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DE102005033448A1 - Druckgas-Zylinderläufermotor - Google Patents

Druckgas-Zylinderläufermotor Download PDF

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DE102005033448A1
DE102005033448A1 DE200510033448 DE102005033448A DE102005033448A1 DE 102005033448 A1 DE102005033448 A1 DE 102005033448A1 DE 200510033448 DE200510033448 DE 200510033448 DE 102005033448 A DE102005033448 A DE 102005033448A DE 102005033448 A1 DE102005033448 A1 DE 102005033448A1
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DE
Germany
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cylinder
cylinder rotor
rotation
gas
axis
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Withdrawn
Application number
DE200510033448
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Inventor
Josef Gail
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Individual
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B57/00Internal-combustion aspects of rotary engines in which the combusted gases displace one or more reciprocating pistons
    • F02B57/08Engines with star-shaped cylinder arrangements
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B13/00Reciprocating-piston machines or engines with rotating cylinders in order to obtain the reciprocating-piston motion
    • F01B13/04Reciprocating-piston machines or engines with rotating cylinders in order to obtain the reciprocating-piston motion with more than one cylinder
    • F01B13/06Reciprocating-piston machines or engines with rotating cylinders in order to obtain the reciprocating-piston motion with more than one cylinder in star arrangement
    • F01B13/068Reciprocating-piston machines or engines with rotating cylinders in order to obtain the reciprocating-piston motion with more than one cylinder in star arrangement the connection of the pistons with an actuated or actuating element being at the inner ends of the cylinders
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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    • F01B17/02Engines
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
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    • F01L7/02Rotary or oscillatory slide valve-gear or valve arrangements with cylindrical, sleeve, or part-annularly shaped valves

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Abstract

Es wird ein Druckgas-Zylinderläufermotor vorgeschlagen, dessen um eine Drehachse (7) rotierender Zylinderläufer (5) mehrere Zylinder (17) enthält, die radial zur Drehachse (7) verschiebbare Kolben (19) enthalten. Die Kolben (19) sind über ihre starren Kolbenstangen (21) mit Exzenter-Lagern (29) verbunden, die an einer exzentrisch zur Drehachse (7) drehbaren Kurbelwelle (25) feststehend vorgesehen sind. Für den Gaswechsel ist ein Drehschieberventil (39) mit koaxial ineinander angeordneten Schieberelementen (41, 43) vorgesehen. Das Drehschieberventil (39) steuert sowohl den Gaseinlass als auch den Gasauslass, wobei für den Gaseinlass zwei Einlasssteueröffnungen (45, 47) vorgesehen sein können, von denen eine (47) unabhängig von der anderen (45) über ein Ventil (61) sperrbar ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Druckgas-Zylinderläufermotor. Aus EP 0 477 256 B1 , EP 0 656 992 B1 und DE 25 36 739 A1 sind als Brennkraftmaschinen ausgebildete Zylinderläufermotoren mit einem an einer Maschinenbasis um eine erste Drehachse drehbar gelagerten Zylinderläufer bekannt. Der Zylinderläufer hat mehrere in gleichen Winkelabständen um die erste Drehachse herum angeordnete Zylinder, in welchen radial zu der ersten Drehachse verschiebbare Kolben angeordnet sind. An der Maschinenbasis ist um eine vorbestimmte Exzentrizität achsparallel zu der ersten Drehachse versetzt eine um eine zweite Drehachse drehbare Kurbelwelle gelagert. Die Kurbelwelle hat relativ zu ihr feststehende Exzenterlager, an welchen die Kolben paarweise über starre Kolbenstangen geführt sind. Die Exzenterlager definieren für die Kolbenstangen dritte Drehachsen, die wiederum um die vorbestimmte Exzentrizität gegen die zweite Drehachse achsparallel versetzt sind. Dem Zylinderläufer ist eine Gaswechselsteuerung zugeordnet, die die Zufuhr der Frischgase zu den Brennräumen und den Auslass der Abgase steuert.
  • Die aus EP 0 477 256 B1 bekannte Brennkraftmaschine hat einen Zylinderläufer mit zum Umfangsmantel offenen Zylindern, die durch eine Umfangswand der als Gehäuse ausgebildeten Maschinenbasis abgedichtet verschlossen sind. In der Umfangswand des Gehäuses ist im Bereich der oberen Totpunktstellung ein Frischgas-Einlasskanal und im Bereich der unteren Totpunktstellung ein Abgas-Auslasskanal vorgesehen. Bei der aus EP 0 656 992 B1 bekannten Brennkraftmaschine sind auf axial beiden Seiten des Zylinderläufers scheibenförmige Drehschieber angeordnet, von denen einer im Frischgaszuführungsweg und der andere im Gasauslassweg angeordnet ist. Die Gaswege führen hierbei in axialer Richtung durch die beiden Drehschieber. Bei der aus DE 25 36 739 A1 bekannten Brennkraftmaschine führt der Frischgaseinlassweg über einen Drehschieber, der von dem stationären, den Zylinderläufer tragenden Lagerzapfen und einem Lageransatz des Zylinderläufers gebildet ist. Der Frischgaskanal des Drehschiebers verläuft in diesem Fall radial von dem Lagerzapfen in den Lageransatz und mündet in einem in der unteren Totpunktstellung jeweils von Kolben freigegebenen Einlassschlitz jedes Zylinders. Den Gasauslässen der Zylinder sind Ventile zugeordnet, die über Steuerriemen abhängig von der Rotation des Zylinderläufers betätigt werden.
  • Die Gaswechselsteuerungen der bekannten Brennkraftmaschinen sind vergleichsweise aufwendig und beanspruchen relativ großen Bauraum. Darüber hinaus neigen Schieberventile mit axial nebeneinander geordneten, scheibenförmigen Schieberelementen zu Dichtungsproblemen, da abdichtende Ölfilme und dergleichen bei Rotation des Zylinderläufers abgeschleudert werden. Darüber hinaus müssen die Schieberscheiben federnd vorgespannt werden.
