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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung eines
reversiblen Gurtstraffers in einem Kraftfahrzeug. Die vorliegende
Erfindung betrifft ferner eine Sicherheitsanordnung mit einem Sicherheitsgurt
und einem reversiblen Gurtstraffer.
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Aus
dem Stand der Technik sind unterschiedliche Sicherheitsanordnungen
für Kraftfahrzeuge
bekannt. Diese umfassen regelmäßig einen Aufwickelmechanismus
zum automatischen Aufwickeln eines Sicherheitsgurtes um eine Gurtspule. Durch
das automatische Aufwickeln wird erreicht, dass der angelegte Sicherheitsgurt
locker und komfortabel an dem Körper
des Fahrzeuginsassen anliegt und bei Nichtgebrauch des Sicherheitsgurtes um
die Gurtspule aufgerollt ist. Das Abwickeln des Sicherheitsgurtes
ist bei angelegtem Sicherheitsgurt leicht möglich, so dass die Bewegungsfreiheit
des Fahrzeuginsassen gewährleistet
ist.
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Ferner
sind bei den bekannten Sicherheitsanordnungen so genannte Gurtstraffer
vorgesehen. Die Gurtstraffer bewirken eine Straffung des Sicherheitsgurtes,
um den Fahrzeuginsassen gegen die Rückenlehne des Fahrzeugsitzes
zu ziehen, so dass die Verletzungsgefahr im Falle eines Zusammenpralls
des Fahrzeuges mit einem anderen Fahrzeug oder einem Verkehrshindernis
verrin gert ist. Die bekannten Gurtstraffer können dabei in irreversible
und reversible Gurtstraffer unterteilt werden. Der irreversible
Gurtstraffer wird erst dann aktiviert, wenn es bereits zu einem
Unfall, wie beispielsweise einem Zusammenprall mit einem anderen
Fahrzeug gekommen ist. Crashsensoren ermitteln den Zusammenprall
und entsenden ein entsprechendes Aktivierungssignal an den irreversiblen
Gurtstraffer. Die irreversiblen Gurtstraffer können stets nur einmal aktiviert
bzw. ausgelöst
werden, da es ja definitiv zu einem Unfall gekommen ist. Die reversiblen
Gurtstraffer sollen hingegen mehrmals, auch schnell hintereinander,
auf Grund von Signalen ausgelöst
werden können,
die die Möglichkeit
eines bevorstehenden Crashs andeuten. Das heißt, die reversiblen Gurtstraffer
sollen immer dann aktiviert werden können, wenn ein Crash möglich oder
wahrscheinlich ist, aber noch nicht stattgefunden hat bzw. festgestellt
wurde.
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Eine
kritische Fahrsituation wird bei den reversiblen Gurtstraffern nicht
durch Crashsensoren, die lediglich den tatsächlich stattgefundenen Crash ermitteln,
sondern durch Fahrdynamiksensoren ermittelt, die Informationen über den
derzeitigen Bewegungszustand des Kraftfahrzeuges liefern. Hierzu gehört beispielsweise
die Ermittlung der Längs-, Quer-
und Vertikalbeschleunigung des Kraftfahrzeuges. Sollten diese gemessenen
Werte einen Grenzwert überschreiten,
so erfolgt die prophylaktische Aktivierung des reversiblen Gurtstraffers.
Sollte der Grenzwert wieder unterschritten werden und tatsächlich kein
Crash stattgefunden haben, so wird der reversible Gurtstraffer wieder
deaktiviert, so dass der Sicherheitsgurt wieder in seine Normalstellung
gebracht werden kann, in der dem Fahrzeuginsassen eine größere Bewegungsfreiheit
eingeräumt
ist. Bei der nächsten
kritischen Fahrsituation ist es möglich, den reversiblen Gurtstraffer
erneut zu aktivieren.
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Die
DE 199 61 799 B4 beschreibt
ein Sicherheitsgurtsystem mit einem reversiblen Gurtstraffer. Der
bekannte reversible Gurtstraffer verfügt über einen elektromotorischen
Antrieb, der in Abhängigkeit von
einer aus Sensorsignalen abgeleiteten Wahr scheinlichkeit einer Unfallsituation
den Sicherheitsgurt in eine Sicherheitszwischenstellung mit einer
bestimmten Zugkraft reversibel vorspannt. Die von der nicht näher erläuterten
Precrash-Sensorik erfasste kritische Fahrsituation, die zu einer
Aktivierung des Gurtstraffers führt,
kann beispielsweise ein Schleudern, eine Vollbremsung usw. sein.
