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DE102005044470A1 - Verwendung eines Metallschaumes in Strömungsmaschinen, insbesondere in Turbinen, Lüftern und Pumpen - Google Patents

Verwendung eines Metallschaumes in Strömungsmaschinen, insbesondere in Turbinen, Lüftern und Pumpen Download PDF

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DE102005044470A1
DE102005044470A1 DE200510044470 DE102005044470A DE102005044470A1 DE 102005044470 A1 DE102005044470 A1 DE 102005044470A1 DE 200510044470 DE200510044470 DE 200510044470 DE 102005044470 A DE102005044470 A DE 102005044470A DE 102005044470 A1 DE102005044470 A1 DE 102005044470A1
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metal foam
stator
stator according
flows
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DE200510044470
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English (en)
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Dieter Dr. Girlich
Andreas Förster
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ORBITER GROUP BETEILIGUNGS GmbH
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ORBITER GROUP BETEILIGUNGS GMB
ORBITER GROUP BETEILIGUNGS GmbH
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    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04DNON-POSITIVE-DISPLACEMENT PUMPS
    • F04D17/00Radial-flow pumps, e.g. centrifugal pumps; Helico-centrifugal pumps
    • F04D17/08Centrifugal pumps
    • F04D17/16Centrifugal pumps for displacing without appreciable compression
    • F04D17/167Operating by means of fibrous or porous elements, e.g. with sponge rotors

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structures Of Non-Positive Displacement Pumps (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft die Verwendung eines Metallschaumes in Strömungsmaschinen, insbesondere in Turbinen, Lüftern und Pumpen. Erfindungsgemäß wird der Rotor und/oder der Stator solcher Maschinen vollständig aus offenporigem, gegossenem Metallschaum ausgeführt. Entscheidend ist, dass dieser Metallschaum hergestellt ist unter Verwendung einer retikulierten Struktur, deren Stege durch ein- oder mehrmaliges Beschichten mittels eines organischen Materials oder verschiedener, dann bevorzugt zweier organischer Materialien, definiert verdickt wurde. Der Metallschaum wird vom Fluid von allen Seiten oder bevorzugt nur von innen nach außen angeströmt.

Description

  • Die Erfindung betrifft die Verwendung eines Metallschaumes hoher Eigenstabilität für die Herstellung von Rotoren und Statoren in Strömungsmaschinen. Die Erfindung ist bevorzugt anwendbar für Turbinen kleiner bis mittlerer Leistung, die als Antriebsaggregat, beispielsweise zur Energieversorgung in mobilen oder Blockheizkraftwerken und dergleichen, eingesetzt werden.
  • Für die Umsetzung von Strömungsenergie in nutzbare Rotationsenergie werden nach dem Stand der Technik üblicherweise Turbinen vorwiegend als Antriebsmaschinen, beispielsweise zur Erzeugung von Elektroenergie, eingesetzt, wobei die angetriebene Welle der Turbine über Kupplungsmittel mit einem entsprechenden Generator verbunden ist.
  • Der Antrieb der Welle der Turbine erfolgt dabei überwiegend mit Wasserdampf, der in entsprechenden Feuerungsanlagen erzeugt, überhitzt und unter entsprechend hohem Druck über Düsen beispielsweise radial auf eine Anzahl von Laufschaufeln gerichtet wird, die innerhalb eines teilbaren Gehäuses am Umfang von jeweiligen Rotorscheiben eines Laufrades mit der Welle drehbar angeordnet sind.
  • Die Laufschaufeln der Rotorscheiben korrespondieren dabei mit entsprechenden Leitschaufeln an feststehenden Leitscheiben, die jeweils in den Zwischenraum zwischen beispielsweise in einem Abstand zueinander auf der Welle axial angeordneten Rotorscheiben eingreifend, am Gehäuse angeordnet sind.
  • Die Rotorscheiben und Leitscheiben und zugehörige Schaufeln weisen je nach Leistungsaufnahme bzw. -abgabe der Turbine und abhängig vom Druck sowie der Temperatur des Dampfes üblicherweise verschiedene Größen bzw. Durchmesser auf.
