DE102005029831A1 - Hydraulisches Ventilspielausgleichselement (HVA) - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein hydraulisches Ventilspielausgleichselement (HVA) für den Ventiltrieb eines Verbrennungsmotors, das durch folgende Merkmale gekennzeichnet ist: DOLLAR A - Ein Gehäuse (1) weist eine Sackbohrung (2) auf, in der ein Kolben (3) mit Dichtspiel geführt ist, der in Druckkontakt mit einem Ventilbetätigungselement (6) und dessen Nocken steht; DOLLAR A - der Kolben (3) begrenzt zusammen mit der Sackbohrung (2) einen Hochdruckraum (4), während sich oberhalb des Kolbens (3) ein Niederdruckraum (5) befindet; DOLLAR A - die Druckräume (4, 5) sind durch zumindest eine zentrale Axialbohrung im Kolben (3) verbunden, die durch ein im Kolben (3) angeordnetes Steuerventil beherrscht ist. DOLLAR A Eine Möglichkeit, ein Steuerventil zu schaffen, das keiner Steuerventilfeder bedarf, besteht darin, dass das Steuerventil als Wechselventil (11) ausgebildet ist, mit einem im Inneren des Kolbens (3) leichtgängig geführten Ventilkörper (12), der zur Beherrschung einer oberen und einer unteren zentralen Axialbohrung (14, 15) dient und dessen Schließbewegung die Relativbewegung des Kolbens (3) gegenüber dem Ventilkörper (12) ist, der aufgrund seiner Massenträgheit praktisch still steht.
Description
- Gebiet der Erfindung
- Die Erfindung betrifft ein hydraulisches Ventilspielausgleichselement für einen Ventiltrieb eines Verbrennungsmotors, insbesondere nach dem Oberbegriff der Patentansprüche 1 und 10.
- Hintergrund der Erfindung
- Hydraulische Ventilspielausgleichselemente dienen dem Ausgleich des Spiels, das sich durch Verschleiß oder Wärmedehnung zwischen den Übertragungselementen des Nockenhubs auf die Gaswechselventile eines Verbrennungsmotors bildet. Auf diese Weise sollen ein geräusch- und verschleißarmer Ventiltrieb und eine weitest mögliche Übereinstimmung von Nockenerhebungskurve und Ventilhubkurve erreicht werden.
- In der
EP 1 298 287 A2 ist ein hydraulisches Ventilspielausgleichselement für den Ventiltrieb eines Verbrennungsmotors offenbart, das durch folgende Merkmale gekennzeichnet ist: - – ein Gehäuse weist eine Sackbohrung auf, in der ein Kolben mit Dichtspiel geführt ist, der in Druckkontakt mit einem Ventilbetätigungselement und dessen Nocken steht;
- – der Kolben begrenzt zusammen mit der Sackbohrung einen Hochdruckraum, während sich oberhalb des Kolbens ein Niederdruckraum befindet;
- – die Druckräume sind durch zumindest eine zentrale Axialbohrung im Kolben verbunden, die durch ein im Kolben angeordnetes Steuerventil beherrscht ist.
- Derartige Steuerventile sind als Rückschlagventile ausgebildet. Sie besitzen eine Steuerventilkugel, die von einer Steuerventilfeder beaufschlagt ist. Bei der Standardbauweise des Steuerventils wird die Steuerventilfeder in Schließrichtung beaufschlagt. Dadurch ist das Steuerventil überwiegend geschlossen und es entfällt ein Leerhub des Ventilspielausgleichselements. Es besteht sogar die Gefahr des Aufpumpens desselben und eines negativen Ventilspiels.
- Diese Nachteile werden von Steuerventilen vermieden, deren Steuerventilfeder die Steuerventilkugel in Öffnungsrichtung beaufschlagt. Hydraulische Ventilspielausgleichselemente mit einem derartigen Steuerventil werden wegen der umgekehrten Anordnung der Steuerventilfeder hydraulische Reverse Spring-Ventilausgleichselemente (RSHVA) oder wegen des in der Grundkreisphase offenen Steuerventils „Normally Open Lash Adjusters" (NOLA) genannt. RSHVA's zeichnen sich durch einen positiven Einfluss auf die Thermodynamik, die Schadstoffemission und die mechanische Beanspruchung des Verbrennungsmotors aus und werden deshalb in zunehmendem Maße eingesetzt.
