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DE102005021484A1 - Vorrichtung zur Erwärmung eines zylindrischen metallenen Werkstücks oder Werkstückabschnitts - Google Patents

Vorrichtung zur Erwärmung eines zylindrischen metallenen Werkstücks oder Werkstückabschnitts Download PDF

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DE102005021484A1
DE102005021484A1 DE102005021484A DE102005021484A DE102005021484A1 DE 102005021484 A1 DE102005021484 A1 DE 102005021484A1 DE 102005021484 A DE102005021484 A DE 102005021484A DE 102005021484 A DE102005021484 A DE 102005021484A DE 102005021484 A1 DE102005021484 A1 DE 102005021484A1
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DE
Germany
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workpiece
inductor elements
section
lateral surface
inductor
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE102005021484A
Other languages
English (en)
Inventor
Peter Dillenberger
Timo Ziegler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schaeffler Technologies AG and Co KG
Original Assignee
Schaeffler KG
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Publication date
Application filed by Schaeffler KG filed Critical Schaeffler KG
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Publication of DE102005021484A1 publication Critical patent/DE102005021484A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D1/00General methods or devices for heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering
    • C21D1/34Methods of heating
    • C21D1/42Induction heating
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
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    • Y02P10/00Technologies related to metal processing
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Abstract

Um eine Vorrichtung zur Erwärmung eines zylindrischen metallenen Werkstücks (2) oder Werkstückabschnitts mittels elektromagnetischer Induktion zu schaffen, die bei verringertem Energieeinsatz und reduziertem anlagentechnischen Aufwand eine wirkungsvolle Erwärmung dieses Werkstücks (2) oder Werkstückabschnitts gewährleistet, sind eine Mehrzahl von separat wirkenden Induktorelementen (1) in Form von Induktionsspulen vorgesehen, die ihrerseits derart über die zu erwärmende Mantelfläche (4) des Werkstücks (2) oder Werkstückabschnitts verteilt angeordnet sind, dass das Werkstück (2) oder der Werkstückabschnitt im Außenfeld (3) der realisierten Magnetfelder der Mehrzahl von Induktorelementen (1) angeordnet ist.

Description

  • Gebiet der Erfindung
  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erwärmung eines zylindrischen metallenen Werkstücks oder Werkstückabschnitts mittels elektromagnetischer Induktion.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Derartige Vorrichtungen sind seit geraumer Zeit bekannt. Sie zeichnen sich im Wesentlichen dadurch aus, dass eine elektrische Primärspule, auch als Induktor oder Induktionsspule bezeichnet, durch einen Wechselstrom ein Magnetfeld erzeugt, welches in einer Sekundärspule, die ihrerseits durch ein metallenes Werkstück gebildet ist, eine elektrische Spannung induziert. Diese induzierte Spannung hat wiederum einen Wechselstromfluss innerhalb des Werkstücks bzw. eines Werkstückabschnitts zur Folge, der seinerseits eine Erwärmung des Werkstücks oder Werkstückabschnitts bewirkt. Die induktive Erwärmung ist demgemäß ein unmittelbares Erwärmungsverfahren, indem die Wärme im Werkstück selbst durch die Umsetzung der elektrischen Energie in Wärme bewirkt wird. Der Induktor bzw. die Induktionsspule ist dabei überwiegend durch eine oder mehrere Windungen gebildet.
  • Die Intensität der Erwärmung ist im Wesentlichen von einem starken elektromagnetischen Feld, vom Werkstückwiderstand, der sich seinerseits aus dem Metallwerkstoff ableitet, und von der magnetischen Kopplung der Induktorspule zum Werkstück abhängig. Die induzierten Wechselströme fließen überwiegend an der Werkstückoberfläche. Je höher die gewählte Frequenz des angelegten Wechselstroms ist, desto mehr konzentriert sich der Stromfluss in der Werkstückoberfläche, welches auch als so genannter "Skin-Effekt" bekannt ist.
