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HINDERGRUND DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Strahlblende und eine Röntgenbildgebungsvorrichtung. Insbesondere
befasst sich die vorliegende Erfindung mit einer Strahlblende, um
von aus einer Röntgenstrahlquelle
emittierte Röntgenstrahlen
auf ein Objekt durch Projektionsfenster bzw. Aperturen hindurch aufzustrahlen,
sowie eine mit der Strahlblende ausgestattete Röntgenbildgebungsvorrichtung.
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In
einer Röntgenbildgebungsvorrichtung werden
von einer Röntgenquelle
emittierte Röntgenstrahlen
auf ein Objekt durch Aperturen einer Strahlblende hindurch aufgestrahlt.
Die Strahlblende enthält
zwei Steuerringe mit Aperturen auf einer gemeinsamen Achse und die
einander axial über
einen Abstand gegenüberliegen
und unabhängig
voneinander drehbar sind, eine zwischen den zwei Steuerringen angeordnete
Lamelle, und eine Positionseinstellvorrichtung, welche eine Verschiebung
der Lamelle zu der oder von der Achse der Aperturen abhängig von einer
Rotationsdifferenz zwischen den zwei Steuerringen bewirkt (siehe
beispielsweise U.S. Patent Nr. 5689544).
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U.S.
Patent Nr. 5689544 (Spalten 3 bis 5, 1 und 2). In der vorstehenden Strahlblende nimmt
der Öffnungsgrad
jeder Apertur ab, wenn die Lamelle zu der Aperturachse hin bewegt
wird und nimmt zu, wenn die Lamelle von der Aperturachse weg bewegt
wird.
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Daher
wird der Öffnungsgrad
jeder Apertur maximal, wenn die Lamelle am weitesten von der Aperturachse
entfernt ist. Es ist erwünscht,
dass ein Maximalwert der Aperturöffnung
bei beschränkter Profilabmessung
der Strahlblende so groß wie
möglich
ist.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Daher
ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Strahlblende,
in welcher ein Maximalwert einer Aperturöffnung bei beschränkter Profilabmessung
so groß wie
möglich
ist, sowie eine Röntgenbildgebungsvorrichtung
zu schaffen, die mit einer derartigen Strahlblende ausgestattet
ist.
- (1) In einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird
zum Lösen
des vorstehend erwähnten
Problems eine Strahlblende geschaffen, welche aufweist: ein Paar
von Steuerringen mit koaxialen Aperturen für den Durchtritt von Röntgenstrahlen dadurch,
wobei das Paar der Steuerringe einander axial über einen Abstand und koaxial
unabhängig
voneinander drehbar gegenüberliegt;
eine zwischen dem Paar der Steuerringe angeordnete Lamelle; und
eine Positionseinstellvorrichtung, welche in Abhängigkeit von einer Relativrotation des
Paars der Steuerringe eine Verschiebung der Lamelle zu einer gemeinsamen
Aperturenachse hin oder davon weg bewirkt, so dass sie eine Sektorebene
beschreibt, deren Radius kontinuierlich zunimmt oder abnimmt.
- (2) In einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung zum
Lösen des
vorstehend erwähnten Problems
wird eine Rönt genbildgebungsvorrichtung
zum Erzeugen eines Röntgenbildes
durch Aufstrahlen von einer Röntgenquelle
emittierter Röntgenstahlen
auf ein Objekt durch Aperturen einer Strahlblende bereitgestellt,
wobei die Strahlblende aufweist: ein Paar Steuerringe mit koaxialen
Aperturen für
den Durchtritt von Röntgenstrahlen
durch diese, wobei das Paar der Steuerringe einander axial über einen
Abstand und koaxial unabhängig
voneinander drehbar gegenüberliegt; eine
zwischen dem Paar der Steuerringe angeordnete Lamelle; und eine
Positionseinstellvorrichtung, welche in Abhängigkeit von einer Relativrotation
des Paars der Steuerringe eine Verschiebung der Lamelle zu einer
gemeinsamen Aperturenachse hin oder davon weg bewirkt, so dass sie
eine Sektorebene beschreibt, deren Radius kontinuierlich zunimmt
oder abnimmt.
