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Die
Erfindung bezieht sich auf einen Stuhl für Gelassenheits- und Aufmerksamkeitspraxis
mit einer Sitzfläche
und einer Rückenstütze, bei
dem die Rückenstütze zwei
getrennt voneinander in der Höhe verstellbare,
in Richtung auf die Vorderseite des Stuhls, d. h. den Rücken eines
Benutzers, verschiebbare angeordnete Berührungsfelder aufweist, die
jeweils in der Horizontalen zur Stellfläche des Stuhls verschiebbar
sind und bei dem die Sitzfläche
in einem Winkel zwischen 4° und
8° gegenüber der
Horizontalen der Stellfläche
des Stuhls nach vorne geneigt ist.
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Ein
solcher Stuhl ist aus der
Patentschrift
Nr. 328 654 (Österreichisches
Patentamt) bekannt. Das Sitzmöbel
ist auf ein rollbares Plateau gebaut, an dem eine im Verhältnis zum
Boden schrägstehende Schiene
mit zwei Teilstützen
befestigt ist. Beide Teillehnen sind sowohl der Höhe nach,
als auch in der Horizontalen verstellbar. Die Sitzfläche ist
leicht nach hinten geneigt, so dass auf der Schiene die zweiebenfalls
nach hinten geneigten-Teilstützen
zur Sitzfläche,
verschoben werden können.
Das Sitzmöbel
ermöglicht
eine körpergerechte
und bequeme Möglichkeit
des Sitzens und des rollenden Bewegens auf dem Stuhl im Raum.
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Vorliegender
Stuhl wird eingesetzt, um menschliche Aufmerksamkeitsnetzwerke zu
schulen: Konzentration, Vigilanz, Resonanzfähigkeit, Empathie. Diese Fertigkeiten
gelten auch als meist nicht bewusste Grundlage von Wahrnehmungs-,
Erkenntnis- und
Gedächtnisleistungen.
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Der
Stuhl ist ein Medium das in eine ruhevolle, wache Form des Sitzens
einführt.
In Verbindung mit Konzentrationspraktiken kann das Sitzen in ruhevoller,
dynamischer Versunkenheit auch als Selbstbildung verstanden werden.
Die Dimensionen einer solchen Selbstbildung sind je nach Werteausrichtung, Zielsetzung
und Methodik vielfältig.
Traditionell werden Konzentration und Gelassenheit in Kursen und Kontexten
von Meditation und Kontemplation seit ca. 2 ½ Jahrtausenden unterwiesen
und geschult. Dieses methodische Training galt schon immer als Evolutionschance
des Menschen durch Lernprozesse.
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In
den letzten Jahrtausenden hat sich die Menschheit durch ihre zunehmende
Lernbegabung ausgezeichnet. Seit ca. 10 Tausend Jahren hat sich die
Menschheit nicht mehr durch die Veränderung ihrer Gene, sondern
wohl überwiegend
durch Lernpraxis weiterentwickelt. Selbstbildung bewusst und reflexiv
mitzugestalten ist somit jüngeren
Datums in der Menschheitsgeschichte. Im Leben des einzelnen Menschen
sind die Vorraussetzungen zur reflexiven Selbstbildung bei optimaler
Entwicklung ab dem 16. Lebensjahr gegeben. Diese dem Menschen als
Lernmöglichkeit
gegebene Entwicklung stellt sich allerdings nicht von alleine ein.
Der Mensch braucht hierzu günstige äußere Bedingungen,
kompetente Unterweisung und möglichst
tägliche Übungspraxis.
Früher
waren Methoden wie Meditation, Kontemplation oder Yoga an ein soziales
oder religiöses
System gebunden, dies ist heute nicht mehr so, obwohl dies hilfreich
sein kann. Meditative Qualitäten
und Entwicklung zu ermöglichen
sind nicht leicht, da die Gefahren in alte Gewohnheiten abzugleiten,
z. B. Unaufmerksamkeit, Abschalten von Gedanken und Gefühlen, Träumen, Dösen, Erstarren,
Erschlaffen groß sind. Besonders
in der vom östlichen
Kulturkreis kommende Zen-Meditation werden die Leiblichkeit und
der Atemrhythmus zum Ausgangsübungsfeld
genommen um zu tiefer geistiger Erfahrung und Entwicklung zu kommen.
