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Die Erfindung betrifft eine Fahrzeug-Instrumentenanordnung mit einer Instrumentenverkleidung und mindestens einer Projektionseinrichtung zur Projektion optischer Anzeigen auf eine Wiedergabefläche sowie eine Projektionseinrichtung für eine Fahrzeug-Instrumentenanordnung.
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Die vorliegende Erfindung sei grundsätzlich in allen Arten von Fahrzeugen, das heißt Land-, Wasser- und Luftfahrzeugen einsetzbar. Es kann grundsätzlich eine Projektion beliebiger optisch wahrnehmbarer Anzeigen erfolgen, d. h. beispielsweise eine Projektion von Linien, Symbolen, Mustern, alphanumerischen Zeichen, Landkarten, Bildern oder Filmsequenzen. Solche Anordnungen bzw. Einrichtungen sind aus dem Stand der Technik bereits grundsätzlich bekannt.
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So beschreibt beispielsweise das Europäische Patent
EP 0 312 094 B1 eine Bildwiedergabeeinrichtung für ein Fahrzeug, genauer ein so genanntes Head-Up-Display, die im Bereich des Armaturenbrettes eines Kraftfahrzeuges angeordnet ist. Speziell ist dabei lediglich ein Spiegel zur Umlenkung eines erzeugten optischen Bildes auf die Fahrzeug-Frontscheibe im Bereich des Armaturenbrettes vorgesehen und kann direkt auf dem Armaturenbrett aufliegen. Der Erzeuger des optischen Bildes ist im oberen Bereich der Windschutzscheibe des Kraftfahrzeuges angeordnet. Dort steht jedoch nur ein geringes Platzangebot zur Verfügung.
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Aus der Deutschen Patentanmeldung
DE 101 40 631 A1 ist eine Projektionsanordnung für ein Kraftfahrzeug mit einer Projektionseinrichtung zur Projektion eines Bildes auf eine Wiedergabefläche, wiederum in Form eines Head-Up-Displays bekannt. Dabei verläuft der Strahlengang zwischen Wiedergabefläche und Projektionseinrichtung zumindest teilweise durch einen Luftkanal des Armaturenbrettes. Als Wiedergabefläche wird die Fahrzeug-Frontscheibe verwendet. Die Projektionseinrichtung ist vollständig im Bereich des Armaturenbrettes angeordnet. Der Luftkanal kann insbesondere eine Spiegelanordnung zur Umlenkung des erzeugten Bildes auf die Frontscheibe aufweisen.
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Bisher war jedoch ein einfacher Ein- und Ausbau bei einer Fahrzeug-Instrumentenanordnung mit einer Instrumentenverkleidung sowie einer Projektionsanordnung nicht möglich. Die Instrumentenverkleidung weist in der Regel eine gewisse räumliche Ausdehnung auf. So wird insbesondere bei Kraftfahrzeugen in der Regel ein Luftkanal in der Instrumentenverkleidung durchgeführt, der in der Einbauposition meist zwischen Frontscheibe und Projektionseinrichtung liegt. Um einen Ausbau der Instrumentenverkleidung zu ermöglichen, welcher auf Grund der Geometrie der Fahrzeugstruktur und der Instrumentenverleidung in der Regel in Richtung der Längsachse des Fahrzeuges erfolgen muss, muss die Größe der Projektionseinrichtung begrenzt werden, da diese sonst den Ein- oder Ausbau der Instrumentenverkleidung blockieren würde. Dies führt aber zu einer unerwünschten Einschränkung der Projektionseigenschaften der Projektionseinrichtung.
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Alternativ kann der Querschnitt des Luftkanals reduziert werden. Dies macht aber in der Regel zusätzliche Luftkanäle erforderlich, um eine ausreichende Belüftung des Fahrzeuginnenraumes zu erlauben.
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Die
DE 10 2004 015 275 A1 offenbart eine Anzeigeeinheit für ein Fahrzeug, mittels welcher für den Fahrer eines Fahrzeugs visuelle Informationen darstellbar sind und welche eine Flüssigkristallanzeige, einen Spiegel und ein optisches Prisma aufweist, mittels welchem dem Fahrer beim Hindurchsehen durch eine Fläche des Prismas ein vergrößertes, virtuelles Bild darstellbar ist, wobei das Bild in einem komfortablen Abstand hinter der Windschutzscheibe des Fahrzeugs erscheint. Die Flüssigkristallanzeige, der Spiegel und das Prisma, die in der Anzeigeeinheit vorgesehen sind, können als eine kompakte Baugruppe in einem Rahmen abgestützt und in das Armaturenbrett des Fahrzeugs montiert sein.