- Da das RSHVA erst durch den mit Beginn der Nockenerhebung einsetzenden, vom Hoch- zum Niederdruckraum fließenden Schmierölstrom durch hydrodynamische und hydrostatische Kräfte geschlossen wird, besitzt das RSHVA vor Beginn des Ventilhubs immer einen Leerhub. Dessen Größe hängt von der Motordrehzahl und der Länge der Schließzeit des RSHVA's und diese wiederum von der Viskosität bzw. Temperatur des Schmieröls ab. Wird ein konstanter Leerhub gewünscht, sind aufwändige Maßnahmen am Steuerventil erforderlich.
- Ein weiteres Problem des RSHVA's wird anhand der Auslegung der Ventilkörperfeder der gattungsbildenden
EP 1 298 287 A2 gezeigt. Diese Ventilkörperfeder ist so ausgelegt, dass das Ventil zwischen dem Hoch- und Niederdruckraum bei Montage des RSHVA's einen Fluidaustausch erlaubt, jedoch bei Druckanstieg im Hochdruckraum gegen die Federkraft der Ventilkörperfeder rasch möglichst schließt. Diese Federkraft muss demnach relativ niedrig sein. Deshalb kann der kugelförmige Verschließkörper durch mögliche seitliche Anströmung in Rotation versetzt und mit der Ventilkörperfeder seitlich verlagert werden. Dadurch werden die Schließkraft der Ventilkörperfeder und als Folge davon der Leerhub des RSHVA's verändert. Im Extremfall kann die Ventilkörperfeder in den Sitzspalt des Steuerventils gelangen, was zu weiteren Variationen des Leerhubs und zur Verstimmung oder sogar zum Totalausfall des RSHVA's und zur Zerstörung der Ventilkörperfeder führen kann. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein hydraulisches Ventilspielausgleichselement zu schaffen, das die Vorteile der im Stand der Technik aufgeführten Lösung aufweist, aber deren Nachteile vermeidet.
- Zusammenfassung der Erfindung
- Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des unabhängigen Patentanspruchs 1 gelöst.
- Da die obere und untere zentrale Axialbohrung des Kolbens allein durch dessen Relativbewegung gegenüber dem stillstehenden, massenträgen Ventilkörper beherrscht werden, benötigt das Wechselventil keine Steuerventilfeder. Es ist daher robuster und zuverlässiger als ein Standard-HVA oder ein RSHVA. Trotz fehlender Reverse Spring sind die beiden zentralen Axialbohrungen im Kolben bei stehendem Motor und im Grundkreisbereich des Nockens bei laufendem Motor geöffnet. Dadurch ist ein Ölaustausch zwischen den Druckkammern und damit eine einfache Montage des erfindungsgemäßen HVA's möglich.
- Ein interessantes Merkmal des Wechselventils besteht darin, dass dieses aufgrund der beiden zentralen Axialbohrungen und dem doppelseitig wirkenden Ventilkörper den Ölstrom in beide Richtungen sperren kann. Während bei Abwärtsbewegung des Kolbens, wie sie bei jedem Ventilhub eintritt, die obere zentrale Axialbohrung geschlossen wird, findet eine Schließung der unteren zentralen Axialbohrung bei plötzlichem Spiel im Ventiltrieb statt. Dadurch wird der Kolben veranlasst sich unter der Federkraft der im Hochdruckraum befindlichen Druckfeder nach oben zu bewegen. Auf diese Weise kommt die untere Dichtfläche des ruhenden Ventilkörpers mit dem unteren Flachsitz des Kolbens in Berührung und schließt die untere zentrale Axialbohrung. So wird ein weiteres Ausdehnen des HVA's begrenzt und dessen Aufpumpen verhindert. Deshalb können mit dem erfindungsgemäßen Wechselventil die gleichen Vorteile bezüglich Thermodynamik, Schadstoffemission und Motorbeanspruchung wie bei einem RSHVA erreicht werden.