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Um
Körper
und Atmung optimal für
das Übungsgeschehen
zu disponieren, wird in Ost und West heute traditionell der „Bodensitz" eingeübt: der "Lotus-Sitz" beziehungsweise,
Yoga-Sitz; „Seiza", ein Reitersitz
auf einem festen Kissen oder einem kleinen Holzbänkchen (siehe 6 meditative
Sitzweisen). Hierbei werden für
längeres
ruhevolles Sitzen über
Bodenkontakt und Beinverschränkung
die erforderliche Stabilität
des Beckengürtels
und der Wirbelsäulenaufrichtung
erreicht. Diese Sitzweisen brauchen längere Eingewöhnungszeit
und sind oft mit erheblichen Schmerzen verbunden. Weltweit verlernen
die Menschen gelöst
auf dem Boden zu sitzen. Außerdem
können
bei längerem
Sitzen Schäden
an den Gelenken, Venen und Sehnen auftreten. Viele Menschen beginnen
heute erst gar nicht mit meditativen Konzentrationspraktiken wegen
Fuß-Rücken- oder
Gelenkproblemen.
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Das
Sitzen auf Hockern und Stühlen
schont zwar Füße und Gelenke,
stabilisiert aber nicht Becken und Wirbelsäulenaufrichtung. Außerdem besteht
die Gefahr in gewohnheitsmäßiges Sitzen
abzugleiten. Solche Gefahren sind besonders ein Absacken, die so
genannte „Bananenhaltung" (siehe 7A)
oder ein Überspannen,
die so genannte „Fahnenstangenhaltung" (7B).
Beim gewohnheitsmäßigen Sitzen
geht es meist um eine Entlastung der Füße, um bequemes, bewegliches,
anstrengungsfreies und/oder orthopädisches Sitzen. Hierfür sind Bürostühle, Gesundheitsstühle, Designerstühle und
Funktionsstühle-
oft mit viel technischem Aufwand erfunden worden.
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Die
Erfindung des Stuhls für
Konzentration und Gelassenheit wird gesehen als ein konkretes, mobiles
Medium mit einer bedeutsamen Vermittlungsleistung. Das Sitzen selbst
steht nicht im Mittelpunkt. Auch in der bisherigen meditativen Tradition bis
heute wird der stille unbewegliche Sitz als geschicktes Mittel für die Koordination
von Körper
und Kognition genutzt. Die Unbeweglichkeit des menschlichen Leibes
soll die Wende und intensiven Sammlung der Aufmerksamkeit auf eine
seelisch-geistige Dimension erleichtern. Somit wird einer gelassenen Selbstbildung
der Boden bereitet. Je nach Disposition und Übungsintensität gibt es
Grade der Reifung, aber auch wenige Minuten regelmäßigen Übens können ihre
Wirkung zeigen.
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Die
meisten technischen Neuerungen im Meditationsbereich wenden sich
einer Verbesserung und Erleichterung des Bodensitzes zu. Hierbei
werden die optimalen individuellen Einstellungsmöglichkeiten ermöglicht wie
in
DE 196 03 932 C2 .
Diese Sitzvorrichtung zur Durchführung
von Meditationen mit zwei plattenartig ausgebildeten, etwa 10–30 cm langen,
mit einem Abstand zueinander angeordneten Füßen und einer auf geneigt verlaufenden
Sitzfläche mit
5–30 Grad
ist hilfreich bei kniender Sitzhaltung. Die ergometrisch günstige Höhe entlastet
die Kniegelenke und die Neigung der Sitzfläche regt zum aufrechten Sitz
an. Die Belastung der Oberseite der Füße durch den Bodendruck kann
allerdings unangenehm werden und die Gefahr des Absackens oder Überspannes
der Wirbelsäule
bleibt.
