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DE102005048167B4 - Bohrfutter - Google Patents

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Abstract

Bohrfutter, insbesondere zum Schlagbohren, mit einem an eine Bohrspindel anschließbaren Futterkörper (1), in dem in geneigt zur Futterachse (4) verlaufenden Führungsaufnahmen (27) zwischen sich eine Aufnahme für das Bohrwerkzeug bildende Spannbacken (3) angeordnet sind, die mit einer Zahnreihe zum Öffnen und Schließen des Bohrfutters in das Gewinde eines am Futterkörper (1) drehbar geführten Gewinderings (6) eingreifen, ferner mit einer Sperreinrichtung für den Gewindering (6), bestehend aus einem koaxialen Kranz von Sperrausnehmungen (9) und aus mindestens einem Sperrglied (10), das in der Sperrstellung unter der Kraft einer Sperrfeder in die Sperrausnehmungen (9) eingerückt ist, wobei das Sperrglied (10) und die Sperrausnehmungen (9) einander in derart geneigten Flankenflächen anliegen, daß diese den Gewindering (6) in der dem Öffnen des Bohrfutters entsprechenden Drehrichtung (12) gegen Verdrehen sperren, beim Verdrehen des Gewinderings (6) in der entgegen gesetzten, also dem Schließen des Bohrfutters entsprechenden Drehrichtung (13) aber das Sperrglied (10) gegen die Kraft der Sperrfeder...

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Bohrfutter, insbesondere zum Schlagbohren, mit einem an eine Bohrspindel anschließbaren Futterkörper, in dem in geneigt zur Futterachse verlaufenden Führungsaufnahmen zwischen sich eine Aufnahme für das Bohrwerkzeug bildende Spannbacken angeordnet sind, die mit einer Zahnreihe zum Öffnen und Schließen des Bohrfutters in das Gewinde eines am Futterkörper drehbar geführten Gewinderings eingreifen, ferner mit einer Sperreinrichtung für den Gewindering, bestehend aus einem koaxialen Kranz von Sperrausnehmungen und aus mindestens einem Sperrglied, das in der Sperrstellung unter der Kraft einer Sperrfeder in die Sperrausnehmungen eingerückt ist, wobei das Sperrglied und die Sperrausnehmungen einander in derart geneigten Flankenflächen anliegen, daß diese den Gewindering in der dem Öffnen des Bohrfutters entsprechenden Drehrichtung gegen Verdrehen sperren, beim Verdrehen des Gewinderings in der entgegen gesetzten, also dem Schließen des Bohrfutters entsprechenden Drehrichtung aber das Sperrglied gegen die Kraft der Sperrfeder aus den Sperrausnehmungen herausdrücken und dadurch von Sperrausnehmung zu Sperrausnehmung verrutschen lassen, weiter mit einem zwischen ersten Anschlägen begrenzt gegenüber dem Gewindering verdrehbaren koaxialen Stellring, und mit einer in Umfangsrichtung zwei Raststellungen für den Stellring bildenden Rasteinrichtung.
  • Ein derartiges Bohrfutter ist aus der EP 0 710 518 A2 bekannt, das sich in der Praxis hervorragend bewährt hat und aufgrund seiner Robustheit und Zuverlässigkeit in sehr hohen Stückzahlen verkauft worden ist. Diese vorgenannten Vorteile sind verbunden mit einer sehr einfachen Bedienbarkeit für den Nutzer, da beim Lösen und Spannen des Bohrfutters die Sperreinrichtung zwangsbetätigt wird, also der Nutzer nur den Stellring ergreifen und in der einen oder anderen Richtung verdrehen muss. Durch die Sperreinrichtung ist im Bohrbetrieb mit hohen Beanspruchungen, insbesondere beim Schlagbohren, eine sichere Einspannung des Bohrwerkzeuges gewährleistet, auch wenn starke Vibrationen auf das Bohrfutter einwirken. Allerdings ist zu beachten, dass Bohrfutter verstärkt auch an nicht-netzgebundenen, batteriebetriebenen Bohrmaschinen zum Schrauben eingesetzt werden. Im Schraubbetrieb ist die Belastung des Bohrfutters deutlich reduziert und die Verwendung einer Sperreinrichtung nicht zwingend erforderlich. Da beim Einspannen eines Werkzeug, beispielsweise eines Schrauberbits sich zuerst die Spannbacken an den Werkzeugschaft anlegen und durch die dann auftretende Erhöhung des Drehwiderstandes die Sperreinrichtung mit dem Eingriff des Sperrgliedes in die Sperrausnehmung aktiviert wird, ratscht das Sperrglied bis zum Erreichen der gewünschten Spannkraft über die Sperrausnehmungen. Dies ist mit einem Verschleiss sowohl der Sperrausnehmungen als auch der Sperrgliedes verbunden, der beim Einsatz des Bohrfutters zum Schrauben unnötig ist.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Bohrfutter der eingangs genannten Art so auszubilden, dass es bei Beibehaltung einer einfachen Bedienbarkeit in das Belieben des Nutzers gestellt ist, ob die Sperreinrichtung aktiviert wird oder nicht.
