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Die
Erfindung betrifft eine Schwenkkolbenmaschine, mit einem Gehäuse, das
eine zumindest näherungsweise
kugelförmige
Innenwand aufweist, und mit zumindest zwei Kolben, die gemeinsam
mit dem Gehäuse
um eine gehäusefeste
Drehachse umlaufen können,
und beim Umlaufen um die Drehachse hin- und hergehende Schwenkbewegungen
um zumindest eine zur Drehachse senkrechte Schwenkachse ausführen, wobei
die Schwenkbewegungen der beiden Kolben gegensinnig zueinander gerichtet sind,
und wobei die beiden Kolben jeweils eine Endfläche aufweisen, die einander
zugewandt sind und jeweils ein stirnseitiges Ende einer Arbeitskammer definieren,
die vollständig
außerhalb
der Drehachse angeordnet ist und umfänglich durch eine Arbeitskammerwand
begrenzt ist.
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Ein
solche Schwenkkolbenmaschine ist aus dem Dokument WO 03/067033 A1
bekannt.
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Eine
Schwenkkolbenmaschine dieser Art kann insbesondere als Brennkraftmaschine
verwendet werden. Im Fall der Verwendung der Schwenkkolbenmaschine
als Brennkraftmaschine werden die einzelnen Arbeitstakte des Einlassens,
Verdichtens, Zündens,
Expandierens und Ausstoßens
des Verbrennungsgemisches durch hin- und hergehende Schwenkbewegungen
der zumindest zwei Kolben zwischen zwei Endstellungen vermittelt.
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Die
Schwenkkolben laufen dabei in dem Gehäuse um eine gemeinsame gehäusefeste
Drehachse um, wobei die Umlaufbewegung der Kolben als Drehbewegung
einer Abtriebswelle abgegriffen werden kann. Beim Umlaufen der Schwenkkolben
in dem Gehäuse
führen
die Schwenkkolben die erwähnten
hin- und hergehenden Schwenkbewegungen aus.
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Die
bekannte Schwenkkolbenmaschine weist ein Gehäuse auf, das innenseitig kugelförmig ausgebildet
ist, wobei die jeweilige Schwenkachse der Kolben durch eine gemeinsame
Schwenkachse gebildet ist, die durch die Gehäusemitte senkrecht zur Drehachse
verläuft.
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Die
bekannte Schwenkkolbenmaschine weist insgesamt vier Kolben auf,
von denen jeweils zwei bezüglich
der Schwenkachse diametral gegenüberliegend
zu einem Doppelkolben starr miteinander verbunden sind, wobei zwischen
den beiden Kolben eines Kolbenpaares ein Lagerabschnitt vorhanden
ist, der durch einen schmalen Lagerring gebildet ist. Beide Kolbenpaare
sind über
ihren jeweiligen Lagerring auf einem Achszapfen, der die Schwenkachse
bildet, über
Kreuz bezüglich
der Schwenkachse verschwenkbar gelagert. Die Lagerringe der Kolbenpaare
sitzen voneinander beabstandet etwa an Enden des Achszapfens, wobei
zwischen den beiden Lagerringen ein weiterer Ring auf dem Achszapfen sitzt,
an dem die Abtriebswelle befestigt ist. Des weiteren ist an jedem
Kolbenpaar dem jeweiligen Lagerabschnitt gegenüberliegend ein Seitenwandabschnitt
für beide
Kolben des Paares zur seitlichen Begrenzung der zwei Arbeitskammern
der Schwenkkolbenmaschine angeordnet, wobei der Seitenwandabschnitt
eine der Arbeitskammer zugewandte gerade Fläche aufweist, die vollständig senkrecht
zur Schwenkachse steht.
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Die
beiden Arbeitskammern der bekannten Schwenkkolbenmaschine weisen
jeweils die Form eines Kugelkeils auf. Die Kolben selbst weisen
ebenfalls die Form von Kugelkeilen auf. Obwohl die bekannte Schwenkkolbenmaschine
im Falle der Verwendung als Brennkraftmaschine gute Laufeigenschaften
zeigt, besteht eine Schwierigkeit darin, die Arbeitskammern, in
denen im Fall der Verwendung der Schwenkkolbenmaschine ein Brennstoff-Luft-Gemisch unter hohem
Druck gezündet
und expandiert wird, zuverlässig
abzudichten. Aufgrund der kugelkeilförmigen Ausgestaltung der Kolben
müssen
speziell an diese Form angepasste Dichtungen verwendet werden, deren
Dichtungseigenschaften jedoch nicht einfach zu beherrschen sind.
Des Weiteren ist auch die Zündung
und Expansion eines Brennstoff-Luft-Gemischs in einer kugelkeilförmigen Arbeitskammer
nicht optimal, was den Wirkungsgrad der Schwenkkolbenmaschine beeinträchtigt.
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Eine
weitere mit der zuvor beschriebenen bekannten Schwenkkolbenmaschine
vergleichbare Schwenkkolbenmaschine ist aus dem Dokument WO 2005/064119
A1 bekannt. Auch bei dieser Schwenkkolbenmaschine sind die Arbeitskammern
und die Kolben kugelkeilförmig
ausgebildet, wobei bei dieser Schwenkkolbenmaschine die einander
zugewandten Endflächen
der Kolben eines Kolbenpaares auf ihrer der Schwenkachse zugewandten
Seite konkav abgerundet sind, wodurch das zuvor beschriebene Problem
zwar abgemildert, jedoch nicht vollständig beseitigt ist.
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Eine
weitere Schwenkkolbenmaschine der eingangs genannten Art ist aus
dem Dokument US-A-3 075 506 bekannt, die derjenigen aus WO 03/067033 ähnlich ist.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schwenkkolbenmaschine
der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, dass die vorstehend
genannten Nachteile vermieden werden. Insbesondere soll die Schwenkkolbenmaschine
so aufgebaut sein, dass mit konstruktiv einfachen Maßnahmen
eine zuverlässige
Abdichtung der zumindest einen Arbeitskammer ermöglicht wird und dass der Wirkungsgrad
im Fall der Verwendung als Brennkraftmaschine verbessert wird.
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Erfindungsgemäß wird diese
Aufgabe hinsichtlich der eingangs genannten Schwenkkolbenmaschine
dadurch gelöst,
dass die durch die beiden Endflächen
der beiden Kolben und die Arbeitskammerwand gebildete Arbeitskammer
und die Kolben zumindest im Bereich ihres der Arbeitskammer zugewandten
Endes die Form eines Ringwulstabschnitts aufweisen.
