpersonal häufig alternativ auch eine Rückfüllung des Tankinhalts aus dem Behälter der Tankanlage vornimmt. Die Rückfüllung kann beispielsweise derart erfolgen, dass der Tankverschluss der Füllleitung geöffnet wird und der Tankinhalt über einen geeigneten Schlauch, der über die Füllleitung in den Behälter eingeführt wird, wieder abgesaugt wird.
  • Insbesondere sind hierbei Häuser mit Tankanlagen gefährdet, die beim Füllvorgang unbeobachtet sind oder nachts nicht bewacht werden.
  • Sicherungsmechanismen gegen diese Luftbetankung und die Rückfüllung von Tankinhalten durch Tankfahrzeuge sind bekannt. So offenbart beispielsweise die deutsche Offenlegungsschrift DE 36 32 881 A1 eine Schutzvorrichtung zur Überwachung eines flüssigen Förderstromes, insbesondere von Heizöl, beim Einfüllen in einen Tank, bei welcher in einer Entlüftungsleitung ein Rückschlagventil angeordnet ist, so dass die von der Verdrängerpumpe geförderte Luft nicht durch die Entlüftungsleitung entweichen kann, weil der Luftdruck zur Überwindung des Rückschlagventils zu klein ist. Die Vorrichtung nach der DE 36 32 881 A1 weist einen ersten Schwimmer in Gestalt einer Kugel auf, der sich bei Einfüllen von Öl in die Vorrichtung hebt und die Entlüftungsleitung verschließt. Weiterhin weist die Vorrichtung einen zweiten, ringförmigen Schwimmer auf, der auf einer Kolbenstange gleitbeweglich geführt ist, und dessen untere Seite eine Platte aufweist, die den Auslass der Vorrichtung verschließen kann. Die Kolbenstange ist mit einer federdruckbeaufschlagten Membran verbunden, die bei ausschließlichem Einfüllen von Öl dem Federdruck entgegenwirkt, die Kolbenstange anhebt und diese wiederum über eine Scheibe den ringförmigen Schwimmer vom Dichtsitz abhebt. Fällt der Mediumdruck durch Einfüllen von Luft, wird die Membran durch den Federdruck wieder rückgestellt und der ringförmige Schwimmer sinkt mit abfließendem Öl bis er den Auslass verschließt.
  • Auf diese weise ist zwar eine Restentleerung möglich, nachteilig bei dieser Schutzvorrichtung ist jedoch der hohe Herstellungsaufwand, der einen hohe Preis der Vorrichtung bedingt, so dass der Absatz bei privaten Endverbrauchern gering ist. Weiterhin ist der Schwimmer notwendigerweise groß zu dimensionieren, was wiederum große Abmessungen der Vorrichtung und großen Bauraumbedarf oberhalb des Heizöltanks erfordert. Dieser Bauraum ist meist nicht vorhanden. Schließlich ist die Schutzvorrichtung unzuverlässig, da sie anfällig gegen Verschmutzung ist. Bereits geringfügige Verunreinigungen, beispielsweise durch Einbringen von Dreck in den Einlass, können die Gleitbewegung des Schwimmers auf der Kolbenstange beeinträchtigen und damit eine zuverlässige Verhinderung der Luftbetankung nicht bewirken. Es ist ebenfalls nachteilig, dass aufgrund der Konstruktion der Vorrichtung mit zwei Schwimmern ein Einbau nur in senkrechter Lage möglich ist. Häufig ist jedoch ein schräger oder waagerechter Einbau gewünscht. Darüber hinaus ist auch kein Druckausgleich oder Druckabbau nach dem Luftbefüllungsversuch zwischen Einlass und Auslass möglich, da durch das geschlossene Rückschlagventil und dem den Auslass verschließenden Schwimmer der 1 bar Überdruck innerhalb der Schutzvorrichtung gehalten wird.
  • Wird eine Vorrichtung zur Überwachung eines Betankungsvorgangs beim Füllvorgang mit Luft beaufschlagt, was eine Unterbrechung des Betankungsvorgangs zur Folge hätte, entsteht ein lautes Aufheulen der Pumpe des Tankwagens und ein stark vibrierender Tankschlauch. Der nach Abschalten der Tankwagenpumpe verbleibende Luftdruck innerhalb des Tankschlauchs bzw. vor dem Einlass der Überwachungsvorrichtung kann nicht ohne weiteres beispielsweise pumpenseitig abgebaut werden. Ein öffnen der Verbindung zwischen Tankschlauch und Tankeinfüllstutzen hätte zudem das Verspritzen von Restbefüllungsflüssigkeit in die Umgebung des Tankeinfüllstutzens zur Folge insbesondere an die Hauswand, da geringe Mengen der Restbefüllungsflüssigkeit stets innenseitig des Tankschlauchs und des Einfüllstutzens vorhanden bleiben.
  • Bei Rückschlagventilen, wie sie beispielsweise aus dem deutschen Gebrauchsmuster DE 1 778 409 U offenbart sind, ist es bekannt, einen Druckabbau zwischen Einlass und Auslass auf manuelle Art dadurch zu erreichen, dass ein Bypasskanal an dem Rückschlagventil vorbeiführt, wobei der Bypasskanal dadurch verschließbar ist, dass ein Innenglied über ein Gewinde längsverschieblich vorgesehen ist und so einen Spalt des Bypasskanals schließt. Der Nachteil einer derartigen manuellen Entlüftung liegt darin, dass der Benutzer vergessen kann, dass Innenglied zur Entlüftung herauszuziehen, so dass dann bei Öffnung der Verbindung des Tankschlauchs die Restbefüllungsflüssigkeit verspritzt wird.
  • Aus der europäischen Patentschrift EP 0 065 593 B1 ist ein Rückschlagventil bekannt, welches zur Vermeidung eines sekundären Rohrbruchs hinter dem Rückschlagventil für den Fall dient, dass ein primärer Rohrbruch vor dem Rückschlagventil auftritt. Das Rückschlagventil umfasst einen Einlassstutzen und einen rechtwinklig dazu angeordneten Auslassstutzen und weist einen senkrecht axial verschieblichen Dichtkolben auf, der mit seinem Eigengewicht den Einlass dichtend verschließen kann. Der Dichtkolben ist über eine Kolbenstange mit einem in einem Arbeitszylinder angeordneten Kolben verbunden. Der Kolben teilt den Arbeitszylinder in einen oberen und einen unteren Raumbereich. In den oberen Raumbereich mündet einerends ein Kanal, der durch die Kolbenstange und den Dichtkolben geführt ist, und der anderenends seitlich des Dichtkolbens, auch in dessen geschlossener Stellung, in den Innenraum des Rückschlagventils mündet. Die Kolbenstange ist durch eine Bohrung aus dem Arbeitszylinder herausgeführt, an deren Innenseite eine Ringnut eingebracht ist, an die sich eine Schrägbohrung anschließt, welche ebenfalls in den Innenraum des Rückschlagventils mündet. An der Kolbenstange ist ein Dämpfungsring vorgesehen, mit welchem die Nut verschließbar ist. Der untere Raumbereich des Arbeitszylinders ist weiterhin über ein gewichtsbelastetes Rückschlagorgan mit dem Innenraum des Rückschlagsventils verbunden.
