DE102005037203A1 - Mehrteiliger Ölabstreifring für Verbrennungsmotoren - Google Patents
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Abstract
Bei einem mehrteiligen Ölabstreifring (10) für Verbrennungsmotoren, mit einem u-förmigen mit axialen Einschnitten (2) versehenem Spreizfederring (1) zur Bildung von nach radial außen gerichteten federnden Schenkeln (3, 4), die über radial innenliegende Stege (5) miteinander verbunden sind, und mit wenigstens zwei mit jeweils parallelen Flanken (7a, 7b; 8a, 8b) versehenen ringförmigen Lamellen (7, 8), die über ihre Flanken als Stapelebene (SE) zu einer Höhe (h¶L¶) gestapelt und zwischen den federnden Schenkeln des Spreizfederrings angeordnet sind, um eine Nennhöhe des Ölabstreifrings zu definieren, soll für einen mindestens dreiteiligen Ölabstreifring eine minimale axiale Bauhöhe mit verbesserter Ölabstreifwirkung dadurch erreicht werden, dass mindestens jeweils eine der Flanken (7a, 7b; 8a, 8b) der Lamellen in ihrem radial innenliegenden Wandbereich eine derartig geformte Aussparung (11) mit einer Auflagefläche (12) zum Eingriff der federnden Schenkel (3, 4) des Spreizfederrings aufweist, dass die Nennhöhe des Ölabstreifrings ausschließlich durch die Stapelhöhe (h¶L¶) der Lamellen (7, 8) bestimmt ist.
Description
- Die Erfindung betrifft einen mehrteiligen Ölabstreifring für Verbrennungsmotoren, mit einem u-förmigen mit axialen Einschnitten versehenen Spreizfederring zur Bildung von nach radial außen gerichteten federnden Schenkeln und mit wenigsten zwei mit jeweils parallelen Flanken versehenen ringförmigen Lamellen, die über eine ihrer Flanken als Stapelebene zu einer Höhe gestapelt und zwischen den federnden Schenkeln des Spreizfederrings angeordnet sind, um eine Bauhöhe des Ölabstreifrings zu definieren.
- Ein zweiteiliger Ölabstreifring mit einem u-förmigen ausgebildeten Spreizfederring ist aus der
DE 197 04 754 C1 bekannt. Eine einzige Lamelle, die zwischen den Schenkeln des Spreizfederrings angeordnet ist, gestattet eine Bauhöhe des Ölabstreifrings von ca. 1,5 mm. Gegenüber anderen bekannten zweiteiligen Ölabstreifringen, beispielsweise aus derDE 27 11 018 C2 , besitzt diese Lösung den Vorteil, dass eine noch ausreichende Tangentialkraft durch die Spreizfeder auf die Lamelle ausgeübt wird, so dass die Ölabstreifwirkung ebenfalls noch als ausreichend zu betrachten ist. Eine Verringerung der Bauhöhe bis oder unter 1,5 mm führt damit zu einer ungenügenden Abstreifwirkung, wie ebenfalls in derDE 197 94 754 C2 beschrieben, so dass Bauhöhen in dieser Größenordnung für dreiteilige Ringe somit scheinbar nicht mehr zu realisieren sind. - Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen mindestens dreiteiligen Ölabstreifring mit einer minimalen axialen Bauhöhe anzugeben, der gegenüber bekannten Ölabstreifringen eine wesentlich verbesserte Ölabstreifwirkung gestattet.
- Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
- Durch die vorgeschlagene Konstruktion des dreiteiligen Ölabstreifrings, der aus einem u-förmigen Spreizfederring mit zwischen seinen Schenkeln angeordneten Lamellen besteht, wird einerseits vorteilhaft eine Bauhöhe erreicht, die der eines zweiteiligen Ölabstreifrings, beispielsweise der nach
DE 197 04 754 C1 , entspricht. Andererseits wird durch den verwendeten Spreizfederring auf die Lamellen eine Tangentialkraft ausgeübt, die noch dadurch vergrößert wird, dass eine bestimmte Gestaltung der Auflagefläche für die Spreizfederschenkel vorgesehen ist, so dass eine zusätzliche tangentiale Kraftkomponente auf die Ringlamellen erzeugt wird, welche zu einer verbesserten Ölabstreifwirkung führt. Zudem gestattet die Gestaltung der Auflagefläche eine wesentlich vereinfachte Montage der Lamellen. - Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
- Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
- Es zeigen:
-
1 eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Ölabstreifrings; -
2 eine perspektivische Schnittdarstellung des Ölabstreifringes in einer ersten Ausführung; -
3 eine perspektivische Schnittdarstellung des Ölabstreifringes in einer zweiten Ausführung. -
4 eine perspektivische Schnittdarstellung des Ölabstreifringes in einer dritten Ausführung. - Aus der perspektivischen Ansicht nach
1 ist ein erfindungsgemäßer Ölabstreifring10 aus einem Spreizfederring1 mit u-förmigen Querschnitt gebildet, zwischen dessen nach radial außen gerichtete federnde Schenkel3 und4 aufeinander gestapelte ringförmige Lamellen7 und8 mit einer Lauffläche9 angeordnet sind. Der Spreizfederring1 weist an seiner radial inneren Seite Schlitze2 auf, so dass die Schenkel3 und4 über als Federringrücken ausgebildete Stege5 miteinander ver bunden sind. Durch die Schlitze2 ist der Spreizfederring1 in Umfangsrichtung federnd gestaltet. - Die aus Stahl oder Gusseisen bestehenden Lamellen
7 und8 , die als Nasenminutenringe ausgeführt sein können, haben zueinander jeweils parallele ausgerichtete Flanken7a ,7b und8a ,8b , wobei als Stapeleben SE die untere Flanke7b der oberen Lamelle7 sowie die obere Flanke8a der unteren Lamelle8 dient. Die Flanken in der Stapelebene SE weisen eine Rauheit Rz < 2μm für Stahllamellen und Rz < 4μm für Gusslamellen auf. Gemäß2 und3 haben die Lamellen an ihren radial inneren Enden, also in Richtung Rücken des Spreizfederrings1 , eine nach axial oben gerichtete Aussparung11 für die obere Lamelle7 und eine nach unten gerichtete Aussparung für die untere Lamelle8 mit jeweils einer Auflagefläche12 , in welcher die Schenkel3 und4 sich federnd abstützen. Nach einem ersten Ausführungsbeispiel ist die Auflagefläche12 parallel zu den Flanken7a ,7b und8a ,8b ausgerichtet, wobei nach einem zweiten Ausführungsbeispiel gemäß3 die Auflagefläche12 zur Stapeleben hin unter einem Neigungswinkel α zwischen 2° bis 20° verläuft. Dadurch wird einerseits eine einfache Montage der Lamellen ermöglicht und andererseits eine zumindest teilweise zusätzliche radial auf die Lamellen einwirkende Kraftkomponente zur verbesserten Ölabstreifung geschaffen. - Die Aussparungen
12 in den Lamellen sind zueinander spiegelsymmetrisch mit der Stapelebene SE als Spiegelebene ausgeführt und weisen eine Höhe ha auf, die größer ist, als die Dicke Di jeweils eines Schenkels des Spreizfederrings1 . Damit ist im Gegensatz zum vorhandenen Stand der Technik eine Bauhöhe -Nennhöhe- des Ölabstreifrings10 realisiert, die ausschließlich durch die Höhe hL der aufeinander gestapelten Lamellen7 und8 bestimmt wird. Die Abstützung der Schenkel3 und4 des Spreizfederrings1 erfolgt in einer radialen Breite B der Auflagefläche12 , die etwa einem Drittel der radialen Gesamtbreite der Lamellen entspricht, so dass eine ausreichende Führung gewährleistet ist. An der unteren Flanke7a der oberen Lamelle7 sind umfangsseitig in einem Winkelabstand von 20°, also in einer Gesamtanzahl von 18 Stück, radial verlaufende Ölnuten6 eingebracht, durch die von der Lamelle7 von der Zylinderwand abzustreifendes Öl zur radial innen liegenden Seite des Spreizfederrings in den Ölraum13 befördert und durch die Einschnitte2 zum kurbelwellenseitigen Motorraum abtransportiert wird. - Gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Ölabstreifrings