  • Diese Aufgabe wird nach der Erfindung bei einem Bohrfutter der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass ein mit Gegenanschlägen zwischen zweiten Anschlägen des Stellringes begrenzt verdrehbarer Sperrring zur Verstellung des Sperrgliedes zwischen der Sperrstellung und der dem aus der Sperrverzahnung ausgerückten Zustand des Sperrgliedes entsprechenden Lösestellung vorgesehen ist, und daß der in der dem Öffnen des Bohrfutters entsprechenden Drehrichtung vordere zweite Anschlag in der Sperrstellung an dem Gegenanschlag anliegt.
  • Mit einem derartigen Bohrfutter ist der Vorteil verbunden, dass der Nutzer dieses in gewohnter Weise betätigen kann, wobei es insbesondere beim Öffnen des Bohrfutters keinen Unterschied bedeutet, ob die Sperreinrichtung aktiviert ist oder nicht. Der Nutzer kann also beim Einspannen eines Werkzeuges durch den Stellring die gewünschte Spannkraft erzeugen und sich dann je nach Anwendungsfall entscheiden, ob in der selben Drehrichtung, in der zuvor der Stellring verdreht worden ist, auch der Sperrring verdreht wird, um die Sperreinrichtung zu aktivieren. Wird die Sperreinrichtung aktiviert, liegt der in dem Öffnen des Bohrfutters entsprechenden Drehrichtung vordere zweite Anschlag in der Sperrstellung dem Gegenanschlag an, so dass zum Öffnen des Bohrfutters einfach der Stellring ergriffen und in der dem Öffnen entsprechenden Drehrichtung verstellt werden kann, und zwar ohne dass zuvor der Sperrring erneut betätigt werden muss. Beim Öffnen des Bohrfutters wird also der Sperrring gegenüber dem Sperrglied und dem Gewindering verdreht, bis die Raststellung der Rasteinrichtung gewechselt ist, so dass das Sperrglied aus den Sperrausnehmungen ausrückt und bei fortgesetzter Verdrehung des Stellringes eine gemeinsame Verdrehung des Stellringes, des Sperrringes und des Gewinderinges mit dem Sperrglied gegenüber dem Futterkörper erfolgt, so dass die Spannbacken verstellt werden und das Bohrfutter sich öffnet.
  • Es wird darauf hingewiesen, dass bei dem aus dem Stand der Technik bekannten Bohrfutter gemäß der EP 0 710 518 A2 der Stellring gegenüber dem Gewindering begrenzt verdrehbar ist, um das Sperrglied zwischen der Sperrstellung und der Lösestellung zu verstellen, wobei die Rasteinrichtung dazu dient, die beiden Drehlagen des Stellringes gegenüber dem Gewindering zu sichern. Bei dem erfindungsgemäßen Bohrfutter kann der Stellring gegenüber dem Gewindering auch zwei Drehlagen einnehmen, dies ist aber nicht mit einem Schalten des Sperrgliedes verbunden, wenn dieses wegen einer unterbliebenen Betätigung des Sperrringes permanent in der Lösestellung verbleibt. Wird der Sperrring zur Aktivierung der Sperreinrichtung verdreht, werden die zweiten Anschläge gewechselt. Zum Öffnen des Bohrfutters müssen die zweiten Anschläge aber nicht wieder gewechselt werden, da eine Relativdrehung des Stellringes gegenüber dem Gewindering möglich bleibt und dabei der Sperrring mitgenommen wird. Die Rasteinrichtung im Zusammenwirken mit den ersten Anschlägen gewährleistet damit durch die Festlegung der Drehlage des Stellringes eine Schleppfunktion für den Sperrring, wenn die Sperreinrichtung aktiviert ist.
