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Der
Antragsteller beansprucht Priorität für die provisorische Anmeldung
in den USA, laufende Nr. 60/582,009, eingereicht am 22. Juni 2004.
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Bereich der
Erfindung
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Die
Erfindung betrifft im allgemeinen Kraftstoffsysteme für Fahrzeuge
und im besonderen Vorrichtungen zum Steuern des Kraftstoffstroms
in einem Kraftstofftank und das Ablassen von Dämpfen aus diesem.
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Hintergrund
der Erfindung
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Kraftstofftanks
in einem Kraftstoffsystem eines Fahrzeugs weisen ein im allgemeinen
festes Volumen auf, innerhalb dessen der Kraftstoff zu halten ist.
Im allgemeinen wird der maximale Füllstand für flüssigen Kraftstoff in dem Kraftstofftank
von einem mechanischen Absperrventil gesteuert, welches den Kraftstofftank
entlüftet.
Häufig
wird dieses Ventil als Füllstandsgrenzventil
bezeichnet. Das Füllstandsgrenzventil
weist typischerweise einen Schwimmer zum Öffnen und Schließen einer Öffnung in
dem Ventil als Reaktion auf den Spiegel des flüssigen Kraftstoffs in dem Tank
auf. Wenn der Schwimmer in eine vorgegebene Höhe gelangt, welche den gewünschten
maximalen Kraftstoffspiegel in dem Kraftstofftank anzeigt, wird
das Füllstandsgrenzventil
geschlossen. Wenn das Füllstandsgrenzventil
geschlossen ist, kann der Kraftstofftank nicht mehr entlüftet werden, und
der Druck im Innern des Tanks steigt an und bewirkt dadurch, dass
sich flüssiger
Kraftstoff in einem Einfüllrohr
anstaut, wodurch eine automatische Absperrvorrichtung einer Auftankpumpendüse des Fahrzeugs
betätigt
und der Strom des Kraftstoffs in den Tank beendet wird. Der maximale
erwünschte Kraftstoffspiegel
in einem Kraftstofftank eines Fahrzeugs ist gewöhnlich niedriger als das Gesamtvolumen
des Kraftstofftanks, um für
eine Dampfglocke oder einen Luftraum in dem Tank zu sorgen. Das
Füllstandsgrenzventil
ist häufig
in diesem Luftraum in dem Tank angebracht.
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Mechanische
Schwimmerventile sind typischerweise derart bemessen, dass sie sich
an die Form und Größe des Kraftstofftanks
anpassen, in denen sie unterge bracht sind. Infolge dessen eignet sich
ein mechanisches Schwimmerventil, das sich für den einen Kraftstofftank
eignet, vielleicht nicht für
einen anderen. Des weiteren sorgen mechanische Schwimmerventile
im allgemeinen nicht für
einen reproduzierbaren Füllstand
des Kraftstoffs in dem Tank von einer Füllabfolge zur anderen. Eine
Varianz bis zu einer halben Gallone oder mehr zwischen den Füllabfolgen
ist nicht ungewöhnlich.
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Des
weiteren weisen Kraftstofftanks typischerweise weitere Ventile auf,
welche von dem Füllstandsgrenzventil
getrennt sind, um beispielsweise und uneingeschränkt andere Entlüftungsfunktionen zu
erfüllen,
beispielsweise ein Überschlagventil,
das in offenem Zustand als Entlüfter
wirkt und sich automatisch schließt, wenn sich das Fahrzeug überschlagen
sollte, um vor dem Auslaufen von Kraftstoff aus dem Kraftstofftank
zu schützen.
Sind gesonderte, einzelne Funktionen ausführende Ventile vorhanden, nehmen
Komplexität
und Kosten des Kraftstoffsystems des Fahrzeugs zu.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Ein
Kraftstoffsystem mit einem Kraftstofftank mit mindestens einer Öffnung in
einen Innenraum des Kraftstofftanks, einem elektrisch betätigten Entlüftungsventil
mit einem Einlass, welcher mit dem Innenraum des Kraftstofftanks
in Verbindung steht, und einem Auslass, durch welchen Kraftstoffdampf
aus dem Kraftstofftank abgelassen wird, wobei das Entlüftungsventil
als Reaktion auf ein elektrisches Signal zumindest zum Teil zwischen
einer offenen Stellung, um Kraftstoffdampf aus dem Innenraum des
Kraftstofftanks durch den Auslass hindurch strömen zu lassen, und einer geschlossenen
Stellung, um den Strom des Kraftstoffdampfes durch den Auslass hindurch
einzuschränken,
bewegbar ist; und einer Steuereinheit, welche betätigbar mit
dem Entlüftungsventil
verbunden ist, um das Anlegen eines elektrischen Signals an das
Entlüftungsventil
zu steuern und dadurch die Bewegung des Entlüftungsventils zwischen seiner
offenen und seiner geschlossenen Stellung zumindest zum Teil zu
steuern. Bei einer gegenwärtig bevorzugten
Ausführung
ist die Steuereinheit derart programmierbar, dass sie das Entlüftungsventil
unter vorgegebenen Bedingungen selektiv öffnet. Bei einer anderen Ausführung kann
die Steuer einheit während eines
Auftankvorgangs auf einen Füllstand
in dem Kraftstofftank ansprechen, um das Öffnen und Schließen des
Entlüftungsventils
zu steuern und dadurch den in dem Kraftstofftank erreichten Füllstand zu
steuern.
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In
einer Ausgestaltung einer gegenwärtig
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird ein Entlüftungsventil
zum Steuern des Kraftstoffspiegels und zum Entlüften eines Kraftstofftanks
bereitgestellt, welches ein Gehäuse
mit einem Auslass, der betätigbar
mit Fluid in einem Kraftstofftank verbunden ist, ein elektrisch
betätigtes
Ventil, das von dein Gehäuse
getragen wird und als Reaktion auf das Anlegen eines elektrischen
Signals an das Ventil zwecks Bewegung zwischen einer ersten Stellung und
einer zweiten Stellung bewegbar ist, und einen in dein Gehäuse aufgenommenen
Schwimmer zwecks Bewegung relativ zu dein Auslass als Reaktion auf die
Bewegung des Ventils umfasst. Der Schwimmer ist zwischen einer offenen
Stellung, die einen Fluidstrom durch den Auslass hindurch zulässt, und
einer geschlossenen Stellung bewegbar, die den Fluidstrom durch
den Auslass hindurch zumindest im wesentlichen einschränkt. Bei
einer gegenwärtig
bevorzugten Ausführungsform
spricht der Schwimmer auf das Vorhandensein flüssigen Kraftstoffs an, der
auf den Schwimmer einwirkt, um den Auslass unabhängig von dem elektrisch betätigten Ventil
zu schließen. Und
gemäß einer
anderen gegenwärtig
bevorzugten Ausgestaltung kann der Schwimmer den Auslass schießen, wenn
sich das Fahrzeug überschlägt oder sich über einen
Schwellgrad hinaus neigt.
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Zu
potenziellen Aufgaben, Merkmalen und Vorteilen, die mit zumindest
einigen der gegenwärtig bevorzugten
Ausführungsformen
der Erfindung erfüllt/zustande
gebracht werden können,
zählen
die Bereitstellung eines Kraftstoffsystems mit einem elektrisch
betätigten
Entlüftungsventil
zum gesteuerten Entlüften
des Kraftstofftanks, zum gesteuerten Befüllen des Kraftstofftanks, zur
reproduzierbaren und genauen Steuerung des maximalen Füllstands, das
zwecks Erfüllung
einzelner Spezifikationen der Fahrzeugplattform programmierbar ist,
ein größeres nutzbares
Volumen für
den Kraftstoff in dem Kraftstofftank ermöglicht, als Reaktion auf Umgebungsfaktoren
wie Druck, Temperatur, Arbeitsspiel des Motors, Beschleunigungen
des Fahrzeugs, Neigung des Fahrzeugs und Kraftstoffspiegel Echtzeiteinstellun gen
vornehmen kann, den Strom von flüssigem
Kraftstoff in einen Kraftstoffdampfbehälter verhindert, beim Überschlagen
des Fahrzeugs den Austritt von Kraftstoff aus dein Kraftstofftank
verhindert, eine verhältnismäßig einfache
Konstruktion aufweist, ökonomisch
gefertigt und montiert wird und in Betrieb eine lange Nutzungsdauer
aufweist.