  • Steigt der Wasserdruck am Einlass derart, dass die Druckdifferenz zwischen Einlass und Auslass das Gewicht des Dichtkolbens samt verbundener Teile überwindet, hebt sich der Dichtkolben vom Einlass geringfügig. Das Vorbeiströmen des Wassers an der dichtkolbenseitigen Öffnung des Kanals erzeugt im oberen Raumbereich des Arbeitszylinders einen Unterdruck, der den erzeugten Unterdruck im unteren Raumbereich übersteigt. Durch das Rückschlagorgan findet ein geringer Druckausgleich statt, wobei Wasser in den unteren Raumbereich gesaugt wird. Fällt der Druck am Einlass in Folge eines Rohrbruchs ab, schließt der Dichtkolben den Einlass verzögert, da der Dämpfungsring an der Kolbenstange die Nut zunehmend verschließt und der Druck im unteren Raumbereich des Arbeitszylinders steigt.
  • Nachteilig ist auch bei diesem System, dass es nur in einer einzigen Einbaulage verwendet werden kann, da es von unten mit Wasser beaufschlagt werden muss. Ein Einsatz als Betankungswächter scheidet überdies bereits deshalb aus, weil der Dichtkolben nur deshalb vollständig den Einlass verschließt, weil der Druck der Wassersäule des in den Auslass des Rückschlagventils strömenden Wassers auf der Unterseite des Ventiltellers lastet und diesen nach unten drückt. Als Betankungswächter ist die Vorrichtung nach der EP 0 065 593 B1 daher nicht geeignet, da das Rückschlagventil im Falle einer Luftbetankung dauerhaft geöffnet bleibt.
  • Aus der schweizerischen Patentschrift CH 301104 ist ein automatisches Be- und Entlüftungsventil bekannt, welches zur Entlüftung eines Rohres dient und dazu an einem von einem horizontal verlaufenden Rohr nach oben gerichteten Stutzen ansetzt. Die Be- oder Entlüftung erfolgt durch einen rechtwinklig zum Stutzen angeordneten Ausgangsflansch. Das Ventil umfasst einen senkrecht hängenden Ventiltellerkörper, der rückseitig eine Bohrung aufweist, die mit einem Öl gefüllt ist. Der Ventiltellerkörper stützt sich mit seinem Eigengewicht gegen eine Feder ab, so dass das Ventil bei druckloser Rohrleitung geöffnet ist. In der Bohrung ist ein Kolben angeordnet, der über eine Stange mit einem Deckel des Ventilgehäuses fest verbunden ist. In dem Kolben ist ein Rückschlagventil vorgesehen. Durch das Öl wird die axiale Bewegung des Ventiltellerkörpers um den fest stehenden Kolben gebremst und so ein schlagartiges Schließen und ein Vibrieren des Ventiltellerkörpers verhindert. Diese Konstruktion ermöglicht zwar ein automatisches Be- und Entlüften eines Rohres, ist jedoch für eine Verwendung in einem Betankungswächter ungeeignet, da es nicht zur Durchleitung von Wasser benutzbar ist, im drucklosen Zustand der Rohrleitung stets geöffnet ist und die Ventilfunktion zur Anwendung in einem Betankungswächter einer grundlegenden Umkonstruktion unterzogen werden müsste. Das Rückschlagventil ist weiterhin nur in einer Einbaulage verwendbar, da anderenfalls das Öl aus der Bohrung austreten würde.
  • Ferner beschreibt die schweizerische Patentschrift CH 252865 eine Vorrichtung zur Abgabe einer Flüssigkeit aus einer Druckleitung, beispielsweise verwendbar als Spülventil bei Toilettenspülungen. Das Ventil ist manuell durch Betätigung eines Hebels öffenbar, mit welchem ein Kolben über eine Spindel gegen einen federnden Metallbalg hochgehoben wird, wodurch eine Bohrung zum Auslassstutzen freigegeben wird, durch welche das Wasser abfließt. Der Innenraum des Ventils steht dauerhaft unter dem Druck der Wasserzufuhrleitung. Der Kolben ist derart ausgebildet und in einem Führungsgehäuse geführt, dass sich bei der Aufwärtsbewegung des Kolbens in dem Führungsgehäuse in einem Raum ein Unterdruck bildet. Der Raum ist über ein Rückschlagventil mit dem Innenraum des Ventils verbunden, so dass das Rückschlagventil in Folge des Unterdrucks öffnet und Wasser in den Raum gelangt. Wird der Hebel losgelassen, schließt das Ventil langsam, da das in dem Raum befindliche, nunmehr unter der Federkraft des Metallbalges stehende Wasser nur über eine in den Kolben eingebrachte Nut langsam in den Innenraum der Vorrichtung entweichen kann. Auch diese Konstruktion ist für einen Betankungswächter ungeeignet, weil lediglich ein manuelles Öffnen des Ventils möglich ist und der Innenraum der Vorrichtung dauerhaft unter Druck des speisenden Wassers steht.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine robuste und funktionssichere Vorrichtung zur Überwachung eines Betankungsvorgangs eines Tanks bereitzustellen, die ein Befüllen des Tanks mit Luft und/oder ein Klauen des Tankinhalts durch Heraussaugen wirksam und sicher verhindert und somit vor wirtschaftlichen und technischen Schädigungen der Tankanlagen schützt, die einen weitgehend lageunabhängigen Einbau ermöglicht und gleichzeitig den automatischen Abbau eines zwischen Vorrichtung und Pumpe vorhandenen Restdrucks sowie eine gleichzeitige Restentleerung ermöglicht.
  • Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
  • Es wird eine Vorrichtung mit einer mechanischen Ventileinheit zur Überwachung eines Betankungsvorgangs eines Tanks mit beliebigen flüssigen Medien vorgeschlagen, die nachfolgend "Betankungswächter" genannt wird. Sie dient insbesondere zur Verhinderung von Luftbetankung und Rückfüllung des Tankmediums durch Zurückpumpen oder Absaugen.
  • Der Betankungswächter ist derart konstruiert, dass er einfach und schnell an oder in jede beliebige Tankanlage anschließbar oder integrierbar ist. Hierzu kann der Betankungswächter beispielsweise fest in die Füllleitung der Tankanlage eingebaut werden oder abnehmbar auf den Tankeinfüllstutzen gesetzt oder geschraubt werden. Die Betankung des Tankbehälters mit einem Medium wie beispielsweise Dieselkraftstoff, Benzin oder Heizöl mittels einer Tankwagenpumpe (Flügelzellenpumpe) ist damit problemlos möglich, wobei gleichzeitig eine Betankung mit Luft oder die Rückfüllung des Tankinhalts ausgeschlossen ist.
  • Der Betankungswächter kann somit abnehmbar oder fest auf oder in die Füllleitung von jedem Tank oder jeder Tankanlage montiert werden. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Betankungswächters ist seine Lageunabhängigkeit beim Einbau. Es kann sowohl in vertikaler als auch in horizontaler oder schräger Lage eingebaut werden. Dieser durch den technischen Aufbau bedingte Vorteil wird anhand der folgenden Beschreibung deutlich.
  • Der Betankungswächter ist nur für eine Durchflussrichtung konzipiert, so dass der Aufbau des erfindungsgemäßen Ventileinheit mechanisch einfach, robust und preisgünstig herstellbar ist. Hierbei kann ein Hinweis, der beispielsweise an oder in dem Gehäuse an- oder eingebracht ist, die Durchflussrichtung des Füllmediums anzeigen.
  • Erfindungsgemäß weist die Vorrichtung ein druckgesteuertes Ventil auf, im Folgenden Befüllungsventil genannt, wobei das Befüllungsventil einen Dichtkolben aufweist, der axial beweglich angeordnet ist und in dem Einlass zumindest teilweise einliegt und/oder von diesem axial geführt ist und wobei bei einlassseitiger Beaufschlagung der Vorrichtung mit einem Druck unterhalb einer vorbestimmten Druckgrenze der Dichtkolben den Einlass verschließt und bei einlassseitiger Beaufschlagung der Vorrichtung mit einem Druck oberhalb oder identisch der Druckgrenze der Dichtkolben den Einlass zur Befüllung freigibt.
