DE102005021044A1 - Zielkamera - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F41G1/34—Night sights, e.g. luminescent combined with light source, e.g. spot light
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Abstract
Beschrieben wird eine Vorrichtung, welche die Möglichkeit bietet, auch schon kurze Frist nach Abgabe eines Schusses aus einer Schusswaffe anhand eines Bildes, welches die Situation zeigt, die der Schütze im Augenblick der Schussabgabe durch eine zur Vorrichtung gehörende Zieleinrichtung sehen konnte und welches durch eine ebenfalls zur Vorrichtung gehörende Kamera aufgenommen worden ist, zu kontrollieren, wohin die Zielrichtung im Augenblick der Schussabgabe gerichtet war.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, welche die Möglichkeit bietet, eine kurze Frist nach Abgabe eines Schusses aus einer Schusswaffe, zum Beispiel aus einem Jagdgewehr, zu kontrollieren, wohin die Zieleinrichtung der Schusswaffe im Augenblick der Schussabgabe gerichtet war.
- Es kann oft von erheblicher Bedeutung sein, kurzfristig nach der Abgabe eines Schusses beurteilen zu können, ob der Schütze das Ziel im Augenblick der Schussabgabe richtig anvisiert hatte und ob das abgeschossene Geschoss beziehungsweise die abgeschossenen Geschosse dort getroffen hat beziehungsweise haben, wohin die Zieleinrichtung im Augenblick der Schussabgabe gezeigt hat.
- Entsprechendes Wissen kann sowohl zur Beurteilung und Schulung des jeweiligen Schützen als auch zur Justierung der Zieleinrichtung der Schusswaffe genutzt werden.
- Im jagdlichen Bereich, wenn davon ausgegangen werden kann, dass die Zieleinrichtung der betreffenden Schusswaffe im Augenblick der Schussabgabe derart justiert war, dass das Geschoss beziehungsweise die Geschosse in unmittelbarer Nähe des Zielpunktes der Zieleinrichtung getroffen hat beziehungsweise haben, kommt dem Wissen kurzfristig nach der Schussabgabe, wohin die Zieleinrichtung im Augenblick der Schussabgabe gewiesen hat, besondere Bedeutung zu. Es ermöglicht eine Beurteilung der Wirkung des Geschosses beziehungsweise der Geschosse und gegebenenfalls das unverzügliche Ergreifen geeigneter Maßnahmen um zum Beispiel angeschossenem Wild vermeidbares Leiden zu ersparen.
- Vorrichtungen, die das Auftreffen von Geschossen und die unmittelbare Wirkung dieses Auftreffens optisch und außeroptisch aufnehmen und bildlich darstellen können, sind bekannt. Sie werden bei der Entwicklung von Schusswaffen, Munition und Schutzeinrichtungen eingesetzt. Solche Vorrichtungen sind für den Gebrauch im jagdlichen Bereich, bei der Schulung von Schützen und Justierung von Zieleinrichtungen ungeeignet, da sie zu aufwändig sind, Bedingungen erfordern, die zum Beispiel bei der Jagd oftmals nicht vorliegen können und zu kompliziert bei der Ergebnisauswertung sind.
- So erzeugen solche Vorrichtungen üblicherweise jeweils eine Vielzahl von Bildern in sehr schneller Folge. Bei günstigen Bedingungen zeigt ein Bild einer solchen Folge die Situation, in der das Geschoss auftrifft, was die Auswertung unmittelbar nach Abgabe des Schusses erschwert.
- Bei der Jagd werden oft optische Zieleinrichtungen bei relativ ungünstigen Lichtverhältnissen eingesetzt, so dass deutliche Bilder vom Auftreffen eines Geschosses in einigen Metern Entfernung technisch kaum machbar sind.
- Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Alternative zu diesem Stand der Technik zu schaffen.
- Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß Patentanspruch 1 gelöst.
