DE102005022253A1 - Steckverbinder - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen geschirmten elektrischen Steckverbinder aus einem mit einem Außenringanschlag versehenen Kontaktträger, einem mit dem Außenringanschlag zusammenwirkenden, metallenen Überwurfgewindestück (Überwurfmutter oder -schraube) zur Verbindung mit einem Gegensteckverbinder, einer auf dem Kontaktträger angeordneten und mit dem Überwurfgewindestück in elektrischer Verbindung stehenden Schirmhülse und aus einer mit dieser in elektrischem Kontakt stehenden, metallenen Endhülse, die die Kabelanschlüsse des Kontaktträgers abdeckt und mit diesem form- und kraftschlüssig verbindbar ist, wobei Überwurfgewindestück und Schirmhülse Rastmittel zur Verdrehsicherung des Überwurfgewindestücks aufweisen. Am Umfang sind dem des Überwurfgewindestücks zugewandten Ende der Schirmhülse mehrere nach außen abgewinkelte Rastfedern mit Rastnasen vorgesehen, die in einer zur Längsachse des Steckverbinders parallelen Richtung zu einem Innenbund des Überwurfgewindestücks weisen, und dass in der Wandung der Schirmhülse mindestens ein federnder Schleifkontakt ausgebildet ist, der in elektrische Verbindung mit dem Überwurfgewindestück bringbar ist.
Description
- Die Erfindung betrifft einen elektrischen Steckverbinder gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Ein derartiger Steckverbinder ist vom Anmelder bereits vertrieben worden und dient zur Verbindung mit einem Gegensteckverbinder, wobei der Steckverbinder als Stecker und der Gegensteckverbinder als Buchse oder umgekehrt ausgebildet ist und diese Verbinder entsprechende Stecker- oder Buchsenkontakte tragen. Dieser Steckverbinder (oder Gegensteckverbinder) ist so ausgeführt, dass die Schirmhülse an ihrem dem Überwurfgewindestück zugewandten Ende starre Erhebungen aufweist, die in entsprechende Vertiefungen des Überwurfgewindestücks eingreifen, so dass einerseits eine elektrische Schirmverbindung zwischen Überwurfgewindestück und Schirmhülse gesichert ist und andererseits durch die Rastung eine beim Schütteln der Steckverbinder wirksame Verdrehsicherung des Überwurfgewindestücks erreicht wird. Mit einem derartigen Steckverbinder ist ein vollständiger, elektrischer Schirm für die zu verbindenden Leitungen gebildet. Der bekannte Steckverbinder hat jedoch die Nachteile, dass Längentoleranzen der Steckverbinderteile nicht ausgeglichen werden können, dass eine Trennung der elektrischen Verbindungsfunktion und der mechanischen Verbindungsfunktion zwischen dem Überwurfgewindestück und der Schirmhülse nicht möglich ist und dass kein Schutz gegen Verdrehung der Schirmhülse auf dem Kontaktträger vorhanden ist.
- Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, einen elektrischen Steckverbinder der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art zu schaffen, bei dem ein Längentoleranzausgleich der Steckverbinderbauteile möglich ist und bei dem eine Trennung der elektrischen Verbindungsfunktion und der mechanischen Verbindungsfunktion zwischen dem Überwurfgewindestück und der Schirmhülse erreicht wird.
- Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
- Damit ist nun die mechanische Rastung oder Verdrehsicherung des Überwurfgewindestücks von der elektrischen Kontaktgabe der Schirmverbindung getrennt, und ein Ausgleich der Längentoleranzen der Bauteile des Steckverbinders ist möglich.
- Gemäß einer weiteren, einfachen Ausbildung der Erfindung weist der Schleifkontakt eine durch Ausstanzen hergestellte Feder auf, die eine durch Prägen hergestellte, erhabene Kontaktfläche aufweist.
- Gemäß einer weiteren, einfachen Ausbildung der Erfindung ist die Kontaktfläche kugelabschnittsförmig ausgebildet.
- Eine weitere Ausbildung der Erfindung sieht vor, dass die Schirmhülse mindestens einen Sackschlitz aufweist, der von dem dem Überwurfgewindestück zugewandten Schirmhülsenende ausgeht und in Schirmhülsenlängsrichtung verläuft, und dass der Kontaktträger mindestens eine Rippe zum Eingriff in den Sackschlitz aufweist. Dadurch wird eine Verdrehung der Schirmhülse auf dem Kontaktträger vermieden.
- Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
-
1 eine Stirnansicht eines mit einem Steckereinsatz versehenen geschirmten Winkelsteckverbinders, bei dem die Erfindung verwendet wird, -
2 einen Querschnitt längs der Linie II-II durch den Winkelsteckverbinder der1 mit der Schirmhülse gemäß der Erfindung, -
3 eine Seitenansicht des Winkelsteckverbinders der1 , -
4 eine Rückansicht des Winkelsteckverbinders der3 , -
5 eine vergrößerte Ansicht der2 , -
6 einen vergrößerten Längsschnitt durch die in den2 und5 gezeigte Schirmhülse, -
7 eine Seitenansicht eines geraden und geschirmten Steckverbinders mit einem Steckerkontakteinsatz und einer Überwurfschraube, -
8 eine Stirnansicht des Steckverbinders der7 von rechts, -
9 eine Stirnansicht des Steckverbinders der7 von links, -
10 einen Schnitt durch den Steckverbinder der7 längs der Linie X-X, -
11 eine Seitenansicht eines geraden Steckverbinders mit einem Buchsenkontakteinsatz und einer Überwurfmutter, -
12 eine Stirnansicht des Steckverbinders der11 von rechts, -
13 eine Stirnansicht des Steckverbinders der11 von links und -
14 einen Schnitt durch den Steckverbinder der11 längs der Linie XIV-XIV. - Der in den
1 –4 dargestellte Winkelsteckverbinder1 weist einen Steckereinsatz2 aus einem Kunststoff-Kontaktträger3 und einem von diesem getragenen Steckerkontaktsatz4 , eine mit einem Außenringanschlag5 des Kontaktträgers3 zusammenwirkende, auf diesem sitzende, metallene Überwurfschraube6 und eine metallene Endhülse7 auf, die Leitungsanschlüsse8 des Kontaktträgers3 abdeckt. Die Verbindung zum Kabel ist hierbei nicht dargestellt. Die Überwurfschraube6 ist, wie insbesondere aus den3 und4 hervorgeht, mit einem Außengewinde10 , einem daran anschließenden Rändelbund11 und einem daran anschließenden Sechskant12 zur Schlüsselbetätigung versehen. Erfindungsgemäß ist eine besonders ausgebildete, metallene Schirmhülse9 auf dem Kontaktträger3 vorgesehen. - Der so aufgebaute Winkelsteckverbinder ist in
5 vergrößert dargestellt. Die Schirmhülse9 ist in6 vergrößert dargestellt. - Die Schirmhülse
9 weist an demjenigen Ende, das der Überwurfschraube6 zugewandt ist, am Umfang mehrere abgewinkelte Rastfedern, wie die Rastfeder13 , auf, die jeweils am Ende mit einer Rastnase, wie die Rastnase14 , versehen ist. Die Rastnase14 weist in einer zur Längsachse des Steckverbinders1 parallelen Richtung zu einem Innenbund15 der Überwurfschraube6 und greift nach5 in eine Rastvertiefung16 ein. Solche Rastvertiefungen sind auf der Innenseite des Innenbunds15 in Form von radialen Nuten verteilt angeordnet. Bei der Verschraubung der Überwurfmutter mit dem nicht dargestellten Gegensteckverbinder sorgen diese Rastnasen14 und Rastvertiefungen16 für eine Verdrehsicherung der Überwurfschraube6 , wenn der Steckverbinder beispielsweise Erschütterungen ausgesetzt werden würde. - Durch die federnde Ausführung der Rastnasen
14 ist immer ein Anliegen in den Rastvertiefungen16 und somit eine Verdrehsicherung der Überwurfschraube6 gewährleistet, unabhängig von den sich ergebenden Längentoleranzen des Kontaktträgers3 und der Überwurfschraube6 . - Die Schirmhülse
9 (6 ) ist ferner mit vier Federkontakten, wie dem Federkontakt17 oder18 , versehen, die durch Ausstanzen eines U-förmigen Bereichs19 der Schirmhülsenwandung hergestellt sind. Diese Federkontakte liegen nahe den Rastfedern13 im Bereich des Innenbunds15 und weisen eine kugelabschnittsförmige Kontaktfläche20 oder21 auf, die durch Prägen hergestellt ist. - Vorteilhafterweise sind 4 Federkontakte um je 90° versetzt angeordnet und führen so zu einer Zentrierung der Überwurfschraube
6 . - Schließlich ist die Schirmhülse
9 mit mindestens einem Sackschlitz22 versehen, der von dem der Überwurfschraube zugewandten Schirmhülsenende ausgeht und in Schirmhülsenlängsrichtung verläuft. Der Kontaktträger3 ist in nicht dargestellter Weise mit mindestens einer entsprechenden Rippe zum Eingriff in den Sackschlitz22 versehen. Dadurch wird eine Verdrehung der Schirmhülse9 auf dem Kontaktträger3 vermieden. - Die metallene Endhülse
