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DE102005031801B3 - Reinigungsanlage für Türme von Windkraftanlagen - Google Patents

Reinigungsanlage für Türme von Windkraftanlagen Download PDF

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Abstract

Reinigungsanlage zum Reinigen und/oder Konservieren der Oberfläche eines Bauwerks (10) mit konischer oder zylindrischer Gestalt und einem ein Reinigungseinrichtungen tragendes Arbeitsband (60), ein das Arbeitsband (60) in einer horizontalen Ebene umlaufend führendes Antriebsaggregat (30), das mit zwei seitlich in Richtung auf das Bauwerk (10) vorstehenden Armen (130), die an ihren freien Enden Umlenkrollen (110) tragen, versehen ist, und einer dem Arbeitsband (60) oder der zu reinigenden Fläche des Bauwerks (10) Reinigungs- bzw. Konservierungs-Flüssigkeit zuführende Flüssigkeitsleitung (70).

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Reinigungsanlage zum Reinigen und/oder Konservieren einer Oberfläche eines Bauwerks mit konischer oder zylindrischer Gestalt. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Reinigungsanlage für Türme von Windkraftanlagen.
  • Bauwerke mit konischer oder zylindrischer Gestalt, beispielsweise Türme von Windkraftanlagen, unterliegen einer dauerhaften Verschmutzung. Diese Verschmutzungen sind teilweise auf Montage- und Transportverschmutzungen oder insbesondere bei Windkraftanlagen im Maschinenhaus auftretende Leckagen, die den Turm herunterfließen, zurückzuführen. Größtenteils gehen diese Schmutzbelage aber auf von der Lufttransportierte Substanzen (u.a. auch Fäkalien von Vögeln) zurück, die dann sekundär von Mikroorganismen, Algen, Pilzen und Flechten besiedelt werden. Die Substanzen des Primärbelags, wie auch die von den Organismen der Sekundärbesiedlung ausgeschiedenen Substanzen, stellen eine nicht unerhebliche Korrosionsgefahr für Windkraftanlagen, insbesondere im Offshorebereich bei salzhaltiger und stets sehr feuchter Luft, dar. Zusätzlich wird das Landschaftsbild von stark verschmutzten Windkraftanlagen empfindlich gestört.
  • Aus diesen Gründen ist es wünschenswert, die Türme solcher Anlagen von derartigen Schmutzbelägen zu reinigen, die Oberfläche mit einem Konservierungsmittel zu behandeln, damit eine Besiedlung von Organismen auf der Turmoberfläche erschwert wird, und die Oberfläche anschließend noch zu polieren, um einen möglichst positiven ästhetischen Eindruck hervorzurufen.
  • Die Reinigung derartiger Türme ist aber sehr aufwändig. Die Reinigung erfolgt nämlich unter Einsatz von Hebebühnen größtenteils manuell. Dabei muss die Hebebühne in der Regel entlang des Umfangs des Turmes versetzt werden, um die gesamte Turmoberfläche reinigen zu können. Dieses Vorgehen erfordert einen hohen Personal-, Zeit- und Kostenaufwand, wobei eine Reinigung bei sehr hohen Türmen technisch gar nicht möglich erscheint.
  • Zum Stand der Technik wird auf die DE 3032 191 A1 , aus der eine Arbeitbühne zur Reinigung von hohen Bauwerken bekannt ist, und die WO03/048 569 A2 hingewiesen, aud der eine Vorrichtung zur Reinigung der Flügel einer Windenergieanlage bekannt ist.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine Reinigungsanlage zum Reinigen und/oder Konservieren einer Oberfläche eines Bauwerks mit konischer oder zylindrischer Gestalt, insbesondere eines Turms einer Windkraftanlage, zu schaffen, die eine Reinigung automatisch und in kurzer Zeit durchführt.
  • Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1.
  • Die Unteransprüche geben vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung wieder.
  • Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, dass eine an dem Bauwerk mit konischer oder zylindrischer Gestalt, beispielsweise ein Turm einer Windkraftanlage, anliegende Reinigungsanlage zum Reinigen und/oder Konservieren der Oberfläche eines Bauwerks (10) mit konischer oder zylindrischer Gestalt, aus einem Reinigungseinrichtungen tragenden Arbeitsband, einem das Arbeitsband in einer horizontalen Ebene umlaufend führenden Antriebsaggregat, das mit zwei seitlich in Richtung auf das Bauwerk vorstehenden Armen, die gegen Federkraft nach außen verschwenkbar sind, versehen ist, und einer dem Arbeitsband oder der zu reinigenden Fläche des Bauwerks Reinigungs- bzw. Konservierungs-Flüssigkeit zuführende Flüssigkeitsleitung besteht.
  • Änderungen im Durchmesser des Bauwerks wird dadurch Rechnung getragen, dass das die das Arbeitsband führenden, nach außen auf den Turm zu vorragenden Arme mit einer Spanneinrichtung versehen sind und damit das Anliegen des Arbeitsbandes an der Oberfläche des Bauwerks sicherstellen.
  • Die dem Arbeitsband oder der zu reinigenden Fläche des Turms zugeführte Flüssigkeit kann je nach Arbeitsgang eine Reinigungsflüssigkeit, eine Konservierungsflüssigkeit oder eine Politurflüssigkeit sein.
  • Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:
  • 1 eine schematische Seitenansicht einer Windkraftanlage mit der Reinigungsanlage nach der Erfindung, und
  • 2 einen Querschnitt durch eine Windkraftanlage mit der erfindungsgemäßen Reinigungsanlage nach 1.