  • Es ist hierbei von Vorteil, die Druckgrenze derart zu wählen, dass sie beispielsweise dem maximalen von der für den Betankungsvorgang verwendeten Pumpe insbesondere einer Verdrängerpumpe aufbaubaren Leerlaufdruck entspricht oder etwas oberhalb dieses Drucks liegt. Geeignet ist hinsichtlich der üblicherweise bei Tankfahrzeugen verwendeten Verdrängerpumpen eine Wahl der Druckgrenze bei etwa 1 bar Überdruck. Erfindungsgemäß öffnet das Befüllungsventil bei einer Beaufschlagung mit einem Druck, d.h. mit einem in Durchflussrichtung des Betankungswächters gerichteten Druck, oberhalb oder identisch der Druckgrenze und schließt bei einem Druck unterhalb der Druckgrenze.
  • Erfindungsgemäß ist die Vorrichtung derart ausgebildet, dass bei Verschließen des Einlasses die Kraft einer gespannten Druckfeder den Dichtkolben in Richtung des Einlasses drückt und dass bei Freigabe des Einlasses die Kraft der Druckfeder überwunden ist. Damit kann der wesentliche Aufbau der Vorrichtung durch eine rein mechanische Wirkungsweise realisiert werden. Über die Wahl einer geeigneten Druckfeder ist die Druckgrenze individuell auf den Anwendungsfall anpassbar. Hierdurch wird auch die Überwachung von Befüllvorgängen anderer Tanks als Kraftstofftanks beispielsweise Behältnisse der chemischen Industrie möglich.
  • Eine rein mechanische Ausführung des erfindungsgemäßen Betankungswächters gewährleistet ein Hohes Maß an Wartungsfreundlichkeit, Montageflexibilität und reduziert die Betriebs und Herstellungskosten. Eine Zufuhr von fremder Energie wird für den Ventilmechanismus nicht benötigt.
  • Erfindungsgemäß ist weiterhin vorgesehen, dass der Dichtkolben in dem Einlass zumindest teilweise einliegt und/oder von diesem axial geführt ist, wobei der Dichtkolben in diesem Fall mindestens ein vorzugsweise stoffschlüssig angeformtes Führungselement aufweisen kann. Alternativ ist auch eine Ausführungsvariante möglich, bei der der Dichtkolben den Einlass umgreift. Auch eine Ausführung des Befüllungsventils ist möglich, bei der der Dichtkolben in einem bestimmten Winkel zur Achse des Einlasses beweglich geführt ist. Hierzu ist eine entsprechende Anpassung des Einlasses insbesondere seines durch den Dichtkolben abzuschließenden Bereichs notwendig.
  • Zur Abdichtung des Einlasses kann der Dichtkolben vorteilhafterweise einen umfänglichen Vorsprung aufweisen, auf welchem beispielsweise eine Dichtung aufliegt, die gegen eine Dichtfläche des Einlasses pressbar ist. Dies gewährleistet eine besonders gute Abdichtung des Einlasses.
  • Zum Abbau eines vor dem Befüllungsventil aufgestauten Drucks weist der erfindungsgemäße Betankungswächter einen Bypasskanal auf, mit dem ein Druckausgleich zwischen dem Einlass und dem Auslass bei geschlossenem Befüllungsventil herstellbar ist. Hierbei kann der Druckausgleich entweder manuell oder automatisch erfolgen. Ein automatischer Druckausgleich ist insbesondere bei Montage des Betankungswächters an unzugänglichen Stellen empfehlenswert. Der Druckausgleich kann gleichzeitig zur Restentleerung des Bereichs vor dem Befüllungsventil dienen und übernimmt ebenso die Aufgabe einer Entlüftung, wobei der Bypasskanal vorteilhafterweise Teil eines Entlüftungsventils sein kann und wobei der Bypasskanal bei Öffnung des Entlüftungsventils geöffnet werden kann.
  • Für die Realisierung eines Druckausgleichs kann der Einlass vorzugsweise innenseitig eine zumindest teilweise ringsum laufende Nut aufweisen, an die sich an zumindest einer Stelle der Bypasskanal anschließt, über welchen ein oberhalb des Dichtkolbens befindlicher Überdruck bei Öffnung des Entlüftungsventils in einen Innenraum der Vorrichtung ablassbar ist.
  • Für eine besonders bedienfreundliche manuelle Entlüftung, kann der Bypasskanal durch die Betätigung eines außenseitig am Ventilgehäuse angeordneten Bedienelements freigegeben werden. Vorteilhaft ist ferner, wenn der Bypasskanal nach der Betätigung automatisch durch eine Federkraft wieder in die geschlossene Stellung bzw. Ausgangslage zurückgeführt wird.
  • Alternativ oder in Kombination zu dem an dem Dichtkolben angeformten Führungselement kann dieser auch über zumindest einen Teil seiner axialen Länge ausgehöhlt sein und mindestens eine in seine Außenwand eingebrachte Ausnehmung aufweisen, durch die bei einer bestimmten Abhebung des Dichtkolbens von der Dichtfläche des Einlasses das Füllmedium in einen Innenraum einfließt und die ringsum laufende Nut freigegeben wird.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist einen innerhalb des Innenraums angeordneten und mit einem Dämpfungsmedium beispielsweise einem Öl gefüllten Arbeitszylinder auf. Hiermit kann das Befüllungsventil geschwindigkeits- und dämpfungsreguliert werden. Der Arbeitszylinder weist hierbei einen Innen liegenden Hauptkolben auf, der über ein Verbindungselement mit dem Dichtkolben verbunden ist. Dadurch können Bewegungen des Dichtkolbens auf den Hauptkolben übertragen werden, so dass bei abrupten Druckänderungen Stöße auf den Dichtkolben stark reduziert werden können. Auf diese Weise kann ein besonders robuster und langlebiger Betankungswächter realisiert werden.
  • Vorteilsmäßig kann der Arbeitszylinder einen innen liegenden Schleppkolben aufweisen, der über eine Druckfeder in Richtung des Hauptkolbens gedrückt ist, wobei der Hauptkolben und der Schleppkolben jeweils mindestens eine breite Bohrung zur Ermöglichung einer schnellen Ölbewegung während deren Kolbenbewegung aufweisen und wobei im Falle eines Anliegens des Hauptkolbens an den Schleppkolben die mindestens eine Bohrung des Schleppkolbens von dem Hauptkolben verschlossen ist.
  • Ferner kann der Schleppkolben zumindest eine Kapillarbohrung aufweisen, über den im Falle des Anliegens des Hauptkolbens an den Schleppkolben während deren Kolbenbewegung eine langsame Ölbewegung erfolgen kann. Die langsame Ölbewegung erzwingt hierbei eine langsame Bewegung des Dichtkolbens, durch welche insbesondere ein automatischer Druckausgleich realisiert werden kann.
  • Der Betankungswächter kann, insbesondere dessen Gehäuse und Kraft übertragende Bauteile, aus Metall vorzugsweise aus Messing oder Edelstahl gefertigt sein. Alternativ können die Gehäuseteile und/oder einzelne Ventilbauteile aber auch aus einem stabilen Kunststoff gefertigt sein und/oder durch eine äußere Metallhülse verstärkt sein.
  • Bei einer Ausführungsvariante aus Kunststoff können insbesondere die Gehäuseteile aber beispielsweise auch innen liegende Bauteile Rippen, Stege oder andere geeignete Profilierungen aufweisen, die die Struktur verstärken.
  • Weitere Vorteile der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen sowie in den 1 bis 7 dargestellt, die im Folgenden detailliert erklärt werden.
