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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fahrzeugdach mit einer Dachöffnung und einem dieser zugeordneten Deckel, welcher in eine Lüftungsstellung verstellbar ist, bei der der Deckel einerseits mit seiner Hinterkante über die Dachfläche ausgestellt und andererseits gegenüber der Dachöffnung nach vorne verschoben ist.
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Weit verbreitet sind sogenannte Schiebehebedächer, bei denen der Deckel einerseits in eine die Dachöffnung ganz oder weitgehend freigebende Öffnungsstellung und andererseits in eine Lüftungsstellung einstellbar ist, bei der dessen Hinterkante über die Dachfläche ausgestellt ist. Bei der Lüftungsstellung ist der zwischen Deckel und Dachfläche gebildete Lüftungsspalt verhältnismäßig klein, so dass insbesondere für warme Länder der Luftaustausch im Fahrzeuginneren nur gering ist. Um eine größere Lüftungsöffnung zu bekommen, muss bei derartigen Schiebehebedächern die Lüftungsstellung aufgegeben und der Deckel mehr oder weniger weit in Richtung seiner Öffnungsstellung verfahren werden. Bei einer derartigen Einstellung des Deckels entstehen jedoch im allgemeinen sehr laute Windgeräusche und unangenehme Luftwirbel im Inneren des Fahrzeuges, da die dem ausgestellten Deckel eigene Windabweiserfunktion fehlt. Schiebehebedächern der beschriebenen Art ist deshalb im allgemeinen zusätzlich ein an der Vorderkante der Dachöffnung angeordneter Windabweiser zugeordnet, welcher beim Verstellen des Deckels in seine Öffnungsstellung automatisch in eine Betriebsstellung gelangt und beim Schließen des Deckels wieder in die Dachkontur eingefahren wird. Schiebehebedächer mit einem zusätzlichen Windabweiser sind konstruktiv und herstellungstechnisch verhältnismäßig aufwendig; sie können außerdem wegen des erhöhten Kraftaufwandes zum einfahren des Windabweisers beim Schließen des Deckels zu einer Fehlfunktion einer Einklemmschutz-Sensorik führen.
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Durch die
DE 11 99 638 A ist bereits ein Fahrzeugdach der im Oberbegriff des Anspruches 1 genannten Art bekannt, bei dem der als Lüftungsklappe bezeichnete Deckel zum Öffnen des Lüftungsspaltes gleichzeitig nach vorne verschoben und an seiner Hinterkante nach oben ausgestellt wird. Dabei wird das vordere Ende der Lüftungsklappe in eine dafür vorgesehene Tasche an einem Verstärkungsrahmen des Dachausschnittes geschoben, in deren Seitenbereichen auch die Führungs- und Betätigungsmittel für die Lüftungsklappe angeordnet sind. Da im allgemeinen der zur Verfügung stehende Einbauraum im Bereich des als Windlauf bezeichneten vorderen Randes der Dachöffnung sowohl in seiner Länge als auch in seiner Höhe begrenzt ist, ist auch die Größe der Tasche für die Aufnahme des vorderen Endes der Lüftungsklappe und damit sowohl der mögliche Verschiebeweg als auch der mögliche Neigungswinkel der Lüftungsklappe begrenzt, so dass mit dieser bekannten Konstruktion nur ein verhältnismäßig kleiner Lüftungsspalt erzielbar ist. Doch selbst für den Fall, dass diese Tasche verhältnismäßig klein gehalten wird, hat sie in diesem Bereich eine Verdickung der Dachkonstruktion in Z-Richtung zur Folge, so dass die Kopffreiheit für die vorderen Insassen eingeschränkt wird.
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Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Fahrzeugdach der im Oberbegriff des Anspruches 1 genannten Art zu schaffen, welches gegenüber der bekannten Konstruktion einen größeren Lüftungsspalt des Deckels an dessen Hinterkante ohne eine Beeinträchtigung der Kopffreiheit für die Fahrzeuginsassen erlaubt.
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Grundgedanke der Erfindung ist, dass oberhalb der Dachfläche keine Beschränkungen hinsichtlich des Verschiebeweges nach vorne und der Ausstellneigung des Deckels bestehen, so dass diese Verstellgrößen nur davon bestimmt werden, bei welcher Stellung ein optimaler Lüftungseffekt erzielt wird. Es sei an dieser Stelle bemerkt, dass bis zur Endstellung des Deckels in seiner am weitesten nach vorne verschobenen und ausgestellten Stellung natürlich auch beliebige Zwischenstellungen sowohl hinsichtlich des Verschiebeweges nach vorne als auch hinsichtlich des Ausstellwinkels möglich sind.