  • Was die magnetische Kopplung der Induktorspule zum Werkstück anbelangt, kann das Werkstück entweder im Innenfeld oder im Außenfeld der Induktorspule angeordnet sein. Ein diesbezüglicher Stand der Technik wird beispielsweise gebildet durch das Fachbuch Dubbel, 20. Auflage, S. V60, Ziff. 7.3.3., Bild. 6).
  • Für zylindrische oder ähnlich geformte Werkstücke wie Bolzen, Zahnräder und dergleichen, wird zur Erwärmung derselben, beispielsweise zum Oberflächenhärten, bekanntermaßen eine Anordnung dieser Werkstücke im Innenfeld einer Induktorspule favorisiert. Im Hinblick darauf sind aus der JP-A-08-150524 ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Erwärmen eines Lagerinnenrings und zum Abziehen desselben von einer Hohlwelle bekannt, welche ihrerseits aufgrund von Press- bzw. Schrumpfmaßnahmen kraft- und formschlüssig fest miteinander verbunden sind. Lagerinnenring und Hohlwelle werden dabei von einer spiralförmig ausgebildeten Induktorspule umschlossen.
  • In der Praxis hat sich jedoch zum einen gezeigt, dass infolge dieser Anordnung ein erhöhter Energieaufwand zu verzeichnen ist, der seinerseits mit einem vergleichsweise großen anlagentechnischen Aufwand einhergehend. Zum anderen kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch die Hohlwelle mit erwärmt wird, welches sich nachteilig auf das an sich bezweckte Abziehen des Lagerinnenrings von der Hohlwelle auswirken kann.
  • Ferner ist es aus dem oben genannten Fachbuch Dubbel, 20. Auflage, S. V60, Ziff. 7.3.3, Bild 6 bekannt, ein zylindrisches Werkstück selektiv bzw. punktuell zu erwärmen, wobei das Werkstück in das Außenfeld einer entsprechend positionierten Induktorspule angeordnet wird.
  • Darüber hinaus sind aus der Praxis induktive Banderwärmungsanlagen für ein Walzband bekannt, wobei eine Mehrzahl beidseitig des Walzbandes über die Fläche desselben verteilte Induktionsspulen angeordnet sind, die ihrerseits mittels ihres Außenfeldes das Walzband erwärmen.
  • Aufgabe der Erfindung
  • Ausgehend von den dargelegten Nachteilen der Lösungen des bekannten Standes der Technik liegt der Erfindung deshalb die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung zur Erwärmung eines zylindrischen metallenen Werkstücks oder Werkstückabschnitts mittels elektromagnetischer Induktion zu schaffen, die bei verringertem Energieeinsatz und reduziertem anlagentechnischen Aufwand eine wirkungsvolle Erwärmung eines solchen Werkstücks oder Werkstückabschnitts gewährleistet.
  • Beschreibung der Erfindung
  • Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass es zwar bekannt ist, ein ebenflächiges Werkstück, wie beispielsweise ein Walzband, zwischen einer Mehrzahl von Induktionsspulen anzuordnen, wobei das Außenfeld der realisierten Magnetfelder die Erwärmung des ebenflächigen Werkstücks bewirkt. Jedoch fehlte der Fachwelt bisher die Einsicht, ein zylindrisches Werkstück in das Au ßenfeld der Magnetfelder einer Mehrzahl von Induktionsspulen anzuordnen, um dasselbe weitestgehend umfassend zu erwärmen, da Außenfelder nach herkömmlicher Auffassung an sich nur eine punktuelle Erwärmungen gestatten.
  • In Abkehr von der herkömmlichen und durch die Fachwelt favorisierten Verfahrensweise wird das vorliegende technische Problem gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 dadurch gelöst, dass zur Erwärmung eines zylindrischen Werkstücks oder Werkstückabschnitts mittels elektromagnetischer Induktion eine Mehrzahl von separat wirkenden Induktorelementen in Form von Induktionsspulen vorgesehen sind, die ihrerseits derart über die zu erwärmende Mantelfläche des Werkstücks oder Werkstückabschnitts verteilt angeordnet sind, dass das Werkstück oder der Werkstückabschnitt im Außenfeld der realisierten Magnetfelder der Mehrzahl von Induktorelementen angeordnet ist. Durch diese Maßnahme wird der Wirkungsgrad der Vorrichtung stark verbessert, da lediglich diejenigen Abschnitte eines Werkstücks erwärmt werden, die auch einer Erwärmung bedürfen.
