DE102005038460B3 - Klimaanlage mit Temperaturmischung in Verbindung mit einem Warmluft- und einem Kaltluftkanal - Google Patents
Klimaanlage mit Temperaturmischung in Verbindung mit einem Warmluft- und einem Kaltluftkanal Download PDFInfo
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Temperieren und Belüften von Kraftfahrzeugen (Klimaanlage) gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Eine Klimaanlage (HVAC) für Kraftfahrzeuge hat die Aufgabe, den Fahrgastraum zu temperieren, das heißt, ihn je nach Bedarf zu heizen oder ihn zu kühlen und zu belüften. Dabei werden die temperierten Luftströme in unterschiedliche Bereiche des Fahrzeugs gelenkt. Mit einem Gebläse wird Außenluft der Vorrichtung zugeführt und an die verschiedenen Stellen des Fahrzeuginnenraums gebracht. Auf dem Weg dorthin wird die einströmende Luft über verschiedene Luftbehandlungseinrichtungen geleitet. An der Außenseite eines Verdampfers innerhalb des Gehäuses der Klimaanlage wird die Luft gekühlt, an einem Motorabwärmeübertrager und gegebenenfalls an einem Zuheizer wird Luft aufgeheizt. Luftauslässe führen beispielsweise in den Fußraum sowie über Öffnungen im Armaturenbrett in den mittleren und äußeren Bereich des Fahrzeuginnenraums und ferner über Auslässe unmittelbar an der unteren Innenseite der Windschutzscheibe, die wegen ihrer Enteisungsfunktion für die Frontscheibe auch Defrost-Auslässe genannt werden.
- Die Ventilation bzw. Belüftung kann anstatt mit Außenluft auch durch Zirkulation der Innenraumluft realisiert werden.
- Bei vielen Klimaanlagen besteht der Nachteil, dass die Warmluft und die Kaltluft im vorgesehenen Mischbereich parallel zueinander fließen. Zudem ist in kompakten Klimaanlagen für Fahrzeuge der Mischraum für die Vermischung von Warm- und Kaltluft sehr klein. Deshalb ist eine ausreichende Vermischung von der Kaltluft- und Warmluftströmung schwer zu erreichen, was zu einer ungünstigen Temperaturschichtung mit großen Temperaturdifferenzen zwischen den einzelnen Auslässen führt. So wird z. B. die Warmluft entsprechend in einen Strömungsweg geleitet, der zum Ausgang für den Armaturenbrettbereich und/oder den Fußraum führt, und die Kaltluft, kaum mit Warmluft vermischt, gelangt in den Bereich des Defrostauslasses. Dies führt dazu, dass in bestimmten Betriebsarten der Armaturenbrettbereich üblicherweise zu stark aufgeheizt wird, während beispielsweise die Windschutzscheibe nicht ausreichend erwärmt und enteist wird und eine vom Fahrer oder von Insassen als unangenehm empfundene Temperaturschichtung im Fahrzeuginneren herrscht.
- Um die Vermischung zu verbessern, werden für gewöhnlich zusätzliche Leitelemente angeordnet. Beispielsweise können sich auf der Innenseite des Gehäuses oder auch auf der Temperaturklappe Leitschaufeln befinden, manchmal werden aber auch Erhebungen (Prallplatten) auf den Temperaturklappen verwendet. Dieser Lösungsansatz hat den negativen Effekt, dass solche Leitelemente den Luftstrom reduzieren und zusätzlich die Geräuschbelastung erhöhen.