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Die
DE 20 2005 003 638 U1 offenbart einen Halter für Getränkebehälter als Ausstattungsteil für Fahrzeuge, mit einem Boden als Aufstandsfläche für einen Behälter und Halterahmen, die sich am Umfang eines auf dem Boden abgestellten Behälters abstützen, wobei der Halter in ein eine Einbauöffnung aufweisendes Gehäuseteil im Innenraum eines Fahrzeuges einbaubar oder eingebaut ist, wobei das Gehäuseteil eine Mündungsfluchtebene und eine hinter dieser zurückliegende Vertiefung aufweist, dass der Boden des Halters aus einer Nichtgebrauchslage, in welcher der Boden etwa niveaugleich zur Mündungsfluchtebene ausgerichtet ist, in eine Gebrauchslage verstellbar ist, in welcher der Boden in die Vertiefung versenkt ist, und dass die Haltearme aus einer Nichtgebrauchslage, in der sie vollständig oder nahezu vollständig in die Vertiefung versenkt sind, in eine Gebrauchslage verstellbar sind, in der die Haltearme über die Mündungsfluchtebene vorragen.
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Die
DE 41 23 905 A1 offenbart eine Anzeigewiedergabeeinheit für Fahrzeuge mit einer Anzeigeeinrichtung, die in einem Armaturenbrett angeordnet ist, zum Anzeigen von Fahrzeugbedieninformationen, einem Prisma mit zumindest drei Flächen, das auf dem Armaturenbrett in solcher Art angebracht ist, dass ein Scheitelbereich, an dem eine erste und eine zweite Fläche aneinanderstoßen, nach oben gerichtet ist, wobei die erste und die zweite Fläche jeweilig gegen einen Fahrersitz und eine Windschutzscheibe gerichtet ist, und dass eine dritte Fläche auf dem Armaturenbrett gegenüberliegt, wobei ein Anzeigebild, das von einer Anzeigeeinrichtung projiziert wird, in das Prisma durch die dritte Fläche eintritt, wobei das in das Prisma eingetretene Anzeigebild an der Innenfläche der zweiten Fläche reflektiert wird, um dann schließlich durch die erste Fläche sichtbar wahrgenommen zu werden. Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit bereitzustellen, mit deren Hilfe eine verbesserte Anordnung einer Projektionseinrichtung im Bereich einer Instrumentenverkleidung der Instrumentenanordnung eines Fahrzeuges ermöglicht wird, wobei weitgehende Einschränkungen der Baugröße der Projektionseinrichtung vermieden werden.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Fahrzeug-Instrumentenanordnung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1, durch eine Projektionseinrichtung zur Montage in eine Fahrzeug-Instrumentenanordnung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 3 und/oder durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 4 gelöst.
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Ein erster Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft eine Fahrzeug-Instrumentenanordnung mit einer Instrumentenverkleidung und mindestens einer Projektionseinrichtung zur Projektion optischer Anzeigen auf eine Wiedergabefläche, wobei die Instrumentenverkleidung und/oder die Projektionseinrichtung mit einer Fahrzeugstruktur lösbar verbunden ist. Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass die Projektionseinrichtung relativ zur Instrumentenverkleidung anhebbar angeordnet ist. Anhebbar im Sinne der vorliegenden Erfindung bedeutet, dass die Projektionseinrichtung um einen bestimmten Winkelbetrag gegen die Richtung der Fahrzeuglängsachse längsverschiebbar ist. Dieses Anheben kann im z. B. wesentlichen senkrecht zur Richtung der Fahrzeuglängsachse erfolgen. Der Winkel beträgt jedoch insbesondere zumindest 30°, bevorzugt zumindest 45°, idealerweise zumindest 60° gegen die Richtung der Fahrzeuglängsachse. Da die Projektionseinrichtung angehoben werden kann, kann diese aus einer Einbauposition, in der sie den Ausbau der Instrumentenverkleidung blockieren würde, auf einfache Weise entfernt werden bzw. nach einem erfolgten Einbau der Instrumentenverkleidung in eine Einbauposition versenkt werden. Insbesondere kann sogar ein Einbau und/oder Ausbau zusammen mit der Instrumentenverkleidung erfolgen, wie noch im Folgenden dargestellt wird.
