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DE102005047757B4 - Kommunikationssystem für Fahrzeuge, insbesondere zur Zugbeeinflussung von Schienenfahrzeugen - Google Patents

Kommunikationssystem für Fahrzeuge, insbesondere zur Zugbeeinflussung von Schienenfahrzeugen Download PDF

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DE102005047757B4
DE102005047757B4 DE200510047757 DE102005047757A DE102005047757B4 DE 102005047757 B4 DE102005047757 B4 DE 102005047757B4 DE 200510047757 DE200510047757 DE 200510047757 DE 102005047757 A DE102005047757 A DE 102005047757A DE 102005047757 B4 DE102005047757 B4 DE 102005047757B4
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Abstract

Kommunikationssystem für Fahrzeuge, insbesondere zur Zugbeeinflussung von Schienenfahrzeugen, die sich längs einer Fahrstrecke bewegen, an der Streckeneinrichtungen (5, 6) vorgesehen sind, welche Daten mit einer in den Schienenfahrzeugen angeordneten Fahrzeugeinrichtung (FE) über längs der Fahrstrecke paarweise angeordnete elektrische Leiter (1) austauschen können,
wobei zum Datenaustausch von den Strecken- und Fahrzeugeinrichtungen (5, 6, FE) jeweils elektrische Signale in die Leiter (1) ein- und ausgekoppelt werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass das durchgehende Leiterpaar in Kommunikationsabschnitte (3, 4) unterteilt und an jeden Kommunikationsabschnitt (3 und 4) eine Streckeneinrichtung (5 bzw. 6) angeschlossen ist, dass im Übergangsbereich (2) zwischen den Kommunikationsabschnitten (3, 4) eine Dämpfung, insbesondere in Form von Dämpfungselementen (7), vorgesehen sind, so dass ein in einen Kommunikationsabschnitt (3, 4) eingekoppeltes und sich als leitungsgebundene Welle ausbreitendes Signal längs des Übergangsbereichs (2) eine Signaldämpfung erfährt, so dass der von der Fahrzeugeinrichtung (FE) eines Fahrzeugs empfangene Signalpegel (P3) beim Überfahren des...

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Kommunikationssystem für Fahrzeuge, insbesondere zur Zugbeeinflussung von Schienenfahrzeugen, gemäß den Oberbegriffen der Ansprüche 1 und 2.
  • Kommunikationssysteme zur Zugbeeinflussung von Schienenfahrzeugen sind beispielsweise als Linienzugbeeinflussungssysteme (LZB-Systeme) bekannt. Dabei bewegen sich die Schienenfahrzeuge entlang von Fahrstrecken, an denen zur Kommunikation mit den Schienenfahrzeugen Streckeneinrichtungen vorgesehen sind. Die Streckeneinrichtungen sind dazu an Linienleiter angeschlossen, welche sich längs der Fahrstrecke meist zwischen den beiden Fahrschienen befinden. Die Linienleiter sind dabei jeweils als Linienleiterschleife ausgebildet, in welche die zugehörige Streckeneinrichtung elektrische Signale ein- und auskoppeln kann, die sich als leitungsgebundene Welle innerhalb der Linienleiter ausbreiten. Zur Kommunikation mit den Streckeneinrichtungen verfügen die Schienenfahrzeuge über eine Fahrzeugeinrichtung, welche auf induktivem Wege drahtlos mit den Linienleitern verbindbar sind. Die Daten werden also jeweils zwischen einer Streckeneinrichtung und einer Fahrzeugeinrichtung über den zwischengeschalteten Linienleiter ausgetauscht.
  • Die Linienleiter werden auf Stoß verlegt, d. h. ein Linienleiter folgt unmittelbar auf den anderen, wobei zwei unmittelbar hintereinander liegende Linienleiter mit hochfrequenten Signalen unterschiedlicher oder gleicher Frequenz gespeist werden.
  • Daraus ergibt sich beispielsweise der Nachteil, dass eine unterbrechungsfreie Kommunikation im Stoßbereich nicht möglich ist. Ein weiterer Nachteil der bekannten Systeme ist, dass ein Ausfall in der Streckeneinrichtung zu größeren Übertragungslücken entsprechend der Linienleiterschleifenlänge führt.
