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Die
Erfindung betrifft eine interferometrische Messvorrichtung nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Die präzise Prüfung einer sphärischen oder
einer asphärischen
Oberfläche
ist durch den Einsatz interferometrischer Techniken mittlerweile
in relativ einfacher Weise möglich.
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Stand
der Technik
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Derartige
interferometrische Messvorrichtungen sind aus der
DE 102 23 581 A bekannt.
Diese offenbart ein System zur Passeprüfung einer einzigen Oberfläche eines
Testobjektes mit Hilfe eines Interferometers und unter Verwendung
eines optischen Elementes mit diffraktiven Strukturen deren eine
Unterstruktur die Referenzwelle und deren andere Unterstruktur die
einzige Testwelle erzeugt. Durch diesen Aufbau ist diese Messvorrichtung
auf die Messung einer Oberfläche
eines einzigen Testobjekts beschränkt.
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Aufgabenstellung
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Aufgabe
ist es, eine Vorrichtung bereitzustellen, mit welcher interferometrisch
mehr als eine einzige Ist-Form einer Oberfläche eines Testobjekts gemessen
werden kann. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung
bereitzustellen, mit welcher interferometrisch mehr als die Passe
einer einzigen Oberfläche
eines Testobjekts gemessen werden kann.
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Gelöst wird
diese Aufgabe erfindungsgemäß durch
eine interferometrische Messvorrichtung gemäss den Merkmalen des Anspruchs
1. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen
der abhängigen
Ansprüche.
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Interferometrische
Messvorrichtungen umfassen bekanntermaßen eine Vorrichtung zur Erzeugung
eines Lichtstrahls, wie beispielsweise einen Linienstrahler bzw.
insbesondere einen Laser, der der Messvorrichtung als Eingangslichtstrahl
dienen kann. Darüber
hinaus umfassen sie bekanntermaßen mindestens
ein Bauelement, welches aus einem eingehenden Lichtstrahl einen
Messstrahl und einen Referenzstrahl bereitstellt. Dieses Bauelement
ist in der Regel ein Strahlteiler. Nachdem der Messstrahl des Interferometers
im Zuge der Messung vom zu messenden Objekt reflektiert wurde oder
dieses transmittiert hat, wird der Messstrahl mit dem Referenzstrahl überlagert
wobei beide Strahlen interferieren. Das sich ergebende Interferenzbild
wird dann üblicherweise
an einer eigenen Ausgabeeinheit sichtbar gemacht.
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In
der vorliegenden Erfindung dient das optische Element mit seiner
Referenzfläche
der Erzeugung eines Referenzstrahls. Die mindestens zwei diffraktiven
Strukturen dienen darüber
hinaus der Beugung des Eingangslichtstrahls, um diesen in Richtung
der zu messenden optischen Fläche
umzulenken.
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Dadurch,
daß erfindungsgemäß das diffraktiv
optische Element mindestens zwei unterschiedliche diffraktive Strukturen
umfasst, wird der Messstrahl an diesen diffraktiven Strukturen genau
so oft verschieden gebeugt, wie unterschiedliche diffraktive Strukturen
vorhanden sind und teilt sich hierbei in einen ersten und einen
weiteren Messstrahl auf. Jeder Messstrahl ist hierbei Idealerweise
genau so weit, daß er
genau den zu prüfenden
Teil der optischen Fläche
ausleuchtet. Der erste Messstrahl wird für eine erste Wellenlänge des
Eingangslichtstrahls erzeugt. Für
jede weitere Wellenlänge
des Eingangslichtstrahles wird ein weiterer Messstrahl erzeugt.
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Der
an der ersten diffraktiven Struktur gebeugte erste Messstrahl dient
der Messung einer ersten zu prüfenden
oder zu justierenden optischen Fläche und der an einer weiteren
diffraktiven Struktur gebeugte weitere Messstrahl dient der Messung
einer der weiteren zu prüfenden
oder zu justierenden optischen Flächen. Hieraus resultiert der
Vorteil, in einer Messvorrichtung pro Messauftrag mehr als nur eine
einzige optische Fläche
eines einzigen Messobjekts messen zu können, ohne für einen
Messauftrag die erste gemessene optische Fläche aus der Messvorrichtung
entfernen zu müssen,
um eine weitere optische Fläche
messen zu können.
Darüber
hinaus ergibt sich der zusätzliche
Vorteil, mit Hilfe einer Messvorrichtung bei einer optischen Fläche nicht
nur die Abweichung der Ist-Fläche von
ihrer Soll-Fläche zu
prüfen,
sondern auch die Abweichung der Justage mindestens einer optischen
Fläche
relativ zur Messvorrichtung.
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Dadurch,
dass bei Korrespondenz zwischen einer diffraktiven Struktur und
einer optischen Fläche der
durch die diffraktive Struktur bereitgestellte Soll-Zustand der
optischen Fläche
dem Ist-Zustand der selben optischen Fläche als Maßstab dient, kann eine Abweichung
des Ist-Zustands vom Soll-Zustand identifiziert werden. Wenn, nachdem
der Eingangslichtstrahl die diffraktive Struktur passiert hat, die
gesamte zu messende optische Fläche
ausgeleuchtet wird, kann hierdurch die gesamte optische Fläche auf Abweichungen
von Ist- und Soll-Zustand
hin überprüft werden.
Hierdurch sind auch derartige Abweichungen identifizierbar, die
sich auf nur einem kleinen Teil der optischen Fläche befinden, wobei der Rest
der optischen Fläche
bereits genau ihrem Soll-Zustand entsprechen kann. Unter „Korrespondenz" wird daher verstanden,
dass der durch die diffraktive Struktur bereitgestellte Soll-Zustand
der optischen Fläche
dem Ist-Zustand
dieser optischen Fläche
als Maßstab
dient. Eine Folge der Korrespondenz kann dann sein, dass in nachfolgenden
Bearbeitungsschritten der Ist-Zustand dem Soll-Zustand angenähert wird.