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Aus
dem
japanischen Patent 08112162 ist eine
Meditationsvorrichtung eines bodennahen Sitzes mit Rückenlehne
bekannt. Zwei unterschiedlich große Bretter mit kleinen Polstern
sind in einem rechten Winkel zueinander angebracht. Die Rückenstütze reicht
bis zum Kopf. Um eine günstige
aufrechte Haltung zu erreichen, sind jeweils im Hüftbereich,
am Brustkorb und in der Höhe
des Hinterkopfes Vorrichtungen für
ein Gürtelsystem
angebracht, die dann um die jeweiligen Körperteile geschnallt werden
können und
somit den Oberkörper
in Ruhe fixieren. Hier wird eine übertriebene Ruhigstellung des
Körpers
angestrebt, die eher hin zu Körperkontrolle
tendiert und somit eine Unterdrückung
der menschlichen Sinnlichkeit und Lebendigkeit bewirken und nicht
wie angestrebt eine höhere
oder integrierte Lebendigkeit entwickeln hilft.
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Die
französische Erfindung Nr. 2447169 ist gut
auf die Anforderungen eines gelassenen Sitzes ausgerichtet. Sie
ermöglicht
eine stabile Beckenlage und ein leichtes Einnehmen der korrekten
Körperhaltung
durch anschmiegsame Sitzoberfläche
und leichte Rückenlehne,
die nicht über
den 5. Lendenwirbel hinausgeht. Diese Funktionalität ist eine
erleichternde Weiterentwicklung des Yoga-Sitzes. Allerdings bedient
auch dieser Sitz das bodennahe mit verschränkten Beinen sitzende Modell.
Wenn eine meditativ-gelassene Übungsweise
nicht getrennt vom Alltag sondern in normalen Lebenssituationen
wie Arbeit, Lernen und Hausarbeit gelingen soll, sind Bodensitz
nicht nur durch die Gelenkigkeit und Dehnfähigkeit, sondern auch durch
die moderne Kleiderordnung Grenzen gesetzt.
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In
DE 19908592 C1 wird
ein Funktionsstuhl mit hoher Lehne zur Entlastung der Wirbelsäule und zur
Aktivierung der oberen Muskelgruppen für sitzende Tätigkeit
im Büro
vorgestellt. Die Gestaltung des Stuhles ist einfach und kostengünstig. Während der Arbeit
werden Training des Rückens,
der Halswirbelsäule
und Durchblutungsförderung
möglich.
Ausgelegt ist der Stuhl auf Körpertraining
und nicht auf eine Koordination von Körper und Kognition, die zwar auch
in Bewegung gelingen kann, allerdings leichter in wacher aufgerichteter
Ruheposition geschieht. Der Stuhl ist nicht reisetauglich und unter ästhetischen Gesichtspunkten
z. B. im Wohnbereich nicht so leicht zu integrieren.
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Die
Aufgabe die der Erfindung zugrunde liegt ist es, die Vorteile und
Wirkungen des Bodensitzes „aufzuheben" (im dialektischen
Sinne von Hegel) in ein für
die heutige Zeit und Identität
nützliches
Sitzmedium zur Selbstbildung. Dabei soll der Stuhl leicht transportabel
sein. D. h. er sollte mit einer Hand getragen werden können und
im zusammengeklappten Zustand so flach sein, dass er beim Gehen
nicht seitlich an das Knie anstößt.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
dass die Vorderkante der Sitzfläche sich
in einer Höhe
von mindestens 50 cm über
der Stellfläche
des Stuhls befindet, die Stange oberhalb der Sitzfläche in ein
an der Rückseite
des Stuhls senkrecht zur Stellfläche
des Stuhls runter verlaufendes, zentrales Stuhlbein einführbar und
fixierbar ist, und das zentrale Stuhlbein eine quer verlaufende
Nut aufweist, in welcher die hintere Kante der Sitzfläche im montierten
Zustand abgestütz
ist.
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Alle
drei Merkmale in Kombination und Zusammenspiel ermöglichen
die Vermeidung der zuvor geschilderten Nachteile. Durch die entsprechend
geneigte und erhöhte
Sitzfläche
werden die Sitzbeinhöcker
(tuber ischiadicum) und das Beckenboden-Muskelnetz aktiviert und
das Becken in eine Haltung gebracht, die den unteren Rücken schont
und die Wirbelsäule
reflexartig aufrichtet. Anders als bei bekannten Sitzgewohnheiten
auf einem Stuhl wird dabei das Gewicht des Körpers sowohl von den Füßen und
Beinen, als auch vom Beckenboden (diaphragma pelvis) ausgeglichen
aufgenommen. Die beiden getrennten Berührungsfelder können individuell
eingestellt werden. Die Berührung
des Muskelkreuzpunktes von Rücken
und Beckenbodenmuskelnetz im Bereich des Kreuzbeines stabilisiert
und energetisiert den Sitz. Das obere Berührungsfeld belebt den Bereich der
Brustwirbelsäule
und der Schulterblätter.