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Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Deckel zumindest in seiner Lüftungs-Endstellung mit seiner Vorderkante auf der Dachfläche aufliegt. Dabei lässt sich ohne weiteres eine Kinematik konstruieren, die bewirkt, dass der Deckel während des gesamten Verfahrweges an der Dachfläche anliegt. Im Allgemeinen genügt es jedoch, dass sich der Deckel erst in seiner Lüftungs-Endstellung an die Dachfläche anlegt, so dass die Verstellung des Deckels in X-Richtung bis zur Endstellung widerstandsarm erfolgt. Bei einer auf der Dachfläche aufliegenden Vorderkante des Deckels ergibt sich eine besonders günstige aerodynamische Anordnung, da zwischen Deckel und Dachfläche kein Schlitz verbleibt, so dass die gesamte den Deckel anströmende Luft nach oben abgelenkt wird.
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Um ein Verkratzen der Dachfläche und ein eventuelles Klappern des Deckels an der Dachfläche zu verhindern und um eventuelle vorhandene Montageungenauigkeiten des Deckels und des Deckelantriebes zu kompensieren, ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass der Deckel an seiner Vorderkante eine Dichtung oder dergleichen aufweist, die sich an die Dachfläche anlegt. Es kann sich dabei auch um einen Teil der am Umfangsrand des Deckels angeordneten Dichtung handeln, die den Deckel in seiner Schließstellung gegenüber einem Deckelrahmen abdichtet.
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Eine konstruktive Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Deckel über an seinen Seitenkanten angreifende Verstellmittel verstellbar ist. Derartige Verstellmittel sind allgemein bei Deckeln für Fahrzeugdächer bekannt, und sie können beispielsweise Kulissenführungen und/oder Schwenkhebel umfassen.
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Die Verstellmittel zum Verstellen des Deckels zwischen seiner Schließstellung und der Belüftungsstellung gegebenenfalls zum Verstellen in eine die Dachöffnung freigebende Öffnungsstellung können manuell, beispielsweise über eine Handkurbel oder mittels eines Motorantriebes verstellbar sein, die in an sich bekannter Weise über Zug und Druck übertragende Antriebskabel mit den Verstellmitteln gekoppelt sind.
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Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen.
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1 in einer schematischen, perspektivischen Ansicht von links oben ein Fahrzeugdach mit einer Dachöffnung und einem zugeordneten Deckel in Lüftungsstellung;
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2 bis 5 jeweils schematisch verschiedene Ausgestaltungen von Verstellmitteln für einen Deckel in verschiedenen Öffnungsphasen.
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1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht von oben eine Teildarstellung eines Fahrzeugdaches 2 mit einer Dachöffnung 4 und einem dieser Dachöffnung zugeordneten Deckel 6.
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Der Deckel 6 ist zwischen einer nicht dargestellten, die Dachöffnung 4 verschließenden Schließstellung und zumindest der dargestellten Lüftungsstellung verstellbar, bei der er gegenüber der Dachöffnung 4 in X-Richtung, d. h. nach vorne verschoben und mit seiner Hinterkante 8 nach oben ausgestellt ist.
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Wie 1 weiter erkennen lässt, ist zumindest an der Vorderkante 10 eine Dichtung 12 so angeordnet, dass diese bei der dargestellten Lüftungsstellung auf der Dachfläche 11 aufliegt. Die Dichtung 12 kann Teil einer um den gesamten Umfang des Deckels 6 umlaufenden Dichtung sein, die diesen auch in seiner Schließstellung gegenüber einem den Deckel aufnehmenden Deckelrahmen abdichtet, wie nicht näher dargestellt ist.
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Wie bereits weiter vorne ausgeführt wurde, kann es sich bei dem Deckel 6 um den Deckel eines sogenannten Schiebehebedachs, Spoilerdachs oder außengeführten Schiebedachs (ASD) handeln, welches beispielsweise nach hinten unter oder über die Dachfläche verschoben werden kann, um die Dachöffnung 4 weitgehend oder vollständig frei zu legen, wie ebenfalls nicht dargestellt wurde, da dies für die vorliegende Erfindung nicht relevant ist. Der Antrieb erfolgt entweder manuell über die in 1 angedeutete Handkurbel 15 oder einen in 1 alternativ angedeuteten elektrischen Antrieb 15A, mittels denen die in den folgenden 2 bis 5 gezeigten Antriebskabel 32, 66, 90 beziehungsweise 100 betätigt werden.