  • Aus DE 196 11 824 C1 ist es ferner bekannt, Zylinderläufermotoren nicht nach Art einer Brennkraftmaschine zu betreiben, sondern mit Hilfe von Druckgas, welches den Druckräumen der Zylinder des Zylinderläufers über eine Gaswechselsteuerung zugeführt wird, wenn sich die Kolben im Bereich ihres oberen Totpunkts befinden. Das Druckgas entspannt sich im Verlauf der Bewegung der Kolben zum unteren Totpunkt hin. Bei dem Druckgas handelt es sich um Dampf, beispielsweise Wasserdampf. Auch bei diesem Zylinderläufermotor sind axial beiderseits des Zylinderläufers für die Gaswechselsteuerung axial vorgespannte Drehschieberventile vorgesehen, die den Gaseinlass und den Gasauslass steuern. Die Drehschieberventile sind hierbei über gesonderte Gaskanäle mit den Druckräumen verbunden.
  • Unter einem ersten Aspekt ist es Aufgabe der Erfindung einen Druckgas-Zylinderläufermotor zu schaffen, der eine einfache und kompakte Gaswechselsteuerung hat.
  • Die Erfindung geht hierbei aus von einem Druckgas-Zylinderläufermotor, welcher umfasst:
    • – eine Maschinenbasis,
    • – einen relativ zu der Maschinenbasis um eine erste Drehachse drehbar gelagerten Zylinderläufer mit mehreren in gleichen Winkelabständen um die erste Drehachse herum angeordneten Zylindern, in welchen radial zur ersten Drehachse verschiebbare Kolben angeordnet sind, von denen jeder in dem Zylinder einen Druckraum nach radial innen begrenzt,
    • – eine relativ zu der Maschinenbasis um eine zweite, um eine vorbestimmte Exzentrizität achsparallel zur ersten Drehachse versetzte Drehachse drehbar gelagerte Kurbelwelle, an deren Exzenterlagern die Kolben vorzugsweise paarweise über Kolbenstangen geführt sind, wobei die Exzenterlager relativ zueinander und zu der Kurbelwelle fest stehende dritte Drehachsen definieren, die um die vorbestimmte Exzentrizität gegen die zweite Drehachse achsparallel versetzt sind, und
    • – eine den Druckräumen im Wesentlichen zeitlich nacheinander unter Überdruck stehendes Gas zuführende und das Gas nach zumindest teilweiser Entspannung wieder abführende Gaswechselsteuerung.
  • Erfindungsgemäß ist bei einem solchen Zylinderläufermotor vorgesehen, dass die Gaswechselsteuerung auf axial einer Seite des Zylinderläufers ein Drehschieberventil mit einem relativ zur Maschinenbasis stationären Schieberelement und einem zusammen mit dem Zylinderläufer rotierenden Schieberelement aufweist, wobei das stationäre Schieberelement wenigstens eine mit einem Gaseinlass für die Zuführung des Druckgases verbundene Einlasssteueröffnung und wenigstens eine mit einem Gasauslass für entspanntes Gas verbundene Auslasssteueröffnung aufweist und das rotierende Schieberelement eine Steueröffnung für jeden Zylinder aufweist, die über einen für den Gaseinlass und den Gasauslass gemeinsamen Gaswechselkanal mit dem Druckraum des Zylinders verbunden ist.
  • Ein solches Drehschieberventil kommt mit vergleichsweise wenig Bauraum aus, da nur auf axial einer Seite des Zylinderläufers Schieberelemente vorgesehen werden müssen und dementsprechend auch nur auf axial einer Seite Gaswechselkanäle in den Seitenwänden des Zylinderläufers untergebracht werden müssen.
  • Zu kompakten und betriebssicheren Ausgestaltungen gelangt man, wenn das rotierende Schieberelement das stationäre Schieberelement koaxial umschließt und die über die Gaswechselkanäle mit den Druckräumen verbundenen Steueröffnungen radial verlaufen. Von Vorteil ist insbesondere, dass die koaxiale Bauweise das Abschleudern von Dichtungsöl verhindert, so dass das Drehschieberventil auch ohne federnde Vorspannung der Schieberelemente hinreichend druckdicht ist. Zweckmäßigerweise kann das rotierende Schieberelement eine mit den Steueröffnungen versehene zylindrische Dichthülse tragen, die aus verschleißminderndem Material bestehen kann oder/und in gewissem Ausmaß elastisch sein kann. Insbesondere kann die Dichthülse auch zur Drehlagerung des Zylinderläufers ausgenutzt werden, so dass zusätzliche Drehlager auf der axialen Seite des Drehschieberventils entfallen können.
  • Ein koaxiales Drehschieberventil der vorstehenden Art lässt sich relativ einfach im Lagerbereich des Zylinderläufers, d.h. nahe der Kurbelwelle realisieren, wenn die wenigstens eine Einlasssteueröffnung und die wenigstens eine Auslasssteueröffnung als am Außenumfang des stationären Schieberelements in Umfangsrichtung und im Abstand voneinander sich erstreckende, mit den Steueröffnungen des rotierenden Schieberelements kommunizierende Nutabschnitte ausgebildet sind. Das die Kurbelwelle umschließende Drehschieberventil kann auf einem verhältnismäßig kleinen Durchmesser untergebracht werden.
  • Bei Zylinderläufermotoren der vorstehend erläuterten Art wird der Gaswechsel abhängig von der Rotation des Zylinderläufers gesteuert. Für den Einlass und den Auslass des Gases steht ein Steuerwinkel von 360° zur Verfügung, wobei sich herausgestellt hat, dass ein möglichst großer Auslasswinkel für die Leistungsfähigkeit des Motors von Vorteil ist. Insbesondere hat sich als zweckmäßig erwiesen, wenn der Auslasswinkel, d.h. derjenige Winkelbereich der Zylinderläuferdrehung, in welchem die Druckräume der Zylinder nacheinander mit dem Gasauslass verbunden sind, in der Größenordnung von 180° liegt. Der Einlasswinkel, d.h. der Winkelbereich, in welchem die Druckräume mit dem Gaseinlass verbunden sind, liegt zweckmäßigerweise in der Größenordnung von 90°, ist also prinzipiell kleiner als der Auslasswinkel.
  • Es hat sich allerdings gezeigt, dass der Einlasswinkel nicht zu stark verkleinert werden kann, da ansonsten das Drehmoment des Zylinderläufermotors und insbesondere sein Anlaufdrehmoment soweit abnimmt, dass es zu Problemen beim Anlaufen des Motors kommen kann.