  • Der unterbrechungsfreie Übergang von einem Linienleiter zum nächsten kann bei LZB-Systemen dadurch erreicht werden, dass beim Linienleiterwechsel streckenseitig synchron zur Bewegung des Schienenfahrzeugs auf den nächsten Linienleiter umgeschaltet wird, was die Nutzung anwenderspezifischer Daten des LZB-Systems voraussetzt, wie beispielsweise den Fahrzeugort, die Linienleitergrenzen und die Fahrtrichtungen der Fahrzeuge. Eine unterbrechungsfreie Kommunikation wird dabei gewährleistet, indem in jedem Fahrzeug in Längsrichtung versetzte Empfangs- und Sendeantennenpaare angebracht sind.
  • Die Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer Bahnanlage eine ungestörte Kommunikation unabhängig vom LZB-System mit geringem Aufwand sicherzustellen.
  • Die Aufgabe wird gemäß den Merkmalen der Ansprüche 1 und 2 gelöst; die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Ausgestaltungen.
  • Zwar beschreibt die deutschen Patentanmeldung DE 41 02 802 A1 eine Einrichtung zum Feinpositionieren eines schienengebundenen Fahrzeuges an einem vorgegebenen Haltepunkt, die eine Leiterschleife mit zwei Leitern aufweist. Dabei ändern sich die elektrischen Übertragungseigenschaften der Leiterschleife in Abhängigkeit des jeweiligen Abstands von dem Haltepunkt dadurch, dass sich der Abstand der beiden Leiter der Leiterschleife bei Annäherung an den Haltepunkt verringert. Insbe sondere Hinweise dahingehend, ein in Kommunikationsabschnitte unterteiltes durchgehendes Leiterpaar zu verwenden, wobei an jeden Kommunikationsabschnitt eine Streckeneinrichtung angeschlossen ist, und wobei im Übergangsbereich zwischen den Kommunikationsabschnitten eine Dämpfung vorgesehen ist, liefert die bekannte Druckschrift jedoch nicht. Gleiches gilt weiterhin auch hinsichtlich des Merkmals, dass die jeweils an eine Streckeneinrichtung angeschlossenen Leiterabschnitte quer zu ihrer Längserstreckung gesehen einander überlappend angeordnet sind und im Überlappungsbereich jeder Leiterabschnitt für sich mit Dämpfungselementen versehen ist.
  • Die Patentschrift US 4 567 430 beschreibt eine Schaltung für Eisenbahnschienen, bei der die Schienen zur Trennung aufeinanderfolgender Züge in aufeinanderfolgende Abschnitte unterteilt sind, die jeweils mit einem Schaltkreis ausgestattet sind. Das Anzeigen eines Abschnittswechsels eines Fahrzeuges erfolgt bei der bekannten Anordnung mittels eines schienenseitig angebrachten elektromagnetischen Sensors.
  • Aus der deutschen Patentanmeldung DE 24 02 932 A1 ist eine Einrichtung zur linienförmigen Fahrzeugbeeinflussung bekannt, bei der entlang des Fahrwegs einzelne voneinander getrennte Linienleiter teilweise überlappend verlegt sind.
  • Eine erste erfindungsgemäße Lösung sieht vor, dass das durchgehende Leiterpaar in Kommunikationsabschnitte unterteilt und an jeden Kommunikationsabschnitt eine Streckeneinrichtung angeschlossen ist, dass im Übergangsbereich zwischen den Kommunikationsabschnitten eine Dämpfung, insbesondere in Form von Dämpfungselementen, vorgesehen sind, so dass ein in einen Kommunikationsabschnitt eingekoppeltes und sich als leitungsgebundene Welle ausbreitendes Signal längs des Übergangsbereichs eine Signaldämpfung erfährt, so dass der von der Fahrzeugeinrichtung eines Fahrzeugs empfangene Signalpegel beim Überfahren des Übergangsbereichs abnimmt, während der Signalpegel des in den unmittelbar nachfolgenden Kommunikationsabschnitt eingekoppelten Signals zunimmt, und dass dem Fahrzeug mittels der Ab- und Zunahme der Signalpegel ein Kommunikationsabschnittswechsel angezeigt ist. Die Dämpfung des Leiterpaars wird also entweder entsprechend gewählt oder aber die ohnehin vorhandene Dämpfung des Leiterpaars wird erhöht, indem zusätzliche Dämpfungselemente vorgesehen werden.