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2 zeigt schematisch die an einer Deckelseite angeordneten, nahe einer der Seitenkanten 13 angreifenden Verstellmittel für eine Verstellung des Deckels 26 zwischen der in 2a) dargestellten Schließstellung und der in 2d) dargestellten Lüftungs-Endstellung. Die an der gegenüberliegenden Deckelseite angeordneten Verstellmittel sind spiegelbildlich symmetrisch zu einer in der Mitte des Fahrzeugdachs längsverlaufenden Symmetrieachse aufgebaut und werden deshalb nicht im Einzelnen beschrieben.
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Die im Ganzen mit 14 bezeichneten Verstellmittel umfassen einen vorderen Winkelhebel 16 und einen hinteren Winkelhebel 18. Der vordere Winkelhebel 16 ist in seinem Eckbereich über ein Schiebe-Drehgelenk 20 an der Dachstruktur gelagert. Ein Arm 22 des Winkelhebels 16 ist über ein Drehgelenk 24 mit dem Deckel 26 verbunden. Der andere Arm 28 trägt einen Kulissenstein 30, welcher in eine über ein Antriebskabel 32 in X-Richtung verschiebbare Kulissenführung 34 eingreift. Die Kulissenbahn 36 der Kulissenführung 34 weist einen im Wesentlichen horizontalen vorderen Abschnitt und einen demgegenüber nach oben ansteigenden und anschließend wieder horizontal verlaufenden hinteren Abschnitt auf, wie die 2a) bis 2d) erkennen lassen.
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Der hintere Winkelhebel 18 ist ebenfalls über ein in seinem Winkelbereich angeordnetes Schiebe-Drehgelenk 38 drehbar und verschiebbar an der Dachstruktur gelagert. Ein Arm 40 des hinteren Winkelhebels 18 ist über ein Schiebe-Drehgelenk 42 am Deckel 26 angelenkt; der andere Arm 44 ist ähnlich wie beim Winkelhebel 16 über einen Kulissenstein 46 in einer in X-Richtung verstellbaren Kulissenführung 48 mit einer von vorn nach hinten horizontalen, dann leicht ansteigenden und dann wieder horizontal verlaufenden Kulissenbahn 50 geführt. Wie die 2b) zeigt, wird zum Ausstellen der Hinterkante des Deckels 26 die Kulissenführung 48 nach vorne verstellt, wodurch der Kulissenstein 46 über die ansteigende Kulissenbahn 50 angehoben, der Winkelhebel 18 im Uhrzeigersinn verschwenkt und die Hinterkante des Deckels 26 über das Schiebe-Drehgelenk 42 angehoben wird. Der Kulissenstein 30 liegt dabei im vorderen horizontalen Teil der Kulissenbahn 36 einen Leerweg zurück, so dass die Vorderkante des Deckels 26 dabei noch geschlossen bleibt.
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Wie 2c) zeigt, wird zum Anheben der Vorderkante des Deckels 26 die vordere Kulissenführung 34 noch weiter nach vorne verstellt, wodurch der Kulissenstein 30 mittels der Kulissenbahn 36 angehoben, der vordere Winkelhebel 16 im Uhrzeigersinn verschwenkt und der vordere Bereich des Deckels 26 angehoben wird. Das Schiebe-Drehgelenk 42 des Arms 40 des Winkelhebels 18 liegt dabei in der Kulisse unterhalb des Deckels 26 einen Leerweg bis zu deren hinterem Ende zurück.
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Um den Deckel 26 nach vorne zu verschieben, werden, wie 2d) erkennen lässt, die beiden Kulissenführungen 34 und 48 weiter nach vorne verstellt, wobei die beiden Winkelhebel 16 und 18 dank der Verschiebemöglichkeit der Schiebe-Drehgelenke 20 bzw. 38 nach vorne mitgenommen werden und den Deckel 26 in seine vordere Lüftungs-Endstellung verstellen.