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Die
erfindungsgemäße Schwenkkolbenmaschine
löst sich
somit von dem bisherigen Konzept derartiger Schwenkkolbenmaschinen,
die zumindest eine Arbeitskammer kugelkeilförmig zu gestalten, indem bei
der erfindungsgemäßen Schwenkkolbenmaschine
die zu mindest eine Arbeitskammer die Form eines Abschnitts einer
Ringwulst aufweist.
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Im
Sinne der vorliegenden Erfindung ist unter einer Ringwulstabschnittform
auch eine Rohrbogenform oder eine Torusabschnittform zu verstehen,
wobei jedoch im Unterschied zur mathematischen Definition eines
Torus auch ein nicht-kreisförmiger
Querschnitt der Arbeitskammer möglich
ist.
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Die
Ausgestaltung der zumindest einen Arbeitskammer in Form eines Ringwulstabschnitts
hat gegenüber
den bekannten Schwenkkolbenmaschinen den Vorteil, dass die zumindest
eine Arbeitskammer der Form eines Zylinders eines klassischen Hubkolbenmotors
angenähert
ist, so dass bezüglich
der Dichtungsproblematik auf bewährte
Konzepte aus dem Bereich der Hubkolbenmotoren zurückgegriffen werden
kann.
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Die
Ringwulstform ist gegenüber
der Kugelkeilform auch besser für
den Verbrennungsvorgang, der in der Arbeitskammer stattfindet, geeignet,
weil auch diesbezüglich
die erfindungsgemäße Schwenkkolbenmaschine
einem klassischen Hubkolbenmotor eher angenähert ist als die bekannten
Schwenkkolbenmaschinen.
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In
einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Krümmung der Arbeitskammer und/oder
der Kolben konzentrisch zur Schwenkachse.
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Der
Vorteil dieser Maßnahme
besteht darin, dass eine konzentrische Krümmung der Arbeitskammer und/oder
der Kolben optimal an die Kugelgeometrie des Gehäuses der Schwenkkolbenmaschine angepasst
ist. Somit wird bei kompakter Bauweise der erfindungsgemäßen Schwenkkolbenmaschine der
innerhalb des Gehäuses
zur Verfügung
stehende Raum optimal für
die zumindest eine Arbeitskammer ausgenutzt.
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In
einer weiter bevorzugten Ausgestaltung ist/sind die Arbeitskammer
und/oder die Kolben zumindest im Bereich ihrer der Arbeitskammer
zugewandten Endfläche
im Querschnitt senkrecht zur Richtung der Schwenkbewegung der Kolben
kreisförmig.
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Diese
besonders bevorzugte Ausgestaltung hat nun den Vorteil, dass die
Kolben mit kreisförmigen
Dichtungen versehen werden können,
so dass bei dieser Ausgestaltung auf die langjährigen Erfahrungen aus dem
Bereich der Hubkolbenmotoren zurückgegriffen
werden kann. In dieser Ausgestaltung ist die zumindest eine Arbeitskammer
mit einem Zylinder eines klassischen Hubkolbenmotors bis auf die Krümmung der
Arbeitskammer um die Schwenkachse identisch.
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Alternativ
zur im Querschnitt kreisförmigen Ausgestaltung
der zumindest einen Arbeitskammer und/oder der Kolben kann jedoch
auch vorgesehen sein, die Arbeitskammer und/oder die Kolben im Querschnitt
senkrecht zur Richtung der Schwenkbewegung der Kolben ellipsenförmig auszugestalten.
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Ein
Vorteil dieser Maßnahme
kann darin gesehen werden, dass die Arbeitskammer in Richtung um
die Drehachse größer dimensioniert
werden kann als bei einer kreisförmigen
Ausgestaltung. Es sind auch andere Geometrien als kreisförmig oder
ellipsenförmig
denkbar, beispielsweise kann die Arbeitskammer und/oder können die
Kolben im Querschnitt an einer Seite eine konvexe und auf der gegenüberliegenden
Seite eine konkave Form aufweisen.
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In
einer weiter bevorzugten Ausgestaltung sind die beiden Kolben um
dieselbe Schwenkachse verschwenkbar.
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Diese
Ausgestaltung hat den Vorteil eines konstruktiv einfachen Aufbaus,
da für
die beiden Kolben nur eine Lagerachse für die Schwenkbewegungen um
die Schwenkachse vorgesehen werden muss.
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In
einer weiter bevorzugten Ausgestaltung ist der eine Kolben mit einem
ersten um die Schwenkachse drehbaren Kolbenteller und der andere
Kolben mit einem zweiten um die Schwenkachse drehbaren Kolbenteller
verbunden, wobei der erste und der zweite Kolbenteller bezüglich der
Schwenkachse relativ zueinander beweglich sind.
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Die
beiden Kolben sind mit den ihnen jeweils zugeordneten Kolbentellern
vorzugsweise verschraubt und/oder verklebt, so dass die Anordnung aus
Kolbenteller und Kolben eine einstückige Einheit bildet. Ein durch
die Gehäusemitte
verlaufender Achszapfen wie bei den bekannten Schwenkkolbenmaschinen
zur schwenkbaren Lagerung der Kolben wird auf diese Weise eingespart,
was den Vorteil hat, dass die durch die beiden Kolben definierte
Arbeitskammer näher
zur Gehäusemitte
reichen kann als bei den bekannten Schwenkkolbenmaschinen.
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Dabei
ist es insbesondere bevorzugt, wenn der erste und der zweite Kolbenteller
zusammen einen Teil der Arbeitskammerwand bilden.
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Entsprechend
sind also der erste und der zweite Teller so geformt, dass sie einen
Teil der Ringwulstabschnittform bilden. Die beiden Teller übernehmen
somit nicht nur die Funktion der verschwenkbaren Lagerung der Kolben
um die Schwenkachse, sondern gleichzeitig die Funktion der Ausbildung
der Arbeitskammerwand, was den Vorteil einer weiteren Vereinfachung
des Aufbaus der erfindungsgemäßen Schwenkkolbenmaschine
hat.
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In
einer weiter bevorzugten Ausgestaltung sind in dem Gehäuse zwei
weitere Kolben angeordnet und laufen mit den beiden anderen Kolben
gemeinsam um die Drehachse um, wobei zwischen zwei einander gegenüberliegenden
Endflächen
der beiden weiteren Kolben eine zweite Arbeitskammer gebildet ist,
die der anderen Arbeitskammer bezüglich der Drehachse bzw. der
Schwenkachse diametral gegenüberliegt.