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Der
durch die diffraktive Struktur bereitgestellte Soll-Zustand dient
insbesondere dann als Maßstab,
wenn ein durch den Eingangslichtstrahl bereitgestellter Messstrahl
an jeder der diffraktiven Strukturen so gebeugt wird, dass er auf
die durch ihn zu messenden optischen Flächen, wenn deren Ist-Zustand
ihrem jeweiligen Soll-Zustand entspricht, senkrecht auftrifft.
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Eine
erste vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung wird erzielt, indem
das Interferometer ein so genanntes Common-Path-Interferometer ist,
bei denen der Referenzstrahlengang und der Messstrahlengang weitgehend überlagert
sind. Ein Beispiel für ein
Common-Path-Interferometer ist ein Fizeau-Interferometer. Dadurch
wird eine hohe Stabilität
der Messung erreicht. Alternativ kann das Interferometer jedoch
auch einen anderen Aufbau haben, beispielsweise den eines Michelson-Interferometers.
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Dadurch,
dass das optische Element eine Referenzfläche umfasst, welche insbesondere
eine Fizeaufläche
ist, kann an dieser der Eingangslichtstrahl durch Reflexion einen
Referenzstrahl erzeugen. Der durch die Fizeaufläche transmittierte Anteil des
Eingangslichtstrahls bildet einen Messstrahl.
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Dadurch,
dass das diffraktiv optische Element ein Substat und auf diesem
Substrat unterschiedliche diffraktive Strukturen umfasst, wird der Messstrahl
von jeder auf dem Substrat befindlichen Struktur anders gebeugt,
wodurch für
die zu messenden optischen Flächen
ein jeweils anderer Messstrahl bereitgestellt wird.
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Wenn
die diffraktiven Strukturen außerdem die
Sollformen der zu messenden optischen Flächen in sich eingerechnet haben,
so bringt dies den Vorteil mit sich, daß hierdurch ein jeweils passendes
Maß, bzw.
ein passender Maßstab
für die
zu messende optische Fläche
bereitgestellt werden kann. Mit Hilfe der Bereitstellung dieses
Maßes
wird eine Korrespondenz zwischen der jeweiligen diffraktiven Struktur und
der damit zu messenden optischen Fläche ermöglicht. Dadurch, dass der Messstrahl
an jeder der diffraktiven Strukturen so gebeugt wird, dass er auf die
durch ihn zu messende optische Fläche in deren Soll-Zustand senkrecht
auftrifft, kann die zu messende optische Fläche daraufhin gemessen werden,
ob ihre Form und/oder Lage von ihrem Soll-Zustand abweicht. Dies
gilt ebenso für
Teilflächen
einer optischen Fläche.
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Dadurch,
dass in mindestens eine diffraktive Struktur des diffraktiv optischen
Elements die Ablenkung von mindestens einer jener optischen Flächen eingerechnet
ist, welche nicht gemessen wird, können die Störungen, welche von dieser optischen
Fläche
auf die Messung ausgeübt
werden können,
signifikant kompensiert werden. Derartige Ablenkungen treten insbesondere
dann auf, wenn der Messstrahl auf dem Weg zur zu messenden optischen
Fläche ein
anderes Medium, wie beispielsweise einen Linsenkörper, durchstrahlen muß.
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Dadurch,
dass auf dem diffraktiv optischen Element örtlich getrennt mindestens
eine zusätzliche diffraktive
Struktur angeordnet ist, kann eine zusätzliche diffraktive Struktur
bereitgestellt werden, welche einen Hilfsstrahl formt, der der Justage
einer optischen Flächen
oder einer Hilfsfläche
dienen kann. Die Hilfsflächenmessung
stellt hierbei beispielsweise dem Fachmann bekannte zusätzliche
Messparameter bereit, welche eine Justage erleichtern können. Dem
Fachmann ist damit beispielsweise die Lage der Hilfsfläche zur
zu messenden optischen Fläche
bekannt, sodaß er
die an der Hilfsfläche
ermittelten Daten unmittelbar auf die zu messende optische Fläche übertragen
kann.
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Dadurch,
dass die optischen Flächen
von mindestens einer Linse stammen, können sowohl die Vorderseite,
als auch die Rückseite
einer einzigen Linse zugleich gemessen werden, oder es können die
Vorderseiten von mehr als einer Linse zugleich gemessen werden,
oder es können
die Rückseiten von
mehr als einer Linse zugleich gemessen werden, oder es kann die
Vorderseite einer Linse und zugleich die Rückseite mindestens einer zweiten
Linse gemessen werden, oder umgekehrt.
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Dadurch,
dass mindestens eine der optischen Flächen sphärisch oder mindestens eine
andere der optischen Flächen
asphärisch
ist, können sphärische und
asphärische
optische Flächen
in beliebiger Zusammenstellung gemessen werden.
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Dadurch,
dass der Eingangslichtstrahl zuerst das optische Element, das eine
Referenzfläche
umfasst, dann das diffraktiv optische Element durchstrahlt und dann
als Messstrahl auf die zu messende optische Fläche auftrifft, kann eine sehr
kompakte und modular aufgebaute Messvorrichtung bereitgestellt werden,
die flexibel an unterschiedlichste Gegebenheiten angepasst werden
kann.
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Dadurch,
dass die Messvorrichtung einen Filter umfasst, können die sich in der Messvorrichtung
befindlichen Strahlen so gefiltert werden, daß die Strahlen und auch Störungen,
welche für
die eigentliche Messung keinen Beitrag bringen, beispielsweise durch
ein räumliches
Filter, wie eine Interferometerblende, aus der Messvorrichtung abgefiltert werden.