  • Unter einem zweiten Aspekt ist es Aufgabe der Erfindung für ein sicheres Anlaufen des Druckgas-Zylinderläufermotors zu sorgen.
  • Ausgehend von dem vorangegangen erläuterten Druckgas-Zylinderläufermotor wird dies dadurch erreicht, dass die Gaswechselsteuerung als Drehschiebersteuerung mit einem relativ zur Maschinenbasis stationären Schieberelement und einem zusammen mit dem Zylinderläufer rotierenden Schieberelement ausgebildet ist, wobei das stationäre Schieberelement wenigstens zwei in Drehrichtung des rotierenden Schieberelements gegeneinander versetzte, mit einem Gaseinlass für die Zuführung von Druckgas verbundenen Einlasssteueröffnungen und wenigstens eine mit einem Gasauslass für entspanntes Gas verbundene Auslasssteueröffnung aufweist und das rotierende Schieberelement eine Steueröffnung für jeden Zylinder aufweist, die über einen für den Gaseinlass und den Gasauslass gemeinsamen Gaswechselkanal mit dem Druckraum des Zylinders verbunden ist, und dass wenigstens einer der Einlasssteueröffnungen ein Steuerventil zugeordnet ist, mittels dem die Zufuhr von Druckgas unabhängig von wenigstens einer anderen der Einiasssteueröffnungen steuerbar ist. Die in der Steuerfolge hintereinander folgenden Einlasssteueröffnungen erlauben das wahlweise Nachladen des Druckraums mit Druckgas und damit eine Drehmomentsteuerung insbesondere beim Anlaufen des Motors. Für das Anlaufen wird das Druckgas über beide Einlasssteueröffnungen zeitlich nacheinander in den Druckraum des Zylinders geladen, während für den Normalbetrieb des angelaufenen Motors die zweite Einlasssteueröffnung geschlossen werden kann.
  • Die beiden Einlasssteueröffnungen haben bevorzugt einen Steuerwinkelabstand voneinander, der größer als der Steuerwinkelabstand zwischen den Steueröffnungen von zwei benachbarten Zylindern ist. Auf diese Weise wird das Druckgas über die beiden Einlasssteueröffnungen den Druckräumen verschiedener Zylinder gleichzeitig zugeführt.
  • Das den Gaswechsel steuernde Drehschieberventil kann herkömmlich ausgebildet sein und insbesondere auch wie vorangegangen erläutert zueinander koaxiale Schieberelemente mit radialen Druckgaswegen haben. In einer Variante kann das rotierende Schieberelement jedoch auch an einer die Druckräume radial abschließenden, die gemeinsamen Gaswechselkanäle enthaltenden Umfangswand des Zylinderläufers ausgebildet sein, wobei dann die Maschinenbasis als den Zylinderläufer umschließendes Gehäuse ausgebildet ist, dessen der Umfangswand des Zylinderläufers gegenüberliegende Umfangswand die Einlasssteueröffnungen sowie die wenigstens eine Auslasssteueröffnung des stationären Schieberelements enthält. Auch in dieser Ausgestaltung liegen die Steueröffnungen in radial verlaufenden Gaswegen von zylindrischen Umfangsflächen, womit sie sich vergleichsweise einfach abdichten lassen. Insbesondere kann zur Abdichtung auch ein Schmiermittelfilm ausgenutzt werden, da das Schmiermittel nicht abgeschleudert wird.
  • Die Gaswechselkanäle verlaufen in der Umfangswand des Zylinderläufers in Umfangsrichtung im Wesentlichen schräg und münden, bezogen auf die Steueröffnung, in Drehrichtung voreilend in den Druckraum. Die sich auf diese Weise beim Laden der Druckräume mit Druckgas ergebende Turbinenwirkung erhöht die Motorleistung.
  • Ohne zusätzliche Maßnahmen wird der Zylinderläufer durch den Schub angetrieben, den die Kolben in Umfangsrichtung auf die Zylinder ausüben. Die Schubkräfte erhöhen die Reibung der Kolben in den Zylindern, was die Leistung des Motors mindert und den Verschleiß erhöht. Um die Kolbenreibung zu mindern, ist es aus DE 25 36 739 A bekannt, den Zylinderläufer über ein Zahnradgetriebe mit der Kurbelwelle drehfest zu kuppeln, welches die Zylinder von Schubkräften der Kolben entlastet. Das Getriebe des bekannten Motors ist vergleichsweise aufwendig gestaltet, denn das auf der Kurbelwelle sitzende Stirnrad kämmt mit einem Hohlrad des Zylinderläufers.
  • Zu kostengünstigeren Lösungen auf der Basis von ausschließlich Stirnzahnrädern gelangt man, wenn das Stirnradgetriebe ein drehfest auf der Kurbelwelle sitzendes erstes Stirnrad sowie ein die Kurbelwelle umschließendes, mit dem Zylinderläufer drehfest koaxial verbundenes zweites Stirnrad aufweist, wobei an der Maschinenbasis ein mit dem ersten Stirnrad kämmendes drittes Stirnrad achsparallel drehbar gelagert ist, welches mit einem mit dem zweiten Stirnrad kämmenden vierten Stirnrad drehfest verbunden ist. Ein solches Getriebe kann ohne Weiteres der Leistung des Motors angepasst werden, nachdem es axial seitlich des Zylinderläufers angebaut werden kann und in diesem Bereich hinreichend Platz auch für Zahnräder mit größerem Durchmesser vorhanden ist.
  • Bei Motoren der vorstehend erläuterten Art rotiert der Zylinderläufer mit der halben Drehzahl der Kurbelwelle. Die Aufteilung des Übersetzungsverhältnisses von 2:1 auf die beiden Stirnradpaare kann an sich frei gewählt werden, doch hat es sich aus Gründen der Standardisierung der Zahnradgrößen als günstig erwiesen, wenn das Verhältnis der Teilkreisdurchmesser des ersten zum dritten Stirnrad gleich 1:1 und des zweiten zum vierten Stirnrad gleich 2:1 gewählt ist.