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Zum
korrekten Einstellen der Position der Lamelle ist es zu bevorzugen,
dass die Positionseinstellvorrichtung eine erste Nut, die radial
außerhalb der
Apertur in einem von dem Paar der Steuerringe ausgebildet ist, eine
zweite Nut, die gekrümmt
außerhalb
der Apertur in dem anderen Steuerring ausgebildet ist, einen ersten
Stift, um einen Endabschnitt der Lamelle gleichzeitig mit den ersten
und zweiten Nuten in Eingriff zu bringen, und einen auf dem anderen Steuerring
vorgesehenen zweiten Stift aufweist, wobei ein gegenüberliegender
Endabschnitt der Lamelle in mit dem zweiten Stift durch einen in
dem gegenüberliegenden
Endabschnitt ausgebildeten Längsschnitt
Eingriff gebracht wird.
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Bevorzugt
ist eine ebene Form der Lamelle in Bezug auf eine Mittellinie rechts
und links symmetrisch. Dieses beruht darauf, dass ein Maximalwert der
Aperturöffnung
leichter größer gemacht
werden kann.
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Bevorzugt
nimmt die Dicke der Lamelle sowohl zur rechten als auch linken Seite
hin ab. Dieses beruht darauf, dass der Anteil der absorbierten Röntgenstrahlen
allmählich
abnimmt.
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Bevorzugt
ist die Dickenabnahme der Lamelle rechts und links asymmetrisch.
Dieses beruht darauf, dass die Absorption der Röntgenstrahlen rechts und links
asymmetrisch wird.
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In
jedem von den vorstehenden Aspekten weist die Strahlblende auf:
ein Paar von Steuerringen mit koaxialen Öffnungen für den Durchtritt von Röntgenstrahlen
durch diese, wobei das Paar der Steuerringe einander axial über einen
Abstand und koaxial unabhängig
voneinander drehbar gegenüberliegt, eine
zwischen dem Paar der Steuerringe angeordnete Lamelle, und eine
Positionseinstellvorrichtung, welche abhängig von einer Relativrotation
des Paars der Steuerringe eine Verschiebung der Lamelle zu der Aperturenachse
hin oder davon weg bewirkt, so dass sie eine Sektorebene beschreibt,
deren Radius kontinuierlich zunimmt oder abnimmt. Somit ist es möglich, eine
Strahlblende, in welcher ein Maximalwert der Aperturöffnung bei
beschränkter
Profilabmessung maximal ist, sowie eine Röntgenbildgebungsvorrichtung,
die mit einer derartigen Strahlblende ausgestattet ist, zu schaffen.
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Weitere
Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der
nachstehenden Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung
gemäß Darstellung
in den beigefügten Zeichnungen
ersichtlich.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine schematische Darstellung, die den Aufbau einer Röntgenbildgebungsvorrichtung gemäß einem
Beispiel der besten Ausführungsart der
vorliegenden Erfindung darstellt.
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2 ist
eine schematische Darstellung, die den Aufbau einer Strahlblende
gemäß einem
weiteren Beispiel der besten Ausführungsart der vorliegenden
Erfindung darstellt.
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3 ist
eine schematische Darstellung, die einen Querschnitt einer Lamelle
darstellt;
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4 ist
eine schematische Darstellung, die die Geometrie einer Strahlblende
darstellt.
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5 ist
eine schematische Darstellung, die einen Teilaufbau der Strahlblende
darstellt.
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6 ist
eine schematische Darstellung, die eine Auslenkungsposition der
Lamelle darstellt.
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7 ist
eine schematische Darstellung, die eine Auslenkungsposition der
Lamelle darstellt.
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8 ist
eine schematische Darstellung, die eine Auslenkungsposition der
Lamelle darstellt.
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9 ist
eine schematische Darstellung, die eine Auslenkungsposition der
Lamelle darstellt.
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10 ist
eine schematische Darstellung, die eine Auslenkungsposition der
Lamelle darstellt.
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11 ist
eine schematische Darstellung, welche zeigt, wie sich der Radius
mit dem Durchlauf der Lamelle verändert.
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12 ist
eine schematische Darstellung, die eine effektive Apertur darstellt.
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13 ist
eine schematische Darstellung, die einen Maximalwert einer effektiven
Apertur darstellt.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Eine
beste Ausführungsart
der vorliegenden Erfindung wird hierin nachstehend unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen beschrieben. Die vorliegende Erfindung ist nicht
auf die beste Ausführungsart der
Erfindung beschränkt. 1 stellt
den Aufbau der Röntgenbildgebungsvorrichtung
dar. Diese Vorrichtung ist ein Beispiel für die beste Ausführungsart der
Erfindung. Durch den Aufbau dieser Vorrichtung wird ein Beispiel
der besten Ausführungsart
der vorliegenden Erfindung in Bezug auf die Röntgenbildgebungsvorrichtung
dargestellt.