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Dadurch,
dass zwischen dem optischen Element, das eine Referenzfläche umfasst,
und dem diffraktiv optischen Element mindestens ein Keil und/oder
eine Linse enthalten ist, kann die Ausblendung von Reflexionen besonders
effektiv erfolgen.
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Dadurch,
dass der Eingangslichtstrahl beim Messvorgang durch Linienstrahler,
wie beispielsweise Laser erzeugt wird, ist er so weit monochromatisch
(hat eine so geringe spektrale Bandbreite), dass er für die vorliegende
Messvorrichtung verwendbar ist. Bei einem derartig monochromatischen
Eingangslichtstrahl wird die interferometrische Messvorrichtung
dann unabhängig
von der Messdauer bei einem aktuellen Messvorgang für eine einzige
optische Fläche
mit Licht betrieben, welches näherungsweise eine
einzige Wellenlänge
aufweist, da für
die vorliegende Anwendung die Bandbreite eines Lasers, der monochromatisches
Licht abgibt, vernachlässigbar ist.
Wenn nun die interferometrische Messvorrichtung aufgrund eines Messauftrags
dazu eingesetzt werden soll, mehrere optische Flächen nacheinander zu messen,
ohne hierbei mindestens eine dieser optischen Flächen auszubauen, muß sie in
diesem Fall, dass der Eingangslichtstrahl beim Messvorgang monochromatisch
ist, für
jeden einzelnen Messvorgang mit monochromatischem Licht einer anderen
Wellenlänge
(oder eines anderen Spektralbands) betrieben werden. Dies wird dadurch
erreicht, dass die Abgabe des monochromatischen Eingangslichtstrahls
zeitlich begrenzt erfolgt und zeitlich sequenziell zwischen der Lichtemission
in verschiedenen Spektralbändern
umgeschaltet wird. Um diese einzelnen, zeitlich aufeinander folgenden
Messvorgänge
des Messauftrags dann einfacher auseinanderhalten zu können, ist
es vorteilhaft, dass die interferometrische Messvorrichtung für einen
jeweils definierten Zeitraum mit monochromatischem Licht einer jeweils
anderen Wellenlänge
betrieben wird. Dies hat zur Folge, dass, der Einganglichtstrahl
in einem ersten Zeitintervall t1 Eingangslichtstrahlen
einer ersten Wellenlänge λ1 abgibt und
in einem zweiten, vom ersten Zeitintervall verschiedenen Zeitintervall
t2 Eingangslichtstrahlen einer zweiten oder
weiteren Wellenlänge λ2 abgibt,
die von der ersten Wellenlänge λ1 verschieden
ist. Wenn die Anzahl der Wellenlängen
des Eingangslichtstrahls bzw. des Messstrahls der Anzahl der zu
messenden optischen Flächen
entspricht, wird die interferometrische Messvorrichtung besonders
effizient betrieben und es können
beispielsweise Störungen, die
durch überzählige Eingangslichtstrahlen
hervorgerufen werden könnten,
gering gehalten werden.
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Dadurch,
dass der Eingangslichtstrahl zum selben Zeitpunkt Strahlung jeweils
unterschiedlicher monochromatischer Wellenlängen oder Wellenlängenbereiche
umfasst, kann alternativ ein Eingangslichtstrahl bereitgestellt
werden, bei welchem jede dieser zum selben Zeitpunkt abgegebenen
Wellenlängen
mit einer anderen der zu messenden optischen Flächen korrespondiert. In diesem
Fall kann das Ergebnis der Messung dann unter Zuhilfenahme einer
zusätzlichen
Vorrichtung, die beispielhaft in 4 bzw. 5 dargestellt
ist, ausgelesen werden. In Frage kommen hierfür beispielsweise Farbfilter. Wenn
die Anzahl der Wellenlängen
des Eingangslichtstrahls bzw. des Messstrahls der Anzahl der zu messenden
optischen Flächen
entspricht, wird die interferometrische Messvorrichtung besonders
effizient betrieben und es können
beispielsweise Störungen,
die durch überzählige Eingangslichtstrahlen hervorgerufen
werden könnten,
gering gehalten werden.
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Dadurch,
dass die von der optischen Fläche ermittelten
Messdaten zur weiteren Bearbeitung der optischen Fläche dienen,
kann die gemessene optische Fläche
so lange bearbeitet werden, bis eine hinreichende Übereinstimmung
zwischen Ist- und Soll-Zustand
der gemessenen optischen Fläche
erreicht ist.
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Dadurch,
dass die von der optischen Fläche ermittelten
Messdaten paketweise ermittelt werden, ist ein Datensatz, der die
Abweichung des Ist-Zustands der optischen Fläche vom Soll-Zustand der optischen
Fläche
repräsentiert,
einer genauen Stelle auf der optischen Fläche zuordenbar. Dieser Datensatz
wird dann zur Bearbeitung der optischen Fläche einer eigens dafür geeigneten
Apparatur zur Verfügung
gestellt.
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Wenn
die von der optischen Fläche
ermittelten Messdaten zur Justierung mindestens einer der optischen
Flächen
dienen, kann die gemessene optische Fläche so lange justiert werden,
bis eine Übereinstimmung
zwischen Ist- und Solllage der mindestens einen gemessenen optischen
Fläche
erreicht ist. Wenn dann die Übereinstimmung
zwischen Ist- und Solllage der mindestens einen gemessenen optischen
Fläche
bestmöglich
erreicht ist, kann eine weitere optische Fläche justiert werden. Ist auch
diese justiert, sind damit automatisch auch die betreffenden optischen
Flächen
zueinander justiert.