- Aus der
DE 10 2004 042 287 A1 geht ein kompaktes Fahrzeugsteuerungssystem hervor, das ein Gehäuse, einen Verdampferkern und einen Heizerkern umfasst, die in dem Gehäuse angeordnet sind, und eine zwischen dem Verdampferkern und dem Heizerkern angeordnete Trennwand. Das Gehäuse hat eine Lufteinlassöffnung für den Lufteinlass und eine Luftauslassöffnung für den Luftauslass. Der Verdampferkern steht in Fluidkommunikation mit der Einlassöffnung. Der Heizerkern ist dem Verdampferkern nachgeschaltet angeordnet und steht mit diesem in Fluidkommunikation, wobei ein Zwischenraum zwischen dem Verdampferkern und dem Heizerkern definiert ist. Der Heizerkern hat einen ersten Teil und einen zweiten Teil. Die Trennwand hat ein erstes Ende und ein zweites Ende. Das erste Ende ist an dem ersten Teil des Heizerkerns befestigt und erstreckt sich von dort über die Länge des Heizerkerns in den Zwischenraum zwischen dem Verdampferkern und dem Heizerkern. Des Weiteren wird offenbart, dass die Trennwand einen Kaltluftanteil und einen Warmluftanteil des Zwischenraums zwischen dem Verdampferkern und dem Heizerkern voneinander trennt, wobei sich der Kaltluftanteil neben dem Verdampferkern und der Warmluftanteil neben dem Heizerkern befindet. Die Trennwand bildet außerdem einen Mischkanal für das Mischen von Kaltluft und Warmluft, wobei der Mischkanal nachgeschaltet ist und in Fluidkommunikation mit dem Kaltluftanteil und dem Warmluftanteil steht. Für die Regulierung des Gemisches von Kaltluft und Warmluft ist eine Temperaturklappe vorgesehen, die im Mischkanal und neben dem zweiten Ende der Trennwand angeordnet ist. Die Temperaturklappe umfasst außerdem eine Warmluftklappe für die Regulierung eines Warmluftstroms und eine Kaltluftklappe für die Regulierung eines Kaltluftstroms. - In der
DE 101 47 114 A1 wird eine Vorrichtung zum Temperieren und Belüften von Kraftfahrzeuginnenräumen vorgestellt, welche eine bessere Durchmischung von kalter und warmer Luft ermöglicht. Diese Vorrichtung besitzt einen Lufteintrittsbereich und einen Luftaustrittsbereich, von dem aus mit einer Verteilereinrichtung Luftströme in verschiedene Fahrzeugbereiche verteilt werden. Die Vorrichtung weist ein hohl ausgebildetes Gehäuse auf, durch das sich längsaxial eine Trennwand erstreckt, die in dieser Ausführung als Hohlkanal für einen Querträger ausgebildet ist. Dabei unterteilt der Hohlkanal den Strömungsweg der Luft vom Lufteinlass zum Luftauslass in zwei Strömungswege. In einem der Strömungswege zwischen dem Hohlkanal und der Gehäusewandung ist ein Motorabwärmeübertrager sowie gegebenenfalls ein Zuheizer angeordnet, so dass die Luft, die entlang dieses Strömungsweges strömt, aufgewärmt wird. Den beiden Strömungswegen nachgeordnet ist eine Temperaturklappe, die den Zustrom aus dem Kaltluft-Strömungsweg und dem Warmluft-Strömungsweg zum Luftaustrittsbereich regelt. Dabei ist die Temperaturklappe derart gewinkelt oder gewölbt ausgebildet, dass in den Endanschlägen jeweils einer der beiden Luft-Strömungswege abgeschlossen ist und in einer Zwischenstellung die Luft eines Luftweges seitlich oder frontal zumindest teilbereichsweise in den anderen Luftweg geleitet wird. - In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform dieser Vorrichtung umgreift ein, im Wesentlichen U-förmiger Warmluftbypass das Gehäuse im Bereich des Luftaustritts vor dem nachgeordneten Verteilergehäuse. Dabei zieht der Warmluftbypass mit seinen beiden U-Schenkeln über Öffnungen Warmluft aus warmlufthaltigen Bereichen des Gehäuses durch Öffnungen im Gehäuse ab und lenkt sie so zu einem mit Warmluft zu beaufschlagenden Bereich, wie den Frontscheiben- bzw. Defrostauslass. Dort wird die Warmluft über zumindest eine Öffnung am U-Basisschenkel und zumindest eine deckungsgleiche Öffnung im Außengehäuse zugeführt.
- Der Vorteil bei der Ausführungsform mit Warmluftbypass besteht darin, dass der Bypass außerhalb des Gehäuses so angeordnet ist, dass er die Luftströmungen innerhalb des Gehäuses nicht beeinflusst und insbesondere nicht negativ durch Geräuschentwicklung beeinflusst. Konstruktions- und fertigungstechnisch einfach realisierbar, ermöglicht er die örtlich gezielte Entnahme von warmer Luft und gezielte Zugabe von warmer Luft in einen bestimmten Bereich.
