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Die Erfindung betrifft eine elektrische Maschine, mit einem Stator, der im Wesentlichen aus einem Statorblechpaket mit einer Wicklung besteht, dass aus einzelnen stapelbaren Statorblechen gebildet ist, und das über ein Kühlmittel kühlbar ist.
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Elektrische Maschinen werden je nach Anwendung mit unterschiedlichen Kühlungen ausgerüstet. Bekannte Kühlverfahren sind Strahlungskühlung und Eigenkonvektionsluftkühlung bei Klein- und Servomotoren, forcierte Luftkühlung bei Standard- und Traktionsmotoren sowie Flüssigkeitskühlung bei Einbaumotoren und Kraftwerksgeneratoren. Durch die Leistungsfähigkeit der Kühlung wird dabei die Ausnutzung der Elektromaschine wesentlich bestimmt. Als ein weiteres Unterscheidungsmerkmal elektrischer Maschinen ist die konstruktive Gestaltung des Stators maßgeblich. Es sind sowohl Gehäusemotoren bekannt, bei denen die Lagerung des Rotors über ein um den Stator geschlossenes Gehäuse maßlich festgelegt ist (siehe z.B. die Schrift
DE 100 19 914 A1 ), als auch gehäuselose Motoren, bei denen das Blechpaket des Stators selbst als bestimmendes Element für die Maßkette der Rotorlagerung verwendet wird. Für die Kühlung solcher Motoren werden, wie beispielsweise in der
DE 197 16 758 C2 , der
DE 100 05 128 B4 , der
DE 100 19 914 A1 ,
JP H07- 264 810 A oder der
DE 102 22 409 A1 beschrieben, oberflächenvergrößernde Ausstanzungen in die Bleche des Stators eingefügt, die durch das Stapeln der Bleche einen oder mehrere axiale Kühlkanäle ausformen. Im Stand der Technik werden axiale Kühlkanäle für verschiedene Maschinenkonfigurationen beschrieben, siehe beispielsweise DD 2 04 187 A1 für nicht-rotationssymmetrische Statorblechpakete oder die
EP 1 209 796 A2 für die Anordnung der Kanäle zwischen dem Außenbereich des Stator und einem Maschinengehäuse oder die
EP 0 155 405 A1 für eine wicklungsnahe Gaskühlung bei Turbogeneratoren oder die
US 5,982,071 A für einen luftgekühlten Stator mit axial verlaufenden Kühlkanälen. Insbesondere bei den in Kraftfahrzeugen verwendeten elektrischen Maschinen für Hybrid- oder Elektroantriebe oder für Startergeneratoren wird ein möglichst hoher Ausnutzungsgrad bei einer gleichzeitig kompakten und gewichtssparenden Bauweise angestrebt.
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Nachteilig bei der bekannten elektrischen Maschinen wirkt sich aus, dass die bisherigen Maßnahmen zur Statorkühlung zu konstruktiven Einschränkungen, insbesondere in Bezug auf die Konstruktion hochausgenutzter elektrischer Maschinen mit einer Flüssigkeitskühlung, führen. Der Einsatz einer Flüssigkeitskühlung an einer vergrößerten Motoroberfläche setzt bei den bekannten Maschinen einen Gehäusemotor mit einem, den Stator umgebenden Kühlmantel oder die Verwendung axialer Kühlkanäle innerhalb der Statorbleche voraus. Bei der Verwendung herkömmlicher axialer Kühlkanäle wird relativ viel zusätzlicher Bauraum für die Anbringung der Kühlungszu- und -ableitungen in axialer Richtung benötigt. Bei der Verwendung eines Gehäusemotors entstehen konstruktiv bedingt zusätzliche Wärmebarrieren an den erforderlichen Fügeflächen zwischen Statorblechpaket und Gehäuse. Bei der üblichen Verwendung eines für die Wärmeableitung vorteilhaften metallischen Gehäuses entstehen zudem zusätzliche Verluste in diesem Gehäuse, da in hochausgenutzten elektrischen Maschinen das elektromagnetische Feld nicht vollständig im Joch abgebaut wird und das verbleibende elektromagnetische Restfeld im metallischen Gehäuse Wirbelströme hervorruft.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die bekannten elektrischen Maschinen so zu verbessern, dass sie eine effektivere Statorkühlung ermöglichen.