- Es bietet Fertigungsvorteile, wenn der Ventilkörper kreiszylindrisch ausgebildet und in einer axialen Mittenbohrung geführt ist, die die beiden zentralen Axialbohrungen verbindet.
- Vorteilhaft ist, dass durch Zusammenwirken von vorzugsweise flachen Dichtflächen der Stirnseiten des Ventilkörpers mit flachen Dichtflächen der Schultern des Kolbens der Ölstrom durch die zentralen Axialbohrungen bzw. zwischen den Druckräumen steuerbar ist. Die flachen Dichtflächen bieten Fertigungs- und Bauraumvorteile.
- Aus Fertigungs- und Montagegründen ist es von Vorteil, dass der Kolben ein Oberteil und ein Unterteil aufweist, die beide gleich ausgebildet sind und die nach Bearbeitung ihrer Innenkontur und nach Einbau des Ventilkörpers spiegelbildlich und druckdicht verbunden werden.
- Durch großzügig bemessene axiale Strömungskanäle am Ventilkörper wird der selbe beim Schließvorgang des Wechselventils mit nur geringer Strömungsgeschwindigkeit umströmt. Dadurch tritt auch bei erhöhter Viskosität des Schmieröls nur geringe Flüssigkeitsreibung am Ventilkörper auf, so dass allein die Kolbenbewegung in Verbindung mit der trägen Masse des Ventilkörpers den Schließvorgang bestimmen. Dadurch wird der Einfluss der Ölviskosität bzw. der Öltemperatur auf den Schließvorgang des Wechselventils weitgehend ausgeschaltet.
- Die axialen Strömungskanäle können als vier, am Umfang des kreiszylindrischen Ventilkörpers gleichmäßig verteilte Axialnuten mit rechteckigem Querschnitt ausgebildet sein.
- Alternativ besteht die Möglichkeit, dass zur Bildung von axialen Strömungskanälen an den Enden eines alternativen, kreiszylindrischen Ventilkörpers vier radial angeordnete Führungselemente vorgesehen sind, zwischen denen sich die Strömungskanäle befinden.
- Die Aufgabe der Erfindung wird auch durch die Merkmale des unabhängigen Patentanspruchs 10 gelöst. Zur Stabilisierung der axialen Lage des Ventilkörpers sind im Inneren eines anderen Kolbens zwei gleiche, konzentrisch angeordnete und axial gegenüberliegende Vorspannfedern vorgesehen, die die Stirnseiten des Ventilkörpers mit Druck beaufschlagen und den selben bei geöffnetem Wechselventil in einer Mittellage zwischen zwei Dichtflächen des Kolbens halten. Auf diese Weise wird auch bei starker Beschleunigung z. B. durch Stoßbelastung der HVA eine gleichmäßige Schließzeit des Wechselventils erreicht. Die Vorspannfedern sind im Vergleich zu den Steuerventilfedern des Standard-Steuerventils oder des RSHVA's robust und langlebig ausgebildet.
- Es ist von Vorteil, dass der Kolben verstärkte Kolbenböden mit inneren Ringnuten aufweist, die koaxial zu den zentralen Axialbohrungen angeordnet sind und zur Unterbringung der Vorspannfedern dienen. Auf diese Weise ist der für die Unterbringung der Vorspannfedern erforderliche Raum geschaffen.
- Kurze Beschreibung der Zeichnungen
- Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung und den Zeichnungen, in denen Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt sind.