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In
dieser Vorrichtung werden, wie es in derselben Figur dargestellt
wird, von einer Röntgenquelle 2 emittierte
Röntgenstrahlen
auf ein Objekt 8 durch Aperturen einer Strahlblende 4 hindurch
aufgestrahlt. Die ausgesendeten Röntgenstrahlen werden von einer
Röntgenempfängerplatte 10 empfangen
und ein empfangenes Lichtsignal wird in einer Photokonsole 12 verarbeitet,
um eine Abbildung des Objektes 8 zu rekonstruieren. Dieses
so rekonstruierte Röntgenbild wird
auf einer Anzeigeeinrichtung 14 der Photokonsole 12 angezeigt.
Die Konsole 12 dient auch zur Steuerung der Röntgenstrahlenquelle 2 und
der Strahlblende 4.
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2 ist
eine schematische Explosionsdarstellung, die den Aufbau eines Hauptabschnittes
der Strahlblende 4 darstellt. Diese Strahlblende ist ein Beispiel
der besten Ausführungsart
der vorliegenden Erfindung. Durch den Aufbau dieser Strahlblende wird
ein Beispiel der besten Ausführungsart
der vorliegenden Erfindung in Bezug auf die Strahlblende dargestellt.
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Gemäß Darstellung
in derselben Figur enthält
die Strahlblende 4 einen ersten Steuerring 500 und
einen zweiten Steuerring 600, welche einander parallel über einen
Abstand entlang der Achse 400 gegenüberliegen. Die Achse 400 fällt mit
der Achse des Röntgenstrahls
zusammen. Der erste Steuerring 500 und der zweite Steuerring 600 sind
aus einem röntgenabsorbierenden
Material, wie zum Wolfram (W), Molybdän (Mo) oder Blei (Pb) aufgebaut.
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Der
erste Steuerring 500 und der zweite Steuerring 600 sind
Scheiben mit einer ersten Apertur 502 bzw. einer zweiten
Apertur 602, welche eine runde Form aufweisen. Die ersten
und zweiten Aperturen 502, 602 sind konzentrische
Kreise in dem ersten bzw. zweiten Steuerringen 500, 600.
Die ersten und zweiten Aperturen 502, 602 haben
denselben Radius und haben die Achse 400 gemeinsam.
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Der
erste Steuerring 500 und der zweite Steuerring 600 weisen
eine erste Nut 504 bzw. eine zweite Nut 604 auf.
Die erste Nut 504 verläuft
in einer Außenseite
der ersten Apertur 502 senkrecht durch die Plattenoberfläche. Eine
Längsrichtung
der ersten Nut 504 entspricht der radialen Richtung des
ersten Steuerrings 500.
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Die
zweite Nut 604 ist außerhalb
der zweiten Apertur 602 ausgebildet und beschreibt einen
kreisförmigen
Bogen mit einer größeren Krümmung als der
Umfang der zweiten Apertur. Die zweite Nut 604 ist in einer
gekrümmten
Schiene 606 ausgebildet, die auf einer Oberfläche (hierin
nachstehend als die "Innenoberfläche" bezeichnet) gegenüber dem
ersten Steuerring 500 ausgebildet ist.
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Eine
Lamelle 700 ist zwischen dem ersten Steuerring 500 und
dem zweiten Steuerring 600 vorgesehen. Die Lamelle 700 ist
ebenfalls aus einem röntgenabsorbierenden
Material aufgebaut. Die Lamelle 700 ist im Allgemeinen
eine rechteckige Platte. Eine ebene Form der Lamelle 700 ist
in Bezug auf eine Mittellinie rechts und links symmetrisch. Die
Dicke der Lamelle 700 gemäß Darstellung in einer Querschnittsansicht
von 3 nimmt allmählich
zu den rechten und linken Seiten hin ab. Die Neigung der Abnahme
ist asymmetrisch.
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Die
Lamelle 700 weist an ihren beiden Enden Verlängerungsabschnitte 710 und 720 mit
unterschiedlichen Längen
auf. Der Verlängerungsabschnitt 710,
welcher der Kürzere
ist, weist ein senkrecht durch seine Plattenoberfläche ausgebildetes Loch 712 auf.
Der Verlängerungsabschnitt 720,
welcher der Längere
ist, weist einen durch seine Plattenoberfläche hindurch ausgebildeten
Schlitz 722 auf. Eine Längsrichtung
des Schlitzes 722 entspricht der Längsrichtung des Verlängerungsabschnittes 720.