  • Die Kolben herkömmlicher Zylinderläufermotoren sind üblicherweise als zur Kurbelwelle hin offene Töpfe ausgebildet, in welchen sich von den Zylinderwänden abgestreiftes Schmieröl sammeln kann, was unter Umständen die Kolbenschmierung beeinträchtigt. In einer bevorzugten Ausgestaltung hat der Kolben einen insgesamt im Wesentlichen flachen Kolbenboden, auf dem eventuell sich sammelndes Schmieröl zur Zylinderwand hin abfließen kann. Der Kolben ist hierbei bevorzugt als Hohlkolben ausgebildet, dessen Hohlraum durch eine Umfangswand, ein Kolbendach und einen Kolbenboden abgeschlossen ist. Ein solcher Kolben isoliert die Kurbelwellenseite thermisch von der Druckraumseite.
  • Üblicherweise ist der Kolben an der ihm zugeordneten Kolbenstange mit einer einzigen, zentralen Schraube angeschraubt. Eine solche Schraube bedingt einen hinreichend großen Materialquerschnitt im Bereich der Kolbenstange, um hinreichend stark dimensioniert werden zu können. Als günstiger hat es sich erwiesen, wenn zumindest eine Teilanzahl der Kolbenstangen gegen die Zylindermitte versetzt ist und an ihrem kolbenseitigen Ende einen quer abstehenden Arm tragen, an dem der Kolben mittels mehrerer, beispielsweise zwei Schrauben angeschraubt ist. Auf diese Weise können die einzelnen Schrauben kleiner dimensioniert werden und dementsprechend kann auch der Armquerschnitt geringer bemessen sein.
  • Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert.
  • Hierbei zeigt:
  • 1 einen Axialquerschnitt durch einen vierzylindrigen Druckgas-Zylinderläufermotor;
  • 2 einen Axiallängsschnitt durch den Zylinderläufermotor der 1;
  • 3 einen Axiallängsschnitt durch eine Variante des Druckgas-Zylinderläufermotors mit sechs Zylindern;
  • 4 einen Axialquerschnitt durch den Zylinderläufermotor, gesehen entlang einer Linie IV-IV in 3 und
  • 5 einen Querschnitt durch eine Variante eines in den Zylinderläufermotoren der 1 bis 4 verwendbaren Kolbens.
  • Der in den 1 und 2 dargestellte Druckgas-Zylinderläufermotor umfasst ein als Maschinenbasis dienendes Gehäuse 1 mit einem im Wesentlichen zylinderförmigen Innenraum 3, in welchem ein ebenfalls im Wesentlichen zyllindrischer Zylinderläufer 5 um eine Drehachse 7 drehbar angeordnet ist. Der Zylinderläufer 5 hat eine zur Drehachse 7 konzentrische, zumindest angenähert zylindrische Umfangswand 9, die von dem Innenraum 3 eng umschlossen ist, und ist über Wälzlager 11 an Lageransätzen 13, 15 des Gehäuses 1 gelagert.
  • Der Zylinderläufer 5 umfasst vier Zylinder 17, in welchen je ein Kolben 19 senkrecht zur Drehachse 7 verschiebbar angeordnet ist. Die Zylinder 17 bzw. Kolben 19 sind paarweise auf einander gegenüberliegenden Seiten der Drehachse 7 zueinander fluchtend, d.h. gleichachsig, angeordnet. Die Achsen der Zylinderpaare sind hierbei um 90° um die Drehachse 7 herum gegeneinander winkelversetzt und liegen in derselben achsnormalen Ebene des Zylinderläufers 5, können aber auch in Richtung der Drehachse 7 gegeneinander versetzt sein. Die einander paarweise zugeordneten Kolben 19 sind durch Kolbenstangen 21 starr miteinander verbunden.
  • In dem Gehäuse 1 ist in Wälzlagern 23 eine Kurbelwelle 25 um eine zur Drehachse 7 um eine Exzentrizität e achsparallel versetzte Drehachse 27 drehbar gelagert. Die Kurbelwelle 25 trägt feststehend zwei axial nebeneinander angeordnete Exzenter-Kreisscheiben 29, die in Lageröffnungen 31 der Kolbenstangen 2i sitzen und die Kolbenstangen 21 über Nadellager 33 führen. Die Exzenter-Kreisscheiben 29 definieren Exzenterlager mit zur Drehachse 27 der Kurbelwelle 25 achsparalleler, jedoch um den Wert der Exzentrizität e gegen die Drehachse 27 versetzten Exzenter-Drehachsen 35. Die Exzenter-Drehachsen 35 der beiden Exzenter-Kreisscheiben 29 sind ebenfalls um 90° gegeneinander um die Drehachse 27 herum winkelversetzt. Die Exzenter-Kreisscheiben 29 haben einen Radius, der größer ist als die Exzentrizität e und sind ausschließlich in ihrem radialen Überlappungsbereich miteinander verbunden. Über die Umfangsflächen der einzelnen Exzenter-Kreisscheiben 29 stehen damit ausschließlich Kreisbereiche der übrigen Exzenter-Kreisscheiben vor. In der dargestellten bevorzugten Ausgestaltung sind die Laufflächen der Nadellager 33 jeweils unmittelbar durch die Umfangsflächen der Exzenter-Kreisscheiben 29 bzw. die Innenflächen der Lageröffnungen 31 gebildet. Weitere Einzelheiten und bevorzugte Ausgestaltungen der Kurbelwelle 25 und ihrer Exzenterlager sind in dem Patent EP 0 477 256 B1 beschrieben, auf das ausdrücklich Bezug genommen wird.
  • Die Kolben 19 begrenzen zusammen mit den sie umgebenden Zylindern 17 und der Umfangswand 9 des Zylinderläufers 5 jeweils Druckräume 37, in die über eine nachstehend noch näher erläuterte Gaswechselsteuerung für den Betrieb des Motors unter einem Überdruck von beispielsweise 10 bar stehendes Druckgas beginnend mit der oberen Totpunktstellung zugeführt wird. Im Verlauf der Drehung des Zylinderläufers 5 expandieren die Druckräume 37, die in der oberen Totpunktstellung der Kolben 19 ihr minimales Volumen haben, bis auf ihr maximales Volumen in der unteren Totpunktstellung, wobei die Druckenergie des Druckgases in Abtriebsenergie der Kurbelwelle 25 umgesetzt wird. Während der nachfolgenden Kontraktionsphase der Druckräume 37 wird das zumindest teilweise entspannte Gas aus den Druckräumen 37 ausgeschoben.