- Unter bestimmten Bedingungen ist es sinnvoll, auch die Kaltluft, die im Luftaustrittsbereich direkt nach dem Verdampfer, an dessen Außenseite der Zuluftstrom abgekühlt wird, separat aufzunehmen und dann unterhalb der Armaturenbrettauslässe auszutragen. Dadurch, dass ein Teil der kühlen Luft ebenfalls durch einen separaten Kanal bzw. Bypass zu den gewünschten Auslässen geleitet werden kann, ist auch hier eine gezielte Temperaturbeeinflussung, insbesondere die Abgabe kühlerer Luft, möglich, ohne irgendwelche Leitschaufeln oder Prallplatten in den Bereich der strömenden Luft einbringen zu müssen. Dadurch werden eine zusätzliche Geräuschentwicklung und eine Luftmengenreduzierung vermieden.
- In der
DE 102 61 036 A1 ist ein Klimagehäuse mit einer Verdampfungseinrichtung und einer Heizungseinrichtung offenbart, das eine Mischkammer besitzt, aus der Luft zum Fond-Fußraum und zur Fondbelüftung strömt. Dieses Klimagehäuse besitzt eine Luftsteuereinrichtung, die die durch die Verdampfungseinrichtung und die Heizungseinrichtung in die Mischkammer strömende Luft mittels Mischklappe steuert. Daneben verfügt die Vorrichtung über einen separaten Schichtungskanal, durch den kühle Luft in den Bereich der Fondlüftung führbar ist. Diese Vorrichtung erscheint insbesondere für die Sommermonate relevant. Ein Nachteil besteht darin, dass zum Zwecke einer gezielten Temperaturbeeinflussung und Schichtung lediglich eine zusätzliche Kühlung bestimmter Bereiche vorgesehen ist. Die besonderen Erfordernisse bei der Temperaturschichtung in den Wintermonaten, z. B. die Möglichkeit einer gezielten Erwärmung bestimmter Bereiche des Fahrzeuginnenraums, erscheinen dabei ungenügend berücksichtigt. - Die Aufgabe der eingereichten Erfindung besteht nunmehr darin, eine Vorrichtung zum Temperieren und Belüftung von Kraftfahrzeuginnenräumen zu schaffen, die eine bessere Durchmischung von warmer und kalter Luft und eine angemessene Temperaturschichtung bei gleichzeitig geringer Strömungsgeräuschentwicklung ermöglicht.
- Erfindungsgemäß wird eine bessere Durchmischung kalter mit warmer Luft und eine angemessene Temperaturschichtung dadurch erreicht, dass einerseits ein separater Warmluftkanal, der außerhalb des Gehäuses um das Gehäuse verläuft, als auch ein separater Kaltluftkanal innerhalb der Einheit existiert. Die erfindungsgemäße Kombination von separatem Warmluftkanal und separatem Kaltluftkanal ermöglicht es, dass der Warmluftstrom und der Kaltluftstrom über Kreuz verlaufen, ohne dass sie sich gegenseitig durchdringen. Der separate Warmluftkanal zieht einen Teil der Warmluft aus dem Luftaustrittsbereich oberhalb des Motorabwärmeübertragers ab, leitet diese Warmluft bypassartig um das Gehäuse herum und führt sie schließlich einem Luftstrom, beispielsweise dem für die zu enteisende Windschutzscheibe (Defrost), wieder zu. Der separate Kaltluftkanal zieht einen Teil der Kaltluft vom Luftaustrittsbereich oberhalb des Verdampfers ab und leitet diesen direkt zu einem eher zu kühlenden Bereich des Fahrzeugs, z. B. zu den Armaturenbrettauslässen, und mengt sie unterhalb dieser Auslässe dem dortigen Luftstrom bei.
- In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann die Größe der Kanäle verstellt werden, um den Betrag der Luftmenge zu steuern, der zu den gewünschten Auslässen gehen soll.