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Im Rahmen einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist eine Führungseinrichtung zum geführten Anheben der Projektionseinrichtung vorgesehen, wobei ein erster Teil der Führungseinrichtung mit der Projektionseinrichtung verbunden ist und ein zweiter Teil der Führungseinrichtung, der mit dem ersten Teil der Führungseinrichtung zusammenwirkt, mit der Instrumentenverkleidung oder mit der Fahrzeugstruktur verbunden ist. Dadurch kann gerade aufgrund der regelmäßigen baulichen Enge im Bereich der Fahrzeug-Instrumentenanordnung ein Einbau und Ausbau wesentlich erleichtert und beispielsweise ein Verklemmen oder Verkanten der Projektionseinrichtung weitgehend vermieden werden.
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Die Führungseinrichtung kann grundsätzlich in jeder geeigneten Weise gestaltet werden. Insbesondere kann die Führungseinrichtung eine Führungsbahn und mindestens einen in die Führungsbahn eingreifenden Vorsprung umfassen. Führungsbahn bedeutet dabei eine Einrichtung, die zumindest einen räumlich ausgedehnten Vorsprung oder zumindest eine räumlich ausgedehnte Vertiefung aufweist und deren Formgebung so gestaltet ist, dass ein Zusammenwirken mit dem Vorsprung garantiert ist. Dadurch wird auf besonders einfache Weise ein geführtes Anheben der Projektionseinrichtung garantiert.
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Diese Führungsbahn kann grundsätzlich als Bahn mit linearer Ausdehnung ausgestaltet sein. Die Führungsbahn kann aber auch gekrümmt ausgebildet sein. Um den baulichen Besonderheiten im Bereich der Fahrzeug-Instrumentenanordnung Rechnung zu tragen, kann die Führungsbahn aber auch einen ersten, insbesondere linearen, Teilbereich aufweisen, der um einen ersten Winkelbetrag gegen die Richtung der Fahrzeuglängsachse geneigt ist, und einen zweiten, insbesondere linearen, Teilbereich, der um einen zweiten Winkelbetrag gegen die Richtung der Fahrzeuglängsachse geneigt ist.
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Weiterhin kann vorgesehen sein, dass die Projektionseinrichtung und/oder die Instrumentenverkleidung Fixierungselemente zur relativen Fixierung von Projektionseinrichtung und Instrumentenverkleidung nach dem Anheben aufweist. Es kann dabei die Positionseinrichtung unmittelbar an der Instrumentenverkleidung fixiert werden. Dadurch kann auf besonders einfache Weise ein gemeinsamer Einbau und/oder Ausbau von Instrumentenverkleidung und Projektionseinrichtung, also im Wesentlichen in einem einzigen gemeinsamen Arbeitsschritt, erfolgen. Alternativ kann aber auch eine relative Fixierung von Positionseinrichtung und Instrumentenverkleidung mittelbar über separate Werkzeuge, wie Einbau- und Ausbauwerkzeuge, erfolgen. Die Fixierungselemente können insbesondere so ausgebildet sein, dass sie jeweils formschlüssig und/oder kraftschlüssig zusammenwirken und dadurch eine Fixierung der Bauteile herbeiführen.
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Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft eine Projektionseinrichtung zur Montage in eine Fahrzeug-Instrumentenanordnung. Erfindungsgemäß ist dabei vorgesehen, dass die Projektionseinrichtung einen ersten Teil einer Führungseinrichtung aufweist, der mit einem zweiten Teil einer Führungseinrichtung zusammenwirken kann, wobei die Führungseinrichtung ein geführtes Anheben der Projektionseinrichtung gestattet. Diese Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Projektionseinrichtung erlaubt wiederum die bereits oben genannte verbesserte Anordnung der Projektionseinrichtung im Bereich einer Instrumentenverkleidung, speziell um einen optimalen Einbau bzw. Ausbau der Instrumentenverkleidung zu ermöglichen. Das Anheben im Sinne dieses Gegenstandes der Erfindung ist entsprechend der bereits oben beschriebenen erfindungsgemäßen Fahrzeug-Instrumentenanordnung zu verstehen.
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Insbesondere kann vorgesehen werden, dass der erste Teil der Führungseinrichtung eine Führungsbahn umfasst, die mit einem in die Führungsbahn eingreifenden Vorsprung zusammenwirken kann. Zu den Details und Vorteilen einer solchen Führungseinrichtung wird ebenfalls auf die bereits oben beschriebenen Vorteile verwiesen. So kann die Führungsbahn insbesondere einen ersten Teilbereich und einen zweiten Teilbereich aufweisen, wobei der erste Teilbereich um einen definierten Winkelbetrag gegen den zweiten Teilbereich geneigt ist.