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Kurze Beschreibungs der
Zeichnungen
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Diese
und andere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden
aus der folgenden ausführlichen
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen sowie der besten
Ausführungsweine, der
beigefügten
Ansprüchen
und den anliegenden Zeichnungen erkennbar, in denen:
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1 eine
zum Teil weggebrochene Seitenansicht eines Fahrzeugs mit einem Fahrzeugkraftstoffsystem
gemäß einer
gegenwärtig
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist;
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2 eine
schematische Seitenansicht einer gegenwärtig bevorzugten Ausführungsform
des Fahrzeugkraftstoffsystems gemäß 1 ist;
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3 ein
Ablaufschema eines Steueranordnung zum Entlüften eines Kraftstofftanks
mit einem elektrisch betätigten
Entlüftungsventil
ist;
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4 eine
schematische seitliche Teilansicht einer anderen Ausführungsform
des Fahrzeugkraftstoffsystems ist;
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5 eine
seitliche Querschnittsansicht einer Ausführungsform eines Entlüftungsventils
aus dem Fahrzeugkraftstoffsystem gemäß 1 ist, das in
offener Stellung gezeigt ist;
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6 eine
Ansicht des Entlüftungsventils gemäß 5 ist,
das in geschlossener Stellung gezeigt ist;
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7 eine
Ansicht des Entlüftungsventils gemäß 5 mit
einem Schwimmerventil ist, das in geschlossener Stellung gezeigt
ist;
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8 eine
seitliche Querschnittsansicht einer anderen Ausführungsform eines Entlüftungsventils
aus dem Fahrzeugkraftstoffsystem gemäß 1 ist, das
in offener Stellung gezeigt ist;
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9 eine
Ansicht des Entlüftungsventils gemäß 8 ist,
das in geschlossener Stellung gezeigt ist;
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10 eine
Ansicht des Entlüftungsventils gemäß 8 mit
einem Schwimmerelement in geschlossener Stellung ist;
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11 eine
seitliche Querschnittsansicht einer anderen Ausführungsform eines Entlüftungsventils
aus dein Fahrzeugkraftstoffsystem gemäß 1 ist, das
in offener Stellung gezeigt ist;
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12 eine
Ansicht des Entlüftungsventils gemäß 11 ist,
das in geschlossener Stellung gezeigt ist;
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13 eine
Ansicht des Entlüftungsventils gemäß 9 mit
einem Schwimmerelement in geschlossener Stellung ist; und
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14 ein
Diagramm ist, das Überfüllungssstände in einem
Kraftstofftank in einem Vergleich zwischen mechanischen Füllstandsgrenzventilen
und einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung mit einem elektrisch betätigten Füllstandsgrenzventil
darstellt.
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Ausführliche
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
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Was
die Zeichnungen ausführlicher
betrifft, so stellen 1 und 2 ein Kraftstoffsystem 10 dar,
welches gemäß einer
gegenwärtig
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung für
ein Fahrzeug 12 mit einem Kraftstofftank 14 und
mindestens einem elektrisch betätigten
Entlüftungsventil 16 (EOVV 16) zum
Steuern der Abgabe von Kraftstoffdampf aus dem Kraftstofftank 14 konstruiert
wurde. Das EOVV 16 kann von einer Steuereinheit 18 betätigt werden, die
eine Mehrzahl von Bedingungen innerhalb und außerhalb des Kraftstofftanks 14 überwacht
und/oder auf diese anspricht. Beispielsweise kann die Steuereinheit 18 auf
einen Auftankvorgang ansprechen, bei dem Kraftstoff in den Kraftstofftank 14 eingefüllt wird, um
das EOVV 16 zu öffnen
und Kraftstoffdampf aus dein Kraftstofftank hinausdrängen zu
lassen. Die Steuereinheit 18 kann auch auf einen Innendruck
des Kraftstofftanks ansprechen, um zu öffnen, wenn ein Schwelldruck
in dem Tank 14 erreicht ist, um den maximalen Druck im
Tank zu begrenzen. Die Steuereinheit 18 kann auch auf verschiedene
Fahrzeugbetriebsbedingungen, beispielsweise die Beschleunigung des Fahrzeugs
(beispielsweise schnelleres Fahren oder hartes Bremsen) oder auf
andere Bedingungen ansprechen, welche dazu führen können, dass Kraftstoff in dem
Kraftstofftank 14 herumspritzt, und es kann das EOVV 16 schließen, damit
kein flüssiger
Kraftstoff durch das EOVV 16 hindurch entweicht. Die Steuereinheit 18 kann
jedoch eine selbständige
Einheit sein oder kann Teil von einem oder mehreren Fahrzeugsteuereinheiten,
beispielsweise einer elektronischen Fahrzeugsteuereinheit (ECU), sein
oder mit diesen in Verbindung stehen.
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Wie
am besten in 2 gezeigt ist, umfasst das Kraftstoffsystem 10 gemäß einer
gegenwärtig bevorzugten
Ausführungsform
den Kraftstofftank 14, der einen Innenraum 20 aufweist,
in dem flüssiger Kraftstoff
gehalten wird, ein Einfüllrohr 22,
durch welches hindurch Kraftstoff in den Kraftstofftank 14 eingefüllt wird,
ein Kraftstoffpumpenmodul 23 in dem Kraftstofftank 14 und
mit einer Kraftstoffpumpe 24, aus welcher unter Druck gesetzter
Kraftstoff zwecks Zuführung
zu einem Motor 26 abgegeben wird, ein oder mehrere Überschlagventile 28,
welches) jeweils vorzugsweise mit dem EOVV 16 verbunden
ist/sind, einen Kraftstoffspiegelsensor 30, einen Kraftstoffdampfbehälter 32 und
die Steuereinheit 18, die vorzugsweise betätigbar mit
dem EOVV 16 und dem Kraftstoffspiegelsensor 30 verbunden
ist. Bei dieser Ausführungsform
fließt
der gesamte aus dem Kraftstofftank 14 abgegebene Kraftstoffdampf
vorzugsweise durch eine einzige Öffnung
hindurch, welche ein Auslass 34 des EOVV 16 ist,
und der Fluidstrom durch diese Öffnung
hindurch wird von dem elektrisch betätigten Entlüftungsventil, beispielsweise
einem Magnetventil, gesteuert. Weiterhin fließt der gesamte abgelassene
Kraftstoffdampf vorzugsweise in den Kraftstoffdampfbehälter 32,
welcher eine herkömmliche
Konstruktion aufweisen kann und "gereinigten" Dampf/"gereinigte" Luft in die Atmosphäre ablassen
kann und vorzugsweise einen Spültakt
aufweist, bei welchem Kraftstoffdampf in ein Saugrohr eines Fahrzeugmotors
geführt
wird.
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Das
EOVV 16 besitzt vorzugsweise mindestens einen Einlass 33,
durch welchen Kraftstoffdampf und Luft aus dem Kraftstofftank 14 in
das EOVV 16 eintreten, und einen Auslass 34, welcher
vorzugsweise mit dem Kraftstoffdampfbehälter 32 verbunden
ist. Die Einlässe 33 können mit
den Überschlagsventilen 28 ver bunden
werden, und ein oder mehrere Einlässe 33 können direkt
mit dem Innenraum 20 des Kraftstofftanks verbunden werden.
Das EOVV 16 weist vorzugsweise ein Ventilelement auf, das
durch Anlegen eines elektrischen Signals zwischen einer offenen
Stellung, welche einen Fluidstrom durch seinen Auslass 34 hindurch
und zu dem Dampfbehälter 32 zulässt, und
einer geschlossenen Stellung angesteuert wird, die den Fluidstrom
durch seinen Auslass hindurch zumindest im wesentlichen verhindert.
Das EOVV 16 kann ein Magnetventil sein, das von dem Steuereinheit 18 als
Reaktion auf vorprogrammierte Befehle oder verschiedene Signale
oder Bedingungen, die von dem Steuereinheit 18 überwacht
oder zu diesem übermittelt
werden, zwischen seinen offenen und geschlossenen Positionen gesteuert
wird.
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Beispielsweise
ist das Einfüllrohr 22 an
einem Ende zu dem Kraftstofftank 14 hin offen und kann
an seinem anderen Ende 40 eine Auftankdüse 42 einer Auftankpumpe
einer Tankstelle aufnehmen. Das Einfüllrohr 22 kann eine
Einfülltür 44 enthalten, die
sich öffnet,
wenn eine Auftankdüse 42 von
einer Auftankpumpe in das Ende 40 des Einfüllrohres 22 eingeführt wird,
um Kraftstoff in den Kraftstofftank 14 einzufüllen. In
dem Einfüllrohr 22 oder
angrenzend an dieses kann ein Auftanksensor 46 vorgesehen sein,
um festzustellen, wann die Einfülltür 44 offen
ist, und dadurch, wann ein Auftankvorgang beginnt oder eintritt.