- In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird die Vorrichtung mit der zuvor erläuterten Kombination aus separatem Warmluftkanal und separatem Kaltluftkanal durch eine Temperaturklappe gemäß der Druckschrift
DE 101 47 114 A1 ergänzt. Diese Klappe ist der Trennwand in Strömungsrichtung nachgeordnet und zur Trennwand hin derart gewinkelt oder gewölbt ausgebildet, dass in den Endanschlägen entweder der Warmluftströmungsweg, der den Wärmeübertrager passiert, oder der Kaltluftströmungsweg, der oberhalb des Verdampfers entlanggeht, abgeschlossen ist. In einer Zwischenstellung wird die Luft eines Luftweges seitlich oder frontal zumindest teilbereichsweise in den jeweils anderen Luftweg geleitet. Das führt letztendlich zu einer effektiven Durchmischung und in Kombination mit den beiden separaten Kanälen auch zu einer angemessenen Temperaturschichtung. - Vorzugsweise ist unterhalb der Trennwand ein gebogenes Luftleitblech angeordnet, was den Warmluftströmungsweg in einen oberen und einen unteren Weg teilt und somit für ein gleichmäßiges Anströmen des Wärmeübertragers sorgt.
- Bevorzugt sind bis zu drei Wände der zusätzlichen separaten Kanäle Teil des Klimaanlagen-Gehäuses und somit aus dem gleichen Material gefertigt, wobei jeweils eine zusätzliche Abdeckung die Kanäle vervollständigt.
- Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen mit Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen. Es zeigen:
-
1 : die Vorrichtung in einer seitlich geschnittenen Ansicht, -
2 : eine Vorrichtung gemäß1 mit gekennzeichneten Strömungslinien für den Warmluftströmungsweg und den Kaltluftströmungsweg, -
3 eine Vorrichtung gemäß1 in einem stark schematisierten Schnitt im Bereich des Warmluftbypasses in einer Ansicht auf die Deckenwandung des Bypasses und - Eine Vorrichtung
1 weist ein in seinen äußeren Grenzen unregelmäßig geformtes Grundgehäuse2 auf. Dieses Grundgehäuse2 ist gemäß1 als Hohlkörper ausgebildet, wobei sich etwa in der Mitte des Hohlkörpergrundgehäuses2 eine Trennwand3 befindet, die sich längs des gesamten Grundgehäuses2 erstreckt. Die Trennwand3 ist am unteren Bereich3a als Hohlkanal mit tropfenförmigem Querschnitt ausgebildet, so dass die Trennwand an ihrem unteren Bereich3a abgerundet ist. Darüber hinaus ist die Trennwand3 am unteren Bereich3a in Strömungsrichtung abgebogen. Zwischen der konkaven Seite der Krümmung des unteren Endes3a der Trennwand3 und einer Außenwandung4 des Gehäuses2 ist sich axial über die gesamte Länge des Gehäuses2 erstreckend ein Motorabwärmeübertrager5 (und gegebenenfalls ein in1 nicht dargestellter Zuheizer) angeordnet, der mit der Trennwand3 und der Außenwandung4 abschließt. Dabei ist der Motorabwärmeübertrager5 zum oberen einwandigen Teil3b der Trennwand3 vorzugsweise annähernd parallel angeordnet. Unterhalb der Trennwand befindet sich ein in Strömungsrichtung gebogenes Luftleitblech3c , welches den Strömungsweg zum Motorabwärmeübertrager5 in einen oberen Weg16a zwischen dem Luftleitblech3c und dem unteren tropfenförmigen Ende3a der Trennwand3 und einen unteren Weg16b zwischen Luftleitblech3c und der Außenwandung4 teilt und somit ein gleichmäßiges Anströmen des Wärmeübertragers bewirken soll. Der Trennwand3 gegenüberliegend, weist das Gehäuse2 eine Lufteintrittsöffnung6 auf. Die Lufteintrittsöffnung6 ist in der Draufsicht im Wesentlichen rechteckig ausgebildet, wobei sich die Lufteintrittsöffnung6 kastenartig vom Gehäuse2 nach außen