  • Eine zweite erfindungsgemäße Lösung sieht vor, dass die jeweils an eine Streckeneinrichtung angeschlossenen Leiterabschnitte quer zu ihrer Längserstreckung gesehen einander überlappend angeordnet sind, dass im Überlappungsbereich jeder Leiterabschnitt für sich derart mit Dämpfungselementen versehen ist, dass ein in einen Leiterabschnitt eingekoppeltes und sich als leitungsgebundene Welle ausbreitendes Signal längs des Überlappungsbereichs eine Signaldämpfung erfährt, so dass der von der Fahrzeugeinrichtung eines Fahrzeugs empfangene Signalpegel beim Überfahren des Überlappungsbereichs abnimmt, während der Signalpegel des in den unmittelbar nachfolgenden Kommunikationsabschnitt eingekoppelten Signals zunimmt, und dass dem Fahrzeug mittels der Ab- und Zunahme der Signalpegel ein Leiterabschnittswechsel angezeigt ist.
  • Bei beiden Lösungen ist eine Verkopplung des LZB-Systems und des Kommunikationssystems für die ungestörte Kommunikation trotz regelmäßiger Linienleiterwechsel nicht mehr erforderlich, da die Fahrzeugeinrichtung des Schienenfahrzeuges selbsttätig einen Wechsel des Kommunikationsabschnitts bzw. des entsprechenden Leiterabschnitts erkennt. Die Übergabe der Kommunikation von einem Abschnitt zum nächsten erfolgt ohne Unterbrechung und ohne dass dort Orts-, Geschwindigkeits- und/oder Fahrtrichtungsinformationen erforderlich sind. Die Lösung besteht darin, dass benachbarte Abschnitte keine scharfen Grenzen aufweisen, sondern dass ein entsprechender Übergangsbereich existiert, in dem die beiden Signale der unmittelbar aufeinander folgenden Streckeneinrichtungen ein- und ausgekoppelt werden können. Dazu arbeiten diese beiden Streckeneinrichtungen auf unterschiedlichen Frequenzen bzw. Übertragungskanälen. Vorteilhafter Weise verfügt die Fahrzeugeinrichtung dazu über zwei Empfänger, wovon nur einer zur momentanen Kommunikation genutzt werden muss, während der andere die übrigen Übertragungskanäle nach Signalen absuchen kann. Im Übergangsbereich wird der zweite Empfänger die Signale des nachfolgenden Abschnitts empfangen und so eine Umschaltung mit lückenloser Datenübertragung ermöglichen. Bei beiden Lösungen liegt eine Entkopplung von LZB-System und Kommunikationssystem vor. Das ermöglicht die Projektierung von Kommunikationssystem und LZB-System unabhängig voneinander, wodurch sich Zeit- und Kostenvorteile in der Projektabwicklung ergeben.
  • Eine technisch einfache Ausführung sieht vor, dass die Dämpfungselemente zwischen und in die beiden nebeneinander verlaufenden Leiter geschaltete Widerstände sind.
  • Um die als Wellenleiter wirksamen Leiter mit geringem Aufwand reflektionsfrei abschließen zu können, wird vorgeschlagen, dass die Widerstände als Widerstandsnetzwerk geschaltet sind.
  • Um einen sicheren Leiterabschnittswechsel zu erkennen, wird vorgeschlagen, dass die Abschwächung der Signalpegel vorgegeben ist.
  • Eine einfache vorgegebene Abschwächung sieht vor, dass diese stufenförmige erfolgt.