  • Die Unteransprüche beschreiben bevorzugte Weiterbildungen oder Ausgestaltungen der Erfindung.
  • Danach ist beispielsweise vorgesehen, dass die Mehrzahl von Induktorelementen derart über die Mantelfläche des Werkstücks oder Werkstückabschnitts verteilt angeordnet ist, dass eine weitestgehend umfassende und/oder selektive Erwärmung dieser Mantelfläche möglich ist.
  • In besonders vorteilhafter Weise kann nunmehr trotz Anordnung des Werkstücks oder Werkstückabschnitts im Außenfeld eines jeden Induktorelementes und demgemäß punktueller Wärmeeinwirkung durch die Mehrzahl von Induktorelementen eine nahezu flächenförmige Erwärmung der betreffenden Gesamtmantelfläche bewirkt werden. Ferner kann bedarfsweise eine an sich gewünschte umfassende Erwärmung auch mit einer punktuellen Erwärmung kombiniert werden. Dies bedeutet, dass der Wärmeeintrag über die zu erwärmende Mantelflä che des zylindrischen Werkstücks oder Werkstückabschnitts in weiten Grenzen lokal unterschiedlich eingestellt werden kann, so dass beispielsweise einige Abschnitte einen größeren Wärmeeintrag erfahren als andere Abschnitte.
  • Die Induktorelemente sind zweckmäßigerweise von einem gemeinsamen, dem zu erwärmenden Werkstück oder Werkstückabschnitt zuordenbaren Trägersystem gehalten.
  • Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform eines solchen Trägersystems ist dasselbe durch ein stirnseitig zum zylindrischen Werkstück oder Werkstückabschnitts angeordnetes Grundgestell gebildet, an welchem die Induktorelemente derart befestigt sind, dass diese über der Mantelfläche des zylindrischen Werkstücks oder Werkstückabschnitts positionierbar sind.
  • Das Grundgestell kann durch zwei oder mehr radial ausgerichtete Tragarme gebildet oder nach Art eines Flansches ausgebildet sein, sowie einen oder mehrere zum Werkstück oder Werkstückabschnitt hin abgestellte und über die Mantelfläche desselben reichende Haltearme zur Aufnahme der Induktorelemente aufweisen.
  • Des Weiteren können die Induktorelemente sowohl radial als auch axial zur Mantelfläche des zylindrischen Werkstücks oder Werkstückabschnitts verstellbar ausgebildet sein, wodurch eine Einstellung des jeweils gewünschten Wärmeeintrags möglich ist.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Trägersystems kann dasselbe durch eine Trägermembran mit einer Mehrzahl daran befestigter Induktorelemente gebildet sein.
  • Die Trägermembran kann dabei weitestgehend steif mit einer weitgehend ebenen oder gekrümmten Kontur oder derart biegsam beziehungsweise flexibel ausgebildet sein, dass dieselbe nach Art einer Manschette weitestgehend der Kontur der Mantelfläche des Werkstücks oder Werkstückabschnitts folgend auf oder über der Mantelfläche angeordnet werden kann ist. Insoweit kann es auch sinnvoll sein, der Trägermembran Abstandselemente zur Einstellung oder Gewährleistung einer Beabstandung zur Mantelfläche des Werkstücks oder Werkstückabschnitts zuzuordnen oder diese mit solchen Abstandselementen auszustatten.
  • Wie die Erfindung weiter vorsieht, können die Induktorelemente sowohl eben als auch gekrümmt ausgebildet, also an die Kontur der Mantelfläche weitestgehend angepasst ausgebildet sein.
  • Weiterhin wird im Sinne der Erfindung vorgeschlagen, dass die Induktorelemente einlagig oder mehrlagig beziehungsweise spiralförmig oder wendelförmig ausgebildet sind, wodurch eine weitere Möglichkeit gegeben ist, definiert auf den Wärmeeintrag in das Werkstück oder den Werkstückabschnitt Einfluss zu nehmen.