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Weiterhin kann vorgesehen werden, dass die Projektionseinrichtung Fixierungselemente zur Fixierung der Projektionseinrichtung nach dem Anheben aufweist. Diese Fixierung kann entweder an einem separaten Werkzeug erfolgen. Die Fixierung kann aber auch an der Fahrzeug-Instrumentenanordnung oder an einem Teil davon, wie beispielsweise einer Instrumentenverkleidung, erfolgen. Die Fixierungselemente der Projektionseinrichtung können insbesondere so ausgebildet sein, dass sie jeweils formschlüssig und/oder kraftschlüssig mit entsprechenden Fixierungselementen der Fahrzeug-Instrumentenanordnung oder eines Werkzeuges zusammenwirken und dadurch eine Fixierung der Projektionseinrichtung herbeiführen.
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Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ausbau einer Instrumentenverkleidung und einer Projektionseinrichtung zur Projektion optischer Anzeigen aus einer Fahrzeug-Instrumentenanordnung einer Fahrzeugstruktur. Gemäß der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass in einem ersten Ausbauschritt die Projektionseinrichtung relativ zur Instrumentenverkleidung angehoben wird und in einem weiteren Ausbauschritt ein gemeinsamer Ausbau von Projektionseinrichtung und Instrumentenverkleidung erfolgt. Für Details zur Durchführung dieser Verfahrensschritte und die entsprechenden Vorteile wird in analoger Weise auf die Ausführungen zu den o. g. Gegenständen der Erfindung verwiesen.
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Dabei wird bevorzugt vorgesehen, dass nach dem Anheben der Projektionseinrichtung eine relative Fixierung von Projektionseinrichtung und Instrumentenverkleidung erfolgt. Diese Fixierung kann durch Fixierungselemente oder separate Werkzeuge erfolgen, wie bereits oben zu den weiteren Gegenständen der vorliegenden Erfindung ausgeführt wurde.
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Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen sowie der Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnung entnehmbar.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren der Zeichnung angegebenen Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen dabei:
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1 Schnittzeichnung durch einen Fahrzeug-Innenraum mit Instrumentenanordnung;
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2 Darstellung nach 1 mit Blockade der Instrumentenverkleidung;
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3 Darstellung nach 1 mit angehobener Projektionseinrichtung;
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4 Darstellung nach 3 mit gemeinsamer Demontage von Instrumentenverkleidung und Projektionseinrichtung;
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5 Detaildarstellung der Projektionseinrichtung mit alternativer Führungseinrichtung und Fixierungselementen.
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In den Figuren der Zeichnung sind gleiche bzw. funktionsgleiche Elemente und Signale – sofern nichts Anderes angegeben ist – mit denselben Bezugszeichen versehen worden.
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1 zeigt eine Fahrzeugstruktur F, speziell eines Kraftfahrzeuges. Dabei stellt X die Richtung der Fahrzeuglängsachse dar. Die Fahrzeugstruktur beinhaltet eine Instrumentenanordnung I, die insbesondere eine Instrumentenverkleidung 3 (hier ausgebildet als Oberteil eines Armaturenbrettes) und eine Instrumentenfront 10 umfasst. Im Bereich der Instrumentenverkleidung 3 ist eine Projektionseinrichtung 1 eines Head-Up-Displays angeordnet, die dazu dient, durch die Instrumentenverkleidung 3 hindurch optische Anzeigen auf die Frontscheibe 6 des Fahrzeuges zu projizieren. Die Instrumentenverkleidung 3 weist dazu eine Öffnung auf, die durch eine Blende 13 begrenzt wird. Weiterhin umfasst die Instrumentenverkleidung 3 auch einen Luftkanal 2 zur Belüftung des Fahrzeuginnenraumes, welcher außerdem zur Versteifung der Instrumentenverkleidung 3 dient.
