DE102005049123A1 - Elektromagnetventil - Google Patents
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Abstract
Die
Erfindung betrifft ein Elektromagnetventil, dessen Magnetspule (1)
am Ventilgehäuse (2)
durch ein eine Axialkraft erzeugendes Halteelement (3) fixiert ist,
wozu das Halteelement (3) vorzugsweise an der Magnetspule (1) vormontiert
ist und mit der Magnetspule (1) eine eigenständig handhabbare Baugruppe
bildet.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Elektromagnetventil nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Aus der deutschen Patentanmeldung
DE 103 11 486 A1 ist bereits ein Elektromagnetventil nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt, dessen Ventilgehäuse in einer Stufenbohrung eines Ventilaufnahmekörpers abgedichtet befestigt ist. Zur Fixierung einer Magnetspule am Ventilgehäuse erstreckt sich der Ventildom aus der Magnetspule hervor, auf den ein geeigneter Körper zum Niederhalten der Magnetspule aufgesetzt ist. Eine derartige Anordnung schließt ein selbständiges Lösen des Körpers und die damit mögliche Kontaktunterbrechung des Magnetkreises zwischen der Magnetspule und dem Ventilgehäuse nicht gänzlich aus. - Daher ist es die Aufgabe der Erfindung, ein Elektromagnetventil der eingangs genannten Art derart zu verbessern, dass eine besonders einfache und betriebssichere Befestigung und Kontaktierung der Magnetspule am Ventilgehäuse gewährleistet ist.
- Diese Aufgabe wird für ein Elektromagnetventil der angegebenen Art erfindungsgemäß durch die den Patentanspruch 1 kennzeichnenden Merkmale gelöst.
- Durch die in den Unteransprüchen aufgezeigten Maßnahmen sind zweckmäßige Ausbildungen der Erfindung angegeben, die im Zusammenhang mit den weiteren Merkmalen und Vorteilen der Erfindung nachfolgend anhand mehrerer Zeichnungen näher dargestellt und erläutert werden.
- Es zeigen:
-
1 in Perspektivansicht ein Elektromagnetventil mit den erfindungsgemäßen Merkmalen vor dem Aufsetzen der Magnetspule auf das Ventilgehäuse, -
2 ausgehend von1 eine Seitenansicht des Elektromagnetventils nach dem Aufsetzen der Magnetspule auf das Ventilgehäuse, -
3 eine Seitenansicht des Elektromagnetventils mit dem an der Magnetspule angeordnete Halteelement im Eingriff in einer Nut am Ventilgehäuse, -
4 abweichend von1 –3 in der Seitenansicht das Ventilgehäuse bündig in der Aufnahmebohrung versenkt, mit einer Anphasung der Aufnahmebohrung zur Einführung des Halteelements in die Ventilgehäusenut, -
5 eine Seitenansicht des Elektromagnetventils mit einer zu den1 –4 alternativen Haltesicherung am Halteelement, die sich radial federnd in der Aufnahmebohrung abstützt, -
6 eine Seitenansicht des Elektromagnetventils mit einer Spannschraube zur Einstellung der am Halteelement wirksamen Vorspannkraft. - Die
1 zeigt das Elektromagnetventils mit den erfindungsgemäßen Merkmalen vor dem Aufsetzen der Magnetspule1 auf das Ventilgehäuse2 , also kurz bevor die Magnetspule1 nach dem noch zu erläuternden Verfahren an dem Ventilgehäuse2 fixiert wird. Die Magnetspule1 besteht aus einem vorzugsweise glockenförmigen Jochgehäuse, das den Spulenwickelkörper mit der Drahtspulenwicklung aufnimmt. Das in Patronenbauweise ausgeführte Ventilgehäuse2 nimmt mehrere die Funktion des Ventils bestimmende Ventilbauteile, wie beispielsweise ein Ventilschließglied, einen Ventilsitz sowie einen das Ventilschließglied betätigenden Magnetanker auf, der in einer domförmig geschlossenen Ventilhülse geführt ist. Abbildungsgemäß steht die Ventilhülse entsprechend der Bauhöhe der Magnetspule1 an einem Ventilträger11 hervor, der vorzugsweise ein Bestandteil eines Verbrennungsmotors ist. In vorliegendem Ausführungsbeispiel übernimmt das in eine Aufnahmebohrung10 des Ventilträgers11 eingesetzte Elektromagnetventil die hydraulische Ansteuerung eines für Hubkolbenmotoren allgemein gebräuchlichen Gaswechselventils. - Für die einwandfreie Funktion des Elektromagnetventils ist es notwendig, dass der Magnetschluss zwischen der Magnetspule