- Erfindungsgemäß weist die Vorrichtung eine Zielvorrichtung, die dem Schützen einen markierten Zielpunkt darstellt, auf, die in der Weise mit einer Kamera kombiniert ist, dass Bilder, die der Schütze durch die Zielvorrichtung sehen kann, dauerhaft festgehalten und gezeigt werden können.
- Die Vorrichtung kann sinngemäß an einer Schusswaffe, zum Beispiel einem Gewehr, angebracht und justiert werden.
- Die Bedienungsfunktionen der Kamera können derart mit dem Abzugsystem der Schusswaffe verbunden werden, dass die notwendigen, automatisch durchzuführenden Kameraeinstellungen unmittelbar vor Erreichen des Druckpunktes durchgeführt und permanent aktualisiert werden können, eine Bildaufnahme unmittelbar nach Auslösen eines Schusses stattfinden kann.
- Da ein Schütze üblicherweise nur dann einen Schuss abgibt, wenn er sein Ziel mit ausreichender Klarheit und Genauigkeit durch die Zieleinrichtung erkennen kann, ist von den entstehenden Bildern eindeutiger Aufschluss darüber zu erwarten, wohin die Zieleinrichtung im Augenblick der Schussabgabe gerichtet war und – bei entsprechender Justierung der Zieleinrichtung – ob und wenn ja wo das Geschoss beziehungsweise die Geschosse das Ziel getroffen hat beziehungsweise haben.
- Die verwendete Kamera kann vorzugsweise eine digital arbeitende Kamera und die Vorrichtung mit einem integrierten, zwangsläufig relativ kleinen Monitor ausgerüstet sein.
- Vorteilhaft kann die Möglichkeit sein, die Bilder auf einen externen Monitor zu übertragen.
- In Verbindung mit einer Schusswaffe kann die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Justieren der Zieleinrichtung genutzt werden, indem zum Beispiel nach einem Schuss auf eine feststehende Zielscheibe durch Vergleichen des Bildes mit der Zielscheibe die Differenz zwischen dem Zielpunkt und dem Treffpunkt festgestellt und durch Nachjustieren der Zieleinrichtung minimiert wird.
- Bei der Schulung von Schützen kann eine erfindungsgemäße Vorrichtung vorteilhaft eingesetzt werden, da anschaulich werden kann, wohin der Schütze im Augenblick der Schussabgabe jeweils tatsächlich gezielt hat.
- Bei entsprechender Justierung der Zieleinrichtung kann die Vorrichtung zur Trefferkontrolle, auch unmittelbar nach der jeweiligen Schussabgabe, eingesetzt werden. Diese Anwendung ist besonders dann von Bedeutung, wenn das beschossene Ziel nicht unmittelbar nach dem Beschuss bezüglich der Trefferlage beurteilt werden kann. Bei der Jagd treten solche Situationen auf, in denen das beschossene Wild geflüchtet und die Beurteilung, ob und mit welcher voraussichtlichen Wirkung es getroffen worden ist, für die Entscheidung für eine angemessene Nachsuche jeweils von großer Bedeutung ist.
- In entsprechender Ausführung kann eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Dokumentation, welche Ziele mit der betreffenden Schusswaffe beschossen worden sind, dienen, was zum Beispiel bei einem Jagdunfall von großer Bedeutung sein kann.
- Die oben und nachfolgend beschriebenen Merkmale können nicht nur in den genannten Kombinationen, sondern auch einzeln oder in anderen Kombinationen erfindungswesentlich sein. Außerdem wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Merkmale, die nur bezüglich der Vorrichtung ausgeführt werden, auch bezüglich des Verfahrens erfindungswesentlich sein können und umgekehrt.
Claims (15)
- Vorrichtung, bestehend aus einer an einer Schusswaffe zu befestigenden, justierbaren Zieleinrichtung, die dem Schützen einen markierten Zielpunkt darstellt, dadurch gekennzeichnet, dass die Zieleinrichtung mit einer Kamera kombiniert ist, welche Bilder, die der Schütze durch die Zieleinrichtung sehen kann, dauerhaft festhalten kann.
- Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslöseeinrichtung der Kamera derart mit der Abzugseinrichtung der Schusswaffe verbunden ist, dass durch deren Betätigung sowohl ein Schuss abgegeben als auch die Kamera ausgelöst werden kann.
- Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslöseeinrichtung der Kamera durch den beim Abschuss der Schusswaffe, an der die Vorrichtung befestigt ist, entstehenden Knall ausgelöst werden kann.
- Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslöseeinrichtung der Kamera durch den beim Abschuss der Schusswaffe, an der die Vorrichtung befestigt ist, entstehenden Rückschlag ausgelöst werden kann.
- Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitlänge zwischen einem Abschuss der Schusswaffe und der entsprechenden Aufnahme eines Bildes durch die Kamera eingestellt werden kann.
- Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kamera eine Einstellautomatik zugeordnet ist, von der die jeweiligen Kameraeinstellungen, die für eine möglichst gute Bildqualität notwendig und/oder sinnvoll sind, automatisch vorgenommen werden können.
- Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellautomatik der Kamera derart mit dem Abzugsystem der Schusswaffe verbunden ist, dass die für eine möglichst gute Bildqualität notwendigen und/oder sinnvollen Kameraeinstellungen automatisch vorgenommen und ständig aktualisiert werden können, wenn der Abzug der Schusswaffe betätigt wird, bevor ein Schuss ausgelöst wird.
- Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Abzug des Abzugsystems der Schusswaffe einen Druckpunkt aufweist, nach dessen Überschreiten unmittelbar ein Schuss ausgelöst werden kann.
- Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellautomatik der Kamera derart mit dem Abzugsystem der Schusswaffe verbunden ist, dass die für eine möglichst gute Bildqualität notwendigen und/oder sinnvollen Kameraeinstellungen automatisch vorgenommen und ständig aktualisiert werden können, wenn der Abzug der Schusswaffe bis vor den Druckpunkt des Abzugsystems betätigt worden ist.
- Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kamera eine elektronisch speichernde Kamera ist.
- Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kamera mehrere Bilder zu speichern vermag.
- Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung mit einem Monitor ausgerüstet und derart ausgeführt ist, dass gespeicherte Bilder einzeln auf dem Monitor betrachtet werden können.
- Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung derart ausgeführt ist, dass gespeicherte Bilder auf andere elektronische Systeme, wie zum Beispiel Personalcomputer, übertragen werden können.
- Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Zielsystem und die Kamera für die Funktion mit sichtbarem Licht ausgeführt sind.
- Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Zielsystem und die Kamera für die Funktion mit Wärmestrahlung ausgeführt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200510021044 DE102005021044A1 (de) | 2005-05-06 | 2005-05-06 | Zielkamera |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200510021044 DE102005021044A1 (de) | 2005-05-06 | 2005-05-06 | Zielkamera |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102005021044A1 true DE102005021044A1 (de) | 2006-11-09 |
Family
ID=37111487
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE200510021044 Withdrawn DE102005021044A1 (de) | 2005-05-06 | 2005-05-06 | Zielkamera |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE102005021044A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| ITAN20100066A1 (it) * | 2010-04-29 | 2011-10-30 | Francesco Toni | Sistema di puntamento per armi |
| CN109646936A (zh) * | 2019-02-11 | 2019-04-19 | 湖北道康科技有限公司 | 虚拟狩猎系统及方法 |
-
2005
- 2005-05-06 DE DE200510021044 patent/DE102005021044A1/de not_active Withdrawn
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| ITAN20100066A1 (it) * | 2010-04-29 | 2011-10-30 | Francesco Toni | Sistema di puntamento per armi |
| WO2011135604A1 (en) * | 2010-04-29 | 2011-11-03 | Francesco Toni | Tracking system for firearms |
| CN109646936A (zh) * | 2019-02-11 | 2019-04-19 | 湖北道康科技有限公司 | 虚拟狩猎系统及方法 |
| CN109646936B (zh) * | 2019-02-11 | 2024-08-30 | 湖北道康医疗科技有限公司 | 虚拟狩猎系统及方法 |
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