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Die
Erfindung bezieht sich auf ein Kontaktglas für die Augenchirurgie, das einen
in einer Fassung aufgenommenen Linsenkörper aufweist, welcher eine
zum Aufsetzen auf das Auge ausgebildete, konkave Linsenvorderfläche aufweist,
wobei am Rand der Linsenvorderfläche
zwischen dem Linsenkörper
und der Fassung ein Ringspalt gebildet ist, der zusammen mit dem
angelegten Auge als Saugkanal wirkt, über den Unterdruck zum Befestigen
des Kontaktglases am Auge applizierbar ist.
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Ein
solches Kontaktglas ist in der WO 2005/048895 A1 gezeigt, die sich
ansonsten mit der Befestigung des Kontaktglases an einer Laserbehandlungsvorrichtung
beschäftigt.
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Kontaktgläser in der
Augenchirurgie sind Beispiele für
Adaptoren, die die Laserbearbeitungsvorrichtung mit einem Objekt
mechanisch koppeln. Diese Kopplung ist erforderlich, da die Genauigkeit der
Positionierung des Laserstrahls im Objekt in der Regel die bei der
Bearbeitung erreichte Präzision vorgibt.
Erst die exakte dreidimensionale Positionierung des Laserstrahls
in dem Bearbeitungsvolumen, beispielsweise in der Hornhaut des Auges,
ermöglicht
eine hochgenaue Bearbeitung. Die Fixierung des zu bearbeitenden
Objektes wird deshalb durch einen Adapter vorgenommen, der eine
genau definierte Lage des Objektes, beispielsweise des Auges gegenüber der
Laserbearbeitungsvorrichtung gewährleistet.
Der Adapter, der in der Augenchirurgie üblicherweise als Kontaktglas
bezeichnet wird, ist damit Teil des Strahlengangs. Ist die äußere Form
des zu bearbeitenden Objektes nicht exakt bekannt, hat der Adapter
zumeist auch die Funktion, dem Objekt, soweit möglich, eine bestimmte, bei
der Applikation eines Laserstrahls vorausgesetzte Form zu geben.
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Da
die Vorderfläche
der Hornhaut des menschlichen Auges von Patient zu Patient variiert, ist
bei der lasergestützten
Augenchirurgie regelmäßig ein
Adapter in Form eines Kontaktglases vorgesehen. Die US 2001/0021844
A1 beschreibt ein entsprechendes Kontaktglas, das nicht nur die
Fixierung des Auges, sondern auch eine Formgebung der Hornhautvorderfläche bewerkstelligt.
Die US-Schrift schlägt
vor, zwischen der Hornhaut und dem als Linsenkörper ausgeführten Kontaktglas Unterdruck
anzulegen, wodurch die Augenhornhaut an das Kontaktglas gesaugt
wird. Durch die derart zwischen Linsenkörper und Augenhornhaut erfolgende
Unterdruckbefestigung nimmt die Augenhornhaut automatisch die Form
der Linsenkörpervorderfläche (Vorderfläche ist
auf den Patienten bezogen) an. Diese Art der Befestigung ist jedoch
für den
Patienten recht unangenehm, insbesondere wenn die in einer Ausführungsform
der US 2001/0021844 A1 an der Unterseite der Linsenkörper-Fassung
vorgesehenen, widerhakenartigen Noppen verwendet werden, die eine verbesserte
Befestigung des Kontaktglases am Auge erreichen sollen.
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Der
Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zu Grunde, ein Kontaktglas der
eingangs genannten Art so fortzubilden, daß eine sichere Befestigung
des Linsenkörpers
am Auge und eine zuverlässige
Formgebung der Hornhaut auf für
den Patienten möglichst schonende
Weise erfolgt.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem
Kontaktglas der eingangs genannten Art gelöst, bei dem die Fassung so
ausgebildet ist, daß bei
vollflächig
an die Linsenvorderfläche
angelegtem Auge der Saugkanal zwischen Ringspalt und Auge noch nicht
geschlossen ist.