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In
dieser Ausgestaltung besitzt die erfindungsgemäße Schwenkkolbenmaschine ebenfalls vier
Kolben wie die bekannten Schwenkkolbenmaschinen, jedoch mit dem
Unterschied, dass die beiden Arbeitskammern der erfindungsgemäßen Schwenkkolbenmaschine
jeweils die Form eines Ringwulstabschnitts oder Rohrbogens aufweisen.
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Insbesondere
ist es in diesem Zusammenhang bevorzugt, wenn die vier Kolben um
dieselbe Schwenkachse verschwenkbar sind.
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Insgesamt
wird der konstruktive Aufbau der erfindungsgemäßen Schwenkkolbenmaschine in
dieser Ausgestaltung mit vier Kolben gegenüber einer Ausgestaltung mit
zwei Kolben nicht erhöht,
wobei jedoch im Unterschied zu einer Ausgestaltung mit zwei Kolben
die Massenausgeglichenheit und das Gesamtarbeitskammervolumen vergrößert ist.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung sind die vier Kolben so
angeordnet, dass sich die beiden Arbeitskammern aufgrund der Schwenkbewegungen
der Kolben gleichsinnig vergrößern und
verkleinern.
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Der
Vorteil dieser Maßnahme
besteht darin, dass bei jeder vollen Umdrehung der Kolben um die Drehachse
zwei Arbeitstakte des Expandierens (Arbeitens) stattfinden, so dass
die erfindungsgemäße Schwenkkolbenmaschine
bereits in der Ausgestaltung mit vier Kolben selbstlaufend ist,
und nicht mit einer zweiten entsprechenden Schwenkkolbenmaschine
gekoppelt werden muss. Letzteres kann jedoch ebenfalls vorgesehen
sein, um beispielsweise einen Motor mit mehr als zwei Arbeitskammern
zu realisieren.
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Im
Zusammenhang mit der zuvor genannten Ausgestaltung, wonach den beiden
ersten Kolben ein erster und ein zweiter Kolbenteller zur Lagerung
um die Schwenkachse zugeordnet ist, ist es weiter bevorzugt, wenn
einer der beiden weiteren Kolben mit dem ersten Kolbenteller verbunden
ist und dem mit dem ersten Kolbenteller ebenfalls verbundenen Kolben
bezüglich
der Schwenkachse diametral gegenüberliegt,
und wenn der andere der beiden weiteren Kolben mit dem zweiten Kolbenteller
verbunden ist und dem mit dem zweiten Kolbenteller ebenfalls verbundenen
Kolben bezüglich
der Schwenkachse diametral gegenüberliegt.
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Bei
dieser Ausgestaltung sind mit dem ersten Kolbenteller und dem zweiten
Kolbenteller somit jeweils zwei Kolben verbunden, insbesondere starr verbunden,
wodurch für
die Lagerung der vier Kolben und zur Herbeiführung der Schwenkbewegungen
um die Schwenkachse insgesamt nur zwei Kolbenteller benötigt werden, was
den konstruktiven Aufwand der erfindungsgemäßen Schwenkkolbenmaschine gering
hält.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist an den beiden Arbeitskammern
abgewandten Stirnseiten jeweils benachbarter Kolben jeweils eine weitere
Kammer ausgebildet, die gegen die Arbeitskammern abgedichtet sind
und sich gegensinnig zu den Arbeitskammern aufgrund der Schwenkbewegung
der Kolben verkleinern und vergrößern und
als Vordruckkammern dienen.
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Diese
an sich bekannte Maßnahme
hat den Vorteil, dass auch die erfindungsgemäße Schwenkkolbenmaschine mit
einem Selbstaufladungseffekt ausgebildet werden kann, so dass keine
externe Aufladung erforderlich ist. Die in den beiden Kammern eingeführte Frischluft
wird aufgrund der Schwenkbewegung der Kolben, während sich die beiden Arbeitskammern
vergrößern, komprimiert,
und wird dann auf geeignete Weise in eine der Arbeitskammern geleitet.
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Hierzu
ist es bevorzugt, wenn die Kammern mit jeweils einer der beiden
Arbeitskammern über
in den Kolben angeordneten Ventilen kommunizieren können, um
in den Kammern vorkomprimierte Luft in die jeweilige Arbeitskammer
zu injizieren.
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Diese
Ausgestaltung hat den Vorteil, dass die Kommunikation zwischen den
beiden Kammern und jeweils einer der beiden Arbeitskammern ohne außenseitig
am Gehäuse
vorgesehene Leitungen erfolgt, wodurch eine kompakte Bauweise der
erfindungsgemäßen Schwenkkolbenmaschine
gewährleistet
ist.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung sind die Kolben in einem
Kolbenkäfig
aufgenommen, dessen der Innenwand des Gehäuses zugewandte Außenseite
im Wesentlichen geschlossen und kugelförmig ausgebildet ist, wobei
die Kolben bezüglich der
Drehachse relativ zum Kolbenkäfig
unbeweglich und bezüglich
der Schwenkachse relativ zum Kolbenkäfig beweglich sind.
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Diese
Ausgestaltung unterscheidet sich grundsätzlich von der Ausgestaltung
der bekannten Schwenkkolbenmaschine dadurch, dass hier der Kolbenkäfig die
eigentliche Einhäusung
der Kolben übernimmt,
so dass die Rotationsbewegung um die Drehachse lediglich zwischen
der Außenseite
des Kolbenkäfigs
und der Innenwand des Gehäuses
erfolgt. Dem gegenüber
finden die hin- und hergehenden Schwenkbewegungen der Kolben um
die Schwenkachse lediglich an der Innenwandung des kugelförmigen Kolbenkäfigs statt.
Somit sind auch die Arbeitskammern und ggf. die beiden zusätzlich vorgesehenen
Kammern auf den Kolbenrückseiten vollständig innerhalb
des Kolbenkäfigs
angeordnet.
