-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Dreiwege-Elektromagnetventil
mit einem Ventilkörper,
in dem ein Sitzventilelement angeordnet ist, und mit Antriebsmitteln
zum Antreiben des Sitzventilelementes.
-
Dreiwege-Elektromagnetventile
mit einem Ventilkörper,
in dem ein Sitzventilelement angeordnet ist, und mit Antriebsmitteln
zum Antreiben des Sitzventilelementes sind bspw. in der JP 2002
250453 A beschrieben.
-
Wie
in 4 dargestellt ist,
weist das bekannte Elektromagnetventil einen Ventilkörper 101 mit
einem in einer Ventilöffnung 104 angeordneten Sitzventilelement 102 auf.
In die Ventilöffnung 104 öffnen sich
drei Anschlussöffnungen 111, 112 und 113.
Das Sitzventilelement 102 ist gleitend in der Ventilöffnung 104 aufgenommen
und wird durch ein Antriebsmittel 103 geschaltet.
-
In
der Ventilöffnung 104 ist
in einem Bereich, der einer Endplatte 105 näher liegt
als der zweite Anschluss 112, ein Halter 106 vorgesehen,
in den der Ventilkörper 101 von
der Seite der Endplatte 105 eingesetzt wird. Erste und
zweite Ventilsitze 117, 118 sind an Bereichen
ausgebildet, an denen der Ventilkörper 101 dem Halter 106 beidseits
der Öffnung
des zweiten Anschlusses 112 in die Ventilöffnung 104 gegenüberliegt.
Erste und zweite Dichtbereiche 115, 116 des Sitzventilelementes 102 treten
in Kontakt mit den ersten und zweiten Ventilsitzen 117, 118 oder trennen
sich von diesen. Der erste Anschluss 111 und der dritte
Anschluss 113 öffnen
sich an jeweils einer Seite des zweiten Anschlusses 112 und
stehen mit dem zweiten Anschluss 112 über die ersten und zweiten
Ventilsitze 117, 118 in Verbindung. Das Sitzventilelement 102 umfasst
Gleitbereiche 121, 122 an seinen beiden Enden.
Die Gleitbereiche 121, 122 weisen jeweils einen
Führungsring 123 und
ein Dichtelement 124 auf, damit der Bereich in der Ventilöffnung 104 gleiten
kann.
-
Bei
diesem Elektromagnetventil können
die effektiven Sitzdurchmesser der ersten und zweiten Ventilsitze 117, 118 nicht
genau dem Innendurchmesser der Ventilöffnung 104 in der
Nähe der
Ventilsitze entsprechen und liegen zwangsläufig etwas außerhalb
des Innendurchmessers. Wenn die inneren Umfangswände der Ventilöffnung 104 und
des Halters 106 insgesamt festgelegte Innendurchmesser aufweisen,
unterscheidet sich der Wirkungsbereich, in dem das auf das Ventilelement 102 wirkende Druckfluid
wirkt, auf den beiden axialen Seiten des Ventilelements 102 um
den Raum, der durch den ersten bzw. zweiten Dichtbereich 115, 116,
der in Druckkontakt mit dem ersten bzw. zweiten Ventilsitz 117, 118 steht,
eingeschlossen wird. Beispielsweise nimmt das Ventilelement in dem
Raum, der durch den Dichtbereich 115 und den Gleitbereich 121 des Ventilelementes 102 abgeschlossen
wird, die Kraft auf, die von dem Fluid-druck entsprechend dem Flächenunterschied
aufgebracht wird, da der Fluid-druckwirkungsbereich auf der Seite
des Dichtbereiches 15 größer ist.
-
Wenn
ein Antriebsmittel mit einer relativ geringen Antriebskraft, bspw.
ein Elektromagnet mit Schwingspule oder dgl. als Antriebsmittel
des Sitzventilelementes 102 eingesetzt wird, muss die Antriebskraft
der Antriebsmittel erhöht
werden, da die entsprechend dem Flächenunterschied wirkende Kraft
des Fluiddruckes nicht ignoriert werden kann.