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Die
DE 103 45 726 A1 beschreibt
ein Rückhaltesystem
zum Zurückhalten
eines Insassen in einem Fahrzeug. Das bekannte Rückhaltesystem verfügt über einen
reversiblen Gurtstraffer, der über
ein Steuergerät
gesteuert wird. Das Steuergerät
steht mit einer Fahrzeugsituations-Erfassungseinrichtung zum dynamischen
Erfassen von Fahrzeugsituationsdaten, wie beispielsweise der Querbeschleunigung des
Fahrzeuges, und einer Insassen-Parameter-Erfassungseinrichtung zum
dynamischen Erfassen von Insassen-Parameter-Daten, wie beispielsweise
dem Gewicht des Insassen, in Verbindung. Der Gurtstraffer wird in
Abhängigkeit
von den ermittelten Fahrzeugsituationsdaten und Insassen-Parameter-Daten gesteuert.
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Die
DE 102 30 483 A1 beschreibt
ein Verfahren zur Ansteuerung eines zweistufigen irreversiblen Gurtstraffers.
Bei dem bekannten Verfahren wird die Längsbeschleunigung des Kraftfahrzeuges
erfasst und einer Integration unterzogen, wobei das Integral der
Beschleunigung mit einer Auslöseschwelle
verglichen wird. Ist dies Auslöseschwelle überschritten, wird
der irreversible Gurtstraffer ausgelöst.
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Die
DE 103 32 024 A1 beschreibt
ein Verfahren zur Ansteuerung eines reversiblen Gurtstraffers zum
Lösen einer
von einem Beschleunigungssensor aktivierbaren Gurtauszugssperre
eines Rückhaltegurts
in einem Kraftfahrzeug. Als Lösezeitpunkt
für die
Gurtauszugssperre ist ein Zeitpunkt festgelegt, zu dem die erfasste
Beschleunigung einen Beschleunigungsschwellwert unterschreitet.
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Die
bekannten reversiblen Gurtstraffer haben den Nachteil, dass der
Gurtstraffer in bestimmten Fahrsituationen gar nicht oder erst sehr
spät aktiviert bzw.
ausgelöst
wird, so dass die Sicherheit des Fahrzeuginsassen nicht in ausreichendem
Maße gewährleistet
und der Fahrkomfort eingeschränkt
ist.
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Es
ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
zur Steuerung eines reversiblen Gurtstraffers in einem Kraftfahrzeug
anzugeben, das eine schnelle Ansteuerung des Gurtstraffers ermöglicht,
so dass der Fahrkomfort und die Sicherheit des Fahrzeuginsassen
erhöht
ist. Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zu Grunde, eine Sicherheitsanordnung
mit einem reversiblen Gurtstraffer zu schaffen, mit der das erfindungsgemäße Verfahren ausführbar ist.
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Diese
Aufgabe wird durch die in den Patentansprüchen 1 bzw. 12 angegebenen
Merkmale gelöst.
Vorteilhafte Ausführungsformen
der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
zur Steuerung eines reversiblen Gurtstraffers in einem Kraftfahrzeug
weist die folgenden Verfahrensschritte auf. Zunächst wird der zeitliche Verlauf
eines die Fahrzeugdynamik charakterisierenden Messwertes erfasst.
Unter einem die Fahrzeugdynamik charakterisierenden Messwert kann
beispielsweise die Quer-, Längs-,
Vertikalbeschleunigung, der Bremsdruck, die Auslenkung des Bremspedals
bzw. die Bremspedalposition o. ä.
verstanden werden. Anschließend
wird ein Gradient des die Fahrzeugdynamik charakterisierenden Messwertes
berechnet. Unter dem Gradienten kann beispielsweise die Steigung
des zeitlichen Verlaufs des die Fahrzeugdynamik charakterisierenden
Messwertes verstanden werden. Der Gurtstraffer wird aktiviert, wenn
der somit berechnete Gradient des die Fahrzeugdynamik charakterisierenden
Messwertes einen ersten vorbestimmten Grenzwert überschreitet. Es sei angemerkt,
dass sich der Begriff Über-
und Unterschreiten stets auf die Beträge der entsprechenden Grenzwerte
und Messwerte bzw. Gradienten bezieht.
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Indem
der Gradient des die Fahrzeugdynamik charakterisierenden Messwertes
einen vorbestimmten Grenzwert überschreiten
muss, ist ein frühes
Aktivieren des Gurtstraffers insbesondere bei geringen, aber ruckartigen
Veränderungen
des Messwertes möglich,
die beispielsweise bei kurzen, als unangenehm empfundenen Ausweichmanövern auftreten.