  • Es zeigt:
  • 1 einen Betankungswächter nach dem Stand der Technik mit manuellem Druckausgleich und mit geschlossenem Befüllungsventil
  • 2 der Betankungswächter nach dem Stand der Technik mit manuellem Druckausgleich und geöffnetem Befüllungsventil
  • 3 der Betankungswächter nach dem Stand der Technik mit manuellem Druckausgleich und geöffnetem Entlüftungsventil
  • 4 eine erfindungsgemäße Ausführungsvariante mit automatischem Druckausgleich und geschlossenem Befüllungsventil
  • 5 die erfindungsgemäße Ausführungsvariante mit automatischem Druckausgleich und geöffnetem Befüllungsventil
  • 6 die erfindungsgemäße Ausführungsvariante mit automatischem Druckausgleich und in Neutralstellung befindlichem Befüllungsventil
  • 7 die erfindungsgemäße Ausführungsvariante mit automatischem Druckausgleich und geöffnetem Entlüftungsventil
  • Im Folgenden wird ein Betankungswächter nach dem Stand der Technik mit manuellem Druckausgleich anhand der 1 bis 3 und eine erfindungsgemäße Ausführungsvariante mit automatischem Druckausgleich anhand der 4 bis 7 detailliert beschrieben.
  • Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind nur in den 1 und 4 alle Bezugszeichen angegeben, wohingegen die übrigen Figuren nur die für das Verständnis relevanten Bezugszeichen angegeben sind.
  • 1 zeigt einen Betankungswächter nach dem Stand der Technik mit einem im Wesentlichen zylindrischen oberen Gehäuseteil 1 und einem im Wesentlichen zylindrischen unteren Gehäuseteil 2, wobei die beiden Gehäuseteile 1, 2 über ein Gewinde 15 und eine Dichtung oder Dichtungsmasse 16 dichtend miteinander verschraubt sind. Die Gehäuseteile weisen vorteilsmäßig ein Verhältnis vom Durchmesser zur Höhe von 1,5:1 bis 3,5:1 auf.
  • Das obere Gehäuseteil 1 weist einen zylindrischen Einlass 11a mit einer Eintrittsöffnung 11b für die einzufüllende Flüssigkeit auf. Außenseitig ist im Bereich des oberen Randes des Einlasses 11a ein Außengewinde 3 beispielsweise zur Aufschraubung eines Tankschlauchanschlusses eingebracht. Der Einlass 11a erstreckt sich in den Gehäuseinnenraum 28.
  • Der Einlass 11a dient gleichzeitig als Führung für den axial beweglichen zylindrischen Dichtkolben 7. Hierzu bildet die Innenseite des Einlasses 11a eine Dichtkolbenführungsfläche 25. Der Dichtkolben 7 liegt in dem Einlass 11a ein und weist Führungselemente 41 auf, über welche er in dem Einlass 11a axial geführt wird. Ferner weist der Dichtkolben 7 einen umfänglichen Vorsprung 40 auf, auf den eine Dichtung 39 aufgelegt ist, die bei dicht sitzendem Dichtkolben 7 an einer Dichtfläche 6 des sich in den Innenraum 28 erstreckenden Einlasses 11a anliegt.
  • Der Einlass 11a weist innenseitig auf der Dichtkolbenführungsfläche 25 einen Radialeinstich in Form einer ringsum laufenden Nut 33 auf, in welche sich ein Bypasskanal 5 erstreckt, der über ein Entlüftungsventil 42 zum Innenraum 28 hin geöffnet werden kann. Herstellungsbedingt wird der Bypasskanal 5 hier von einer horizontalen und einer vertikalen Bohrung gebildet, die jeweils mit einem Gewindestopfen 32 verschlossen sind. Das Entlüftungsventil 42 umfasst ein außen am oberen Gehäuseteil 1 angeordnetes Bedienelement 21, das über eine Schraube 13 mit einer Welle 18 verbunden ist, die sich in axialer Richtung gleitend innerhalb eines koaxial angeordneten Distanzelements 20 bewegt. Das Distanzelement 20 ist über ein Gewinde 37 mit dem oberen Gehäuseteil 1 fest verbunden. Ein Dichtring 17 verhindert hierbei, dass Luft und ggf. Restflüssigkeit aus dem Bypasskanal 5 entlang der Welle 18 zu dem Bedienelement 21 gelangt. Mit Hilfe einer Druckfeder 22 wird die Welle 18 samt Bedienelement 21 gegenüber dem Distanzelement 20 federnd gehalten, wobei sich ein Hubraum 36 zwischen Bedienelement 21 und Distanzelement ergibt.
  • Die Druckfeder 22 dient dazu, die Welle 18 nach ihrer axialen Verschiebung wieder in ihre Endstellung bzw. Ausgangsstellung zu bringen. Das Distanzelement 20 dient zur Führung und zur Hubbegrenzung der Welle 18 sowie zur Aufnahme der Druckfeder 22, zur Arretierung der Dichtung 17 und zur Verlängerung der Führung der Welle 18.
  • Die Welle 18 ist durch das obere Gehäuseteil 1 in den Innenraum 28 geführt und weist an ihrem innenraumseitigen Ende einen Teller 38 auf, an dessen oberer Seite ein Dichtring 24 anliegt, welcher bei geschlossenem Entlüftungsventil wiederum an der Innenwand des oberen Gehäuseteils 1 anliegt. Die Welle 18 weist ferner eine von etwa der Mitte seiner axialen Länge bis zum Teller 38 reichende Hinterdrehung 19 auf, die einen dortigen geringeren Durchmesser der Welle 18 zur Folge hat. Ferner ist die Welle 18 in dieser Ausführungsform rechtwinklig zum Bypasskanal 5 angeordnet, so dass sich beim Drücken des Bedienelements 21 die Welle 18 in den Innenraum 28 bewegt, die Dichtung 24 von ihrem Dichtsitz abhebt und den Bypasskanal 5 zum Druckausgleich freigibt (siehe 3).
  • Über den Bypasskanal 5 ist eine so genannte Restentleerung und ein Ablass eines Drucks durchführbar, der sich vor dem Einlass 11a nach dem Absperren des Befüllungsventils aufgrund eines Luftbefüllungsversuchs oder nach Beendigung des Tankvorganges aufgebaut hat. Der Einlass 11a wird hierdurch von dem noch druckbehafteten Füllmedium (Restöl) und Restdruck befreit bzw. entleert.
  • Das untere Gehäuseteil 2 weist einen Auslass 26a und eine Austrittsöffnung 26b auf. Der Auslass 26a ist zylinderförmig und weist innenseitig ein Innengewinde 4 auf. Der Auslass erstreckt sich bis zu einem ringsum laufenden innenseitigen Vorsprung 43, auf dessen Unterseite eine Dichtung 27 anliegt, und der bei Aufschraubung des Betankungswächters beispielsweise auf den Tankstutzen einer Füllleitung einen dichtenden Anschlag bildet.
  • 1 zeigt das Befüllungsventil, d.h. Einlass 11a und Dichtkolben 7, im geschlossenen Zustand. Der Dichtkolben 7 wird mit der Dichtung 39 infolge der Druckkraft der Druckfeder 8 gegen die Dichtfläche 6 des Einlasses 11a gedrückt und verschließt dadurch diesen dichtend. In diesem Zustand befindet sich der Betankungswächter vor dem Betankungsvorgang. Er wird nun zum Betanken an den Tankeinfüllstutzen der Füllleitung einer Tankanlage dicht und fest angeschlossen und anschließend über das Gewinde 3 des Einlasses 11a mit dem Tankwagenschlauch dicht und fest verbunden.