Entspannung des Kopf- und Schulterbereiches werden durch die dosierte
Berührung
günstig
beeinflusst. Eine präzise
Ausrichtung des Kopfes in Verbindung mit entspannten Augen ermöglicht eine
konzentrierte gelassene Haltung des ganzen Menschen. Der Mensch
sitzt so geerdet und in eutonischer Balance in seiner Personmitte
verankert (siehe 7C ). Die Wirbelsäule wird
durch die propriozeptive Wirkung und Koordination der Berührungsfelder
in eine Kraft sparende, ruhige Dehnspannung versetzt. (siehe 1)
Das Atemgeschehen wird dadurch beruhigt und vertieft.
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Für kürzere Sitzzeiten
liegen die Hände zweckmäßigerweise
auf den Oberschenkeln. Bei längeren
Sitzeinheiten (ca. ab 10 min) werden die Hände zusammengelegt zur harmonisierenden
Meditationsgeste (mudra) in eine aus Stoff genähte so genannte „Handschaukel". Sie entlastet die
Schultern von der Haltearbeit oder Überstreckung der Arme.
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Zur
eutonischen Einnahme dieser Position wiederum ist die beanspruchte
Mindesthöhe
geboten. Als besonders vorteilhaft hat sich dabei ein Winkel zwischen
5° und 7°, insbesondere
6° herausgestellt.
Ein solcher Winkel verhindert ein Abgleiten vom Stuhl oder eine
Anspannung der Beine zur Verhinderung des Abgleiten als auch ein
Drücken
der vorderen Sitzkante an der Unterseite des Oberschenkels, was
zu einem unerwünschten
Blutstau führen
kann.
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Einen
Beitrag zu einer kompakten Transportbeschaffenheit des Stuhls liefert
das Merkmal, die Berührungsfelder
längsverschiebbar
an einer ersten, senkrechten Stange zu befestigen. Die Stange kann demontiert
werden und an einem zentralen Stuhlbein befestigt werden, welches
im Wesentlichen senkrecht am Boden aufsetzt. An der ersten Stange
sind dann die Berührungsfelder
gleitbar in der Höhe
einstellbar, wobei die Abmessungen des unteren Berührungsfeldes
vorzugsweise kleiner sind als die des oberen Berührungsfeldes.
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Neben
dem zentralen Stuhlbein sind vier weitere Stuhlbeine vorhanden sind,
die alle vier an ihrem oberen Ende auf einer gemeinsamen Linie angelenkt
und um diese schwenkbar sind. Dabei sind auf der gemeinsamen Linie
zwei getrennte Achsen vorgesehen, auf denen jeweils ein äußeres und
ein inneres der vier weiteren Stuhlbeine angelenkt sind. Stuhl nach
Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen bezüglich der
Sitztiefe ungefähr
mittig an der Sitzfläche
befestigt sind und im Wesentlichen quer, d. h. in Richtung der Breite
der Sitzfläche verlaufen.
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Die
beiden außen
liegenden Stuhlbeine sind an ihrem unteren Ende und die beiden innen
liegenden Stuhlbeine an ihrem unteren Ende miteinander mittels Stangen
verbunden. Die zweite und die dritte Stange wiederum sind mittels
eines Gurtes miteinander verbunden, der den Schwenkbereich der vier
weiteren Stuhlbeine um die gemeinsame Achse begrenzt. Aufgrund der
durch den Gurt begrenzten Verschwenkungsmöglichkeit ergibt sich ein Spreizwinkel zwischen
den äußeren und
den inneren Stuhlbeinen zwischen 30° und 36°, insbesondere 33°.
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Die
beiden äußeren Stuhlbeine
sind kürzer als
die beiden inneren Stuhlbeine, so dass sie im zusammengefalteten
Zustand des Stuhls alle vier in einer Ebene liegen. Wenn das untere
Ende des zentralen Stuhlbeins zusammen mit den beiden innen liegenden
Stuhlbeinen an der dritten Stange angelenkt ist, so liegen im zusammengefalteten
Zustand des Stuhls alle fünf
Stuhlbeine in einer Ebene. Diese Ausführungsform wird als besonders
vorteilhaft angesehen, da sie den Transport des Stuhls erleichtert.
