-
Die
Erfindung betrifft ein Automatgetriebe in Form eines Kegelscheibenumschlingungsgetriebes, wie
es beispielsweise aus der
DE
10 2004 015 215 und weiteren Veröffentlichungen bekannt ist,
sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung und ein damit ausgerüstetes Fahrzeug.
-
Automatgetriebe
im weiteren Sinne sind Kennungswandler, deren momentane Übersetzung sich
selbständig
in Abhängigkeit
von momentanen oder zu erwartenden Betriebszuständen, wie zum Beispiel Teillast,
Schub und Umgebungsparameter, wie zum Beispiel Temperatur, Luftdruck,
Luftfeuchtigkeit, stufenweise oder stufenlos verändert. Zu ihnen gehören solche
Kennungswandler, die auf einem elektrischen, pneumatischen, hydrodynamischen, hydrostatischen
Prinzip oder auf einem aus diesen Prinzipien gemischten Prinzip
beruhen.
-
Die
Automatisierung bezieht sich auf die verschiedensten Funktionen,
wie zum Beispiel das Anfahren, die Übersetzungswahl, die Art der Übersetzungsveränderung
bei verschiedene Betriebssituationen, wobei unter Art der Übersetzungsveränderung zum
Beispiel das Schalten von einzelnen Stufen nacheinander, das Überspringen
von Schaltstufen und die Geschwindigkeit der Verstellung verstanden werden
kann.
-
Der
Wunsch nach Komfort, Sicherheit und vertretbarem Bauaufwand bestimmt
den Automatisierungsgrad d. h. wie viele Funktionen selbständig ablaufen.
-
In
der Regel kann der Fahrer manuell in den automatischen Ablauf eingreifen
oder ihn für
einzelne Funktionen begrenzen.
-
Automatgetriebe
im engeren Sinne, wie sie heute vor allem im Fahrzeugbau verwendet
werden, haben in der Regel folgenden Aufbau:
Auf der Antriebsseite
des Getriebes befindet sich eine Anfahreinheit in Form einer regelbaren
Kupplung, zum Beispiel einer nassen oder trockenen Reibungskupplung,
einer hydrodynamischen Kupplung oder einem hydrodynamischen Wandler.
-
Zu
einem hydrodynamischen Wandler wird häufig eine Überbrückungskupplung parallel zum Pumpen-
und Turbinenteil geschaltet, welche durch direkte Kraftübertragung
den Wirkungsgrad steigert und durch definierten Schlupf bei kritischen
Drehzahlen die Schwingung dämpft.
-
Die
Anfahreinheit treibt ein mechanisches, stufenloses oder gestuftes
Wechselgetriebe an, das eine Vorwärts-/Rückwärtsfahreinheit, eine Haupt-, Bereichs-,
Splitgruppe und/oder einen Variator enthalten kann. Zahnradgetriebegruppen
werden, je nach Anforderungen an Laufruhe, Platzverhältnisse und Übertragungsmöglichkeiten,
in Vorgelege- oder Planetenbauweise mit Gerad- oder Schrägverzahnung
ausgelegt.
-
Das
Ausgangselement des mechanischen Getriebes, eine Welle oder ein
Zahnrad, treibt direkt oder indirekt über Zwischenwellen bzw. eine
Zwischenstufe mit einer konstanten Übersetzung auf ein Differentialgetriebe,
das als separates Getriebe gestaltet sein kann oder ein integrierter
Bestandteil des Automatgetriebes ist. Grundsätzlich eignet sich das Getriebe
für Längs- und
Quereinbau im Fahrzeug.
-
Zur
Verstellung der Übersetzung
im mechanischen Getriebe sind hydrostatische, pneumatische und/oder
elektrische Stellglieder vorgesehen. Eine Hydraulikpumpe, die nach
dem Verdrängungsprinzip arbeitet,
liefert Drucköl
für die
Anfahreinheit, insbesondere die hydrodynamische Einheit, für die hydrostatischen
Stellelemente des mechanischen Getriebes und für die Schmierung und Kühlung des
Systems. Je nach erforderlichem Druck und Fördervolumen kommen Zahnradpumpen,
Schraubenpumpen, Flügelzellenpumpen
und Kolbenpumpen, letztere meistens in radialer Bauart, in Frage.