  • Als besonders günstig hat es sich erwiesen, wenn der Sperrring drehbar an dem Stellring gelagert ist, da dies sowohl bei der Montage als auch bei der Betätigung Vorteile bietet, weil eine unmittelbare Zugänglichkeit des Sperrrings zum Futterkörper für die Lagerung nicht erforderlich ist.
  • Bevorzugt ist es dabei, wenn der Sperrring radial außen am Stellring gelagert ist und die Gegenanschläge an einem auf dem Innenumfang des Sperrrings ausgebildeten Sperrnocken angeordnet sind. Bei dieser Ausführungsform kann ein ästhetisches Erscheinungsbild des Bohrfutters bewahrt bleiben, bei dem keine Strukturen des Sperrrings des Ergreifen des Stellringes behindern.
  • Alternativ ist auch die Möglichkeit gegeben, dass der Sperrring gegenüber dem Stellring radial innen geführt ist und diesen mit einem die Gegenanschläge bereitstellenden Griffnocken in einem Ringfenster durchgreift. Diese Ausführungsform stellt bei dem Stellring eine vergrößerte, sich axial länger erstreckende Grifffläche zur Verfügung, die lediglich für das im Ringfenster zu unterbrechen ist.
  • Für den Nutzer angenehmer ist es dabei, wenn der Griffnocken und das Ringfenster zweifach in diametraler Anordnung vorgesehen sind.
  • Weiterhin ist im Rahmen der Erfindung vorgesehen, dass zur Steuerung des Sperrglieds eine Steuerkurve an dem Nocken ausgebildet ist, wobei durch Verdrehen des Sperrrings relativ zum Stellring in dessen dem Schließen des Bohrfutters entsprechenden Drehrichtung das Sperrglied sich aus dem ausgerücktem Zustand in den eingerückten Zustand verstellt und umgekehrt.
  • Im folgenden wird die Erfindung an in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert; es zeigen:
  • 1 ein Bohrfutter einer ersten Ausführungsform, links in einem Axialschnitt, rechts in einer Seitenansicht, jeweils in der Stellung der Spannbacken bei geringstem Spanndurchmesser und dem ungesperrten Futterzustand dargestellt,
  • 2 den Schnitt II-II aus 1 im geöffneten, entriegelten Zustand des Bohrfutters,
  • 3 den Schnitt III-III aus 1 im geöffneten, entriegelten Zustand des Bohrfutters,
  • 4 eine der 3 entsprechende Darstellung im gespannten, entriegelten Zustand des Bohrfutters,
  • 5 eine der 3 entsprechende Darstellung im gespannten, verriegelten Zustand des Bohrfutters,
  • 6 eine der 1 entsprechende Darstellung einer zweiten Ausführungsform,
  • 7 den Schnitt VII-VII aus 6,
  • 8 den Schnitt VIII-VIII aus 6 im geöffneten, entriegelten Zustand des Bohrfutters,
  • 9 eine der 8 entsprechende Darstellung im gespannten, entriegleten Zustand des Bohrfutters aus 6, und
  • 10 eine der 8 entsprechende Darstellung im gespannten, verriegeltem Zustand des Bohrfutters aus 6.