Als Beispiel kann der Auftanksensor 46 eine Vielzahl von
Schaltern enthalten, beispielsweise einen Zungenschalter (wobei
bei einer Ausführung
die Einfülltür einen
Magneten trägt
und das Einfüllrohr
einen Zungenschalter trägt),
einen Hall-Sensor und dergleichen. Der Auftanksensor 46 ist
mit der Steuereinheit 18 verbunden, beispielsweise durch
einen zwischen diesen verlaufenden Draht, um ein Signal an die Steuereinheit 18 abzusetzen,
wenn die Einfülltür 44 offen
ist. Die Steuereinheit 18 wiederum sendet, beispielsweise
durch einen Draht 49, ein Signal an das EOVV 16,
um dieses in seine offene Stellung zu steuern (oder, wenn es bereits
offen ist, um sicherzustellen, dass es offen bleibt), um während des
Auftankvorgangs einen verhältnismäßig freien
Strom von Kraftstoffdampf aus dem Kraftstofftank 14 heraus zu
ermöglichen.
Bei der gezeigten Ausführungsform kann
während
des Auftankvorgangs Kraftstoff dampf aus dem Kraftstofftank 14 heraus
durch die Überschlag-Entlüftungsventile 28,
durch mit dem EOVV 16 verbundene Dampfleitungen 48 und
danach durch den EOVV-Auslass 34 hindurch zu dem Kraftstoffdampfbehälter 32 fließen. Wie
in 4 gezeigt ist, könnten die Überschlag-Entlüftungsventile 28 auch gänzlich im
Innern des Kraftstofftanks 14 angeordnet sein; wobei sich
die Dampfleitungen 48 bei Bedarf gänzlich oder zumindest zum Teil
im Innern des Kraftstofftanks 14 befinden.
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Der
Kraftstoffspiegel in dem Kraftstofftank 14 wird zumindest
zum Teil von dem Kraftstoffspiegelsensor 30 in dem Kraftstofftank 14 ermittelt.
Der Kraftstoffspiegelsensor 30 kann von jeder geeigneten
Art sein, zu welcher herkömmliche
Schwimmerarmsensoren und Widerstandssensoren, piezoelektrische Vorrichtungen,
Thermistorvorrichtungen und dergleichen zählen. Vorzugsweise wird ein
Signal, welches den Kraftstoffspiegel in dem Kraftstofftank 14 anzeigt,
durch den Kraftstoffspiegelsensor 30 an die Steuereinheit 18 übermittelt.
Die Steuereinheit 18 wiederum setzt ein Signal zum Schließen des EOVV 16 ab,
wenn der Kraftstofftank 14 voll oder beinahe voll ist,
und beendet dadurch das Ablassen von Dampf aus dem Kraftstofftank 14.
Da kein Kraftstoffdampf aus dem Kraftstofftank 14 verdrängt werden kann,
wenn das EOVV 16 geschlossen ist, steigt der Druck in dem
Kraftstofftank 14 an, wenn weiterer Kraftstoff eingefüllt wird,
und dadurch staut sich der Kraftstoff in dem Einfüllrohr 22 und
löst ein
automatisches Abschalten der Auftankpumpe mit Hilfe eines Sensors
innerhalb der Auftankdüse 42 aus,
und das kann in herkömmlicher
Weise geschehen.
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Damit
weiterer Kraftstoff in den Kraftstofftank 14 eingefüllt werden
kann, was manchmal "Aufrundungs-" oder "Erhaltungsfüllen" genannt wird, kann die
Steuereinheit 18 das EOVV 16 nach einem bestimmten
Zeitraum öffnen.
Die Zeitdauer, über
welche das EOVV 16 geschlossen ist, kann von vielen Faktoren
wie Tankform, Füllrohrausrichtung,
Auftankmenge und dergleichen abhängen
und sollte lang genug sein, um sicherzustellen, dass der Auftank-Abschaltvorgang
erfolgt ist. Nachfolgende Auftank-Abschaltvorgänge können in vorprogrammierten Abständen gesteuert
werden, die auf eine vorgegebene oder in anderer Weise bestimmte
Anzahl von Versuchen beschränkt
sind, oder um bei Bedarf einen maximalen erwünschten Füllstand in dem Kraftstofftank 14 erhalten
zu können.
Sobald man den maximalen erwünschten
Füllstand
erhalten hat, wird das EOVV 16 vorzugsweise in seiner geschlossenen
Stellung gehalten, damit kein weiterer Kraftstoff in den Tank 14 eingefüllt werden
kann.
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Bei
einer Ausführungsform
tastet das Steuereinheit 18 das Signal von dem Kraftstoffspiegelsensor
in bestimmten Abständen
ab und vergleicht die Füllstände als
Funktion der zwischen abgetasteten Signalen abgelaufenen Zeit. Aus
diesen Informationen kann das Steuereinheit 18 die Geschwindigkeit bestimmen,
mit welcher Kraftstoff in den Kraftstofftank 14 eingefüllt wird.
Die Geschwindigkeit, mit welcher Kraftstoff in den Kraftstofftank 14 eingefüllt wird, kann
zumindest zum Teil zum Bestimmung dessen verwendet werden, wann
das EOVV 16 geschlossen werden sollte, um in dem Kraftstofftank 14 einen
gewünschten
Stand zu erreichen. Diese Bestimmung kann auf der Grundlage von
mindestens drei Variablen erfolgen: dem gegenwärtigen Kraftstoffspiegel oder
Kraftstoffvolumen in dem Kraftstofftank 14; dem gewünschten
maximalen Kraftstoffspiegel oder Kraftstoffvolumen in dem Kraftstofftank 14;
und der Geschwindigkeit, mit welcher Kraftstoff in den Kraftstofftank 14 eingefüllt wird.
Vorzugsweise wird dadurch bei Auftankabsperrung für einen
beständigen
Füllstand
in dem Kraftstofftank 14 gesorgt und so genanntes "Überschießen" verhindert oder verhindert, was ein
Zustand ist, wenn der gewünschte
maximale Kraftstoffspiegel in dem Kraftstofftank 14 überschritten
wird. Die Informationen zur Füllgeschwindigkeit können auch
dazu verwendet werden, das Erhaltungsfüllen und den maximalen oder
endgültigen Kraftstoffspiegel
in dem Kraftstofftank 14 nach dem Auftankvorgang genauer
zu steuern. Mit besserer Kontrolle über den endgültigen Kraftstoffspiegel
lässt sich
ein größeres Gesamtvolumen
des Kraftstofftanks 14 nutzen, ohne den Kraftstofftank 14 zu überfüllen. 14 ist
ein Diagramm des endgültigen Kraftstoffvolumens
(in Gallonen) als Funktion der Füllgeschwindigkeit
(in Gallonen pro Minute) und zeigt im wesentlichen die verbesserte
Kontrolle über das
endgültige
Kraftstoffvolumen in dem Kraftstofftank, das durch Testen eines
Kraftstoffsystems 10 gemäß der vorliegenden Erfindung
im Vergleich zu einem herkömmlichen
Kraftstoffsystem mit einem mechanischen Füllstandsgrenzventil nachgewiesen wurde.
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Nach
einem Auftankvorgang kann die Steuereinheit 18 das EOVV 16 beispielsweise
nach einem programmierten Zeitraum, einem ermittelten Zeitraum oder
nach dem Senden eines Signals schließen, dass sich die Einfülltür 44 geschlossen
hat, was anzeigt, dass die Auftankpumpendüse 42 von dem Einfüllrohr 22 entfernt
wurde. Zwar wurde bei der vorstehenden Erläuterung ein Sensor 46 dargestellt, welcher
der Einfülltür 44 in
dem Einfüllrohr 22 zugeordnet
ist, jedoch können
auch andere Anzeiger für einen
Auftankvorgang verwendet werden. Repräsentative Beispiele sind ein
Sensor an einer Kappe, welcher das Einfüllrohr 22 schließt und anzeigt,
wann die Kappe von dem Einfüllrohr 22 entfernt
wurde, ein Sensor, welcher auf einen Fluidstrom in dem Einfüllrohr 22 ansprechen
kann, ein Sensor, welcher eine Angabe zu dem ansteigenden Kraftstoffspiegel
in dem Kraftstofftank 14 liefert, USW.
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Das
Kraftstoffsystem 10 kann nicht nur den Tank 14 auftanken,
sondern auch auf andere Fahrzeugzustände ansprechen und für andere
Zustände wie
tägliches
Entlüften,
Drucksteuerung im Kraftstofftank und Leckprüfungen im Kraftstofftank 14 sorgen. Bei
den letzteren müssen
manche Fahrzeugen zur Zeit diagnostische Sensoren (beispielsweise
so genannte OBDII-Sensoren) und/oder Testgeräte an Bord haben, um die Unversehrtheit
des Kraftstofftanks 14 sicherzustellen. Eine Ausführungsweise
besteht darin, einen Unterdruck an den Kraftstofftank 14 anzulegen,
den Tank zu schließen
und den Druck in dem geschlossenen Kraftstofftank 14 zu überwachen.