- Dabei zeigen:
-
1 einen Längsschnitt durch ein erfindungsgemäßes hydraulisches Ventilspielausgleichselement mit Wechselventil und freibeweglichem Ventilkörper; -
2 einen Querschnitt durch den Ventilkörper von1 ; -
3 einen Längsschnitt durch ein erfindungsgemäßes HVA ähnlich dem von1 , jedoch mit Vorspannfedern für den Ventilkörper; -
4 eine Ansicht eines modifizierten Ventilkörpers; -
5 einen Querschnitt durch den Ventilkörper von4 . - Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen
-
1 zeigt einen Längsschnitt durch ein erfindungsgemäßes HVA, das ein Gehäuse1 , mit einer Sackbohrung2 aufweist, in der ein Kolben3 mit Dichtspiel geführt ist. Der Kolben3 begrenzt zusammen mit der Sackbohrung2 einen Hochdruckraum4 , während sich oberhalb des Kolbens3 ein Niederdruckraum5 befindet. Der Kolben3 steht in Druckkontakt mit einem Ventilbetätigungselement6 , das beispielsweise als Schlepphebel ausgebildet ist und von einem nicht dargestellten Nocken angetrieben wird. - Im Hochdruckraum
4 befindet sich eine Druckfeder7 , die den Kolben3 druckbeaufschlagt, um das Ventilspiel zu minimieren. Im Kolbeninneren befindet sich ein Wechselventil11 , das einen kreiszylindrischen Ventilkörper12 aufweist, der in einer axialen Mittenbohrung13 leichtgängig geführt ist und der eine obere und eine untere zentrale Axialbohrung14 ,15 beherrscht. Der Kolben3 besteht aus einem Oberteil8 und einem Unterteil9 , die gleich ausgebildet und spiegelverkehrt angeordnet sind. Sie werden nach Einbau des Ventilkörpers12 in einer Trennebene10 druckdicht verbunden. - Der Ventilkörper
12 besitzt auf seinen Stirnseiten16 ,17 flache Dichtflächen18 ,19 , die mit Dichtflächen20 ,21 auf Schultern22 ,23 des Kolbens3 zusammenarbeiten, um den Ölstrom zwischen den Druckräumen4 ,5 zu steuern. - Am Umfang des Ventilkörpers
12 sind, wie auch aus2 hervorgeht, vier gleichmäßig verteilte, axiale Nuten24 vorgesehen. Diese dienen der Strömungsverbindung zwischen den beiden zentralen Axialbohrungen14 ,15 und zwischen den Druckräumen4 ,5 . Der rechteckige Querschnitt der Nuten24 bietet dem Ölstrom einen geringen Strömungswiderstand. - Die erfindungsgemäße HVA funktioniert folgendermaßen:
Im Grundkreisbereich des Nockens sind die Druckräume4 ,5 des HVA's drucklos, so dass sich der Ventilkörper12 zwischen den Dichtflächen20 ,21 der Schultern22 ,23 des Kolbens3 befindet und ein Ölstrom zwischen den Druckräumen4 ,5 möglich ist. Die dadurch mögliche Ölumströmung des Ventilkörpers12 ist so gering, dass dadurch dessen Position kaum beeinflusst wird. Sobald jedoch der Nocken beginnt das Ventilbetätigungselement zu beaufschlagen, stützt sich dieses auf dem Kolben3 ab und veranlasst dessen Abwärtsbewegung. Da der Ventilkörper12 seine Position im Inneren des Kolbens3 aufgrund seiner Massenträgheit im wesentlichen beibehält, kommt es kurz über lang zu einer Berührung seiner Dichtfläche18 mit der Dichtfläche20 der Schulter des Kolbens3 . Dadurch wird die obere zentrale Axialbohrung14 geschlossen und das HVA wird hydraulisch steif. - Nach Durchlaufen der Nockenhubkurve gelangt der Nocken wieder in seinen Grundkreisbereich, wo sich der Innendruck des Hochdruckraums
4 entspannt. Mit Beginn des neuen Nockenhubs kann der nächste Takt des Verbrennungsmotors beginnen. - Ein besonderes Merkmal des erfindungsgemäßen HVA's besteht darin, dass das Wechselventil