  • Eine kostengünstige Dämpfung lässt sich dadurch verwirklichen, dass eine kontinuierliche oder gestufte Verringerung des Abstandes der beiden Leiter vorgesehen ist.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen:
  • 1 einen Übergangsbereich eines in Kommunikationsabschnitte unterteilten durchgehenden Leiterpaars eines Kommunikationssystems,
  • 2 ein als Widerstandsnetzwerk ausgebildetes Dämpfungselement gemäß 1,
  • 3 eine örtliche Verteilung der Signalpegel im Übergangsbereich längs der Fahrstrecke,
  • 4 einen Überlappungsbereich eines aus separaten Leiterabschnitten gebildeten Kommunikationssystems, und
  • 5 eine örtliche Verteilung der Signalpegel im Überlappungsbereich längs der Fahrstrecke.
  • 1 zeigt ein Paar zweier durchgehender Leiter 1 mit einem Übergangsbereich 2 und zwei Kommunikationsabschnitten 3, 4 eines Kommunikationssystems zur Zugbeeinflussung von Schienenfahrzeugen, wobei die beiden Kommunikationsabschnitte 3, 4 durch den Übergangsbereich 2 voneinander getrennt sind. Die Schienenfahrzeuge bewegen sich auf einem nicht gezeigten Fahrstreckennetz, wobei die Leiter 1 längs der Fahrstrecken bzw. der Fahrschienen verlaufen. An die Leiter sind Streckeneinrichtungen 5, 6 angeschlossen, welche zum Datenaustausch hochfrequente elektrische Signale in die jeweils zugeordneten Kommunikationsabschnitte 3, 4 einkoppeln und eingekoppelte hochfrequente Signale wiederum empfangen können; die Streckeneinrichtungen 5, 6 verfügen dazu jeweils über einen Sender und einen Empfänger (nicht gezeigt). Dabei sind die Streckeneinrichtungen 5, 6 so ausgelegt, dass die Streckeneinrichtungen 5, 6 zweier jeweils unmittelbar benachbarter Kommunikationsabschnitte 3, 4 Signale über verschiedene Frequenzbänder aussenden. Die von den Streckeneinrichtungen 5, 6 eingekoppelten Signale breiten sich in dem Leiterpaar der Leiter 1 als leitungsgebundene Welle in Richtung der Pfeile 7a zum Übergangsbereich 2 hin als auch in Richtung der Pfeile 7b aus, wobei dessen Signalpegel bis zum Übergangsbereich 2 aufgrund der geringen Leitungsdämpfung nur geringfügig abnimmt.
  • Der Übergangsbereich 2 ist durch Dämpfungselemente 7 charakterisiert, die zwischen die Leiter 1 geschaltet sind, wobei vorzugsweise mehrere beabstandete Dämpfungselemente 7 im Übergangsbereich 2 verwendet werden. Das Signal erfährt im Übergangsbereich 2 jeweils eine vorgegebene durch die Dämpfungselemente 7 und deren Abstand voneinander definierte Dämpfung, die sich deutlich von der normalen Leitungsdämpfung unterscheidet. Die Dämpfungselemente 7 können so bemessen sein, dass der Signalpegel der sich jeweils als leitungsgebundene Welle in Pfeilrichtung 7a ausbreitenden Signale am jeweiligen Ende des Übergangsbereiches 2 nur noch vernachlässigbar ist. Der Signalpegel kann aber auch nach Passieren des Übergangsbereichs 2 noch einen wesentlichen Wert aufweisen, um zumindest noch eine Notkommunikation zu ermöglichen.