erstreckt. In der kastenartigen Lufteintrittsöffnung6 , welche von der Kastenwandung7 begrenzt wird, sind zum Gehäuse2 hin ein Verdampfer8 und zur Lufteintrittsöffnung6 hin ein vorgeschalteter Filter9 angeordnet. Oberhalb des einwandigen Endes3b der Trennwand3 ist ein sich über die gesamte Länge des Gehäuses2 axial erstreckender Luftaustrittsbereich10 vorhanden. Der Luftaustrittsbereich10 ist ebenfalls im Wesentlichen lang gestreckt rechteckig ausgebildet. Oberhalb des einwandigen Endes3b der Trennwand3 und zwischen der Trennwand3 und dem Luftaustrittsbereich10 ist eine Temperaturklappe15 angeordnet. Die durch das Gehäuse2 durchgehende Trennwand3 unterteilt das Gehäuse2 von einem Lufteinlass6 zu einem Luftaustrittsbereich10 in einen den Motorabwärmeübertrager5 aufweisenden Warmluftströmungsweg16 und einen Kaltluftströmungsweg17 . Die Temperaturklappe15 dient zum Absperren des Warmluftweges16 oder des Kaltluftweges17 oder zur teilweisen Öffnung bzw. Absperrung beider Luftströmungswege16 ,17 . - Das Gehäuse
2 und die Trennwand3 sind dabei so ausgestaltet, dass die entsprechend dem Lufteintrittsbereich6 einströmende Luft bzw. der eintretende Luftstrom sich teilt und um die Trennwand3 herum laufen kann und oberhalb der Trennwand3 parallel wieder zusammenläuft, wobei sich das Gehäuse zum Luftaustrittsbereich10 hin oberhalb der Trennwand3 wieder verjüngt bzw. die Strömungswege sich verengen. In dem sich verengenden Bereich ist oberhalb der Trennwand3 die Temperaturklappe15 angeordnet. Die Temperaturklappe15 erstreckt sich axial entsprechend der Längserstreckung der Trennwand3 durch das gesamte Gehäuse2 , wobei die Temperaturklappe15 eine Welle18 besitzt, um welche die Temperaturklappe15 schwenkbar ist. Die Welle18 durchgreift die axial stirnseitigen Gehäusewandungen des Gehäuses2 , so dass die Endbereiche der Welle18 der Temperaturklappe15 aus dem Gehäuse hervorstehen und entsprechend die Temperaturklappe15 von außen bedienbar ist. Die Temperaturklappe15 ist derart ausgebildet, dass beidseitig der Welle18 Klappenflügel19 der Temperaturklappe15 vorhanden sind. Die Temperaturklappenflügel19 sind derart zueinander gewinkelt, gewölbt oder gebogen ausgebildet, dass sie zur Trennwand3 einen kleineren Winkel einschließen als in Richtung zum Luftaustrittsbereich10 . Es sind verschiedene Formen für die Temperaturklappe15 denkbar. Die Temperaturklappe15 kann sowohl C-förmig gewölbt als auch dachartig mit sich nach außen erstreckenden ebenen Flügeln ausgebildet sein, wobei die Welle18 im Firstbereich verläuft. Die Spannweite der Klappe15 zwischen den äußeren Längskanten20 der Klappenflügel19 ist derart gewählt, dass in den Endanschlägen der Klappe eine Längskante20 eines Klappenflügels19 an einer Gehäusewandung des Gehäuses2 anliegt und die gegenüberliegende Längskante20 des gegenüberliegenden Klappenflügels19 am Ende3b an bzw. auf der Trennwand3 aufliegt. In den Endanschlägen wird somit der Luftkanal16 oder der Luftkanal17 vollständig gesperrt, so dass entweder nur kalte Luft in den Bereich des Luftaustrittsbereichs10 oder nur warme Luft in den Bereich des Luftaustrittsbereichs10 gelangt. - In einer bevorzugten Ausführung ist die Temperaturklappe