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Diese Aufgabe wird in Verbindung mit dem Oberbegriff des Anspruches 1 dadurch gelöst, dass an den einzelnen Statorblechen Konturierungen und/oder Ausnehmungen ausgebildet sind, die in dem zusammengefügten Statorblechpaket eine sich im Bereich des Außenumfangs des Statorblechpaketes erstreckende Kühlkanalstruktur von einer Vielzahl zusammenhängender Kühlkanäle bilden, die von dem Kühlmittel durchströmbar sind, wobei die Kühlkanalstruktur wenigstens Kühlkanäle in axialer Richtung und Kühlkanäle in Umfangsrichtung aufweist.
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Durch die erfindungsgemäße Gestaltung des Statorblechpaketes mit einem System von zusammenhängenden Kühlkanälen (Kühlkanalstruktur) im Bereich des Außenumfangs, wird eine effektivere Kühlung des Stators ermöglicht. Die Strömungswege in axialer Richtung und in Umfangsrichtung an der Oberfläche des Motors können insbesondere durch fortlaufend versetztes oder wechselseitig versetztes Aufeinanderlegen gleich konturierter Bleche geschaffen werden, was besonders kostengünstig ist, da alle dafür benötigten Statorbleche auf einem Werkzeug hergestellt werden können. Die einzelnen Statorbleche können jedoch auch, zumindest teilweise, verschiedene und/oder verschieden positionierte Ausnehmungen und/oder Konturierungen aufweisen. Unter Konturierungen werden dabei formgebende Elemente verstanden, die die Außenkonturen der Statorbleche gestalten.
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Durch die effektivere Kühlung kann die elektrische Maschine, bezogen auf das verbaute Volumen bzw. das eingesetzte Material, höher ausgenutzt werden. Dies wird insbesondere dadurch erreicht, dass das Kühlsystem direkt am Stator, für die Wärmeabgabe an das Kühlmittel, eine signifikant vergrößerte Fläche zur Verfügung stellt und der Wärmeübergangskoeffizient durch den in dem Kühlkanalsystem verwirbelten Kühlmittelstrom erhöht ist. Weiterhin wird Volumen, welches gewöhnlich für ein Statorgehäuse genutzt wird, für eine Vergrößerung des Stators selbst zugänglich. Die im Statorgehäuse üblicherweise auftretenden Kühlverluste durch Wärmebarrieren sowie elektromagnetische Verluste durch metallische Kühlmäntel entfallen. Dadurch wird der Wirkungsgrad der Maschine und der Wärmehaushalt verbessert. Beides bewirkt die Absenkung der Betriebstemperatur bei beibehaltener Leistung und/oder die erhöhte Leistungsfähigkeit der Maschine. Durch die besonders vorteilhafte Ausgestaltung (Konturierung) des Statorblechpakets wird außerdem die elektromagnetische Abstrahlung des Motors vermindert. Weiterhin wird für die vorgeschlagene Anordnung bei gleicher Leistungsfähigkeit der Maschine weniger Material benötigt, wodurch sich Kosten und Gewicht reduzieren.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind an den Außenumfängen der einzelnen Statorblech Konturierungen ausgebildet, die eine zum Außenumfang hin offene Kühlkanalstruktur bilden.
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Durch die erfindungsgemäße Ausformung der Außenkontur der Statorbleche zu einer offenen Kühlkanalstruktur, wird eine erhebliche Vergrößerung der Oberfläche erzeugt, die den, im Wesentlichen freien, Fluss des Kühlmittels in axialer und in Umfangsrichtung ermöglicht. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, zur Oberflächenvergrößerung an der Statoroberfläche ein Gehäuse einzusetzen. Es ist lediglich eine Umhüllung des Kühlkanals vorzusehen, welche, wie bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, nunmehr aus einem schlecht wärmeleitenden und somit auch elektrisch isolierenden Material gefertigt werden kann. Weiterhin kann auf diese Weise bei gleichem Außendurchmesser der elektrischen Maschine ein größerer magnetisch wirksamer Durchmesser des Stators gewonnen werden, wodurch sich die Ausnutzung der elektrischen Maschine durch ein breiteres Joch und/oder tiefere Nuten und/oder einen größeren Luftspaltdurchmesser erhöht. Wie bei den gehäuselosen Maschinen kann die Maßkette für die Lagerung des Rotors durch das Blechpaket des Stators festgelegt werden und die am Stator angreifenden Kräfte können durch eine Verspannung des Stators mit axial angebrachten Flanschen bzw. Lagerschilden ausgeleitet werden. Für den Fall, dass das Kühlmittel von bestimmten anderen Teilen des Stators fernzuhalten ist (zum Beispiel bei einer Wasserkühlung in einer Elektromaschine mit erhöhter Spannung), können die Statorbleche miteinander dichtend verklebt werden. Dafür kann bei geringen Anforderungen an die Isolation auf die an sich bekannte Backlack-Technologie für die Fertigung von Statorblechpaketen zurückgegriffen werden. Als weitere Verfahren zur Abdichtung seien beispielsweise der Verguss der Wicklungsnuten oder das nachträgliche Tränken des Stators mit einem Lack oder Harz aufgeführt.