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Im
Gegensatz zu dem in US 2001/0021844 A1 beschriebenen Vorgehen, wird
die Augenhornhaut also nicht durch Vakuum direkt an die Linsenvorderfläche angesaugt,
sondern durch mechanischen Druck an die Linsenvorderfläche angelegt.
Dadurch, daß die
Fassung so ausgebildet ist, daß bei
vollständig
an die Linsenvorderfläche
angelegtem Auge der Saugkanal zwischen Ringspalt und Auge noch offen bleibt
(die Augenhornhaut den Ringspalt also noch nicht abdeckt) kann in
diesem Zustand eine genaue Ausrichtung des Kontaktglases gegenüber dem Auge
erfolgen. Erst wenn das Kontaktglas weiter auf das Auge hin gedrückt wird, überdeckt
die Augenhornhaut den Ringspalt, wodurch der Saugkanal zwischen
Ringspalt und Auge geschlossen ist und die Unterdruckbefestigung
wirkt. Das im Ringspalt aufgebrachte Vakuum dient somit nur zur
Fixierung des Auges, bewirkt aber nicht direkt die Verformung der Augenhornhaut.
Damit ist der gesamte Prozeß des Anlegens
und Fixierens besser kontrollierbar.
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Das
durch den Saugkanal aufgebrachte Vakuum dient nur zur Fixierung
des Auges, bewirkt aber nicht direkt die Verformung der Augenhornhaut,
da kein Vakuum zwischen der Linsenvorderfläche und der Augenhornhaut wirkt.
Das erfindungsgemäße Kontaktglas
ist also besonders für
Patienten geeignet, die in dem Bereich der Hornhaut, der an die
Linsenvorderfläche
angelegt werden soll, Hornhautschaden, Anomalien oder gar nicht
verheilte Schnitte früherer
augenchirurgischer Eingriffe haben. Da in diesem Bereich der Augenhornhaut kein
Unterdruck wirkt, ist jetzt eine schädigende Wirkung der Kontaktglasbefestigung
ausgeschlossen.
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Auf
der Patientenseite ist also der Übergang zwischen
der Linsenvorderfläche
und der Fassung (bis auf den Ringspalt) fließend; die Fassung bildet jenseits
des Ringspaltes keine Sprungstelle.
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Die
Fassung ist geometrisch so gestaltet, daß die Augenhornhaut in einem
Zustand, in dem das Auge bereits vollflächig an die Linsenvorderfläche angelegt
ist, noch nicht am Fassungsrand, der den Ringspalt begrenzt, anliegt,
folglich den Ringspalt noch nicht zum Saugkanal schließt. Dies
kann beispielsweise dadurch erreicht werden, daß der axial vorderste Umriß der Fassung
gegenüber
einer Krümmungsfläche, die
die Augenhornhaut hat, wenn das Auge vollständig an der Linsenvorderfläche anliegt,
also nicht vorsteht oder gegenüber
dieser sogar zurückbleibt.
Die Form der Krümmungsfläche hängt im wesentlichen
von dem Zustand ab, den das Auge bei vollständiger Anlage an die Linsenvorderfläche hat.
Dieser Zustand wird in der Augenchirurgie auch als „applanierter" Zustand bezeichnet.
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In
einer einfachen Gestaltung kann man für die Krümmungsfläche, gegenüber der der axial vorderste
Umriß der
Fassung nicht vorsteht oder sogar zurückbleibt, auch Bezug auf die
Krümmung
der Linsenvorderfläche
nehmen, so daß dann
der axial vorderste Umriß der
Fassung gegenüber
der gedachten Verlängerung
der Linsenvorderfläche
nicht vorsteht oder sogar zurückbleibt.
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Mit
dem erfindungsgemäßen Kontaktglas kann
die natürliche
Form der Hornhaut bei angelegtem Kontaktglas gewahrt werden, was
für den
Patienten besonders angenehm ist. Das Auge wird bei geeignetem Krümmungsradius
mit minimalen Deformationen an das Kontaktglas gelegt.
