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DE102005046300A1 - Verfahren zum Durchführen eines Bremsvorgangs und Bremsvorrichtung - Google Patents

Verfahren zum Durchführen eines Bremsvorgangs und Bremsvorrichtung Download PDF

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DE102005046300A1
DE102005046300A1 DE102005046300A DE102005046300A DE102005046300A1 DE 102005046300 A1 DE102005046300 A1 DE 102005046300A1 DE 102005046300 A DE102005046300 A DE 102005046300A DE 102005046300 A DE102005046300 A DE 102005046300A DE 102005046300 A1 DE102005046300 A1 DE 102005046300A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
brake system
service brake
motor vehicle
control unit
temperature
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE102005046300A
Other languages
English (en)
Inventor
Mark Baijens
Oliver Huth
Markus Ohly
Thomas Dr. Meurers
Patrick Wischer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Continental Teves AG and Co OHG
Original Assignee
Continental Teves AG and Co OHG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Continental Teves AG and Co OHG filed Critical Continental Teves AG and Co OHG
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T7/00Brake-action initiating means
    • B60T7/12Brake-action initiating means for automatic initiation; for initiation not subject to will of driver or passenger
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T8/00Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
    • B60T8/32Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Regulating Braking Force (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Durchführen eines Bremsvorgangs für ein Kraftfahrzeug mit einer Betriebsbremsanlage und einer Feststellbremseinrichtung, wobei der Bremsvorgang während eines Stillstands des Kraftfahrzeugs durchgeführt wird und wobei die Betriebsbremsanlage über ein Steuergerät verfügt, welches zur Sicherung des Stillstands des Kraftfahrzeugs eine Bremskraft einstellt.
Erfindungsgemäß zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass im Bereich der Betriebsbremsanlage eine Temperatur erfasst und mit einem vorgegebenen Schwellenwert verglichen wird und dass mittels des Steuergerätes die Feststellbremseinrichtung betätigt wird, wenn festgestellt wird, dass die erfasste Temperatur größer als ein vorgegebener Schwellenwert ist.
Die Erfindung betrifft ferner eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Bremsvorrichtung für ein Kraftfahrzeug.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Durchführen eines Bremsvorgangs für ein Kraftfahrzeug mit einer Betriebsbremsanlage und einer Feststellbremseinrichtung, wobei der Bremsvorgang während eines Stillstand des Kraftfahrzeugs durchgeführt wird und wobei die Betriebsbremsanlage über ein Steuergerät verfügt, welches zur Sicherung des Stillstands des Kraftfahrzeugs eine Bremskraft einstellt.
  • Die Erfindung betrifft zudem eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung.
  • Bei Kraftfahrzeugen, die über eine fremdansteuerbare Betriebsbremsanlage oder über eine fremdansteuerbare Feststellbremse verfügen, ist es bekannt, das Fahrzeug durch eine entsprechende Ansteuerung der Betriebsbremsanlage oder der Feststellbremse im Stillstand zu halten, wobei die Betriebsbremsanlage über ein Steuergerät verfügt, welches auch zur Ansteuerung der Feststellbremseinrichtung in der Lage ist. Durch diese Funktion, die im Folgenden auch als Hold-Funktion bezeichnet ist, wird der Komfort für den Fahrer des Fahrzeugs erhöht, da er während eines Stillstands des Fahrzeugs von der Bedienung der Fahrzeugbremse entlastet wird.
  • Bevorzugt wird das Fahrzeug dabei mittels der Betriebsbremsanlage im Stillstand gehalten, da diese mit einer wesentlich höheren Dynamik und zudem mit einer geringeren Geräuschentwicklung betätigt und gelöst werden kann als die Feststellbremseinrichtung. Die Fremdansteuerung der Betriebsbremsanlage erfolgt dabei insbesondere durch die Ansteuerung einer beispielsweise als Pumpe oder als aktiver Bremskraftverstärker ausgebildete Energieversorgungseinheit anhand eines Steuerstroms, der in dem Steuergerät erzeugt wird, sowie anhand von ebenfalls mittels des Steuergerätes ansteuerbaren Ventilen, über welche die Radbremsen des Fahrzeugs mit dem Hauptbremszylinder verbunden sind.