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Die
zu messende optische Fläche
muß bei Betrieb
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zunächst
in der interferometrischen Messvorrichtung angebracht werden, bevor
der Ist-Zustand der Oberfläche
der optischen Fläche
gemessen werden kann. Justagefehler und Abweichungen des Ist-Zustands der
Oberfläche
der optischen Fläche
zum Sollzustand sind daher im Messbetrieb nicht ganz voneinander
zu trennen. Vorteilhaft erfolgt daher die Messung der Abweichung
der Ist-Lage der optischen Fläche
von der Soll-Lage der optischen Fläche und die Messung der Abweichung
der Ist-Zustands der Oberfläche
der optischen Fläche
von dem Soll-Zustand der Oberfläche
der optischen Fläche
iterativ.
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Hierdurch
wird erreicht, dass nach jedem Messvorgang ein Bearbeitungs- oder
Justagevorgang erfolgen kann, dem dann wiederum ein Messvorgang
folgt etc. Hierdurch kann die betreffende Oberfläche so lange bearbeitet und
justiert werden, bis ihr Ist-Zustand dem Soll-Zustand möglichst
nahe kommt.
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Dadurch,
dass das diffraktiv optische Element ein Substrat und auf diesem
Substrat diffraktive Strukturen umfasst, wird der Messstrahl von
der auf dem Substrat befindlichen Struktur gebeugt, wodurch für die zu
messenden optischen Flächen
je ein eigener Messstrahl bereitgestellt wird.
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Dadurch,
dass die diffraktive Struktur Gitterstrukturen, wie beispielsweise
Computer-generierte Hologramme (CGH) umfasst, kann die Sollform
der zu messenden optischen Fläche
besonders einfach in die diffraktive Struktur eingerechnet werden.
Unter „Gitter" wird hierbei alles
verstanden, was bewirkt, dass ein eingehender Eingangslichtstrahl
so kontrolliert gebeugt wird, wie es der Betreiber der Vorrichtung
wünscht.
Auf diesem Weg wird eine besonders präzise Korrespondenz zwischen
diffraktiver Struktur und zu messender optischer Fläche erreicht.
Dies gilt insbesondere dann, wenn unter „Messen" die Ermittlung der Abweichung der Ist-Form
einer optischen Fläche
von ihrer Sollform oder wenn unter „Messen" die Ermittlung der Abweichung der Lage
zweier optischer Flächen
voneinander verstanden wird.
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Ausführungsbeispiel
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Näher erläutert wird
die Erfindung anhand der Zeichnungen.
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1 zeigt
einen Ausschnitt einer interferometrischen Messvorrichtung, die
sowohl eine sphärische
als auch eine asphärische
optischen Fläche
einer beispielhaft dargestellten einzigen Linse vermisst;
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2 zeigt
einen Ausschnitt der interferometrischen Messvorrichtung aus 1,
die darüber hinaus
noch eine Blende und eine Linse umfasst;
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3 zeigt
schematisch ein diffraktiv optisches Element mit drei unterschiedlichen
diffraktive Strukturen;
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4 zeigt
schematisch eine interferometrische Messvorrichtung, die sowohl
eine sphärische als
auch eine asphärische
optischen Fläche
einer beispielhaft dargestellten einzigen Linse vermisst und einen
Farbfilter umfasst und eine Auswertevorrichtung für die Messdaten
aufweist;
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5 zeigt
die interferometrische Messvorrichtung, aus 4, welche
noch zusätzlich
eine Synchronisationsvorrichtung zur Synchronisation von Eingangslichtstrahl
und Messstrahl umfasst;
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1 zeigt
schematisch einen Schnitt durch eine interferometrische Messvorrichtung
zur Messung von wenigstens zwei in der Messvorrichtung befindlichen
optischen Flächen
(107, 109). Die interferometrische Messvorrichtung
umfasst Komponenten, wie beispielsweise mindestens einen Laser,
die einen Eingangslichtstrahl (101) erzeugen, der in seinem
Durchmesser so weit ist, dass er Idealerweise genau den auf der
optischen Fläche
(107, 109) zu messenden Bereich ausleuchtet.
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Die
interferometrische Messvorrichtung umfasst weiterhin ein optisches
Element (102) welches dem Eintritt des Eingangslichtstrahl
(101) in das optische Element (102) abgewandt
eine Referenzfläche (103)
aufweist und welches, dem Eintritt des Eingangslichtstrahl (101)
in das optische Element (102) zugewandt, eine Fläche (114)
mit einer leichten Neigung relativ zum Eingangslichtstrahl (101)
aufweist, so dass dieser nicht senkrecht auf diese Fläche (114) auftrifft.
Die Neigung bewirkt, dass der nicht benötigte Anteil des Eingangslichtstrahls
(101), wie beispielsweise Oberflächenreflexe, aus der Messvorrichtung ausgelenkt
wird.
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Die
interferometrische Messvorrichtung umfasst außerdem ein diffraktiv optisches
Element (DOE) (105), welches wiederum ein Substrat (104) und
mindestens zwei unterschiedliche diffraktive Strukturen (112, 113)
umfasst. Das diffraktiv optisches Element (105) ist beispielhaft
so aufgebaut, dass das Substrat (104) dem Eintritt des
Eingangslichtstrahls (101) zugewandt ist. Auch die Lichteintrittsfläche des
diffraktiv optischen Elements (105) kann gegenüber dem
Eingangslichtstrahl geneigt sein. Auf der dieser Lichteintrittsfläche gegenüber liegenden
anderen Fläche
des Substrats (104) sind die beispielhaft zwei diffraktiven
Strukturen (112, 113) angebracht. Als diffraktive
Strukturen (112, 113) werden in diesem konkreten
Ausführungsbeispiel
Gitter verwandt, wie sie dem Fachmann beispielsweise als Computer
generierte Hologramme (CGH) bekannt sind. 3 zeigt
ein Beispiel wie derartige diffraktive Strukturen (30, 31, 32)
aufgebaut sein könnten.