11 in beiden Bewegungsrichtungen des Kolbens3 sperrt. Sollte sich z. B. im Grundkreisbereich des Nockens eine plötzliche Vergrößerung des Ventilspiels ergeben, versucht die Druckfeder7 den Kolben3 nach oben zu bewegen und damit den Hochdruckraum aufzupumpen. Durch die Aufwärtsbewegung des Kolbens3 kommt es bald zu einer Berührung der Dichtfläche19 des in Ruhe befindlichen Ventilkörpers12 mit der Dichtfläche21 der Schulter28 des Kolbens3 , wodurch die untere zentrale Axialbohrung15 geschlossen wird und dadurch ein weiteres Aufpumpen des Hochdruckraums4 verhindert wird. - In
3 ist eine Variante des HVA's der1 im Längsschnitt dargestellt. Während in1 der Ventilkörper12 sich frei zwischen den Dichtflächen20 ,21 des Kolbens3 bewegen kann, wird der Ventilkörper12' der3 durch zwei gleiche, entgegengerichtete Vorspannfedern29 ,30 in Mittellage zwischen den Dichtflächen20' ,21' des Kolbens3' gehalten. Dadurch ist die Ausgangs position des Ventilkörpers12' immer gleich, auch wenn der Verbrennungsmotor als Ganzes größeren Beschleunigungen unterworfen ist. - Ansonsten ist die Funktionsweise des Kolbens
3' gleich der des Kolbens3 . - Zur Unterbringung der Vorspannfedern
29 ,30 ist der Kolbenboden27' ,28' des Kolbens3' gegenüber dem Kolbenboden27 ,28 des Kolbens3 verstärkt. Die Vorspannfedern29 ,30 sind in inneren Ringnuten25 ,26 untergebracht, die koaxial zu den zentralen Axialbohrungen14' ,15' im Kolbenboden27' ,28' angeordnet sind. - In
4 ist eine Ansicht und in5 ein Längsschnitt eines kreiszylindrischen Ventilkörpers12a dargestellt. Dieser weist an beiden Enden vorzugsweise vier radiale Führungselemente31 auf, die mit dem selben einstückig ausgebildet sind. Zwischen den Führungselementen31 ist ausreichend Strömungsquerschnitt vorgesehen, um die Strömungsgeschwindigkeit des Öls am Ventilkörper12a und deren Einfluss auf dessen Position gering zu halten. -
- 1
- Gehäuse
- 2
- Sackbohrung
- 3, 3'
- Kolben
- 4
- Hochdruckraum
- 5
- Niederdruckraum
- 6
- Ventilbetätigungselement
- 7
- Druckfeder
- 8
- Oberteil
- 9
- Unterteil
- 10
- Trennfuge
- 11, 11'
- Wechselventil
- 12, 12', 12a
- Ventilkörper
- 13
- axiale Mittenbohrung
- 14, 14'
- obere zentrale Axialbohrung
- 15, 15'
- untere zentrale Axialbohrung
- 16
- Stirnseite
- 17
- Stirnseite
- 18
- Dichtfläche
- 19
- Dichtfläche
- 20, 20'
- Dichtfläche
- 21, 21'
- Dichtfläche
- 22
- Schulter
- 23
- Schulter
- 24
- Axialnut
- 25
- Ringnut
- 26
- Ringnut
- 27, 27'
- Kolbenboden
- 28, 28'
- Kolbenboden
- 29
- Vorspannfeder
- 30
- Vorspannfeder
- 31
- Führungselement
Claims (11)
- Hydraulisches Ventilspielausgleichselement (HVA) für den Ventiltrieb eines Verbrennungsmotors, das durch folgende Merkmale gekennzeichnet ist: – ein Gehäuse (
1 ) weist eine Sackbohrung (2 ) auf, in der ein Kolben (3 ) mit Dichtspiel geführt ist, der in Druckkontakt mit einem Ventilbetätigungselement (6 ) und dessen Nocken steht; – der Kolben (3 ) begrenzt zusammen mit der Sackbohrung (2 ) einen Hochdruckraum (4 ), während sich oberhalb des Kolbens (3 ) ein Niederdruckraum (5 ) befindet; – die Druckräume (4 ,5 ) sind durch zumindest eine zentrale Axialbohrung im Kolben (3 ) verbunden, die durch ein im Kolben (3 ) angeordnetes Steuerventil beherrscht ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerventil als Wechselventil (11 ) ausgebildet ist, mit einem im Inneren des Kolbens (3 ) leichtgängig geführten Ventilkörper (12 ), der zur Beherrschung einer oberen und einer unteren zentralen Axialbohrung (14 ,15 ) dient und dessen Schließbewegung die Relativbewegung des Kolbens (3 ) gegenüber dem Ventilkörper (12 ) ist, der aufgrund seiner Massenträgheit praktisch still steht. - HVA nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine Abwärtsbewegung des Kolbens (