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Damit
eröffnet
sich im Zusammenhang mit einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung,
wonach in einer Wand des Kolbenkäfigs Öffnungen
vorhanden sind, die beim Umlaufen des Kolbenkäfigs um die Drehachse Öffnungen
im Gehäuse
wechselweise freigeben und verschließen, der weitere Vorteil, dass auf
extern gesteuerte Ventile in der Gehäusewand verzichtet werden kann,
um beispielsweise Frischluft in die Arbeitskammern zuzuführen, oder
um eine Öffnung
für den
Zündfunken
einer oder mehrerer Zündkerzen
freizugeben und wieder zu verschließen. Anstatt mit aufwändigen extern
gesteuerten Ventilen kann durch diese Ausgestaltung vorteilhafterweise mit
einfachen Radialdichtungen gearbeitet werden, die in den Öffnungen
des Kolbenkäfigs
angeordnet sind und ggfs. federunterstützt sind. Des Weiteren kann
auf diese Weise auch das Ausstoßen
verbrannten Brennstoff-Luft-Gemisches über die
Rotationsbewegung des Kolbenkäfigs
gesteuert werden.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung bildet ein Teil einer dem
Kolben zugewandten Innenseite des Kolbenkäfigs einen Teil der Arbeitskammerwand
der zumindest einen Arbeitskammer.
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Diese
Maßnahme
hat wiederum den Vorteil, dass die erfindungsgemäße Schwenkkolbenmaschine mit
wenigen Teilen und einfach aufgebaut werden kann, indem der Kolbenkäfig gleichzeitig
die Funktion der Ausbildung eines Teils der Arbeitskammerwand der
zumindest einen Arbeitskammer bzw. im Fall von vier Kolben der beiden
Arbeitskammern übernimmt. Vorzugsweise
bildet ein Innenwandbereich des Kolbenkäfigs zusammen mit den Kolbentellern
die Arbeitskammerwand.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist der Kolbenkäfig zumindest
eine Welle auf, die konzentrisch zur Drehachse angeordnet ist und
sich von der Außenseite
des Kolbenkäfigs
aus dem Gehäuse
heraus erstreckt.
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Über die
Welle kann dann auf konstruktiv vorteilhaft einfache Weise die Rotationsbewegung des
Kolbenkäfigs
als Drehbewegung zum Antrieb eines Kraftfahrzeuges beispielsweise
abgegriffen werden.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist zur Ableitung der Schwenkbewegung
der Kolben aus deren Umlaufbewegung um die Drehachse ein Steuermechanismus
vorhanden, der zumindest ein kolbenfestes Laufglied aufweist, das
in einer gehäusefesten
Steuerkurve geführt
ist.
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Ein
solcher Steuermechanismus ist bei den bekannten Schwenkkolbenmaschinen
bereits vorgesehen, der sich auch bei der erfindungsgemäßen Schwenkkolbenmaschine
in Verbindung mit der Ausgestaltung ringwulstförmiger bzw. rohrbogenförmiger Arbeitskammern
vorteilhaft einsetzen lässt.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist das gehäusefeste
Laufglied mit einem der Kolben über
einen Achszapfen verbunden, der durch eine langlochförmige Öffnung im
Kolbenkäfig
hindurchragt.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist das Laufglied zwei
in radialer Richtung bezüglich
der Drehachse benachbarte kugelschichtförmige Laufrollen auf, die unterschiedliche
maximale Durchmesser aufweisen, wobei die Steuerkurve entsprechend
zwei zu den Laufrollen komplementäre in radialer Richtung benachbarte
Steuerkurvenabschnitte aufweist.
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Die
bekannten Schwenkkolbenmaschinen weisen dem gegenüber Laufrollen
auf, die zylindrisch oder konisch ausgebildet sind. Die kugelschichtförmige und
somit außenseitig
runde Ausgestaltung der Laufrollen der erfindungsgemäßen Schwenkkolbenmaschine
hat jedoch den Vorteil, dass die beim Arbeiten der Schwenkkolbenmaschine
auftretenden Explosionskräfte
besser über
die Laufrollen auf die Steuerkurve übertragen und von dieser aufgenommen
werden können,
weil die runde Form der Laufrollen besser an die Kugelgeometrie
der Maschine angepasst ist.
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Weitere
Vorteile und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
und der beigefügten
Zeichnung.
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Es
versteht sich, dass die vorstehend genannten und nachstehend noch
zu erläuternden Merkmale
nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in
anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne
den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
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Ein
bevorzugtes Ausführungsbeispiel
ist in der Zeichnung dargestellt und wird mit Bezug auf diese hiernach
näher beschrieben.
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Es
zeigen:
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1 eine
Schwenkkolbenmaschine in einer perspektivischen Gesamtdarstellung
mit geschlossenem Gehäuse;
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2 die
Schwenkkolbenmaschine in 1 in perspektivischer Darstellung,
wobei das Gehäuse in
teilweiser Schnittdarstellung in zwei Schnitten entlang zweier zueinander
senkrecht stehenden Ebenen dargestellt ist;
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3 eine
im Wesentlichen ebene Schnittdarstellung der Schwenkkolbenmaschine
in 1 in einer ersten Endstellung (OT-Stellung) der
Kolben der Schwenkkolbenmaschine;
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4 die
Schwenkkolbenmaschine in einer Schnittdarstellung ähnlich zu 3,
jedoch in einer zweiten Endstellung (UT-Stellung) der Kolben der Schwenkkolbenmaschine;
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5 eine
weitere perspektivische und teilweise geschnittene Darstellung der
Schwenkkolbenmaschine in 1, wobei die Kolben in ihrer
UT-Stellung dargestellt sind;
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6a und
b) zwei Kolben und ein den beiden Kolben zugeordneter Kolbenteller,
wobei 6a) die Kolben und den Kolbenteller
in Explosionsdarstellung und 6b) dieselbe
Anordnung im fertig montierten Zustand zeigt;
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7 eine
Darstellung der Anordnung aus vier Kolben mit zwei Kolbentellern
in einer Explosionsdarstellung;
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8 eine
weitere Schnittdarstellung der Schwenkkolbenmaschine in 1 mit
einer abgenommenen Gehäusehälfte;
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9 die
Anordnung aus Kolben, Kolbentellern und Teilen des Kolbenkäfigs in
perspektivischer Darstellung;
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10 die
Anordnung in 9 in einer um etwa 90° gedrehten
Darstellung und zusätzlich
mit einer Gehäusehälfte;
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11 eine
Explosionsdarstellung der gesamten Schwenkkolbenmaschine in 1;
und
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12 eine
perspektivische Gesamtdarstellung des Kolbenkäfigs mit den darin aufgenommenen Kolben.