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Ein
erster Stift 714 ist durch das Loch 712 durchgesteckt.
Beide Enden des ersten Stiftes 714 stecken in der erste
Nut 504 des ersten Steuerrings 500 bzw. der zweiten
Nut 604 des zweiten Steuerrings 600.
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Ein
zweiter Stift 724 ist durch den Schlitz 722 durchgesteckt.
Der zweite Schlitz 724 ist auf der Innenoberfläche des
zweiten Steuerrings 600, auf der der zweiten Nut 604 in
Bezug auf die Achse 400 gegenüberliegenden Seite angeordnet.
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Eine
derartige geometrische Beziehung ist in 4 dargestellt.
In derselben Figur bezeichnet das Bezugszeichen A die Achse 400,
B bezeichnet den Krümmungsmittelpunkt
und C bezeichnet den Mittelpunkt des zweiten Stiftes 724.
Eine mittige Position des zweiten Stiftes 724 liegt auf
einer Verlängerungslinie
der Linie AB zur B-Seite hin.
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5 stellt
dar, in welchem Zustand die Lamelle 700 an dem zweiten
Steuerring 600 befestigt ist. Gemäß Darstellung in derselben
Figur ist die Lamelle 700 an dem zweiten Steuerring 600 befestigt, wobei
ihre eine Endseite den Eingriff zwischen dem ersten Stift 714 und
der zweiten Nut 604 nutzt, und ihre gegenüberliegende
Seite den Eingriff zwischen dem Stift 722 und dem zweiten
Stift 724 nutzt. Der erste Steuerring 500 mit
der ersten Nut 504 in Eingriff mit dem ersten Stift 714 ist über den
zweiten Steuerring 600 mit der darauf montierten Blende 704 angebracht.
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Der
erste Steuerring 500 und der zweite Steuerring 600 sind
mittels eines ersten Motors 800 bzw. eines zweiten Motors 900 unabhängig voneinander
um die gemeinsame Achse 400 drehbar.
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Wenn
eine Differenz zwischen der Rotationsgeschwindigkeit des ersten
Steuerrings 500 und der des zweiten Steuerrings 60 vorliegt,
drehen sie sich in relativer Art. Man kann sagen, dass der erste
Steuerring 500 sich in Bezug auf den zweiten Steuerring 600 dreht.
Alternativ kann man sagen, dass sich der zweite Steuerring 600 in
Bezug auf den ersten Steuerring 500 dreht.
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Unter
der Annahme, dass sich der erste Steuerring 500 in Bezug
auf den zweiten Steuerring 600 dreht, wird der erste Stift 714 entlang
der zweiten Nut 604 mit der Drehung des ersten Steuerrings 500 verschoben,
wodurch die Blende 700 sich um den zweiten Stift 704 dreht.
Mit dieser Drehung lenkt die Lamelle 700 aus, so dass sie
eine Sektorebene mit dem zweiten Stift 724 als Drehpunkt
beschreibt.
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Der
die erste Nut 504, den Verlängerungsabschnitt 710,
das Loch 712, den ersten Stift 714, die zweite
Nut 604, den Verlängerungsabschnitt 720, den
Schlitz 722 und den zweiten Stift 724 enthaltende
Abschnitt ist ein Beispiel der Positionseinstellvorrichtung in der
vorliegenden Erfindung.
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Auslenkungszustände der
Lamelle 700 sind in den 6 bis 10 dargestellt.
Diese Figuren stellen aufeinanderfolgende Verschiebungen der Lamelle 7 mit
einer Drehung im Uhrzeigersinn des ersten Steuerrings 500 dar,
wobei der erste Steuerring 500 weggelassen ist.
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Gemäß Darstellung
in diesen Figuren lenkt die Lamelle von links nach rechts aus, um
so eine Sektorebene mit dem zweiten Stift 724 als Schwenkpunkt
entlang der zweiten Nut 604 zu beschreiben.
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Zu
diesem Zeitpunkt liegt der Drehmittelpunkt der Lamelle 700,
das heißt
der Mittelpunkt C des zweiten Stiftes 724 in Bezug auf
die Achse 400 weiter außen als der Krümmungsmittelpunkt
B der zweiten Nut 600, wie es in 4 dargestellt
ist, so dass der Abstand zwischen dem Drehmittelpunkt C zu der zweiten
Nut 600 abhängig
von der Auslenkposition variiert. Diese Änderung des Abstandes tritt
als eine Positionsänderung
des zweiten Stiftes 724 in dem Schlitz 722 der
Lamelle 700 auf.