  • Bei dem Druckgas kann es sich um ein beliebiges Gas, wie zum Beispiel Luft oder insbesondere um Stickstoff handeln. Unter einem Druckgas soll aber hier und im Folgenden aber auch Druckdampf, beispielsweise Wasserdampf, verstanden werden.
  • Die Gaswechselsteuerung umfasst ein am Außenumfang des Zylinderläufers 5 ausgebildetes Drehschieberventil 39 mit zwei zueinander koaxialen, kreisringzylindrischen Schieberelementen 41, 42, von denen das innere Schieberelement 41 mit der Umfangswand 9 des Zylinderläufers 5 verbunden ist, während das äußere Schieberelement 43 am Innenmantel 3 des Gehäuses 1 sitzt. Die radial aneinanderliegenden Umfangsflächen der Schieberelemente 41, 43 sind durch einen Ölfilm einer nicht näher dargestellten, auch die rotierenden Komponenten des Motors schmierenden Ölschmierung gegeneinander abgedichtet und durch axial seitlich angeordnete Dichtleisten 45 (2) gegen Abschleudern des Ölfilms abgedichtet.
  • Für die Zuführung des Druckgases zu den Druckräumen 37 sind in dem äußeren Schieberelement 43 in Umfangsrichtung gegeneinander versetzt zwei Einlasssteueröffnungen 45, 47 ausgebildet, die mit einem Druckgaseinlass 49 des Gehäuses 1 verbunden sind. Das äußere Schieberelement 43 enthält darüber hinaus eine Auslasssteueröffnung 51, die mit einem Auslass 53 für das entspannte Gas verbunden ist. In dem inneren Schieberelement 41 ist für jeden Druckraum 37 gesondert eine Steueröffnung 55 vorgesehen, die im Verlauf der Rotation des Zylinderläufers 5 nacheinander mit den Steueröffnungen 45, 47 und 51 kommuniziert. Die Steueröffnungen 55 sind über Gaswechselkanäle 57 mit dem zugeordneten Druckraum 37 verbunden. Über die Gaswechselkanäle 57 wird das Gas den Druckräumen 37 sowohl zugeführt als auch aus diesen wieder abgeführt.
  • Die Umfangserstreckung der Einlasssteueröffnungen 45, 47 legt den Einlasswinkel der Zylinder 17 fest. Entsprechendes gilt für den Umfangswinkel der Auslasssteueröffnung 51, der den Auslasswinkel bestimmt. Der Einlasswinkel sollte möglichst klein sein, z.B. etwa 90° um einen hinreichend großen Entspannungswinkel, in welchem das Druckgas sich entspannen und seine Druckenergie an den Motor abgeben kann, möglichst groß bemessen zu können, während der Auslasswinkel möglichst groß, beispielsweise in der Größenordnung von 180° gewählt ist, um Energieverluste beim Ausschieben des entspannten Gases möglichst klein zu halten.
  • Es hat sich gezeigt, dass der Verkleinerung des Einlasswinkels Grenzen gesetzt sind, wenn der Motor aus dem Stillstand sicher anlaufen soll. Um das Drehmoment des Motors steuern zu können, und insbesondere das Drehmoment beim Anlaufen wählbar erhöhen zu können, ist die bereits in der oberen Totpunktstellung wirksame Einlasssteueröffnung 45 direkt mit dem Druckgaseinlass 49 verbunden, während die in Drehrichtung des Zylinderläufers 5 nachfolgende Einlasssteueröffnung 47 mit dem Druckgaseinlass 49 über einen Nebenschlusskanal 59 verbunden, der ein Steuerventil 61 enthält, mittels dem die Druckgaszufuhr zu der Einlasssteueröffnung 47 unabhängig von der Druckgaszufuhr zu der Einlasssteueröffnung 45 wahlweise freigegeben oder gesperrt werden kann. Über das Steuerventil 61 kann der Einlasswinkel auf diese Weise für das Anlaufen des Motors gezielt verlängert werden.
  • Der Einlasswinkel der beiden Einlasssteueröffnungen 45, 47 ist insgesamt größer als der Zwischenwinkel zwischen in Umfangsrichtung aufeinanderfolgenden Zylindern 17, so dass die Einlasssteueröffnung 45, 47 in keiner Drehposition des Zylinderläufers 5 das Druckgas gemeinsam demselben Druckraum 37 zuführen. Vielmehr werden in Drehrichtung aufeinanderfolgende Zylinder 17 gleichzeitig geladen.
  • Wie am besten 1 zeigt, verlaufen die Gaswechselkanäle 57 in Umfangsrichtung schräg in der Umfangswand 9, wobei sie bezogen auf die Steueröffnung 55 in Drehrichtung voreilend in den Druckraum 37 münden. Die in den Druckraum 37 einströmenden Druckgase bewirken damit einen Turbineneffekt, der das Drehmoment des Motors erhöht.
  • Wie am besten 2 zeigt, ist die Kurbelwelle 25 über ein Stirnradgetriebe 63 drehfest mit dem Zylinderläufer 5 gekuppelt. Das Stirnradgetriebe 63 ist so justiert, dass die über ihre Kolbenstangen 21 an den Exzenter-Kreisscheiben 29 der Kurbelwelle 25 geführten Kolben 19 im Wesentlichen keine Schubkräfte auf die Zylinder 17 des Zylinderläufers 5 ausüben, was ansonsten bei fehlendem Stirnradgetriebe 63 der Fall wäre und die Abtriebsleistung des Motors verringern und den Verschleiß erhöhen würde. Das Stirnradgetriebe 63 umfasst hierzu ein auf der Kurbelwelle 25 drehfest sitzendes erstes Stirnrad 65 sowie ein an einem Lageransatz 67 des Zylinderläufers 5 gleichachsig zu. dessen Drehachse 7 drehfest sitzendes zweites Stirnrad 69. Das erste Stirnrad 65 kämmt mit einem achsparallel zur Drehachse 27 der Kurbelwelle 25 an dem Gehäuse 1 drehbar gelagerten dritten Stirnrad 71, das seinerseits drehfest mit einem gleichachsigen, vierten Stirnrad 73 verbunden ist. Das vierte Stirnrad 73 kämmt mit dem zweiten Stirnrad 69. Auf Grund der Kinematik des Zylinderläufermotors rotiert die Kurbelwelle 25 mit doppelter Drehzahl bezogen auf die Drehzahl des Zylinderläufers 5. Dementsprechend ist das Verhältnis der Teilkreisdurchmesser der Stirnräder 69, 73 gleich 2:1 gewählt, während die Stirnräder 65 und 71 der Einfachheit halber gleichen Teilkreisdurchmesser haben. Da das Stirnradgetriebe 63 ausschließlich aus Stirnzahnrädern aufgebaut ist, lässt es sich mit vergleichsweise geringem Aufwand realisieren. Das Übersetzungsverhältnis des Stirnradgetriebes 63 kann aber auch anders auf die Stirnradpaare verteilt sein.
