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DE102005046920A1 - Antrieb mit einem Elektromotor und einer Motorelektronik - Google Patents

Antrieb mit einem Elektromotor und einer Motorelektronik Download PDF

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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Antrieb mit einem Elektromotor, der mittels elektrischer Versorgungsleitungen an einen Umrichter angeschlossen ist, wobei motornah am Elektromotor eine Motorelektronik angeordnet ist, in der Daten hinterlegt sind, und die an zumindest eine der Versorgungsleitungen angeschlossen ist, und der Umrichter eine Umrichter-Signaleinheit und eine Umrichter-Leistungseinheit enthält. Erfindungsgemäß ist die Motorelektronik (5) mittels eines Strombegrenzers (6) an die Versorgungsleitung (4) angeschlossen, der während einer Ladephase als hochohmige Stromquelle (14) zum Aufladen eines Energiespeichers (12) der Motorelektronik (5) und während einer Kommunikationsphase niederohmig wirkt, so dass die Motorelektronik (5) während der Ladephase an die Umrichter-Leistungseinheit und während der Kommunikationsphase an die Umrichter-Signaleinheit angeschlossen ist. Somit erhält man einen Antrieb, der einen effizienten Anschluss der Motorelektronik an den Umrichter (3) ermöglicht.

Description

  • Die Erfindung betrifft gemäß Oberbegriff von Anspruch 1 einen Antrieb mit einem Elektromotor, der mittels elektrischer Versorgungsleitungen an einen Umrichter angeschlossen ist, wobei motornah am Elektromotor eine Motorelektronik angeordnet ist, in der Daten hinterlegt sind und, die an zumindest eine der Versorgungsleitungen angeschlossen ist, und der Umrichter eine Umrichter-Signaleinheit und eine Umrichter-Leistungseinheit enthält.
  • Ein derartiger Antrieb ist z.B. aus der DE 102 54 080 A1 bekannt, in der aber außerdem, wie auch in der DE 100 12 799 A1 , ein ähnlicher Antrieb beschrieben wird, bei dem für die Kommunikation zwischen der Motorelektronik und der Umrichter-Signaleinheit eine von den Versorgungsleitungen unabhängige Datenleitung vorgesehen ist.
  • Mittels der aus der Motorelektronik auslesbaren insbesondere motorspezifischen Daten, die ein elektronisches Typenschild darstellen, kann der Umrichter den Elektromotor mit einer automatisch angepassten Betriebsweise ansteuern.
  • Der Anschluss der Motorelektronik an den Umrichter ist bei den bekannten Antrieben aufgrund der Vielzahl benötigter Einzelkomponenten zum Teil mit erheblichem Aufwand verbunden. Dies gilt nicht nur beim Einsatz einer gesonderten Datenleitung, sondern auch dann, wenn die Datenkommunikation über die elektrische Versorgungsleitung erfolgt.
  • Dann ist die Motorelektronik beispielsweise mittels eines RC-Glieds aus einem Widerstand und einer parallelen Kapazität oder mittels einer Reihenschaltung mehrerer derartiger RC-Glieder an die Versorgungsleitung angeschlossen. Es sind also mindestens zwei, meistens sogar deutlich mehr Bauelemente notwendig. Darüber hinaus kann zur Erzielung einer verlustarmen Datenkommunikation ein sehr hoher Kapazitätswert erforderlich sein, so dass ein großer und damit teurer spannungsfester Kondensator verwendet werden muss.
  • Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, einen Antrieb der eingangs bezeichneten Art anzugeben, der einen effizienten Anschluss der Motorelektronik an den Umrichter ermöglicht.
  • Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Antrieb mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs 1. Der erfindungsgemäße Antrieb ist dadurch gekennzeichnet, dass die Motorelektronik mittels eines Strombegrenzers an die Versorgungsleitung angeschlossen ist, und der Strombegrenzer während einer Ladephase als hochohmige Stromquelle zum Aufladen eines Energiespeichers der Motorelektronik wirkt und während einer Kommunikationsphase niederohmig ist, so dass die Motorelektronik während der Ladephase an die Umrichter-Leistungseinheit und während der Kommunikationsphase an die Umrichter-Signaleinheit angeschlossen ist.