  • Wird der Betankungswächter mit einem Druck unterhalb einer bestimmten Druckgrenze beispielsweise unterhalb 1 bar Überdruck beaufschlagt, wird der Dichtkolben 7 durch die vorgespannter Druckfeder 8 und der daraus resultierenden höheren Federkraft gegen die Dichtungsfläche 6 gepresst, so dass der Einlass 11a von dem Dichtkolben hermetisch abgedichtet ist.
  • 2 zeigt nunmehr das Befüllungsventil im geöffneten Zustand. Bei einem üblichen Betankungsvorgang durch einen mit einer Verdrängerpumpe und/oder sonstigen Pumpe ausgestatten Tankwagen wird der Betankungswächter und vomit sein Befüllungsventil mit dem Füllmedium beaufschlagt, welches mit einem Druck oberhalb der Druckgrenze insbesondere mit bis zu 10 bar Überdruck von dem Tankwagen geliefert wird. Das Füllmedium strömt durch die Eintrittsöffnung 11b in den Einlass 11a und drückt den Dichtkolben 7 in axialer Richtung entgegen der Federkraft der Druckfeder 8 von dem Einlass 11a weg. Der Arbeitshub 23 wird hierbei durch die Oberkante 35 des Topfes begrenzt.
  • Das Medium strömt anschließend von dem Einlass 11a in den Innenraum 28 ein, fließt durch die Durchflussbohrungen 29 der Halteplatte 14 und tritt schließlich aus der Austrittöffnung 26b des Auslasses 26a wird aus dem Betankungswächter aus, von wo das Medium letztendlich über die Füllleitung in die Tankanlage oder den Tank befördert wird. Der Bypasskanal 5 ist während dieses Vorgangs durch den dicht sitzenden Teller 38 mit Dichtring 24 verschlossen.
  • Wird Luft als Medium in den Betankungswächter gepumpt, tritt ein Abfall des Eingangsdrucks auf einen Wert unterhalb der Druckgrenze ein. Insbesondere fällt der Eingangspressdruck der Luft, mit dem das Befüllungsventil beaufschlagt wird auf einen Wert unterhalb 1 bar Überdruck ab. Die Kraft, mit der der Dichtkolben 7 nun nur noch gegen die Druckfeder 8 gedrückt wird, kann die von der Druckfeder 8 gegen den Dichtkolben 7 wirkende Kraft nicht mehr überwinden, so dass sich der Dichtkolben 7 schlagartig und verzögerungsfrei gegen den Einlass 11a bewegt und dieser mit der an der Dichffläche 6 anliegenden Dichtung 39 wieder dichtend verschlossen wird.
  • Ein weiteres Einströmen des Füllmediums, insbesondere eine Luftbetankung durch das Befüllungsventil hindurch ist nicht mehr möglich und wird somit wirksam verhindert. Der Bypasskanal 5 ist während dieses Vorgangs immer noch durch den dicht sitzenden Teller 38 mit Dichtring 24 verschlossen.
  • Nach der Sperrung des Befüllungsventils liegt zwischen Betankungswächter und Pumpe immer noch ein Druck an, der nicht ohne zusätzliche Hilfsmaßnahmen abgebaut werden kann. Ein Öffnen der Verbindung zwischen Betankungswächter und Tankschlauch würde ein unkontrolliertes Verspritzen von in dem Tankschlauch befindlichen Resten des Füllmediums in die Umgebung des Betankungswächters nach sich ziehen. Eine Restentleerung des Einlasses 11a des Betankungswächters und des unter Druck stehenden Tankschlauchs muss deshalb durchgeführt werden, um die Verbindung bzw. Kupplung zwischen dem Betankungswächter und dem Tankwagenschlauch sicher, gefahr- und drucklos zu trennen. Hierzu verfügt der Betankungswächter über ein mechanisch zu betätigendes Entlüftungsventil, welches über einen Hubmechanismus einen Druckabbau und eine Restentleerung realisiert.
  • Die Öffnung des Entlüftungsventils 42 durch einen auf das Bedienelement 21 ausgeübten manuellen Druck, der eine axiale Verschiebung der Welle 18 und das Abheben des Tellers 38 von seinem dichtenden Sitz zur Folge hat, ermöglicht das Einströmen von Luft und Restfflüssigkeit aus dem Einlass 11a durch die Nut 33, den Bypasskanal 5 und den durch die Hinterdrehung 19 gebildeten Raum in den Innenraum 28. 3 zeigt hierzu das Entlüftungsventil 42 im geöffneten Zustand.
  • Die ringsum laufende Nut 33 in Form eines Radialeinstichs gewährleistet hierbei, dass die Verbindung zwischen Einlass 11a und Bypasskanal 5 stets geöffnet ist. Im Falle einer einfachen in den Einlass 11a hineinragenden Bohrung, die einen Luftweg zwischen Einlass 11a und Innenraum 28 bilden könnte, bestände die Gefahr, dass diese Bohrung aufgrund eines ungeeignet gedrehten Dichtkolbens durch eines der Führungselemente 41 verschlossen werden würde. Mehrere Bohrungen, die beispielsweise umfänglich kürzer beabstandet sind als die Führungselemente 41 und die ebenfalls mit dem Bypasskanal 5 verbunden sind, könnten diesen Nachteil beispielsweise verhindern.
  • Nach der Entlüftung und der damit verbundenen Restentleerung ist die gesamte Ventileinheit sowie der Tankwagenschlauch im drucklosem Zustand. Durch die Entleerung des Einlasses 11a kann es zu keiner Verschmutzung der Umgebung des Betankungswächters durch Heraustreten des unter Restdruck stehenden Füllmediums kommen. Der Betankungsschlauch des Tankwagens kann nun gefahrlos von dem Betankungswächters getrennt werden und dieser gegebenenfalls von dem Füllstutzen der Füllleitung der Tankanlage oder des Tanks getrennt werden.
  • 4 zeigt eine erfindungsgemäße Ausführungsvariante des Betankungswächters, wobei diese Variante eine automatische Entlüftung und Restentleerung des Einlasses 11a aufweist. In 4 ist das Befüllungsventil im geschlossenen Zustand dargestellt.
  • Der zylinderförmige Dichtkolben 7 ist in dieser Ausführungsvariante eintrittsöffungsseitig über zumindest einen Teil seiner axialen Länge ausgehöhlt und weist Ausnehmungen 44 in Form von Langlöchern in seiner Außenwand auf, durch welche bei geöffnetem Befüllungsventil das Füllmedium in den Innraum 28 einfließen kann. Die Ausnehmungen 44 des Dichtkolbens 7 sind vorzugsweise äquidistant beabstandet und symmetrisch auf den Umfang des Dichtkolbens 7 verteilt angeordnet.
  • Auch hier ist eine Nut 33 vorhanden, die in die Dichtkolbenführungsfläche 25 des Einlasses 11b ringsum laufend eingebracht ist und an die sich zumindest ein Bypasskanal 5 anschließt, der in der dichtenden Ventilstellung des Befüllungsventils durch die auf dem Vorsprung 40 des Dichtkolbens 7 sitzende Dichtung 39 verschlossen ist. Über den Bypasskanal 5 kann auch hier eine Restentleerung und ein Druckablass eines im Einlass 11a befindlichen druckbehafteten Mediums erfolgen.