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Eine
besonders einfache Fertigung erreicht man, wenn man den Ringspalt
durch eine oder mehrere Kegelstumpfmantelflächen bzw. konische Flächen an
Fassung und/oder Linsenkörper
ausbildet. Mit solchen konischen Flächen ist darüber hinaus
in der Regel eine weitere Ausführungsform
einfach realisiert, bei der sich der Ringspalt vom Auge weg verjüngt und
insbesondere am vom Auge abgewandten Ende unter einem spitzen Winkel ≤ 90° zusammenläuft.
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Eine
solche Gestaltung des Ringspaltes ist weiter vorteilhaft, weil dadurch
effektiv vermieden wird, daß Teile
der Augenhornhaut bis in den oberen Bereich des Saugkanals gesaugt
werden und diesen dadurch teilweise verstopfen. Die Einleitung des
Unterdrucks in den Ringspalt ist dann unkritisch, da immer der gesamte
Ringspalt als Saugkanal wirkt und insbesondere der Unterdruckanschluß nicht
durch die Augenhornhaut verschlossen werden kann.
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Das
erfindungsgemäße Kontaktglas
ermöglicht,
insbesondere wenn die Krümmungsfläche der Linsenvorderfläche etwas
flacher gekrümmt
ist, als die Augenhornhaut, ein besonders einfaches Aufsetzen des
Kontaktglases auf die Augenhornhaut. Bei Annäherung an das Kontaktglas berührt zunächst nur
der zentrale Bereich der Augenhornhaut, also der Augenhornhautscheitel,
die Linsenvorderfläche.
Bei zunehmendem Aufsetzen liegt nach und nach die Augenhornhaut
an der vollständigen
Linsenvorderfläche
an, wobei auch in diesem Zustand der Saugkanal noch nicht geschlossen
ist und der Patient das Auge trotz teilweiser Deformation noch frei
bewegen kann. In diesem Zustand ist eine einfache Ausrichtung des Kontaktglases
gegenüber
dem Auge möglich.
Ist die gewünschte
Justierlage erreicht, so wird der Abstand zwischen Kontaktglas und
Patientenauge noch etwas verringert, wodurch der Ringspalt von der
Hornhaut des Auges geschlossen ist und das Auge durch Unterdruck
gegenüber
dem Kontaktglas fixiert ist.
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Die
Krümmungsfläche, welche
von der Linsenvorderfläche
dem Auge als Soll-Form aufgeprägt ist,
kann applikationsabhängig
gewählt
werden. Insbesondere sind auch asphärische Krümmungsflächen möglich, die es erlauben, optische
Abbildungsfehler beim Einbringen von Behandlungs-Laserstrahlung
zu minimieren. Auch kann die Linsenvorderfläche sphärisch mit einem Radius von
5–30 mm
sein. Ein Radius der etwas geringer ist als der der menschlichen
Hornhaut, also z. B. zwischen 15 und 25 mm ist besonders bevorzugt.
Diese Sphärizität ist durch die
erfindungsgemäße Ausgestaltung
ohne Probleme möglich,
da, anders als beim Stand der Technik in Form der US 2001/0021844
A1, keine Gefahr besteht, daß die
Augenhornhaut den Unterdruck-Saugkanal so verschließt, daß nur eine
unvollständige
Befestigung des Kontaktglases am Auge erfolgt.