1 und dem Ventilgehäuse2 jederzeit gewährleistet ist, sowie die hierfür notwendige Montage der Magnetspule1 am Ventilgehäuse2 automatengerecht als auch bei Bedarf manuell im Rahmen von Servicemaßnahmen möglichst einfach und sicher vollzogen werden kann. - Deshalb sieht die Erfindung vor, dass die Fixierung der Magnetspule
1 am Ventilgehäuse2 durch ein eine Axialkraft auf das Ventilgehäuse2 erzeugendes Halteelement3 erfolgt, das an der Magnetspule1 vormontiert ist und das mit der Magnetspule1 eine eigenständig handhabbare Baugruppe bildet. - Aus
1 ist hierzu zu entnehmen, dass das Halteelement3 als eine im wesentlichen U-förmig gestaltete Blattfeder (Bügelfeder) ausgebildet ist, die von oben über die Magnetspule1 aufgeschoben ist, so dass die als Greifarme4 bezeichneten Schenkelpaare des Halteelements3 mit ihren Enden mit einem Bund am Ventilgehäuse2 in Eingriff gebracht werden können, was außer in1 auch in den2 bis6 erkennbar ist. - Ferner ist aus den
1 bis6 ersichtlich, dass die auf das Ventilgehäuse2 gerichteten Enden der Greifarme4 Haken5 aufweisen, die in eine am Bund des Ventilgehäuses2 radial umlaufende Nut6 eingreifen. In den1 bis3 steht der Bund des Ventilgehäuses2 mit der Nut6 jeweils so weit aus der Aufnahmebohrung10 hervor, dass die Haken5 ungehindert in die Nut6 eingreifen können. - Das Halteelement
3 weist zwischen den Greifarmen4 einen schlaufenförmig geschwungenen Mittenabschnitt7 auf, der unter einer auf die Magnetspule1 gerichteten Axialkraft eine Streckung der Greifarme4 in Richtung des Ventilgehäuses2 bewirkt, um nach dem Eingriff der Haken5 in die Nut6 eine für den Magnetschluss einwandfreie Kontaktierung der Magnetspule1 am Ventilgehäuse2 mittels einer geeigneten Vorspannkraft des Halteelements3 zu gewährleisten. Dies wird anhand den3 bis6 deutlich. - Die beiden Greifarme
4 sind von einem entlang der Greifarme4 verschiebbaren Ring8 umgeben, der nach dem Eingriff der Haken5 in der Nut6 des Ventilgehäuses2 ein Aufspreizen der Greifarme4 verhindert. Dies ist aus den3 ,4 und6 zu erkennen. - Wie aus der
1 hervorgeht, ist der Ring8 mit dem bügelförmigen Halteelement3 vormontiert an der Magnetspule1 angeordnet, wobei für den Ring8 an dem Halteelement3 eine erste, obere Position vorgesehen ist, in welcher die Enden der Greifarme4 infolge der Formgebung und der Eigenvorspannkraft des Halteelements3 im Endbereich der Greifarme4 aufgespreizt sind, wodurch die Haken5 vorteilhaft zunächst während der Montage der Magnetspule1 auf dem Ventilgehäuse2 wirkungslos sind. Dies ist in den1 und2 gezeigt. - Für den Ring
8 ist an den Greifarmen4 eine zweite Position vorgesehen, in der die Haken5 mit dem Ventilgehäuse2 in Eingriff stehen, sobald die Greifarme4 aufeinander zugespreizt sind. Diese sogenannte zweite Position ist in den3 ,4 und6 gezeigt. - Ferner geht aus den