  • Der Dichtkolben 7 ist über eine Schraube 45 mit einer koaxial angeordneten zylindrischen Kolbenstange 12 verschraubt, die teilweise in dem Dichtkolben einliegt. Eine Dichtung 65 ist hierbei zwischen Dichtkolben 7 und Kolbenstange 12 angeordnet. Das andere Ende der Kolbenstange 12 ist über eine Schraube 46 mit einem zylindrischen Hauptkolben 49 verbunden, der sich innerhalb eines mit einem blasen- und luftfreien Dämpfungsmedium 56 vorzugsweise Öl gefüllten Arbeitszylinders axial zusammen mit dem Dichtkolben 7 bewegen kann. Der Arbeitszylinder ist in dem Gehäuse 1, 2 des Betankungswächters angeordnet und wird von der Halteplatte 14 gehalten, mit welcher er über Schrauben 47 fest verbunden ist. Die Halteplatte 14 wird durch die Gehäuseteile 1, 2 fixiert und innerhalb des Gehäuses 1, 2 zentriert. Sie dient ferner zur Abstützung und Zentrierung der Druckfeder 8. Der Arbeitszylinder besteht aus einem Oberteil 51 und einem Unterteil 52, wobei das Oberteil 51 über Schrauben 64 das Unterteil 52 fest verschließt. Eine Dichtung 59 dichtet das Oberteil 51 gegenüber dem Unterteil 52 ab. Das Oberteil 51 weist eine zentrische Bohrung auf, durch die die Kolbenstange 12 nach innen geführt ist.
  • Das Unterteil 52 des Arbeitszylinders ist topfförmig ausgebildet und weist bodenseitig eine Öffnung auf, über welche das Dämpfungsmedium 56 in den Arbeitszylinder einfüllbar ist. Die Öffnung kann mittels eines Verschlussstopfens 53 und einer Dichtung 54 dichtend verschlossen werden. Innerhalb des Arbeitszylinders sind des Weiteren ein auf der Kolbenstange geführter zylindrischer, scheibenförmiger und axial beweglicher Schleppkolben 57 und eine Druckfeder 63 angeordnet. Die Druckfeder 63 übt auf den Schleppkolben 57 eine gegen die Bodenseite des Unterteils 52 gerichtete Kraft aus. Der Schleppkolben 57 weist eine auf seiner dem Unterteil zugewandten Mantelfläche einliegende Dichtung 58 auf, die das seitliche vorbeiströmen des Dämpfungsmediums 56 am Schleppkolben 57 verhindert. Ferner verhindert eine weitere Dichtung 60, die in dem Oberteil 51 einliegt und die Kolbenstange 12 umschließt, dass das Dämpfungsmedium 56 aus dem Arbeitszylinder und entlang der Kolbenstange 12 in Richtung des Dichtkolbens 7 kriecht.
  • Das Unterteil 52 weist in seinem oberen Bereich einen bis etwa zur Mitte seiner axialen Länge reichenden größeren Innendurchmesser auf als in seinem unteren Bereich. Der Schleppkolben 57 weist einen Durchmesser auf, der geringfügig kleiner ist als der oberseitige Innendurchmesser des Arbeitszylinders, so dass der Schleppkolben 57 innerhalb des oberen Bereichs bis zur Mitte des Arbeitszylinders axial führbar ist. Durch den größeren Innendurchmesser im oberen Bereich des Arbeitszylinders resultiert im Bereich der Mitte des Arbeitszylinders ein Durchmesserübergang der stufenförmig ausgebildet ist, wobei die Stufe 55 eine untere Hubbegrenzung für den Schleppkolben 57 darstellt.
  • Schleppkolben 57 und Hauptkolben 49 weisen Durchflussbohrungen 50 auf, die eine Zirkulation des Dämpfungsmediums 56 bei Bewegung von Schleppkolben 57 und Hauptkolben 49 ermöglichen. Diese Durchflussbohrungen 50 sind notwendig, damit der Schleppkolben 57, welcher schwimmend auf der Kolbenstange 12 gelagert ist, dem Hauptkolben 49 beim Öffnungshub in Richtung des Bodens des Unterteils 52 des Arbeitszylinders infolge der Federkraft der Druckfeder 63 schnell nachlaufen kann, wobei das Öl 56 durch die Bohrungen 50 ungehindert strömen kann. Beim Anliegen des Hautkolbens 49 am Schleppkolben 57 dichtet eine in einer Ausdrehung des Hauptkolbens 49 einliegende Dichtung 61 die Durchflussbohrungen 50 des Schleppkolbens 57 ab. Um im Falle eines derartigen Verbunds von Schleppkolben 57 und Hauptkolben 49 eine Bewegung des Dämpfungsmediums zu ermöglichen, weist der Schleppkolben 57 eine Kapillarbohrung 62 auf, durch welche das Dämpfungsmedium 56 langsam strömen kann. Der Kapillarbohrung 62 ist eine Durchflussbohrung 50 des Hauptkolbens zugeordnet, durch welche das Dämpfungsmedium 56 bei Bewegung des Kolbenverbunds 57, 49 ebenfalls strömen kann.
  • In einer nicht dargestellten Ausführungsvariante können die Durchflussbohrungen 50 von Hauptkolben 49 und/oder Schleppkolben 57 auch durch druckgesteuerte Ventile insbesondere Rückschlagventile ersetzt sein oder derartige Ventile aufweisen, über die die Bewegung des Dämpfungsmediums 56 und entsprechend des Dichtkolbens gesteuert werden kann.
  • Es folgt eine Funktionsbeschreibung der erfindungsgemäßen Ausführungsvariante:
    In der Ausgangsstellung des Befüllungsventils gemäß 4, d.h. im drucklosen Zustand, ist das Befüllungsventil dichtend geschlossen. Der Dichtkolben 7 wird mittels der aus der Vorspannung der Druckfeder 8 und der daraus resultierenden Druckfederkraft mit der Dichtung 39 gegen die Dichtfläche 6 des Einlasses 11a gepresst. Das Befüllungsventil ist mit einem federkraftbeaufschlagtem axial schiebenden Dichtkolben 7 in Funktion und Verbindung mit der Dichtfläche 6, einem Arbeitshub 23 und einem hydraulischen hubgeschwindigkeitsverzögernden, direkt auf den Dichtkolben 7 wirkenden Hubmechanismus versehen.
  • Der Dichtkolben 7 öffnet sich in Abhängigkeit des auf den Einlass 11a und auf die Eintrittsöffnung 11b wirkenden Eingangsdrucks des einströmenden Mediums oberhalb einer durch die Federkraft der Druckfeder 8 bestimmbaren Druckgrenze vorzugsweise oberhalb von 1 bar Überdruck. Beim Füllvorgang strömt das unter ausreichendem Eingangsdruck oberhalb der Druckgrenze stehende einzuleitende Medium durch den Einlass 11a in die durch den Pfeil 9 angezeigte Richtung. Durch diesen Eingangsdruck verschiebt sich der Dichtkolben 7 axial entgegen der Federkraft der Druckfeder 8, wobei er von der Dichtfläche 6 und damit von seinem Dichtsitz abhebt. Der Dichtkolben 7 legt dabei den Hub 23 zurück und schlägt an die durch die Oberseite des Oberteils des Arbeitszylinders gebildete Hubbegrenzung 48. 5 zeigt die beschriebene Stellung des Befüllungsventils in geöffnetem Zustand.
  • Das Einfüllmedium strömt nun durch den Einlass 11a und durch die Ausnehmungen 44 des Dichtkolbens 7- im Folgenden Kolbenschlitze 44 genannt, in den Innenraum 28 des oberen Gehäuseteils ein, durchströmt die Öffnungen 29 der Halteplatte 14 und gelangt somit in den Innenraum 28 des unteren Gehäuseteils 2. Von hier tritt das Einfüllmedium durch den Auslass 26a und die Austrittsöffnung 26b aus und strömt durch die Füllleitung der Tankanlage oder des Tanks in den Tank ein. Der Flussweg ist in 5 durch die Pfeile A gekennzeichnet. Beim Füllvorgang erfolgt ein schneller Arbeitshub bzw. Abwärtshub des Dichtkolbens 7 bis zur Hubbegrenzung 48.