Durch Zunahme des Drucks im Kraftstofftank (Verlust an Unterdruck)
wird eine undichte Stelle in dem Kraftstofftank 14 angezeigt.
Für tägliches
Entlüften
lässt sich
auf der Basis vieler Faktoren wie Temperatur, Druck, Ruhezeit des
Fahrzeugmotors und dergleichen sorgen. Um dieses Entlüften zu
ermöglichen,
kann das EOVV 16 in seine offene Stellung bewegt oder darin
gehalten werden. Ein Drucksensor 50, der auf mindestens
einen Schwelldruck in dem Kraftstofftank 14 ansprechen
kann, ist vorzugsweise auch mit dem Steuereinheit 18 verbunden,
um eine Angabe darüber
zu liefern, wann ein maximaler gewünschter Druck in dem Kraftstofftank 14 vorhanden ist.
In diesem Zustand kann die Steuereinheit 18 das EOVV 16 öffnen, um
den Innendruck im Tank zu entlasten und Schäden an dem Kraftstofftank 14,
seinen Teilen und/oder einer Dichtung, beispielsweise zwischen einem
Teil und dem Kraftstofftank 14 zu verhindern. Auf diese
Weise lässt
sich der maximale Druck in dem Kraftstofftank 14 steuern.
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Das
elektrisch betätigte
Entlüftungsventil 16 kann
vorzugsweise in eine oder mehrere Zwischenpositionen zwischen seiner
geöffneten
und seiner geschlossenen Stellung gesteuert werden, um für eine Entlüftungsöffnung mit
variabler Größe und variabler Durchflussmenge
zu sorgen. Außerdem
kann das EOVV 16 in der in 2 gezeigten
Weise stromauf des Kraftstoffdampfbehälters 32 positioniert
werden oder kann in der allgemein in 4 gezeigten
Weise stromab des Kraftstoffdampfbehälters 32 positioniert werden.
Insbesondere dann, wenn sich das EOVV 16 stromab des Kraftstoffdampfbehälters 32 befindet, kann
es auch als Spülventil
zum Steuern des Spültaktes
des Behälters 32 verwendet
werden. Der effektive Strömungsbereich
des Auslasses 34 kann zwecks verhältnismäßig freien Dampfstroms durch diesen
hindurch groß gestaltet
werden, beispielsweise während
des Auftankvorgangs, und kann kleiner gestaltet werden, beispielsweise
während
eines Spülvorgangs
für den
Kraftstoffdampfbehälter 32. Auch
ist durch Schließen
des EOVV 16 außer
dann, wenn Kraftstoffdampf aus dem Kraftstofftank 14 abgelassen
werden soll, die Belastung auf dem Kraftstoffdamptbehälter 32 kleiner,
und potenziell kann ein kleinerer Dampfbehälter verwendet werden. Ebenso verhindert
das geschlossene EOVV 16, dass flüssiger Kraftstoff in den Kraftstoffdampfbehälter 32 fließt, und
dadurch kann ebenfalls ein kleinerer Dampfbehälter verwendet werden.
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Es
kann mehr als ein EOVV 16 verwendet werden, und jedes EOVV 16 kann
innerhalb oder außerhalb
des Kraftstofftanks 14 angeordnet werden oder kann an dem
Kraftstofftank 14 befestigt werden und sich durch die Kraftstofftankwand
hindurch erstrecken, um direkt mit dem Innenraum 20 des
Kraftstofftanks 14 verbunden zu sein. Dadurch erhöht sich die
Flexibilität
des Kraftstoffsystems 10, und der Strom des flüssigen Kraftstoffs
in den Dampfbehälter 32 kann
weiter beschränkt
oder verhindert werden, indem beispielsweise das EOVV 16 mit
einem größeren Strömungsweg,
um flüssigen
Kraftstoff zu dem EOVV 16 gelangen zu lassen, außerhalb
des Kraftstofftanks 14 befestigt wird. Bei Bedarf können die Steuereinheit 18 und/oder
der Kraftstoffdampfbehälter 32 in
der in 4 gezeigten Weise auch innerhalb des Kraftstofftanks 14 befestigt
werden. Durch Anordnen dieser Teile innerhalb des Kraftstofftanks 14 lassen
sich die durch den Kraftstofftank 14 hindurch führenden Öffnungen
und die Anschlüsse
von Teilen außerhalb
des Kraftstofftanks 14 minimieren, um den Ausstoß von Kraftstoffdampf
aus dem Kraftstofftank 14 zu vermindern. Beispielsweise
können
die Überschlagventile 28 und
das/die Entlüftungsventil(e) 16 alle
mit dem Dampfbehälter 32 innerhalb
des Kraftstofftanks 14 verbunden sein, wobei weniger Öffnungen
in dem Kraftstofftank 14 für Dampfleitungen und Drähte erforderlich
sind. In dem gezeigten Beispiel verlaufen nur zu dem Steuereinheit 18 führende Drähte, eine
Dampfleitung 52 von dem EOVV 16, eine Kraftstoffleitung 54 von
der Kraftstoffpumpe 24 und das Einfüllrohr 22 durch den
Kraftstofftank 14. Alle diese Teile könnten bei Bedarf durch eine Öffnung hindurch
geführt
werden. Ein Beispiel für
ein Kraftstoffsystem mit einem Kraftstoffdampfbehälter und
einem Steuermodul, das in der Art des weiter oben erläuterten
Steuereinheites 18 funktionieren kann, ist in dem USA-Patent
Nr. 6,302,144 dargelegt, dessen Offenbarung hier durch Verweis darauf
in seiner Gesamtheit einbegriffen ist.
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Bei
einer Ausführung
kann das Steuereinheit 18 gemäß dem in 3 gezeigten
allgemeinen Diagramm zumindest dann, wenn der Motor des Fahrzeugs
in Betrieb ist, das EOVV 16 betätigen. In diesem Diagramm ist
das EOVV 16 zu jeder Zeit geschlossen, nur dann nicht,
wenn in dem Fahrzeug bestimmte Druckzuständen herrschen und die dynamischen
Fahrzeugzustände
derart innerhalb bestimmter Schwellwerte liegen, dass das Entlüften des
Kraftstofftanks 14 sicher erfolgen kann und/oder bei begrenztem
oder keinem Austritt von flüssigem
Kraftstoff durch das EOVV 16 hindurch erfolgen kann. Die Steuereinheit 18 ist
mit einem Drucksensor 50 verbunden und kann vorzugsweise
auf einen Innendruck im Kraftstofftank ansprechen, der größer als ein
vorgegebener maximaler Druck zum Öffnen des EOVV 16 unabhängig von
anderen Fahrzeugzuständen
und/oder Kraftstoffsystemzuständen
ist, um den Druck in dem Kraftstofftank 14 zu vermindern.
Wenn der Druck in dem Kraftstofftank 14 unterhalb des maximalen
Drucks liegt, stellt die Steuereinheit 18 fest, ob der
Druck in dem Kraftstofftank 14 unterhalb eines minimalen
Schwellent lüftungsdrucks
liegt. Wenn der Innendruck im Tank unterhalb des minimalen Schwellentlüftungsdrucks
liegt, öffnet
die Steuereinheit 18 das EOVV 16 nicht. Wenn der
Innendruck im Tank oberhalb des minimalen Schwellentlüftungsdrucks
liegt, stellt die Steuereinheit 18 auf der Basis oder als
Funktion anderer Faktoren und Bedingungen fest, ob das EOVV 16 zu öffnen ist
und Kraftstoffdampf aus dem Kraftstofftank 14 abgelassen
werden darf. Nach einem Zeitraum, der programmiert oder in anderer
Weise festgelegt werden oder auf einem überwachten Systemfaktor oder
-zustand beruhen darf, kann das EOVV 16 geschlossen werden.
Wenn beispielsweise der Druck in dem Kraftstofftank 14 unter
den minimalen Schwellentlüftungsdruck
abfällt, kann
das EOVV 16 geschlossen werden.