  • Die in der Zeichnung dargestellten Bohrfutter dienen zur Aufnahme eines nicht dargestellten Werkzeugs und besitzen einen Futterkörper 1 zum Anschluss an eine ebenfalls nicht dargestellte Bohrspindel. Zum Anschluss der Bohrspindel besitzt der Futterkörper 1 eine Gewindeaufnahme 2. Die Bohrfutter 1 besitzen weiterhin das Werkzeug zentrierende, axial führende und/oder einspannende Spannbacken 3, die in der zur Futterachse 4 koaxialen Werkzeugaufnahme 5 zentrisch zur Futterachse 4 verstellbar sind. Zu dieser Verstellung dient ein mit einem Gewindering 6 verbundener Stellring 15. Der Gewindering 6 ist am Futterkörper 1 drehbar geführt und axial nach hinten über ein Kugellager 7 und einen Druckring 8 am Futterkörper 1 abgestützt. Um unerwünschte Verstellungen der Spannbacken 3 zu verhindern, kann die Drehstellung des Gewinderings 6 fixiert werden, wozu eine zwischen dem Gewindering 6 und dem Futterkörper 1 ausgebildete Sperreinrichtung dient, die aus einem koaxialen Kranz von Sperrausnehmungen 9 und aus einem Sperrglied 10 besteht, wobei der eine Teil der Sperreinrichtung dem Futterkörper 1 und der andere Teil dem Gewindering 6 zugeordnet ist; bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen nämlich die Sperrausnehmungen 9 dem Futterkörper 1 und das Sperrglied 10 dem Gewindering 6. In der Sperrstellung greift das Sperrglied 10 unter der Kraft einer Sperrfeder 11 in die Sperrausnehmungen 9, wobei das Sperrglied 10 und die dieses aufnehmenden Sperrausnehmungen 9 einander in derart geneigten Flankenflächen anliegen, dass diese den Gewindering 6 in der dem Öffnen des Bohrfutters entsprechenden Drehrichtung (Pfeil 12) gegen Verdrehen verriegeln, beim Verdrehen des Gewinderings 6 mit einem dazu ausreichend großen Drehmoment in der entgegengesetzten, also dem Schließen des Bohrfutters entsprechenden Drehrichtung (Pfeil 13), das Sperrglied 10 aber gegen die Federkraft aus den Sperrausnehmungen 9 herausdrücken und von Sperrausnehmung 9 zu Sperrausnehmung 9 entlang dem Umfang des Futterkörpers 1 verrutschen lassen.
  • Das Sperrglied 10 ist drehfest in einer drehfest mit dem Gewindering 6 verbundenen Zwischenhülse 14 angeordnet, also selber drehfest mit dem Gewindering 6 verbunden, wobei die Drehlage des Stellrings 15 gegenüber dem Gewindering 6 mit der Zwischenhülse 14 und dem Sperrglied 10 zwischen zwei ersten Anschlägen 16 verstellbar ist. Der Sicherung dieser beiden Drehlagen des Stellrings 15 relativ zum Gewindering 6 dient eine Rasteinrichtung 17 mit zwei in Umfangsrichtung beabstandet angeordneten Raststellungen 18 für ein Rastglied 26. Das Sperrglied 10 kann zwischen seinen in den Sperrausnehmungen 9 eingerückten Zustand in der Sperrstellung und seinem aus dem ausgerücktem Zustand in der Lösestellung verstellt werden, wozu ein mit Gegenanschlägen 19 zwischen zweiten Anschlägen 20, 20' des Stellringes begrenzt verdrehbarer Sperrring 21 vorhanden ist, der in der dem Öffnen des Bohrfutters entsprechenden Drehrichtung 12 mit seinem Gegenanschlag 19 dem vorderen zweiten Anschlag 20' des Sperrringes 21 in der Sperrstellung anliegt (5).
  • Die 1 und 6 lassen erkennen, dass der Sperrring 21 drehbar an dem Stellring 15 gelagert ist, und zwar in dem Ausführungsbeispiel gemäß der 1 bis 5 radial außen am Stellring 15, wobei die Gegenanschläge 19 an einem auf dem Innenumfang des Sperrrings 21 ausgebildeten Sperrnocken 22 angeordnet sind. Das Ausführungsbeispiel nach den 6 bis 10 zeigt dagegen ein Bohrfutter, bei dem der Sperrring 21 gegenüber dem Stellring 15 radial innen geführt ist und diesen mit einem die Gegenanschläge 19 bereitstellenden Griffnocken 23 in einem Ringfenster 24 durchgreift, wobei die 8 erkennen läßt, dass sowohl der Griffnocken 23 als auch das Ringfenster 24 zweifach in diametraler Anordnung vorhanden sind.
  • Beiden Ausführungsformen gemeinsam ist, dass zur Steuerung des Sperrglieds 10 eine Steuerkurve 25 an den Nocken 22, 23 ausgebildet ist, wobei durch Verdrehen des Sperrrings 21 relativ zum Stellring 15 in dessen dem Schließen des Bohrfutters entsprechenden Drehrichtung 13 das Sperrglied 10 sich aus dem ausgerückten Zustand in den eingerückten Zustand verstellt und umgekehrt.