Im letztgenannten Fall wäre
beispielsweise die Querbeschleunigung der die Fahrzeugdynamik charakterisierende
Messwert. Aber auch bei kurzen Bremsmanövern, bei denen beispielsweise
der Bremsdruck als der die Fahrzeugdynamik charakterisierende Messwert
verwendet werden könnte
und der Bremsdruck lediglich geringe Veränderungen erfährt, bewirkt
die Zugrundelegung des Gradienten des Messwertes ein früheres und
sicheres Aktivieren des Gurtstraffers. Die Sicherheit wie auch der
Fahrkomfort ist somit erhöht.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
erfolgt das Aktivieren des Gurtstraffers auch dann, wenn der die
Fahrzeugdynamik charakterisierende Messwert einen zweiten vorbestimmten
Grenzwert überschreitet. Wenn
während
der Fahrt beispielsweise ein kontinuierlicher aber langsamer Anstieg
der Querbeschleunigung auftritt, so ist der Gradient als Aktivierungskriterium
ungeeignet. Dennoch wird der Gurtstraffer ausgelöst, wenn die Querbeschleunigung,
die in diesem Beispiel der die Fahrzeugdynamik charakterisierende
Messwert ist, den zweiten vorbestimmten Grenzwert überschreitet.
Somit ist in jedem Fall eine Aktivierung des Gurtstraffers in unterschiedlichen Fahrsituationen
gewährleistet,
selbst wenn der Gurtstraffer nicht durch den erhöhten Gradienten des die Fahrzeugdynamik
charakterisierenden Messwertes ausgelöst wird.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
werden die zeitlichen Verläufe
unterschiedlicher die Fahrzeugdynamik charakterisierender Messwerte
erfasst und die zugehörigen
Gradienten berechnet. Indem mehrere Gradienten unterschiedlicher
Messwerte, wie beispielsweise Quer-, Längs- und Vertikalbeschleunigung, überwacht
werden und bei Überschreiten
eines entsprechenden ersten vorbestimmten Grenzwertes den Gurtstraffer
aktivieren, ist eine besonders hohe Sicherheit gewährleistet.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
entspricht der Gradient des die Fahrzeugdynamik charakterisierenden
Messwertes der Steigung des zeitlichen Verlaufs des die Fahrzeugdynamik
charakterisierenden Messwertes.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird bei dem Berechnen des Gradienten des die Fahrzeugdynamik charakterisierenden
Messwertes der Betrag des die Fahrzeugdynamik charakterisierenden
Messwertes zu Grunde gelegt. Auf diese Weise muss lediglich der Betrag
eines ersten vorbestimmten Grenzwertes vorgesehen sein, der mit
den Gradienten des die Fahrzeugdynamik charakterisierenden Messwertes
verglichen wird, wodurch das Verfahren vereinfacht und beschleunigt
ist.
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In
einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist der die Fahrzeugdynamik charakterisierende Messwert die Quer-,
Längs-
und/oder Vertikalbeschleunigung des Kraftfahrzeuges. Diese Messwerte,
die beispielsweise durch entsprechende Quer-, Längs- und Vertikalbeschleunigungssensoren
ermittelt werden können,
vermögen
die Fahrzeugdynamik ganz unmittelbar zu beschreiben.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der
Gradient des die Fahrzeugdynamik charakterisierenden Messwertes
dementsprechend der Quer-, Längs-
bzw. Vertikalbeschleunigungsgradient.
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In
einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist der die Fahrzeugdynamik charak terisierende Messwert der Bremsdruck
und/oder die Bremspedalposition.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der
Gradient des die Fahrzeugdynamik charakterisierenden Messwertes
dementsprechend der Bremsdruckgradient bzw. der Bremspedalpositionsgradient.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
weist dieses Verfahren den weiteren Verfahrensschritt des Deaktivierens
des aktivierten Gurtstraffers auf, wenn der Gradient des die Fahrzeugdynamik
charakterisierenden Messwertes den ersten vorbestimmten Grenzwert
wieder unterschreitet und der die Fahrzeugdynamik charakterisierende
Messwert kleiner als ein dritter vorbestimmter Grenzwert ist. Der
dritte vorbestimmte Grenzwert kann vorteilhafterweise dem zweiten
vorbestimmten Grenzwert entsprechen. Der Vorteil dieser Ausführungsform
soll an Hand der Querbeschleunigung als der die Fahrzeugdynamik charakterisierende
Messwert erläutert
werden. Steigt die Querbeschleunigung schnell an, so wird der Gurtstraffer
durch das Überschreiten
des ersten vorbestimmten Grenzwertes durch den Querbeschleunigungsgradienten
schnell ausgelöst,
noch bevor die Querbeschleunigung den zweiten vorbestimmten Grenzwert überschreitet.