  • Um beim Füllvorgang Druckstöße bei dem Befüllungsventil abzudämpfen bzw. abzufedern und um die Geschwindigkeit bzw. Dämpfung des Dichtkolbens 7 zu regulieren, ist das Befüllungsventil mit dem geschwindigkeits- und dämpfungsregulierenden Arbeitszylinder verbunden. Die Bewegung des Dichtkolbens 7 wird über die Kolbenstange 12 auf den im Arbeitszylinder innen liegenden Hauptkolben 49 übertragen. Bei dem infolge der Ventilöffnung entstehenden Abwärtshub des Dichtkolbens 7 wird der Hauptkolben 49 axial in Richtung des Bodens des Unterteils 52 des Arbeitszylinders verschoben, wobei das Dämpfungsmedium 56 dabei durch die Durchflussbohrungen 50 des Hauptkolbens 49 nach oben strömt.
  • Bei dieser axialen Abwärtsbewegung des Hauptkolbens 49, wird der Schleppkolben 57, welcher axial schwimmend auf der Kolbenstange 12 gelagert ist, infolge der Druckfeder 63 bis zur die Hubbegrenzung bildenden Stufe 55 gedrückt. Der Schleppkolben 57 läuft dem Hauptkolben 49 somit nach. Während dieser Bewegung des Schleppkolbens 57 strömt das Dämpfungsmedium 56 durch die Durchflussbohrungen 50 des Schleppkolbens in die der Bewegung des Schleppkolbens 57 entgegengesetzte Richtung. Durch die Bohrungen 50 ist gewährleistet, dass der Hauptkolben 49 und der Schleppkolben 57 beim axialen Abwärtshub ohne großen Widerstand zügig durch den Arbeitszylinderinnenraum und das Dämpfungsmedium 56 gleiten können. Da das durch die Bohrungen 50 durchströmende bzw. zirkulierende Dämpfungsmedium 56 aufgrund seiner vergleichsweise hohen Viskosität nur träge strömen kann, wird beim axialen Abwärtshub ein Trägheitsmoment erzeugt. Dadurch werden Druckstöße beim Tankvorgang gedämpft. Die Endstellung von Schleppkolben 57 und Hauptkolben 49 ist in 5 dargestellt.
  • Beim Schließvorgang des Befüllungsventils nach dem Tankvorgang oder bei einem Druckabfall des Füllmediums beispielsweise infolge des Versuchs Luft anstelle eines flüssigen Mediums in den Einlass 11a zu pumpen, legt der Dichtkolben 7 infolge seiner Beaufschlagung mit der höheren Federkraft der Druckfeder 8 eine vordefinierten Weglänge in axialer Richtung entgegen der Druckeingangsrichtung zurück. Diese Weglänge ist durch die Lage der Stufe 55 definiert. Die Bewegung des Dichtkolbens wird über die Kolbenstange 12 auf den Hauptkolben 49 übertragen, der sich verzögerungsfrei mitbewegt und gegen den Schleppkolben 57 schlägt, welcher an der Stufe 55 und damit an seiner Hubbegrenzung anliegt. Dieser Zustand des Befüllungsventils ist in 6 dargestellt und wird auch als neutrale Stellung bezeichnet.
  • Der an dem Schleppkolben 57 anliegende Hauptkolben 49 verschließt nunmehr durch die Dichtung 61 dessen Durchflussbohrungen 50. Der Dichtkolben 7 hat sich in Folge des einlassseitigen Druckabfalls beispielsweise infolge einer Luftbetankung in eine Stellung bewegt, in der der Einlass 11a gerade derart verschlossen ist, dass die Kolbenschlitze 44 vollständig innerhalb des Einlasses 11a liegen. Der Kragen 66 des Dichtkolbens 7 verschließt in dieser Position gerade die ringsum laufende Nut 33. Es kann hier von einer "Schlitzsteuerung" gesprochen werden, da sowohl das Öffnen und Schließen der Kolbenschlitze 44 als auch der Nut 33, die als eine Art Luftschlitz verstanden werden kann, durch die träge Bewegung der Kolben innerhalb des Arbeitszylinders gesteuert werden.
  • Infolge der durch die Druckfeder 8 auf den Dichtkolben 7 ausgeübten Kraft, wird dieser tiefer in den Einlass 11a getrieben, jedoch aufgrund seines Verbunds mit dem Hauptkolben 49 und dessen Verbund mit dem gebremsten Schleppkolben 57 erfolgt eine Bewegung der Kolben nur langsam und verzögert. Hierbei kommt die bremsende Wirkung des Schleppkolbens 57 dadurch zustande, dass der Schleppkolben 57 lediglich die Kapillarbohrung 62 aufweist, durch die nur eine geringe Menge des von ihm zu verdrängenden Dämpfungsmediums pro Zeiteinheit in den Bereich unterhalb des Hauptkolbens strömen kann.
  • Das oberhalb des Schleppkolbens 57 befindliche Dämpfungsmedium 56 insbesondere das Hydrauliköl wird durch die Kolbenbewegung und aufgrund der Raumverdrängung über die Kapillarbohrung 62 und eine Durchflussbohrung 50 des Hauptkolbens 49, die unterhalb der Kapillarbohrung 62 liegt, in den unterhalb des Hauptkolbens 49 befindlichen Raumbereich des Arbeitszylinders verdrängt. Die Trägheit der Bewegung der Kolben kann durch eine geeignete Wahl des Dämpfungsmediums 56 bzw. einer geeigneten Wahl der Viskosität des Öls und durch den Durchmesser der Kapillarbohrung 62 beeinflusst werden. In 7 ist die Kolbenstellung für einen bestimmten Zeitpunkt innerhalb der langsamen Aufwärtsbewegung dargestellt.
  • Durch die träge Kolbenbewegung des Schleppkolbens 57 und des Hauptkolbens 49 erfolgt nunmehr die Schlitzsteuerung. Wie bereits ausgeführt, ist es nach Beendigung des Betankungsvorganges notwendig, den Restdruck vom Einlass 11a zu nehmen, unter welchem die im Einlass 11a befindlichen Reste des Einfüllmediums stehen könnten. Dies wird durch die Entlüftung des Einlasses 11a durchgeführt bzw. durch die Restentleerung. Die Restentleerung ist von großer Wichtigkeit, um die Verbindung bzw. Kupplung zwischen dem Betankungswächter und dem Tankwagenschlauch sicher, gefahren- und drucklos zu trennen.
  • Durch die verzögerte langsame Bewegung des Dichtkolbens 7 samt Kolbenverbund 49, 57 im Arbeitszylinder in Richtung des Einlasses 11a infolge der höheren Federkraft der Druckfeder 8, wird der Dichtkolben 7 zunehmend in den Einlass 11a getrieben. Bei ausreichendem Einliegen gibt der Kragen 66 des Dichtkolbens 7 die Nut 33 frei, so dass die Nut über die Kolbenschlitze 44 mit dem Innenraum des Einlasses 11a verbunden ist. Dieser Zustand ist in 7 gerade erreicht.
  • Die im Dichtkolben 7 befindlichen Kolbenschlitze 44 geben die Nut 33 und damit auch den Bypasskanal 5 zum Einlass 11a hin frei. Aufgrund der Tatsache, dass sich der Bypasskanal 5 mit seinem anderen Ende in den Innenraum 28 des oberen Gehäuseteils 1 erstreckt und noch nicht durch die Dichtung 39 des Dichtkolbens 7 verschlossen ist, kann nun ein Druckausgleich und eine Restentleerung des Einlasses 11a stattfinden. Der Restdruck und das Restmedium werden durch die Nut 33 und den Bypasskanal 5 in den Innenraum 28 und über den Auslass 26a in die Füllleitung geleitet. Durch die Restentleerung kann es zu keiner Verschmutzung der Umgebung des Betankungswächters durch Heraustreten des unter Restdruck stehenden Mediums kommen.