In der Praxis haben sich Zahnradpumpen und Radialkolbenpumpen für diesen
Zweck durchgesetzt, wobei die Zahnradpumpen wegen ihres geringen
Bauaufwandes und die Radialkolbenpumpe wegen des höheren Druckniveaus
und der besseren Regelbarkeit Vorteile bieten.
-
Die
Hydraulikpumpe kann an einer beliebigen Stelle des Getriebes an
einer ständig
von der Antriebseinheit angetriebenen Haupt- oder Nebenwelle angeordnet
sein.
-
Es
sind stufenlose Automatgetriebe bekannt, bestehend aus einer Anfahreinheit,
einem Planetenwendegetriebe als Vorwärts-/Rückwärtsfahreinheit, einer Hydraulikpumpe,
einem Variator, einer Zwischenwelle und einem Differential. Der
Variator wiederum besteht aus zwei Kegelscheibenpaaren und einem
Umschlingungsorgan. Jedes Kegelscheibenpaar besteht aus einer in
axialer Richtung verschiebbaren zweiten Kegelscheibe. Zwischen diesen
Kegelscheibenpaaren läuft
das Umschlingungsorgan, zum Beispiel ein Schubgliederband, eine Zugkette oder
ein Riemen. Über
die Verstellung der zweiten Kegelscheibe ändert sich der Laufradius des
Umschlingungsorgans und somit die Übersetzung des stufenlosen
Automatgetriebes.
-
Stufenlose
Automatgetriebe erfordern ein hohes Druckniveau, um die Kegelscheiben
des Variators in allen Betriebspunkten mit der gewünschten Geschwindigkeit
verstellen zu können
und außerdem mit
einem genügenden
Basisanpressdruck weitgehend verschleißfrei das Drehmoment zu übertragen.
-
Eine
der Erfindung zugrunde liegende Teilaufgabe liegt darin, die mittels
eines hydraulischen Mediums dargestellte Kraftübertragung zu verbessern. Eine
weitere Teilaufgabe liegt darin, die Teilefertigung zu vereinfachen
und auch damit die Herstellungskosten günstig zu beeinflussen. Eine
weitere Teilaufgabe der Erfindung liegt darin, die Betriebsfestigkeit
von Bauteilen zu erhöhen
und somit die Lebensdauer eines derartigen Automatgetriebes zu verlängern. Eine
weitere Teilaufgabe der Erfindung liegt darin begründet, die
Drehmomentübertragungsfähigkeit
eines derartigen Getriebes zu erhöhen bzw. größere Kräfte durch die Bauteile des
Getriebes übertragen
zu können.
-
Diese
Aufgabenteile werden durch die in den Ansprüchen dargelegte sowie in der
Beschreibung auch im Zusammenhang mit den Figuren erläuterte Erfindung
mit deren Weiterbildungen gelöst,
insbesondere durch ein Kegelscheibenumschlingungsgetriebe mit antriebsseitigen
und abtriebsseitigen Kegelscheibenpaaren, die jeweils eine Festscheibe
und eine Wegscheibe aufweisen, die jeweils auf einer antriebsseitigen
und einer abtriebsseitigen Welle angeordnet und über ein Umschlingungsmittel
zur Drehmomentübertragung
verbindbar sind, wobei zumindest eine der Wellen zumindest eine
in Längsrichtung der
Welle sich erstreckende Bohrung aufweist, von der mindestens eine
sich zur Mantelfläche
der Welle erstreckende Bohrung, wie Schräg- oder Querbohrung, ausgeht,
deren Austritt an der Mantelfläche
in einem Bereich angeordnet ist, der von der Wegscheibe unabhängig von
deren axialer Stellung überdeckt wird.
-
Dadurch
wird beispielsweise eine Verkürzung
der Zuführbohrung
für das
hydraulische Medium erreicht, die so wirtschaftlicher und mit erhöhter Prozesssicherheit
gefertigt werden kann.
-
Allgemein
kann es bei einem Kegelscheibenumschlingungsgetriebe nach der Erfindung
von Vorteil sein, wenn zumindest eine Festscheibe einstückig mit
der Welle verbunden ist.
-
Weiterhin
kann es vorteilhaft sein, die Wegscheibe drehfest, jedoch axial
verlagerbar über
eine Verzahnung mit der Welle zu verbinden.
-
Besonders
vorteilhaft kann es sein, wenn der Austritt der Bohrung aus der
Mantelfläche
im Bereich der Verzahnung angeordnet ist.