15 derart gewölbt oder dachartig gewinkelt, dass es zur Beeinflussung der Strömungswege, insbesondere der Kaltluftströmungswege17 kommt, wenn sich die Temperaturklappe15 nicht in den Endanschlägen befindet. Wird die Temperaturklappe15 von einem kaltluftsperrenden Endanschlag geöffnet, gelangt eine Teilmenge des Luftstromes entsprechend des Warmluftströmungsweges16 durch den Motorabwärmeübertrager5 , d. h. dieser Luftstrom strömt im Bereich3a an der inneren Trennwand3 vorbei, während insbesondere ein kleinerer Teil an Kaltluft entsprechend dem Luftströmungsweg17 im Bereich oberhalb des oberen einwandigen Endes3b um die innere Trennwand3 zwangsgeführt wird. So vermischt sich die kalte und die warme Luft durch Kollision zwangsweise und wird danach oberseitig der Klappe15 in die Richtung zum Luftaustrittsbereich10 geführt. - Oberhalb des Luftaustrittsbereiches
10 ist eine Verteilereinrichtung30 vorhanden. Diese Verteilereinrichtung30 verteilt über Auslässe32 ,34 ,36 die Luftströme in ein Kanalsystem. Die Verteilereinrichtung30 ist im Wesentlichen kastenförmig ausgebildet. Innerhalb der kastenförmigen Ausbildung sind im Uhrzeigersinn ein mit einer Klappe31 absperrbarer Defrostauslass32 , ein daneben im kastenförmigen Ausgang angeordneter, mit einer Klappe33 absperrbarer Armaturenbrettauslass34 und ein unterseitig am Kasten angeordneter, mit einer Klappe35 absperrbarer Fußraumauslass36 ausgebildet. - Zur Anreicherung der durch den Defrostauslass
32 geleiteten Luft wird ein separater Warmluftkanal40 angeordnet. Der separate Warmluftkanal40 ist im Bereich des Luftaustrittsbereichs10 angeordnet. Das Gehäuse2 hat im Bereich des Luftaustrittsbereiches10 einen in etwa rechteckigen Querschnitt, wobei in einem Bereich in etwa oberhalb des Motorabwärmeübertragers5 , benachbart zu einer Warmluftstrom16 -seitigen Wandung des Gehäuses2 , axial, stirnseitig Gehäuseöffnungen41 am Eintrittsbereich des Warmluftkanals40 in der Gehäusewandung vorhanden sind. Oberhalb der Gehäuseöffnungen41 sind an der Wandung des Gehäuses2 Leitelemente42 angeordnet. Die Leitelemente42 leiten zumindest einen Teilstrom der aufsteigenden warmen Luft durch die Gehäuseöffnungen41 . Der separate Warmluftkanal40 ist im Querschnitt U-förmig ausgebildet, wobei der Warmluftkanal40 ein U-förmiger Hohlkörper ist. Dieser U-förmige, hohle separate Warmluftkanal40 weist gemäß3 einen U-Basis-Schenkel43 und davon abgehend U-Schenkel44 auf. Der Abstand zwischen den U-Schenkeln44 bzw. die Breite des Basis-Schenkels43 sind derart bemessen, dass der Basis-Schenkel43 eine Länge aufweist, die in etwa der Länge einer Breitseitengehäusewandung entspricht und die Länge der in etwa rechtwinklig angesetzten U-Schenkel44 in etwa der Breite einer schmalen stirnseitigen Gehäusewandung entspricht. Benachbart zu den äußeren freien Kanten45 im Bereich der Gehäuseöffnungen41 weist der separate Warmluftkanal40 mit den Gehäuseöffnungen41 fluchtende Gehäuseöffnungen46 auf. In einer oberen Deckenwandung47 des Basisschenkels43 weist der U-Basisschenkel43 , entsprechend der Strömungsrichtung nach oben gerichtet, eine Warmluftaustrittsöffnung48 auf. Oberhalb der Deckenwandung47 weist eine daran anliegende Wandung der Verteilereinrichtung30 deckungsgleich entsprechende Öffnungen49 auf. So kann Warmluft, die durch die Löcher41 und46 in den U-Schenkel43 strömt, durch die Öffnungen48 und49 in den Bereich32 einströmen und sich mit der dort vorhandenen Luft mischen. - Den Strömungsverlauf
53 im Warmluftströmungsweg16 über den Motorabwärmeübertrager5 bis in die Gehäuseöffnung41 am Eintrittsbereich des Warmluftkanals40 veranschaulicht2 . - Die Vorrichtung
