DE102005035054B4 - Wälzlager zur Führung einer Stange - Google Patents
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Abstract
Description
- Gebiet der Erfindung
- Wälzlager zur Führung einer Stange mit einem die Stange umgebenden Käfig mit Wälzkörpern, wobei die Wälzkörper auf der Wandung eines Lageraußenteils, das an einem Gehäuse befestigt ist, oder auf der Wandung des Gehäuses des Fahrzeuggetriebes abrollen.
- Hintergrund der Erfindung
- Eine derartige gattungsbildende Lagerung einer Schaltstange eines Fahrzeuggetriebes ist aus der
DE-101 53 912 A1 bekannt. Die Schaltstange wird von einem Adapter getragen, der in einem Käfig mit Wälzkörpern gehalten ist, die sich an einem Lageraußenteil abstützen. Da die Lagerung für Längsbewegungen der Schaltstange vorgesehen ist, muss verhindert werden, dass die Wälzkörper den Adapter und/oder das Lageraußenteil in Längsrichtung verlassen. Zu diesem Zweck hat der Käfig eine Führung mit Anschlag im Lageraußenteil, die den Weg des Käfigs begrenzt. Abgesehen davon, dass es schwierig ist, die Führung bzw. Führungsnase des Käfigs in der Ausnehmung des Lageraußenteils zu montieren, besteht das Problem, dass je nach Belastung, insbesondere Drehmomentbelastung der Schaltstange, ein Verkanten des Käfigs erfolgt. Weiterhin ist eine längs verlaufende Ausnehmung im Lageraußenteil ungünstig und führt zu einer Schwächung des Lageraußenteils. - Aufgabe der Erfindung
- Aufgabe der Erfindung ist es, eine Lagerung für eine Stange, insbesondere eine Schaltstange eines Getriebes so zu verbessern, dass keine Verkantung des Käfigs und keine Schwächung des Lageraußenteils erfolgt, dass eine leichte Montage erfolgen kann und trotzdem eine gute und exakte Lagerung gegeben ist.
- Zusammenfassung der Erfindung
- Die Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, dass die Wälzkörper in Käfigsegmenten angeordnet sind und die Käfigsegmente im Käfig geführt sind.
- Dadurch können sich die Käfigsegmente voneinander unabhängig bewegen, so dass die Gefahr einer Verkantung des Käfigs vermieden wird. Der Käfig ist am Lageraußenteil oder dem Gehäuse befestigt. Dies ist möglich, weil die Käfigsegmente einzeln der Bewegung zwischen Stange bzw. Schaltstange und Lageraußenteil bzw. Gehäuse folgen können.
- In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass der Käfig Führungsleisten aufweist, in denen die Käfigsegmente angeordnet sind. Die Führungsleisten verlaufen in Längsrichtung der Stange oder Schaltstange und umgreifen die Käfigsegmente auf der Lagerinnenseite und der Lageraußenseite zumindest teilweise. Das Umgreifen der Käfigsegmente durch den Käfig bzw. die Führungsleisten des Käfigs soll zumindest so intensiv sein, dass die Käfigsegmente bei der Montage des Käfigs nicht herausfallen und die Käfigsegmente einen guten Halt haben. Jedes einzelne Käfigsegment, in dem die Wälzkörper angeordnet sind, kann sich längs der Schaltstange bzw. der Stange einzeln bewegen, so dass je nach Belastung bzw. Drehmoment im Lager sich nur die Käfigsegmente bewegen, die belastet sind.
- Um ein Herausfallen der Käfigsegmente in Längsrichtung zu vermeiden und einen Anschlag für die Käfigsegmente herzustellen, damit diese die Lagerung nicht verlassen, weist der Käfig an beiden Enden der Führungsleisten Stege auf, die den Verschiebeweg der Käfigsegmente begrenzen.
- Eine einfache Befestigung des Käfigs im Lageraußenteil bzw. Gehäuse kann dadurch erfolgen, dass zumindest an einem Ende des Käfigs Haken vorgesehen sind, die einen Rand am Lageraußenteil oder dem Gehäuse hintergreifen und der Käfig oder der jeweilige Hakengrund andererseits am Rand einen Anschlag hat Dadurch kann der Käfig, nachdem die Käfigsegmente in die Führungsleisten eingedrückt und befestigt sind, in das Lageraußenteil bzw. das Gehäuse eingeschoben werden und zwar so weit, bis der Käfig oder die Hakengrundflächen gegen den Rand treffen und die Haken hinter dem Rand einrasten.
- Dadurch, dass vorschlagsgemäß der Käfig und die Käfigsegmente aus Kunststoff hergestellt sind, kann eine leichte Handhabung dieser Bauteile erfolgen.
- Weiterhin wird vorgeschlagen, dass das Lageraußenteil oder das Gehäuse Nuten für die vorzugsweise als Kugeln ausgeführten Wälzkörper aufweist. Diese Nuten haben dann einen den Kugeln oder Wälzkörpern angepassten Querschnitt.
- Das Lageraußenteil lässt sich besonders günstig herstellen, wenn es aus Stahl besteht und mittels eines Umformverfahrens hergestellt ist. In diesem Umformverfahren lassen sich sowohl die Nuten einarbeiten, als auch ein Befestigungsflansch anformen und auch den Rand zur Befestigung des Käfigs herstellen.