  • Ebenso sind die jeweiligen Schaufeldimensionen sowohl der Laufschaufeln als auch der Leitschaufeln den Betriebsbedingungen entsprechend angepasst, wobei kleinere Schaufeln im hohen und die größeren Schaufeln im niedrigeren Druck- und Tempe raturniveau eingesetzt sind. Außerdem entsprechen die Leitschaufeln neben ihrer Größe und Anordnung auch in der Schaufelgeometrie im Wesentlichen den jeweils zugeordneten Laufschaufeln, wobei jedoch die Form der Leitschaufeln gegenüber den jeweiligen Laufschaufeln entgegen gesetzt ausgebildet ist.
  • Der durch die entsprechende Zuleitung in die Düsen eingeleitete Dampfstrom wird somit bei mehrstufigen Laufrädern mit entsprechenden Leitscheiben vom Hochdruckteil der Turbine und von den Schaufeln der ersten Rotorscheibe als erste Stufe ausgehend, in Richtung der letzten Rotorscheibe im Niederdruckteil in den entsprechenden Schaufeln der jeweiligen Stufen mehrfach umgelenkt, dabei entspannt und abgekühlt. Der abgekühlte Dampf wird beispielsweise nach Ableitung aus dem Gehäuse zu Heizzwecken verwendet.
  • Die Turbinen der beispielhaft genannten Art weisen unter anderem Nachteile dahingehend auf, dass hohe Kosten zu ihrer Herstellung, ihrem Betrieb und ihrer Wartung erforderlich sind.
  • Die in derartigen Anlagen eingesetzten hochfesten Werkstoffe, die insbesondere für die jeweiligen Schaufeln, Guss- und Schmiedeteile eingesetzt werden, erfordern dabei einen besonders hohen Aufwand sowohl bei der Herstellung als auch entsprechender Bearbeitung und der erforderlichen Wartung.
  • Wegen der großen Masse und darüber hinaus hohen Fliehkräfte an der Welle, sind für die Aufstellung und Befestigung derartiger Turbinenanlagen außerdem vergleichsweise große Stellflächen und besonders feste und schwingungsfreie Fundamente erforderlich. Schließlich weisen diese Turbinen, beispielsweise durch Leitungs-, Temperatur- und Reibungsverluste sowie andere Einflüsse bedingt, einen relativ geringen Wirkungsgrad auf.
  • Neben den erwähnten Dampfturbinen sind beispielsweise Gasturbinen bekannt, bei denen zwar die Masse niedriger und der Wirkungsgrad vergleichsweise höher liegen, die jedoch ebenfalls hohe Kosten für die Herstellung der einzelnen Bauteile erfordern. Insbesondere für die Anzahl von Rotor- und zugehörigen Leitscheiben mit entsprechender Beschaufelung für die Umsetzung der Strömungsenergie in die rotie rende Bewegung der Welle sowie die zugehörige Steuerung usw., sind insgesamt hohe Aufwendungen erforderlich.
  • Demgegenüber ist bereits aus der US-PS 1,061,206 eine einfache Lösung bekannt, bei der in einem Gehäuse ein mit einer Welle verbundenes Laufrad mit mehreren abstandsweise miteinander verbundenen, ebenen Scheiben vorgesehen ist, wobei tangential in das Gehäuse einströmendes Medium durch das Gehäuse in eine Kreisbahn gezwungen und das Laufrad in Abhängigkeit von der Strömungsgeschwindigkeit des Mediums in Bewegung gesetzt wird.
  • Der Nachteil bei dieser Einrichtung liegt insbesondere darin, dass die ebenen Scheibenflächen die an der Welle abnehmbare Leistung stark beeinträchtigen.
  • Ein weiteres Problem konventioneller Laufleiträder, die neben dem Einsatz in Turbinen auch Anwendung finden bei Ventilatoren bzw. Verdichtern, ist der hohe Geräuschpegel im Betrieb. Unter diesen Aspekten wurden in letzter Zeit Vorschläge gemacht, die die Strömung des Fluids, in vielen Fällen einfach Luft, durch zielgerichtete Führung in ihrer Geräuschentwicklung beschränken sollen.