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Bei der Stapelung des Blechpaketes aus außenkonturierten Blechen ist unter Berücksichtigung der Wicklung des Stators zu beachten, dass eine Periodizität der die Kühlstruktur bildenden Außenkontur nicht mit der Periodizität einer Nutung der elektrischen Maschine übereinstimmt, und dass eine Zahnbreite der Außenkontur kleiner als die Nutbreite der Außenkontur ist. Ein eventuell zusätzlich vorgesehener Bereich für eine Verzahnung des Stators mit der äußeren Umhüllung ist von dieser Anforderung an die Periodizität nicht betroffen.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Konturierungen an den Außenumfängen der Statorbleche als zahnförmige, in axialer Richtung des Statorblechpaketes zueinander versetzte Vertiefungen und/oder Erhöhungen ausgebildet, die, in Verbindung mit einer vorgegebenen Stapelfolge der einzelnen Statorbleche, eine netzartige Kühlkanalstruktur wenigstens in axialer Richtung und in Umfangsrichtung bilden. Durch die netzartige Kühlkanalstruktur wird die Strömung des Kühlmittels vielfach gebrochen, wodurch die Ausbildung einer turbulenten Strömung mit einer verbesserten Kühleffizienz begünstigt wird.
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Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weisen die konturierten Statorbleche unterschiedliche Außendurchmesser auf, durch die, in Verbindung mit einer vorgegebenen Stapelfolge von Statorblechen, sich in radialer Richtung erstreckende Kühlkanäle ausbilden. Durch die Anordnung verschieden großer Statorbleche nebeneinander, können auf einfache Weise zusätzliche Kühlmittelwege innerhalb des Blechpaketes in radialer Richtung erzeugt werden. Dadurch wird die Effektivität der Statorkühlung nochmals verbessert. Dabei ist eine exakte Abwechslung von Statorblechen mit großem und mit kleinem Außendurchmesser nicht notwendig, vielmehr können die thermischen und die hydraulischen Parameter der Kühlung mit einer geeigneten Stapelfolge gezielt abgestimmt werden.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weisen mehrere aufeinanderfolgende Statorbleche, die benachbart zu einer Armatur für einen Kühlmitteleinlass/-auslass an dem Statorblechpaket angeordnet sind, den gleichen Außendurchmesser auf. Dadurch, dass die Statorbleche im Bereich der Armaturen für den Kühlmitteleinlass/-auslass den gleichen Außendurchmesser haben, wird in diesen Abschnitten eine im Wesentlichen axiale Verteilung des Kühlmittels erzielt. Dadurch wird eine für die Kühlwirkung ungünstige Vermischung des Kühlmittels zwischen Ein- und Auslass zuverlässig vermieden und der Einsatz besonders kompakter (konzentrierter) Armaturen ermöglicht.