-
Beschreibung
der Erfindung
-
Aufgabe
der Erfindung ist es daher, ein Elektromagnetventil vorzuschlagen,
mit dem ein Sitzventilelement mit geringer Kraft angetrieben werden,
wobei die obigen Probleme des Standes der Technik vermieden werden.
-
Eine
Ventilöffnung
in einem Ventilkörper
des Dreiwege-Elektromagnetventils soll eine einfache Gestalt haben,
so dass die Ventilöffnung
einfach bearbeitet und ein Ventilelement oder dgl. einfach montiert
werden kann. Außerdem
sollen die Ventilsitze sicher und stabil abgedichtet werden können.
-
Diese
Aufgabe wird mit der Erfindung im Wesentlichen durch die Merkmale
des Anspruchs 1 gelöst.
-
Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
-
Erfindungsgemäß wird ein
Dreiwege-Elektromagnetventil mit einem Ventilkörper, in dem ein Sitzventilelement
angeordnet ist, und mit Antriebsmitteln zum Schalten eines Strömungsdurchganges durch
Antreiben des Sitzventilelementes dadurch gekennzeichnet, dass der
Ventilkörper
eine Durchgangsöffnung
aufweist, in welche sich drei Anschlussöffnungen öffnen, dass erste und zweite
zylindrische Halter aus Kunststoff oder Kunstharz in beide Endseiten
der Durchgangsöffnung
eingesetzt sind, dass Ventilsitze, die einander auf beiden Seiten
der zentralen Anschlussöffnung,
die sich in die Durchgangsöffnung öffnet, gegenüberliegen,
an gegenüberliegende
Endwänden
der Halter angeordnet sind, und dass beide Halter Verbindungsöffnungen
aufweisen, um die an beiden Seiten der zentralen Anschlussöffnung angeordneten
Anschlussöffnungen
mit den zentralen Öffnungen
der Halter in Verbindung zu bringen, dass das Sitzventilelement
einen Sitzdichtabschnitt und erste und zweite Gleitabschnitte an
einem Stab aufweist, wobei der Sitzdichtabschnitt zwischen den gegenüberliegenden
Ventilsitzen der ersten und zweiten Halter gegenüber den Ventilsitzen angeordnet
ist, und dass erste und zweite Gleitabschnitte jeweils gleitend
in den zentralen Öffnungen
der Halter an Positionen angeordnet sind, die den Enden der Durchgangsöffnung näher liegen
als die Verbindungsöffnungen,
und dass die Durchmesser der inneren Umfangswände der ersten und zweiten
Halter in der Nähe
ihrer Endbereiche an der Seite der Ventilsitze etwas reduziert sind,
so dass die effektiven Sitzdurchmesser der Ventilsitze etwa gleich
den Innenflächendurchmessern
der Halter sind, mit denen die Gleitabschnitte der Ventilelemente
in Gleitkontakt kommen.
-
Wird
bei dem oben beschriebenen Dreiwege-Elektromagnetventil das Sitzventilelement
durch die Antriebsmittel angetrieben, so kommen die Sitzdichtabschnitte,
die an dem Ventilelement angebracht sind und den Ventilsitzen der
ersten und zweiten Halter gegenüberliegen,
in Kontakt mit den Ventilsitzen bzw. trennen sich von diesen und öffnen und schließen die
Ventilsitze, wodurch ein zwischen den Haltern vorgesehener Anschluss
mit einem der anderen Anschlüsse
in Verbindung gebracht werden kann.