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In 1 bis 5, 8, 10 und 11 ist
eine mit dem allgemeinen Bezugszeichen 10 versehene Schwenkkolbenmaschine
jeweils in einer Gesamtdarstellung gezeigt. Weitere Einzelheiten bzw.
Einzelteile der Schwenkkolbenmaschine 10 sind in den 6 und 7 sowie 9 und 12 dargestellt.
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Die
Schwenkkolbenmaschine 10 ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
als Brennkraftmaschine ausgestaltet. Neben einer Verwendung der Schwenkkolbenmaschine 10 als
Brennkraftmaschine ist jedoch auch mit geringfügigen Modifikationen eine Verwendung
der Schwenkkolbenmaschine 10 als Kompressor, Pumpe oder
dergleichen denkbar.
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Gemäß 1 weist
die Schwenkkolbenmaschine 10 ein Gehäuse 12 auf, das im
Wesentlichen Kugelsymmetrie besitzt. Das Gehäuse 12 ist aus einer
Gehäusehälfte 14 und
einer Gehäusehälfte 16 zusammengesetzt,
die über
Gehäuseflansche 18a und 18b durch
eine Verschraubung lösbar
miteinander verbunden sind.
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Die
Schwenkkolbenmaschine 10 weist eine Welle 20 sowie
eine Welle 22 auf, die aus dem Gehäuse 12 beidseitig
herausragen. Anstelle zweier Wellen 20 und 22 kann
jedoch auch nur eine der Wellen 20 oder 22 vorgesehen
sein. Die Wellen 20 und 22 dienen als Abtriebs-
oder Antriebswellen, je nach der Verwendung der Schwenkkolbenmaschine 10.
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Im
Gehäuse 12 sind
ferner mehrere Öffnungsquerschnitte
vorgesehen, und zwar zwei Frischluft-Ansaugquerschnitte 24 und 26, über die Frischluft
in das Innere des Gehäuses 12 für den Verbrennungsvorgang
eingelassen werden kann. Des Weiteren ist ein Ausstoßquerschnitt 28 vorgesehen, über den
verbranntes Brennstoff-Luft-Gemisch wieder ausgestoßen werden
kann.
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Das
Gehäuse 12 weist
ferner einen erhabenen Bereich 30 auf, der einstückig an
dem Gehäuse 12 ausgebildet
ist, und in dessen Inneren eine Steuerkurve in Form einer Nut ausgespart
ist, die Bestandteil eines Steuermechanismus der Schwenkkolbenmaschine 10 ist,
und der später
noch näher
beschrieben wird.
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In 2 bis 5 ist
das Gehäuse 12 geschnitten
dargestellt, so dass der Innenraum des Gehäuses 12 zu sehen ist.
In 8 und 10 ist eine Gehäusehälfte abgenommen.
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Eine
Innenwand 32 des Gehäuses 12 ist
kugelförmig
ausgebildet.
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In
dem Gehäuse 12 sind
zumindest zwei, in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel vier Kolben angeordnet,
und zwar ein erster Kolben 34, ein zweiter Kolben 36,
ein dritter Kolben 38 und ein vierter Kolben 40.
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Die
Kolben 34 bis 40 können in dem Gehäuse 12 um
eine gehäusefeste
Drehachse 42 umlaufen, die als geometrische Achse zu verstehen
ist. Die Wellen 20 und 22 sind konzentrisch zu
der Drehachse 42 angeordnet. Die vier Kolben 34 bis 40 laufen um
die Drehachse 42 gemeinsam um, das heißt verändern ihre Relativposition
zueinander bezüglich
der Drehachse 42 beim Umlaufen nicht.
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Beim
Umlaufen um die Drehachse 42 führen die Kolben 34 bis 40 hin-
und hergehende Schwenkbewegungen um wiederum eine allen Kolben 34 bis 40 gemeinsame
Schwenkachse 44 aus, die senkrecht zur Drehachse 42 verläuft. Die
Schwenkachse 44 und die Drehachse 42 schneiden
sich im Kugelmittelpunkt des Gehäuses 12.
Die Schwenkachse 44, die ebenfalls als geometrische Achse
zu verstehen ist, rotiert mit den Kolben 34 bis 40 um
die Drehachse 42 herum mit, ändert also ihre räumliche
Lage im Betrieb der Schwenkkolbenmaschine 10.
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Von
den vier Kolben 34 bis 40 bilden jeweils zwei
Kolben ein Kolbenpaar, und zwar sind dies die Kolben 34 und 36 einerseits
und die Kolben 38 und 40 andererseits.
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Die
Kolben 34 und 36, die das erste Kolbenpaar bilden,
führen
beim Umlaufen um die Drehachse 42 gegensinnig zueinander
gerichtete Schwenkbewegungen aus, das heißt wenn der Kolben 34 um
die Schwenkachse 44 im Uhrzeigersinn verschwenkt, verschwenkt
der Kolben 36 im Gegenuhrzeigersinn. Das Gleiche gilt für die Kolben 38 und 40,
die das zweite Kolbenpaar bilden.
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Jeder
der Kolben 34 bis 40 weist eine Endfläche auf,
und zwar der Kolben 34 eine Endfläche 46, der Kolben 36 eine
Endfläche 48,
der Kolben 38 eine Endfläche 50 und der Kolben 40 eine
Endfläche 52.
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Jeweils
einander zugewandte Endflächen, das
sind die Endflächen 46 und 48 der
Kolben 34 und 36 einerseits und die Endflächen 50 und 52 der
Kolben 38 und 40 andererseits, definieren jeweils
eine Arbeitskammer 54 bzw. 56, die bezüglich der Schwenkachse 44 bzw.
der Drehachse 42 diametral gegenüberliegend angeordnet sind.
Die Arbeitskammern 54 und 56, die voneinander
vollständig
getrennt und abgedichtet sind, dienen als Räume für einen Carnot-Kreisprozess
eines Verbrennungsvorgangs. In den Arbeits kammern 54 und 56 wird
entsprechend ein Brennstoff-Luft-Gemisch eingelassen, verdichtet, gezündet und
expandiert und wieder ausgestoßen, wobei
die zuvor genannten einzelnen Takte in den Arbeitskammern 54 und 56 um
180° versetzt
zueinander ablaufen, das heißt,
wenn beispielsweise in der Arbeitskammer 54 eingelassenes
Brennstoff-Luft-Gemisch verdichtet wird, wird in der Arbeitskammer 56 verbranntes
Brennstoff-Luft-Gemisch ausgestoßen.