-
Durch
diese Anordnung der Bohrung mitten in der Steckverzahnung bildet
diese praktisch eine Art Rippen um die hoch beanspruchten Bohrungen, wodurch
eine erhebliche Festigkeitssteigerung erzielbar ist, da die Spannungen
im kritischen Bereich um den Bohrungsaustritt aus der Mantelfläche der Welle
zwischen den Zähnen
erheblich verringert werden.
-
Es
kann sich als zweckmäßig erweisen, wenn
der Zahn im Bereich des Bohrungsaustritts entfällt, wobei es weiterhin vorteilhaft
sein kann, zwei dem Bohrungsaustritt benachbarte Zähne am Innendurchmesser
der Wegscheibe entfallen zu lassen.
-
Allgemein
kann es bei einem Kegelscheibenumschlingungsgetriebe nach der Erfindung
von Vorteil sein, mehrere Bohrungsaustritte am Umfang vorzusehen,
wobei die Bohrungsaustritte bevorzugt gleichmäßig über den Umfang verteilt angeordnet werden
können.
-
Bei
einem erfindungsgemäßen Kegelscheibenumschlingungsgetriebe
werden bevorzugt die Wegscheibe und die Festscheibe eines Kegelscheibenpaares
in Umfangsrichtung einander zugeordnet angeordnet.
-
Hierzu
kann es vorteilhaft sein, wenn im Bereich der Innenverzahnung der
Wegscheibe eine Erhöhung
vorgesehen ist, die an der Stelle des entfallenen Zahnes der Welle
eingreift, und/oder im Bereich des Außendurchmessers der Welle zumindest
eine Erhöhung
vorgesehen ist, die im Bereich der entfallenen Zähne der Wegscheibe zu liegen
kommt, wodurch konstruktiv eine Fehlmontage ausgeschlossen werden
kann.
-
Weiterhin
bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Herstellen eines
erfindungsgemäßen Kegelscheibenumschlingungsgetriebes,
wobei das Werkzeug zur Herstellung der Außenverzahnung der Welle und/oder
der Innenverzahnung der Wegscheibe – in Umfangsrichtung betrachtet – nur einen
Teil des Profils erzeugt und zur Fertigung eines weiteren Teils
winkelmäßig verdreht
wird.
-
Des
Weiteren bezieht sich die Erfindung auf ein Fahrzeug mit einem erfindungsgemäßen Getriebe.
-
Die
Erfindung wird im Folgenden anhand schematischer Zeichnungen beispielsweise
mit weiteren Einzelheiten erläutert.
-
Es
stellen dar:
-
1 eine
Teilansicht eines Kegelscheibenumschlingungsgetriebes,
-
2 eine
im Wesentlichen der 1 entsprechende Darstellung
einer Ausführungsform
der Erfindung,
-
3 einen
teilweisen Schnitt gemäß der Linie
III-III der 2,
-
4 die
Einzelheit IV der 3,
-
5 die
Einzelheit V der 3
-
6 weitere
mögliche
Ausführungsformen gemäß Schnitt
III-III
-
1 zeigt
nur einen Teil eines Kegelscheibenumschlingungsgetriebes, nämlich den
von einem Antriebsmotor, wie beispielsweise einem Verbrennungsmotor
angetriebenen antriebs- oder
eingangsseitigen Teil des Kegelscheibenumschlingungsgetriebes 1.
Bei einem vollständig
ausgeführten
Kegelscheibenumschlingungsgetriebe ist diesem eingangsseitigen Teil
ein komplementär
ausgebildeter abtriebsseitiger Teil des stufenlos einstellbaren Kegelscheibenumschlingungsgetriebes
zugeordnet, wobei beide Teile über
ein Umschlingungsmittel in der Form beispielsweise einer Laschenkette 2 zur Momentenübertragung
miteinander verbunden sind. Das Kegelscheibenumschlingungsgetriebe 1 weist eingangsseitig
eine Welle 3 auf, die bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
einstückig
mit einer feststehenden Kegelscheibe oder Festscheibe 4 ausgebildet
ist. Diese axial feststehende Kegelscheibe 4 befindet sich
in Axiallängsrichtung
der Welle 3 einer axial verlagerbaren Kegelscheibe oder
Wegscheibe 5 benachbart gegenüber.