  • So ist aus DE 103 02 773 B3 ein Lauf- und Leitrad für eine Strömungsmaschine, insbesondere für Verdichter und Ventilatoren, bekannt, wobei das Lauf- und Leitrad aus einer Feststoffmatrix mit einer Vielzahl von Strömungskanälen besteht und die Feststoffmatrix nicht isotrop aus zueinander beabstandeten Segmenten aufgebaut ist, durch welche die Strömungskanäle für das Fluid gebildet werden. Zudem soll das Lauf- und Leitrad zusätzlich als Gleichrichter oder Sieb wirken. In einer bevorzugten Ausführung soll die Feststoffmatrix mit der Vielzahl von Strömungskanälen aus isotropen porösen Materialien bestehen. Diesbezüglich ist angeregt, dass die porösen Materialien aus Schäumen und hier isotropen Schäumen aus Metall oder Kunststoff ausgeführt sind.
  • Abgesehen davon, dass keinerlei Angaben zur konkreten Struktur der Schäume, namentlich der Metallschäume, gemacht werden und infolgedessen der Nachweis für die Nacharbeitbarkeit der erfinderischen Lehre nicht gegeben ist, steht außer Zweifel, dass mit Metallschäumen nach dem Stand der Technik die notwendige Formstabilität einer solchen Laufschaufel angesichts der hohen Drehzahlen nicht möglich ist, zumal die Stege (auch einer Metallstruktur) üblicherweise hohl sind. Selbstredend ist erst recht eine Kunststoff-Schaumstruktur nicht für den Einsatz in einer Turbine, aber auch in einem Lüfter oder in einer Pumpe, bei denen regelmäßig die Gefahr einer beachtlichen Kavitation besteht, geeignet.
  • Weiterhin ist durch DE 693 27 474 T2 ein poröser Rotor offenbart, der auf die Anwendung in Abluftfiltern (Badezimmer, Konferenzräume und ähnlichen), Staubsaugern, Laubgebläsen, Lüfter für Computer, Pumpen mit geringer Kavitation, leisen Turbinen und Haartrocknern zielt, wobei auch hier die Senkung des Geräuschpegels beim Betreiben solcher Geräte im Vordergrund steht. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, den Rotor aus einer offenzelligen, porösen, ringförmigen Matrix herzustellen, wobei diese vom Fluid außen angeströmt und durchströmt wird. Der Rotor ist vorzugsweise aus Kunstharz gefertigt und besitzt erfindungsgemäß einen Trageaufbau.
  • Obgleich sich aus verschiedenen Vorteilen eine Minimierung des Störgeräusches, namentlich durch die Eingangs- und Ausgangsbedingungen in Bezug auf den Rotor, infolge veränderten Anpralls und Turbulenzen ergibt, stehen dem die oben genannten Nachteile, insbesondere das Problem, dass die Struktur höheren Belastungen nicht gewachsen ist, gegenüber, was auch durch die bevorzugten Anwendungen zum Ausdruck kommt.
  • Zudem sind in DE-A-19 00 940 und US 4,795,319 A leise Fluiddurchgangsvorrichtungen angegeben, die einen Fluiddurchgangsrotor mit einem sich entlang eines ringförmigen Weges erstreckenden porösen Aufbau umfassen. Der poröse Aufbau wird durch ein ringfömiges Element gestellt. Das Fluid strömt unter Beschleunigung durch dieses Element, wenn sich der Rotor in Drehung befindet. Durch diese Merkmale soll eine leise Fluidströmung erzielt werden. Der Rotor selbst besteht also nicht aus porösem Material.
  • Auch aus US 2,509,376 A ist ein Fluidverdichter entnehmbar, der poröses Material verwendet. Der Rotor dieses Verdichters umfasst Durchgänge, die durch mehrere Verbindungsöffnungen zwischen Sinterteilen aus Metall oder zwischen den Packlagen aus Draht, Geflecht oder Glasvlies oder dergleichen ausgebildet sind. Die Erfin dung kommt also gleichfalls nicht mit einem Rotor, der vollständig aus einer offenporigen Metallschaumstruktur gebildet ist, aus.
  • Schließlich ist aus der Schrift DE 199 59 598 A1 eine Schaufel einer Strömungsmaschine, die aus einer metallischen Hüllstruktur sowie einer innerhalb dieser vorgesehenen und mit der Hüllstruktur geeignet verbundenen Tragstruktur aus einem Verbundwerkstoff besteht, bekannt, die sich dadurch auszeichnet, dass auf ein die Hüllstruktur bildendes Blech ein Metall-Filz-Gewebe aufgeschweißt oder aufgelötet ist. Selbstredend ist die Herstellung dieser Schaufel sehr aufwändig und kostenintensiv.