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3 zeigt eine Anordnung, bei der an einem Deckel 52 eine Kulissenführung 54 angeordnet ist, an der zwei Kulissenbahnen 56 bzw. 58 ausgebildet sind. Die hintere Kulissenbahn 56 weist einen im wesentlichen horizontalen vorderen Abschnitt 60, einen an diesen nach hinten anschließenden nach oben ansteigenden Abschnitt 61 und einen horizontalen hinteren Abschnitt 62 auf. In die Kulissenbahn 56 greift ein Kulissenstein 64 ein, der mit Hilfe eines Antriebskabels 66 in X-Richtung verstellbar ist.
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Die Kulissenbahn 58 weist insgesamt fünf Abschnitte 58A bis 58E auf. An einen vorderen horizontalen Abschnitt 58A schließt sich ein ansteigender Abschnitt 58B, ein mittlerer horizontaler Abschnitt 58C, ein weiterer ansteigender Abschnitt 58D und ein hinterer horizontaler Abschnitt 58E an. In die Kulissenführung 58 greift ein Kulissenstein 68 ein, der ebenfalls über ein Antriebskabel 66 in X-Richtung verstellbar ist.
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Im vorderen Bereich des Deckels 52 ist ein nach vorne gekrümmter Hebel 70 angeordnet, dessen freies vorderes Ende über ein Schiebe-Drehgelenk 72 mit der Dachstruktur verbunden ist. Das Schiebe-Drehgelenk 72 ist entlang einer Führungsbahn 74 verschiebbar, die in etwa die Form eines nach unten offenen U aufweist.
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Wie 3b) zeigt, werden zum Ausstellen der Hinterkante des Deckels 52 die beiden Kulissensteine 64 und 68 gleichzeitig mittels des Antriebskabels 66 nach vorne verschoben, wobei der hintere Kulissenstein 64 über den abfallenden Abschnitt 61 in den unteren Abschnitt 60 der zugeordneten Kulissenbahn 56 gelangt, während der vordere Kulissenstein 68 vom hinteren Abschnitt 58E über den abfallenden Abschnitt 58D in den mittleren Abschnitt 58C der zugeordneten Kulissenbahn 58 gelangt. Dadurch wird der Deckel 52 um die Achse des Schiebe-Drehgelenkes 72 nach oben verschwenkt, wobei jedoch noch keine Verschiebung des Deckels 52 nach vorne erfolgt.
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Wie 3c) erkennen lässt, fährt bei einer weiteren Verschiebung der beiden Kulissensteine 64 bzw. 68 nach vorne der vordere Kulissenstein 68 in den vorderen unteren Abschnitt 58A der Kulissenbahn 58 ein und hebt den Deckel 52 vorne an, gleichzeitig gelangen die beiden Kulissensteine 64 bzw. 68 an die Enden der zugeordneten Kulissenbahnen 56 bzw. 58. Der Deckel 52 kann nun mit nach vorne genommen werden. Dabei wird das vordere Ende des Deckels 52 über den Hebel 70 und das Schiebe-Drehgelenk 72 in der Führungsbahn 74 zunächst leicht nach oben geführt. Bei einer weiteren Verschiebung der Kulissensteine 64 und 68 nach vorne wird der Deckel 52 über die Führungsbahn 74 im wesentlichen horizontal geführt und zuletzt über den nach unten gekröpften Endabschnitt der Führungsbahn 74 wieder abgesenkt und in Anlage an die vordere Dachfläche 76 gebracht.
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4 zeigt eine weitere Ausführungsvariante für die Verstellmittel zum Verstellen eines Deckels 78. An dem Deckel 78 ist im hinteren Bereich eine Kulissenführung 80 und im vorderen Bereich eine Kulissenführung 82 angeordnet. Die hintere Kulissenführung 80 trägt eine geschlossene Kulissenbahn 84 mit einem vorderen Abschnitt 84A, einem hinteren horizontalen Abschnitt 84C und einem dazwischen liegenden ansteigenden Abschnitt 84B, während die vordere Kulissenführung 82 eine vorne offene Kulissenbahn 86 mit einem nach vorne offenen horizontalen Abschnitt 86A, einem ansteigenden Abschnitt 86B und einem hinteren horizontalen Abschnitt 86C aufweist.
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In die Kulissenbahn 84 greift ein Kulissenstein 88 ein, der mittels eines Antriebskabels 90 in X-Richtung verstellbar ist. In die Kulissenbahn 86 greift ein Kulissenstein 92 ein, welcher ebenfalls über das Antriebskabel 90 in X-Richtung verstellbar ist.