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Zu
den anderen Faktoren und Bedingungen, die zwecks Steuerns eines
Entlüftungstaktes überwacht
werden können,
zählen
beispielhaft und uneingeschränkt
die Neigung und/oder das Verhalten des Fahrzeugs, der Kraftstoffspiegel
in dem Kraftstofftank 14, die Beschleunigung des Fahrzeugs,
der Innendruck im Kraftstofftank, die Temperatur und/oder eine Notsituation
des Fahrzeugs (beispielsweise eine Kollision, welche von verschiedenen
Sensoren einschließlich
den auf die Entfaltung des Airbags reagierenden) angezeigt werden
kann. Jeder Faktor oder Zustand kann einen Schwellwert aufweisen,
der bei Erreichung oder Überschreitung
verhindert, dass die Steuereinheit 18 das EOVV 16 öffnet (vorzugsweise mit
der Ausnahme, dass der maximale Innendruck im Tank überschritten
ist). Die verschiedenen Faktoren oder Zustände lassen sich auch mit einer
Kombination von zwei oder mehreren Faktoren oder Zuständen, auf
Grund welcher die Steuereinheit 18 das EOVV 16 nicht öffnen kann,
auch skalieren, abstufen oder in anderer Weise überwachen, selbst wenn kein einzelner
Faktor oder Zustand an oder über
seinem Schwellwert liegt. Beispielsweise kann zur Beschränkung oder
Vermeidung eines Stroms flüssigen
Kraftstoffs in den Kraftstoffdampfbehälter 32 das EOVV 16 in
Situationen, welche wahrscheinlich dazu führen, dass flüssiger Kraftstoff
durch das EOVV 16 hindurch spritzt oder fließt, geschlossen
gehalten werden. Rasche Fahrzeugbeschleunigung, beispielsweise durch
hartes Bremsen, Kurvenfahren und dergleichen, kann insbesondere
bei bestimmten Kraftstoffspiegeln zu starkem Verspritzen von Kraftstoff
führen,
und deshalb kann die Steuereinheit 18 das EOVV 16 geschlossen
halten, wenn diese Zustände abgefühlt werden.
Wenn die Beschleunigungsfaktoren nicht jenseits ihres Schwellwertes
liegen, sondern das Fahrzeug auch eine Neigung überfährt, so dass der Kraftstoff
aus einer ebenen Lage innerhalb des Tanks heraus gedrängt wird,
kann die Kombination dieser Faktoren ausreichen, um das Öffnen des EOVV 16 zu
verhindern.
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Alternativ
kann ein Entlüftungssystem
verwendet werden, bei dem das EOVV 16 normalerweise offen
ist und geschlossen wird, wenn Faktoren oder Zustände dies
erfordern. Solche Faktoren oder Zustände können die oben beschriebenen
sein und können
im wesentlichen diejenigen sein, welche ein erhöhtes Potenzial zum Verspritzen
des flüssigen Kraftstoffs
in dem EOVV 16 und durch dieses hindurch anzeigen. In diesem
System kann es weniger wahrscheinlich sein, dass der Innendruck
im Kraftstofftank den maximalen Druck erreicht, da das EOVV 16 normalerweise
offen ist.
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Die Überschlagventile 28 können mechanische,
mit Schwimmer betätigte
Ventile sein, oder sie können
auch elektrisch betätigte
Ventile sein, welche von einem Steuereinheit 18 zwischen
offenen und geschlossenen Stellungen angesteuert werden. Bei elektrischer
Betätigung
können
die Überschlagventile 28 in
der gleichen Weise wie das EOVV 16 betätigt werden, oder sie können unterschiedlich
betätigt werden.
Wenn beispielsweise der Beginn eines Auftankvorgangs erfasst wird,
kann die Steuereinheit 18 die Überschlagventile 28 schließen und
das EOVV 16 öffnen,
so dass der gesamte Kraftstoffdampf durch das EOVV 16 hindurch
abgelassen wird, und das EOVV 16 kann die Schließung des
Auftankens und den Füllstand
in dem Kraftstofftank 14 steuern. Es könnten zwei oder mehr elektrisch
betätigte
Ventile vorgesehen werden, wobei jedes Ventil 16 in der an
Hand des EOVV 16 beschriebenen Weise betätigt wird.
Die mehreren Ventile können
derart getrennt werden, dass selbst dann, wenn sich eines in dem Kraftstoff
oder im Bereich desselben befindet, eines von den anderen Ventilen 16 ausreichend
von dem flüssigen
Kraftstoff beabstandet sein kann, damit Kraftstoffdampf durch dieses
hindurch abgelassen werden kann. Die Ventile 16 können gesondert
mit dem Dampfbehälter 32 verbun den
sein, oder ihr kombinierter Ausgang kann mit dem Dampfbehälter 32 verbunden
sein. Vorzugsweise schließen
sich die Ventile 16, wenn sich das Fahrzeug überschlägt oder sich
sein Verhalten sehr stark ändert,
damit kein flüssiger
Kraftstoff durch die Ventile hindurch fließen kann. Auf diese Weise können die
Ventile 16 in ihre geschlossene Stellung vorgespannt werden
oder können
Schwimmer oder Gewichte enthalten, welche die Ventile 16 unter
solchen Zuständen
schließen. Solche
Schwimmer oder Gewichte können
auch als Ausfallsicherheitsvorrichtung wirken, um den Kraftstoffspiegel
in dem Kraftstofftank 14 zu begrenzen, sollte(n) die Steuereinheit 18 oder
das/die EOVV(s) 16 derart versagen, dass das EOVV 16 nicht
elektrisch geschlossen wird.
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Demgemäß kann das
Kraftstoffsystem auf verschiedene dynamische und statische Zustände und
Faktoren ansprechen, damit Kraftstoffdampf und Luft wirksam und
selektiv aus dem Kraftstofftank 14 abgelassen werden können. Die
Sensoren, Schalter und dergleichen können Teil des Kraftstoffsystems 10 oder
Teil des Fahrzeugs 12 sein und können über eine elektrische Schnittstelle
mit dem Steuereinheit 18 und/oder mit verschiedenen anderen
Fahrzeugsteuereinheiten, beispielsweise einer elektronischen Fahrzeugsteuereinheit
(ECU), verbunden werden.
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In 5 ist
eine Ausführungsform
des EOVV 16 in offener Stellung mit einer Magnetspule 98 des EOVV 16 in
stromlosem Zustand gezeigt. Die Magnetspule 98 weist einen
Rahmen 100 auf, welcher ein im wesentlichen eingeschlossenes
Spulengehäuse 102 mit
einer oberen Wand 104, einer unteren Wand 106,
axial ausgerichteten Öffnungen 108, 110 in
der oberen und der unteren Wand 104, 106 und einer zwischen
der oberen und der unteren Wand 104, 106 verlaufenden,
im wesentlichen zylindrischen Wand 112 bildet. Der Rahmen 100 weist
auch ein Kolbengehäuse 114 auf,
das sich (wie in 5 zu sehen ist) im wesentlichen
von der unteren Wand 106 des Spulengehäuses 102 nach unten
erstreckt. Das Kolbengehäuse 114 weist
eine Bodenwand 116 mit einer Innenfläche 118 und einer
Außenfläche 120 auf,
wobei durch die Bodenwand 116 eine Öffnung 122 verläuft, so
dass flüssiger
Kraftstoff durch die Öffnung 122 fließen kann.
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In
dem Spulengehäuse 102 ist
eine im wesentlichen ringartig geformte Drahtspule 124 aufgenommen.
Die Spule 124 weist einen Durchgangskanal 126 auf,
der im wesentlichen in axialer Ausrichtung mit den Öffnungen 108, 110 in
der oberen und der unteren Wand 104, 106 des Spulengehäuses 102 angeordnet
ist. Die Spule 124 ist erwünschterweise an einem Draht 128 befestigt,
durch welchen hindurch ein von der Steuereinheit 18 gesendetes
elektrisches Signal 18 bei Bedarf die Spule 124 erregen kann.
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Die
Magnetspule 98 weist einen Kolben 130 mit einem
Schaft 132 auf, welcher zwecks Hin- und Herbewegung in
dem Durchgangskanal 126 der Spule 124 und durch
die Öffnung 110 in
der unteren Wand 106 des Spulengehäuses 102 hindurch
bemessen ist. Der Kolben 130 weist auch ein vergrößertes Ende 134 mit
einer Bodenfläche 136 auf,
welches im wesentlichen an der Innenfläche 118 der Bodenwand 116 des
Kolbengehäuses 114 anliegt,
wenn sich die Spule 124 in ihrem stromlosen Zustand befindet.
Das vergrößerte Ende 134 weist
auch eine obere Fläche 138 auf,
welche an der unteren Wand 106 des Spulengehäuses 102 anliegt,
wenn sich die Spule 124 in ihrem erregten Zustand befindet.
An seinem anderen Ende weist der Kolben 130 auch vorzugsweise
einen Kopf 144 mit einer Abstützfläche 142 auf.
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Das
EVV 16 weist ein Schwimmergehäuse 148 auf, das vorzugsweise
gesondert von dem Spulengehäuse 102 ausgebildet
ist, wobei eine im wesentlichen zylindrische Wand 150 eine
Kammer 151 bildet, welche zur Aufnahme eines Schwimmers 146 zwecks
Hin- und Herbewegung darin bemessen ist. Das Schwimmergehäuse 148 weist
ein Ende 152, das zur Befestigung an dem Magnetspulenrahmen 100 angeordnet
ist, und ein anderes Ende 154 mit einer Auslassöffnung 156 auf
die sich durch eine Endwand 158 hindurch erstreckt. Erwünschterweise
ragt die Auslassöffnung 156 zumindest
zum Teil in die Kammer 151 hinein, um einen Sitz 160 zu
schaffen, in welche der Schwimmer 146 bei Betätigung der
Magnetspule 98 eingreift, um die Auslassöffnung 156 zu verschließen.