Zusammen mit der Ausführung,
sowohl die beiden inneren als auch die beiden äußeren Stuhlbeine mit zwei Bohrungen
zu versehen, die im zusammengeklappten Zustand miteinander fluchten
und zur Aufnahme von Befestigungsstangen dienen, die an der Rückseite
der Berührungsflächen vorgesehen
sind, ergibt sich ein Stuhl, der kompakt zusammenlegbar ist und dessen
maximale Dicke durch die Höhe
der Berührungsfelder
bestimmt wird. Der komplette Stuhl ist mit einer Hand transportabel
und so schmal, dass er beim Gehen nicht an die Beine anschlägt. Bei
entsprechender Wahl der Materialien, wie z. B. Magnesium, Aluminium,
Kohlefaser-Verbundwerkstoffe
etc. lässt
sich ein leichter Stuhl herstellen der einfach auch im Flugzeug
mit auf Reisen genommen werden kann.
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Weitere
Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
anhand der Figuren. Es zeigen:
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1 Eine
schematische Seitenansicht eines Stuhls mit Benutzer,
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2 eine
Seitenansicht des Stuhls mit einer eingetragenen vorteilhaften Bemaßung,
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3 eine
Frontansicht des Stuhls,
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4 eine
Teilaufsicht auf den Stuhl im zusammengeklappten Zustand,
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5 eine
Detailansicht der Befestigung der Sitzfläche an den Stuhlbeinen, und
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6, 7 verschiedene Sitzweisen zum Verständnis der
Erfindung.
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In
den 1 und 2 ist ein in seiner Sitzhöhe nicht
verstellbarer Stuhl 1 für
Konzentrations- und Gelassenheitspraxis dargestellt, der eine um
6° nach
vorne geneigte Sitzfläche 3 aufweist.
An der Unterseite der Sitzfläche 3 sind
ungefähr
mittig zwei äußere Stuhlbeine 5a, 5b und
zwei innere Stuhlbeine 7a, 7b angelenkt, von denen
in der Seitenansicht jeweils nur jeweils eines 5a bzw. 7a sichtbar
sind. Die Sitzfläche 3 ist,
wie es später
gezeigt wird, so konstruiert, dass sie eine unverstellbare, fixierte
Lage einnimmt. Die Sitzfläche 3 ist
zur Vorderseite des Stuhls 1 hin geneigt und an ihrer hinteren
Kante in eine Nut oder einen Einschnitt 9 eines zentralen Stuhlbeines 11 abgestützt. Knapp
oberhalb der Sitzfläche 3 ist
am zentralen Stuhlbein 11 mittels einer Rändelschraube 13 eine
erste Stange 15 befestigt, an der ein unteres Berührungsfeld 17 und
ein oberes Berührungsfeld 19 verschiebbar
angeordnet sind. Dazu weisen die Berührungsfelder 17, 19 an
ihrer Rückseite
jeweils eine Befestigungsstange 21, bzw. 23 auf,
die jeweils mittels eines Doppelspanngelenks 25, bzw. 27 an
beliebiger Stelle mit der ersten Stange 15 verklemmt werden
können.
Die Berührungsfelder 17, 19 sollen
beide am Rücken
des Benutzers zur Anlage kommen, woraus sich eine Länge der
Stange 15 gemessen ab der Sitzfläche 3 von ca. 55 cm–65 cm,
insbesondere 60 cm ergibt. Zur Aufbewahrung und zum Transport des
zusammengeklappten Stuhls 1 befinden sich in den inneren
und äußeren Stuhlbeinen 7a, 5a je
zwei Löcher 28,
die im zusammengeklappten Zustand des Stuhls 1 miteinander
fluchten und zur Aufnahme der Befestigungsstangen 21, 23 dienen.
In den 1 und 2 ist noch ein Spann- oder Begrenzungsgurt
zu sehen, der den Schwenkbereich der beiden inneren Stuhlbeine 7a, 7b gegenüber den
beiden äußeren Stuhlbeinen 5a, 5b,
begrenzt (im gezeigten Beispiel auf 33°).