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Die
Arbeitskammern 54 und 56 sind vollständig außerhalb
der Drehachse 42 angeordnet, und zwar verläuft eine
gedachte Linie, die durch die Mitte der Arbeitskammern 54 und 56 sowie
durch den Gehäusemittelpunkt
hindurchläuft,
senkrecht zur Drehachse 42.
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Die
Arbeitskammer 54 ist stirnseitig durch die Endflächen 46 und 48 der
Kolben 34 und 36 begrenzt, und die Arbeitskammer 56 ist
stirnseitig durch die Endflächen 50 und 52 der
Kolben 38 und 40 begrenzt.
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Umfänglich wird
die Arbeitskammer 54 durch eine Arbeitskammerwand 58 begrenzt,
während
die Arbeitskammer 56 in Umfangsrichtung durch eine Arbeitskammerwand 60 begrenzt
wird. Die Arbeitskammerwände 58 und 60 sind
in Umfangsrichtung beispielsweise in 4 nur hälftig dargestellt.
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Die
Geometrie der Endflächen 46 und 48 der Kolben 34 und 36 und
die Geometrie der Arbeitskammerwand 58 ist so gewählt, dass
die Arbeitskammer 54 die Form eines Ringwulstabschnitts
aufweist, das heißt
rohrbogenartig ausgebildet ist. Entsprechend sind auch die Kolben 34 und 36 im
Bereich ihrer der Arbeitskammer 54 zugewandten Enden in
Form eines Ringwulstabschnitts bzw. rohrbogenartig ausgebildet.
Im Querschnitt senkrecht zur Richtung der Schwenkbewegung der Kolben 34 und 36 ist
die Arbeitskammer 54 und sind die Kolben 34 und 36 kreisförmig ausgebildet,
ebenso wie die Endflächen 46 und 48,
wie beispielsweise aus 2 oder 5 hervorgeht.
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Die
zuvor mit Bezug auf die Arbeitskammer 54 beschriebene Geometrie
gilt ebenso für
die Geometrie der Arbeitskammer 56, die insoweit identisch zur
Arbeitskammer 54 ausgebildet ist. Ebenso gilt die zuvor
mit Bezug auf die Kolben 34 und 36 beschriebene
Geometrie auch für
die Kolben 38 und 40. Entsprechend der im Querschnitt
kreisförmigen
Ausgestaltung der Kolben 34 und 36 und entsprechend
der Arbeitskammer 54 sind die Kolben 34 und 36 mit kreisförmigen Kolbenringen 62 und 64 (Kolben 34) und
kreisförmigen
Kolbenringen 66 und 68 (Kolben 36) versehen,
um die Arbeitskammer 54 abzudichten. Entsprechende Kolbenringe
sind für
die Kolben 38 und 40 vorgesehen.
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Die
Krümmung
der Arbeitskammern 54 und 56 um die Schwenkachse 44 entsprechend
ihrer ringwulstförmigen
bzw. rohrbogenartigen Ausgestaltung ist konzentrisch zur Schwenkachse 44.
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Anstelle
einer im Querschnitt kreisförmigen Ausgestaltung
der Arbeitskammer 54 und 56 und der Kolben 34 bis 40 im
Bereich ihrer den Arbeitskammern 54 und 56 zugewandten
Enden kann auch eine ellipsenförmige
Ausgestaltung in Betracht kommen.
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3 zeigt
die Kolben 34 bis 40 in einer Endstellung, in
der die Arbeitskammern 54, 56 ihr minimales Volumen
einnehmen. Dies ist die sogenannte OT-Stellung der Kolben 34 bis 40.
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4 zeigt
demgegenüber
eine Endstellung der Kolben 34 bis 40, in der
die Volumina der Arbeitskammern 54 und 56 maximal
sind. Diese Endstellung der Kolben 34 bis 40 ist
die sogenannte UT-Stellung. Beim Umlaufen der Kolben 34 bis 40 um
die Drehachse 42 um 360° nehmen
die Kolben 34 bis 40 zweimal die OT-Stellung und zweimal
die UT-Stellung ein. In jeder der Arbeitskammern 54 und 56 findet
somit bei einem vollen Umlauf der Kolben 34 bis 40 um
die Drehachse 42 ein voller Carnot-Kreisprozess statt.
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Mit
Bezug auf die 6 und 7 wird nachfolgend
die Lagerung der Kolben 34 bis 40 um die Schwenkachse 44 näher beschrieben.
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Den
Kolben 34 und 38 ist ein Kolbenteller 70 zugeordnet,
an dem die Kolben 34 und 38 befestigt sind. Die
Befestigung der Kolben 34 und 38 an dem Kolbenteller 70 wird
mittels Verschraubungen in Bohrungen 71 bzw. 73 und/oder
durch Verklebung der Kolben 34 und 38 mit dem
Kolbenteller 70 bewerkstelligt. Gemäß 7 ist den
Kolben 36 und 40 ein weiterer Kolbenteller 72 zugeordnet,
der identisch mit dem Kolbenteller 70 ausgebildet ist.
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Die
Kolben 34 und 38 sind an dem Kolbenteller 70 bezüglich der
Schwenkachse 44 um 180° zueinander
versetzt angeordnet, wobei die Endfläche 46 des Kolbens 34 und
die Endfläche 50 des
Kolbens 38 in Bezug auf die Schwenkachse 44 in
dieselbe Richtung zeigen. Dieselbe Anordnung ist für die Endflächen 48 und 52 der
Kolben 36 und 40 an dem Kolbenteller 72 getroffen,
jedoch entgegengesetzt zu den Kolben 34 und 38.
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Die
den Kolben 34 und 38 bzw. 36 und 40 zugewandte
Fläche 76 (Kolbenteller 70)
und 78 (Kolbenteller 72) ist im Querschnitt jeweils
in Form etwa eines Viertelkreises ausgebildet, so dass die Flächen 76 und 78 gemäß 9 zusammen
im Querschnitt etwa einen Halbkreis bilden. Die Flächen 76 und 78 bilden
zusammen einen Teil der Arbeitskammerwand 58 bzw. der Arbeitskammerwand 60 der
Arbeitskammern 54 und 56.
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Die
Kolbenteller 70 und 72 sind um die Schwenkachse 44 im
Uhrzeigersinn und im Gegenuhrzeigersinn drehbar gelagert, wobei
die beiden Kolbenteller 70 und 72 bezüglich der
Schwenkachse 44 relativ zueinander gegensinnig drehend
sind.