Alternativ kann auch jedes andere diffraktiv optische Element Verwendung
finden, welches bewirkt, dass ein eingehender Eingangslichtstrahl
(101) so kontrolliert gebeugt wird, wie es der Betreiber
der interferometrischen Messvorrichtung es wünscht.
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Jede
diffraktive Struktur (112, 113) des diffraktiv
optischen Elements (105) beugt den Eingangslichtstrahl
(101) auf der ihr eigenen individuellen und in sie eingerechneten
Weise, wobei die erste diffraktive Struktur (112) mit der
ersten zu messenden optischen Fläche
(107) korrespondiert und jede weitere diffraktive Struktur
(113) mit einer weiteren zu messenden optischen Fläche (109)
korrespondiert.
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Jede
diffraktive Struktur (112, 113) des DOE (105)
ist so ausgelegt, dass der an ihr gebeugte Eingangslichtstrahl (101)
immer dann senkrecht auf die eine gerade zu messende optische Fläche (107, 109) auftrifft,
wenn diese sich in ihrem Soll-Zustand
befindet. Eine optische Fläche
(107, 109) befindet sich dann in ihrem Soll-Zustand,
wenn entweder die Form der Oberfläche der optischen Fläche (107, 109)
in deren Ist-Zustand keine Abweichung verglichen mit ihrem Soll-Zustand aufweist
und daher nicht mehr nachbearbeitet werden muß, oder eine optische Fläche (107, 109)
befindet sich in ihrem Soll-Zustand wenn der Ist-Justage-Zustand der Oberfläche der
optischen Fläche
(107, 109), deren Soll-Justage-Zustand entspricht, und sie
daher nicht mehr nachjustiert werden muß. Jeder optischen Fläche können also
zwei Soll-Zustände
eigen sein: erstens die Form der Oberfläche der jeweiligen optischen
Fläche, zweitens
die Lage der Oberfläche
der jeweiligen optischen Fläche.
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Unter „Korrespondenz" wird daher in der
vorliegenden Anmeldung verstanden, dass eine diffraktive Struktur
(112, 113) in der Art auf den Soll-Zustand einer
zu messenden Oberfläche
der optischen Fläche
(107, 109) ausgelegt ist, dass sie den Messstrahl
so beugt, dass dieser durch die Beugung dann als Messstrahl (106, 108)
an jedem Ort innerhalb des von ihm ausgeleuchteten Messfelds senkrecht
auf die gerade zu messende optische Fläche (107, 109) auftrifft,
wenn diese sich in ihrem Soll-Zustand befindet.
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Der
Eingangslichtstrahl (101) durchstrahlt gemäß 1 zuerst
das optische Element (102), das die Referenzfläche (103)
umfasst, dann das diffraktiv optische Element (105) mit
dessen diffraktiven Strukturen (112, 113) und
trifft dann auf die zu vermessenden optischen Flächen (107, 109)
auf. An der Referenzfläche
(103) des optischen Elements (102) wird durch
den Eingangslichtstrahl (101) ein Referenzstrahl (111)
erzeugt. Als Referenzfläche
(103) wird in 1 beispielhaft eine Fizeaufläche eingesetzt.
Es kann jedoch auch jede andere Vorrichtung verwendet werden, welche
in der Lage ist, einen Referenzstrahl (111) zu erzeugen,
der in Überlagerung
mit dem Messstrahl (101) interferiert. Außerdem wird
der Eingangslichtstrahl (101) an der Referenzfläche (103) zum
Messstrahl. Im weiteren Verlauf wird der bis zu den diffraktiven
Strukturen (112, 113) noch ungeteilte Messstrahl
dann an den diffraktiven Strukturen in mehrere Messstrahlen (106, 108)
aufgeteilt.
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Darüber hinaus
wird der Messstrahl an den in 1 beispielhaft
dargestellten zwei diffraktiven Strukturen (112, 113),
hier beispielhaft dargestellt, zwei mal so gebeugt, dass er hierbei
in der Gestalt zweier Messstrahlen (106, 108)
auf die durch ihn zu messenden optischen Flächen (107, 109)
senkrecht auftrifft, wenn sich diese in ihrem Soll-Zustand befinden.
Zur Sicherstellung eines korrekten Messergebnisses wird die Brechung
eines jeden Messstrahls (108) dann mit in die jeweilige
diffraktiv optische Struktur (112, 113) eingerechnet,
wenn dieser zuerst andere optische Flächen (107) durchstrahlen
muß, um
die von ihm zu messende optische Fläche (109) zu erreichen.
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Um
eine gegenseitige Störung
von Messstrahlen (106, 108) untereinander zu vermeiden,
wird beispielhaft ein Laser eingesetzt, der einen hinreichend monochromatischen
Lichtstrahl erzeugt, der dann als Eingangslichtstrahl (101)
dient. Der Einsatz des Lasers kann so erfolgen, dass der Eingangslichtstrahl
(101) zeitlich begrenzt Licht einer annähernd einzigen Wellenlänge abgibt,
wobei die Bandbreite des Lasers hierbei vernachlässigbar ist, und zeitlich voneinander
diskret beabstandete Wellenbereiche mit einer jeweils anderen aber
einzigen Wellenlänge abgibt.