  • Der erfindungsgemäße Antrieb erlaubt aufgrund der Trennung in eine Ladephase und eine Kommunikationsphase einen deutlich leistungsfähigeren Anschluss der Motorelektronik an den Umrichter. Der als Koppelglied zum Einsatz kommende Strombegrenzer lässt sich ohne weiteres für beide Phasen optimiert auslegen. Besonders vorteilhaft ist die erfindungsgemäß erzielbare niederohmige Datenübertragung während der Kommunikationsphase. In der Umrichter-Signaleinheit wird das während der Kommunikationsphase von der Motorelektronik ausgesendete Datensignal mit einem höheren Signalpegel und einem besseren Signal/Rauschabstand empfangen als bei den bekannten Lösungen. Dadurch steigt die Empfangssicherheit. Das niederohmige Verhalten während der Kommunikationsphase hat keinen negativen Einfluss auf das während der Ladephase benötigte, dem gerade entgegengesetzte Verhalten des Strombegrenzers. Während der Ladephase speist die Umrichter-Leistungseinheit ein Ladesignal mit einem hohen Spannungswert von beispielsweise etwa 500 V bis 600 V in die Versorgungsleitung ein. Dadurch wirkt der Strombegrenzer wie eine hochohmige Stromquelle mit einem Widerstandswert von beispielsweise etwa 50 kΩ (= 500V/10mA) und lädt den Energiespeicher der Motorelektronik auf. Dabei ist der Ladestrom aufgrund des Strombegrenzungseffekts weitgehend unabhängig vom Spannungswert des von der Umrichter-Leistungseinheit eingespeisten Ladesignals.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Antriebs ergeben sich aus den Merkmalen der von Anspruch 1 abhängigen Ansprüche.
  • Günstig ist eine Variante, bei der der Strombegrenzer zum selbsttätigen, d.h. automatischen Wechsel zwischen dem niederohmigen und dem hochohmigen Zustand ausgelegt ist. Dann resultiert ein besonders einfacher Aufbau des Strombegrenzers mit sehr wenigen Einzelkomponenten. Grundsätzlich kann der Wechsel zwischen den Zuständen aber auch von einer überlagerten Steuer- und Überwachungsschaltung veranlasst werden.
  • Weiterhin kann der Strombegrenzer vorzugsweise zur selbsttätigen Stromreduzierung ausgelegt sein, wenn es wegen eines hohen Spannungswerts eines von der Umrichter-Leistungseinheit in die Versorgungsleitung eingespeisten Signals zu einer insbesondere verlustbedingten Erwärmung des Strombegrenzers kommt. Der hohe Spannungswert kann während der Ladephase, aber auch später während des normalen Motorbetriebs auftreten. Die Stromreduzierung führt stets zu einem Selbstschutz des Strombegrenzers vor einer Beschädigung durch Überhitzung.
  • Gemäß einer anderen günstigen Variante ist es vorgesehen, dass der Strombegrenzer bidirektional ausgebildet ist. Dann kann die Motorelektronik während der Ladephase auch mittels eines bipolaren Signals geladen werden. Darüber hinaus bietet der Strombegrenzer dann auch später während des normalen Mo torbetriebs Schutz gegenüber hohen positiven und negativen Werten der Systemspannung.
  • Bevorzugt ist es außerdem, dass der Strombegrenzer als ein Sperrschicht-Feldeffekttransistor (JFET) ausgebildet ist. Bei einem derartigen Halbleiter-Bauelement lässt sich die strombegrenzende Funktion sehr gut und auch gezielt, beispielsweise mittels entsprechender Dimensionierung seiner verschiedenen Halbleiterzonen, einstellen.
  • Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist der Strombegrenzer als antiserielle Zusammenschaltung zweier Sperrschicht-Feldeffekttransistoren ausgebildet. Dadurch wird eine bidirektionale Strombegrenzung erreicht. Die antiserielle Zusammenschaltung ist insbesondere auch auf einem einzigen Halbleitersubstrat möglich.
  • Günstig ist eine weitere Variante, bei der der Strombegrenzer mittels eines einzigen Bauelements realisiert ist. Dann ergibt sich ein minimal möglicher Aufwand für die Umsetzung des Strombegrenzers und damit den Anschluss der Motorelektronik an die Versorgungsleitung.
  • Gemäß einer anderen günstigen Variante ist es vorgesehen, dass der Strombegrenzer auf Basis des Halbleitermaterials Siliziumcarbid (SiC) realisiert ist. Dieses Halbleitermaterial eignet sich besonders gut für einen Einsatz bei hohen Spannungen, insbesondere bei Spannungen von mindestens 1 kV, und bei hohen Temperaturen, insbesondere bei Temperaturen von mehr als 200°C.