  • Ein sich in Richtung des Pfeils ZR bewegendes Schienenfahrzeug ist mit einer entsprechenden Fahrzeugeinrichtung FE ausgestattet, welche induktiv mit den Leitern 1 gekoppelt sind. Auf diese Weise kann jede, ebenfalls einen Sender und einen Empfänger aufweisende Fahrzeugeinrichtung, Signale in das aus den Leitern 1 gebildete Leiterpaar einkoppeln und aus diesen auch wieder auskoppeln (empfangen). In 1 ist die Fahr zeugeinrichtung FE des sich in Richtung des Pfeils ZR bewegenden Schienenfahrzeugs zu dem Zeitpunkt eingezeichnet, wo sie sich noch vor dem Übergangsbereich 2 befindet. Die gestrichelte Darstellung der Fahrzeugeinrichtung FE soll andeuten, dass sich diese mit dem Schienenfahrzeug bewegt. Bis zum Erreichen des ersten Dämpfungselements 7 des Übergangsbereichs 2 empfängt die Fahrzeugeinrichtung FE das Signal der Streckeneinrichtung 5 mit vollem Signalpegel. Beim Überfahren des Übergangsbereichs 2 verringert sich der durch die Fahrzeugeinrichtung FE empfangene Signalpegel stufenförmig, d.h. die Dämpfungselement 7 sind so dimensioniert, dass eine stufenförmige Abschwächung erfolgt. Allerdings ist auch jede andere geeignete Abschwächung vorgebbar.
  • Wie 1 erkennen lässt, breitet sich auch das von der Streckeneinrichtung 6 ausgesendete Signal als leitungsgebundene Welle in Pfeilrichtung 7a zum Übergangsbereich 2 hin aus, allerdings entgegengesetzt zu dem sich in Richtung des Pfeils ZR bewegenden Schienenfahrzeug. Auch dieses Signal erfährt wie das Signal der Streckeneinrichtung 5 im Übergangsbereich eine stufenförmige Abschwächung, so dass als Folge davon die Fahrzeugeinrichtung FE im Übergangsbereich sowohl das Signal der Streckeneinrichtung 5 als auch das der Streckeneinrichtung 6 empfangen kann. Dabei nimmt das von der Streckeneinrichtung 5 ausgesendete und von der Fahrzeugeinrichtung FE empfangende Signal beim Passieren des Übergangsbereichs 2 stufenförmig ab, während der Signalpegel der Streckeneinrichtung 6 des unmittelbar nachfolgenden Kommunikationsabschnitts 4 stufenförmig zunimmt. Die Fahrzeugeinheit FE ist so ausgebildet, dass sie, während sie das Signal einer Streckeneinheit empfängt, hier der Streckeneinheit 5, in der Lage ist, festzustellen, ob gleichzeitig ein Signal einer anderen Frequenz empfangbar ist. Dazu werden von der Fahrzeugeinrichtung FE die entsprechenden Frequenzbereiche jeweils abgetastet. Ein den Übergangsbereich 2 passierendes Schienenfahrzeug stellt folglich fest, dass erstens ein zweites Signal, nämlich das der Streckeneinrichtung 6, empfangbar ist und dass zweitens dessen Signalpegel in vorgegebener Weise, nämlich stufenförmig, zunimmt, während drittens gleichzeitig der Signalpegel des im Kommunikationsabschnitt 3 empfangenden Signals stufenförmig abnimmt. Auf diese Weise erkennt die Fahrzeugeinrichtung FE, dass ein Wechsel der Kommunikationsabschnitte 3, 4 vorliegt, hier der Wechsel vom Kommunikationsabschnitt 3 zum Kommunikationsabschnitt 4. Die Fahrzeugeinrichtung kann folglich anhand des erkannten Kommunikationsabschnittswechsels die Kommunikation unterbrechungsfrei mit dem Streckengerät 6 aufnehmen und die mit dem Streckengerät 5 beenden.
  • 2 zeigt ein Dämpfungselement 7, das als Widerstandsnetzwerk (Widerstände R1, R2) ausgebildet ist, wobei die Widerstände R1, R2 zwischen und in die beiden nebeneinander verlaufenden Leiter 1 geschaltet sind.
  • Die durchgehenden Leiter 1 sind zur Vermeidung von Störungseinkopplungen und zur „Symmetrierung" typischerweise in regelmäßigen Abständen gekreuzt (aus Übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellt). Das Widerstandsnetzwerk ist jeweils an ausgewählten Kreuzungsstellen der Schleifen eingebaut. Allerdings muss nicht jede Kreuzungsstelle zwangsläufig ein Widerstandsnetzwerk beinhalten.