In diesem Fall wird jede diffraktive Struktur (112, 113)
des DOE (105) so ausgelegt, dass sie den Eingangslichtstrahl
(101), wenn dieser nacheinander genau definierte Wellenlängen aufweist,
nacheinander so beugt, dass zu jeder der Wellenlängen des Eingangslichtstrahls
(101) ein eigener Messstrahl (106, 108)
erzeugt wird und dass jeder der hierdurch erzeugten Messstrahlen
(106, 108) nur dann senkrecht auf die von gerade
diesem Messstrahl (106, 108) zu messende optische
Fläche
(107, 109) auftrifft, wenn jene sich in ihrem
Soll-Zustand befindet. Als Messergebnis erhält der Bediener zu unterschiedlichen
Zeiten die durch die einzelnen Messstrahlen (106, 108)
erzeugten Interferenzen.
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Alternativ
kann auch ein Laser eingesetzt sein, der gleichzeitig einen Lichtstrahl
mit zwei diskreten und von einander hinreichend spektral beabstandeten Emissionslinien
emittiert, z.B. ein sogenannter Dual-Line Laser. Auch in diesem
Fall wird durch die Beugung an den diffraktiven Strukturen (112, 113)
zu jeder der Wellenlängen
des Eingangslichtstrahls (101) ein eigener Messstrahl (106, 108) erzeugt,
so dass jeder der hierdurch erzeugten Messstrahlen (106, 108)
nur dann senkrecht auf die von gerade diesem Messstrahl (106, 108)
zu messende optische Fläche
(107, 109) auftrifft, wenn jene sich in ihrem
Soll-Zustand befindet. Als Messergebnis erhält der Bediener in diesem Fall
dann alle durch die einzelnen Messstrahlen (106, 108)
erzeugten Interferenzen zugleich. Um aus diesen dann die jeweils
interessierende Interferenz herausfiltern zu können, kann beispielsweise ein
Farbfilter eingesetzt werden, wie es dem Fachmann geläufig ist,
das jeweils nur den Spektralbereich um eine der beiden Emissionslinien
passieren lässt
oder eine Emissionslinie transmittiert und die andere reflektiert.
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Die
hierbei von dem jeweiligen Messstrahl (108, 106)
an der nicht zu messenden optischen Fläche (109, 107)
erzeugten Reflexionen bzw. Ablenkungen können dann durch in 2 beispielhaft
dargestellte und dem Fachmann geläufige räumliche Filter, wie beispielsweise
eine Blende (216), abgefiltert werden.
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Die
zu messenden optischen Flächen
(107, 109) können
sowohl entweder sphärisch
sein, oder sie können
asphärisch
sein. Unter die asphärischen optischen
Flächen
fallen unter anderem auch die außeraxialen Asphären. Durch
die dargestellte interferometrische Messvorrichtung sind daher sämtliche Formen
optischer Flächen
einzeln oder in Kombination und beispielsweise auch als Biasphären, die
zwei asphärische
Flächen
aufweisen, messbar.
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Im
Fall, dass der Messstrahl (106, 108) senkrecht
auf die zu messende optische Fläche
(107, 109) auftrifft, weil der Ist-Zustand der
zu messenden optischen Fläche
(107, 109) deren Soll-Zustand entspricht, laufen
die Messstrahlen (106, 108) in sich selbst zurück. Im anderen
Fall, dass der Messstrahl (106, 108) auf die zu
messende optische Fläche (107, 109),
die nicht dem Soll-Zustand entspricht, auftrifft, weil der Ist-Zustand
der zu messenden optischen Fläche (107, 109)
nicht deren Soll-Zustand entspricht, wird der Messstrahl (106, 108)
reflektiert, wobei ihm eine zusätzliche
Phasendifferenz aufgeprägt
wird.
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Der
Messstrahl (106, 108) und Referenzstrahl (111) überlagern
sich gemäß der Vorrichtung aus 1 und
interferieren. Aus dem Interferenzbild erkennt der Fachmann ob der
Ist-Zustand der gemessenen optischen Fläche (107, 109)
deren Soll-Zustand entspricht und kann gegebenenfalls geeignete
Maßnahmen
zur Bearbeitung der optischen Flächen
einleiten, um den Ist-Zustand dem Soll-Zustand anzunähern, wenn ihm dies geboten
erscheint.
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Um
eine von zwei optischen Flächen
(107, 109), von denen, wie in 1 beispielhaft
dargestellt, eine sphärisch
und die andere asphärisch
ist, durch die beschriebene Messung zu justieren, wird der Fachmann,
für den
Fall, dass die beispielsweise rotationssymmetrische asphärische Fläche (107)
nicht deren Soll-Lage
entspricht, diese so lange justieren, bis ihre optische Achse eine
möglichst
minimale Verkippung zur Achse des zugehörigen Messstrahls (106)
aufweist. Für
den Fall, dass die Oberfläche
der optischen Fläche
(107) in ihrem Ist-Zustand
dann noch eine Abweichung von deren Soll-Zustand aufweist, wird
der Fachmann diese so lange iterativ justieren und/oder bearbeiten,
bis sie ihrem Soll-Zustand möglichst
nahegekommen ist.
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Für den Fall,
dass dann noch die andere, beispielsweise sphärische Fläche (109) der selben
Linse nicht deren Soll-Zustand entspricht, wird der gleiche Vorgang
analog so lange auch für
diese zweite beispielsweise sphärische
optische Fläche
(109) angewandt, bis auch diese ihrem Soll-Zustand möglichst
nahe kommt. Wichtig ist dabei, dass die Justage der bereits justierten
ersten optischen Fläche (107)
der selben Linse nicht mehr verändern
wird. Die für
einen solchen Fall vorzunehmenden Änderungen erfolgen daher alle
an der noch zu bearbeitenden optischen Fläche (109). Eine also
eventuell noch vorzunehmende Justierung der zweiten optischen Fläche (109)
einer Linse wird daher durch Bearbeitung dieser zweiten optischen
Fläche
(109) der selben Linse erfolgen. Hierdurch kommen am Ende dieser
Vorgehensweise beide Seiten einer Linse ihrer Soll-Lage und ihrem
Soll-Zustand möglichst
nahe und es kann eine weitere optische Fläche beispielsweise einer weiteren
Linse, die in 1 nicht mehr dargestellt ist,
vermessen und gegebenenfalls justiert und/oder bearbeitet werden,
wobei die bereits bearbeitete Linse in der interferometrischen Messvorrichtung
verbleiben kann.