-
Bei
der Darstellung nach 1 ist die Laschenkette 2 am
antriebsseitigen Kegelscheibenpaar 4, 5 in einer
radial äußeren Stellung
dargestellt, die sich dadurch ergibt, dass die axial verlagerbare
Kegelscheibe 5 in der Zeichnung in Richtung nach rechts
verlagert wird und diese Verlagerungsbewegung der axial verlagerbaren
Kegelscheibe 5 zu einer Bewegung der Laschenkette 2 in
Richtung nach radial außen
führt,
wodurch sich eine Übersetzungsänderung
des Getriebes ins Schnelle ergibt.
-
Die
axial verlagerbare Kegelscheibe 5 kann in an sich bekannter
Weise in der Zeichnungsebene auch nach links verlagert werden, wobei
sich in dieser Stellung die Laschenkette 2 in einer radial
inneren Stellung befindet (die mit dem Bezugszeichen 2a versehen
ist), bei der sich eine Übersetzung
des Kegelscheibenumschlingungsgetriebes 1 ins Langsame
ergibt.
-
Das
von einem nicht näher
dargestellten Antriebsmotor bereit gestellte Drehmoment wird in
den in 1 dargestellten antriebsseitigen Teil des Kegelscheibenumschlingungsgetriebes über ein
auf der Welle 3 gelagertes Zahnrad 6 eingeleitet,
welches auf der Welle 3 über ein Wälzlager in der Form eines axiale
und radiale Kräfte
aufnehmenden Kugellagers 7 gelagert ist, welches auf der
Welle 3 über eine
Scheibe 8 und eine Wellenmutter 9 festgelegt wird.
Zwischen dem Zahnrad 6 und der axial verlagerbaren Kegelscheibe 5 befindet
sich ein Drehmomentfühler 10 angeordnet,
dem eine mit einer axial feststehenden Spreizscheibe 11 und
einer axial verlagerbaren Spreizscheibe 12 versehene Spreizscheibenkonfiguration 13 zugeordnet
ist. Zwischen den beiden Spreizscheiben 11, 12 sind
Wälzkörper beispielsweise
in der Form der dargestellten Kugeln 14 angeordnet.
-
Ein über das
Zahnrad 6 eingeleitetes Drehmoment führt zur Ausbildung eines Drehwinkels
zwischen der axial feststehenden Spreizscheibe 11 und der
axial verlagerbaren Spreizscheibe 12, was zu einer axialen
Verlagerung der Spreizscheibe 12 führt und zwar aufgrund von an
dieser angeordneten Anlauframpen, auf die die Kugeln 14 auflaufen
und so für
einen axialen Versatz der Spreizscheiben zueinander sorgen.
-
Der
Drehmomentfühler 10 besitzt
zwei Druckräume 15, 16,
von denen der erste Druckraum 15 für eine Beaufschlagung mit Druckmittel
in Abhängigkeit
von dem eingeleiteten Drehmoment vorgesehen ist und der zweite Druckraum 16 mit
Druckmittel versorgt wird und zwar in Abhängigkeit von der Übersetzung
des Getriebes.
-
Zur
Erzeugung der Anpresskraft, mit der die Laschenkette 2 zwischen
der axial feststehenden Kegelscheibe 4 und der axial verlagerbaren
Kegelscheibe 5 mit einer Normalkraft beauf schlagt wird,
ist eine Kolben/Zylindereinheit 17 vorgesehen, die zwei Druckräume 18, 19 besitzt.
Der erste Druckraum 18 dient der übersetzungsabhängigen Veränderung
der Beaufschlagung der Laschenkette 2 und der zweite Druckraum 19 dient
in Verbindung mit dem drehmomentabhängig gesteuerten Druckraum 15 des
Drehmomentfühlers 10 zur
Erhöhung
oder Verringerung der Anpresskraft, mit der die Laschenkette 2 zwischen
den Kegelscheiben 4, 5 beaufschlagt wird.
-
Die
Welle 3 besitzt zur Druckmittelversorgung der Druckräume drei
Kanäle 20, über die
von einer nicht dargestellten Pumpe Druckmittel in die Druckräume eingespeist
wird. Über
einen auslassseitigen Kanal 21 kann das Druckmittel aus
der Welle 3 abfließen
und dem Kreislauf wieder zugeführt
werden.