  • Kommt es dabei jedoch zu einer Überhitzung der Betriebsbremsanlage, kann nicht mehr gewährleistet werden, dass ein zur Sicherung des Stillstands des Fahrzeugs ausreichender Bremsdruck mittels des Steuergerätes in der Betriebsbremsanlage eingestellt werden kann. So kann beispielsweise eine Überhitzung des Steuergerätes der Betriebsbremsanlage, zu der es beispielsweise kommen kann, wenn über eine längere Zeit ein hoher Steuerstrom zur Ansteuerung einer Energieversorgungseinheit erzeugt wird, zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Funktion des Steuergerätes oder sogar zu einem Ausfall des Steuergerätes führen.
  • Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren der eingangs genannten Art so weiterzuentwickeln, dass ein sicherer Stillstand des Kraftfahrzeugs auch bei einer Überhitzung der Betriebsbremsanlage gewährleistet ist.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie durch eine Bremsvorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 8 gelöst.
  • Demgemäß ist es vorgesehen, dass ein Verfahren der eingangs genannten Art so durchgeführt wird, dass im Bereich der Betriebsbremsanlage eine Temperatur erfasst und mit einem vorgegebenen Schwellenwert verglichen wird, und dass mittels des Steuergerätes die Feststellbremseinrichtung betätigt wird, wenn festgestellt wird, dass die erfasste Temperatur größer als ein vorgegebener Schwellenwert ist.
  • Mit Vorteil wird bei der Erfindung somit eine Temperatur im Bereich der Betriebsbremsanlage erfasst und mit einem vorgegebenen Schwellenwert verglichen, um eine drohende Überhitzung der Betriebsbremsanlage zu erkennen. Wird eine drohende Überhitzung daran festgestellt, dass die Temperatur den vorgegebenen Schwellenwert überschreitet, so wird vorteilhaft die Feststellbremsrichtung aktiviert, um so den Stillstand des Fahrzeugs, der mittels der Betriebsbremsanlage nicht gewährleistet werden kann, sicherzustellen. Der Bereich der Betriebsbremsanlage, in dem eine Temperatur erfasst wird, umfasst dabei die gesamte Betriebsbremsanlage bzw. die Bauteile der Betriebsbremsanlage. Insbesondere umfasst er das Steuergerät und die Energieversorgungseinheit, deren einwandfreie Funktionsweise bei einer Überlastung bzw. Überhitzung nicht gewährleistet ist.
  • Vorzugsweise ist es dabei vorgesehen, dass der Bereich der Betriebsbremsanlage, in dem eine Temperatur erfasst wird, wenigstens ein Bauteil der Betriebsbremsanlage umfasst.
  • Vorzugsweise handelt es sich bei dem Bauteil insbesondere um das Steuergerät der Betriebsbremsanlage. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist es daher vorgesehen, dass eine Betriebstemperatur des Steuergerätes mittels eines im Bereich des Steuergerätes angeordneten Temperatursensors erfasst wird, und dass die Feststellbremseinrichtung aktiviert wird, wenn festgestellt wird, dass die Temperatur des Steuergerätes größer als ein vorgegebener Schwellenwert ist.
  • In einer weiteren besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, dass eine in der Betriebsbremsanlage erzeugte Bremskraft reduziert wird, nachdem die Feststellbremseinrichtung betätigt worden ist.
  • Vorzugsweise ist es dabei vorgesehen, dass die in der Betriebsbremsanlage erzeugte Bremskraft auf den Wert Null reduziert wird, nachdem die Feststellbremseinrichtung betätigt worden ist.
  • Mit Vorteil werden die Betriebsbremsanlage bzw. deren Bauteile durch die voranstehend genannten Maßnahmen im Falle einer drohenden Überhitzung entlastet, so dass die Betriebsbremsanlage bzw. die überhitzten Bauteile der Betriebsbremsanlage abkühlen können, und die Funktionsfähigkeit der Betriebsbremsanlage bei einem erneuten Anfahren des Kraftfahrzeugs wieder sichergestellt ist.
  • Falls das Kraftfahrzeug über ein automatisiertes Getriebe verfügt, ist es in einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass das automatisierte Getriebe des Kraftfahrzeugs in einen Selbstblockierzustand versetzt wird, wenn festgestellt wird, dass die Temperatur im Bereich der Betriebsbremsanlage größer als der vorgegebene Schwellenwert ist.
  • Auf diese Weise kann das Fahrzeug besonders zuverlässig im Stillstand gehalten werden, ohne dass die Betriebsbremsanlage bzw. eines ihrer Bauteile belastet wird.