  • Die Exzenter-Kreisscheiben 29 und dementsprechend auch die Kolbenstangen 21 sind in Richtung der Drehachse 27 der Kurbelwelle 25 gegen die Achsen der Zylinder 17 versetzt. Vom kolbennahen Ende der Kolbenstange 21 steht ein Arm 75 quer über die Zylindermitte hinweg ab, der in eine Tasche 77 des Kolbens 19 formschlüssig eingreift. Der Kolben 19 ist mit Hilfe von zwei nebeneinander angeordneten Schrauben 79 an der Kolbenstange 21 bzw. ihrem Arm 75 angeschraubt. Die Schrauben 79 können, verglichen mit der Befestigungsvariante einer einzigen Schraube, einen kleineren Durchmesser haben und lassen sich dementsprechend auch bei schwächer dimensionierten Kolbenstangen unterbringen.
  • Nachzutragen ist, dass axial beiderseits der Exzenter-Kreisscheiben 29 auf der Kurbelwelle 25 Massenausgleichsscheiben 81 drehfest angeordnet sind, die für einen Unwuchtausgleich sorgen.
  • Im Folgenden werden Varianten des Druckgas-Zylinderläufermotors erläutert. Gleichwirkende Komponenten sind mit den Bezugszahlen der 1 und 2 bezeichnet und zur Unterscheidung mit einem Buchstaben versehen. Für die Erläuterung einschließlich eventueller Varianten wird auf die vorangegangene Beschreibung Bezug genommen.
  • Der Druckgas-Zylinderläufermotor der 3 und 4 unterscheidet sich von dem Motor der 1 und 2 in erster Linie dadurch, dass er als Sechszylindermotor ausgebildet ist und die Gaswechselsteuerung ein der Kurbelwelle 25a benachbartes Drehschieberventil 39a umfasst, welches wiederum sowohl den Gaseinlass als auch den Gasauslass steuert und axial seitlich des Zylinderläufers 5a auf der dem Stirnradgetriebe 63a axial abgewandten Seite angeordnet ist.
  • Der Zylinderläufer 5a enthält sechs Zylinder 17a, in welchen wiederum je ein Kolben 19a senkrecht zur Drehachse 7a verschiebbar angeordnet ist. Die Zylinder 17a bzw. Kolben 19a sind paarweise auf einander gegenüberliegenden Seiten der Drehachse 7 zueinander fluchtend angeordnet, wobei die Achsen der Zylinderpaare um 120° um die Drehachse 7 herum gegeneinander winkelversetzt sind und in derselben achsnormalen Ebene des Zylinderläufers 5a liegen. Auch bei der Variante der 3 und 4 sind die einander paarweise zugeordneten Kolben 19a durch Kolbenstangen 21a starr miteinander verbunden. Auch die drei jeweils Exzenterlager definierenden Exzenter-Kreisscheiben 29a sind ebenfalls um 120° gegeneinander um die Drehachse 27a herum winkelversetzt. Die Exzenter-Kreisscheiben 29a sind wiederum fest mit der Kurbelwelle 25a verbunden. Auch in diesem Zusammenhang wird auf die Erläuterungen in EP 0 477 256 B1 verwiesen.
  • Das Drehschieberventil 39a hat wiederum koaxial ineinander angeordnete Schieberelemente 41a und 43a, wobei als inneres stationäres Schieberelement 43a der Umfangsbereich des den Zylinderläufer 5a lagernden, gehäusefesten Lageransatzes 13a ausgenutzt wird. Die Einlasssteueröffnungen 45a, 47a sind, wie am besten 4 zeigt, ebenso wie die Auslasssteueröffnung 51a in die Umfangsfläche des Lageransatzes 13a als in Umfangsrichtung aufeinander folgende Umfangsnuten eingearbeitet, die mit den Steueröffnungen 55a des kreisringzylindrischen, rotierenden äußeren Schieberelements 41a vorgesehenen Steueröffnungen 55a im Verlauf der Rotation des Zylinderläufers 5a kommunizieren. Hierbei ist jedem Druckraum 37a eine der Steueröffnungen 55a des zusammen mit dem Zylinderläufer 5a rotierenden Schieberelements 41a zugeordnet und über einen sowohl für den Gaseinlass als auch den Gasauslass gemeinsam genutzten Gaswechselkanal 57a mit dem Druckraum 37a des Zylinders verbunden. Der Gaswechselkanal 57a reicht hierbei vom Bereich der Kurbelwelle 25a bis in den Bereich der Umfangswand 9a des Zylinderläufers 5a. Wie auch bei dem Drehschieberventil 39 der 1 und 2 verläuft auch bei dem Drehschieberventil 39a der Druckgasweg radial zu der im Wesentlichen kreiszylindrischen Dichtfuge zwischen den Schieberelementen 41a, 43a, was die Abdichtung erleichtert, da der zur Abdichtung mit ausgenutzte Schmierölfilm der Dichtungsfuge nicht auf Grund der Rotationsbewegung abgeschleudert wird.
  • Die das rotierende Schieberelement 41e bildende Dichthülse kann gegebenenfalls die Funktion des Lagers 11a übernehmen, nachdem die Dichthülse für die Abdichtfunktion ohnehin geschmiert ist. Das Lager 11a kann damit entfallen.