7 (5 ) ist in nicht dargestellter Weise, beispielsweise durch Rastung, elektrisch mit der Schirmhülse9 und mechanisch mit dieser und dem Kontaktträger3 verbunden. - Wenn die Überwurfschraube
6 mit dem Gegensteckverbinder verschraubt wird, gleitet der Innenbund15 über die Kontaktflächen20 ,21 . Durch die Federwirkung wird eine sichere Schirmverbindung zwischen der Schirmhülse9 und der Überwurfschraube6 hergestellt. Insgesamt ist somit ein ununterbrochener Schirm der Leitungen und Steckerkontakte4 geschaffen. Gleichzeitig wird durch Rastung der Rastfedern13 in den Rastvertiefungen16 die Verdrehsicherheit der Überwurfschraube6 gewährleistet. - In den
7 –10 ist ein Beispiel für einen geraden Steckverbinder1' wiedergegeben, der dem Steckverbinder1 bis auf die gerade Endhülse7' gleicht. In10 sind dabei die Steckerkontakte4 weggelassen worden. - In den
11 –14 ist ein Beispiel für einen geraden Steckverbinder1'' wiedergegeben, der vom Steckverbinder1' abweichend mit einem Buchsenkontaktsatz4' und einer Überwurfmutter6' ausgestattet ist. Es ist eine gerade Endhülse7'' vorgesehen. Ebenso ist eine gewinkelte Ausführung nach den1 –4 möglich. Der Kontaktträger3' ist mit einem Außenbund23 versehen, der als Anschlag für die Überwurfmutter6' dient. Auf der anschlagfernen Seite des Außen bunds23 ist eine Ringdichtung24 auf dem Kontaktträger3' angeordnet. Die Überwurtmutter6' weist ein Innengewinde25 auf. Bei der Verschraubung der Überwurfmutter6' mit der nicht dargestellten Überwurfschraube des Gegensteckverbinders unterstützt die Ringdichtung24 die Rüttelsicherheit der Verschraubung und dient gleichzeitig der Abdichtung der elektrischen Kontakte4 und4' vor Umwelteinflüssen. Die Schirmhülse9 ist wie in6 ausgebildet.
Claims (5)
- Elektrischer Steckverbinder aus einem mit einem Außenringanschlag versehenen Kontaktträger, einem mit dem Außenringanschlag zusammenwirkenden, metallenen Überwurfgewindestück (Überwurfmutter oder -schraube) zur Verbindung mit einem Gegensteckverbinder, einer auf dem Kontaktträger angeordneten und mit dem Überwurfgewindestück in elektrischer Verbindung stehenden Schirmhülse und aus einer mit dieser in elektrischem Kontakt stehenden, metallenen Endhülse, die die Kabelanschlüsse des Kontaktträgers abdeckt und mit diesem form- und kraftschlüssig verbindbar ist, wobei Überwurfgewindestück und Schirmhülse Rastmittel zur Verdrehsicherung des Überwurfgewindestücks aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass am Umfang des dem Überwurfgewindestücks (
6 ,6' ) zugewandten Endes der Schirmhülse (9 ) mehrere nach außen abgewinkelte Rastfedern (13 ) mit Rastnasen (14 ) vorgesehen sind, die in einer zur Längsachse des Steckverbinders parallelen Richtung zu einem Innenbund (15 ) des Überwurfgewindestücks (6 ,6' ) weisen, und dass in der Wandung der Schirmhülse (9 ) mindestens ein federnder Schleifkontakt (17 ,18 ) ausgebildet ist, der in elektrische Verbindung mit dem Überwurfgewindestück (6 ,6' ) bringbar ist. - Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schleifkontakt (
17 ,18 ) eine durch Ausstanzen hergestellte Feder ist, die eine durch Prägen hergestellte, erhabene Kontaktfläche (20 ,21 ) aufweist. - Steckverbinder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktfläche (
20 ,21 ) kugelabschnittsförmig ausgebildet ist. - Steckverbinder nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Schleifkontakte vorzugsweise 3 oder 4 ist, die gleichmäßig auf dem Umfang der Schirmhülse (
9 ) verteilt sind. - Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schirmhülse (
9 ) mindestens einen Sackschlitz (22 ) aufweist, der von dem dem Überwurfgewindestück zugewandten Schirmhülsenende ausgeht und in Schirmhülsenlängsrichtung verläuft, und das der Kontaktträger (3 ) mindestens eine Rippe zum Eingriff in den Sackschlitz (22 ) aufweist.
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