  • Es wirkt nunmehr kein Druck mehr auf den Dichtkolben 7, der der Federkraft der Druckfeder 8 entgegengerichtet ist. Die Bewegung des Dichtkolbens 7 und des Kolbenverbunds 57, 49 erfolgt dadurch geringfügig schneller in Richtung des Einlasses 11a. Der Dichtkolben 7 erreicht seine obere Hubbegrenzung und wird mitsamt der Dichtung 39 gegen die Dichtfläche 6 gedrückt, womit der Bypasskanal 5 dichtend verschlossen ist. Nunmehr ist auch das Befüllungsventil dichtend verschlossen. Der Ventilzustand entspricht wieder dem Ausgangszustand gemäß 4.
  • Die Ventileinheit ist nun im drucklosem und geschlossenem Zustand und der Betankungsschlauch des Tankwagens kann gefahrlos von dem Betankungswächter getrennt werden. Anschließend kann die Ventileinheit von der Füllleitung abmontiert werden.
  • Es sei angemerkt, dass auch eine Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit sowohl einer manuellen als auch mit einer automatischen Restentleerung bzw. einem manuellen als auch einem automatischen Druckabbau möglich ist.
  • Es folgt eine Bezugszeichenliste:
  • 1
    oberes Gehäuseteil
    2
    unteres Gehäuseteil
    3
    Außengewinde
    4
    Innengewinde
    5
    Bypaßkanal
    6
    Dichtfläche
    7
    Dichtkolben
    8
    Druckfeder
    9
    Durchströmrichtung Eintritt
    10
    Durchströmrichtung Austritt
    11a
    Einlass
    11b
    Eintrittsöffnung
    12
    Kolbenstange
    13
    Schraube
    14
    Halteplatte
    15
    Gewinde
    16
    Dichtung oder Dichtungsmasse
    17
    Dichtring
    18
    Welle
    19
    Hinterdrehung
    20
    Distanzelement
    21
    Bedienelement
    22
    Druckfeder
    23
    Hub des Dichtkolbens
    24
    Dichtring
    25
    Dichtkolbenführungsfläche
    26a
    Auslass
    26b
    Austrittsöffnung
    27
    Dichtung
    28
    Gehäuseinnenraum
    29
    Durchflussbohrung
    30
    Eindrehung
    31
    Sicherungsring
    32
    Gewindestopfen
    33
    Nut
    34
    Unterkante des Dichtkolbens
    35
    Oberkante Topfboden
    36
    Hubraum
    37
    Gewinde
    38
    Teller
    39
    Dichtung
    40
    Vorsprung
    41
    Führungselement
    42
    Entlüftungsventil
    43
    Vorsprung
    44
    Ausnehmung
    45
    Schraube
    46
    Schraube
    47
    Schraube
    48
    Oberkante Arbeitszylinder
    49
    Hauptkolben
    50
    Durchflussbohrung
    51
    Oberteil des Arbeitszylinders
    52
    Unterteil des Arbeitszylinders
    53
    Verschlussstopfen
    54
    Dichtung
    55
    Stufe
    56
    Dämpfungsmedium, Öl
    57
    Schleppkolben
    58
    Dichtung
    59
    Dichtung
    60
    Dichtung
    61
    Dichtung
    62
    Kapillarbohrung
    63
    Druckfeder
    64
    Schraube
    65
    Dichtung
    66
    Kragen

Claims (9)

  1. Vorrichtung zur Überwachung eines Betankungsvorgangs eines Tanks mit einem Medium, wobei besagte Vorrichtung in den Betankungsweg einbringbar ist und das einzufüllende Medium für den Betankungsvorgang mit Druck beaufschlagt ist, mit einem zylinderförmigen Einlass (11a), einem zylinderförmigen Auslass (26a) und einem dazwischen angeordneten Befüllungsventil mit einem Dichtkolben (7), welches sich durch den Mediumdruck öffnet, wobei bei einlassseitiger Beaufschlagung mit einem Druck unterhalb einer vorbestimmten Druckgrenze die Kraft einer gespannten Druckfeder (8) den Dichtkolben (7) in Richtung des Einlasses (11a) drückt und verschließt und bei einlassseitiger Beaufschlagung der Vorrichtung mit einem Druck oberhalb der Druckgrenze die Kraft der Druckfeder (8) überwunden ist und der Dichtkolben (7) den Einlass (11a) zur Befüllung freigibt, wobei der Dichtkolben (7) axial beweglich angeordnet ist und in dem Einlass (11a) zumindest teilweise einliegt und/oder von diesem axial geführt ist, und innerhalb des Innenraums (28) ein mit einem flüssigen Dämpfungsmedium (56), insbesondere Öl, gefüllter Arbeitszylinder (51, 52) angeordnet ist, in welchem ein über ein Verbindungselement (12) mit dem Dichtkolben (7) verbundener Hauptkolben (49) axial beweglich angeordnet ist, wobei ein Bypasskanal (5) am Einlass (11a) vorgesehen ist, mit welchem ein automatischer Druckausgleich zwischen dem Einlass (11a) und dem Auslass (26a) bei geschlossenem Befüllungsventil dadurch herstellbar ist, dass der Bypasskanal (5) durch die Bewegung des Dichtkolbens (7) von diesem freigebbar und schließbar ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtkolben (7) einen umfänglichen Vorsprung aufweist, auf welchem eine Dichtung (39) aufliegt, die gegen eine Dichtfläche (6) des Einlasses (11a) pressbar ist.
  3. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlass (11a) innenseitig eine zumindest teilweise ringsum laufende Nut (33) aufweist, an die sich an zumindest einer Stelle der Bypasskanal (5) anschließt, über welchen ein oberhalb des Dichtkolbens (7) befindlicher Überdruck bei Öffnung des Bypasskanals (5) in einen Innenraum (28) der Vorrichtung ablassbar ist.
  4. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtkolben (7) über zumindest einen Teil seiner axialen Länge ausgehöhlt ist und mindestens einen in seine Außenwand eingebrachte Ausnehmung (44) aufweist, durch die bei einer bestimmten Abhebung des Dichtkolbens (7) von der Dichtfläche (6) des Einlasses (11a) das Füllmedium in einen Innenraum (28) einfließt.
  5. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitszylinder (51, 52) einen innen liegenden Schleppkolben (57) aufweist, der über eine Druckfeder (63) in Richtung des Hauptkolbens (49) gedrückt wird.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schleppkolben (57) schwimmend auf der Kolbenstange (12) gelagert ist.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Hauptkolben (49) und der Schleppkolben (57) jeweils mindestens eine Durchflussbohrung (50) aufweisen, die eine schnelle Bewegung des Dämpfungsmediums (56) während der Kolbenbewegung ermöglicht, wobei im Falle eines Anliegens des Hauptkolbens (49) an den Schleppkolben (57) der mindestens eine Kanal (50) des Schleppkolbens (57) von dem Hauptkolben (49) verschlossen ist.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schleppkolben (57) zumindest eine Kapillarbohrung (62) aufweist, über die im Falle des Anliegens des Hauptkolbens (49) an dem Schleppkolben (57) während deren Kolbenbewegung eine langsame Bewegung des Dämpfungsmediums (56) erfolgt.
  9. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckgrenze bei 1 bar Überdruck liegt.
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