Bleibt die Querbeschleunigung nach diesem Anstieg jedoch konstant
hoch, so sinkt der Querbeschleunigungsgradient wieder unter den
ersten vorbestimmten Grenzwert. Würde der Gurtstraffer daraufhin
deaktiviert werden, so würde die
hohe, konstante Querbeschleunigung den Fahrzeuginsassen zur Seite
beschleunigen. Da jedoch weiterhin vorausgesetzt ist, dass auch
die Querbeschleunigung selbst unter den dritten (bzw. zweiten) Grenzwert
abgesenkt sein muss, bevor der Gurtstraffer deaktiviert wird, kann
dies vermieden werden. Der Fahrkomfort und die Sicherheit des Fahrzeuginsassen
sind somit gewährleistet.
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Eine
besonders bevorzugte Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens,
bei der der die Fahrzeugdynamik charakterisierende Messwert der
Bremsdruck und/oder die Bremspedalposition ist, weist ferner den
Verfahrensschritt des Herabsetzens des ersten vorbestimmten Grenzwertes
auf, wenn der Bremsdruck und/oder die Bremspedalposition bereits
oberhalb eines vorbestimmten Bremsschwellenwertes liegt und einen
sprunghaften Anstieg erfährt.
Da bei einem bereits vorhandenen hohen Bremsdruck, also einem Bremsdruck
oberhalb des Bremsschwellenwertes, selbst bei einem ruckartigen Nachbremsen
keine hohen Bremsdruckgradienten mehr erzielt werden können, bewirkt
die Herabsetzung des ersten vorbestimmten Grenzwertes, dass dieser
Bremsdruckgradient dennoch oberhalb des ersten vorbestimmten Grenzwertes
liegen kann, so dass auch bei einem Nachbremsen der Gurtstraffer sicher
zuverlässig
aktivierbar ist.
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Nachfolgend
wird die erfindungsgemäße Sicherheitsanordnung
beschrieben, wobei bezüglich der
hiermit erzielten Vorteile auf die oben stehende Beschreibung des
Verfahrens verwiesen sein soll.
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Die
erfindungsgemäße Sicherheitsanordnung
für ein
Kraftfahrzeug umfasst einen Sicherheitsgurt, einen reversiblen Gurtstraffer,
eine Erfassungseinrichtung zum Erfassen des zeitlichen Verlaufs
eines die Fahrzeugdynamik charakterisierenden Messwertes und eine
Steuereinrichtung, mittels derer der Gurtstraffer aktivierbar und
deaktivierbar ist. Erfindungsgemäß ist eine
Gradientenberechnungseinrichtung vorgesehen, mittels derer ein Gradient
des die Fahrzeugdynamik charakterisierenden Messwertes berechenbar
ist, wobei die Steuereinrichtung derart mit dem Gurtstraffer zusammenwirkt,
dass der Gurtstraffer aktivierbar ist, wenn der Gradient des die Fahrzeugdynamik
charakterisierenden Messwertes einen ersten vorbestimmten Grenzwert überschreitet.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Sicherheitsanordnung
wirkt die Steuereinrichtung derart mit dem Gurtstraffer zusammen,
dass der Gurtstraffer auch dann aktivierbar ist, wenn der die Fahrzeugdynamik
cha rakterisierende Messwert einen zweiten vorbestimmten Grenzwert überschreitet.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sicherheitsanordnung können mehrere
zeitliche Verläufe
verschiedener die Fahrzeugdynamik charakterisierender Messwerte durch
die Erfassungseinrichtung erfasst und die zugehörigen Gradienten durch die
Gradientenberechnungseinrichtung berechnet werden.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sicherheitsanordnung
entspricht der Gradient des die Fahrzeugdynamik charakterisierenden
Messwertes der Steigung des zeitlichen Verlaufs des die Fahrzeugdynamik
charakterisierenden Messwertes.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sicherheitsanordnung ist
die Gradientenberechnungseinrichtung derart ausgebildet, dass bei
dem Berechnen des Gradienten des die Fahrzeugdynamik charakterisierenden Messwertes
der Betrag des die Fahrzeugdynamik charakterisierenden Messwertes
zu Grunde gelegt ist.
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Der
die Fahrzeugdynamik charakterisierende Messwert ist in einer weiteren
bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Sicherheitsanordnung
die Quer-, Längs-
und/oder Vertikalbeschleunigung des Kraftfahrzeuges.
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Dementsprechend
ist der Gradient des die Fahrzeugdynamik charakterisierenden Messwertes in
einer bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Sicherheitsanordnung
der Quer-, Längs-
bzw. Vertikalbeschleunigungsgradient.
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Der
die Fahrzeugdynamik charakterisierende Messwert ist in einer weiteren
bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Sicherheitsanordnung
der Bremsdruck und/oder die Bremspedalposition.