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Es
hat sich gezeigt, daß bei
der Unterdruckbefestigung eines augenchirurgischen Kontaktglases das
Ansaugen von Bindehaut an den Mitteln der Unterdruckbefestigung
vermieden werden sollte, da ansonsten eine unzureichende Fixierung
der Augenhornhaut, an der der chirurgische Eingriff erfolgen soll,
auftreten kann. Es ist deshalb ganz unabhängig von der sonstigen Gestaltung
des Kontaktglases und insbesondere unabhängig von der Gestaltung der Mittel
zur Unterdruckbefestigung zweckmäßig, ein Kontaktglas
für die
Augenchirurgie vorzusehen, daß eine
zum Aufsetzen auf das Auge ausgebildete Linsenvorderfläche und
eine Einrichtung zur Unterdruckbefestigung des Kontaktglases am
Auge aufweist und weiter dadurch gekennzeichnet ist, daß am Kontaktglas
ein einen geometrischen oder optischen Parameter des Kontaktglases
kodierendes Kodierelement vorgesehen ist. Zweckmäßigerweise handelt es sich
bei dem geometrischen oder optischen Parameter um den Durchmesser
der Linsenvorderfläche. Das
Kodierelement ist am Kontaktglas günstigerweise so angebracht,
daß ein
Anwender, d. h. ein Augenchirurg, von außen den gewünschten geometrischen oder
optischen Parameter, beispielsweise den gewünschten Durchmesser der Linsenvorderfläche erkennen
kann. Als Kodierelement kommt beispielsweise ein Strichcode, eine
Ziffern- oder Buchstabenkennung oder auch ein geometrischer oder
Farbcode in Frage. Besonders bevorzugt ist ein Kontaktglas, das
eine Farbmarkierung trägt,
wobei die Farbmarkierung dem Durchmesser der Linsenvorderfläche oder
einem anderen geometrischen oder optischen Parameter des Kontaktglases
zugeordnet ist. Fertigt man das Kontaktglas zweiteilig, d. h. aus
einem die Linsenvorderfläche
aufweisenden Linsenkörper
sowie einer den Linsenkörper
halternden Fassung, wird man das Kodierelement günstigerweise an der Fassung
anordnen. im Falle in der Farbcodierung kann beispielsweise die
Fassung selbst eingefärbt
werden.
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Damit
ein Anwender ein Kontaktglas mit den gewünschten Parametern auswählen kann,
ist die Kodierung vorteilhaft als optisch wahrnehmbare Kodierung
ausgebildet, so daß ein
Chirurg schnell und zielsicher das gewünschte Kontaktglas auswählen kann.
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Das
geschilderte Kodierelement ist natürlich besonders vorteilhaft
bei einem Kontaktglas der hier zuvor oder nachfolgend beschriebenen
Art einsetzbar.
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Die
Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
beispielhalber noch näher
erläutert.
In den Zeichnungen zeigt:
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1 eine
schematische Darstellung einer Laserbearbeitungsvorrichtung für die Augenchirurgie,
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2 eine
schematische Darstellung der Augenhornhaut eines Patienten,
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3 und 4 ein
Kontaktglas für
die Laserbearbeitungsvorrichtung der 1, wobei 3 eine
Draufsicht und 4 eine Schnittdarstellung ist, und
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5 bis 8 Schema-Schnittdarstellungen
von Kontaktgläsern ähnlich dem
der 3/4.
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1 zeigt
ein Behandlungsgerät
für ein
augenchirurgisches Verfahren ähnlich
dem in der
EP 1159986
A1 bzw. der
US 5549632 beschriebenen. Das
Behandlungsgerät
1 der
1 dient
dazu, an einem Auge
2 eines Patienten eine Fehlsichtigkeitskorrektur
gemäß dem bekannten
Femtosekunden-LASIK-Verfahren auszuführen. Dazu weist das Behandlungsgerät
1 einen
Laser
3 auf, der gepulste Laser-Strahlung abgibt. Die Pulsdauer
liegt dabei z. B. im Femtosekundenbereich, und die Laserstrahlung wirkt
mittels nichtlinearer optischer Effekte in der Hornhaut auf die
eingangs beschriebene Art und Weise. Der vom Laser
3 entlang
einer optischen Achse A1 abgegebene Behandlungsstrahl
4 fällt dabei auf
einen Strahlteiler
5, der den Behandlungsstrahl
4 auf
eine Scaneinrichtung
6 leitet. Die Scaneinrichtung
6 weist
zwei Scanspiegel
7 und
8 auf, die um zueinander
orthogonale Achsen drehbar sind, so daß die Scaneinrichtung
6 den
Behandlungsstrahl
4 zweidimensional ablenkt. Eine verstellbare
Projektionsoptik
9 fokussiert den Behandlungsstrahl
4 auf
bzw. in das Auge
2. Die Projektionsoptik
9 weist
dabei zwei Linsen
10 und
11 auf. Das Behandlungsgerät
1 stellt eine
Laserbearbeitungsvorrichtung dar.