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In
der 3 ist der Stuhl in seiner Frontansicht dargestellt.
Es ist ersichtlich, dass die äußeren Stuhlbeine 5a, 5b,
die inneren Stuhlbeine 7a, 7b sowie das zentrale
Stuhlbein 11 seitlich versetzt zueinander angeordnet sind,
so dass im zusammengefalteten Zustand des Stuhls 1 alle
Stuhlbeine 5a, 5b, 7a, 7b und 11 nebeneinander
zu liegen kommen. Zusätzlich
ist in der 3 noch eine zweite Stange 31 zu
sehen, die die äußeren Stuhlbeine 5a und 5b miteinander
verbindet.
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Die 4 zeigt
eine Teilansicht auf den zusammengeklappten Stuhl 1 mit
einer zweckmäßigen Bemaßung. Zuunterst
befindet sich die Sitzfläche 3, auf
der die oberen Enden aller Stuhlbeine (gezeigt 5a, 7a, 11)
anliegen. Am unteren Ende sind die beiden äußeren Stuhlbeine 5a, 5b mit
der zweiten Stange 31 verbunden. Es ist gut erkennbar,
dass die inneren Stuhlbeine 7a, 7b kürzer sind
als die beiden äußeren Stuhlbeine 5a, 5b.
Dadurch wird es möglich, auch
die inneren Stuhlbeine 7a, 7b mit einer dritten Stange 33 zu
verbinden. An diese dritte Stange 33 ist auch das untere
Ende des zentralen Stuhlbeines angelenkt. Wie es bereits in Verbindung
mit der 2 ausgeführt wurde, sind die Stuhlbeine 5 und 7 an
ihrem oberen Ende unterhalb der Sitzfläche befestigt. Die Befestigung
erfolgt mittels zweier Montagewinkel 35, die mit einer
Bohrung versehen sind, durch welche eine erste Achse 37a geführt ist.
Auf der gegenüberliegenden
rechten Seite des Stuhls befinden sich dann analog die nicht gezeigten
Stuhlbeine 5b, 7b mit einer entsprechenden zweiten
Achse (37b). Die Montagewinkel 35 sind z. B. mittels
Schrauben an der Unterseite der Sitzfläche fixiert.
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Weiterhin
ist in 4 eine Aussparung 39 erkennbar, die im
montierten Zustand des Stuhls 1 in die Nut 9 des
zentralen Stuhlbeins passt. Auf diese Weise liegt die Längskante
der Aussparung an dem Nutgrund an und die beiden Seitenkanten 43 der Aussparung 39 umgreifen
die Seiten des zentralen Stuhlbeins 11. Die noch gezeigte
Bohrung 45 in der Sitzfläche 3 dient zur Durchführung der
ersten Stange 15, wie es in den 2 und 5 zu
sehen ist.
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Die 5 verdeutlicht
nochmals die Gegebenheiten im oberen Bereich des Stuhls 1,
wo die Sitzfläche 3 mit
dem zentralen Stuhlbein 11 verbunden ist. Es sind die Montagewinkel 35 ersichtlich, durch
die die erste Achse 37a gehalten wird. An dem zentralen
Stuhlbein 11 ist noch eine weitere Bohrung 47 vorgesehen,
durch welche die Rändelschraube 13 zum
Verklemmen der ersten Stange mit dem zentralen Stuhlbein geführt wird.
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- 1
- Stuhl
- 3
- Sitzfläche
- 5a,
5b
- äußere Stuhlbeine
- 7a,
7b
- innere
Stuhlbeine
- 9
- Nut
- 11
- zentrales
Stuhlbein
- 13
- Rändelschraube
- 15
- erste
Stange
- 17
- unteres
Feld
- 19
- oberes
Feld
- 21,
23
- Befestigungsstangen
- 25,
27
- Doppelspanngelenk
- 28
- Löcher
- 29
- Begrenzungsgurt
- 31
- zweite
Stange
- 33
- dritte
Stange
- 35
- Montagewinkel
- 37a,
b
- Achsen
- 39
- Aussparung
- 41
- Längskante
Aussparung
- 43
- Seitenkanten
Aussparung
- 45
- Bohrung
- 47
- weitere
Bohrung