  • Die Funktionsweise des Drehschieberventils 39a entspricht der Funktionsweise des vorangegangen erläuterten Drehschieberventils 39, wobei auch hier zwei Einlasssteueröffnungen 45a, 47a vorgesehen sind und die Druckgaszuführung zu der in Drehrichtung nachfolgenden Einlasssteueröffnung 47a über ein (nicht dargestelltes) Steuerventil ähnlich dem Steuerventil 61 sperrbar ist.
  • Es versteht sich, dass das Drehschieberventil der 3 und 4 auch bei einem Vierzylinder-Zylinderläufermotor benutzt werden kann und dass das Drehschieberventil 39 der 1 und 2 auch bei einem Sechszylindermotor vorgesehen sein kann. Es versteht sich ferner, dass die Drehschieberventile der 1 bis 4 auch bei Motoren genutzt werden können, die kein Stirnradgetriebe ähnlich den Stirnradgetrieben 63 und 63a nutzen.
  • Die Kolben der anhand der 1 bis 4 erläuterten Motoren haben die Form eines zur Kurbelwelle hin offenen Topfs. Auf Grund der Rotation des Zylinderläufers kann sich Schmieröl, welches die Kolben im Betrieb von den Zylindern abstreifen, in dem Topf sammeln, was die Schmierfunktion beeinträchtigen kann. Diesen Effekt vermeidet der in 5 dargestellte Kolben 19b, der auf der Seite der Kolbenstange 21b durch einen im Wesentlichen ebenen Boden 83 abgeschlossen ist. Von der Zylinderwand abgestreiftes Öl fließt entlang des ebenen Bodens zurück zur Zylinderwand.
  • Der Kolben 19b ist als Hohlkolben ausgebildet und enthält einen thermisch isolierenden Hohlraum 85. Der Kolben 19b ist hierzu aus zwei Schalen 87, 89 geformt, von denen eine die Bodenwand 83 und die andere eine Dachwand 91 bildet. Die Schalen werden durch wenigstens eine den Kolben 19b zugleich an der Kolbenstange 21b befestigende Schraube 93 zusammengehalten. Das Drehschieberventil kann gegebenenfalls auch axial seitlich des Zylinderläufers im Bereich der Kurbelwelle angeordnet sein.

Claims (20)

  1. Druckgas-Zylinderläufermotor, umfassend – eine Maschinenbasis (1a), – einen relativ zu der Maschinenbasis (1a) um eine erste Drehachse (7a) drehbar gelagerten Zylinderläufer (5a) mit mehreren in gleichen Winkelabständen um die erste Drehachse (7a) herum angeordneten Zylindern (17a), in welchen radial zur ersten Drehachse (7a) verschiebbare Kolben (19a) angeordnet sind, von denen jeder in dem Zylinder (17a) einen Druckraum (37a) nach radial innen begrenzt, – eine relativ zu der Maschinenbasis (1a) eine zweite, um eine vorbestimmte Exzentrizität (e) achsparallel zur ersten Drehachse (7a) versetzte Drehachse (27a) drehbar gelagerte Kurbelwelle (25a), an deren Exzenterlagern (29a) die Kolben (19a) vorzugsweise paarweise über Kolbenstangen (21a) geführt sind, wobei die Exzenterlager (29a) relativ zueinander und zu der Kurbelwelle (25a) feststehende dritte Drehachsen (35a) definieren, die um die vorbestimmte Exzentrizität (e) gegen die zweite Drehachse (27a) achsparallel versetzt sind, – und einer den Druckräumen (37a) im Wesentlichen zeitlich nacheinander unter Überdruck stehendes Gas zuführende und das Gas nach zumindest teilweiser Entspannung wieder abführende Gaswechselsteuerung (39a), dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinderläufer (5a) die Druckräume (37a) der Zylinder (17a) radial außen abschließt, dass die Gaswechselsteuerung auf axial einer Seite des Zylinderläufers (5a) ein Drehschieberventil (39a) mit einem relativ zur Maschinenbasis (1) stationären Schieberelement (43) und einem zusammen mit dem Zylinderläufer (5a) rotierenden Schieberelement (41a) aufweist, wobei das stationäre Schieberelement (43a) eine Steueröffnung (55a) für jeden Zylinder (11a) aufweist, die über einen für den Gaseinlass und den Gasauslass gemeinsamen Gaswechselkanal (57a) mit dem Druckraum (37a) des Zylinders (17a) verbunden ist.
  2. Zylinderläufermotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das rotierende Schieberelement (41a) das stationäre Schieberelement (43a) koaxial umschließt und die über die Gaswechselkanäle (57a) mit den Druckräumen (37a) verbundenen Steueröffnungen (55a) radial verlaufen.
  3. Zylinderläufermotor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das rotierende Schieberelement (41a) eine mit den Steueröffnungen (55a) versehene zylindrische Dichthülse aufweist.
  4. Zylinderläufermotor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichthülse zugleich eine Lagerhülse für die Drehlagerung des Zylinderläufers (5a) an dem stationären Schieberelement (43a) bildet.
  5. Zylinderläufermotor nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Einlasssteueröffnung (45a, 47a) und die wenigstens eine Auslasssteueröffnung (51a) als am Außenumfang des stationären Schieberelements (43a) in Umfangsrichtung und im Abstand voneinander sich erstreckende, mit den Steueröffnungen (55a) des rotierenden Schieberelements (41a) kommunizierende Nutabschnitte ausgebildet sind.
  6. Zylinderläufermotor nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das stationäre Schieberelement (43a) ein Lager (11a) für den Zylinderläufer (5a) oder/und ein Lager (23a) für die Kurbelwelle (25a) bildet oder trägt.
  7. Zylinderläufermotor nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehschieberventil (39a) als Schmiermittel geschmiertes Drehschieberventil ausgebildet ist.
  8. Zylinderläufermotor nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das stationäre Schieberelement (43a) in Drehrichtung des rotierenden Schieberelements (41a) gegeneinander versetzt wenigstens zwei Einlasssteueröffnungen (45a, 47a) aufweist, und dass wenigstens einer (47a) dieser Einlasssteueröffnungen ein Steuerventil (61) zugeordnet ist, mittels dem die Zufuhr von Druckgas unabhängig von wenigstens einer anderen (45a) der Einlasssteueröffnungen steuerbar ist.