- Kurze Beschreibung der Zeichnungen
- Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf die Zeichnungen verwiesen, in denen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung vereinfacht dargestellt ist. Es zeigen:
-
1 : eine Seitenansicht eines Lageraußenteils mit eingesetztem Käfig, -
2 : ein Schnitt durch das Lageraußenteil mit Käfig und Käfigsegmenten gemäß der Linie B-B in1 , -
3 : einen Schnitt durch eine Lageraußenhülse des Lageraußenteil mit Käfig und Käfigsegmenten gemäß der Linie C-C in2 , -
4 : einen Ausschnitt gemäß dem Kreis X in3 der Lageraußenhülse, des Käfigs und zweier Käfigsegmente in vergrößertem Maßstab, -
5 : einen Schnitt durch einen Käfig mit Käfigsegmenten gemäß der Linie A-A in7 , -
6 : einen Schnitt durch einen Käfig und Käfigsegmente gemäß der Linie B-B in5 und -
7 : einen Ausschnitt eines Käfigs mit Käfigsegmenten. - Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
- In den
1 bis7 ist, soweit im Einzelnen dargestellt, mit1 ein Lageraußenteil bezeichnet, das im Tiefziehverfahren hergestellt ist und einen Befestigungsflansch2 , eine Lageraußenhülse3 und einen Rand4 aufweist. In der Lageraußenhülse3 sind, siehe insbesondere3 und4 , mit5 bezeichnete Nuten eingearbeitet, die ebenfalls durch Umformung hergestellt sind. - In der Lageraußenhülse
3 ist ein mit6 bezeichneter Käfig eingesetzt, der Haken7 aufweist, die den Rand4 umgreifen können und zusammen mit dem Kä6 eine Festlegung des Käfigs6 in der Lageraußenhülse3 bzw. Lageraußenteil1 in beiden Richtungen sicherstellen. - Der Käfig
6 weist, über seinen Umfang verteilt, Aussparungen auf, die in Umfangsrichtung von Führungsleisten8 begrenzt sind. Der Käfig6 hat weiterhin an den Enden der Führungsleisten8 Stege9 , so dass die Führungsleisten8 und die Stege9 die rechteckigen Aussparungen im Käfig6 begrenzen. - Wie insbesondere in
4 dargestellt, weisen die Führungsleisten8 auf der Lagerinnen- und der Lageraußenseite vorstehende Ränder auf, die eingesetzte Käfigsegmente10 führen und zwischen den Führungsleisten8 so weit festhalten, dass sie zumindest während der Montage des Lagers nicht herausfallen können. - Wie insbesondere in
7 dargestellt, ist die Längserstreckung der Käfigsegmente10 erheblich kürzer als der Abstand der Stege9 zueinander, so dass in den Käfigsegmenten10 eingesetzte Kugeln als Wälzkörper11 an der Innen- und Außenseite des Lagers abrollen und die Käfigsegmente sich dabei hinreichend verschieben können. - Dadurch, dass sowohl der Käfig
6 als auch die Käfigsegmente10 aus Kunststoff hergestellt sind, ergibt sich insgesamt eine Konstruktion, die preisgünstig ist und trotzdem eine sehr gute Beweglichkeit der Wälzkörper11 zwischen den Lagerflächen ohne Verkanten des Käfigs6 sicherstellt. - Bezugszeichenliste
-
- 1
- Lageraußenteil
- 2
- Befestigungsflansch
- 3
- Lageraußenhülse
- 4
- Rand
- 5
- Nuten
- 6
- Käfig
- 7
- Haken
- 8
- Führungsleisten
- 9
- Stege
- 10
- Käfigsegmente
- 11
- Wälzkörper
Claims (9)
- Wälzlager zur Führung einer Stange, mit einem die Stange umgebenden Käfig (
6 ) mit Wälzkörpern (11 ), wobei die Wälzkörper (11 ) auf der Wandung eines Lageraußenteils (1 ), das an einem Gehäuse befestigt ist, oder auf der Wandung des Gehäuses des Fahrzeuggetriebes abrollen, dadurch gekennzeichnet, dass der Käfig (6 ) am Lageraußenteil (1 ) oder dem Gehäuse befestigt ist und die Wälzkörper (Kugeln11 ) in Käfigsegmenten (10 ) angeordnet und die Käfigsegmente (10 ) im Käfig (6 ) geführt sind. - Wälzlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Lagerbreich zwischen dem Käfig (
6 ) und der Stange ein Adapter angeordnet ist. - Wälzlager nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Käfig (
6 ) Führungsleisten (8 ) aufweist, zwischen denen die Käfigsegmente (10 ) angeordnet sind. - Wälzlager nach einem der Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsleisten (
8 ) in Längsrichtung der Stange verlaufen und die Käfigsegmente (10 ) auf der Lagerinnenseite und Lageraußenseite zumindest teilweise umgreifen. - Wälzlager nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Käfig (
6 ) an beiden Enden der Führungsleisten (8 ) Stege (9 ) aufweist, die den Verschiebeweg der Käfigsegmente (10 ) begrenzen. - Wälzlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Käfig (
6 ) an zumindest einem Ende Haken (7 ) aufweist, die einen Rand (4 ) am Lageraußenteil (1 ) oder dem Gehäuse hintergreifen. - Wälzlager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Käfig (
6 ) und/oder die Käfigsegmente (10 ) aus Kunststoff hergestellt sind. - Wälzlager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine am Lageraußenteil (
1 ) ausgebildete Lageraußenhülse (3 ) oder das Gehäuse Nuten (5 ) für die Wälzkörper (11 ) aufweist. - Wälzlager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lageraußenteil (
1 ) aus Stahl hergestellt und mittels eines Umformverfahrens fertig bearbeitet ist.
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