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Zwecks
leichterer Befestigung des Schwimmergehäuses 148 an dem Magnetspulenrahmen 100 erstrecken
sich eine oder mehrere umlaufende Zungen 162 von dem Ende 152 des
Schwimmergehäuses 148 radial
nach innen. Die Zungen 162 sind zur Aufnahme in einer im
wesentlichen umlaufenden Nut 164 in der Wand 112 des
Spulengehäuses 102 konfiguriert.
Erwünschterweise
sind die Zungen 162 zwecks sicherer Befestigung mit einer
Einrastverbindung in der Nut 162 aufgenommen, obwohl zu
erkennen sein sollte, dass das Schwimmergehäuse 148 in jeder gewünschten
Weise an dem Spulengehäuse 102 befestigt
werden kann.
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Das
Schwimmergehäuse 148 weist
eine äußere umlaufende
Schürze 165 auf,
welche sich vorzugsweise von der Endwand 158 nach außen erstreckt
und von der zylindrischen Wand 150 radial nach außen beabstandet
ist, um einen Dampfkanal 167 zwischen der Schürze 165 und
dem Schwimmergehäuse 148 zu
bilden. Mindestens eine Öffnung
und in der Darstellung hier zwei Öffnungen 169 verlaufen vorzugsweise
angrenzend an die Endwand 158 durch die zylindrische Wand 150 hindurch,
um eine Fluidverbindung des Dampfkanals 167 mit der Kammer 151 in
dem Schwimmergehäuse 148 bereitzustellen.
Die Schürze 165 verläuft vorzugsweise
axial unterhalb der Öffnungen 169,
damit kein flüssiger Kraftstoff
durch den Dampfkanal 167 und die Öffnungen 169 hindurch
in die Kammer 151 eintreten kann.
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Der
Schwimmer 146 ist in dem Schwimmergehäuse 148 zwecks Hin-
und Herbewegung darin zwischen einer ersten oder offenen Stellung
und einer zweiten oder geschlossenen Stellung bei Einwirkung von
flüssigem
Kraftstoff auf diesen aufgenommen. Der Schwimmer 146 weist
eine Basis 166 auf, welche im wesentlichen angrenzend an
die Abstützfläche 142 des
Kolbens 130 und in Anlagekontakt mit dieser positioniert
ist, jedoch bleibt der Schwimmer 146 bei einer gegenwärtig bevorzugten
Ausführungsform
von dem Kolben 130 gesondert und unbefestigt. Erwünschterweise
trägt der
Schwimmer 146 eine Dichtung 168, welche derart
bemessen ist, dass sie in den Sitz 160 eingreift, um eine
fluiddichte Dichtung herzustellen, wenn sich das EOVV 16 in
seiner geschlossenen Stellung befindet. Die Dichtung 168 kann
an dem Schwimmer 146 befestigt oder einstöckig mit
diesem ausgebildet sein. Die Dichtung 168 ist vorzugsweise
aus einem flexiblen und elastischen Material konstruiert, beispielsweise
und uneingeschränkt
aus einem elastomeren Material, welches sich zur Verwendung in flüssigen Kraftstoffen
eignet, mit welchen der Kraftstofftank 14 verwendet werden kann.
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Bei
Gebrauch und in der in 6 gezeigten Weise wird der Kolben 130,
wenn die Spule 124 erregt ist, im wesentlichen (in der
in 5 und 6 gezeigten Weise) nach oben
in die Kammer 151 getrieben und bewegt den Schwimmer 146 nach
oben in Richtung zu der Auslassöffnung 156.
Am Ende dieser Bewegung greift die Dichtung 168 in den
Sitz 160 ein, um eine fluiddichte Dichtung herzustellen,
und schließt
dadurch die Auslassöffnung 156 gegen
den Kraftstoffdampfstrom ab. Danach bewegt sich der Kolben 130,
wenn die Spule 124 stromlos wird, im wesentlichen von der
Auslassöffnung 156 weg,
wodurch der Schwimmer 146 und mithin die Dichtung 168 außer Eingriff
mit der Auslassöffnung 156 kommen
und sich von dieser weg bewegen. Wenn die Dichtung 168 von
dem Sitz 160 beabstandet ist, kann demgemäß Kraftstoff
frei durch die Auslassöffnung 156 und
in den Kraftstoffdampfbehälter 32 fließen. Eine
Feder 170 spannt den Schwimmer 146 vorzugsweise
nachgiebig zu der Auslassöffnung 156 hin
und stellt für
den Fall, das sich das Fahrzeug überschlägt, eine
Kraft zum Schließen
des Schwimmers 146 an dem Sitz 160 bereit.
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Bei
Gebrauch, wenn die Magnetspule 98 stromlos ist, liegt im
wesentlichen das vergrößerte Ende 134 des
Kolbens 130 in der in 5 gezeigten Weise
an der Bodenwand 116 des Kolbengehäuses 114 an, und der
Schwimmer 146 liegt auf der Feder 170 oder der
Abstützfläche 142 des
Kolbens 130 auf. Demgemäß ist die
Dichtung 168 von dem Sitz 160 der Auslassöffnung 156 beabstandet
und außer
Eingriff mit diesem, wodurch Kraftstoffdampf durch das EOVV 16 hindurch
und in den Dampfbehälter 32 fließen kann.
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Wie
weiter oben erläutert
wurde, kann das Steuereinheit 18 derart programmiert werden,
dass es den Kraftstoffspiegel in dem Kraftstofftank 14 auf einen
vorgegebenen endgültigen
Füllstand
begrenzt, bevor die Spule 124 erregt oder die Erregung
die Spule 124 befohlen wird. Die Spule 124 bleibt
also stromlos, wenn Kraftstoff in den Kraftstofftank 14 eingefüllt wird,
und Kraftstoffdampf kann frei durch die Auslassöffnung 156 hindurch
aus dem Kraftstofftank 14 heraus fließen, bis sich der Kraftstoffspiegel
einem Füllstand
nähert,
bei welchem das EOVV 16 geschlossen werden sollte, um das
Auftanken zu beenden. Wenn sich der Kraftstoffspiegel einem endgültigen oder
maximalen Füllstand
nähert,
aktiviert das Steuereinheit 18 die Magnetspule 98,
wodurch das Ventil geschlossen wird, indem die Dichtung 168 mit dem
Sitz 160 in Eingriff kommt, um die Auslassöffnung 156 zu
verschließen.
Danach steigt der Druck in dem Kraftstofftank 14 an und
bewirkt, dass sich flüssiger
Kraftstoff in dem Einfüllrohr 22 staut
und sich die Kraftstoffdüse 42 in
der oben erläuterten
Weise automatisch schließt.
Die Abfolge kann sich wiederholen, weil sich das EOVV 16 beim
Einregeln des flüssigen
Kraftstoffs in dem Tank 14 oder nach einem Zeitraum öffnet, wodurch
bei Bedarf ein Erhaltungsfüllen
oder Aufrunden des Kraftstoffspiegels in dem Kraftstofftank 14 möglich wird.
Sobald der flüssige Kraftstoff
in dem Kraftstofftank 14 den endgültigen Füllstand erreicht hat, bleibt
die Spule 124 erregt, was dazu führt, dass die Dichtung 168 mit
dem Sitz 160 in Eingriff bleibt, wodurch kein weiterer
Kraftstoff in den Kraftstofftank 14 eingefüllt werden
kann.
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Wie
am besten in 7 gezeigt ist, verschließt nicht
nur die Dichtung 168 die Auslassöffnung 156 als Reaktion
darauf, dass die Spule 124 erregt wird, sondern der Schwimmer 146 und
mithin die Dichtung 168 verschließen die Auslassöffnung 156 als
Reaktion darauf, dass der Kraftstoffspiegel einen vorgegebenen maximalen
Füllstand
erreicht, um zu verhindern oder wenigstens zu behindern, dass flüssiger Kraftstoff
durch die Auslassöffnung 156 hindurch
austritt. Wenn die Spule 124, aus welchem Grund auch immer,
nicht erregt wird, wenn der Kraftstoffspiegel den endgültigen Füllstand
erreicht oder überschreitet,
bei welchem sie normalerweise erregt würde, beginnt der flüssige Kraftstoff
in die Kammer 151 des Schwimmergehäuses 148 durch die Öffnung 122 in
der Bodenwand 116 des Kolbengehäuses 114 hindurch
einzutreten und fließt
durch die Öffnungen 108, 110 in
dem Spulengehäuse 102.