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Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Umhüllung als eine Fügehilfe zur Fixierung des Statorblechpaketes ausgebildet. Das Statorblechpaket kann beispielsweise durch Einschrumpfen, Einpressen oder Einkleben mit der äußeren Umhüllung gefügt werden. Dadurch werden die an dem Statorblechpaket angreifenden mechanischen Kräfte besser abgeleitet, wodurch eine Verspannung des Stators mit den üblicherweise axial angebrachten Flanschen oder Lagerschilden zumindest teilweise entlastet wird. Dies kann auch dadurch erreicht werden, wie bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass an der Umhüllung und an dem Statorblechpaket Fixierelemente ausgebildet sind, die als eine kraft- und formschlüssige Fixierung zwischen der Umhüllung und dem Statorblechpaket wirksam sind. Dafür sind insbesondere Fasen oder Verzahnungen geeignet, die an der Umhüllung und dem Statorblechpaket ausgebildet sind. Die Verzahnung kann auch durch die konturierte Kühlstruktur selbst hergestellt werden. Die Fixierelemente sind vorzugsweise nur in denjenigen Abschnitten des Statorblechpaketes angeordnet, die nicht für die Ausbildung von Kühlkanälen in Umfangsrichtung vorgesehen sind. Dies sind insbesondere Bereiche des Umfangs der elektrischen Maschine, die wegen der konstruktiven Anbindung von Armaturen, beispielsweise für einen Kühlmitteleinlass/- auslass, nicht für die Ausbildung eines Kühlkanals in Umfangsrichtung benötigt werden. Dadurch wird der Kühlmittelfluss in der Kühlstruktur durch die Fixierelemente nicht unnötig behindert.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind in den Statorblechen, in axialer Richtung des Statorblechpaketes, zueinander versetzte lochartige Ausnehmungen ausgebildet sind, die, in Verbindung mit einer vorgegebenen Stapelfolge der einzelnen Statorbleche, eine zum Außenumfang hin geschlossene Kühlkanalstruktur von zusammenhängenden Kühlkanälen wenigstens in axialer Richtung und in Umfangsrichtung bilden.
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Es ist auch denkbar, dass die Kühlkanalstruktur nicht durch offenen Konturierungen (Zähne) sondern durch Löcher (rund, oval, rhombisch, etc.) am Außenumfang der Statorbleche ausgebildet ist. Dadurch ist die Außenkontur des Stators geschlossen und die Notwendigkeit einer zusätzlichen äußeren Umhüllung der Kühlkanalstruktur entfällt. Da der magnetische Widerstand einer solchen Ausformung im Bereich der Löcher wesentlich größer ist als im nicht strukturierten äußeren Bereich, wird das magnetische Feld bis zur Außenkontur der Statorbleche stärker abgebaut als bei vollen Blechen sonst gleicher Abmessungen. Wegen einer verminderten Sättigung der Außenkontur des Statorblechpaketes ergibt sich damit eine zusätzliche elektromagnetische Schirmwirkung, die unerwünschte elektromagnetische Abstrahlungen der Maschine stark vermindert.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung und den beigefügten Zeichnungen, in denen bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung beispielhaft veranschaulicht sind.
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In den Zeichnungen zeigen:
- 1: Eine schematische Darstellung eines Statorblechpaketes einer elektrische Maschine mit einem runden Querschnitt, mit zahnförmig konturierten Statorblechen in einer Vorderansicht im Schnitt, in einem im Vergleich zu den 2 bis 6 größeren Maßstab,
- 2a: eine Seitenansicht im Schnitt der elektrischen Maschine mit Statorblechen unterschiedlichen Außendurchmessers, die radiale Kühlkanäle formen, und mit einem aufgesetzten Kühlmitteleinlass/- auslass,
- 2b: eine Vorderansicht im Schnitt der elektrischen Maschine von 2a,
- 3a: eine Seitenansicht im Schnitt der elektrischen Maschine mit einem in das Statorblechpaket integrierten Kühlmitteleinlass/-auslass,
- 3b: eine Vorderansicht im Schnitt der elektrischen Maschine von 3a,
- 4: eine Vorderansicht im Schnitt der elektrischen Maschine mit einer Umhüllung, die mit dem zahnförmig konturierten Statorblechpaket verzahnt ist sowie ein vergrößerter Ausriss der Figur,
- 5: eine Vorderansicht im Schnitt der elektrischen Maschine mit einer geschlossenen Kühlkanalstruktur, mit Fasen an der Umhüllung und an dem Statorblechpaket, und
- 6: eine Vorderansicht im Schnitt der elektrischen Maschine mit der geschlossenen Kühlkanalstruktur ohne Umhüllung, mit einem sechsec igen Querschnitt.
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Eine elektrische Maschine weist ein Statorblechpaket 1 mit einzelnen Statorblechen 2 auf, an den Konturierungen 3 ausgebildet sind, die in dem gestapelten Blechpaket 1 eine Kühlkanalstruktur 12 bilden.
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Die elektrische Maschine ist in an sich bekannter Bauweise als ein rotierender Elektromotor ausgebildet. Auf einer Welle 10 ist ein Rotor 8 drehbar gelagert. Der Rotor 8 ist - beabstandet durch einen Luftspalt - von dem feststehenden Blechpaket 1 aus ringförmigen Statorblechen 2 umgeben. Das Blechpaket 1 bildet mit einer nicht dargestellten Wicklung den Stator der Maschine. Das Blechpaket 1 wird an seinen Stirnseiten von Lagerschilden 9 begrenzt. Die sogenannte Maßkette des Motors ist über das Statorblechpaket 1 festgelegt.