  • Unter einem automatisierten Getriebe wird hier sowohl ein Automatikgetriebe als auch ein automatisiertes Schaltgetriebe verstanden, bei dem ein Schaltgestänge mittels eines Aktuators angesteuert bzw. bewegt wird. Der Selbstblockierzustand, der üblicherweise auch als Parksperre bezeichnet wird, kann dabei beispielsweise dadurch realisiert werden, dass von mehreren Drehmomentübertragungswegen, die das automatisierte Getriebe aufweist, gleichzeitig zwei aktiviert werden, so dass das Getriebe blockiert ist.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, dass mittels des Steuergerätes die Betriebsbremsanlage des Kraftfahrzeugs betätigt wird, wenn die im Bereich der Betriebsbremsanlage erfasste Temperatur nicht größer als der vorgegebene Schwellenwert ist.
  • Vorteilhaft wird somit bei "normalen" Betriebstemperaturen in der Betriebsbremsanlage die Betriebsbremsanlage zur Sicherung des Stillstands des Kraftfahrzeugs genutzt, wodurch der Komfort bei der Hold-Funktion wie eingangs erwähnt für den Fahrer besonders hoch ist. Die Feststellbremseinrichtung wird somit mit Vorteil nur dann betätigt, wenn eine drohende Überhitzung in der Betriebsbremsanlage festgestellt wird.
  • Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine Bremsvorrichtung für ein Kraftfahrzeug, umfassend eine Betriebsbremsanla ge und eine Feststellbremseinrichtung, wobei mittels eines Steuergerätes der Betriebsbremsanlage eine Bremskraft zur Sicherung eines Stillstands des Fahrzeugs einstellbar ist. Die Bremsvorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass sie wenigstens einen im Bereich der Betriebsbremsanlage angeordneten Temperatursensor aufweist, dass eine mittels des Temperatursensors erfasste Temperatur innerhalb des Steuergeräts mit einem vorgegebenen Schwellenwert vergleichbar ist, und dass mittels des Steuergerätes die Feststellbremseinrichtung aktivierbar ist, wenn festgestellt wird, dass die erfasste Temperatur größer als der Schwellenwert ist.
  • Weitere Vorteile, Besonderheiten und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Darstellung bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der einzigen Figur.
  • Die 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Kraftfahrzeugs mit einer Betriebsbremsanlage und einer Feststellbremsanlage.
  • Das in 1 schematisch dargestellte Kraftfahrzeug wird als Ganzes mit der Bezugsziffer 1 bezeichnet. Es verfügt über eine Betriebsbremsanlage, die vorzugsweise als eine hydraulische Bremsanlage ausgeführt ist. Von dem Fahrer des Kraftfahrzeugs 1 lässt sich die Betriebsbremsanlage dabei mittels einer Betätigungseinrichtung 2 bedienen, bei der es sich beispielsweise um ein Bremspedal handelt. Die Betätigungseinrichtung 2 wirkt über einen Bremskraftverstärker 3 auf einen Hauptbremszylinder 4 ein, in dem ein Bremsdruck erzeugbar ist, der auf die Radbremsen 5 des Kraftfahrzeugs 1 übertragbar ist, um eine Bremskraft in der Betriebsbremsanlage zu erzeugen.
  • Zudem verfügt die Betriebsbremsanlage über ein Steuergerät 6, welches eine Energieversorgungseinheit oder mehrere Energieversorgungseinheiten der Betriebsbremsanlage ansteuert, mit denen sich ebenfalls ein Bremsdruck in den Radbremsen 5 aufbauen lässt.
  • Vorzugsweise ist dabei eine durch das Steuergerät ansteuerbare Hydraulikeinheit 7 vorgesehen, welche eine durch einen Elektromotor angetriebene Pumpe aufweist, mit welcher ein Bremsdruck in den Radbremsen 5 aufgebaut bzw. erhöht werden kann. Darüber hinaus sind in der Hydraulikeinheit 7 Ventile enthalten, die angesteuert werden können, um vorzugsweise radindividuell einen in den Radbremsen 5 bestehenden Bremsdruck aufrechtzuerhalten, oder den Bremsdruck in den Radbremsen 5 zu verringern. Eine derartige Hydraulikeinheit ist dabei auch Bestandteil eines dem Fachmann an sich bekannten ESP-Systems (ESP: Elektronisches Stabilitätsprogramm), bei dem mittels des Steuergerätes 6 radindividuelle Bremsvorgänge vorgenommen werden, um die Fahrstabilität des Kraftfahrzeugs 1 zu erhöhen.