  • Der Erfindung liegt ausgehend von dem vorgenannten Stand der Technik die Aufgabe zu Grunde, die Rotoren und Statoren in Strömungsmaschinen der genannten Art in einfacher Weise und mit vergleichsweise geringen Kosten herzustellen. Gleichzeitig sollen die Anforderungen hinsichtlich geringer Stellfläche, hoher Leistung und hohem Wirkungsgrad erfüllt werden; zudem sollen sich die Rotoren durch Schwingungsarmut und geringe Geräuschentwicklung auszeichnen.
  • Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung können aus den Ansprüchen 2 bis 18 entnommen werden.
  • Nach Maßgabe der Erfindung ist also vorgesehen, dass der Rotor und/oder der Stator einer Strömungsmaschine ausschließlich aus offenporigem, gegossenem Metallschaum besteht. Wesentlich ist, dass die Stege des verwendeten Metallschaums gegenüber den Schäumen, die aus dem Stand der Technik bekannt sind, definiert verdickt sind. Nur so ist es möglich, insbesondere Rotoren herzustellen, die hohe Belastungen dauerhaft aushalten. Hierbei ist vorgesehen, dass die erfindungsgemäße Schaumstruktur aus einer retikulierten Struktur, bevorzugt einer retikulierten Schaumstruktur, wobei die durch solche Strukturen gebildeten Gießkanäle vor dem Einfüllen des Metalls mittels organischer Materialien stabilisiert werden, hergestellt wird und die Stege der retikulierten Strukturen durch ein- oder mehrmaliges Beschichten verdickt werden. Das zur Beschichtung der Stege dienende organische Material kann flüssiges Wachs, Wachspulver, Polystyrol-Pulver oder Polyamid-Pulver sein, wobei das Polystyrol/Polyamid einen geringen, bevorzugt 5%igen, Anteil Kleber impliziert. Bei mehrfacher Beschichtung der Stege werden die einzelnen Beschichtungen bei unterschiedlichen Temperaturen im Bereich von 40°C bis 80°C aufgebracht. Die derartig gestaltete Struktur weist eine Porosität von 75% bis 94% auf.
  • Dem Wesen der Erfindung folgend wird der Metallschaum allseitig, also nicht nur über die Außenfläche, sondern auch von der Stirnfläche und sogar von innen nach außen vom Fluid angeströmt. Es hat sich überraschend herausgestellt, dass die tangentiale Anströmung von innen nach außen für die Gestaltung des Wirkungsgrades besonders vorteilhaft ist.
  • Eine bevorzugte Ausführungsvariante sieht vor, dass die Rotoren und/oder Statoren aus rostfreiem Stahl bestehen; je nach Anforderung können sie aber auch aus einer Kupfer-Nickel-Legierung, einer Aluminium-Legierung oder aber auch aus Titan oder einer Titan-Legierung ausgeführt sein. Dabei ist vorgesehen – gleichfalls entsprechend dem konkreten Anwendungsfall – diese Materialien mittels Sputern zu beschichten; vorteilhafte Beschichtungsmaterialien sind insbesondere Nickel, Chrom und Titan oder ein Oxid dieser Werkstoffe.
  • Mit der Erfindung besteht ein Vorteil insbesondere darin, dass in einfacher Weise der Antrieb eines Rotors dadurch möglich wird, dass an Stelle der Lauf- und Leitschaufeln für das Fluid als Antriebselement die Struktur eines formstabilen Metallschaumes eingesetzt wird.
  • Die Verwendung der erfindungsgemäßen Schaumstruktur bewirkt dabei insbesondere, dass die damit hergestellten Rotoren direkt und verwirbelungsfrei angetrieben werden und infolgedessen die Welle der Turbine erschütterungsfrei arbeitet, wodurch insgesamt eine hohe Laufruhe der gesamten Strömungsmaschine erzielt wird.
  • Außerdem wird die Baugröße der Turbinen, die erfindungsgemäße Rotoren und Statoren verwenden, vergleichsweise deutlich kleiner, wodurch sich das Anwendungsgebiet solcher Turbinen erweitert.