  • 3 zeigt die normierten von einer Fahrzeugeinrichtung FE empfangbaren Pegel P in Abhängigkeit von Ort O des Schienenfahrzeugs bzw. der Fahrzeugeinrichtung FE. Man erkennt, dass der Pegel P der Streckeneinrichtung 5 und damit des Kommunikationsabschnitts 3 bei Bewegung des Schienenfahrzeugs in Richtung ZR im Übergangsbereich 2 stufenförmig abnimmt, wäh rend der Pegel P4 der Streckeneinrichtung 6 des Kommunikationsabschnitts 4 gleichzeitig stufenweise zunimmt. Dabei ist der Pegel P = m hier ein Pegel P, bei dem immer noch eine Kommunikation, also ein Datenaustausch, zwischen den Strecken- und Fahrzeugeinrichtungen 5, 6, FE stattfinden kann.
  • 4 zeigt analog zu 1 zwei unmittelbar aufeinander folgende Kommunikationsabschnitte 3, 4, an die jeweils eine Streckeneinrichtung 5, 6 angeschlossen ist, wobei die beiden Streckeneinrichtungen hochfrequente Signale aussenden (und empfangen), die sich als leitungsgebundene Wellen in Richtung der Pfeile 7a und 7b von der Einspeisungsstelle aus ausbreiten. Die Kommunikationsabschnitte 3, 4 weise hier aus elektrischen Leitern 1a, 1b gebildete Leiterabschnitte 1c, 1d auf, die beide in einem Überlappungsbereich 2a enden, in dem die Leiterabschnitte 1c, 1d einander überlappend angeordnet sind. Im Überlappungsbereich 2a ist jeder Leiterabschnitt 1c, 1d für sich, d. h. der Leiterabschnitt 1c der Leiter 1a und der Leiterabschnitt 1d der Leiter 1b, mit Dämpfungselementen 7 versehen. Im Unterschied zu der Ausführung in 1 handelt es sich hier um kein durchgehendes Leiterpaar, sondern um einander überlappende „Leiterschleifen", die so verlegt sind, dass sie sich gegenseitig weder galvanisch noch magnetisch beeinflussen (Entkopplung). Die Dämpfungselemente 7 in der 4 gehören von links nach rechts gesehen abwechselnd zum Leiterabschnitt 1c und zum Leiterabschnitt 1d. Selbstverständlich können die Dämpfungselemente 7 der beiden Leiterabschnitte 1c, 1d auch jeweils (längs der Fahrstrecke) auf gleicher Höhe liegen. Jedes Dämpfungselement 7 ist dabei wiederum als Widerstandsnetzwerk gemäß 2 ausgebildet. Zur Vermeidung von Reflexionen sollten die „Leiterschleifen" vorzugsweise mit einem Abschlusswiderstand versehen sein, der dem Wellenwiderstand am (verjüngten) Ende der Schleife entspricht.
  • Prinzipiell können Dämpfungselemente 7 allgemein auch in der kontinuierlichen Verringerung des Abstandes der beiden Leiter 1a, 1b bestehen, so dass das emittierte H-Feld wegen der so bewirkten geringeren wirksamen Fläche der „Leiterschleifen" ebenfalls kontinuierlich reduziert wird, was übrigens auch durch eine gestufte Verringerung des Abstandes der beiden Leiter 1a, 1b an den Kreuzungsstellen erzielt werden kann.
  • 5 zeigt analog zu 3 ein zugehöriges normiertes Pegeldiagramm, in dem der empfangbare Pegel P in Abhängigkeit vom Ort O des Schienenfahrzeugs bzw. der Fahrzeugeinrichtung FE dargestellt ist. Man erkennt auch hier – wie in 3 – die stufenweise Abnahme bzw. Zunahme der zugehörigen Pegel P3, P4. Allerdings sinkt der Pegel P3 nach Verlassen des Leiterabschnitts 1d auf Null ab, während der Pegel P4 beim Erreichen des Leiterabschnitts 1c von Null auf einen unteren Wert mit dem Pegel P = m springt.