  • Ferner kann die Betriebsbremsanlage als eine weitere Energieversorgungseinheit einen mittels des Steuergerätes 6 ansteuerbaren aktiven Bremskraftverstärker aufweisen, mit dem der Bremsdruck in dem Hauptbremszylinder 4 unabhängig von einer Betätigung der Betriebsbremsanlage durch den Fahrer erhöhbar ist.
  • Ferner kann es sich bei der Betriebsbremsanlage auch um eine elektrohydraulische Bremsanlage handeln, bei der Bremsbefehle des Fahrers elektronisch in dem Steuergerät 6 erfasst werden, welche dann mittels einer Energieversorgungseinheit einen den Bremsbefehlen entsprechenden Wert des Bremsdrucks in der Betriebsbremsanlage erzeugt.
  • Zur Ansteuerung der Energieversorgungseinheit, d.h. insbesondere zur Ansteuerung des die Pumpe der Hydraulikeinheit 7 antreibenden Elektromotors und des aktiven Bremskraftverstärkers sowie der Ventile der Hydraulikeinheit 7 wird in dem Steuergerät 6 eine Druckanforderung für einen Wert eines Bremsdrucks bestimmt und ein der Druckanforderung entsprechender Steuerstrom erzeugt, durch den die Hydraulikeinheit 7 bzw. der aktive Bremskraftverstärker so angesteuert werden, dass der Wert des Bremsdrucks in den Radbremsen 5 bzw. in dem Hauptbremszylinder 4 eingestellt wird.
  • Neben der Betriebsbremsanlage verfügt das Kraftfahrzeug 1 zudem über eine elektromechanische oder eine elektrohydraulische Feststellbremseinrichtung, welche durch das Steuergerät 6 der Betriebsbremsanlage ansteuerbar ist. Bei der in der 1 beispielhaft dargestellten Ausgestaltung der Feststellbremseinrichtung ist dabei ein Aktuator 8 vorgesehen, der auf die Radbremsen 5 an den Hinterrädern 9 des Kraftfahrzeugs 1 einwirkt. Dabei kann es sich beispielsweise um eine elektromechanische Feststellbremseinrichtung handeln, bei welcher der Aktuator 8 als ein Elektromotor ausgeführt ist, der die Radbremsen 5 der Hinterräder 9 über Seilzüge betätigt.
  • Den Ausgangspunkt der vorliegenden Erfindung bildet die eingangs bereits erwähnte Hold-Funktion, bei der das Kraftfahrzeug 1 automatisch, d.h. von dem Steuergerät 6 gesteuert, im Stillstand gehalten wird.
  • Die Aktivierung der Hold-Funktion erfolgt dabei in einer Ausführungsform der Erfindung durch ein von dem Fahrer während des Stillstands des Kraftfahrzeugs 1 bewirktes Aktivierungssignal. Dieses Signal kann dabei beispielsweise durch die Betätigung eines Schalters ausgelöst werden oder durch ein ein- oder mehrmaliges kurzzeitiges Erhöhen der auf die Betätigungseinrichtung 2 der Betriebsbremsanlage ausgeübten Betätigungskraft. Die kurzzeitige Erhöhung der Betätigungskraft führt dabei zu einer kurzzeitigen Erhöhung des Bremsdrucks in dem Hauptbremszylinder 4, die mittels eines Drucksensors registriert wird, welcher den Bremsdruck innerhalb des Hauptbremszylinders 4 erfasst.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Hold-Funktion automatisch aktiviert, wenn innerhalb des Steuergerätes 6 anhand der Signale der Raddrehzahlsensoren ein Stillstand des Kraftfahrzeugs 1 festgestellt wird. Dies ist dann der Fall, wenn die ermittelte Fahrzeuggeschwindigkeit unter einen vorgegebenen kleinen Schwellenwert von beispielsweise 1 km/h sinkt.
  • Bevorzugt ist es bei einwandfrei funktionierender Betriebsbremsanlage nach der Aktivierung der Hold-Funktion vorgesehen, das Kraftfahrzeug durch eine Betätigung der Betriebsbremsanlage mittels des Steuergerätes 6 im Stillstand zu halten. Nach der Aktivierung der Hold-Funktion wird dazu in dem Steuergerät 6 ein Bremsdruck bestimmt, der bei einwandfrei funktionierender Betriebsbremsanlage eine Bremskraft bewirkt, die das Kraftfahrzeug 1 im Stillstand hält. Dieser Bremsdruck wird dann durch eine entsprechende Ansteuerung des aktiven Bremskraftverstärkers und/oder der Hydraulikeinheit 7 in den Radbremsen 5 eingestellt.