1 weist neben dem separaten Warmluftkanal40 auch einen separaten Kaltluftkanal50 mit einer Eintrittsöffnung51 und einem Ausgang52 auf, der innerhalb des Gehäuses2 verläuft. Der Strömungsverlauf54 im Kaltluftströmungsweg17 über den Verdampfer8 bis in die Eintrittsöffnung51 des separaten Kaltluftkanals ist in2 ebenfalls mit Hilfe von Strömungslinien dargestellt. Die Eintrittsöffnung51 des Kaltluftkanals50 ist in unmittelbarer Nähe des Verdampfers8 in der Höhe des Luftaustrittsbereichs10 positioniert und kann somit einen Teil der an der Außenseite des Verdampfers8 abgekühlten Luft direkt aufnehmen und zum Armaturenbrettausgang34 leiten. -
- 1
- Erfindungsgemäße Vorrichtung
- 2
- Grundgehäuse
- 3
- Trennwand
- 3a
- Unterer
Bereich der Trennwand
3 - 3b
- oberes
einwandiges Ende der Trennwand
3 - 3c
- Luftleitblech
unterhalb der Trennwand
3 - 4
- Außenwandung
- 5
- Motorabwärmeübertrager
- 6
- Lufteintrittsöffnung
- 7
- Kastenwandungen
der Lufteintrittsöffnung
6 - 8
- Verdampfer
- 9
- Vorgeschalteter Pollenfilter
- 10
- Luftaustrittsbereich
- 15
- Temperaturklappe
- 16
- Warmluftströmungsweg
- 16a
- Oberer
Weg zwischen Luftleitbleich
3c und Trennwand3 - 16b
- Unterer
Weg zwischen Luftleitblech
3c und Außenwandung4 - 17
- Kaltluftströmungsweg
- 18
- Zentrale
Welle der Temperaturklappe
15 - 19
- Klappenflügel der
Temperaturklappe
15 - 20
- äußere Längskanten
der Klappenflügel
19 - 30
- Verteilergehäuse oberhalb
des Luftaustrittsbereiches
10 - 31
- Klappe
für die
Absperrung des Defrostausgangs
32 - 32
- Defrostauslass
- 33
- Klappe
für Armaturenbrettauslass
34 - 34
- Armaturenbrettauslass
- 35
- Klappe
für den
Fußraumauslass
36 - 36
- Fußraumauslass
- 40
- separater Warmluftkanal
- 41
- Gehäuseöffnungen
am Eintrittsbereich des Warmluftkanals
40 - 42
- Leitelemente
- 43
- Basisschenkel
des Warmluftkanal
40 -U-Rohrs - 44
- U-Schenkel
des Warmluftkanal
40 -U-Rohrs - 45
- äußere freie Kanten der U-Schenkel
- 46
- Eintrittsöffnung des
Warmluftkanals
40 - 47
- Obere
Deckenwandung des Basisschenkels
43 - 48
- Austrittsöffnung des
Warmluftkanals
40 in der Deckenwandung47 - 49
- deckungsgleiche Öffnungen
der Verteilereinrichtung
30 an48 - 50
- separater Kaltluftkanal
- 51
- Eintrittsöffnung des
separaten Kaltluftkanals
50 - 52
- Ausgang
des separaten Kaltluftkanals
50 - 53
- Strömungsverlauf der Warmluft
- 54
- Strömungsverlauf
der Kaltluft bis zur Eintrittsöffnung
51
Claims (4)
- Vorrichtung (
1 ) zum Temperieren und Belüften von Kraftfahrzeugen mit einer Lufteintrittsöffnung (6 ) und einem Luftaustrittsbereich (10 ), von dem aus mit einem Verteilergehäuse (30 ) Luftströme in verschiedene Fahrzeugbereiche verteilt werden, wobei die Vorrichtung (1 ) ein hohl ausgebildetes Grundgehäuse (2 ) aufweist, durch das sich längsaxial eine Trennwand (3 ) erstreckt, wodurch die Trennwand (3 ) den Strömungsweg der Luft von der Lufteintrittsöffnung (6 ) zum Luftaustrittsbereich (10 ) in zwei Strömungswege (16 ,17 ) unterteilt, wobei in einem Luftströmungsweg (16 ) zwischen der Trennwand (3 ) und einer Wandung des Grundgehäuses (2 ) ein Motorabwärmeübertrager (5 ) angeordnet ist, so dass Luft, welche entlang des Warmluftströmungsweges (16 ) strömt, aufgewärmt wird und wobei eine Temperaturklappe (15 ) vorhanden ist, welche den Zustrom von Luft aus dem Warmluftströmungsweg (16 ) und/oder dem Strömungsweg (17 ) zum Luftaustrittsbereich (10 ) regelt, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl ein separater durchströmbarer Warmluftkanal (40 ) als auch ein separater durchströmbarer