Claims (7)

  1. Kommunikationssystem für Fahrzeuge, insbesondere zur Zugbeeinflussung von Schienenfahrzeugen, die sich längs einer Fahrstrecke bewegen, an der Streckeneinrichtungen (5, 6) vorgesehen sind, welche Daten mit einer in den Schienenfahrzeugen angeordneten Fahrzeugeinrichtung (FE) über längs der Fahrstrecke paarweise angeordnete elektrische Leiter (1) austauschen können, wobei zum Datenaustausch von den Strecken- und Fahrzeugeinrichtungen (5, 6, FE) jeweils elektrische Signale in die Leiter (1) ein- und ausgekoppelt werden, dadurch gekennzeichnet, dass das durchgehende Leiterpaar in Kommunikationsabschnitte (3, 4) unterteilt und an jeden Kommunikationsabschnitt (3 und 4) eine Streckeneinrichtung (5 bzw. 6) angeschlossen ist, dass im Übergangsbereich (2) zwischen den Kommunikationsabschnitten (3, 4) eine Dämpfung, insbesondere in Form von Dämpfungselementen (7), vorgesehen sind, so dass ein in einen Kommunikationsabschnitt (3, 4) eingekoppeltes und sich als leitungsgebundene Welle ausbreitendes Signal längs des Übergangsbereichs (2) eine Signaldämpfung erfährt, so dass der von der Fahrzeugeinrichtung (FE) eines Fahrzeugs empfangene Signalpegel (P3) beim Überfahren des Übergangsbereichs abnimmt, während der Signalpegel (P4) des in den unmittelbar nachfolgenden Kommunikationsabschnitt (4) eingekoppelten Signals zunimmt, und dass dem Fahrzeug mittels der Ab- und Zunahme der Signalpegel (P) ein Kommunikationsabschnittswechsel angezeigt ist.
  2. Kommunikationssystem für Fahrzeuge, insbesondere zur Zugbeeinflussung von Schienenfahrzeugen, die sich längs einer Fahrstrecke bewegen, an der Streckeneinrichtungen (5, 6) vorgesehen sind, welche Daten mit einer in den Schienenfahrzeu gen angeordneten Fahrzeugeinrichtung (FE) über sich längs der Fahrstrecke verlaufende Leiterabschnitte austauschen können, die aus mindestens zwei nebeneinander angeordneten elektrischen Leitern (1a, 1b) gebildet sind, in die zum Datenaustausch von den Strecken- und Fahrzeugeinrichtungen (5, 6, FE) jeweils elektrische Signale ein- und ausgekoppelt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils an eine Streckeneinrichtung (5, 6) angeschlossenen Leiterabschnitte (1c, 1d) quer zu ihrer Längserstreckung gesehen einander überlappend angeordnet sind, dass im Überlappungsbereich (2a) jeder Leiterabschnitt (1c, 1d) für sich derart mit Dämpfungselementen (7) versehen ist, dass ein in einen Leiterabschnitt (1c oder 1d) eingekoppeltes und sich als leitungsgebundene Welle ausbreitendes Signal längs des Überlappungsbereichs (2a) eine Signaldämpfung erfährt, so dass der von der Fahrzeugeinrichtung (FE) eines Fahrzeugs empfangene Signalpegel (P3) beim Überfahren des Überlappungsbereichs (2a) abnimmt, während der Signalpegel (P4) des in den unmittelbar nachfolgenden Kommunikationsabschnitt (4) eingekoppelten Signals zunimmt, und dass dem Fahrzeug mittels der Ab- und Zunahme der Signalpegel (P) ein Leiterabschnittswechsel angezeigt ist.
  3. Kommunikationssystem nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungselemente (7) zwischen und in die beiden nebeneinander verlaufenden Leiter (1, 1a, 1b) geschaltete Widerstände (R1, R2) sind.
  4. Kommunikationssystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Widerstände (R1, R2) als Widerstandsnetzwerk geschaltet sind.
  5. Kommunikationssystem nach einem der Ansprüche 1–4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschwächung der Signalpegel (P3, P4) vorgegeben ist.
  6. Kommunikationssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschwächung stufenförmig erfolgt.
  7. Kommunikationssystem nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfung durch eine kontinuierliche oder gestufte Verringerung des Abstandes der beiden Leiter (1a, 1b) bewirkt wird.
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