-
Da
die effektiven Ventilsitzdurchmesser der Ventilsitze der ersten
und zweiten Halter etwa gleich der Innendurchmesser der Halter,
mit denen die Gleitabschnitte in Gleitkontakt kommen, sind, werden die
Kräfte,
die in beiden Axialrichtungen des Ventilelementes durch den Fluiddruck
in den Mittelöffnungen
der Halter auf das Ventilelement wirken, aufgehoben, so dass das
Sitzventilelement mit geringer Kraft angetrieben werden kann. Dadurch
kann ein kleinerer Elektromagnet mit Schwingspule, der eine relativ
kleine Antriebskraft aufweist, als Antriebsmittel eingesetzt werden.
-
Der
Ventilkörper
des Elektromagnetventils umfasst lediglich die Durchgangsöffnung,
in die sich die drei Anschlussöffnungen öffnen und
in der die Halter angebracht sind, und weist keinen Gleitbereich
für die
Ventilsitze und das Ventilelement auf. Dementsprechend hat der Ventilkörper eine
einfache Gestalt und kann einfach hergestellt werden. Das Ventilelement
oder dgl. kann einfach montiert werden.
-
Da
die ersten und zweiten Halter aus Kunststoff oder Kunstharz in zylindrischer
Gestalt geformt sind und da die Ventilsitze an ihren gegenüberliegenden
Endsitzen ausgebildet sind, können
Ventilsitze erhalten werden, die im Vergleich zu dem Fall, bei dem
die Ventilsitze an einem Ventilkörper
aus Metallmaterial ausgebildet sind, die Abdichtung einfach, sicher
und stabil durchführen.
Wenn der Sitzdichtabschnitt, der an dem Ventilelement angebracht
ist, die Ventilsitze verschließt,
wird auch dann, wenn er an den Ventilsitzen anschlägt, der
erzeugte Stoß gedämpft, da
die Ventilsitze aus Kunststoff bestehen. Dadurch werden die Sitzabschnitte
oder dgl. in geringerem Maße
abgenutzt und ihre Lebensdauer wird verlängert.
-
Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Elektromagnetventils
haben die ersten und zweiten Halter die gleiche Gestalt, die Ventilsitze
der Halter bestehen aus konvexen ringförmigen Sitzabschnitten, die
zu der Seite des Sitzdichtabschnittes des Ventilelementes vorstehen,
und der Sitzabschnitt des Ventilelementes besteht aus einem elastischen
Element mit Dämpfungswirkung.
-
Gemäß einer
anderen bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung haben die ersten
und zweiten Halter Flanschabschnitte an ihren den Ventilsitzen gegenüberliegenden
Enden. Die Flanschabschnitte werden gegen die Wand des Ventilkörpers an
beiden Enden der Durchgangsöffnung
gepresst, um dadurch die Halter an dem Ventilkörper zu befestigen.
-
In
Weiterbildung der Erfindung wird ein Elektromagnet mit Schwingspule,
der an dem Ventilkörper
angebracht ist und das Sitzventilelement durch einen beweglichen
Eisenkern antreibt, als Antriebsmittel eingesetzt.
-
Mit
der vorliegenden Erfindung kann ein Dreiwege-Elektromagnetventil
erhalten werden, das das Sitzventilelement mit geringer Kraft antreibt.
Die Gestalt der Ventilöffnung
in dem Ventilkörper
wird vereinfacht, so dass die Ventilöffnung einfach bearbeitet und
das Ventilelement und dgl. einfach montiert werden kann. Die Ventilsitze
können
eine sichere und stabile Dichtung gewährleisten.
-
Die
Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels und der Zeichnung
näher erläutert. Dabei
bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale
für sich
oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung, unabhängig von
ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.
-
Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
-
1 zeigt
einen Schnitt durch eine Ausführungsform
eines Dreiwege-Elektromagnetventils
gemäß der vorliegenden
Erfindung, wobei in der linken Hälfte
ein nicht erregter Zustand eines Elektromagneten dargestellt ist,
während
in der rechten Hälfte ein
erregter Zustand des Elektromagnets dargestellt ist,
-
2 ist
ein vergrößerter Teilschnitt,
der einen geschlossenen Zustand eines an einem Halter ausgebildeten
Ventilsitzes darstellt,
-
3 ist
ein vergrößerter Teilschnitt
in der Nähe
des Halters gemäß 1,
und
-
4 ist
ein Schnitt durch den Hauptbereich eines herkömmlichen Dreiwege-Elektromagnetventils.