Kaltluftkanal (50 ) vorhanden sind, wobei der Warmluftkanal (40 ): – außerhalb des Grundgehäuses (2 ) platziert und als U-förmiger Hohlkörper mit zwei äußeren U-Schenkeln (44 ) sowie einem Basis-U-Schenkel (43 ) ausgebildet ist und das Grundgehäuse (2 ) am Luftaustrittsbereich (10 ) vor einem nachgeordneten Verteilergehäuse (30 ) umgreift; – an seinen beiden äußeren U-Schenkeln (44 ) Eintrittsöffnungen (46 ) für die Warmluft aufweist, welche deckungsgleich mit Gehäuseöffnungen (41 ) des Grundgehäuses (2 ) und direkt nach dem Motorabwärmeübertrager (5 ) angeordnet sind; und – am Basis-U-Schenkel (43 ) des Warmluftkanals (40 ) mindestens eine Warmluftaustrittsöffnung (48 ) aufweist, die deckungsgleich mit Öffnungen (49 ) in der anliegenden Wandung des Verteilergehäuses (30 ) unterhalb des Defrostausgangs (32 ) angeordnet ist; wogegen der Kaltluftkanal (50 ) innerhalb des Grundgehäuses (2 ) verläuft, und die Eintrittsöffnung (51 ) des Kaltluftkanals (50 ) im Luftaustrittsbereich (10 ) oberhalb der Temperaturklappe (15 ) direkt beim Verdampfer (8 ) angeordnet ist und sich der Ausgang (52 ) des separaten Kaltluftkanals (50 ) unterhalb des Armaturenbrettausgangs (34 ) befindet. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappe (
15 ) der Trennwand (3 ) in Strömungsrichtung nachgeordnet ist, wobei die Temperaturklappe (15 ) zur Trennwand (3 ) hin derart gewinkelt oder gewölbt ausgebildet ist, dass in den Endanschlägen einer der Luftwege (16 ,17 ) abgeschlossen ist und in einer Zwischenstellung die Luft eines Luftweges seitlich oder frontal zumindest teilbereichsweise in den anderen Luftweg (17 ,16 ) geleitet wird. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der Trennwand (
3 ) ein in Warmluftströmungsrichtung gebogenes Luftleitblech so angeordnet ist, das den Warmluftströmungsweg (16 ) in zwei Wege (16a ) und (16b ) teilt. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass bis zu drei Wände der zusätzlichen separaten Kanäle (
40 ,50 ) Teil des Grundgehäuses (2 ) sein können, wobei zusätzliche Abdeckungen die Kanäle (40 ,50 ) vervollständigen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE102005038460A DE102005038460B3 (de) | 2005-08-13 | 2005-08-13 | Klimaanlage mit Temperaturmischung in Verbindung mit einem Warmluft- und einem Kaltluftkanal |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE102005038460A DE102005038460B3 (de) | 2005-08-13 | 2005-08-13 | Klimaanlage mit Temperaturmischung in Verbindung mit einem Warmluft- und einem Kaltluftkanal |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE102005038460A Expired - Lifetime DE102005038460B3 (de) | 2005-08-13 | 2005-08-13 | Klimaanlage mit Temperaturmischung in Verbindung mit einem Warmluft- und einem Kaltluftkanal |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN107458173A (zh) * | 2017-06-29 | 2017-12-12 | 柳州名品科技有限公司 | 一种空调箱出风风道 |
| CN112140833A (zh) * | 2019-06-28 | 2020-12-29 | 马勒国际有限公司 | Hvac模块 |
Citations (3)
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| DE10147114A1 (de) * | 2001-09-25 | 2003-06-26 | Visteon Global Tech Inc | Vorrichtung und Verfahren zum Temperieren und Belüften von Kraftfahrzeugen |
| DE10261036A1 (de) * | 2002-07-29 | 2004-02-12 | Behr Gmbh & Co. | Klimagehäuse |
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-
2005
- 2005-08-13 DE DE102005038460A patent/DE102005038460B3/de not_active Expired - Lifetime
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