  • Wie die Erfindung weiter vorsieht, können die Induktorelemente jeweils selbsttragend ausgebildet und/oder von einem Stützelement aufgenommen sein.
  • In Fortbildung der Erfindung kann das Stützelement zur definierten Beeinflussung des magnetischen Flusses als Flussführungselement ausgebildet sein. Durch diese Maßnahme kann in besonders vorteilhafter Weise der aktive Luftspalt "d", welcher durch die Induktorspule zu überwinden ist, minimiert werden.
  • Als Stützelement bietet sich bevorzugt ein Keramikelement mit magnetisch leitfähigen Bestandteilen an, welches den zu erzielenden etwaigen hohen Temperaturen besonders gerecht wird.
  • Aufgrund der Tatsache, dass sich der Stromfluss in der Oberfläche des Leiters konzentriert, können die Induktorelemente rohrförmig ausgebildet und von einem Kühlmittel durchflossen sein, welches sich ebenfalls vorteilhaft auf den Wirkungsgrad der Vorrichtung auswirkt. Als Kühlmittel hat sich insbesondere Wasser bewährt.
  • In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist zumindest ein Temperatursensor zur Erfassung der Temperatur des Werkstücks oder Werkstückabschnitts vorgesehen, der seinerseits eine Überwachung des aktuellen Wärmeeintrags in das Werkstück oder den Werkstückabschnitt erlaubt.
  • In Versuchen hat sich die beschriebene Vorrichtung als besonders vorteilhaft zum Fügen und Lösen einer Press- beziehungsweise Schrumpfverbindung zwischen einem dünnwandigen ringförmigen Werkstück und einem dasselbe tragenden zylindrischen Bauteil, insbesondere zwischen einem Innenring eines Wälzlagers und einer Welle bewährt.
  • Zusammenfassend hat die vorgeschlagene Vorrichtung im Hinblick auf herkömmliche Vorrichtungen den wesentlichen Vorteil, dass diese, insbesondere was die Erwärmung von dünnwandigen Teilen anbelangt, wie relativ kleinen Innenringen von Wälzlagern, eine schnellere Erwärmung bei geringerer Induktorleistung bewirkt. Ferner ist deren Handhabung vergleichsweise einfach sowie die Masse der Induktorelemente und demgemäß auch die Masse der Gesamtvorrichtung reduziert.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäß ausgebildeten Wälzlagers wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen:
  • 1a–c ein einlagiges Induktorelement in verschiedenen Ausführungsformen;
  • 1d ein mehrlagiges Induktorelement in der Draufsicht;
  • 1e ein Querschnitt durch das Induktorelement gemäß 1d;
  • 2a das Induktorelement nach 1a und 1b in seiner Funktion;
  • 2b das Induktorelement nach 1d und 1e in seiner Funktion;
  • 3a eine erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform in der Seitenansicht;
  • 3b die Ansicht "B" nach 3a;
  • 4a die erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß einer weiteren Ausführungsform in der Seitenansicht;
  • 4b eine Draufsicht auf die Vorrichtung gemäß 4a.
  • Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen
  • Ein in den 1a und 1b gezeigtes an sich bekanntes Induktorelement 1 besteht aus einer einlagigen, weitestgehend ebenen Induktionsspule, die ihrerseits von einem Strom durchflossen ist.
  • Mittels einer Vorrichtung, bestehend beispielsweise aus einer Mehrzahl solcher Induktionsspulen kann nunmehr besonders komfortabel unter Anwendung von mittleren oder hohen Frequenzen ein zylindrisches metallenes Werkstück 2 erwärmt werden, indem dieses Werkstück 2 oder ein Werkstückabschnitt vom Außenfeld 3 des von den Induktorelementen 1 bzw. der Induktorspulen ausgebildeten Magnetfeldes beeinflusst wird (2a).