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11 ist
eine Konzeptdarstellung einer artigen Auslenkung. In derselben Figur
repräsentieren P1
bis P5 Positionen des ersten Stiftes 714 in der zweiten
Nut 604 während
des Auslenkvorgangs. Insbesondere stellen P1 und P5 linke bzw. rechte
Endpositionen der zweiten Nut 604 dar, P3 stellt eine Mittenposition
dar und P2 und P4 stellen jeweils Zwischenpositionen von den linken
und rechten Enden bis zu der Mittenposition dar.
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Der
Abstand von dem Drehmittelpunkt C der zweiten Nut 604 ist
am kürzesten,
wenn sicht der erste Stift 714 bei dem linken Ende P1 oder
dem rechten Ende P5 der zweiten Nut 604 befindet, ist am
längsten,
wenn sich der erste Stift 714 bei dem Mittelpunkt P3 der
zweiten Nut 604 befindet, und ist ein Abstand zwischen
beiden Abständen,
wenn sich der erste Stift 714 bei den Zwischenpositionen
P2 und P4 befindet.
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Das
heißt,
sowohl von den rechten als auch linken Enden zu dem Mittelpunkt
der zweiten Nut 604 hin lenkt die Lamelle 700 so
aus, dass sie eine Sektorebene beschreibt, deren Radius allmählich zunimmt,
während
die Lamelle 700 von der Mitte sowohl zu den rechten als
auch linken Ende der zweiten Nut 604 so auslenkt, dass
sie eine Sektorebene zu beschreibt, deren Radius allmählich abnimmt.
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Die
Richtung von beiden Enden zu dem Mittelpunkt der zweiten Nut 604 hin
ist die Annäherungsrichtung
zu der Achse 400, während
die Richtung von dem Mittelpunkt zu beiden Enden der zweiten Nut 604 hin
die Entfernungsrichtung von der Achse 400 ist. Somit bewegt
sich die Lamelle 700 in der Annäherungsrichtung zu der oder
Entfernungsrichtung von der Achse 400 der Aperturen so,
dass sie eine Sektorebene beschreibt, deren Radius kontinuierlich zunimmt
oder abnimmt.
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Wenn
die Auslenkposition der Lamelle 700 eine gewünschte Position
erreicht hat, werden die Rotationsgeschwindigkeit des ersten Steuerrings 500 und
die des zweiten Steuerrings 600 zueinander gleich gemacht.
Demzufolge endet die Relativdrehung des ersten Steuerrings 500 und
die Lamelle 700 verbleibt beispielsweise in ihrer in 12 dargestellten
Position.
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In
diesem Zustand drehen sich sowohl der erste als auch der zweite
Steuerring 500, 600 mit gleicher Geschwindigkeit,
so dass die Lamelle 700 um die Achse 400 rotiert.
Demzufolge ist der Bereich, durch welche die Röntgenstrahlen hindurchtreten können, ohne
durch die Lamelle 700 gehindert zu werden, ein runder Bereich,
der durch eine unterbrochene Linie in derselben Figur dargestellt
ist. Dieser runde Bereich entspricht einer effektiven Apertur 100 der
Strahlblende.
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Der
Radius der effektiven Apertur 1000 ist in Form der Länge einer
Senkrechten von der Achse 400 zu einer Kante der Blende 700 gegeben.
Diese Länge
variiert abhängig
von der Auslenkanschlagsposition der Lamelle 7. Somit ist
die Strahlblende 4 eine Strahlblende mit variabler Apertur.
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Je
näher man
an den Rand der Lamelle 700 kommt, desto dünner ist
die Lamelle und der Anteil absorbierter Röntgenstrahlen nimmt dementsprechend
ab (der Anteil durchgelassener Röntgenstrahlen
nimmt zu). Daher ist außerhalb
der effektiven Apertur 100 eine Abstufung in der Weise
gegeben, dass, je näher
man sich an der effektiven Apertur 1000 befindet, die In tensität durchgelassener
Röntgenstrahlen
umso höher
ist. Da die Dickenabnahmeneigung unterschiedlich zwischen den rechten
und linken Abschnitt der Lamelle 700 gemacht ist, kann die
Abstufung in Abhängigkeit
von dem Zweck geeignet genutzt werden.