  • Die Erfindung weist ferner den Vorteil auf, dass die hohen Aufwendungen für die Herstellung und den Einbau der Lauf- und Leitschaufeln und die zugehörigen Träger entfallen und das Gehäuse für die Turbine hinsichtlich seines Aufbaus vereinfacht und der Wartungsaufwand bedeutend verringert wird.
  • Für die Anströmung der Schaumstruktur mit einem entsprechenden Medium sind außerdem keine aufwändig hergestellten Düsensysteme erforderlich, da die Anströmfläche der Öffnungen für den Austritt des Strömungsmediums aus den jeweiligen Zuführleitungen vergleichsweise groß ausgebildet ist.
  • Die Schaumstruktur kann darüber hinaus in beliebiger Richtung angeströmt werden, wodurch beispielsweise eine Drehrichtungsänderung der Welle in einfacher Weise möglich ist.
  • Je nach Anwendungsgebiet sind als Strömungsmedium bevorzugt Dampf, aber auch andere gasförmige sowie flüssige Medien für den Antrieb der mit den Rotorscheiben ausgestatteten Laufräder einsetzbar, wobei die Medien jeweils nach ihrer Abbremsung an der Schaumstruktur und damit verbundener Beschleunigung der Rotorscheibe, dieselbe durch dieselbe Schaumstruktur verlassen.
  • Vorteilhafte Verwendungen von Rotoren und Statoren in Strömungsmaschinen, die ausschließlich aus sehr formstabilen Metallschaumstrukturen bestehen, werden nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
  • Die dazugehörigen Zeichnungen zeigen in schematischen Querschnittsdarstellungen
  • 1 eine Pumpe
  • 2 eine Paarung Rotor/Stator (ähnlich einer Wasserwirbelstrombremse)
  • 3 eine Turbine in Form eines „Düsentopfes"
  • 4 eine Turbine.
  • Aus 1 ist ersichtlich, dass ein Rotor 1 aus dem beschriebenen Metallschaum in einem Gehäuse 3 mittels Kleben oder Schweißen bzw. Gießen in einem Guss stoffschlüssig mit einer angetriebenen Welle verbunden ist; er weist hierbei die Form einer Scheibe mit hoher Eigenstabilität auf, so dass der Rotor keinen gesonderten Träger benötigt. Das Gehäuse 3 taucht mittels des Saugstutzen 4 in ein Fluid 6 ein; auf Grund des Unterdrucks wird der Rotor 1 auf der Fläche, die der Querschnitt des Saugstutzens bildet, angeströmt und zum Pumpenausgang hin durchströmt.
  • Das zentrale Ansaugen und tangentielle Austreiben des Mediums ist eine Funktion der differenzierten Umfangsgeschwindigkeit und stellt sich selbstständig ein.
  • Die in 2 gezeigte Verwendung einer Kombination Rotor 1/Stator 2 gemäß einer Wasserwirbelstrombremse ist gleichfalls dadurch charakterisiert, dass diese Elemente ausschließlich aus Metallschaum der beschriebenen Art, also klar definiert nach Material, Porengröße, Stegdicke und Beschichtung, bestehen. Hierzu sind beispielhaft der Rotor 1 und der Stator 2 raumfüllend in einem Gehäuse 3 gegenüberliegend, nur durch einen Spalt 5, in dem das Fluid 6 strömt, getrennt eingebracht.
  • Gemäß 3 ist der Rotor 1 für eine Turbine ringförmig oder hohlzylinderförmig gestaltet. Er umschließt einen konventionellen, also nicht aus Metallschaum gebildeteten, Stator 2.1, an dem mittels einer Welle 7 in ihren Öffnungen verstellbare Düsen 8 so angeordnet sind, dass das Fluid den erfindungsgemäßen Rotor 1 tangentiell anströmt und von innen nach außen durchströmt.
  • Aus 3 kann gleichzeitig die Ermittlung von Strömungswinkel und Strömungsfläche und damit die Basis von Drehmoment und Drehzahl und letztlich die Leistung der Turbine entnommen werden.
  • In 4 ist der Einsatz eines erfindungsgemäßen Stators 2 für eine Turbine dargestellt; er ist beispielgebend ring- oder hohlzylinderförmig gestaltet.