3 ,4 ,6 hervor, dass der Ring8 zumindest in der zweiten, unteren Position mittels einer Haltesicherung9 im Endbereich der Greifarme4 arretiert ist, wozu die Haltesicherung9 in beiden Greifarmen4 als Fanghaken ausgebildet ist. Die beiden Fanghaken sind in den Greifarmen4 auf einfache Weise durch ausgestanzte Zungen hergestellt, die in der Richtung auf das Ventilgehäuse2 als Widerhaken aus den Greifarmen4 hervorstehen. - Alternativ zeigt die
5 die Haltesicherung9 ausgeführt als eine Radialkraft erzeugende, an den unteren Enden der Greifarme4 bogenförmig ausgestanzte Spreizfeder, die sich an der Wand der Aufnahmebohrung10 abstützt. Das Ventilgehäuse2 ist deshalb mit der Nut6 am Bund13 in die Aufnahmebohrung10 abgesenkt, die auf der Höhe des Bunds13 im Durchmesser an die Haltesicherung9 angepasst ist. - Ebenso geht aus
4 eine vollständige Absenkung des patronenförmigen Ventilgehäuses2 in die Aufnahmebohrung10 hervor, mit der Besonderheit der Anphasung12 am oberen Rand der Aufnahmebohrung10 , um den Haken5 genügend Freiraum zum Einführen in die innerhalb der Aufnahmebohrung10 gelegene Nut6 zu geben. - Nachfolgend wird die Montage der Magnetspule
1 am Ventilgehäuse beschrieben. - Im ersten Schritt wird zunächst die Magnetspule
1 mit dem vormontierten Halteelement3 und dem Ring8 fluchtend über der domförmigen Ventilhülse positioniert und bis zur Kontaktierung des Bunds13 über die Ventilhülse aufgeschoben. Der Ring8 ist während der Montage zunächst mittels einer örtlichen Deformation des Halteelements3 in der oberen, sog. ersten Position gesichert. - Im zweiten Schritt (siehe
2 ) erfolgt ein Niederdrücken der Greifarme4 , bis die Haken5 die Nut6 überdecken. Dies erfolgt durch einen Druck auf die beiden nach oben gewölbten Schleifen14 des Mittenabschnitts7 , der sich zwischen den Schleifen14 an der oberen Stirnfläche der Magnetspule1 abstützt. - Im dritten Schritt (siehe
3 bzw.4 ) wird der Ring8 aus der ersten Position in die zweite Position nach unten verschoben, wodurch sich die Haken5 an den ursprünglich aufgespreizten Greifarmen4 in die Nut6 bewegen. Sobald nach Überschreiten der Haltesicherung9 der Ring8 in der abgebildeten zweiten Position verharrt, entfällt das im zweiten Schritt erwähnte Niederdrücken der Schleifen14 , so dass durch die Eigenvorspannkraft des Halteelements3 die Kontaktierung zwischen dem magnetischen Teil der Magnetspule1 und dem magnetischen Teil (Bund13 ) des Ventilgehäuses2 gewährleistet ist. - Bis auf den Ring
8 sind die voran erläuterten Montageschritte auf das Elektromagnetventil nach5 übertragbar. In5 ersetzt die als Spreizfedern an den Enden der Greifarme4 ausgeführte Haltesicherung9 , die sich in der Aufnahmebohrung10 abstützen, die Wirkungsweise des Rings8 . - Ergänzend soll bezüglich
6 auf die Besonderheit der variablen Einstellbarkeit der Vorspannkraft des Halteelements3 hingewiesen werden, wozu der Mittenbereich7 von einer Einstellschraube15 durchdrungen ist, die sich auf der oberen Stirnseite der Magnetspule1 abstützt. Um die Zugbelastung der Einstellschraube15 gleichförmig in das Halteelement3 einleiten zu können, befindet sich unterhalb des Mittenbereichs7 eine Stützscheibe16 , die das zur Einstellung der Vorspannkraft erforderliche Gewinde aufweist. -
- 1
- Magnetspule
- 2
- Ventilgehäuse
- 3
- Halteelement
- 4
- Greifarm
- 5
- Haken
- 6
- Nut
- 7
- Mittenabschnitt
- 8
- Ring
- 9
- Haltesicherung
- 10
- Aufnahmebohrung
- 11
- Ventilträger
- 12
- Anphasung
- 13
- Bund
- 14
- Schleife
- 15
- Einstellschraube
- 16
- Stützscheibe
Claims (10)