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Dementsprechend
ist der Gradient des die Fahrzeugdynamik charakterisierenden Messwertes in
einer bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Sicherheitsanordnung
der Bremsdruckgradient bzw. der Bremspedalpositionsgradient.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sicherheitsanordnung wirkt
die Steuereinrichtung derart mit dem Gurtstraffer zusammen, dass
der aktivierte Gurtstraffer deaktivierbar ist, wenn der Gradient
des die Fahrzeugdynamik charakterisierenden Messwertes den ersten vorbestimmten
Grenzwert wieder unterschreitet und der die Fahrzeugdynamik charakterisierende
Messwert kleiner als ein dritter vorbestimmter Grenzwert ist.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Sicherheitsanordnung ist
die Steuereinrichtung derart ausgebildet ist, dass der erste vorbestimmte
Grenzwert herabgesetzt ist, wenn der Bremsdruck und/oder die Bremspedalposition
bereits oberhalb eines vorbestimmten Bremsschwellenwertes liegt
und einen sprunghaften Anstieg erfährt.
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Die
Erfindung wird im Folgenden an Hand von beispielhaften Ausführungsformen
unter Bezugnahme auf die zugehörigen
Zeichnungen näher
erläutert.
Es zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Sicherheitsanordnung zur
Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens,
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2 ein
Ablaufdiagramm zur Erläuterung des
erfindungsgemäßen Verfahrens,
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3 ein
Diagramm zur Erläuterung
des erfindungsgemäßen Verfahrens
in bestimmten Fahr situationen des Kraftfahrzeuges und
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4 ein
Diagramm zur Erläuterung
einer zweiten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
in bestimmten Fahrsituationen des Kraftfahrzeuges.
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1 zeigt
eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Sicherheitsanordnung 2.
Die Sicherheitsanordnung 2 weist einen nicht näher dargestellten
Sicherheitsgurt auf. Der Sicherheitsgurt kann durch einen reversiblen
Gurtstraffer 4 reversibel gestrafft werden. Der reversible
Gurtstraffer 4 steht mit einer Steuereinrichtung 6 in
Wirkverbindung, so dass der reversible Gurtstraffer 4 von
der Steuereinrichtung 6 aktiviert und deaktiviert werden
kann.
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Die
Sicherheitsanordnung 2 weist ferner eine Erfassungseinrichtung 8 zum
Erfassen des zeitlichen Verlaufs eines die Fahrzeugdynamik charakterisierenden
Messwertes auf. Zu diesem Zweck steht die Erfassungseinrichtung 8 mit
einem Querbeschleunigungssensor 10 zur Erfassung der Querbeschleunigung
des Kraftfahrzeuges, einem Längsbeschleunigungssensor 12 zur
Erfassung der Längsbeschleunigung
des Kraftfahrzeuges, einem Vertikalbeschleunigungssensor 14 zur
Erfassung der Vertikalbeschleunigung des Kraftfahrzeuges, einem
Bremspedalpositionssensor 16 zur Erfassung der Position
bzw. Auslenkung eines Bremspedals und einem Bremsdrucksensor 18 zur
Erfassung des Bremsdruckes in Verbindung, wobei unter dem Bremsdruck
beispielsweise der Druck innerhalb der Bremsflüssigkeit verstanden werden
kann. Gemäß der Erfindung
reicht allerdings bereits einer der genannten Sensoren aus, so dass
zumindest ein die Fahrzeugdynamik charakterisierender Messwert erfassbar
ist.
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Es
ist ferner eine Gradientenberechnungseinrichtung 20 vorgesehen,
der die ermittelten zeitlichen Verläufe der jeweiligen Messwerte
zugeführt werden
können.
Die Gradientenberechnungseinrichtung 20 kann aus den zeitlichen
Verläufen
der die Fahrzeugdynamik charakterisierenden Messwerte den zeitlichen
Verlauf des Gradienten des die Fahrzeugdynamik charakterisierenden
Messwertes berechnen. Sowohl der zeitliche Verlauf des Messwertes
selbst als auch des Gradienten können
an die Steuereinrichtung 6 weitergegeben werden, die an Hand
der Messwerte, der Gradienten und der vorbestimmten Grenzwerte eine
Entscheidung treffen, ob der reversible Gurtstraffer 4 aktiviert
oder deaktiviert werden soll, und ein entsprechendes Signal an den reversiblen
Gurtstraffer 4 senden kann.
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2 zeigt
ein Ablaufdiagramm, das die Funktionsweise der in 1 angedeuteten
Sicherheitsanordnung bzw. des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Steuerung
des reversiblen Gurtstraffers 4 veranschaulicht, wobei
das Verfahren nachfolgend unter Bezugnahme auf die Querbeschleunigung
als den die Fahrzeugdynamik charakterisierenden Messwert erläutert wird.