Der flüssige Kraftstoff
tritt also in die Kammer 151 ein und hebt den Schwimmer 146 an.
Wenn der flüssige
Kraftstoff einen maximalen Füllstand
erreicht, greift demgemäß die Dichtung 168 abdichtend
in den Sitz 160 der Auslassöffnung 156 ein und
schließt
dadurch das EOVV 16 und verhindert, dass weiterer flüssiger Kraftstoff in
den Kraftstofftank 14 eingefüllt wird, indem die Kraftstoffdüse 42 in
der oben erläuterten Weise
automatisch abgesperrt wird. Flüssiger
Kraftstoff kann auch durch Verspritzen, Neigung des Fahrzeugs oder
teilweises Umstürzen
und dergleichen in das Schwimmergehäuse eintreten. Bei diesen Beispielen
kann der Schwimmer auch die Auslassöffnung 156 verschließen und
verhindern, dass flüssiger
Kraftstoff durch das EOVV 16 hindurch entweicht.
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Bei
einer gegenwärtig
bevorzugten Ausführungsform
fungiert das EOVV 16 auch als Überschlagventil. Auf Grund
der Funktion des Überschlagventils
kann kein flüssiger
Kraftstoff durch die Auslassöffnung 156 hindurch
aus dem Kraftstofftank 14 austreten, wenn der Kraftstofftank 14 eine
vorgegebene Orientierung überschreitet
oder aus der Horizontalen kippt. Wenn sich das Fahrzeug 12 einer
vorgegebenen Anzahl von Neigungsgraden relativ zur Horizontalen
nähert,
beispielsweise von 15 Grad, kann Kraftstoff durch die mit
dem Dampfkanal 167 verbundenen Öffnungen 169 in der
Wand 150 hindurch in die Schwimmerkammer 151 fließen. Der
in die Kammer 151 eintretende flüssige Kraftstoff bewirkt in
Kombination mit der Feder 170, dass sich der Schwimmer 146 zu
der Auslassöffnung 156 hin
bewegt, bis die Dichtung 168 in den Sitz 160 der
Auslassöffnung 156 eingreift,
damit kein flüssiger
Kraftstoff und kein Kraftstoffdampf durch die Auslassöffnung 156 hindurch
fließen.
Vorzugsweise braucht der flüssige
Kraftstoff nicht die Kammer zu 151 füllen, damit die Dichtung 168 die
Auslassöffnung 156 verschließt. Statt
dessen können
dort, wo das Fahrzeug 12 eine vorgegebene Anzahl von Kippgraden
aus der Horizontalen überschreitet,
beispielsweise von 45 Grad Kippung, beispielsweise die
Schwerkraft und die Feder 170 zusammenwirken, um den Schwimmer 146 und
mithin die Dichtung 168 unabhängig von dem Spiegel des flüssigen Kraftstoffs
in der Kammer 151 zu der Auslassöffnung 156 hin zu
bewegen. Es sollte zu erkennen sein, dass sich der Schwimmer 146 und
die Dichtung 168 von der Auslassöffnung 156 weg bewegen,
wenn entweder der Spiegel des flüssigen
Kraftstoffs in dem Kraftstofftank 14 unter den maximalen
Füllstand
abfällt
oder wenn das Fahrzeug 12 zu einer Lage oder Neigung von
weniger als dem vorgegebenen Kippwinkel aus der Horizontalen zurückgebracht
wird.
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In 8 und 9 ist
eine alternative Ausführungsform
eines EOVV 200 jeweils in seiner offenen und seiner geschlossenen
Stellung gezeigt. Das EOVV 200 weist ein im wesentlichen
zylindrisches Kolbengehäuse 202 auf,
welches einen Hohlraum 204 mit einer Basis 206 bildet.
Erwünschterweise
besitzt die Basis 206 eine Öffnung 208, durch
welche Fluid fließen
kann. An der Basis, vorzugsweise an einer Bodenfläche 212 der
Basis 206, wird eine elektromagnetische Spule 210 getragen.
Die Spule 210 ist betätigbar
mit dem Steuereinheit 18 verbunden, das selektiv das EOVV 200 aktiviert.
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Das
EOVV 200 weist oberhalb des Kolbengehäuses 202 ein Schwimmergehäuse 214 auf,
das vorzugsweise einstöckig
mit dem Kolbengehäuse
ist. Das Schwimmergehäuse 214 ist
vorzugsweise zylindrisch und besitzt einen größeren Durchmesser als das Kolbengehäuse 202 und
weist dadurch eine ringförmige
und radial verlaufende Schulter 216 auf. Das Schwimmergehäuse 214 weist
eine obere Wand 218 mit einer durch diese hindurch verlaufenden
Auslassöffnung 220 auf.
Die Auslassöffnung 220 erstreckt sich
vorzugsweise in den Hohlraum 204, um eine Dichtlippe oder
einen Sitz 222 zu bilden.
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Das
EOVV 200 weist ein Ventilelement 224, welches
im folgenden als Kolben bezeichnet wird, mit einer ferromagnetischen
Platte 226 auf einer Bodenfläche 228 derselben
auf. Der Kolben 224 ist zwecks Hin- und Herbewegung in
dem Kolbengehäuse 202 aufgenommen.
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Das
EOVV 200 besitzt einen Schwimmer 230 mit einer
Dichtung 232, welche im wesentlichen angrenzend an eine
obere Fläche 234 des
Schwimmers 230 befestigt oder von dieser getragen ist.
Der Schwimmer 230 ist in dem Hohlraum 204 des Schwimmergehäuses 214 im
wesentlichen oberhalb des Kolbengehäuses 202 aufgenommen.
Erwünschterweise
ist eine Feder 236 zwischen dem Schwimmer 230 und
der Schulter 216 des Schwimmergehäuses 214 aufgenommen
und liegt an diesen an. Die Feder 236 fungiert im wesentlichen
genauso wie die oben bei der vorherigen Ausführungsform beschriebene Feder 170 und
ist mithin im folgenden nicht im einzelnen erläutert.
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Bei
Gebrauch greift der Kolben 224, wenn die Spule 210 stromlos
ist, in der in 8 gezeigten Weise in die Basis 206 des
Kolbengehäuses 202 ein, und
der Schwimmer 230 drückt
die Feder 236 gegen die Schulter 216. Demgemäß wird die
Dichtung 232 von der Auslassöffnung 220 beabstandet,
wodurch Kraftstoffdampf in der bei den vorherigen Ausführungsformen
erläuterten
Weise durch die Auslassöffnung 220 hindurch
und in den Dampfbehälter 32 fließen kann.
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In
der in 9 gezeigten Weise wird die Spule 210 erregt,
wenn das EOVV 200 geschlossen werden soll, und erzeugt
ein Magnetfeld, das die Eisenplatte 226 an dem Kolben 224 abstößt. Infolgedessen
bewegt sich der Kolben 224 von der Spule 210 weg
und bewirkt, dass sich der Schwimmer 230 mit dem Kolben 224 bewegt,
bis die Dichtung 232 in den Sitz 222 eingreift,
um die Auslassöffnung 220 zu verschließen. Danach
nimmt der Druck in dem Kraftstofftank 14 zu, was bewirkt,
dass die Kraftstoffdüse 42 in
der bei den vorherigen Ausführungsformen
erläuterten
Weise automatisch abgesperrt wird. Das Schließen und Öffnen der Auslassöffnung 220 lässt sich
wiederholen, wodurch ein Benutzer abhängig von dem programmierten
Befehl oder der programmierten Funktionsweise des Steuereinheites 18 den Kraftstofftank 14 auffüllen kann.
Sobald der Kraftstoff in dem Kraftstofftank 14 den vorgegebenen
endgültigen
Füllstand
erreicht hat, bleibt die Spule 210 erregt und bewirkt dadurch,
dass die Dichtung 232 mit der Lippe 222 in Eingriff
bleibt, damit in der bei den vorigen Ausführungsformen erläuterten
Weise kein weiterer Kraftstoff in den Kraftstofftank 14 eingefüllt werden
kann.