  • Der grundsätzliche Aufbau und die Funktionsweise dieser Bohrfutter ist aus der EP 0 710 518 A2 bekannt und dem einschlägigen Durchschnittsfachmann verständlich, so dass nachfolgend bei der Erläuterung der Funktionsweise der in der Zeichnung dargestellten Bohrfutter nur auf die sich aus der Erfindung ergebenden Unterschiede verwiesen wird.
  • Die 1 bis 3 zeigen ein von Hand zu spannendes Bohrfutter im geöffneten, entriegelten Zustand. Zum Einspannen des Schaftes eines Werkzeuges wird der Stellring 15 ergriffen und in Richtung des Pfeiles 13 verdreht, wobei die Zwischenhülse 14 mit dem Gewindering 6 mitgenommen wird bis der Drehwiderstand die dazu erforderliche Reibung übersteigt, beispielsweise weil die Spannbacken 3 am Schaft des Werkzeuges zur Anlage kommen. In diesem Moment wechseln die ersten Anschläge 16 bei einer Verstellung des Stellringes 15, der dadurch seine Drehlage gegenüber dem Gewindering 6 ändert.
  • Korrespondierend dazu erfolgt auch ein Wechsel des Rastgliedes 26 der Rasteinrichtung 17 zwischen den beiden Raststellungen 18, so dass ausgehend von der 3 der von der 4 dargestellte Zustand erreicht wird, der den gespannten Zustand des Bohrfutters zeigt, wenn die Spannbacken 3 sich dem Schaft des Werkzeugs anlegen. Eine Erhöhung der Spannkraft ist unverändert möglich, da die Verdrehung des Stellringes 15 in Spannrichtung 13 nicht behindert ist. Ist die vom Nutzer gewünschte (maximale) Spannkraft erreicht, kann der Nutzer durch die Verdrehung des Sperrringes 21 aus der in 4 gezeigten Position in die in 5 dargestellte Konfiguration die Sperreinrichtung betätigen, also aus der Lösestellung in die Sperrstellung übergehen. Zwar ist grundsätzlich dieser Wechsel zwischen der Lösestellung und die Sperrstellung auch möglich, bevor der Spannvorgang mit dem Erreichen der maximalen Spannkraft abgeschlossen ist, jedoch wird sinnvollerweise dieser Schaltvorgang erst nach Erreichen der gewünschten Spannkraft ausgeführt, da andernfalls das Sperrglied 10 über die Sperrausnehmungen 9 zum fortgesetzten Spannen ratschen müßte, was auch die Höhe der maximal erreichbaren Spannkraft beeinträchtigt, die also bei dem in der Zeichnung dargestellten Bohrfuttern prinzipiell höher ist als bei den vorbekannten Bohrfuttern, bei denen die Sperreinrichtung zwingend beim Spannvorgang mit betätigt werden muss und so zu gewissen Reibungsverlusten führt.
  • Ist das Werkzeug zwischen den Spannbacken 3 gespannt, kann der Nutzer durch Verdrehen des Sperrringes 21 in derselben Drehrichtung 13, in der zuvor der Stellring 15 verdreht worden ist, die Sperreinrichtung betätigen, muss dies aber nicht. Betätigt der Nutzer die Sperreinrichtung, verstellt sich der Sperrring 21 gegenüber den zweiten Anschlägen 20, 20' des Stellringes 15 und läßt dabei durch die Beaufschlagung mit der Steuerkurve 25 des Nockens 22, 23 das Sperrglied 10 in die Sperrausnehmungen 9 des Futterkörpers 1 eingreifen.
  • Zum Öffnen des Bohrfutters und Wechseln des Werkzeuges ergreift der Nutzer lediglich den Stellring 15 und verdreht diesen in der gegenüber dem Spannen entgegengesetzten Drehrichtung, nämlich in Richtung des Pfeiles 12, wobei der Nutzer dies unabhängig davon ausführen kann, welche Konfiguration vorliegt, also unabhängig davon, ob der in 4 dargestelte Zustand, der insbesondere zum Schrauben geeignet ist, oder der in 5 dargestellte Zustand vom Nutzer gewählt worden ist.