3 ) die obere und durch dessen Aufwärtsbewegung die untere zentrale Axialbohrung (14 ,15 ) schließbar sind. - HVA nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abwärtsbewegung des Kolbens (
3 ) durch den Nocken und dessen Aufwärtsbewegung durch eine im Hochdruckraum (4 ) angeordnete Druckfeder (7 ) erfolgt. - HVA nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkörper (
12 ) kreiszylindrisch ausgebildet und in einer axialen Mittenbohrung (13 ) geführt ist, die die beiden zentralen Axialbohrungen (13 ,14 ) verbindet. - HVA nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass durch Zusammenwirken von vorzugsweise flachen Dichtflächen (
18 ,19 ) der Stirnseiten (16 ,17 ) des Ventilkörpers (12 ) mit flachen Dichtflächen (20 ,21 ) der Schultern (22 ,23 ) des Kolbens (3 ) der Ölstrom durch die zentralen Axialbohrungen (14 ,15 ) hindurch bzw. zwischen den Druckräumen (4 ,5 ) steuerbar ist. - HVA nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (
3 ) ein Oberteil (8 ) und ein Unterteil (9 ) aufweist, die beide gleich ausgebildet und nach Einbau des Ventilkörpers (12 ) spiegelbildlich und druckdicht verbunden werden. - HVA nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass am Umfang des Ventilkörpers (
12 ) axiale Strömungskanäle angeordnet sind, die zur Strömungsverbindung der oberen und unteren zentralen Axialbohrungen (14 ,15 ) dienen. - HVA nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass als axiale Strömungskanäle vorzugsweise vier, am Umfang des kreiszylindrischen Ven tilkörpers (
12 ,12' ) gleichmäßig verteilte Axialnuten (24 ) mit vorzugsweise rechteckigem Querschnitt vorgesehen sind. - HVA nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung von axialen Strömungskanälen an den Enden eines alternativen, kreiszylindrischen Ventilkörpers (
12a ) vorzugsweise vier radial angeordnete Führungselemente (31 ) vorgesehen sind, zwischen denen sich die Strömungskanäle befinden. - HVA nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Inneren eines Kolbens (
3' ) zwei gleiche, zentrisch angeordnete und axial gegenüberliegende Vorspannfedern (29 ,30 ) vorgesehen sind, die die Stirnseiten (16' ,17' ) des Ventilkörpers (12' ) mit Druck beaufschlagen und den selben bei geöffnetem Wechselventil (11' ) in einer Mittellage zwischen zwei Dichtflächen (20 ,21 ) des Kolbens (3' ) halten. - HVA nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (
3' ) verstärkte Kolbenböden (27' ,28' ) mit inneren Ringnuten (25 ,26 ) aufweist, die koaxial zu den zentralen Axialbohrungen (14' ,15' ) angeordnet sind und zur Unterbringung der Vorspannfedern (29 ,30 ) dienen.
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|---|---|---|---|---|
| DE102006034920A1 (de) * | 2006-07-28 | 2008-01-31 | Schaeffler Kg | Hydraulisches Ventilspielausgleichselement für einen Ventiltrieb eines Verbrennungsmotors |
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