  • Weiterhin kann vorzugsweise zum Betrieb des Elektromotors eine Systemspannung von mindestens 500 V vorgesehen sein, die aufgrund der betriebsbedingten Spannungsspitzen eine Sperrfähigkeit der insbesondere auch im Strombegrenzer eingesetzten Halbleiter-Bauteile von etwa mindestens 1 kV erfordert. Damit lässt sich der Antrieb auch für leistungsstarke Anwendungen einsetzen.
  • Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung. Es zeigt
  • 1 ein Ausführungsbeispiel eines Antriebs mit einer an einem Elektromotor angeordneten Motorelektronik, die mittels eines Strombegrenzers an eine Versorgungsleitung des Elektromotors angeschlossen ist,
  • 2 den Antrieb gemäß 1 während des Ladens der Motorelektronik,
  • 3 den Antrieb gemäß 1 während einer Datenkommunikation zwischen der Motorelektronik und dem Umrichter,
  • 4 ein Diagramm mit einem durch den Strombegrenzer gemäß 1 bis 3 fließenden Strom, der über einer am Strombegrenzer abfallenden Spannung aufgetragen ist, und
  • 5 ein Diagramm mit einem maximal durch den Strombegrenzer gemäß 1 bis 3 fließenden Strom, der über einer Temperatur des Strombegrenzers aufgetragen ist.
  • Einander entsprechende Teile sind in 1 bis 5 mit denselben Bezugszeichen versehen.
  • In 1 ist ein Ausführungsbeispiel eines Antriebs 1 mit einem Elektromotor 2 und einem Umrichter 3 gezeigt. Der Umrichter 3 ist mittels elektrischer Versorgungsleitungen 4 an den Elektromotor 2 angeschlossen. Die Versorgungsleitungen 4 haben drei Einzelphasen, die wie in der Drehstromtechnik üblich mit den Buchstaben U, V und W bezeichnet sind. Am Elektromotor 2 ist motornah eine Motorelektronik 5 angeordnet, die mittels eines als Koppelglied wirkenden Strombegrenzers 6 an eine erste (= Phase U) der Versorgungsleitungen 4 angeschlossen ist. Ein zweiter Anschluss der Motorelektronik 5 ist wie aus 2 und 3 ersichtlich unmittelbar an eine zweite (= Phase V) der Versorgungsleitungen 4 geführt. Die Serienschaltung aus der Motorelektronik 5 und dem Strombegrenzer 6 ist also zwischen zwei der drei Einzelphasen der Versorgungsleitungen 4 geschaltet.
  • Bei einem anderen nicht gezeigten Ausführbeispiel eines Antriebs ist zusätzlich ein Mittelpunktleiter Mp vorgesehen. Dann kann die Motorelektronik auch zwischen einer der drei Phasen U, V, W und dem Mittelpunktleiter Mp angeschlossen sein.
  • Der Umrichter 3 enthält eine Umrichter-Leistungseinheit 7 und eine Umrichter-Signaleinheit 8, die alternative Betriebsarten bewirken und mittels eines Umschalters 9 an die Versorgungsleitungen 4, insbesondere an die Phase U, angeschlossen sind. An einem nicht näher bezeichneten Eingang ist der Umrichter 3 an ein übergeordnetes, insbesondere dreiphasiges elektrisches Versorgungsnetz 10, beispielsweise das öffentliche Energieversorgungsnetz, angeschlossen.
  • Der Umschalter 9 ist symbolisch zu verstehen. Entscheidend ist, dass eine gezielte und insbesondere steuerbare Verbindung der Umrichter-Leistungseinheit 7 und der Umrichter-Signaleinheit 8 mit den Versorgungsleitungen 4 hergestellt werden kann. Das Zu- oder Abschalten der Umrichter-Leistungseinheit 7 erfolgt vorzugsweise durch ein Freigeben bzw. Sperren der (Steuer-)Impulse der in der Umrichter-Leistungseinheit 7 eingesetzten Leistungshalbleiter. Für das das Zu- oder Abschalten der Umrichter-Signaleinheit 8 gibt es mehrere bevorzugte Möglichkeiten. Zunächst kann ein Schalter vorgesehen sein, der für einen Durchlassstrom entsprechend dem maximalen Strom der Umrichter-Signaleinheit 8 (z.B. 10 mA) ausgelegt ist. Alternativ kann ein weiterer Strombegrenzer, vergleichbar dem motorseitig angeordneten Strombegrenzer 6, vorgesehen sein. Außerdem ist es denkbar, dass ein auf den Versorgungsleitungen 4 geführtes Datensignal SD mittels einer hochohmigen und pegelbegrenzten Differenzspannungsmessung zwischen den Phasen U und V ausgekoppelt und so der Umrichter-Signaleinheit 8 zugeleitet wird.