Die Beschreibung gilt jedoch für
die anderen Messwerte, wie beispielsweise den Bremsdruck, die Bremspedalposition,
die Längsbeschleunigung
oder die Vertikalbeschleunigung, in analoger oder entsprechender
Weise.
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Zunächst wird
in einem ersten Schritt S1 des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Steuerung
des reversiblen Gurtstraffers 4 der zeitliche Verlauf der Querbeschleunigung
des Kraftfahrzeuges erfasst. Das Erfassen der Querbeschleunigung
erfolgt hierbei über
den der Erfassungseinrichtung 8 zugeordneten Querbeschleunigungssensor 10.
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In
einem darauf folgenden Schritt S2 wird der zeitliche Verlauf des
Querbeschleunigungsgradienten zu dem erfassten zeitlichen Verlauf
der Querbeschleunigung berechnet, was durch die Gradientenberechnungseinrichtung 20 erfolgt.
So entspricht der Querbeschleunigungsgradient beispielsweise der Steigung
bzw. Änderung
des zeitlichen Verlaufes der Querbeschleunigung.
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In
dem nachfolgenden Schritt S3 wird der Querbeschleunigungsgradient
mit einem ersten vorbestimmten Grenz wert verglichen, während die
erfasste Querbeschleunigung des Kraftfahrzeuges mit einem zweiten
vorbestimmten Grenzwert verglichen wird.
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Anschließend wird
in Schritt S4 abgefragt, ob der Querbeschleunigungsgradient den
ersten vorbestimmten Grenzwert oder die erfasste Querbeschleunigung
des Kraftfahrzeuges den zweiten vorbestimmten Grenzwert überschreitet.
Da die Querbeschleunigung in zwei Richtungen erfolgen kann und somit
positiv oder negativ sein kann, wird hier stets mit den Beträgen der
erfassten Querbeschleunigung bzw. des errechneten Querbeschleunigungsgradienten
gearbeitet, so dass nur der Betrag eines ersten und zweiten vorbestimmten
Grenzwertes verwendet werden muss. Sollte keine der beiden Fragen
bejaht werden können,
so wird das Verfahren mit dem Schritt S1 erneut aufgenommen. Sollte
mindestens eine der beiden Fragen bejaht werden, so wird mit dem
Schritt S5 fortgefahren. Sowohl der Vergleich als auch die Abfrage
wird mit Hilfe der Steuerungseinrichtung 6 durchgeführt.
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Vor
dem Schritt S5 wurde im Schritt S4 festgestellt, dass entweder der
Querbeschleunigungsgradient den ersten vorbestimmten Grenzwert oder die
erfasste Querbeschleunigung des Kraftfahrzeuges den zweiten vorbestimmten
Grenzwert überschritten
hat. Dies führt
dazu, dass die Steuereinrichtung 6 den reversiblen Gurtstraffer 4 in
Schritt S5 aktiviert bzw. auslöst.
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Auf
den Schritt S5 folgen die Schritte S6 und S7, die den Schritten
S1 und 52 entsprechen, d.h. es wird zunächst wieder der zeitliche Verlauf
der Querbeschleunigung erfasst und der zugehörige Querbeschleunigungsgradient
berechnet.
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In
dem weiteren Schritt S8 wird der Querbeschleunigungsgradient mit
dem ersten vorbestimmten Grenzwert verglichen, während die erfasste Querbeschleunigung
des Kraftfahrzeuges mit einem dritten vorbestimmten Grenzwert verglichen
wird. Der dritte vorbestimmte Grenzwert entspricht in der vorliegenden
Ausführungsform
dem zweiten vorbestimmten Grenzwert, allerdings kann der dritte
vorbestimmte Grenzwert auch niedriger als der zweite vorbestimmte
Grenzwert gewählt
werden.
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In
dem anschließenden
Schritt S9 wird abgefragt, ob der Querbeschleunigungsgradient den
ersten vorbestimmten Grenzwert wieder unterschritten hat und die
Querbeschleunigung kleiner als der dritte vorbestimmte Grenzwert
ist. Wenn eine der beiden Fragen verneint wird, so wird das Verfahren
bei dem Schritt S6 wieder aufgenommen. Für den Fall, dass beide Fragen
bejaht werden, wird die Prozedur bei Schritt S10 weitergeführt.
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In
dem Schritt S10 wird der aktivierte Gurtstraffer 4 durch
die Steuereinrichtung 6 deaktiviert und das Verfahren beginnt
erneut bei Schritt S1.
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Nachfolgend
wird die Funktionsweise der in 1 dargestellten
Sicherheitsanordnung sowie des in 2 veranschaulichten
Verfahrens unter Bezugnahme auf 3 an Hand
von typischen Fahrsituationen erläutert.