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Die Instrumentenverkleidung 3 ist durch eine formschlüssige Verbindung 9, nach 1 durch eine Einschuhung, mit einem Trägerelement 5 der Fahrzeugstruktur F, nach 1 mit dem so genannten Scheibenquerträger, verbunden. Die Projektionseinrichtung ist über eine Führungseinrichtung 8, 8a, 8b mit einem weiteren Trägerelement 4 der Fahrzeugstruktur F, hier mit dem so genannten Modulquerträger, verbunden. Dieser Modulquerträger 4 trägt unter anderem auch einen Kabelkanal 7, d. h. die Verkabelung der Instrumentenanordnung, und ist mit weitere Baugruppen wie beispielsweise der Lenksäule 11 und einer Luftzuführung 12 von der Klimaanlage zu Auslassdüsen im Bereich der Instrumentenfront 10 verbunden. Außerdem wird bevorzugt ein Anschlag 14 vorgesehen, der als Fixierungselement mit der Führungseinrichtung 8, 8a, 8b zusammenwirkt und zur Stabilisierung der Projektionseinrichtung 1 in der Einbauposition dient.
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Eine Demontage der Fahrzeug-Instrumentenanordnung I kann aufgrund der baulichen Gegebenheiten der Fahrzeugstruktur F nur dadurch erfolgen, dass die Instrumentenverkleidung 3 entlang der Richtung der Fahrzeuglängsachse X verschoben wird, wie in 2 dargestellt. Dabei ergibt sich aber, wie 2 zeigt, das Problem, dass die Projektionseinrichtung 1 aufgrund ihrer baulichen Ausmaße die Instrumentenverkleidung 3 im Bereich des Luftkanals 2 blockiert und somit ein kompletter Ausbau einer gesamten Instrumentenverkleidung 3 nicht möglich wäre. Damit wäre ein Ein- und Ausbau von vormontierten Instrumentenverkleidungen 3 ausgeschlossen, was sehr aufwändige Montage- und Demontageschritte erforderlich machen würde. Es wäre also erforderlich, entweder die Projektionseinrichtung 1 oder den Luftkanal 2 zu verkleinern, was jeweils die Funktionalität dieser Einrichtung unerwünscht einschränken würde.
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3 zeigt nun die erfindungsgemäße Lösung dieses Problems. Die Führungseinrichtung 8, 8a, 8b ist so ausgebildet, dass ein Anheben der Projektionseinrichtung 1 relativ zur Instrumentenverkleidung 3 aus der Einbauposition heraus möglich ist. Es kann dann die Projektionseinrichtung 1 über (in 3 nicht dargestellte) Fixierungselemente in der angehobenen Position relativ zur Instrumentenverkleidung 3 fixiert werden. Die Führungseinrichtung 8, 8a, 8b besteht dabei aus einem Halteelement 8, einer Führungsbahn 8a sowie einem mit der Führungsbahn 8a zusammenwirkenden Vorsprung 8b, der in die Führungsbahn 8a eingreift und in der Führungsbahn längsbeweglich ist. In 3 ist die Führungsbahn linear ausgebildet und um einen steilen Winkel deutlich größer als 45° und größer als 60°, nach 3 um nahezu 90°, gegen die Richtung der Fahrzeuglängsachse X geneigt.
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In diesem Ausführungsbeispiel ist die Führungsbahn 8a mit dem Halteelement 8 verbunden bzw. als Teil des Halteelements 8 in Form eine Aussparung ausgebildet. Der Vorsprung 8b ist mit der Projektionseinrichtung 1 verbunden. Dieser Vorsprung 8b kann grundsätzlich einstückig mit einem Teil der Projektionseinrichtung 1 ausgebildet sein, beispielsweise als erhabener Teil des Gehäuses der Projektionseinrichtung. Der Vorsprung 8a kann aber auch durch eine Verschraubung mit der Projektionseinrichtung 1 gebildet werden, beispielsweise durch ein in die Projektionseinrichtung 1 eingeschraubtes Schraubelement. Wie 3 zeigt, wird die Projektionseinrichtung 1 in der Öffnung der Instrumentenverkleidung 3 so hoch angehoben, dass der Vorsprung 8b aus der Führungsbahn 8a herausgehoben wird und die Projektionseinrichtung über den Modulträger 4 und den Kabelkanal 7 angehoben ist. Anschließend erfolgt die Fixierung der Projektionseinrichtung relativ zur Instrumentenverkleidung 3.