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Um
die beiden Kolbenteller 70 und 72 gehäusemittig
gegeneinander abzudichten, ist ein jeweiliges dem Gehäusemittelpunkt
zugewandtes Ende 80 des Kolbentellers 70 und ein
dem Ende 80 zugewandtes Ende 82 des Kolbentellers 72 mit
einer konkaven Ausnehmung versehen, wobei in die konkaven Ausnehmungen
gemäß 7 eine
Kugel 84 eingesetzt ist, die einen Äquatorring 86 aufweist,
der als Dichtung zwischen den beiden Kolbentellern 70 und 72 dient.
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Die
Kolbenteller 70 und 72 sind relativ zu der Kugel 84 um
die Schwenkachse 44 gegensinnig drehbar.
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Die
Kolbenteller 70 und 72 weisen jeweils einen Lagerzapfen 88 bzw. 90 auf, über die
die Kolbenteller 70 und 72 zur Bildung der Schwenkachse 44 gelagert
sind, und zwar in einer jeweiligen Lagerhülse 92 bzw. 94 (5),
wobei ein jeweiliger Lagerspannring 96 bzw. 98 die
Kolbenteller 70 und 72 zur Gehäusemitte hin verspannt. Wie
aus 5 hervorgeht, stützen sich die Lagerspannringe 96 und 98 über eine
Mehrzahl von umfänglich
an Ringflanschen 100 bzw. 102 der Kolbenteller 70, 72 verteil ten
Druckfedern 104 bzw. 106. ab. Die Ringflansche 100 bzw. 102 sind
im Querschnitt konisch geformt und bilden Dichtungsringkörper zur
Abdichtung der Arbeitskammern 54 bzw. 56.
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Die
Lagerzapfen 88 und 90 der Kolbenteller 70 und 72 sind über Kugellager 108 bzw. 110 um
die Schwenkachse 44 drehbar gelagert (8).
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Die
Lagerspannringe 96 und 98 sind in Form eines Kugelringsegments
ausgebildet. Den äußeren Enden
der Lagerzapfen 88 und 90 zugewandt ist auf den
Lagerspannringen 96 und 98 jeweils eine kugelkappenförmige Endkappe 112 bzw. 114 angeordnet, deren
Außenkontur
sich übergangslos
an die teilkugelförmige
Außenkontur
der Lagerspannringe 96 und 98 anpasst.
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Die
Endkappen 112, 114, die Lagerspannringe 96, 98 bilden
zusammen mit zwei Kugeläquatorhalbschalen 116, 118 einen
Kolbenkäfig 120,
der in 12 in Alleinstellung dargestellt
ist. Der Kolbenkäfig 120 weist,
wie aus 12 hervorgeht, eine im Wesentlichen
geschlossene und insgesamt kugelförmige Außenseite auf, die im in das
Gehäuse 12 eingebauten
Zustand der Innenwand 32 des Gehäuses 12 unmittelbar
benachbart ist.
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Im
Wesentlichen geschlossen bedeutet hier, dass der Kolbenkäfig 120 nur
wenige Öffnungen
aufweist, beispielsweise eine Öffnung 122,
die beim Umlaufen des Kolbenkäfigs 120 um
die Drehachse 42 die Öffnungen
des Ausstoßquerschnitts 28 und
einer entsprechenden Öffnung
für die
Zündkerze
abwechselnd freigibt oder verschließt. Die Öffnung 122 kann beispielsweise
mit einer radial wirkenden und ggf. federunterstützten Dichtung versehen sein.
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Um
180° um
die Drehachse 32 versetzt ist eine entsprechende Öffnung 123 (3)
im Kolbenkäfig
vorhanden.
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Die
Kugeläquatorhalbschalen 116, 118 bilden
auf ihrer Innenseite zusammen einen Teil der Arbeitskammerwände 58 und 60 aus.
Insgesamt werden die Arbeitskammerwände 58 und 60 somit
durch die Kolbenteller 70, 72 und die Kugeläquatorhalbschalen 116 und 118 gebildet.
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Der
Kolbenkäfig 120 rotiert
als Ganzes in dem Gehäuse 12 um
die Drehachse 42. Die Kugeläquatorhalbschalen 116, 118 tragen
außerdem
die beiden Wellen 20 und 22, das heißt letztere
sind mit dem Kolbenkäfig 120 fest
verbunden.
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Auf
der Außenseite
des Kolbenkäfigs 120 sind
vorzugsweise Kühlrippen
ausgebildet (nicht dargestellt), um die Oberfläche des Kolbenkäfigs 120 für eine verbesserte
Kühlung
zu vergrößern. Solche Kühlrippen
können
durch Materialaussparungen gebildet sein, um den Außendurchmesser
des Kolbenkäfigs
nicht zu erhöhen.
Vorzugsweise ist die Ausrichtung der Kühlrippen in Längsrichtung
der Drehachse 32, so dass die zwischen dem Gehäuse 12 und
dem Kolbenkäfig 120 eingebrachte
Kühlluft durch
die um die Drehachse 32 rotierenden Kühlrippen verwirbelt wird, wodurch
die Wärmeaufnahme der
Luft verbessert wird.
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Nachfolgend
wird beschrieben, wie die Schwenkbewegung der Kolben 34 bis 40 um
die Schwenkachse 44 aus der Umlaufbewegung der Kolben 34 bis 40 um
die Drehachse 42 abgeleitet wird.
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Dazu
ist ein Steuermechanismus vorgesehen, der zumindest ein, im vorliegenden
Ausführungsbeispiel
zwei, Laufglieder 124, 126 umfasst. Die Laufglieder 124 und 126 sind
beispielsweise in 3 und 4 dargestellt.
Das Laufglied 124 ist mit dem Kolben 34 fest verbunden,
und zwar über
einen Achszapfen 128, der durch ein Langloch 130 in der
Kugeläquatorhalbschale 116 aus
dem Kolbenkäfig 120 herausragt.
Das weitere Laufglied 126 ist mit dem Kolben 40 fest
verbunden, und zwar über
einen Achszapfen 132, der durch ein Langloch 134,
das ebenfalls in der Kugeläquatorhalbschale 116 ausgebildet
ist, aus dem Kolbenkäfig 120 herausragt.