  • Die Induktorelemente 1 bzw. Induktorspulen sind hierbei derart über die Mantelfläche 4 des zylindrischen Werkstücks 2 oder Werkstückabschnitts verteilt angeordnet, dass eine weitestgehend umfassende und/oder eine selektive Erwärmung dieser Mantelfläche 4 möglich ist. Eine solche Mehrfachanordnung von Induktorelemente 1 bzw. Induktorspulen ist beispielsweise in den 3a und 3b sowie 4a und 4b dargestellt.
  • Insofern wird jedes einzelne Induktionselement 1 benachbart zur Mantelfläche 4 des zu erwärmenden Werkstücks 2 oder Werkstückabschnitts positioniert und umschließt demgemäß das zylindrische Werkstück 2 nicht, wie dies herkömmlich vorgesehen wird.
  • In Anpassung des Induktorelements 1 an besondere Oberflächenkonturen des Werkstücks 1 bzw. Werkstückabschnitts, insbesondere eines zylindrischen Werkstücks 1 bzw. Werkstückabschnitts, kann das Induktorelement 1 wie in 1c gezeigt auch von einer Kreisform abweichend gekrümmt ausgebildet sein.
  • Möglich ist es jedoch auch und wird durch die Erfindung mit erfasst, das Induktorelement 1 mehrlagig, also etwa spiralförmig oder wendelförmig auszubilden. Es sind demgemäß mehrere parallel bzw. koaxial übereinander angeordnete Lagen von Induktorspulen vorgesehen, wodurch das auszubildende Magnetfeld vorteilhaft beeinflussbar ist.
  • Die 1d und 1e zeigen ein solches mehrlagig ausgebildetes Induktorelement 1, welches von einem Stützelement 5 aufgenommen ist. Ein solches Stützelement 5 bietet sich insbesondere dann an, wenn das Induktorelement 1 nicht selbsttragend ausgebildet ist.
  • Als zweckmäßig hat sich insbesondere ein Keramikelement erwiesen, welches den etwaigen zu erzielenden vergleichsweise hohen Temperaturen besonders gerecht wird. Jedoch beschränkt sich die Erfindung nicht auf diese Ausführungsform, sondern umfasst alle an sich bekannten und für vorliegenden Anwendungsfall geeigneten Werkstoffe.
  • Das Stützelement 5 kann ferner als so genanntes Flussführungselement aus gebildet sein, wodurch sich der magnetische Fluss definiert beeinflussen lässt. Insoweit bietet es sich an, dass vorliegend vorgesehene Keramikelement mit magnetisch leitfähigen Bestandteilen zu versehen (nicht näher dargestellt).
  • Durch diese Maßnahme lässt sich zum einen ein etwaiger zu überwindender Luftspalt "d" zwischen dem Werkstück 2 und dem Induktorelement 1 vorteilhaft minimieren, zum anderen kann der an sich als nachteilig einzuschätzende Streufluss in die Umgebung wirkungsvoll reduziert werden (2b). Dieses führt aufgrund der Anwendung von mittel- und hochfrequenten Strömen im Ergebnis zu einer erhöhten Sicherheit für das Bedienungspersonal und für benachbart angeordnete Aggregate.
  • Durch eine angestrebte weitestgehend senkrechte Führung des Magnetflusses zum zu erwärmenden Werkstück 2 bzw. Werkstückabschnitt kann fernerhin die für die gewünschte Erwärmung erforderliche Leistung vorteilhaft reduziert werden (2a, 2b).
  • Des Weiteren kann es sinnvoll sein, die genannten Induktorelemente 1 rohrförmig auszubilden. Aufgrund der Nähe der Induktorelemente 1 zum zu erwärmenden Werkstück 2 ist hierdurch die Gelegenheit gegeben, das Induktorelement 1 einfach und kostengünstig zu kühlen. Als Kühlmittel bietet sich insbesondere Wasser an, jedoch sind auch andere flüssige oder gasförmige Kühlmittel möglich (nicht näher dargestellt).