-
Detaillierte
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform
-
Die 1 bis 3 zeigen
eine Ausführungsform
eines Dreiwege-Elektromagnetventils
gemäß der vorliegenden
Erfindung.
-
Wie
in 1 dargestellt ist, umfasst das Elektromagnetventil 1 einen
Ventilkörper 2,
in dem ein Sitzventilelement 4 angeordnet ist, und Antriebsmittel 3 zum
Schalten eines Strömungsweges
durch Antreiben des Sitzventilelementes 4. Der Ventilkörper 2 umfasst
drei Anschlussöffnungen,
nämlich
erste, zweite und dritte Anschlüsse 21, 22, 23,
und eine Durchgangsöffnung 24,
in welche sich diese Anschlüsse öffnen, sowie
erste und zweite Halter 11, 12 aus Kunststoff
oder Kunstharz, die eine zylindrische Gestalt aufweisen und in die
beiden Enden der Durchgangsöffnung 24 eingesetzt
sind. Die Halter 11, 12 sind an einer bzw. der
anderen Endseite der Durchgangsöffnung 24 so
eingesetzt, dass sie einander gegenüberliegen. Ventilsitze 15, 16 sind
an den einander gegenüberüberliegenden
Endwänden
der Halter 11, 12 so angeordnet, dass sie einander
gegenüberliegen,
wobei die mittlere Anschlussöffnung 22 sich
zwischen ihnen in Durchgangsöffnung 24 öffnet. Außerdem sind
Verbindungsöffnungen 11b, 12b an
den Haltern 11, 12 vorgesehen, um die Anschlüsse 21, 23 an
beiden Seiten des mittleren Anschlusses 22 mit den zentralen Öffnungen 11a, 12a der
Halter 11,12, die als Ventilöffnung dienen, in Verbindung
zu bringen.
-
Die
ersten und zweiten Halter 11, 12 haben Flanschabschnitte 11c, 12c an
ihren Enden gegenüber
den Endwänden,
an welchen die Ventilsitze 15, 16 ausgebildet
sind. Die Flanschabschnitte 11c, 12c werden gegen
die Wandfläche
des Ventilkörpers 2 an beiden
Enden der Durchgangsöffnung 24 gepresst. Die
Halter 11, 12 werden an dem Ventilkörper 2 befestigt,
wobei sie durch elastische Dichtelemente 17, die in Ringnuten
an beiden Seiten der Verbindungsöffnungen 11b, 12b eingesetzt
sind, abgedichtet werden.
-
Obwohl
die Halter 11, 12 mit der gleichen Form dargestellt
sind, können
sie auch unterschiedlich ausgebildet sein. Im Hinblick auf die Herstellungskosten
und die Montage ist es jedoch von Vorteil, die Halter gleich auszubilden,
da dann gemeinsame Teile verwendet werden können.
-
Der
erste Halter 11 wird befestigt, wenn das Antriebsmittel 3 an
einer Endfläche
des Ventilkörpers 2 angebracht
ist, indem ein fester Eisenkern 32 als Komponente des Antriebsmittels 3 gegen
den Flanschabschnitt 11c des Halters 11 gepresst
wird. Der zweite Halter 12 wird befestigt, indem ein Enddeckel 26,
der an einer Endfläche
des Ventilkörpers 2 über eine
Mehrzahl von Befestigungsschrauben 27 angebracht ist, gegen
den Flanschbereich 12c des zweiten Halters 12 gepresst
wird. Der Enddeckel 26 bildet den Federsitz einer Rückführfeder 28,
die auf das Sitzventilelement 4 wirkt und dieses drückt und
zu einer Rückkehrposition
zurückführt. Außerdem hat
der Enddeckel 26 eine Lüftungsöffnung 26a,
um ein Ende des Sitzventilelementes 4 dem Atmosphärendruck
auszusetzen.