- Elektromagnetventil, dessen Magnetspule an einem Ventilgehäuse fixiert ist, das mehrere die Funktion des Ventils bestimmende Ventilbauteile, wie Ventilschließglied, Ventilsitz sowie einen das Ventilschließglied betätigenden Magnetanker aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixierung der Magnetspule (
1 ) am Ventilgehäuse (2 ) durch ein eine Axialkraft erzeugendes Halteelement (3 ) erfolgt, das vorzugsweise an der Magnetspule (1 ) vormontiert ist und das vorzugsweise mit der Magnetspule (1 ) eine eigenständig handhabbare Baugruppe bildet. - Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (
3 ) als eine im wesentlichen U-förmig gestaltete Blattfeder ausgebildet ist, die mit zwei Greifarmen (4 ) versehen ist, deren Enden mit dem Ventilgehäuse (2 ) in Eingriff stehen. - Ventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die auf das Ventilgehäuse (
2 ) gerichteten Enden der Greifarme (4 ) Haken (5 ) aufweisen, die in eine am Ventilgehäuse (2 ) radial umlaufende Nut (6 ) eingreifen. - Ventil nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (
3 ) zwischen den Greifarmen (4 ) einen schlaufenförmig geschwungenen Mittenabschnitt (7 ) aufweist, der unter einer auf die Magnetspule (1 ) gerichteten Axialkraft eine Streckung der Greifarme (4 ) in Richtung des Ventilgehäuses (2 ) bewirkt. - Ventil nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifarme (
4 ) von einem entlang der Greifarme (4 ) verschiebbaren Ring (8 ) umgeben sind, der nach dem Eingriff der Haken (5 ) am Ventilgehäuse (2 ) ein Aufspreizen der Greifarme (4 ) verhindert. - Ventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass für den Ring (
8 ) an dem Halteelement (3 ) eine erste Position vorgesehen ist, in welcher die Enden der Greifarme (4 ) mit dem Ventilgehäuse (2 ) nicht in Eingriff stehen, wozu die Greifarme (4 ) vorzugsweise aufgespreizt sind. - Ventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass für den Ring (
8 ) an dem Halteelement (3 ) eine zweite Position vorgesehen ist, in der die Enden der Greifarme (4 ) mit dem Ventilgehäuse (2 ) in Eingriff stehen, wozu die Greifarme (4 ) vorzugsweise aufeinander zugespreizt sind. - Ventil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring (
8 ) zumindest in der zweiten Position mittels einer Haltesicherung (9 ) im Bereich der Enden der Greifarme (4 ) arretiert ist. - Ventil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltesicherung (
9 ) als Widerhaken oder Fanghaken ausgebildet ist. - Ventil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltesicherung (
9 ) als eine Radialkraft erzeugende, an den Enden der Greifarme (4 ) angeordnet Spreizfeder ausgeführt ist, die sich an einer für das Ventilgehäuse (2 ) vorgesehenen Aufnahmebohrung (10 ) abstützt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE102005049123A DE102005049123A1 (de) | 2005-04-13 | 2005-10-14 | Elektromagnetventil |
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE102005017027 | 2005-04-13 | ||
| DE102005017027.7 | 2005-04-13 | ||
| DE102005049123A DE102005049123A1 (de) | 2005-04-13 | 2005-10-14 | Elektromagnetventil |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102005049123A1 true DE102005049123A1 (de) | 2006-10-19 |
Family
ID=37055568
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE102005049123A Withdrawn DE102005049123A1 (de) | 2005-04-13 | 2005-10-14 | Elektromagnetventil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE102005049123A1 (de) |
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- 2005-10-14 DE DE102005049123A patent/DE102005049123A1/de not_active Withdrawn
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