  • Der zur Sicherung des Stillstands des Kraftfahrzeugs 1 erforderliche Bremsdruck wird in einer Ausführungsform der Erfin dung in dem Steuergerät 6 aus dem Bremsdruck ermittelt, den der Fahrer des Kraftfahrzeugs 1 während des vorangegangenen Anhaltevorgangs in der Betriebsbremsanlage eingestellt hat. Insbesondere, falls die Aktivierung der Hold-Funktion während eines Stillstands des Kraftfahrzeugs 1 durch den Fahrer vorgenommen wird, kann dabei der von dem Fahrer eingestellte Bremsdruck als Druckanforderung des Steuergerätes 6 übernommen werden und beispielsweise durch ein Schließen der in der Hydraulikeinheit 7 angeordneten Ventile, über welche die Radbremsen 5 mit dem Hauptbremszylinder verbunden sind, eingestellt werden.
  • In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann es auch vorgesehen sein, dass das Steuergerät 6 den Bremsdruck aus dem Längsneigungswinkel des Kraftfahrzeugs 1 und einem Wert für seine Masse eine Bremskraft berechnet, wobei zunächst eine Bremskraft berechnet wird, welche die auf das Kraftfahrzeug 1 wirkende Hangabtriebskraft FHang = m g sin(α) (m: Fahrzeugmasse) kompensiert. Die Druckanforderung wird dann so bestimmt, dass anhand des Bremsdrucks die zuvor berechnete Bremskraft bewirkt wird. Die Druckanforderung wird dann mittels des aktiven Bremskraftverstärkers und/oder der Hydraulikeinheit 7 umgesetzt wird.
  • Der Längsneigungswinkel des Fahrzeugs kann dabei mittels eines Neigungswinkelsensors und/oder mittels des Längsbeschleunigungssensors bestimmt werden. Im Stillstand gilt dabei sin(α) = –aSensor/g, wobei α den Längsneigungswinkel des Kraftfahrzeugs 1, aSensor die mittels des Längsbeschleunigungssensors erfasste Längsbeschleunigung des Kraftfahrzeugs 1 und g die Erdbeschleunigung bezeichnet. Bei Vorwärtsfahrt des Kraftfahrzeugs 1 gilt für den Längsneigungswinkel sin(α) = (dv/dt – aSensor)/g und entsprechend bei Rückwärtsfahrt sin(α) = –(dv/dt + aSensor)/g, wobei mit dv/dt die aus den Signalen der Raddrehzahlsensoren ermittelte Änderungsrate der Fahrzeuggeschwindigkeit bezeichnet ist.
  • Die Masse des Kraftfahrzeugs 1 kann dabei beispielsweise während vorangehender Bremsvorgänge anhand der eingestellten Bremskraft und der sich daraus ergebenden Fahrzeugverzögerung ermittelt werden, wobei ausgenutzt wird, dass ein Verhältnis zwischen der Bremskraft und der Fahrzeugverzögerung von der Masse des Kraftfahrzeugs 1 beeinflusst wird. Alternativ kann es vorgesehen sein, für die Fahrzeugmasse beispielsweise den Wert zu verwenden, der dem zulässigen Gesamtgewicht des Kraftfahrzeugs 1 entspricht.
  • Bei einer Überhitzung der Betriebsbremsanlage kann jedoch ihre einwandfreie Funktion nicht gewährleistet werden. Insbesondere ist es im Falle einer Überhitzung der Betriebsbremsanlage möglich, dass der in dem Steuergerät berechnete Wert des Bremsdrucks nicht eingestellt werden kann, oder eine Ansteuerung der Energieversorgungseinheit der Betriebsbremsanlage aufgrund einer Überhitzung des Steuergerätes nicht oder nur eingeschränkt möglich ist, so dass die Gefahr besteht, dass das Kraftfahrzeug 1 nicht im Stillstand gehalten werden kann.
  • Um das Kraftfahrzeug bei einer drohenden Überhitzung der Betriebsbremsanlage sicher im Stillstand halten zu können und die Betriebsbremsanlage zu entlasten, ist es im Rahmen der Erfindung vorgesehen, dass mittels des Steuergerätes 6 die Feststellbremseinrichtung zur Sicherung des Stillstands des Kraftfahrzeugs betätigt wird, wenn eine drohende Überhitzung der Betriebsbremsanlage festgestellt wird. Dazu wird durch das Steuergerät 6 ein entsprechender Steuerbefehl an den Ak tuator 8 der Feststellbremseinrichtung übermittelt, welcher vorzugsweise bewirkt, dass die Feststellbremseinrichtung vollständig zugezogen wird. Vorzugsweise wird zudem ein in der Betriebsbremsanlage vorliegender Bremsdruck auf den Wert Null reduziert, um die Betriebsbremsanlage zu entlasten.