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Als
Justagehilfe kann innerhalb des Messprozesses darüber hinaus
vorgesehen werden, dass mindestens eine zusätzliche, in 1 nicht
dargestellte diffraktive Struktur des diffraktiv optischen Elements
(105) örtlich
getrennt angeordnet ist. In diesem Fall umfasst die zu messende
optische Fläche
(107, 109) eine Teilfläche, welche zusätzlich dem
Zweck der Justage dient. Beispielsweise kann diese zusätzliche
Struktur einen Messstrahl formen, der eine Katzenaugenmessung auf
der die optische Achse enthaltenden Teilfläche einer der optischen Flächen (107, 109)
ermöglicht
und so beispielsweise der Kontrolle des Abstands der Linse (110)
vom diffraktiv optischen Element (105, 205, 405, 505)
dient.
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Alternativ
kann die zu messende Linse (110) eine zusätzliche
Hilfsfläche
umfassen, welche ausschließlich
dem Zweck der Justage dient und welche mit der zusätzlichen
Struktur angemessen wird. Beispielsweise kann dann durch die zusätzliche
Struktur ein weiterer Messstrahl geformt werden, der eine Katzenaugenmessung
der Hilfsfläche
ermöglicht, wobei
die Hilfsfläche
auf der optischen Achse des Aufbaus liegt, falls die optischen Flächen zu
einer außerachsialen
Linse gehören.
Diese Messung ermöglicht
beispielsweise die Kontrolle des Abstands einer außerachsialen
Linse (110) vom diffraktiv optischen Element (105).
Aufgrund der Trennung der Hilfsmessung, die der Justage dient, von
der Messung der optischen Fläche,
welche noch eine Abweichung von ihrem Soll-Zustand aufweist, können ferner
die Justagemessung und die Messung der Abweichung der optischen
Fläche
(107, 109) von deren Soll-Zustand aufeinander
abgestimmt werden. So kann auf diese Weise eine optische Fläche (107, 109)
exakter gemessen und dadurch zielgerichteter bearbeitet werden,
sodass innerhalb der einzelnen iterativen Mess- und Bearbeitungsprozesse die Ist-Zustände der
optischen Flächen
(107, 109) schneller gegen die Sollzustände konvergieren.
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Diese
beispielhaft dargestellten Vorgänge sind
für beliebig
viele Linsen bzw. optische Flächen wiederholbar.
Hierbei ist darauf zu achten, dass, sobald die erste optische Fläche (107, 109)
ihren Soll-Zustand erreicht hat, der dieser Fläche zugeordnete Messstrahl
(106, 108) dann ausgefiltert wird und die Justage
und/oder Bearbeitung der zusätzlichen Linse
dann mit Hilfe der weiteren entsprechenden korrespondierenden Wellenlänge erfolgt.
Dies kann durch eine entsprechende Zuordnung der Wellenlängen zu
den zu messenden optischen Flächen
und zu der jeweils weiteren korrespondierenden diffraktiven Struktur
im Vorfeld erreicht werden.
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Die
Wellenlänge
des Messstrahls beträgt
in einem solchen Fall beispielsweise für die sphärische optische Fläche (109)
633nm (roter HeNe-Laser) und für
die andere, die asphärische
optische Fläche
(107) beträgt
die Wellenlänge
beispielsweise 543nm (grüner
HeNe-Laser).
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Eine
weitere Möglichkeit
die Messung auszuführen
besteht darin, ein Trägerfrequenzverfahren einzusetzen.
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2 zeigt
den bereits in der 1 dargestellten Ausschnitt einer
interferometrischen Messvorrichtung, die zusätzlich einen Filter (216)
in Form einer Blende umfasst. Hierdurch können die sich in der Messvorrichtung
befindlichen Strahlen so gefiltert werden, daß die Strahlen und auch Störungen,
welche für
die eigentliche Messung keinen Beitrag bringen, aus der Messvorrichtung
abgefiltert werden. Darüber
hinaus ist eine Linse (217) zwischen dem optischen Element
(202), das eine Referenzfläche (203) umfasst,
und dem diffraktiv optischen Element (204) angeordnet.
Ansonsten haben diejenigen Komponenten, die denen in 1 entsprechen,
jeweils um 100 höhere
Bezugeszeichen als in 1. Hinsichtlich der Arbeitsweise
dieser Anordnung wird daher ansonsten auf die obige Beschreibung
zur 1 verwiesen.
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3 zeigt
schematisch diffraktive Strukturen (30, 31, 32)
in Form konzentrischer Gitter eines diffraktiv optischen Elements,
wie es als CGH geläufig
ist. Jede der drei diffraktiven Strukturen (30, 31, 32)
korrespondiert dabei mit einer zu messen optischen Fläche. Die
erste diffraktive Struktur (30) beispielsweise beugt einen
Teil des Eingangslichtstrahl (101, 201) so, dass
er auf die erste optische Fläche (107)
dann senkrecht auftrifft, wenn diese sich in ihrem Soll-Zustand
befindet. Hierzu wird ihm die Soll-Form der betreffenden optischen
Fläche
(107) eingerechnet. Die zweite diffraktive Struktur (31) beugt
einen zweiten Teil des Eingangslichtstrahl (101, 201)
so, dass er auf die zweit optische Fläche (109) dann senkrecht
auftrifft, wenn diese sich in ihrem Soll-Zustand befindet. Darüber hinaus
ist der zweiten diffraktiven Struktur auch die Ablenkung eingerechnet,
die der Messstrahl (108, 208) erfährt, wenn
er auf dem Weg zu der von ihm zu messenden optischen Fläche (109)
eine erste optische Fläche (107)
oder mehrere andere Flächen
durchstrahlen muß.