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Die
Laufglieder 124, 126 laufen in einer in dem Gehäuse 12 als
Nut ausgebildeten Steuerkurve 136, wobei die Steuerkurve 136 beiden
Laufgliedern 124 und 126 gemeinsam zugeordnet
ist. Die Steuerkurve 136 ist eine geschlossene Kurve, die
konkave und konvexe Bereiche aufweist, die so ausgestaltet sind,
dass beim Entlanglaufen der Laufglieder 124, 126 an
der Steuerkurve 136 die Kolben 34 und 40 und über deren
feste Verbindung mit den Kolbentellern 70 und 72,
mit denen auch die Kolben 36 und 38 verbunden
sind, die Kolben 36 und 38 um die Schwenkachse 44 hin-
und hergehende Schwenkbewegungen ausführen.
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Die
Laufglieder 124, 126 weisen jeweils zwei in radialer
Richtung bezüglich
der Schwenkachse 44 benachbarte kugelschichtförmige Laufrollen 138, 140 bzw. 142, 144 auf.
Die Laufrollen 138 und 140, und dasselbe gilt
für die
Laufrollen 142, 144, weisen unterschiedliche maximale
Durchmesser auf, wobei die Steuerkurve 136 entsprechend
zwei zu den Laufrollen 138, 140 bzw. 142, 144 komplementäre, in radialer
Richtung benachbarte Steuerkurvenabschnitte 146, 148 aufweist,
wie in 2 zu sehen ist.
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Es
versteht sich, dass auch die Kolben 36, 38 mit
entsprechenden Laufgliedern versehen sein können, die in einer zweiten
Steuerkurve laufen.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der Schwenkkolbenmaschine 10 sind in dem
Gehäuse 12,
genauer gesagt innerhalb des Kolbenkäfigs 120, zwei weitere
Kammern 150 und 152 vorhanden, und zwar an den
den beiden Arbeitskammern 54 und 56 abgewandten
Stirnseiten der benachbarten Kolben 34 und 40 einerseits
und der benachbarten Kolben 36 und 38 andererseits.
Die Kammern 150 und 152 sind gegen die Arbeitskammern 54, 56 abgedichtet und
verkleinern sich gegensinnig zu den Arbeitskammern 54, 56,
wenn die Kolben 34 bis 40 um die Schwenkachse
verschwenken. Wie für
den Kolben 36 in 7 dargestellt
ist, weisen alle Kolben 34 bis 40 auf ihren die
Kammern 150, 152 begrenzten rückwärtigen Stirnflächen kavernenartige
Vertiefungen 154 auf, um das Volumen der Kammern 150 und 152 durch
diese kavernenartige Vertiefung 154 zu vergrößern. Des
Weiteren sind die zuvor erwähnten
rückwärtigen Stirnseiten
der Kolben 34 bis 40 abgeschrägt. Die Kugeläquatorhalbschalen 116 und 118 des
Kolbenkäfigs 120 weisen
in Verlängerung
der Wellen 20 und 22 Fortsätze 156, 158 auf,
die in Umfangsrichtung um die Schwenkachse 44 gerichtete Fortsätze 160 aufweisen,
die beim Verschwenken der Kolben 34 bis 40 zur
Drehachse 42 hin in die kavernenartigen Vertiefungen 154 eintauchen
und somit die darin befindliche Luft nahezu vollständig verdrängen.
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Wie
bereits zuvor erwähnt,
dienen die Kammern 150 und 152 als Vordruckkammern,
in die von außen
durch das Gehäuse 12 (Frischluft-Ansaugquerschnitte 24, 26)
und den Kolbenkäfig 120 (Öffnungen 122, 123)
Frischluft eingeführt
wird, und zwar in beide Kammern 150 und 152 gleichzeitig,
die dann in der UT-Stellung der Kolben 34 bis 40 gemäß 4 maximal
komprimiert ist. In 2 und 3 sind Frischluftkanäle 172, 173 zu
sehen, die sich ausgehend von den Frischluft-Ansaugquerschnitten 24 bzw. 26 in
der Innenwand 32 des Gehäuses 12 in Umfangsrichtung
um die Drehachse 42 erstrecken. Entgegen der Darstellung
in 2 und 3 können die Frischluftkanäle 172, 173 auch
eine größere Breite
aufweisen. Von den Frischluftkanälen
gelangt die Frischluft über Öffnungen 174 und 175 (6) in dem Kolbenteller 70 und
entsprechende Öffnungen 176, 177 in
dem Kolbenteller 72 dann in die Kammern 150 bzw. 152,
um diese mit Frischluft zu befluten. Diese in den Kammern 150 und 152 gleichzeitig komprimierte
Luft wird dann in eine der beiden Arbeitskammern 54 und 56 injiziert,
und zwar in diejenige der Arbeitskammern 54 und 56,
in der gerade der Arbeitstakt des Einlassens des Brennstoffes und
des anschließenden
Verdichtens des Brennstoff-Luft-Gemisches stattfindet. Damit die
in den Kammern 150, 152 vorkomprimierte Frischluft
in die jeweilige Arbeitskammer 54 bzw. 56 injiziert
werden kann, sind in die Kolben 34 bis 40 Ventile
integriert, und zwar ein Ventil 162 in dem Kolben 34,
ein Ventil 164 in dem Kolben 36, ein Ventil 166 in
dem Kolben 38 und ein Ventil 168 in dem Kolben 40.
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Die
Kammern 150 und 152 dienen jedoch nicht nur ausschließlich als
Vordruckkammern, sondern übernehmen
auch die Funktion einer Kühlung der
Schwenkkolbenmaschine 10.
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Zur
Schmiermittel-, insbesondere Ölzuführung zu
den beweglichen Elementen, beispielsweise den Kolben 34 bis 40 (insbesondere
deren Kolbenringen), den Kugellagern 108, 110 usw.
sind Schmiermittelkanäle 180 und 182 beispielsweise
in der Welle 20 (vgl. 5) vorgesehen,
durch die das Schmiermittel in die Schwenkkolbenmaschine 10 ein-
und wieder ausgeleitet wird. Um das Schmiermittel in das Zentrum
der Schwenkkolbenmaschine leiten zu können, insbesondere um die Kugel 84 zwischen
den Kolbentellern 70 und 72 leiten zu können, weisen
die Kolbenteller 70 und 72 jeweils ebenfalls Schmiermittelkanäle 188, 190 auf,
und in den Endkappen 112, 114 sind entsprechende,
in der Zeichnung nicht dargestellte, Kanäle vorhanden.