  • Insbesondere ist es dabei im Rahmen der Erfindung vorgesehen, dass eine Betriebstemperatur des Steuergerätes 6 mittels eines in dem Steuergerät angeordneten Temperatursensors überwacht wird, um eine drohende Überhitzung des Steuergerätes festzustellen.
  • Zu einer Überhitzung des Steuergerätes 6 kann es dabei insbesondere kommen, wenn dieses über eine längere Zeit einen hohen Steuerstrom erzeugt. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn das Kraftfahrzeug 1 bei aktivierter Hold-Funktion über eine längere Zeit mittels der Betriebsbremsanlage im Stillstand gehalten wird. In diesem Fall wird die drohende Überhitzung während des Stillstands des Kraftfahrzeugs erkannt, nachdem in der zuvor beschriebenen Weise ein Bremsdruck in den Radbremsen 5 aufgebaut worden ist. Während des Stillstands des Kraftfahrzeugs erfolgt dabei eine Umsteuerung von der Betriebsbremsanlage auf die Feststellbremseinrichtung, wobei der Bremsdruck in der Betriebsbremsanlage auf den Wert Null reduziert wird, nachdem die Feststellbremseinrichtung zugezogen worden ist.
  • Ferner kann bereits bei der Aktivierung der Hold-Funktion eine drohende Überhitzung festgestellt werden. Eine Ursache hierfür kann sein, dass vor der Aktivierung der Hold-Funktion, beispielsweise während des zuvor durchgeführten Bremsvorgangs, eine hohe Zahl von ESP-Eingriffen vorgenommen wurde, bei denen in dem Steuergerät 6 über eine längere Zeit bzw. in kurzen Abständen ein Steuerstrom zur Ansteuerung der Hydraulikeinheit 7 erzeugt worden ist. In diesem Fall erfolgt die Umsteuerung von der Betriebsbremsanlage auf die Feststellbremseinrichtung sofort nach der Aktivierung der Hold-Funktion.
  • Um eine drohende Überhitzung des Steuergerätes 6 zu erkennen, wird die mittels des Temperatursensors erfasste Betriebstemperatur des Steuergerätes 6 innerhalb des Steuergerätes 6 ausgewertet, wobei diese insbesondere mit einem vorgegebenen Schwellenwert verglichen wird. Eine drohende Überhitzung des Steuergerätes 6 wird festgestellt, wenn die mittels des Temperatursensors erfasste Betriebstemperatur den vorgegebenen Schwellenwert überschreitet. Bei dem Schwellenwert handelt es sich vorzugsweise um eine kritische Temperatur, bei deren Vorliegen, die Funktion des Steuergerätes jedoch noch in ausreichendem Maße gewährleistet ist, so dass eine drohende Überhitzung rechtzeitig erkannt wird. Eine zu einem Ausfall des Steuergerätes führende Überhitzung liegt dabei bei Betriebstemperaturen vor, die vorzugsweise um einen ausreichend großen Toleranzbetrag über dem Schwellenwert liegen.
  • Wird in dieser Weise eine drohende Überhitzung des Steuergerätes 6 erkannt, so erfolgt eine Ansteuerung des Aktuators der Feststellbremseinrichtung mittels des Steuergerätes, bei der die Feststellbremseinrichtung vollständig zugezogen wird. Ferner wird der Bremsdruck in der Betriebsbremsanlage auf den Wert Null abgebaut.
  • Da die Feststellbremseinrichtung selbsttätig betätigt bleibt, braucht nachfolgend kein Steuerstrom zur Ansteuerung einer Energieversorgungseinheit mehr in dem Steuergerät 6 erzeugt werden, so dass dieses entlastet wird und auf eine normale Betriebstemperatur abkühlen kann.
  • Sofern das Kraftfahrzeug 1 über ein automatisiertes Getriebe verfügt, kann es zudem vorgesehen sein, dass mittels des Steuergerätes 6 eine Aktivierung der Parksperre des automatisierten Getriebes angefordert wird und dieses somit in einen Selbstblockierzustand versetzt wird, wenn in der zuvor beschriebenen Weise eine drohende Überhitzung des Steuergerätes festgestellt wird. Hierdurch wird der Stillstand des Kraftfahrzeugs als besonders zuverlässig gewährleistet.