  • Die 2a und 2b zeigen im Besonderen einen Werkstückverbund aus einem zylindrischen, vorliegend dünnwandigen, ringförmigen Werkstück 2, beispielsweise in Form eines Wälzlager-Innenrings, und einem dasselbe tragende zylindrische Bauteil, wie einer Welle 6. Der Wälzlager-Innenring (Werkstück 2) und die Welle 6 sind infolge einer Press- beziehungsweise Schrumpfverbindung, also durch Wärmeeinwirkung kraft- und formschlüssig miteinander verbunden worden.
  • Soll dieser Verbund wieder gelöst werden, ist es sicherlich zweckmäßig, lediglich den Wälzlager-Innenring (Werkstück 2) zu erwärmen, um denselben aufgrund seines dann eintretenden Ausdehnungsverhaltens von der Welle 6 besser abziehen zu können. Insbesondere für diesen Anwendungsfall bietet sich die vorstehende erfindungsgemäße Vorrichtung, bestehend aus einer Mehrzahl von separat wirkenden Induktorelementen 1, die ihrerseits über die zu erwärmende Mantelfläche 4 des Werkstücks 2 anzuordnen sind, an.
  • Eine erste bevorzugte Ausführungsform einer geeigneten Vorrichtung zum Lösen und zum Fügen einer Press- beziehungsweise Schrumpfverbindung der vorstehend erwähnten Art ist im Detail in den 3a und 3b dargestellt.
  • Danach ist ein geeignetes Trägersystem vorgesehen, welches stirnseitig des dünnwandigen, ringförmigen Werkstücks 2 angeordnet ist und zunächst ein Grundgestell 7 mit vier radial nach außen weisenden Tragarmen 8 umfasst. Vorliegend sind die Tragarme 8 kreuzförmig angeordnet und innerhalb der Drehachse der Welle 6 mittels einer Befestigungsschraube 11 an der Welle 6 befestigt.
  • Am freien Ende eines jeden Tragarms 8 ist wiederum je ein zum Werkstück 2 hin abgestellter und über die Mantelfläche 4 des Werkstücks 2 reichender Haltearm 10 zur Aufnahme zumindest eines Induktorelementes 1 befestigt.
  • Die Befestigung der Haltearme 10 ist mittels Befestigungsschrauben 9 bewerkstelligt, die ihrerseits jeweils in einem radial ausgerichteten Langloch 12 geführt sind. Diese Art der Befestigung der Haltearme 10 an den Tragarmen 8 erlaubt eine radiale Verstellbarkeit eines jeden Induktorelements 1 zur Mantelfläche 4 des Werkstücks 2.
  • Wie bereits oben erwähnt, kann durch diese Bauweise der Wärmeeintrag bzw. die Einwirkung eines Magnetfeldes derart vorteilhaft eingestellt werden, dass lediglich das dünnwandige ringförmige Werkstück 2 erwärmt wird und die dassel be tragende Welle 6 weitestgehend keinen Wärmeeintrag erfährt (2a, 2b).
  • Überdies sind hierdurch auch die Voraussetzungen dafür geschaffen, die Vorrichtung an verschiedenste Durchmesser des Werkstückverbundes, bestehend beispielsweise aus Lagerinnenring 2 und Welle 6, anpassen zu können.
  • Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf eine Anzahl von vier Tragarme 8 beschränkt, sondern kann auch mehr oder weniger als vier Tragarme aufweisen. Auch können die Tragarme 8 durch einen nicht näher dargestellten radial ausgerichteten Flansch ersetzt sein.
  • Ebenso kann es angezeigt sein, die Induktorelemente 1 bzw. deren Befestigung am Haltearm 10 in axialer Richtung verstellbar auszubilden, um in axialer Richtung gesehen die Erwärmung auf bestimmte Werkstückabschnitte beschränken zu können (nicht näher gezeigt).
  • Als zweckmäßig wird des Weiteren angesehen, wenn die Vorrichtung zur Erwärmung mit einer an sich bekannten Abzieh- oder auch Aufpressvorrichtung einen Systemverbund ausbildet, und somit ein kompaktes Werkzeug zum Lösen eines ringförmigen Werkstücks 2 von beispielsweise einer Welle 6 oder Fügen eines ringförmigen Werkstücks 2 auf eine Welle 6 geschaffen ist (nicht näher dargestellt).