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In 3 ist
auf der Achse X die Fahrzeit, auf der Achse Y1 der
Querbeschleunigungsgradient und auf der Achse Y2 die
Querbeschleunigung aufgetragen, wobei die gestrichelte Kurve den
Verlauf der Querbeschleunigung und die durchgezogene Kurve den Verlauf
des Querbeschleunigungsgradienten zeigt. Die Bezugszeichen g1, g2 und g3 bezeichnen den ersten, zweiten und dritten
vorbestimmten Grenzwert, wobei der zweite und dritte Grenzwert g2, g3 im vorliegenden
Beispiel gleich groß gewählt wurden.
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In
dem Zeitraum t0 bis t1 erfährt das
Kraftfahrzeug keinerlei Querbeschleunigung, es bewegt sich vielmehr
auf einer geraden Strecke. Im Zeitpunkt t1 weicht
das Kraftfahrzeug einem Hindernis aus. Durch das Lenkmanöver steigt
die Querbeschleunigung zunächst
an, um anschließend
wieder abzusinken. Zum Zeitpunkt t2 fährt das
Kraftfahrzeug wieder geradeaus und die Querbeschleunigung des Kraftfahrzeuges
ist wieder Null. Die Querbeschleunigung geht dabei nicht über den
zweiten Grenzwert g2 hinaus, so dass ein
Auslösen
des Gurtstraffers 4 auf Grund einer zu hohen Querbeschleunigung
unterbleibt. Dennoch wird der Gurtstraffer 4 durch die
Steuereinrichtung 6 aktiviert, da der berechnete Querbeschleunigungsgradient
den ersten Grenzwert g1 bereits zum Zeitpunkt
t1 überschreitet.
Der Vorteil besteht gegenüber
dem Stand der Technik folglich darin, dass der Gurtsstraffer 4 selbst
bei geringen Querbeschleunigungen aktiviert wird, sofern die Änderung
(Steigung des zeitlichen Verlaufs) der Querbeschleunigung, also
der Querbeschleunigungsgradient, sehr hoch ist.
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Zwischen
den Zeitpunkten t2 und t3 bewegt sich
das Kraftfahrzeug erneut auf einer geraden Strecke, so dass keinerlei
Querbeschleunigungen auftreten.
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Zwischen
den Zeitpunkten t3 und t5 fährt das Kraftfahrzeug
eine lang gestreckte, enger werdende Kurve, was sich aus dem starken
und geradlinigen Anstieg der Querbeschleunigung ablesen lässt. Auch hier überschreitet
der Querbeschleunigungsgradient den ersten Grenzwert g1,
so dass der Gurtstraffer 4 im Zeitpunkt t3 aktiviert
wird. An Hand des Zeitpunktes t4 wird der
Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens
deutlich. Erst bei t4 überschreitet die Querbeschleunigung
den zweiten Grenzwert g3. Bei den bekannten
Lösungen
aus dem Stand der Technik wird stets ein Grenzwert für die Querbeschleunigung selbst
festgelegt und nicht für
den Querbeschleunigungsgradienten. Aus diesem Grunde würde die
Aktivierung des Gurtstraffers im Stand der Technik erst zum Zeitpunkt
t4, nicht aber bereits im Zeitpunkt t3 erfolgen, wie dies bei der vorliegenden
Erfindung der Fall ist. Der Gurtstraffer wird also wesentlich früher aktiviert,
wenn die Querbeschleunigung eine besonders große Steigung bzw. einen großen Querbeschleunigungsgradienten
aufweist.
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Zwischen
dem Zeitpunkt t5 und t6 ist
die Querbeschleunigung konstant, was beispielsweise der Fall ist,
wenn das Kraftfahrzeug im weiteren Verlauf eine gleichmäßig gekrümmte Kurve
durchfährt. Somit
ist der Querbeschleunigungsgradient wieder Null. Dennoch wird der
Gurtstraffer 4 noch nicht deaktiviert, da die Querbeschleunigung
noch immer oberhalb des dritten vorbestimmten Grenzwertes g3 liegt. Erst wenn auch die Querbeschleunigung
wieder kleiner als der dritte vorbestimmte Grenzwert g3 ist, ergeht
von der Steuereinrichtung 6 ein entsprechendes Deaktivierungssignal
an den reversiblen Gurtstraffer 4. Dies ist im Zeitpunkt
t7 der Fall. Zwar sinkt die Querbeschleunigung
zwischen den Zeitpunkten t6 und t8 wieder, so dass auch der Querbeschleunigungsgradient
größer Null
wird, jedoch liegt der Querbeschleunigungsgradient unterhalb des
ersten vorbestimmten Grenzwertes g1, so
dass der Gurtstraffer 4 tatsächlich bereits zum Zeitpunkt
t7 deaktiviert wird.