  9. Zylinderläufermotor nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinderläufer (5a) Zylinderdächer (9a) aufweist, die die Druckräume (37a) der Zylinder (17a) radial außen abschließen und dass die gemeinsamen Gaswechselkanäle (57a) an den Zylinderdächern (9a) münden.
  10. Druckgas-Zylinderläufermotor, umfassend – eine Maschinenbasis (1), – einen relativ zu der Maschinenbasis (1) um eine erste Drehachse (7) drehbar gelagerten Zylinderläufer (5) mit mehreren in gleichen Winkelabständen um die erste Drehachse (7) herum angeordneten Zylindern (17), in welchen radial zur ersten Drehachse (7a) verschiebbare Kolben (19) angeordnet sind, von denen jeder in dem Zylinder (17) einen Druckraum (37) nach radial innen begrenzt, – eine relativ zu der Maschinenbasis (1) eine zweite, um eine vorbestimmte Exzentrizität (e) achsparallel zur ersten Drehachse (7) versetzte Drehachse (27) drehbar gelagerte Kurbelwelle (25), an deren Exzenterlagern (29) die Kolben (19) vorzugsweise paarweise über Kolbenstangen (21) geführt sind, wobei die Exzenterlager (29) relativ zueinander und zu der Kurbelwelle (25) feststehende dritte Drehachsen (35) definieren, die um die vorbestimmte Exzentrizität (e) gegen die zweite Drehachse (27) achsparallel versetzt sind, – und eine den Druckräumen (37) im Wesentlichen zeitlich nacheinander unter Überdruck stehendes Gas zuführende und das Gas nach zumindest teilweiser Entspannung wieder abführende Gaswechselsteuerung (39), dadurch gekennzeichnet, dass die Gaswechselsteuerung als Drehschiebersteuerung (39) mit einem relativ zur Maschinenbasis (1) stationären Schieberelement (43) und einem zusammen mit dem Zylinderläufer (5) rotierenden Schieberelement (41) ausgebildet ist, wobei das stationäre Schieberelement (43) wenigstens zwei in Drehrichtung des rotierenden Schieberelements (51) gegeneinander versetzte, mit einem Gaseinlass (49) für die Zuführung von Druckgas verbundene Einlasssteueröffnung (45, 47) und wenigstens eine mit einem Gasauslass (53) für entspanntes Gas verbundene Auslasssteueröffnung (51) aufweist und das rotierende Schieberelement (41) eine Steueröffnung (55) für jeden Zylinder (17) aufweist, die über einen für den Gaseinlass und den Gasauslass gemeinsamen Gaswechselkanal (57) mit dem Druckraum (37) des Zylinders (17) verbunden ist, und dass wenigstens einer (47) der Einlasssteueröffnungen ein Steuerventil (61) zugeordnet ist, mittels dem die Zufuhr von Druckgas unabhängig von wenigstens einer anderen (45) der Einlasssteueröffnungen steuerbar ist.
  11. Zylinderläufermotor nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das rotierende Schieberelement (41) an einer die Druckräume (37) radial abschließenden, die gemeinsamen Gaswechselkanäle (57) enthaltenden Umfangswand (9) des Zylinderläufers (5) ausgebildet ist und dass die Maschinenbasis als den Zylinderläufer (5) umschließendes Gehäuse (1) ausgebildet ist, dessen der Umfangswand (9) des Zylinderläufers (5) gegenüberliegende Umfangswand (3) die Einlasssteueröffnungen (45, 47) sowie die wenigstens eine Auslasssteueröffnung (51) des stationären Schieberelements (43) aufweist.
  12. Zylinderläufermotor nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Gaswechselkanäle (57) in der Umfangswand (9) des Zylinderläufers (5) in Umfangsrichtung im Wesentlichen schräg verlaufen und – bezogen auf die Steueröffnung (55) – in Drehrichtung voreilgend in den Druckraum (37) münden.
  13. Zylinderläufermotor nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Einlasssteueröffnungen (45, 47) einen Steuerwinkelabstand von einander haben, der größer als der Steuerwinkelabstand zwischen den Steueröffnungen (55) von zwei benachbarten Zylindern (17) ist.
  14. Zylinderläufermotor nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurbelwelle (25) und der Zylinderläufer (5) über ein axial seitlich des Zylinderläufers (5) angeordnetes, die Kolben (19) von Zylinderschubkräften in Drehrichtung des Zylinderläufers (5) im Wesentlichen entlastendes Stirnradgetriebe (63) drehfest miteinander verbunden ist.
  15. Zylinderläufermotor nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Stirnradgetriebe (63) ein drehfest auf der Kurbelwelle (25) sitzendes erstes Stirnrad (65) sowie ein die Kurbelwelle (25) umschließendes, mit dem Zylinderläufer (5) drehfest koaxial verbundenes zweites Stirnrad (69) aufweist und dass an der Maschinenbasis (1) ein mit dem ersten Stirnrad (63) kämmendes drittes Stirnrad (71) achsparallel drehbar gelagert ist, welches mit einem mit dem zweiten Stirnrad (69) kämmenden vierten Stirnrad (73) drehfest verbunden ist.
  16. Zylinderläufermotor nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Teilkreisdurchmesser des ersten (65) zum dritten (71) Stirnrad gleich 1:1 und des zweiten (69) zum vierten (73) Stirnrad gleich 2:1 ist.
  17. Zylinderläufermotor nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Stirnrad (69) auf einem zum ersten Stirnrad (65) axial vorstehenden Lageransatz (67) des Zylinderläufers (5) sitzt.
  18. Zylinderläufermotor nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolben (19b) als Hohlkolben ausgebildet sind, deren Hohlraum (85) durch eine Umfangswand, ein Kolbendach (91) und einen Kolbenboden (83) abgeschlossen ist.
  19. Zylinderläufermotor nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (19b) einen im Wesentlichen flachen Kolbenboden (83) hat.
  20. Zylinderläufermotor nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Teilanzahl der Kolbenstangen (21) gegen die Zylindermitte versetzt ist und an ihrem kolbenseitigen Ende einen quer abstehenden Arm (75) trägt, an dem der Kolben (19) mittels mehrerer Schrauben (79) angeschraubt ist.
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