  • Das Ausführungsbeispiel gemäß den 4a und 4b weist als Trägersystem im Wesentlichen eine Trägermembran 13 bzw. ein Trägerband auf, die ihrerseits mit einer Mehrzahl, vorliegend einreihig angeordneter mehrlagiger Induktorelemente 1 bestückt ist. Hier nicht näher gezeigte mehrreihige Anordnungen sind selbstverständlich durch die Erfindung mit erfasst. Ferner versteht es sich in Kenntnis der Erfindung von selbst, dass eine solche Trägermembran 13 auch wärmefest ausgeführt sein sollte. Geeignete Werkstoffe, beispielsweise Kunststoffe, sind hinlänglich bekannt.
  • Die Trägermembran 13 kann weitestgehend steif und mit einer weitestgehend ebenen oder gekrümmten Kontur, die ihrerseits auch einem Hohlzylinder entsprechen kann, ausgebildet sein (nicht näher dargestellt).
  • Danach können zum Beispiel eine Mehrzahl radial gegenüberliegend angeordnete ebene Trägermembranen 13 in Axialrichtung gesehen über der Mantelfläche 4 des Werkstücks 2 positioniert bzw. an derselben festgelegt sein. Werden demgegenüber weitestgehend steife, jedoch hohlzylinderförmige Trägermembranen 13 zur Anwendung gebracht, können diese axial über den Werkstückverbund geschoben und entsprechend positioniert werden.
  • Als besonders vorteilhaft haben sich jedoch in umfangreichen Versuchen biegsame beziehungsweise flexible Trägermembranen 13 erwiesen, die ihrerseits beispielsweise nach Art einer Manschette weitgehend der Kontur der Mantelfläche 4 eines in den betreffenden 4a und 4b nicht näher gezeigten zylindrischen Werkstücks 2 oder Werkstückabschnitts folgen, und über die Mantelfläche 4 des Werkstücks 2 oder Werkstückabschnitts gewickelt werden.
  • Eine etwaige erforderliche Beabstandung der Trägermembran 13 bzw. deren Induktionselemente 1 zur Mantelfläche 4 kann mittels einfacher wärmefester Abstandselemente realisiert werden (nicht näher gezeigt).
  • Wie insbesondere aus 4b ersichtlich ist, kann die Trägermembran 13 beispielsweise segmentartig ausgebildet sein, wobei jedem relativ steifen Segment 14 zumindest ein Induktionselement 1 zugeordnet ist, welches in der Draufsicht eine runde, quadratische, wie vorliegend rechteckige oder jegliche andere geeignete Gestalt aufweisen kann.
  • Die einzelnen Segmente 14 sind mittels wärmefester Scharniere 15, beispielsweise mittels hochflexibler Abschnitte (Filmscharniere) oder an sich bekannter mechanischer Scharniere 15 zueinander schwenkbeweglich ausgebildet, woraus wiederum der genannte manschettenartige Aufbau resultiert.
  • Schließlich kann zumindest ein nicht näher gezeigter, jedoch an sich bekannter Temperatursensor zur Erfassung der Temperatur des Werkstücks oder Werkstückabschnitts vorgesehen sein, der seinerseits eine Überwachung des aktuellen Wärmeeintrags in das Werkstück oder den Werkstückabschnitt erlaubt. Zweckmäßigerweise ist der Temperatursensor direkt an der Vorrichtung zur Erwärmung angeordnet.