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Zwischen
den Zeitpunkten t8 und t9 bewegt sich
das Kraftfahrzeug erneut auf einer geraden Strecke, so dass keinerlei
Querbeschleunigungen auftreten.
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Zum
Zeitpunkt t9 fährt das Kraftfahrzeug erneut
in eine lang gestreckte, enger werdende Kurve ein, so dass die Querbeschleunigung
wieder ansteigt. jedoch ist der geradlinige Anstieg der Querbeschleunigung
gering, so dass der Querbeschleunigungsgradient zwar größer Null
ist, jedoch unterhalb des ersten vorbestimmten Grenzwertes g1 liegt. Demzufolge wird der Gurtstraffer 4 zum
Zeitpunkt t9 nicht aktiviert. Die Aktivierung
des Gurtstraffers 4 erfolgt vielmehr im Zeitpunkt t10. Hier überschreitet
zumindest die Querbeschleunigung selbst den zweiten vorbestimmten
Grenzwert g2.
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Nachfolgend
wird die Funktionsweise einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens,
die auf der Ausführungsform
nach den 1 bis 3 aufbaut,
Bezug nehmend auf 4 erläutert. Bei dieser weiteren
Ausführungsform
ist ferner der Verfahrensschritt des Herabsetzens des ersten vorbestimmten
Grenzwertes g1 vorgesehen, wenn der Bremsdruck
und/oder die Bremspedalposition, die hier als der die Fahrzeugdynamik
charakterisierende Messwert verwendet werden, bereits oberhalb eines Bremsschwellenwertes
liegt und dann einen sprunghaften Anstieg erfährt.
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In 4 ist
auf der Achse X die Fahrzeit, auf der Achse Y1 der
Bremsdruckgradient und auf der Achse Y2 der
Bremsdruck aufgetragen, wobei die gestrichelte Kurve den Verlauf
des Bremsdruckes und die durchgezogene Kurve den Verlauf des Bremsdruckgradienten
zeigt. Die Bezugszeichen g1, g2 und g3 bezeichnen wie bereits in 3 den
ersten, zweiten und dritten vorbestimmten Grenzwert. b bezeichnet
den Bremsschwellenwert.
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Zwischen
den Zeitpunkten t0 und t1 fährt das Kraftfahrzeug
ungebremst. Beginnend im Zeitpunkt t1 wird
das Kraftfahrzeug abgebremst, weil es beispielsweise an eine rote
Ampel heranfährt.
Zwischen t1 und t2 wird
der Bremsdruck linear durch den Fahrer erhöht, indem dieser das Bremspedal
niederdrückt. Durch
diese Änderung
wird der Bremsdruckgradient größer als
Null, verbleibt jedoch unterhalb des ersten vorbestimmten Grenzwertes
g1, so dass der reversible Gurtstraffer 4 nicht
bei t1 aktiviert wird. Ab t2 behält der Fahrer
die Bremspedalstellung bei, so dass zwischen t2 und
t3 ein konstanter Bremsdruck besteht, der
oberhalb des Bremsschwellenwertes b liegt. Wenn nun beispielsweise
im Zeitpunkt t3 ein Kind vor das Kraftfahrzeug
läuft,
wird der Fahrer das Bremspedal aus seiner bereits niedergedrückten Position noch
weiter nach unten drücken.
Der Bremsdruck erfährt
hierdurch einen sprunghaften Anstieg. Obwohl die Steigung des Bremsdruckes
der Steigung entspricht, die bereits im Zeitraum zwischen t1 und t2 gegeben
war, kommt es diesmal jedoch zur Aktivierung des reversiblen Gurtstraffers 4,
da der erste vorbestimmte Grenzwert g1 herabgesetzt
wurde, wie dies an Hand des Pfeils in 4 angedeutet
ist, so dass der Bremsdruckgradient diesmal oberhalb des herabgesetzten
ersten vorbestimmten Grenzwertes g1' liegt.
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- 2
- Sicherheitsanordnung
- 4
- reversibler
Gurtstraffer
- 6
- Steuereinrichtung
- 8
- Erfassungseinrichtung
- 10
- Querbeschleunigungssensor
- 12
- Längsbeschleunigungssensor
- 14
- Vertikalbeschleunigungssensor
- 16
- Bremspedalpositionssensor
- 18
- Bremsdrucksensor
- 20
- Gradientenberechnungseinrichtung
- b
- Bremsschwellenwert
- g1–g3
- vorbestimmte
Grenzwerte
- g1'
- herabgesetzter
erster Grenzwert
- S1–S10
- Schritte
des erfindungsgemäßen Verfahrens
- t1–t10
- Zeitpunkte