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Wie
in 10 gezeigt ist, hebt der Schwimmer auch die Dichtung 232 in
den Eingriff mit dem Sitz 222, wenn flüssiger Kraftstoff vorhanden
ist. Wenn also die Spule 210, aus welchem Grund auch immer,
beim Erreichen des endgültigen
Füllstand durch
den Kraftstoffspiegel nicht erregt wird, wobei sie normalerweise
erregt würde,
oder wenn flüssiger Kraftstoff
in anderer Weise in das Schwimmergehäuse eingetreten ist, tritt
der flüssige
Kraftstoff in den Schwimmerhohlraum 204 ein, indem er durch
die Öffnung 208 in
der Basis 206 des Kolbengehäuses 202 fließt, und
fließt
zwischen dem Kolbengehäuse 202 und
dem Kolben 224 hindurch. Deshalb wird der Schwimmer 230 durch
den in den Schwimmerhohlraum 204 ein tretenden flüssigen Kraftstoff
angehoben, und wenn der flüssige
Kraftstoff den maximalen Füllstand
erreicht, wird die Dichtung 232 in dichtenden Eingriff
mit dem Sitz 222 bewegt, wodurch kein Kraftstoffdampf aus
dem Kraftstofftank 14 austreten kann und letztlich in der
bei den vorigen Ausführungsformen
erläuterten
Weise kein weiterer flüssiger
Kraftstoff in den Kraftstofftank 14 eingefüllt werden
kann. Das EOVV 200 fungiert vorzugsweise in der bei den
vorigen Ausführungsformen
erläuterten Weise
auch als Überschlagventil
und ist mithin im folgenden nicht ausführlicher erläutert.
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In 11 und 12 ist
eine andere Ausführungsform
eines EOVV 300 jeweils in seiner offenen und seiner geschlossenen
Stellung gezeigt. Das EOVV 300 weist ein Schwimmergehäuse 301 mit
einem Schwimmer 302 und einer Dichtung 304 auf, welche
zwecks Hin- und Herbewegung in einer Schwimmerkammer 306 im
wesentlichen an diesem befestigt ist. Die Schwimmerkammer 306 besitzt
eine Basis 308 mit einer Öffnung 310 darin,
damit flüssiger Kraftstoff
in die Schwimmerkammer 306 fließen kann. Erwünschterweise
ist eine Feder 312 zwischen einer Basis 314 des
Schwimmers 302 und der Basis 308 des Gehäuses 301 angeordnet.
Die Feder 312 fungiert vorzugsweise in der oben für bei die
vorige Ausführungsformen
erläuterten
Weise und ist mithin im folgenden nicht ausführlicher erläutert.
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Das
EOVV 300 weist eine Auslassöffnung 313 auf, welche
sich von dem Schwimmergehäuse 316
im wesentlichen nach oben erstreckt, wobei in einer Wand der Auslassöffnung 313 ein
Spulengehäuse 316 konstruiert
ist. Das Spulengehäuse 316 weist eine
darin aufgenommene elektromagnetische Spule 318 auf, wobei
die Spule 318 im wesentlichen angrenzend an ein angelenktes
Klappenventil 320 positioniert ist.
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Das
Klappenventil 320 ist vorzugsweise eine ferromagnetische
Platte, welche um einen Gelenkzapfen 322 herum zwischen einer offenen
Stellung und einer geschlossenen Stellung verschwenkt. In der offenen
Stellung kann, wie in 11 gezeigt ist, Kraftstoffdampf
im wesentlichen frei durch die Auslassöffnung 313 hindurch
fließen,
und in der geschlossenen Stellung, wie in 12 gezeigt
ist, kann vorzugsweise zumindest im wesentlichen kein Kraftstoffdampf
durch die Auslassöffnung 313 fließen und wird
in dem Kraftstofftank 14 gehalten.
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Bei
Gebrauch befindet sich das Klappenventil 320 in der in 11 gezeigten
Weise, wenn die Spule 318 nicht erregt ist, in seiner offenen
Stellung. Das Klappenventil 320 kann durch die Schwerkraft zumindest
zum Teil in seine offene Stellung vorgespannt werden oder kann außerdem von
einer Feder, beispielsweise einer (nicht gezeigten) Schraubenfeder,
die beispielsweise um den Gelenkzapfen 322 herum gewickelt
ist, vorgespannt werden. Des weiteren bleiben der Schwimmer 302 und
die Dichtung 304, wenn die Spule nicht erregt ist und der
Spiegel des flüssigen
Kraftstoffs in dem Kraftstofftank 14 unter einem maximalen
Füllstand
bleibt, von der Auslassöffnung 313 beabstandet.
Also bleibt die Auslassöffnung 313 offen,
so dass Kraftstoffdampf hindurch fließen kann. Demgemäß kann flüssiger Kraftstoff
in den Kraftstofftank 14 eingefüllt werden, bis sich der Spiegel
des flüssigen
Kraftstoffs in dem Kraftstofftank 14 in der bei den vorherigen
Ausführungsformen
erläuterten
Weise einem vorgegebenen endgültigen
Füllstand
nähert.
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Wie
in 12 gezeigt ist, wird die Spule 318, wenn
sich der flüssige
Kraftstoff in dem Kraftstofftank 14 dem endgültigen Füllstand
nähert,
durch ein von dem Steuereinheit 18 oder durch dasselbe
gesendetes elektrisches Signal erregt und bewirkt dadurch, dass
sich das Klappenventil 320 im wesentlichen von der Spule 318 weg
in seine geschlossene Stellung bewegt. Danach steigt der Druck in
dem Kraftstofftank 14 an und führt dazu, dass die Kraftstoffdüse in der
bei den vorherigen Ausführungsformen
erläuterten
Weise automatisch abgesperrt wird. Die Abfolge kann sich wiederholen,
wodurch ein Benutzer den Kraftstofftank bei Bedarf auffüllen kann.
Sobald der flüssige
Kraftstoff in dem Kraftstofftank 14 einen endgültigen Füllstand
erreicht hat, bleibt die Spule 18 erregt, wodurch das Klappenventil 320 in
dichtendem Eingriff mit der Auslassöffnung 313 bleibt
und dadurch in der bei den vorherigen Ausführungsformen erläuterten
Weise verhindert, dass weiterer flüssiger Kraftstoff in den Kraftstofftank 14 eingefüllt wird.
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Wie
in 13 gezeigt ist, verschließt das Klappenventil 320 nicht
nur die Auslassöffnung 313 gegen
den Strom flüssigen
Dampfes als Reaktion auf die Erre gung der Spule 318, sondern
der Schwimmer 302 und mithin die Dichtung 304 sprechen
an, um die Auslassöffnung 313 als
Reaktion auf das Vorhandensein von flüssigem Kraftstoff in dem Schwimmergehäuse 31 in
der bei den vorherigen Ausführungsformen
erläuterten
Weise gegen den Strom flüssigen Dampfes
zu verschließen.
Wenn die Spule 318 aus irgendeinem Grund nicht erregt wird,
wenn der Spiegel des flüssigen
Kraftstoffs den endgültigen
Füllstand überschreitet,
bei welchem sie normalerweise erregt würde, kann flüssiger Kraftstoff
in anderer Weise in den Schwimmerhohlraum 306 eintreten,
indem er durch die Öffnung 310 fließt. Der
flüssige
Kraftstoff bewirkt bei einem ausreichend hohen Spiegel in dem Schwimmergehäuse 301,
dass der Schwimmer 302 angehoben wird, bis die Dichtung 304 die
Auslassöffnung 313 verschließt, wodurch
kein Kraftstoffdampf und kein flüssiger
Kraftstoff aus dem Kraftstofftank 14 austreten können und
letztlich kein weiterer flüssiger Kraftstoff
in den Kraftstofftank 14 eingefüllt werden kann.
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Das
EOVV 300 wirkt nicht nur als Absperrventil, damit während des
normalen Betriebs des Fahrzeugs 12 kein Kraftstoffdampf
aus dein Kraftstofftank 14 austreten kann, sondern es kann
auch als Überschlagventil
fungieren. Die Funktion als Überschlagventil
kommt im wesentlichen in der gleichen Weise zustande, wie sie bei
den vorherigen Ausführungsformen
beschrieben wurde, damit kein flüssiger
Kraftstoff aus dem Kraftstofftank 14 austritt, wenn der
Kraftstofftank 14 einen vorgegebenen Neigungswinkel relativ
zur Horizontalen überschreitet, und
wird mithin nicht ausführlicher
erläutert.
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Es
sollte zu erkennen sein, dass die Ausführungsformen der oben erläuterten
Kraftstoffanordnungen einige gegenwärtig bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung veranschaulichen und nicht einschränken sollen. Für den Fachmann
werden ohne weiteres verschiedene Modifizierungen innerhalb des
Wesens und Umfangs der Erfindung offenbar werden, wie beispielsweise
das Umordnen der relativen Stellung der Spule zu einem Kolben oder
einem anderen Ventilmechanismus und das Vergrößern oder Verkleinern der Anzahl
der Öffnungen
in einem Gehäuse
eines EOVV 16 zwecks Veränderung des Verhaltens des
Stroms des Kraftstoff dampfes und des flüssigen Kraftstoffs, beispielsweise
in das Gehäuse
und aus diesem heraus. Die Erfindung ist durch die nun folgenden
Ansprüche
definiert.