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Wie in 4 dargestellt, kann dann anschließend der gemeinsame Ausbau von Instrumentenverkleidung 3 und der relativ zur Instrumentenverkleidung 3 fixierten Projektionseinrichtung 1 entlang der Richtung X der Fahrzeuglängsachse erfolgen, wobei die Instrumentenverkleidung 3 aus der formschlüssigen Verbindung 9 (Einschuhung) herausgezogen wird. Die Projektionseinrichtung 1 wird dabei über den Modulträger 4 und den Kabelkanal 7 hinweggezogen. Auf diese Weise kann in einem einzigen Arbeitsschritt ein Ausbau der kompletten Instrumentenverkleidung 3 samt Projektionseinrichtung erfolgen. Der Einbau erfolgt genau in umgekehrter Reihenfolge.
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In 5 ist eine alternative Ausgestaltung der Führungseinrichtung dargestellt. 5 zeigt eine Detaildarstellung der Projektionseinrichtung 1. Dabei ist die Führungsbahn 8a nunmehr mit der Projektionseinrichtung 1 verbunden und kann beispielsweise durch Vertiefungen in oder Erhöhungen auf dem Gehäuse der Projektionseinrichtung 1 gebildet werden. Hier weist die Führungsbahn 8a einen ersten linearen Teilbereich 16 und einen zweiten linearen Teilbereich 17 auf, die um einen Winkelbetrag gegeneinander geneigt sind. Dadurch kann eine abschnittsweise lineare Bewegung beim Anheben erzeugt werden. In diese Führungsbahn 8a greift wiederum ein Vorsprung 8b ein, der mit der Fahrzeugstruktur F verbunden ist, welche in 5 nicht explizit dargestellt ist. Schließlich weist die Projektionseinrichtung 1 Fixierungselemente 15 auf, die in 5 lediglich schematisch dargestellt sind und mit entsprechenden Fixierungselementen der Instrumentenverkleidung 3 oder eines separaten Ein- oder Ausbauwerkzeuges zusammenwirken können, um z. B. ein Fixieren der Projektionseinrichtung 1 durch Einhängen in die Instrumentenverkleidung 3 oder das Werkzeug zu erreichen.
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Die Erfindung ist insbesondere in Fällen anwendbar, in denen eine Instrumentenanordnung eines Fahrzeuges, speziell das Cockpit eines Kraftfahrzeuges, nur als Modul einbaubar ist und als ganzes Modul in das Kraftfahrzeug eingefahren wird. Dieses Cockpit-Modul wird anschließend in Richtung Frontscheibe geschoben und dort befestigt. Ein solches Cockpit ist nach dem Einbau als Modul nicht wieder ausbaubar, mit der Folge, dass auch Teilelemente aus diesem Cockpit, wie das Head-Up-Display, konstruktionsbedingt nicht ohne Weiteres ausbaubar sind. Die vorliegende Erfindung ermöglicht insbesondere bei solchen Konstruktionen, die vollständige, einheitliche und nachher nur in Teilen ausbaubare Cockpitmodule verwenden und bei denen das Head-Up-Display integral in diesem Cockpit vorgesehen ist, dass das Head-Up-Display trotzdem auf einfache Weise zumindest zusammen mit der Instrumentenverkleidung ausgebaut werden kann.
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Obgleich die vorliegende Erfindung vorstehend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels beschrieben wurde, ist sie darauf nicht beschränkt, sondern auf vielfältige Art und Weise modifizierbar. So kann die Erfindung auch in anderen Arten von Fahrzeugen realisiert werden und es kann die Projektionseinrichtung auch grundsätzlich in jeder beliebigen Art von Instrumentenanordnung Verwendung finden, sei es zur Projektion optischer Anzeigen für Fahrer, Passagiere oder auch für die Umgebung des Fahrzeuges.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Projektionseinrichtung
- 2
- Luftkanal
- 3
- Instrumentenverkleidung
- 4
- Trägerelement Modulquerträger
- 5
- Trägerelement Scheibenquerträger
- 6
- Frontscheibe
- 7
- Kabelkanal
- 8
- Halteelement der Führungseinrichtung
- 8a
- Führungsbahn der Führungseinrichtung
- 8b
- Vorsprung der Führungseinrichtung
- 9
- Verbindung Instrumentenverkleidung-Trägerelement
- 10
- Instrumentenfront
- 11
- Lenksäule
- 12
- Luftzuführung Klimaanlage-Auslassdüsen
- 13
- Blende
- 14
- Anschlag
- 15
- Fixierungselement
- 16
- erster Teilbereich der Führungsbahn
- 17
- zweiter Teilbereich der Führungsbahn
- F
- Fahrzeugstruktur
- I
- Instrumentenanordnung
- X
- Richtung der Fahrzeuglängsachse