  • 1 zeigt eine schematische Seitenansicht eines einfachen Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Reinigungsanlage an einem Turm 10 einer Windkraftanlage. Die Windkraftanlage besteht aus einem konischen Turm 10, einem Maschinenhaus 20 und einem hier nur angedeuteten Rotor. In diesem Beispiel ist das Antriebsaggregat 30 selbstfahrend ausgebildet und an einem zwischen dem Maschinenhaus 20 der Windkraftanlage und dem Boden gespannten Führungsseil 40 befestigt. Das Antriebsaggregat 30 bewegt sich entlang der vertika len Erstreckung des Turms 10 mit Abstützrollen 50, die, sofern ein Antriebsmotor für die Rollen 50 vorgesehen ist, auch als Antriebsmittel zum vertikalen Verfahren des Antriebsaggregats 30 genutzt werden können. Weiterhin ist das Antriebsaggregat 30 über eine Leitung 80 mit einem Flüssigkeitsreservoir 90 verbunden. Dabei kann das Flüssigkeitsreservoir 90 am Fuße des Turms 10 angeordnet sein oder aber mobil vom Aggregat 30 mitgeführt werden, so dass die Leitung 80 entsprechend kürzer ausfallen kann.
  • Das Antriebsaggregat 30 ist mit Armen 130 versehen, die an den Seiten des Antriebsaggregats 30 in Richtung auf den Turm weisend angeordnet sind. Zum Zweck der Reinigung des Turms 10 ist an dem Antriebsaggregat 30 ein Arbeitsband 60 und eine Flüssigkeitsleitung 70 befestigt. Die über dem Arbeitsband 60 liegende Flüssigkeitsleitung 70 ist dazu eingerichtet, Flüssigkeit in Form von Reinigungsflüssigkeit, Konservierungs- oder Politurflüssigkeit an das Arbeitsband abzugeben. Dabei wird das Arbeitsband 60, dessen Enden lösbar miteinander verbunden sind, vom Antriebsaggregat 30 um die vertikale Achse des Turms 10 angetrieben, so dass die im Bereich des Arbeitsbandes 60 befindliche Oberfläche des Turms 10 gereinigt werden kann.
  • 2 zeigt einen Querschnitt durch den Turm 10 auf Höhe des Arbeitsbandes 60. Das Arbeitsband 60 ist um zwei durch einen Motor angetriebene Antriebsrollen 120 und um an den freien Enden der Arme 130 angeordnete, frei laufende Rollen 110 geführt, so dass es bei nahe an dem Turm 10 herangeführtem Antriebsaggregat 30 in einem erheblichen Kreisbogen an dem Turm anliegt 10 und bei Antrieb des Arbeitsbandes 60 diesen reinigt. Der Winkel, unter dem die Arme zu dem Antriebsaggregat 30 geneigt sind, ist vorzugsweise einstellbar. Die Arme 130 können gegen den Turm mit Federkraft vorgespannt sein.
  • Um das Entstehen erheblicher auf das Antriebsaggregat 30 wirkender Horizontalkräfte zu vermeiden, können zwei gegenläufig angetriebene Arbeitsbänder vorgesehen sein.
  • Damit die Länge des Arbeitsbandes 60 auf den jeweiligen Durchmesser des Turms 10 in einer entsprechenden Höhe angepasst werden kann, ist eine (nicht gezeigte) Spanneinrichtung für das Arbeitsband 60 vorgesehen, die auf eine oder beide Antriebsrollen 120, 120 wirkt. Damit auch die Flüssigkeitsleitung 70 dem jeweiligen Durchmesser des Turms 10 angepasst werden kann, ist auch eine Spanneinrichtung für die Flüssigkeitsleitung 70 vorgesehen, die bevorzugt in Form einer Winde realisiert ist und die Flüssigkeitsleitung 70 einseitig aufwickelt. Das andere Ende der Flüssigkeitsleitung kann so dauerhaft an einem Anschluss für das die Reinigungs-, Konservierungs- oder Politurflüssigkeit enthaltende Reservoir 90 angeschlossen bleiben.
  • Sollte das Arbeitsband 60 oder die Flüssigkeitsleitung 70 im Zusammenspiel mit den jeweiligen Spann- bzw. Wickeleinrichtungen nicht für jeden Turmdurchmesser geeignet sein, ist vorgesehen, dass das Arbeitsband 60 mit Segmenten erweitert bzw. verkürzt werden kann. Die Flüssigkeitsleitung 70 kann dabei auch segmentiert sein und über Kupplungsstücke verlängert bzw. verkürzt werden.
  • Es ist möglich, die Anlage zu ebener Erde am Turm 10 zu installieren. Dies ist dann besonders einfach möglich, wenn das Arbeitsband 60 in Segmenten aufgeteilt ist und die losen Enden einfach miteinander verbunden werden können. Die weiteren Arbeitsgänge des Reinigens, Konservierens und Polierens können dann in einem Arbeitsgang oder mehreren Arbeitsgängen automatisiert ablaufen. Insbesondere kann es bei den verschiedenen Arbeitsgängen notwendig sein, dass die Reinigungseinrichtungen ausgetauscht werden müssen. Prinzipiell sind Bürstenelemente, Textillappenelemente und Gummilippenelemente vorgesehen, die auch kombiniert auf einem einzelnen Segment angeordnet sein können. Dabei wird das Bürstenelement bevorzugt zur Reinigung, das Textillappenelement bevorzugt zum Einarbeiten eines Konservierungsmittels in die Oberfläche des Turms 10 und das Gummilippenelement zum Entfernen überschüssiger Flüssigkeit bzw. von verschmutzter Reinigungsflüssigkeit verwendet.
  • Daneben ist es auch denkbar, dass das Antriebsaggregat nicht nur in vertikaler sondern auch in horizontaler Richtung verfahrbar ist. Zusätzlich kann das Antriebsaggregat 30 der Reinigungsanlage nach der Erfindung von einer Arbeitsbühne getragen sein, die es ermöglicht, dass auch Personal mitgeführt wird, das den Reinigungsprozess direkt vor Ort kontrollieren und weitere Maßnahmen einleiten kann. Das Antriebsaggregat 30 sollte zum Antrieb des Ar beitsbandes wahlweise im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn eingerichtet sein, so dass besonders hartnäckige verschmutzte Stellen besonders gründlich gereinigt und/oder konserviert werden können.
  • Die Reinigungsanlage kann weiter mit einem um den Turm herumgeführten Seil versehen sein, das den erforderlichen Arbeitdruck, mit dem das Arbeitsband gegen den Turm gedrückt wird, sicherstellt.
  • Weiter kann unterhalb des Antriebsbandes eine (nicht dargestellte) Auffangrinne vorgesehen sein, die die verschmutze Reinigungsflüssigkeit in einen Tank ableitet.