  • Der Stator 2 umschließt konzentrisch einen impulsgetriebenen (konventionellen) Rotor 1.1, der – hier s-förmig ausgebildet – zwei Düsen aufweist, über die er tangentiell angeströmt und von innen nach außen durchströmt wird. Die Düsen des Stators 2 werden hierbei über eine Hohlwelle 9 mit Dampf beaufschlagt. Durch die Strömungsrichtung von innen nach außen wird jegliche Reibung oder Zwangsführung durch das Gehäuse 3 vermieden.
  • Aus der 4 kann auch entnommen werden, dass es vorteilhaft möglich ist, die Wirkung der Turbine durch den Einsatz eines Zwischenrades 10, an dem die Energie abgenommen werden kann, zu verstärken.
  • 1
    Rotor aus Metallschaum
    1.1
    Rotor (nicht aus Metallschaum) mit Düsen
    2
    Stator aus Metallschaum
    2.1
    Stator (nicht aus Metallschaum)
    3
    Gehäuse
    4
    Saugstutzen
    5
    Spalt
    6
    Fluid
    7
    Stellwelle
    8
    Düsenöffnung
    9
    Hohlwelle
    10
    Zwischenrad

Claims (18)

  1. Verwendung eines Metallschaumes in Strömungsmaschinen, insbesondere in Turbinen, Lüftern und Pumpen, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (1) und/oder Stator (2) der Maschine vollständig aus offenporigem, gegossenem Metallschaum, der eine Porosität von 75% bis 94% aufweist und hergestellt ist unter Verwendung einer retikulierten Struktur, bevorzugt einer retikulierten Schaumstruktur, deren Stege durch ein- oder mehrmaliges Beschichten mittels eines organischen Materials oder verschiedener, dann bevorzugt zweier organischer Materialien, definiert verdickt wurden, besteht und dieser vom Fluid von allen Seiten oder nur von innen nach außen angeströmt wird.
  2. Rotor/Stator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Struktur des Metallschaumes graduiert derart ausgeführt ist, dass die Porengröße des Schaumes von innen nach außen stetig größer oder kleiner wird.
  3. Rotor/Stator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Metallschaum aus rostfreiem Stahl besteht.
  4. Rotor/Stator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Metallschaum aus einer Kupfer-Nickel-Legierung besteht.
  5. Rotor/Stator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Metallschaum aus einer Aluminium-Legierung besteht.
  6. Rotor/Stator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Metallschaum aus Titan oder einer Titan-Legierung besteht.
  7. Rotor/Stator nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Metallschaum eine Beschichtung aufweist.
  8. Rotor/Stator nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung allseitig aufgebracht ist und aus Nickel, Chrom, Titan oder einem Oxid dieser Werkstoffe besteht.
  9. Rotor/Stator nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung durch Sputern hergestellt ist.
  10. Rotor/Stator nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Metallschaum eine Porendichte von 8 bis 30 ppi aufweist.
  11. Rotor/Stator für einen Lüfter oder eine Pumpe nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er mittels Kleben oder Schweißen bzw. Gießen in einem Guss mit einer angetriebenen Welle stoffschlüssig verbunden ist.
  12. Rotor/Stator nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass er die Form einer Scheibe oder eines Zylinders aufweist.
  13. Rotor/Stator nach Anspruch 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass er raumfüllend in einem Gehäuse (3) eingebracht ist, das einen Saugstutzen (4) aufweist, der in ein Fluid (6) eintaucht.
  14. Rotor/Stator nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass beide raumfüllend in einem Gehäuse (3) gegenüberliegend, nur durch einen Spalt (5), in dem ein Fluid (6) strömt, getrennt eingebracht sind und hierdurch ein System ähnlich einer Wasserwirbelbremse bilden.
  15. Rotor für eine Turbine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass er ringförmig oder hohlzylinderförmig gestaltet ist.
  16. Rotor nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass er einen konventionellen Stator (2.1) umschließt, an dem mittels einer Welle (7) in ihren Öffnungen verstellbare Düsen (8) angeordnet sind, über die er tangentiell angeströmt und von innen nach außen durchströmt wird.
  17. Stator für eine Turbine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass er ringförmig oder hohlzylinderförmig gestaltet ist.
  18. Stator nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass er konzentrisch zu einem impulsgetriebenen (konventionellen) Rotor (1.1) angeordnet ist, der wenigstens eine Düse aufweist, über die er tangentiell angeströmt und von innen nach außen durchströmt wird.
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