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Ein an der Dachstruktur über ein Schwenkgelenk 94 schwenkbar gelagerter Hebel 96 ist an seinem freien Ende über ein Schiebe-Drehgelenk 98 mit dem Deckel 78 verbunden. Der Hebel 96 ist über ein Antriebskabel 100 in der X-Z-Ebene verschwenkbar. Die Schwenkbewegung des Hebels 96 wird durch einen an diesem angeordneten, in eine zumindest zeitweise ortsfeste Kulisse 102 eingreifenden Kulissenstein 104 begrenzt.
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Wie insbesondere die Detaildarstellungen A und B zeigen, umfasst das Schiebe-Drehgelenk 98 einen am freien Endes des Hebels 96 angeordneten Kulissenstein 106 mit einem kreisabschnittförmigen Querschnitt, welcher in eine am Deckel 78 angeordnete Führungsbahn 108 eingreift. Der Kulissenstein 106 hat demnach einen dem Kreisdurchmesser entsprechenden größten Durchmesser sowie einen kleinsten Durchmesser, welcher durch die Größe des am Kreisquerschnitt fehlenden Kreisabschnittes bestimmt ist. Die Führungsbahn 108 hat einen – bezogen auf die Stellung des Hebels 96 in 1 – vor dem Kulissenstein 106 liegenden breiteren Führungsbahnabschnitt 108a und einen dahinter liegenden schmaleren Führungsbahnabschnitt 108b. Bei der in 4a) und 4b) gezeigten Stellung des Hebels 96 hat der Kulissenstein 106 eine Orientierung zur Führungsbahn 108, mit der er sich nur im vorderen breiteren Führungsbahnabschnitt 108 verschieben kann, wie die Detaildarstellung A zeigt. Bei einer Stellung de Hebels 96 entsprechend der 4c) und 4d) hat der Kulissenstein 106 eine Orientierung zur Führungsbahn 108, die es ihm erlaubt, sich in den hinteren engeren Führungsbahnabschnitt 108b zu verschieben, wie die Detaildarstellung B zeigt und wie anhand der 4c) noch genauer beschrieben wird.
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Wie 4b) zeigt, werden zum Ausstellen der Hinterkante des Deckels 78 nach oben die Kulissensteine 88 und 92 über das Antriebskabel 90 gleichzeitig nach vorne bewegt, wobei der Deckel 78 etwa um die Achse des Schiebe-Drehgelenkes 98 nach vorne gekippt wird. Ein Abheben des Deckels nach oben wird insbesondere durch den Kulissenstein 92 noch verhindert.
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Um den Deckel 78 auch im vorderen Bereich über die Dachfläche zu heben, werden gemäß 4c) die Kulissensteine 88 und 92 so weit verschoben, dass der vordere Kulissenstein 92 in eine Lage kommt, bei der er aus der zugeordneten Kulissenbahn 86 austreten kann. Durch Verschwenken des Hebels 96 mittels des Antriebskabels 100 nach vorne in den vorderen Führungsbahnabschnitt 108a hinein wird der Deckel 78 im vorderen Bereich angehoben. Dabei gelangt der Hebel 96 in die in der Detailansicht B dargestellte Stellung, bei der der Kulissenstein 106 eine Orientierung zur Führungsbahn 108 hat, mit der er auch in den hinteren Führungsbahnabschnitt 108b eintreten kann.
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Durch ein weiteres Verfahren des Kulissensteins 88 nach vorne (der Kulissenstein 92 befindet sich außerhalb der zugeordneten Kulissenbahn 86 und ist deshalb wirkungslos) wird der Deckel 78 nach vorne mitgenommen, wobei er im vorderen Bereich durch den Kulissenstein 106 abgestützt wird, der sich in den hinteren Führungsbahnabschnitt 108b hinein bewegt hat. Die vordere Endstellung des Deckels 78 wird durch den Kulissenstein 106 definiert, der am hinteren Ende der Führungsbahn 108 anliegt; die Schwenkbewegung des Hebels 96 wird durch den Kulissenstein 104 und die Kulisse 102 begrenzt.
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5 zeigt eine weitere Variante für die Antriebsmittel zum Verstellen des Deckels 110. Sie umfasst einen vorderen Lenker 112 und einen hinteren Lenker 114. Der vordere Lenker 112 ist über ein Schwenkgelenk 116 an der Dachstruktur und über ein Schwenkgelenk 118 am Deckel 110 gelagert. Ein Hilfslenker 120 ist einerseits über ein Schiebe-Drehgelenk 122 am Deckel 110 nahe von dessen Vorderkante und über ein weiteres Schiebe-Drehgelenk 124 am Lenker 112 in einer parallel zu diesem verlaufenden Kulisse 113 gelagert.