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In der schematischen Darstellung in 1 sind zwei hintereinander liegende, runde Statorbleche 2 angedeutet. Die Statorbleche 2 sind jeweils zahnförmig konturiert, d.h. weisen einen zahnradförmigen Umriss auf und sind gegeneinander verdreht, so dass die einzelnen Konturierungen (Zähne) 3 versetzt erscheinen. In gleicher Weise sind die weiteren (nicht dargestellten) Statorbleche angeordnet. An dem Außenumfang des fertigen Stapels 1 ergibt sich daraus eine Kühlkanalstruktur 12, die zum Umfang hin offen ist, mit einer quasi freien Kühlmittelführung im Außenbereich des Blechpaketes 1. Die Oberfläche des Statorblechpaketes 1 erscheint als ein igelförmiger Mantel (Kühligel), der zur Abdeckung mit einer, vorteilhaft wärme- und elektrisch isolierenden, Umhüllung 5 umgeben ist.
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In 2a sind einzelne Kühlkanäle 13 angedeutet. Die einzelnen Statorbleche 1 sind mit unterschiedlichen Außendurchmessern 14 ausgebildet und in einer teilweise unregelmäßigen Abfolge nebeneinander angeordnet (gestapelt). Die Konturierungen 3 (1) und die Außendurchmesser-Variationen (2a) ergeben die Kühlkanalstruktur 12, mit Kühlwegen in Umfangsrichtung (angedeutet durch einen Pfeil 15), axialer Richtung (angedeutet durch einen Pfeil 16) und in radialer Richtung (angedeutet durch einen Pfeil 17). Weiterhin ist ein Kühlmitteleinlass/-auslass 11 mit einer nicht explizit dargestellten Armatur vorgesehen, über den ein Kühlmittel (eine Kühlflüssigkeit) zuführbar, bzw. abführbar ist. Während der Kühlmitteleinlass/-auslass 11 in 2a+b am Umfang des Blechpaketes 1 aufgesetzt ist, ist in einer weiteren Ausführungsform (3a+b) ein integrierter Kühlmitteleinlass/-auslass 11' mit axialer Kühlmittelführung gezeigt.
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In einer weiteren Ausführungsform (4) ist das Statorblechpaket 1 mit der Umhüllung 5 über eine Verzahnung 6 fixiert. Die Verzahnung fungiert gleichzeitig als eine Momentenabstützung. Die Verzahnung 6 sowie die beiden hintereinander liegenden Statorbleche 2 mit versetzten zahnförmigen Konturierungen (Vertiefungen / Erhöhungen) sind in dem vergrößerten Ausriss der 4 besonders deutlich zu erkennen.
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5 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei der an den Außenumfängen der Statorbleche 2 ovale Lochkreise, bzw. Ausnehmungen 4 ausgestanzt sind. Die Lochkreise der einzelnen Bleche 2 sind zueinander versetzt, so dass sich wiederum eine freie Kühlmittelführung, die sich im Vergleich zu der Kühlkanalstruktur 12 jedoch als eine zum Außenumfang hin geschlossene Kühlkanalstruktur 12' darstellt. Die Umhüllung 5 ist hier über Fasen 7 gegenüber dem Blechpaket 1 maßlich fest positioniert.
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6 zeigt schließlich eine Ausführungsform mit einem im Querschnitt sechseckigen Statorblechpaket 1 und der geschlossenen Kühlkanalstruktur 12'. Hier ist auf eine Umhüllung 5 zur Abdeckung, bzw. Isolierung und/oder Momentenabstützung verzichtet und eine Verspannung 18 mit den Lagerschilden 9 angedeutet.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Statorblechpaket
- 2
- Statorblech
- 3
- Konturierung
- 4
- Ausnehmung
- 5
- Umhüllung
- 6
- Verzahnung
- 7
- Fase
- 8
- Rotor
- 9
- Lagerschild
- 10
- Welle
- 11, 11'
- Kühlmitteleinlass/-auslass
- 12, 12'
- Kühlkanalstruktur
- 13
- Kühlkanal
- 14
- Außendurchmesser
- 15
- Umfangsrichtung
- 16
- axiale Richtung
- 17
- radiale Richtung
- 18
- Verspannung