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Der
Linse 11 ist ein als Adapter wirkendes Kontaktglas 12 nachgeordnet,
das über
eine Halterung H fest mit der Linse 11 und damit dem Strahlengang
des Behandlungsgerätes 1 verbunden
ist. Das noch näher
zu beschreibende Kontaktglas 12 liegt an der Hornhaut des
Auges 2 an. Die optische Kombination aus Behandlungsgerät 1 mit
daran befestigtem Kontaktglas 12 bewirkt, daß der Behandlungsstrahl 4 in
einem in der Hornhaut des Auges 2 gelegenen Fokus 13 gebündelt wird.
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Die
Scaneinrichtung 6 wird ebenso wie der Laser 3 und
die Projektionsoptik 9 über
(nicht näher bezeichnete)
Steuerleitungen von einem Steuergerät 14 angesteuert.
Das Steuergerät 14 bestimmt
dabei die Lage des Fokus 13 sowohl quer zur optischen Achse
A1 (durch die Scanspiegel 7 und 8) sowie in Richtung
der optischen Achse A1 (durch die Projektionsoptik 9).
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Das
Steuergerät 14 liest
weiter einen Detektor 15 aus, der von der Hornhaut rückgestreute
Strahlung, die den Strahlteiler 5 als Rückstrahlung 16 passiert,
ausliest. Mittels des Detektors 15 kann der Betrieb des
Lasers 3 sehr exakt gesteuert werden.
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Das
Kontaktglas 12 sorgt dafür, daß die Hornhaut des Auges 2 eine
gewünschte
Soll-Form erhält.
Das Auge 2 befindet sich aufgrund der Anlage der Hornhaut 17 am
Kontaktglas 12 in vorbestimmter Lage zum Kontaktglas 12 und
somit zum damit verbundenen Behandlungsgerät 1.
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Dies
ist schematisch in 2 dargestellt, die einen Schnitt
durch die Augenhornhaut 17 zeigt. Um eine exakte Positionierung
des Fokus 13 in der Augenhornhaut 17 zu erreichen,
muß die
Krümmung der
Augenhornhaut 17 berücksichtigt
werden. Die Augenhornhaut 17 weist eine Ist-Form 18 auf,
die von Patient zu Patient unterschiedlich ist. Der Adapter 12 liegt
nun an der Augenhornhaut 17 derart an, daß er diese
in eine gewünschte
Soll-Form 19 verformt. Der genaue Verlauf der Soll-Form 19 hängt dabei
von der Krümmung
der dem Auge 2 zugewandten Linsenvorderfläche des
Kontaktglases 12 ab. Durch den Adapter 12 sind
bekannte geometrische und optische Verhältnisse für das Einbringen und Fokussieren
des Behandlungsstrahls 4 in die Hornhaut 17 gegeben.
Da die Hornhaut 17 am Kontaktglas 12 anliegt und
dieses wiederum über
die Halterung H gegenüber
dem Strahlengang des Behandlungsgerätes 1 ortsfest ist, kann
der Fokus 13 durch Ansteuerung der Scaneinrichtung 6 sowie
der verstellbaren Projektionsoptik 9 dreidimensional exakt
in der Hornhaut 17 positioniert werden.
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Die 3 und 4 zeigen
eine Ausführungsform
des Kontaktglases 12 im Detail; 4 ist eine
Schnittdarstellung, 3 eine Ansicht des Kontaktglases 12 von
vorne (in 4 von unten), d. h. in Sichtweite
des Patienten. Das Kontaktglas 12 ist zweiteilig aufgebaut
und besteht aus einem Linsenkörper 22,
der in einer Fassung 37 befestigt ist, beispielsweise an
einer Klebestelle 43 eingeklebt ist. Der Linsenkörper besteht
aus Glas oder einem medizinisch zugelassenem Kunststoff, z.B. PMMA
oder Polycarbonat. Diese Substanzen kommen auch für die Fassung
in Frage, die zusätzlich
noch aus Polyuretan oder Silikonkautschuk sein kann. Durch Andrücken des
Kontaktglases 12 auf die Augenhornhaut 17 verleiht
die Linsenvorderfläche 29 des
in der Fassung 37 gehaltenen Linsenkörpers 22 der Augenhornhaut 17 die
gewünschte
Soll-Form 19.