-
Im
Gegensatz dazu ist das Sitzventilelement 4 so angeordnet,
dass ein Ventilstab 5 mit einem Sitzdichtabschnitt 6,
der gegenüber
den Ventilsitzen 15, 16 der ersten und zweiten
Halter 11, 12 angeordnet ist, sowie erste und
zweite Gleitabschnitte 5a, 5b gleitend in den
zentralen Öffnungen 11a, 12a beider Halter 11, 12 angeordnet
sind. Die ersten und zweiten Gleitabschnitte 5a, 5b sind
in den Öffnungen 11a, 12a beider
Halter 11, 12 jeweils an Positionen angeordnet,
die den beiden Endseiten der Durchgangsöffnung 24 näher liegen
als die Verbindungsöffnungen 11b, 12b.
Sie weisen elastische Dichtelemente 18 auf.
-
Der
Sitzdichtabschnitt 6 in dem Sitzventilelement 4 wird
durch Einsetzen eines elastischen Elementes mit Dämpfungswirkung
auf den ringförmigen Vorsprung
des Ventilstabes 5 gebildet. Die Endflächen des Sitzdichtabschnittes 6 in
dessen axialer Richtung dienen als ein Paar von Dichtoberflächen 6a, 6b,
die den Ventilsitzen 15, 16 gegenüberliegen. Die
Dicke der Abschnitte mit den Dichtflächen 6a, 6b ist
relativ dick gewählt,
so dass der Stoß,
der erzeugt wird, wenn die Dichtflächen 6a, 6b an
dem Ventilsitz 16 anschlagen, gemildert werden kann. Dies
gilt auch für
den Ventilsitz 15.
-
Die
Ventilsitze 15, 16, mit denen die Dichtflächen 6a, 6b des
Dichtsitzabschnittes 6 in Kontakt treten bzw. von denen
sich diese trennen, sind als konvexe ringförmige Sitzabschnitte ausgebildet,
die zu der Seite des Sitzdichtabschnittes 6 vorstehen.
Wie in den 1 und 3 dargestellt
ist, sind außerdem
Abschnitte 11d, 12d mit reduziertem Durchmesser
durch leichte Reduzierung der Durchmesser der Innenumfangswände der
ersten und zweiten Halter 11, 12 in der Nähe von deren
Endbereichen an der Seite der Ventilsitze 15, 16 ausgebildet,
so dass die effektiven Sitzdurchmesser D der Ventilsitze 15, 16 etwa
gleich den Innendurchmessern der Halter 11, 12 sind,
mit denen die Gleitabschnitte 5a, 5b in Gleitkontakt
treten. Diese Anordnung ist insbesondere wirksam, wenn eine Vorrichtung
mit relativ geringer Kraft, bspw. ein Elektromagnet mit Schwingspule,
der das Sitzventilelement 4 durch einen beweglichen Eisenkern 33 antreibt,
als Antriebsmittel 3 eingesetzt wird.
-
Wie
in den 2 und 3 dargestellt ist, können die
effektiven Sitzdurchmesser D der Ventilsitze 15, 16 tatsächlich nur
so sein, dass sie etwas außerhalb
der Innendurchmesser der Ventilöffnung in
der Nähe
der Ventilsitze liegen, wenn die Innenumfangsflächen der Halter 11, 12,
die als Ventilöffnung dienen,
in ihrer Gesamtheit einen festgelegten Innendurchmesser aufweisen
(d.h., dass die im Durchmesser reduzierten Abschnitte 11d, 12d nicht
vorgesehen sind). Die effektiven Sitzdurchmesser D werden etwas
größer gewählt als
die Innenflächendurchmesser
der Halter 11, 12, mit denen die Gleitabschnitte 5a, 5b in
Gleitkontakt treten. Hierdurch wird die Wirkungsfläche, auf
die das Druckfluid, das in den durch das Sitzventilelement 4 verschlossenen
zentralen Öffnungen
der Halter 11, 12 strömt und auf das Ventilelement 4 wirkt,
auf der Seite des Sitzdichtabschnittes 6 größer als
auf der Seite der Gleitabschnitte 5a, 5b.