10 nach4 sind die Aussparungen11 beider Lamellen7 und8 derart ausgeführt, dass die der Laufflächen9 abgewandten Seite14 der Lamellen7 und8 am Rücken des Spreizfederrings1 anliegen, wodurch die radiale Breite B der Auflagefläche12 vergrößert werden kann. Das von der Zylinderwand abzustreifende Öl wird dabei durch die radial verlaufende Ölnuten6 direkt über die Einschnitte6 zum kurbelwellenseitigen Motorraum abtransportiert. - Die Lamellen
7 und8 können üblicherweise mittels eines Gas-Nitrierprozesses (GNS) zur Bildung einer Nitridschicht behandelt sein. Ebenso kann eine Verschleißbeschichtung der Laufflächen9 durch ein PVD-Verfahren, beispielsweise eine CrN-Beschichtung, aufgebracht werden. - Der Ölabstreifring
10 ist im Einbauzustand mit einen ausreichendem Spiel in der Ölringnut eines Kolbens eingesetzt. Der Spreizfederring1 wird dabei auf einen kleineren Durchmesser gespannt, in dem er in Umfangsrichtung zusammengedrückt wird, so dass die hierdurch entstehende radiale Federkraft die Lamellen7 und8 gegen die Zylinderwand drücken, wobei durch die spezielle Gestaltung der Aussparung11 zur Aufnahme der Schenkel3 ,4 des Spreizfederrings1 eine besonders geringe axiale Bauhöhe für einen dreiteiligen Ölabstreifring realisiert wird. -
- 10
- Mehrteiliger Ölabstreifring
- 1
- Spreizfederring
- 2
- axiale Einschnitte
- 3, 4
- Schenkel des Spreizfederrings
- 5
- Stege
- 6
- Ölnut
- 7
- obere Lamelle, dem Brennraum des Motors zugewandte Seite
- 7a
- Lamellenflanke, axiale Oberseite
- 7b
- Lamellenflanke, axiale Unterseite
- 8
- untere Lamelle, dem Brennraum des Motors abgewandte Seite
- 8a
- Lamellenflanke, axiale Oberseite
- 8b
- Lamellenflanke, axiale Unterseite
- 9
- Laufflächen
- 11
- Aussparung
- 12
- Auflagefläche
- 13
- Ölraum
- α
- Neigungswinkel der Auflagefläche
- B
- radial Breite der Auflagefläche
- Di
- Schenkeldicke
- hL
- Stapelhöhe der Lamellen
- hA
- axiale Höhe der Aussparung
- SE
- Stapelebene
Claims (8)
- Mehrteiliger Ölabstreifring (
10 ) für Verbrennungsmotoren, mit einem u-förmigen mit axialen Einschnitten (2 ) versehenen Spreizfederring (1 ) zur Bildung von nach radial außen gerichteten federnden Schenkeln (3 ,4 ) und mit wenigsten zwei mit jeweils parallelen Flanken (7a ,7b ;8a ,8b ) versehenen ringförmigen Lamellen (7 ,8 ), die über eine ihrer Flanken als Stapelebene (SE) zu einer Höhe (hL) gestapelt und zwischen den federnden Schenkeln des Spreizfederrings angeordnet sind, um eine Nennhöhe des Ölabstreifrings zu definieren, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens jeweils eine der Flanken (7a ,7b ;8a ,8b ) der Lamellen in ihrem radial innenliegenden Wandbereich eine derartig geformte Aussparung (111 mit einer Auflagefläche (12 ) zum Eingriff der federnden Schenkel (3 ,4 ) des Spreizfederrings aufweist, dass die Nennhöhe des Ölabstreifrings ausschließlich durch die Stapelhöhe (hL) der Lamellen (7 ,8 ) bestimmt ist. - Mehrteiliger Ölabstreifring (
10 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (11 ) zur Auflage der federnden Schenkel (3 ,4 ) in den axial äußeren Flanken (7a ,8a ) der Lamellen (7 ,8 ) eingebracht ist. - Mehrteiliger Ölabstreifring (
10 ) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (11 ) in jeder der Lamellen einer spiegelsymmetrisch Anordnung mit der Stapelebene (SE) als Spiegelebene entspricht. - Mehrteiliger Ölabstreifring (
10 ) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagefläche (12 ) der Aussparung (11 ) parallel zu den Lamellenflanken (7a ,7b ,8a ,8b ) angeordnet ist, dass die radiale Breite (B) der Auflagefläche maximal einem Drittel der radialen Wanddicke des Ölabstreifrings beträgt und dass die axiale Höhe (ha) der Aussparung mindestens der Dicke (Di) eines einzelnen Schenkels (3 ,4 ) entspricht. - Mehrteiliger Ölabstreifring (
10 ) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagefläche (12 ) der Aussparung (11 ) in der axialen Höhe (ha) nach radial innen zur Stapelebene (SE) hin geneigt ausgeführt ist - Mehrteiliger Ölabstreifring (
10 ) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Neigungswinkel (α) zwischen 2 bis 20° beträgt. - Mehrteiliger Ölabstreifring (
10 ) nach einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der in der Stapelebene (SE) angeordneten Flanken (7b ,8b ) der Lamellen (7 ,8 ) umfangsseitig verteilt über ihre gesamte radiale Wanddicke Nuten zum Ölablauf aufweisen. - Mehrteiliger Ölabstreifring (
10 ) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (7 ,8 ) aus Stahl oder Gusseisen bestehen.
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