-
Die
Beaufschlagung der Druckräume 15, 16, 18, 19 führt zu einer
momenten- und übersetzungsabhängigen Verschiebung
der axial verlagerbaren Kegelscheibe 5 auf der Welle 3.
Die Welle 3 besitzt zur Aufnahme der verlagerbaren Kegelscheibe 5 Zentrierflächen 22,
die als Schiebesitz für
die verlagerbare Kegelscheibe 5 dienen.
-
Wie
es anhand der 1 leicht ersichtlich ist, besitzt
das Kegelscheibenumschlingungsgetriebe 1 im Bereich der
Lagerstellen der Kegelscheibe 5 auf der Welle 3 jeweils
eine Geräuschdämpfungseinrichtung 23.
Dazu kann die Geräuschdämpfungseinrichtung
einen Ringkörper
und eine dämpfende
Einlage aufweisen oder nur aus einer dämpfenden Einlage bestehen.
-
Die
in 1 verwendeten Bezugszeichen beziehen sich auch
auf die im Wesentlichen vergleichbaren Merkmale der 2.
Die Figuren sind also in sofern als Einheit zu betrachten. Der Übersichtlichkeit
halber sind in 2 nur diejenigen Bezugszeichen
verwendet, die über
diejenigen der 1 hinausgehen.
-
In 2 ist
nun der mittlere der drei Kanäle 20 entsprechend
der Erfindung ausgestaltet. Es ist ersichtlich, dass diese den zentralen
Kanal 20 bildende Bohrung 24, die als Sacklochbohrung
von der 1 und 2 rechts
dargestellten Seite gefertigt wird, deutlich kürzer ausgeführt ist als in 1.
Derartige Sacklochbohrungen sind aufwendig in der Herstellung und
erfordern einen sehr hohen Genauigkeitsgrad in der Fertigung. Der
Herstellungsaufwand sowie die Anforderungen hinsichtlich der Prozesssicherheit
steigen dabei überproportional
mit der Länge.
Die Verkürzung
einer derartigen Bohrung wirkt sich also günstig z. B. auf die Herstellkosten
aus.
-
Im
Bereich des Grundes dieser Bohrung 24 zweigt die Querbohrung 25 ab,
von denen mehrere am Umfang verteilt angeordnet sein können. Im
dargestellten Fall ist diese Querbohrung 25 als radiale Bohrung
dargestellt; sie kann jedoch auch in einem anderen Winkel als Schrägbohrung
gefertigt werden. Die Bohrung 25 durchdringt die Mantelfläche der Welle 3 an
einer Stelle, die unabhängig
vom Betriebszustand, also z. B. von der eingestellten Übersetzung,
in einem Bereich liegt, der stets von der Wegscheibe 5 überdeckt
wird.
-
Durch
das Verlegen der Querbohrung 25 in den Überdeckungsbereich der Wegscheibe 5 kann die
Welle 3 axial kürzer
ausgeführt
werden, wodurch Bauraum eingespart werden kann. Außerdem kann sich
durch die Verkürzung
der Welle 3 auch eine Belastungsreduzierung ergeben.
-
Die
Mündung
des Kanals bzw. der Querbohrung 25 kann dabei beispielsweise
im Bereich der Ausdrehung 26, der der Zentrierfläche 22 der
Welle benachbart ist, angeordnet werden. Dies kann insbesondere
vorteilhaft sein, wenn die Verzahnung 27, die die Wegscheibe 5 axial
verschiebbar jedoch drehfest mit der Welle 3 verbindet,
beispielsweise durch die Drehmomentübertragung hoch beansprucht
ist.
-
In
vielen Fällen
wird jedoch die Belastung der Verzahnung 27 nicht das kritischste
Auslegungskriterium sein, so dass die Mündung der Bohrung 25 in den
Bereich dieser Verzahnung gelegt werden kann, wie dies in 2 dargestellt
ist. Durch die Anordnung der Querbohrung 25 in der Verzahnung 27 anstatt
in der Ausdrehung 26, ergibt sich ein Vorteil dadurch, dass
ein größeres Widerstandsmoment
vorliegt, wodurch die Biegespannung in der Randfaser verringert wird.
Außerdem
ist das Flächenträgheitsmoment
an dieser Stelle größer, während die
kritische Faser die durch die Querbohrung 25 gestört ist,
auf etwa gleich bleibendem Radius bleibt. Hierdurch ergibt sich
eine deutliche Verringerung der Spannungen im kritischen Bereich
um die Mündung
der Querbohrung 25 zwischen den Zähnen der Verzahnung 27.