-
Da
die effektiven Sitzdurchmesser D der Ventilsitze 15, 16 etwa
gleich den Innendurchmessern der Halter 11, 12 sind,
mit denen die Gleitabschnitte 5a, 5b in Gleitkontakt
treten, werden die Kräfte,
die in beiden Axialrichtungen des Ventilelementes durch den Fluiddruck
in den zentralen Öffnungen
der Halter wirken, aufgehoben. Dementsprechend kann das Sitzventilelement
mit geringer Kraft angetrieben werden, so dass ein Elektromagnet
mit Schwingspule, der eine relativ geringe Antriebskraft aufweist,
als Antriebsmittel eingesetzt werden kann.
-
Bei
dem Elektromagnet mit Schwingspule, der das Antriebsmittel 3 gemäß der vorliegenden
Erfindung bildet, ist der feste Eisenkern 32 in einem Spulenkörper 30 befestigt,
um den eine Spule 31 gewickelt ist. Der bewegliche Eisenkern 33,
der durch den festen Eisenkern 32 angezogen wird, ist gleitend in
den Spulenkörper 30 eingesetzt.
Durch einen Rahmen 34, der den Umfang der Spule 31 umgibt,
wird ein Magnetfeld gebildet. Die Elemente sind an dem Ventilkörper 2 durch
nicht dargestellte Befestigungsmittel angebracht.
-
Der
feste Eisenkern 32 hat eine Durchgangsöffnung 32a, durch
welche ein durch den beweglichen Eisenkern 33 gedrückter Druckstößel 35 hindurchtritt.
-
Der
bewegliche Eisenkern 33 erlaubt es dem Druckstößel 35 durch
eine in ihm ausgebildete Durchgangsöffnung 33a gleitend
in eine Federkammer 33b eingesetzt zu werden. Die Vorspannkraft
einer Feder 37, die durch eine Druckplatte 36 in
der Federkammer 33b gehalten wird, wird über einen
Federsitz 38 auf den Druckstößel 35 aufgebracht,
um dadurch die Kraft des Druckstößels 35 über einen Dämpfer 39 auf
das Ventilelement 4 zu übertragen.
-
Ein
elastisch deformierbarer Handschalter (Druckknopf) 41 ist
in einer Öffnung
angeordnet, die in der Mitte der Endfläche des Rahmens 34 ausgebildet
ist, um den beweglichen Eisenkern 33 manuell niederzudrücken. In
der Zeichnung bezeichnet das Bezugszeichen 42 einen Leitungsdraht
zum Erregen der Spule 31, während das Bezugszeichen 43 eine magnetische
Hülse bezeichnet,
die zwischen dem Rahmen 34 und dem beweglichen Eisenkern
eingesetzt ist.
-
Wenn
die Spule 31 nicht erregt ist, presst der Ventilstab 5 über den
Dämpfer 39,
den Druckstößel 35,
den Federsitz 38 und die Feder 37 gegen den beweglichen
Eisenkern 33 und führt
diesen zu der Rückkehrposition
zurück,
da die Rückführfeder 28 gegen
den Ventilstab 5 drückt.
Da der Sitzdichtabschnitt 6 des Ventilstabes 5 sich
zu der in 1 links gezeigten Position bewegt, öffnet der
Ventilsitzabschnitt 6 den Ventilsitz 16 des zweiten
Halters 12 und wird gegen den Ventilsitz 15 des
ersten Halters 11 gepresst, um den Ventilsitz 15 zu
schließen.