  • Der Nutzer ist also nicht gezwungen, zum Öffnen des Bohrfutters zuvor den Sperrring 21 zu betätigen, weil dieser durch den Stellring 15 mitgenommen wird, wenn ausgehend von 5 durch Verdrehen des Stellrings 15 der in 3 dargestellte Betriebszustand erreicht wird, wobei die relative Verdrehung des Stellringes 15 mit dem Sperrring 21 gegenüber dem Gewindering 6 das entriegeln ermöglicht. Dieser Betriebszustand wird auch erreicht, wenn die Sperreinrichtung nicht aktiviert ist, das Bohrfutter also zwar gespannt, aber entriegelt ist (4), da durch die begrenzte Verdrehbarkeit des Stellringes 15 gegenüber dem Gewindering 6 mit der Zwischenhülse 14 zunächst die zweiten Anschläge 20, 20' wechseln können und dann das fortgesetzte Öffnen des Spannfutters erfolgt.

Claims (5)

  1. Bohrfutter, insbesondere zum Schlagbohren, mit einem an eine Bohrspindel anschließbaren Futterkörper (1), in dem in geneigt zur Futterachse (4) verlaufenden Führungsaufnahmen (27) zwischen sich eine Aufnahme für das Bohrwerkzeug bildende Spannbacken (3) angeordnet sind, die mit einer Zahnreihe zum Öffnen und Schließen des Bohrfutters in das Gewinde eines am Futterkörper (1) drehbar geführten Gewinderings (6) eingreifen, ferner mit einer Sperreinrichtung für den Gewindering (6), bestehend aus einem koaxialen Kranz von Sperrausnehmungen (9) und aus mindestens einem Sperrglied (10), das in der Sperrstellung unter der Kraft einer Sperrfeder in die Sperrausnehmungen (9) eingerückt ist, wobei das Sperrglied (10) und die Sperrausnehmungen (9) einander in derart geneigten Flankenflächen anliegen, daß diese den Gewindering (6) in der dem Öffnen des Bohrfutters entsprechenden Drehrichtung (12) gegen Verdrehen sperren, beim Verdrehen des Gewinderings (6) in der entgegen gesetzten, also dem Schließen des Bohrfutters entsprechenden Drehrichtung (13) aber das Sperrglied (10) gegen die Kraft der Sperrfeder aus den Sperrausnehmungen (9) herausdrücken und dadurch von Sperrausnehmung (9) zu Sperrausnehmung (9) verrutschen lassen, weiter mit einem zwischen ersten Anschlägen (16) begrenzt gegenüber dem Gewindering (6) verdrehbaren koaxialen Stellring (15), und mit einer in Umfangsrichtung zwei Raststellungen (18) für den Stellring (15) bildenden Rasteinrichtung (17), dadurch gekennzeichnet, daß ein mit Gegenanschlägen (19) zwischen zweiten Anschlägen (20, 20') des Stellringes (15) begrenzt verdrehbarer Sperrring (21) zur Verstellung des Sperrgliedes (10) zwischen der Sperrstellung und der dem aus den Sperrausnehmungen (9) ausgerückten Zustand des Sperrgliedes (10) entsprechenden Lösestellung vorgesehen ist, und daß der in der dem Öffnen des Bohrfutters entsprechenden Drehrichtung (12) vordere zweite Anschlag (20') in der Sperrstellung an dem Gegenanschlag (19) anliegt.
  2. Bohrfutter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrring (21) drehbar an dem Stellring (15) gelagert ist.
  3. Bohrfutter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrring (21) radial außen am Stellring (15) gelagert ist und die Gegenanschläge (19) an einem auf dem Innenumfang des Sperrrings (21) ausgebildeten Sperrnocken (22) angeordnet sind.
  4. Bohrfutter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrring (21) gegenüber dem Stellring (15) radial innen geführt ist und diesen mit einem die Gegenanschläge (19) bereitstellenden Griffnocken (23) in einem Ringfenster (24) durchgreift.
  5. Bohrfutter nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung des Sperrglieds (10) eine Steuerkurve (25) an dem Nocken (22, 23) ausgebildet ist, wobei durch Verdrehen des Sperrrings (21) relativ zum Stellring (15) in dessen dem Schließen des Bohrfutters entsprechenden Drehrichtung (13) das Sperrglied (9) sich aus dem ausgerückten Zustand in den eingerückten Zustand verstellt und umgekehrt.
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