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Zum
Bereitstellen des Unterdrucks weist die Fassung 37 einen
Stutzen 38 auf, der über
einen Luer-Lock-Anschluß 39 sowie
eine im Stutzen verlaufende Unterdruck-Zuleitung 40 verfügt. Die
Zuleitung 40 mündet
seitlich des Linsenkörpers 22 oberhalb
eines Ansatzringes 41 der Fassung 37. Zwischen
einer dem Linsenkörper 22 zugewandten
Ringinnenfläche 46 des
Ansatzringes 41 und dem in dieser Ausführungsform kegelstumpfförmig ausgebildeten
Linsenrand 47 ist ein Ringspalt 44 gebildet, der
mit der Zuleitung 40 in Verbindung steht und als Saugkanal wirkt,
durch den ringförmig
Unterdruck auf die Augenhornhaut angebracht werden kann. Mittels
Unterdruck am Luer-Lock-Anschluß 39 wird
somit das Kontaktglas 12 so am Auge befestigt, daß die Hornhaut
durch mechanischen Druck an die Linsenvorderfläche 29 angelegt wird,
wodurch die Soll-Form 19 erreicht ist.
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Der
Ansatzring 41 steht bezogen auf die optische Achse A1 gegenüber der
Linsenvorderfläche 29 vor.
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Bei
Aufsetzen des Kontaktglases auf die Augenhornhaut wird zuerst ein
Kontakt zwischen der Linsenvorderfläche 29 und dem Hornhautscheitel hergestellt.
Mit weiterem Anlegen der Augenhornhaut an die Linsenvorderfläche 29 wird
in einem immer größerem Flächenbereich
der Linsenvorderfläche
ein Kontakt zur Augenhornhaut hergestellt. Liegt die Augenhornhaut
vollständig
an der Linsenvorderfläche 29 an,
ist aufgrund der im Randbereich der Augenhornhaut stärker werdenden
Krümmung
der Augenhornhaut noch kein Kontakt zwischen der axial vordersten
Umrißlinie
des Ansatzringes 41 und der Augenhornhaut hergestellt,
so daß der
durch den Ringspalt 44 bereitgestellte Saugkanal noch nicht von
der Augenhornhaut geschlossen ist. In diesem Zustand ist es also
noch möglich,
das Auge in Anlage an der Linsenvorderfläche 29 so zu justieren,
daß die optische
Achse A1 genau wie gewünscht
liegt, beispielsweise mit der Sehachse übereinstimmt. Erst wenn Kontaktglas
und Auge weiter zusammengedrückt
werden, legt sich die Augenhornhaut auch an die axial vorderste
Umrißlinie 45 des
Ansatzringes 41 an, wodurch der Saugkanal am Ringspalt 44 geschlossen
und das Kontaktglas 12 am Auge befestigt ist.
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Die
Fassung 37 ist also bezüglich
des Ansatzringes 41 so gestaltet, daß die axial vorderste Umrißlinie 45 des
Ansatzringes 41 nicht gegenüber der einer Krümmungsfläche, die
durch die Krümmung
des Auges bei vollständig
an die Linsenvorderfläche 29 angelegter
Augenhornhaut definiert ist, vorsteht. Der Ansatzring 41 liegt
in einer Ausführungsform
genau in der gedachten Verlängerung
der Krümmungsfläche. In
Vereinfachung kann auch Bezug auf die Krümmung der Linsenvorderfläche 29 genommen
werden.
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Durch
die sich vom Auge spitzwinklig verjüngende Form des Ringspaltes 44 ist
zuverlässig
verhindert, daß Teile
der Hornhaut bis in den Bereich des Zuleitung 40 gesaugt
werden und diese dadurch zumindest teilweise verstopfen oder zulegen.
Auch ist ein Verstopfen des Saugkanals 44 vermieden, so daß eine ringförmige Applikation
des Unterdrucks sichergestellt ist.
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Die 5 bis 8 zeigen
schematisch verschiedene Ausführungsformen
der Geometrie von Linsenkörper 22 und
Fassung 37. Elemente, die schon in der Bauweise der 3/4 vorhanden sind,
sind mit denselben Bezugzeichen versehen, so daß diesbezüglich auch auf die Beschreibung
zu den 3 und 4 verwiesen wird.