Dementsprechend wird die Verbindung zwischen dem ersten Anschluss 21 und
dem zweiten Anschluss 22 unterbrochen, während der
zweite Anschluss 22 und der dritte Anschluss 23 miteinander
verbunden sind.
-
Wenn
die Spule 31 erregt wird, presst der durch den festen Eisenkern 32 magnetisch
angezogene bewegliche Eisenkern 33 den Ventilstab 5 über die
Feder 37, den Federsitz 38, den Druckstößel 35 und
den Dämpfer 39,
so dass der Ventilstab 5 zu der in 1 rechts
gezeigten Position bewegt wird. Dementsprechend öffnet der Sitzdichtabschnitt 6 den Ventilsitz 15 und
schließt
den Ventilsitz 16. Die Verbindung des zweiten Anschlusses 22 zu
dem dritten Anschluss 23 wird unterbrochen, während der
zweite Anschluss 22 mit dem ersten Anschluss 21 verbunden
wird.
-
Wenn
der erste Anschluss 21 als Zufuhranschluss, der zweite
Anschluss 22 als Ausgangsanschluss und der dritte Anschluss 23 als
Ablassanschluss verwendet wird, ist das Dreiwege-Elektromagnetventil 1 als
normalerweise geschlossenes Dreiwege-Elektromagnetventil 1 vorgesehen.
Wenn der erste Anschluss 21 als Ablassanschluss, der zweite Anschluss 22 als
Ausgangsanschluss und der dritte Anschluss 23 als Zufuhranschluss
verwendet wird, ist das Dreiwege-Elektromagnetventil 1 als
normalerweise offenes Ventil vorgesehen.
-
Der
Ventilkörper 2 des
Elektromagnetventiles 1 mit dem oben beschriebenen Aufbau
umfasst lediglich die axiale Durchgangsöffnung 24, in welche sich
die drei Anschlüsse 21, 22, 23 öffnen und
in der die Halter 11, 12 angebracht sind. Er umfasst
keinen Gleitbereich für
die Ventilsitze 15, 16 und das Ventilelement 4.
Dementsprechend hat der Ventilkörper 2 eine
einfache Gestalt und kann einfach hergestellt werden. Das Ventilelement
und dgl. kann einfach montiert werden.
-
Da
die ersten und zweiten Halter 11, 12 aus Kunststoff
in zylindrischer Gestalt geformt sind und die Ventilsitze 15, 16 an
ihren gegenüberliegenden Endflächen ausgebildet
sind, können
Ventilsitze erhalten werden, die im Vergleich zu dem Fall, bei dem die
Ventilsitze an einem Ventilkörper 2 aus
Metallmaterial ausgebildet sind, eine einfache, dichte und stabile
Dichtung erreichen. Wenn der Sitzdichtabschnitt 6, der
an dem Ventilelement 4 angebracht ist, die Ventilsitze 15, 16 verschließt, werden
Stöße beim
Anschlag an den Ventilsitzen abgemildert, da die Ventilsitze aus
Kunststoff bestehen. Dadurch wird der Verschleiß der Dichtabschnitte und dgl.
verringert und ihre Lebensdauer erhöht.
-
Da
die ersten und zweiten Gleitkontaktabschnitte des Sitzventilelementes 4 in
Gleitkontakt mit den Innenumfangswänden der Halter 11, 12 aus Kunststoff
stehen, sind die Gleiteigenschaften der Gleitabschnitte besser als
bei Gleitabschnitten, die in Gleitkontakt mit den Innenumfangsflächen der
Ventilöffnung
eines herkömmlichen
Metallventilkörpers stehen.
Dementsprechend wird der Verschleiß der Führungsringe und der Dichtelemente,
die an den ersten und zweiten Gleitabschnitten angebracht sind, verringert.