Die Versorgung mit Hydraulikfluid ist bei den 1 und 2 identisch,
da die Druckräume 15 und 19 miteinander in
Verbindung stehen und die Wegscheibe 5 Verbindungsbohrungen 28 aufweist,
die den Bereich der Verzahnung 27 mit dem Druckraum 19 verbinden.
In den Figuren ist die Wegscheibe 5 in ihrer äußersten linken
Stellung die der Anfahrübersetzung
bzw. dem Underdrive entspricht, dargestellt. Wird die Wegscheibe 5 nun
nach rechts in Richtung der Festscheibe 4 verschoben, so
befindet sich stets ein Teil des Hohlraums bzw. der Kammer 29 über der
Mündung der
Querbohrung bzw. des Kanal 25, so dass die erforderliche
Fluidversorgung ebenso wie in 1 stets
gewährleistet
ist. Wie auch in 1 gibt es für den Druckraum 16 zwei
Schaltzustände,
die von der axialen Position der Wegscheibe 5 ab hängen. In
der dargestellten Stellung sind die Steuerbohrungen 30 freigelegt,
so dass der damit in Verbindung stehende, mit einem Stopfen 31 axial
verschlossene Kanal 20 und der mit ihm über einen nicht dargestellten
Kanal in Verbindung stehende Druckraum 16 drucklos sind bzw.
lediglich Umgebungsdruck aufweisen. Wird nun die Wegscheibe 5 auf
die Festscheibe 4 zu bewegt, so überfährt sie die Steuerbohrungen 30,
wobei ab einem bestimmten Weg die Kammer 29 über den Mündungen
der Steuerbohrungen 30 zu liegen kommt. In der Kammer 29 herrscht
jedoch ein vom Moment abhängiger
hoher Druck, der dann über
die Steuerbohrungen 30 und den Kanal 20 auch in
die Druckkammer 16 gebracht wird, so dass dort auch hoher
Druck anliegt. Auf diese Weise werden zwei Schaltzustände realisiert,
die die Anpresskraft übersetzungsabhängig steuern.
-
Weiterhin
ist in 2 eine Tellerfeder 32 vorgesehen, die
im drucklosen Zustand des Getriebes 1 die Wegscheibe 5 in
eine vorbestimmte axiale Position bringt, wodurch eine Übersetzung
des Getriebes 1 eingestellt werden kann, die eine übermäßige Belastung,
beispielsweise beim Abschleppen des Fahrzeugs, verhindert.
-
3 zeigt
einen Schnitt entlang der Linie III-III der 2, wobei
in der oberen und unteren Hälfte
der Figur jeweils eine unterschiedliche Ausführungsform der Querbohrung
bzw. des Kanals 25 dargestellt ist.
-
Im
unteren Bereich, dessen Ausschnitt IV in 4 nochmals
vergrößert dargestellt
ist, ist im Bereich der Mündung
des Kanals 25 in die Mantelfläche der Welle 3 der
dort liegende Zahn entfernt bzw. nicht ausgeführt, so dass – in Axialrichtung
der Welle betrachtet – ein
Kanal 33 entsteht, der vom Hydraulikfluid durchströmt werden
kann.
-
Wenn
ein derartiger Querschnitt des Kanals 33 nicht ausreichend
ist, können
zusätzlich
die zwei benachbarten radial nach innen ragenden Zähne der Wegscheibe 5 entfallen,
wie dies im Bereich V und vergrößert in 5 dargestellt
ist.
-
Der
Entfall der jeweils pro Kanal 33 entfallenden bis zu drei
Zähne kann
mehrfach am Umfang erfolgen, um den erforderlichen Gesamtströmungsquerschnitt
darstellen zu können.
Vorteilhafterweise erfolgt dies z. B. dreimal am Umfang mit gleichmäßiger Winkelteilung
und einer durch drei teilbaren Zähnezahl
z. B. bei 30 Zähnen.
-
Bei
der Montage der Wegscheibe 5 auf der Welle 3 ist
zu beachten, dass die Wegscheibe 5 in der richtigen Winkelposition
zur Festscheibe 4 zugeordnet wird, um so den erforderlichen
Querschnitt des Kanals 33 sicher zu stellen.