  • Wie 2 zu entnehmen ist, hat die Motorelektronik 5 an ihrem Eingang eine Gleichrichterdiode 11, die an einen Energiespeicher in Form eines Pufferkondensators 12 angeschlossen ist. Außerdem enthält die Motorelektronik 5 einen Datenspeicher 13, in dem motorspezifische Daten des Elektromotors 2 nach Art eines elektronischen Typenschilds hinterlegt sind. Außerdem enthält die Motorelektronik 5 weitere in 2 nicht näher gezeigte Komponenten, wie einen Oszillator und ein Schieberegister oder einen Mikroprozessor.
  • Der Strombegrenzer 6 ist im Ausführungsbeispiel bidirektional, also für beide Polaritäten strombegrenzend ausgebildet. Er ist ein aus dem Halbleitermaterial Siliziumcarbid (SiC) hergestelltes Halbleiter-Bauelement und umfasst zwei antiseriell zusammengeschaltete Sperrschicht-Feldeffekttransistoren, die auf einem einzigen SiC-Substrat integriert sind. Der Strombegrenzer 6 ist folglich nur mittels eines einzigen Bauteils realisiert. Er ist für einen Spannungsbereich von bis zu über 1 kV und für einen Temperaturbereich von bis zu über 200°C ausgelegt. Derartige Strombegrenzer sind beispielsweise aus der WO 98/49733 A1 oder der WO 98/59377 A1 bekannt.
  • Im Folgenden wird auch unter Bezugnahme auf die Diagramme von 4 und 5 die Funktionsweise des Antriebs 1 näher beschrieben.
  • Vor dem Start der eigentlichen Betriebsphase des Elektromotors 2 benötigt der Umrichter 3 die in dem Datenspeicher 13 abgespeicherten motorspezifischen Daten. Dabei kann es sich um für den Elektromotor 2 charakteristische Daten oder um Informationen zum Motortyp, zur Motorleistungsklasse oder auch zur Betriebsweise des Elektromotors 2 handeln. Erst mit diesen Informationen ist der Umrichter 3 in der Lage, dem Elektromotor 2 über die Versorgungsleitungen 4 in optimaler Weise mit elektrischer Energie zu versorgen. Vorteilhafterweise müssen diese Informationen nicht von Hand am Umrichter 3 eingegeben werden, sondern der Umrichter 3 erhält diese Daten automatisch während einer dem eigentlichen Motorbetrieb vorgeschalteten Anlauf-Phase.
  • Die Anlauf-Phase zerfällt ihrerseits in zumindest eine Ladephase und zumindest eine Kommunikationsphase, wobei üblicherweise mehrere Zyklen mit abwechselnder Lade- und Kommunikationsphase vorgesehen sind.
  • Während der in 2 gezeigten Ladephase schaltet die Umrichter-Leistungseinheit 7 ein im Ausführungsbeispiel burstförmiges Ladesignal SL mit einem hohen Spannungswert von etwa 500 V bis 600 V auf die auch an den Strombegrenzer 6 angeschlossene Phase U der Versorgungsleitungen 4. Der hohe Spannungswert treibt den Strombegrenzer 6 in seine sättigungsbedingte Begrenzung.
  • Sein Arbeitspunkt liegt dann im flachen (Sättigungs-)Bereich der in 4 gezeigten Kurvenverläufe, bei denen ein durch den Strombegrenzer 6 fließender Strom ILimiter über einer am Strombegrenzer 6 abfallenden Spannung ULimiter mit einer Temperatur T des Strombegrenzers 6 als Scharparameter aufgetragen ist. In 4 gilt die Kurve mit der durchgezogenen Linie für eine Temperatur T von 25°C, die mit gestrichelter Linie für eine Temperatur T von 125°C und die mit punktierter Linie für eine Temperatur T von 175°C.