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Der hintere Lenker 114 ist über ein Schwenkgelenk 126 an der Dachstruktur und über ein Schiebe-Drehgelenk 128 am Deckel 110 nahe von dessen Hinterkante gelagert. Die Lenker 112 und 114 können über geeignete Antriebsmittel, beispielsweise über nicht dargestellte Antriebskabel aus der in 5a) gezeigten, einer Schließstellung des Deckels entsprechenden Stellung im Gegenuhrzeigersinn und wieder zurück verschwenkt werden.
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Wie 5b) erkennen lässt, wird durch eine abgestimmte Verschwenkung der beiden Lenker 112, 114 im Gegenuhrzeigersinn der Deckel 110 zunächst mit seiner Hinterkante nach oben ausgestellt.
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Eine weitere Verschwenkung des Lenkers 112 im Gegenuhrzeigersinn bewirkt eine Anhebung des Deckels 110 in seinem vorderen Bereich über die Dachfläche 130.
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Um den Deckel 110 in seine vordere Lüftungs-Endstellung zu verstellen, werden die beiden Lenker 112, 114 weiter im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt, bis sie die in 5d) dargestellte Stellung einnehmen.
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Ein am Lenker 114 angeordneter Kulissenstein 132 ist in einer an der Dachstruktur ausgebildeten ortsfesten Führungsbahn 134 geführt. Diese Führungsbahn 134 ist so ausgelegt, dass sie den Schwenkwinkel des Lenkers 114 begrenzt und damit dessen in den 5a) einerseits und 5d) andererseits dargestellte Endlagen definiert.
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Bezugszeichenliste
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- 2
- Fahrzeugdach
- 4
- Dachöffnung
- 6
- Deckel
- 8
- Hinterkante
- 10
- Vorderkante
- 11
- Dachfläche
- 12
- Dichtung
- 13
- Seitenkanten
- 14
- Verstellmittel
- 15
- Handkurbel
- 15A
- Antrieb
- 16
- Winkelhebel
- 18
- Winkelhebel
- 20
- Schiebe-Drehgelenk
- 22
- Arm
- 24
- Drehgelenk
- 26
- Deckel
- 28
- Arm
- 30
- Kulissenstein
- 32
- Antriebskabel
- 34
- Kulissenführung
- 36
- Kulissenbahn
- 38
- Schiebe-Drehgelenk
- 40
- Arm
- 42
- Schiebe-Drehgelenk
- 44
- Arm
- 46
- Kulissenstein
- 48
- Kulissenführung
- 50
- Kulissenbahn
- 52
- Deckel
- 54
- Kulissenführung
- 56
- Kulissenbahn
- 58
- Kulissenbahn
- 58A–E
- Abschnitte (von 58)
- 60
- Abschnitt (von 56)
- 61
- Abschnitt (von 56)
- 62
- Abschnitt (von 56)
- 64
- Kulissenstein
- 66
- Antriebskabel
- 68
- Kulissenstein
- 70
- Hebel
- 72
- Schiebe-Drehgelenk
- 74
- Führungsbahn
- 76
- Dachfläche
- 78
- Deckel
- 80
- Kulissenführung
- 82
- Kulissenführung
- 84
- Kulissenbahn
- 84A-C
- Abschnitte(von 84)
- 86
- Kulissenbahn
- 86A-C
- Abschnitte (von 86)
- 88
- Kulissenstein
- 90
- Antriebskabel
- 92
- Kulissenstein
- 94
- Schwenkgelenk
- 96
- Hebel
- 98
- Schiebe-Drehgelenk
- 100
- Antriebskabel
- 102
- Kulisse
- 104
- Kulissenstein
- 106
- Kulissenstein
- 108
- Führungsbahn
- 108a
- Führungsbahnabschnitt
- 108b
- Führungsbahnabschnitt
- 110
- Deckel
- 112
- Lenker
- 113
- Kulisse (an 112)
- 114
- Lenker
- 116
- Schwenkgelenk
- 118
- Schwenkgelenk
- 120
- Hilfslenker
- 122
- Schiebe-Drehgelenk
- 124
- Schiebe-Drehgelenk
- 126
- Schwenkgelenk
- 128
- Schiebe-Drehgelenk
- 130
- Dachfläche
- 132
- Kulissenstein
- 134
- Führungsbahn