Die dritte diffraktive Struktur (32) beugt einen weiteren
Teil des Eingangslichtstrahls (101, 201) so, dass
er auf eine, in den 1 und 2 nicht
dargestellte, weitere optische Fläche dann senkrecht auftrifft,
wenn diese sich in ihrem Soll-Zustand befindet. Dadurch dass jede
diffraktive Struktur (30, 31, 32) des
diffraktiv optischen Elements mit einer zu messenden optischen Fläche korrespondiert,
können
mit einem diffraktiv optischen Element eine entsprechende Anzahl
optischer Flächen
vermessen werden. Dadurch dass jede der diffraktiven Strukturen
(30, 31, 32) über die gesamte Fläche des
Gitters verteilt ist, kann die gesamte zu messende optische Fläche besonders
gleichmäßig ausgeleuchtet
und damit auch gemessen werden.
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4 zeigt
schematisch den Aufbau der interferometrischen Messvorrichtung aus 1 mit weiteren
Bauelementen. Die in beiden Figuren dargestellten identischen Komponenten
sind mit identischen Ziffern versehen, der noch zusätzlich die
Figurenziffer „4" vorangesetzt wurde.
Es ist ein Laser (430) vorgesehen, der der Erzeugung eines
Eingangslichtstrahls (401) dient. Der Laser emittiert gleichzeitig
Licht bei mehreren Emissionslinien. Weiterhin ist ein ortsauflösender Detektor
(433) vorgesehen, auf den der Referenzstrahl und der diesem überlagerte
Messstrahl nach Reflexion an der zu vermessenden optischen Fläche mit
Hilfe eines Strahlteilers (437) gelenkt wird. Mit Hilfe
einer Linse (432) wird die zu vermessende optische Fläche (407, 409)
auf den ortsauflösenden
Detektor (433) abgebildet. Darüber hinaus ist eine Auswertevorrichtung (434)
vorgesehen, mit deren Hilfe die mit dem Detektor (433)
aufgezeichneten Messdaten so aufbereitet werden, dass sie dann in
einem weiteren Schritt einer Justage- oder Bearbeitungsmaschine
(435) zugeführt
werden können.
In diesem Beispiel werden zuvor unter Zuhilfenahme beispielsweise
eines Farbfilters (431) die für die Auswertung nicht benötigten Wellenlängenbereiche
ausgefiltert. Außerdem
kann das Interferenzbild in einer nicht dargestellten Darstellungsvorrichtung
für einen
Bediener sichtbar gemacht werden.
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5 zeigt
schematisch einen weiteren Aufbau einer interferometrischen Messvorrichtung
aus 1 mit weiteren Bauelementen. Die in den Figuren dargestellten
identischen Komponenten sind mit identischen Ziffern versehen, der
in 5 noch zusätzlich
die Figurenziffer „5" vorangesetzt wurde.
Es ist ein Laser (530) vorgesehen, der der Erzeugung eines
Eingangslichtstrahls (501) dient. Der Laser (530) kann
zeitlich sequenziell zwischen der Emission bei unterschiedlichen
Emissionslinien umgeschaltet werden. Weiterhin ist ein ortsauflösender Detektor
(533) vorgesehen, auf den der Referenzstrahl und der diesem überlagerte
Messstrahl nach Reflexion an der zu vermessenden optischen Fläche mit
Hilfe eines Strahlteilers (537) gelenkt wird. Mit Hilfe
einer Linse (532) wird die zu vermessende optische Fläche (507, 509)
auf den ortsauflösenden
Detektor (533) abgebildet. Darüber hinaus ist eine Auswertevorrichtung (534)
vorgesehen, mit deren Hilfe die mit dem Detektor (533)
aufgezeichneten Messdaten so aufbereitet werden, dass sie dann in
einem weiteren Schritt einer Justage- oder Bearbeitungsmaschine
(535) zugeführt
werden können.
Auch in diesem Beispiel werden zuvor unter Zuhilfenahme beispielsweise
eines Farbfilters (531) die für die Auswertung nicht benötigten Wellenlängenbereiche
ausgefiltert.
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Darüber hinaus
ist eine Lasersynchronisationsvorrichtung (550) vorgesehen,
mit deren Hilfe die Zeiträume,
in welchen die Lichtquelle Licht auf einer jeweiligen Emissionslinie
abgibt, mit den Zeiträumen, in
welchen die Messstrahlsynchronisationsvorrichtung (551)
die zugehörigen
Interferenzbilder aufzeichnet, synchronisiert. Zur Darstellung der
Messergebnisse kann eine weitere Vorrichtung (552) nachgeschalten
sein.
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Das
erfindungsgemäße Prinzip
mit einem Messaufbau, in welchem mindestens zwei zu messende optische
Flächen
enthalten sind und in welchem darüber hinaus weitere zu messende
optische Flächen
hinzugefügt
werden können,
messen zu können,
indem eine erste diffraktive Struktur mit der ersten zu messenden
optischen Fläche
korrespondiert und jede weitere diffraktive Struktur mit einer weiteren
zu messenden optischen Fläche
korrespondiert, ist durch den Fachmann in beliebigen Branchen einsetzbar.
In Frage kommen hierbei insbesondere die Messung und/oder Justage
von optischen Flächen
in Mikroskopen, Litographiesystemen, Teleskopen, Zielfernrohren,
aber auch Anwendungen wie die Entfernungsmessung zwischen zwei derartigen
optischen Flächen.