  • 1
    Induktorelement
    2
    Werkstück, Wälzlager-Innenring
    3
    Außenfeld (Magnetfeld)
    4
    Mantelfläche
    5
    Stützelement
    6
    Welle
    7
    Grundgestell
    8
    Tragarm
    9
    Befestigungsschraube
    10
    Haltearm
    11
    Befestigungsschraube
    12
    Langloch
    13
    Trägermembran
    14
    Segment
    15
    Scharniere

Claims (19)

  1. Vorrichtung zur Erwärmung eines zylindrischen metallenen Werkstücks (2) oder Werkstückabschnitts mittels elektromagnetischer Induktion, wobei eine Mehrzahl von separat wirkenden Induktorelementen (1) in Form von Induktionsspulen vorgesehen sind, die ihrerseits derart über die zu erwärmende Mantelfläche (4) des Werkstücks (2) oder Werkstückabschnitts verteilt angeordnet sind, dass das Werkstück (2) oder der Werkstückabschnitt im Außenfeld (3) der realisierten Magnetfelder der Mehrzahl von Induktorelementen (1) angeordnet ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mehrzahl von Induktorelementen (1) derart über die Mantelfläche (4) des Werkstücks (2) oder Werkstückabschnitts verteilt angeordnet ist, dass eine weitestgehend umfassende und/oder eine selektive Erwärmung dieser Mantelfläche (4) möglich ist.
  3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Induktorelemente (1) von einem gemeinsamen, dem zu erwärmenden Werkstück (2) oder Werkstückabschnitt zuordenbaren Trägersystem gehalten sind.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägersystem durch ein stirnseitig zum zylindrischen Werkstück (2) oder Werkstückabschnitts angeordnetes Grundgestell (7) gebildet ist, an welchem die Induktorelemente (1) derart befestigt sind, dass diese über der Mantelfläche (4) des zylindrischen Werkstücks (2) oder Werkstückabschnitts positionierbar sind.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundgestell (7) durch zwei oder mehr radial ausgerichtete Tragarme (8) oder nach Art eines Flansches ausgebildet ist, sowie einen oder mehrere zum Werkstück (2) oder Werkstückabschnitt hin abgestellte und über die Mantelfläche (4) desselben reichende Haltearme (10) zur Aufnahme der Induktorelemente (1) aufweist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Induktorelemente (1) radial und/oder axial zur Mantelfläche (4) des zylindrischen Werkstücks (2) oder Werkstückabschnitts verstellbar sind.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägersystem durch eine Trägermembran (13) mit einer Mehrzahl daran befestigter Induktorelemente (1) gebildet ist.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägermembran (13) weitestgehend steif mit einer weitgehend ebenen oder gekrümmten Kontur ausgebildet ist.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägermembran (13) derart biegsam beziehungsweise flexibel ausgebildet ist, dass dieselbe nach Art einer Manschette weitgehend der Kontur der Mantelfläche (4) des Werkstücks (2) oder Werkstückabschnitts folgend auf oder über der Mantelfläche (4) angeordnet werden kann.
  10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägermembran (13) Abstandselemente zur Einstellung oder Ge währleistung einer Beabstandung zur Mantelfläche (4) des Werkstücks (2) oder Werkstückabschnitts zuordenbar oder zugeordnet sind.
  11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Induktorelemente (1) eben oder gekrümmt ausgebildet sind.
  12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Induktorelemente (1) einlagig oder mehrlagig beziehungsweise spiralförmig oder wendelförmig ausgebildet sind.
  13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Induktorelemente (1) jeweils selbsttragend ausgebildet und/oder von einem Stützelement (5) aufgenommen sind.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (5) zur definierten Beeinflussung des magnetischen Flusses als Flussführungselement ausgebildet ist.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (5) ein Keramikelement mit magnetisch leitfähigen Bestandteilen ist.
  16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Induktorelemente (1) rohrförmig ausgebildet und von einem Kühlmittel durchflossen sind.
  17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Induktorelemente (1) zur Aufnahme von Wasser als Kühlmittel ausgebildet sind.
  18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Temperatursensor zur Erfassung der Temperatur des Werkstücks (2) oder Werkstückabschnitts vorgesehen ist.
  19. Verwendung der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18 zum Fügen und Lösen einer Press- beziehungsweise Schrumpfverbindung zwischen einem dünnwandigen ringförmigen Werkstück (2) und einem dasselbe tragenden zylindrischen Bauteil, beispielsweise zwischen einem Innenring (2) eines Wälzlagers und einer Welle (6).
DE102005021484A 2005-05-10 2005-05-10 Vorrichtung zur Erwärmung eines zylindrischen metallenen Werkstücks oder Werkstückabschnitts Withdrawn DE102005021484A1 (de)

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