-
In 6 sind
wiederum drei unterschiedliche Kanalanordnungen dargestellt, wobei
bei A auf die richtige Montage geachtet werden muss, während bei
B und C durch konstruktive Maßnahmen
eine Fehlmontage verhindert werden kann.
-
Bei
A ist nochmals die Anordnung gemäß 5 dargestellt,
wobei diese Ausführungsform,
wie bereits beschrieben, zur Erzielung des erforderlichen Durchflussquerschnitts
mehrfach am Umfang verteilt sein kann, ebenso wie die Anordnungen
gemäß B und
C.
-
Bei
B ist eine konstruktive Lösung
dargestellt, die eine falsche Zuordnung bei der Montage ausschließt. Hierzu
wird erfindungsgemäß in der
Innenverzahnung der Wegscheibe 5 eine Erhöhung 34 genau
an der Stelle zwischen zwei ursprünglich vorhandenen Zähnen vorgesehen,
an der bei Falschverbau ein Zahn der Welle 3 zu liegen
käme.
-
Bei
C ist eine Lösung
dargestellt, die auf der Welle 3 eine oder zwei Erhöhungen 35 in
der Doppellücke
an den Stellen vorgesehen werden, an denen bei versuchtem Falschverbau
Zähne der
Wegscheibe 5 zu liegen kämen.
-
Erfindungsgemäß kann die
genannte Ausprägung
besonders wirtschaftlich dadurch hergestellt werden, dass das Werkzeug
zum Abwälzstoßen der Innenverzahnung
der Wegscheibe 5 nur 10 Zähne zuzüglich der Werkzeuggestaltung
für die
beiden entfallenden Zähne
und einen entsprechend kleinen Durchmesser aufweist, so dass das
Werkzeug bei der Fertigung analog einem Planetenrad dreimal in der
Bohrung der Wegscheibe 5 rotiert und dabei die insgesamt
ursprünglich
30 Zähne
abzüglich
der dreimal am Umfang ausgebildeten besonderen Gestaltung einbringt
(die Anzahl der Zähne
dient lediglich als Beispiel).
-
Analog
wird für
die Fertigung der Außenverzahnung
der Welle 3 ein Werkzeug mit ursprünglich 10, 20, 30 oder entsprechend
mehr Zähnen
einschließlich
der entfallenden Zähne
verwendet. Damit entstehen außer
den einmaligen Werkzeugkosten, praktisch keine zusätzlichen
Stückkosten.
-
Die
Erfindung ist vorteilhaft anwendbar bei allen CVT-Scheibensätzen mit Ölführung zur
Kolben-/Zylindereinheit 17 durch die Wegscheibe 5 im Bereich
der Verzahnung 27, insbesondere bei hohen Getriebemomenten.
-
Die
Erfindung ist ebenfalls anwendbar an der entsprechenden Stelle des
nicht dargestellten abtriebsseitigen Kegelscheibensatzes.
-
- 1
- Kegelscheibenumschlingungsgetriebe
- 2
- Laschenkette
- 2a
- radial
innere Stellung der Laschenkette
- 3
- Welle
- 4
- Festscheibe
- 5
- Wegscheibe
- 6
- Zahnrad
- 7
- Kugellager
- 8
- Scheibe
- 9
- Wellenmutter
- 10
- Drehmomentfühler
- 11
- axial
feststehende Spreizscheibe
- 12
- axial
verlagerbare Spreizscheibe
- 13
- Spreizscheibenkonfiguration
- 14
- Kugeln
- 15
- erster
Druckraum
- 16
- zweiter
Druckraum
- 17
- Kolben-/Zylindereinheit
- 18
- erster
Druckraum
- 19
- zweiter
Druckraum
- 20
- (drei)
Kanäle
(Einspeisung)
- 21
- Kanal(auslassseitig)
- 22
- Zentrierfläche
- 23
- Geräuschdämpfungseinrichtung
- 24
- (zentrale)
Bohrung
- 25
- Querbohrungen)
- 26
- Ausdrehung
- 27
- Verzahnung
- 28
- Verbindungsbohrungen
- 29
- Hohlraum/Kammer
- 30
- Steuerbohrungen
- 31
- Stopfen
- 32
- Tellerfeder
- 33
- Kanal
- 34
- Erhöhung
- 35
- Erhöhung