  • Darüber hinaus können auch weitere Temperatursensoren im Bereich der Betriebsbremsanlage vorgesehen sein, um eine Überhitzung weiterer Bauteile der Betriebsbremsanlage festzustellen. So können beispielsweise im Bereich der Hydraulikeinheit 7 und/oder im Bereich des aktiven Bremskraftverstärkers Temperatursensoren angeordnet sein, welche die Temperatur dieser Bauteile der Betriebsbremsanlage erfassen. In gleicher Weise, wie zuvor im Zusammenhang mit der Temperaturüberwachung des Steuergerätes 6 beschrieben, werden die Betriebstemperaturen der weiteren Bauteile in dem Steuergerät 6 mit einem Schwellenwert verglichen, wobei vorzugsweise für jedes Bauteil ein individueller Schwellenwert vorgegeben wird. Für jedes Bauteil entspricht der Schwellenwert dabei einer kritischen Temperatur, bei der jedoch die Funktion des Bauteils noch in ausreichendem Maße gewährleistet ist. Eine zum Ausfall der Bauteile führende Überhitzung liegt auch hier bei Betriebstemperaturen vor, die vorzugsweise um einen ausreichend großen Toleranzbetrag über den vorgegebenen Schwellenwerten liegen.
  • Wird dabei erkannt, dass die Betriebstemperatur eines Bauteils der Betriebsbremsanlage größer als der diesem Bauteil zugeordnete Schwellenwert ist, so wird die Feststellbremseinrichtung des Kraftfahrzeugs mittels des Steuergerätes 1 betätigt. Ferner wird ein in der Betriebsbremsanlage vorliegender Bremsdruck auf den Wert Null reduziert und gegebenenfalls die Parksperre eines automatisierten Getriebes des Kraftfahrzeugs 1 aktiviert.
  • In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass dem Fahrer des Kraftfahrzeugs 1 ein Warnsignal angezeigt wird, wenn eine drohende Überhitzung des Steuergerätes 6 oder eines weiteren Bauteils der Betriebsbremsanlage festgestellt worden ist, um ihn auf die drohende Überhitzung aufmerksam zu machen.
  • Eine Beendigung der Hold-Funktion erfolgt vorzugsweise durch ein von dem Fahrer des Kraftfahrzeugs ausgelöstes Beendigungssignal oder automatisch, wenn in dem Steuergerät 6 ein Anfahrsignal erkannt worden ist. Ferner ist es vorgesehen, dass die Hold-Funktion beendet wird, wenn wie zuvor dargestellt, die Parksperre eines automatisierten Getriebes des Kraftfahrzeugs 1 aktiviert worden ist, da der Fahrer, beispielsweise bei einem Anfahrvorgang vorzugsweise selbsttätig eine Fahrstufe innerhalb des Getriebes einstellt.
  • Das genannte Beendigungssignal kann dabei beispielsweise ausgelöst werden, wenn der Fahrer die Betriebsbremsanlage des Kraftfahrzeugs betätigt, welche anhand der Signale des zur Erfassung des Bremsdrucks in dem Hauptbremszylinder 4 vorgesehenen Drucksensor erkannt werden kann, wenn sich der Bremsdruck in dem Hauptbremszylinder 4 erhöht. Das Anfahrsignal wird in einer Ausführungsform der Erfindung ausgelöst, wenn ein Fahrpedal des Kraftfahrzeugs 1 während einer vorgegebenen Zeitdauer von beispielsweise ca. 100 ms betätigt worden ist, oder wenn das Fahrpedal wenigstens um einen vorgegebenen Pedalweg von beispielsweise 3% des maximalen Pedalwegs betätigt wurde. Die Betätigung des Fahrpedals wird dabei mittels eines Pedalwegsensors am Fahrpedal ermittelt.