  • Im Sättigungszustand wirkt der Strombegrenzer 6 als hochohmige Stromquelle 14, die der Motorelektronik 5 im Ausführungsbeispiel einen alternierenden Ladestrom IL mit einer Amplitude von beispielsweise ±10 mA zuführt. Der Strombegrenzer 6 verhält sich wie ein schneller Kaltleiter. Er wandelt das burstförmige Ladesignal SL des Umrichters 3 in den Ladestrom IL mit bipolaren Stromimpulsen um. Deren Amplitude ist weitgehend unabhängig vom Spannungswert des Ladesignals SL. Sie wird stattdessen in erster Linie durch die Begrenzungscharakteristik des Strombegrenzers 6 bestimmt. Zumindest anfangs, d.h. bei noch nicht erwärmtem Strombegrenzer 6, wird ein Ladestrom IL mit konstantem Amplitudenwert hervorgerufen, der nach Gleichrichtung an der Gleichrichterdiode 11 den Pufferkondensator 12 auflädt.
  • Da das Ladesignal SL nur in den Phasen U und V der Versorgungsleitungen 4 geführt wird, wird der Motorelektronik 5 Energie zugeführt, ohne im Elektromotor 2 während dieser Anlauf-Phase bereits ein Drehfeld und damit ein Drehmoment zu bewirken.
  • Aufgrund der hohen Spannung tritt am Strombegrenzer 6 eine hohe Verlustleistung auf, die zu einer Erwärmung und in Folge zu einer automatischen Reduzierung des durch den Strombegrenzer 6 fließenden Stroms ILimiter und damit auch des Ladestroms IL führt. Dieses Verhalten geht aus dem Diagramm gemäß 4 und auch aus dem gemäß 5 hervor. In 5 ist der Verlauf eines Sättigungsstroms ILimiter max über einer Temperatur T des Strombegrenzers 6 aufgetragen. Der Sättigungsstrom ILimiter max ist der maximal durch den Strombegrenzer 6 fließende Strom und damit eine obere Grenze des Stromflusses. Bei Temperaturen von über 150°C kommt es zu einem starken Stromabfall. Der Strombegrenzer 6 verfügt demnach über einen inhärenten Überhitzungsschutz.
  • Trotz dieser Stromreduzierung wird dem Pufferkondensator 12 genügend Energie zugeführt, so dass er während der in 3 gezeigten Kommunikationsphase ein insbesondere hochfrequentes Datensignal SD in Richtung des Umrichters 3 aussenden kann. Zuvor wird im Umrichter 3 von der Umrichter-Leistungseinheit 7 auf die Umrichter-Signaleinheit 8 umgeschaltet, wodurch zum einen die Einspeisung des Ladesignals SL beendet und zum anderen der Eingang des Umrichters 3 hochohmig beschaltet wird. Optional kann der Beginn der Kommunikationsphase auch verzögert werden, damit der Strombegrenzer 6 abkühlt und danach bei einem höheren Sättigungsstrom ILimiter max arbeitet.
  • Das Datensignal SD wird in der Motorelektronik 5 mittels Modulation einer Datensequenz erzeugt, wobei die Datensequenz die im Datenspeicher 13 hinterlegten motorspezifischen Nutzdaten und außerdem Prüfsummen enthält. Alternativ kann das Datensignal SD auch direkt als Bitmuster übertragen werden. Das Datensignal SD wird auf einem Logikpegel gesendet, so dass am Strombegrenzer 6 während der Kommunikationsphase nur ein niedriger Spannungswert ansteht. Damit liegt sein Arbeitspunkt im linearen Bereich der in 4 gezeigten Kurvenverläufe. Der Strombegrenzer 6 wirkt dann als niederohmiger Widerstand 15, der im Ausführungsbeispiel einen Widerstandswert von höchstens 100 Ω aufweist. Aufgrund dieses niederohmigen Verhaltens gelangt das Datensignal SD praktisch ungedämpft zum Umrichter 3, so dass dort eine hohe Empfangssicherheit gegeben ist.
  • In der Umrichter-Signaleinheit 8, die auch einen nicht näher dargestellten Empfänger sowie ein Filter enthält, erfolgt gegebenenfalls eine Demodulation des Datensignals SD, um die motorspezifischen Nutzdaten aus der Datensequenz zurückzugewinnen. Gelingt dies fehlerfrei ist die Anlauf-Phase abgeschlossen. Dem Umrichter 3 stehen die zur Ansteuerung des Elektromotors 2 benötigten motorspezifischen Informationen zur Verfügung. Die normale Betriebsphase kann beginnen. Bei den dann an den Versorgungsleitungen 4 anstehenden Spannungswerten entsprechend der Systemspannung von über 500 V verhält sich der Strombegrenzer 6 wieder wie eine Stromquelle 14, de ren Strom ILimiter aufgrund des bereits beschriebenen Überhitzungsschutzes auf einen sehr niedrigen Wert begrenzt ist.