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Die
effektive Apertur 1000 wird maximal, wenn die Lamelle 700 maximal
zurückgezogen
ist. Dieser Zustand ist in 13 dargestellt.
Gemäß Darstellung
in derselben Figur liegt die Lamelle 700 in einer Position,
in welcher der größere Teil
der Lamelle aus der zweiten Apertur 602 zurückgezogen
ist, wobei nur ein Teil seiner Kante die zweite Apertur 602 überlappt.
Zu diesem Zeitpunkt wird die effektive Apertur 100 eine
Kreisfläche
mit einem Durchmesser R, wie er durch eine unterbrochene Linie dargestellt ist.
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Der
Durchmesser R, das heißt
ein Maximalwert der effektiven Apertur 100 kann so groß wie möglich gemacht
werden, indem der Zurückziehbetrag
der Lamelle 700 vergrößert wird,
um den die zweite Apertur 602 überlappenden Anteil zu verkleinern.
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Es
ist jedoch eine Abwägung
erforderlich, da ein Vorstehen der Lamelle 700 über die
Außenseite des
zweiten Steuerrings 600 vermieden werden muss.
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Diesbezüglich kann
gemäß Darstellung
in 11, da die Strahlblende 4 so aufgebaut
ist, dass der Radius der durch die Auslenkung der Lamelle 700 ausgebildeten
Sektorebene an beiden Enden am kürzesten
ist, der die zweite Apertur 602 überlappende Anteil verkleinert
werden, während
gleichzeitig ein Vorstehen der Lamelle 700 über den
zweiten Steuerring 600 hinaus vermieden wird. Somit kann
der Maximalwert einer Aperturöffnung
bei beschränkter
Profilabmessung größer gemacht
werden.
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Dass
eine ebene Form der Lamelle 700 links und rechts in Bezug
auf eine Mittellinie symmetrisch ist, erleichtert ebenfalls die
Vergrößerung des
Maximalwertes einer Aperturöffnung
bei beschränkter Profilabmessung.
Dieses beruht darauf, dass, wenn die ebene Form der Lamelle rechts
und links asymmetrisch wird, die die zweite Apertur 602 überlappende
breitere Seite größer wird
und schließlich
der Maximalwert der Öffnung
der effektiven Apertur 100 abnimmt.
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Im
Hinblick auf die Schaffung einer Strahlblende mit einem maximalen
Aperturöffnungswert
bei beschränkter
Profilabmessung weist die Strahlblende ein Paar von Steuerringen
mit koaxialen Aperturen für
den Durchtritt von Röntgenstrahlen
dadurch und die einander axial über
einen Abstand und koaxial unabhängig
voneinander drehbar gegenüberliegen,
eine zwischen dem Paar der Steuerringe angeordnete Lamelle und eine
Positionseinstellvorrichtung auf, welche in Abhängigkeit von einer Relativrotation
des Paars der Steuerringe eine Verschiebung der Lamelle zu einer
gemeinsamen Aperturenachse hin oder davon weg bewirkt, so dass sie
eine Sektorebene beschreibt, deren Radius kontinuierlich zunimmt
oder abnimmt.
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Viele
erheblich unterschiedliche Ausführungsformen
der Erfindung können
ohne Abweichung von den Erfindungsgedanken und Schutzumfang der
vorliegenden Erfindung konfiguriert werden. Es dürfte sich verstehen, dass die
vorliegende Erfindung nicht auf die in der Beschreibung dargestellten spezifischen Ausführungsformen,
sofern sie nicht in den beigefügten
Ansprüchen
definiert sind, beschränkt
ist.
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1
- 2
- Röntgenquelle
- 4
- Strahlblende
- 6
- Röntgenstrahlen
- 8
- Objekt
- 10
- Röntgenstrahlenaufnahmeplatte
- 14
- Anzeigeeinrichtung
- 12
- Photokonsole
-
2
- 200
- Achse
- 500
- Erster
Steuerring
- 502
- Erste
Apertur
- 504
- Erste
Nut
- 700
- Lamelle
- 710
- Verlängerungsabschnitt
- 712
- Loch
- 714
- Erster
Stift
- 604
- Zweite
Nut
- 606
- Schiene
- 602
- Zweite
Apertur
- 600
- Zweiter
Steuerring
- 800
- Erster
Motor
- 722
- Schlitz
- 722
- Verlängerungsabschnitt
- 724
- Zweiter
Stift
- 900
- Zweiter
Motor
-
12
- 1000
- effektive
Apertur