  • Anstelle der Überwachung des Fahrpedals oder zusätzlich kann es auch vorgesehen sein zu überprüfen, ob ein Motordrehmoment vorliegt, das ausreichend groß ist, um ein Anfahren des Kraftfahrzeugs 1 zu ermöglichen und/oder ob die Kupplung des Kraftfahrzeugs 1 geschlossen wird. Der Kupplungszustand kann dabei beispielsweise mittels eines Pedalwegsensors am Kupplungspedal ermittelt werden. Bei einem weiteren Verfahren wird das Einkuppeln erkannt, wenn das Antriebsmoment in einem vorgegebenen Bereich liegt, d.h. insbesondere größer als ein vorgegebener Schwellenwert ist, und die Änderungsrate der Motordrehzahl einen vorgegebenen Schwellenwert unterschreitet. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass zur Erkennung des Einkuppelns, bzw. Anfahrens ausschließlich Signale verwendet werden, die durch die Motorsteuerung bereitgestellt werden, und nicht auf zusätzliche Sensoren zurückgegriffen werden muss. Darüber hinaus sind ebenfalls einsetzbare Verfahren zum Ermitteln eines Anfahrens bzw. Einkuppelns beispielsweise in der deutschen Offenlegungsschrift DE 100 63 061 A1 beschrieben.
  • Weitere Bedingungen zur Auslösung des Anfahrsignals sind vorzugsweise erfüllt, wenn ein Gang in dem Getriebe des Kraftfahrzeugs 1 eingelegt ist, was mittels eines Sensors am Getriebe bzw. an der Schaltvorrichtung des Kraftfahrzeugs 1 festgestellt wird, und wenn die Betätigungseinrichtung 2 der Betriebsbremsanlage von dem Fahrer nicht betätigt wird.
  • Bei einer Auslösung des Anfahrsignals wird ein in der Betriebsbremsanlage vorliegender Bremsdruck durch das Steuergerät 6 mit einem vorgegebenen Druckabbaugradienten auf den Wert Null reduziert und die Feststellbremseinrichtung wird gelöst, falls sie betätigt wurde, so dass der Fahrer das Kraftfahrzeug 1 anfahren kann.

Claims (7)

  1. Verfahren zum Durchführen eines Bremsvorgangs für ein Kraftfahrzeug mit einer Betriebsbremsanlage und einer Feststellbremseinrichtung, wobei der Bremsvorgang während eines Stillstand des Kraftfahrzeugs durchgeführt wird und wobei die Betriebsbremsanlage über ein Steuergerät verfügt, welches zur Sicherung des Stillstands des Kraftfahrzeugs eine Bremskraft einstellt, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Betriebsbremsanlage eine Temperatur erfasst und mit einem vorgegebenen Schwellenwert verglichen wird, und dass mittels des Steuergerätes die Feststellbremseinrichtung betätigt wird, wenn festgestellt wird, dass die erfasste Temperatur größer als ein vorgegebener Schwellenwert ist.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich der Betriebsbremsanlage, in dem eine Temperatur erfasst wird, wenigstens ein Bauteil der Betriebsbremsanlage umfasst.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Betriebstemperatur des Steuergerätes mittels eines im Bereich des Steuergerätes angeordneten Temperatursensors ermittelt wird und dass die Feststellbremseinrichtung betätigt wird, wenn festgestellt wird, dass die Betriebstemperatur des Steuergerätes größer als ein vorgegebener Schwellenwert ist.
  4. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine in der Betriebsbremsanlage erzeugte Bremskraft auf den Wert Null reduziert wird, nachdem die Feststellbremseinrichtung betätigt worden ist.
  5. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das automatisierte Getriebe des Kraftfahrzeugs in einen Selbstblockierzustand versetzt wird, wenn festgestellt wird, dass die Temperatur im Bereich der Betriebsbremsanlage größer als der vorgegebene Schwellenwert ist.
  6. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Steuergerätes die Betriebsbremsanlage des Kraftfahrzeugs betätigt wird, wenn die im Bereich der Betriebsbremsanlage erfasste Temperatur nicht größer als der vorgegebene Schwellenwert ist.
  7. Bremsvorrichtung für ein Kraftfahrzeug umfassend eine Betriebsbremsanlage und eine Feststellbremseinrichtung, wobei während eines Stillstand des Kraftfahrzeugs mittels eines Steuergerätes der Betriebsbremsanlage eine Bremskraft einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens einen im Bereich der Betriebsbremsanlage angeordneten Temperatursensor aufweist, dass eine mittels des Temperatursensors erfasste Temperatur innerhalb des Steuergeräts mit einem vorgegebenen Schwellenwert vergleichbar ist, und dass mittels des Steuergerätes die Feststellbremseinrichtung aktivierbar ist, wenn fest gestellt wird, dass die erfasste Temperatur größer als der Schwellenwert ist.
DE102005046300A 2004-09-28 2005-09-27 Verfahren zum Durchführen eines Bremsvorgangs und Bremsvorrichtung Withdrawn DE102005046300A1 (de)

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