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Wiederum
weist das Kontaktglas 12 den Linsenkörper 22 auf, der in
der Fassung 37 gehalten ist. Der Linsenkörper 22 wird
begrenzt durch eine Eintrittsfläche 23 und
die Linsenvorderfläche 29.
Bevorzugt ist die Form einer plan-konkaven Linse, wobei die konkave
Linsenvorderfläche 29 besonders
bevorzugt hinsichtlich ihrer Krümmung
der menschlichen Hornhaut entspricht, oder etwas flacher gekrümmt ist.
Möglich
sind jedoch auch andere Formen, insbesondere kann die Linsenvorderfläche 29 auch
asphärisch
sein, um optische Abbildungsfehler zu minimieren.
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Die
Fassung 37 umschließt
den Linsenkörper 22 auf
einem Teil ihres Umfanges, wodurch eine Verbindungsfläche zwischen
Linsenkörper 22 und Fassungselement 37 im
wesentlichen entlang einer zylindrischen Mantelfläche gebildet
ist. Zwischen dem Rand des Linsenkörpers 22 und dem Ansatzring 41 der
Fassung 37 und dem Rand 47 der Linsenvorderfläche 29 des
Linsenkörpers 22 ist
der als Saukanal dienende Ringspalt 44 gebildet.
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Zur
Ausführung
dieses Ringspaltes kann nun, wie die 5 bis 8 zeigen,
entweder die Ringinnenfläche 46 des
Ansatzrings 41 und/oder der Linsenrand 47 konisch
ausgebildet, d. h. schräg
gegenüber
der optischen Achse A1 verlaufend sein. In der Ausführungsform
der 5 ist der Linsenrand 47 konisch, die
Ringinnenfläche 46 zylindrisch.
Weiter ist deutlich zu sehen, daß der Ansatzring 41 gegenüber der
bereits genannten Krümmungsfläche K, die die
Krümmung
der angelegten Augenhornhaut vorgegeben ist, nicht vorsteht, sondern
eher etwas zurückbleibt.
Die Bauweise der 5 hat den Vorteil, daß eine einfache,
im wesentlichen rohrförmige
Fassung 37 verwendet werden kann. Weiter ist der Durchmesser
der Linsenvorderfläche 29 kleiner,
als der der Eintrittsfläche 23.
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Den
umgekehrten Fall zeigt die 6, hier ist
der Linsenrand 47 zylindrisch, die Ringinnenfläche 46 hingegen
konisch ausgebildet, wobei der Konus sich nun zur Krümmungsfläche K hin öffnet. Auch reicht
hier der Ansatzring 41 exakt bis an die Krümmungsfläche K.
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In
der Bauweise gemäß 7 sind
sowohl der Linsenkörper 22 am
Linsenrand 47 konisch (zum Auge verjüngend) als auch die Ringinnenfläche 46 (zum
Auge hin aufweitend). Weiter bleibt die axial vorderste Umrißlinie des
Ansatzringes 41 gegenüber der
Krümmungsfläche K zurück. Dies
hat den Vorteil, daß ein
vollständiges
Justieren des Auges gegenüber
dem Kontaktglas 12 möglich
ist und erst bei zusätzlich
aufgebrachten mechanischem Druck der Saugkanal durch Anlage der
Augenhornhaut geschlossen wird.
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8 schließlich zeigt
eine Bauweise ähnlich
der 7, jedoch sind sowohl Ringinnenfläche 46 als
auch Linsenrand 47 konisch zum Auge verjüngt ausgebildet.
Vorteilhaft ist in diesem Fall der kleinere Durchmesser der Auflagefläche des
Kontaktglases 12 auf dem Auge bei gleichzeitig großem Durchmesser
der Eintrittsfläche 23.
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Natürlich können die
hier geschilderten geometrischen Ausgestaltungen auch einzeln oder
in anderen, nicht ausdrücklich
gezeigten oder beschriebenen Kombinationen vorteilhaft eingesetzt
werden.