  • Der Antrieb 1 weist aufgrund des Einsatzes des besonders günstigen Strombegrenzers 6 auf SiC-Basis zahlreiche Vorteile und herausragende Eigenschaften auf. So reagiert der Strombegrenzer 6 selbsttätig und mit hoher Geschwindigkeit auf eine Beaufschlagung mit einer hohen Spannung. Es ist keine Ansteuerschaltung oder Zusatzbeschaltung erforderlich. Ebenfalls selbsttätig erfolgt so auch eine Entkopplung der Lade- und der Datenübertragungsfunktion. Allein aufgrund der Bauelemente-Eigenschaften liegen die für beide Betriebszustände erforderlichen optimalen Impedanzverhältnisse vor. Die SiC-Materialeigenschaften ermöglichen eine Auslegung des Strombegrenzers 6 für Spannungen von größer als 1 kV. Anstelle des im Ausführungsbeispiel eingesetzten bidirektionalen Strombegrenzers 6 kann ohne weiteres auch ein Strombegrenzer mit nur unidirektionaler Funktionalität realisiert werden. Beide Ausführungsformen lassen sich vorteilhafterweise in einem einzigen Bauelement implementieren. Für eine sichere Funktion sind allein die physikalischen Eigenschaften des Strombegrenzers 6 bzw. des zu seiner Herstellung verwendeten Halbleitermaterials SiC maßgeblich. So lässt sich sein Verhalten z.B. bei einer Überlastung oder dergleichen prognostizieren. Im Gegensatz hierzu muss bei einer schaltungstechnischen Realisierung das Ausfallverhalten und die Zuverlässigkeit aller eingesetzten aktiven und passiven Bauelemente betrachtet werden.

Claims (9)

  1. Antrieb mit einem Elektromotor (2), der mittels elektrischer Versorgungsleitungen (4) an einen Umrichter (3) angeschlossen ist, wobei a) motornah am Elektromotor (2) eine Motorelektronik (5) angeordnet ist, in der Daten hinterlegt sind und, die an zumindest eine der Versorgungsleitungen (4) angeschlossen ist, und b) der Umrichter (3) eine Umrichter-Signaleinheit (8) und eine Umrichter-Leistungseinheit (7) enthält, dadurch gekennzeichnet, dass c) die Motorelektronik (5) mittels eines Strombegrenzers (6) an die Versorgungsleitung (4) angeschlossen ist, und d) der Strombegrenzer (6) d1) während einer Ladephase als hochohmige Stromquelle (14) zum Aufladen eines Energiespeichers (12) der Motorelektronik (5) wirkt und d2) während einer Kommunikationsphase niederohmig ist, d3) so dass die Motorelektronik (5) während der Ladephase an die Umrichter-Leistungseinheit (7) und während der Kommunikationsphase an die Umrichter-Signaleinheit (8) angeschlossen ist.
  2. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Strombegrenzer (6) zum selbsttätigen Wechsel zwischen dem niederohmigen und dem hochohmigen Zustand ausgelegt ist.
  3. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Strombegrenzer (6) zur selbsttätigen Stromreduzierung ausgelegt ist, wenn es wegen eines hohen Spannungswerts eines von der Umrichter-Leistungseinheit (7) in die Versorgungsleitung (4) eingespeisten Signals (SL) zu einer Erwärmung des Strombegrenzers (6) kommt.
  4. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Strombegrenzer (6) bidirektional ausgebildet ist.
  5. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Strombegrenzer (6) als ein Sperrschicht-Feldeffekttransistor ausgebildet ist.
  6. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Strombegrenzer (6) als antiserielle Zusammenschaltung zweier Sperrschicht-Feldeffekttransistoren ausgebildet ist.
  7. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Strombegrenzer (6) mittels eines einzigen Bauelements realisiert ist.
  8. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Strombegrenzer (6) auf Basis des Halbleitermaterials Siliziumcarbid realisiert ist.
  9. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Betrieb des Elektromotors (2) eine Systemspannung von mindestens 500 V vorgesehen ist.
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