Claims (6)

  1. Reinigungsanlage zum Reinigen und/oder Konservieren der Oberfläche eines Bauwerks (10) mit konischer oder zylindrischer Gestalt, gekennzeichnet durch ein Reinigungseinrichtungen tragendes Arbeitsband (60), ein das Arbeitsband (60) in einer horizontalen Ebene umlaufend führendes Antriebsaggregat (30), das mit zwei seitlich in Richtung auf das Bauwerk (10) vorstehenden Armen (130), die an ihren freien Enden Umlenkrollen (110) für das Arbeitsband (60) tragen, versehen ist, und eine dem Arbeitsband (60) oder der zu reinigenden Fläche des Bauwerks (10) Reinigungs- und/oder Konservierungs-Flüssigkeit zuführende Flüssigkeitsleitung (70).
  2. Reinigunganlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Arme (130) gegen Federkraft nach außen verschwenkbar sind.
  3. Reinigungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungseinrichtung ein Bürstenelement, ein Textillappenelement, ein Gummilippenelement oder eine Kombination dieser Elemente ist.
  4. Reinigungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsaggregat (30) von einer Arbeitsbühne getragen ist.
  5. Reinigunganlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsaggregat (30) zum Antreiben des Arbeitsbandes in beide Richtungen eingerichtet ist.
  6. Reinigungsanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine unterhalb des Arbeitbandes (60) angeordnete, die abfließende verrschmutzte Flüssigkeit in einen Tank abführende Auffangrinne.
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