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Die
Erfindung betrifft ein Lasersystem umfassend eine Laserstrahlungsfeldführung, in
welcher sich ein Laser-Strahlungsfeld erstreckt, mindestens einen
vom Laser-Strahlungsfeld durchsetzten laseraktiven, sich in Richtung
einer Längsachse
zwischen zwei einander gegenüberliegenden
Endflächen
erstreckenden Festkörper,
eine Pumpstrahlungsquelle zur Erzeugung von Pumpstrahlung zum optischen
Pumpen des laseraktiven Festkörpers,
eine Pumpstrahlungsführung,
welche die Pumpstrahlung zum Pumpen des Festkörpers in ein erstes und ein
zweites Teilstrahlungsfeld aufteilt, und welche das erste Teilstrahlungsfeld über die
eine Endfläche
und das zweite Teilstrahlungsfeld über die andere Endfläche in longitudinaler
Richtung in den Festkörper einkoppelt.
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Derartige
longitudinale Pumpanordnungen erlauben es, die durch die Endfläche einkoppelbare
Pumpleistung pro Endfläche
unterhalb der Zerstörschwelle
zu halten, allerdings ist die verfügbare Leistung bei derartigen
Lasersystemen begrenzt.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein möglichst
stabil arbeitendes Lasersystem mit möglichst hoher Leistung zu erhalten.
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Diese
Aufgabe wird bei einem Lasersystem der eingangs beschriebenen Art
erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
daß das
Laser-Strahlungsfeld mindestens zwei in Richtung seiner Strahlachse
aufeinanderfolgend angeordnete laseraktive Festkörper aus identischem Material
durchsetzt, daß die
Pumpstrahlungsführung
derart ausgebildet ist, daß diese
in jeden der Festkörper
das erste Teilstrahlungsfeld über
die eine Endfläche
und das zweite Teilstrahlungsfeld über die andere Endfläche einkoppelt
und daß die
Pumpstrahlungsführung
derart ausgebildet ist, daß eine
durch die beiden Teilstrahlungsfelder in jeden der mindestens zwei Festkörper eingekoppelte
Pumpleistung derart einstellbar ist, daß die Auswirkungen von durch
die Pumpleistung in jedem der mindestens zwei Festkörper erzeugten
thermischen Linsen auf das Laser-Strahlungsfeld
im wesentlichen identisch sind.
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Der
Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung ist
darin zu sehen, daß diese
eine einfache Möglichkeit
der Leistungserhöhung
durch die Verwendung von zwei oder mehr Festkörpern bietet, wobei gleichzeitig
trotz Verwenden mehrerer Festkörper
ein stabiler Betrieb des Lasersystems, insbesondere in einem Grundmode,
möglich
ist.
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Dieser
stabile Betrieb des Lasersystems wird dadurch erreicht, daß die Auswirkungen
der durch die Pumpleistungen in jedem der mindestens zwei Festkörper erzeugten
thermischen Linsen auf das Laser-Strahlungsfeld dadurch, daß diese
im wesentlichen identisch sind, die Strahlqualität des Laser-Strahlungsfeldes
und somit auch die Strahlqualität
des ausgekoppelten Ausgangsstrahls nicht negativ beeinträchtigen.
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Ferner
ist der Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung auch darin zu sehen, daß Veränderungen
der Pumpstrahlungsquelle, hinsichtlich Wellenlänge oder Leistung mit denen
insbesondere immer dann zu rechnen ist, wenn die Pumpstrahlungsquelle
eine Laserdiode ist oder Laserdioden umfaßt, sich im wesentlichen nicht
negativ auf die Strahlqualität
des Laser-Strahlungsfeldes auswirken, da diese in jeder der mindestens zwei
sich ausbildenden thermischen Linsen in gleicher Weise auftreten
und somit nicht zu einer Störung
der Symmetrien im Laser-Strahlungsfeld führen.
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Eine
besonders günstige
Lösung
sieht dabei vor, daß die
Teilstrahlungsfelder im wesentlichen parallel zur Längsachse
des jeweiligen Festkörpers
in diesen eingekoppelt sind, so daß allein bedingt durch die
Teilstrahlungsfelder bereits eine möglichst optimale Einkopplung
der Pumpleistung erfolgt.
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Besonders
vorteilhaft ist es, wenn die Teilstrahlungsfelder im wesentlichen
symmetrisch zur Strahlachse innerhalb des jeweiligen Festkörpers in
diesen eingekoppelt sind.
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Eine
derartige Lösung
ermöglicht
es, bereits über
das optische Pumpen des jeweiligen Festkörpers eine in der Rotationssymmetrie
zur Strahlachse möglichst
ungestörte
Anregung des Festkörpers
und somit eine entsprechend ungestörte Verstärkung des Laser-Strahlungsfeldes
zu erreichen.
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Um
möglichst
gleiche Anregungsbedingungen in allen Festkörpern zu erreichen, ist vorzugsweise
vorgesehen, daß die
ersten Teilstrahlungsfelder in jedem der jeweiligen Festkörper eine
im wesentlichen identische Strahlungsfeldform aufweisen.
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Ferner
ist vorgesehen, daß die
zweiten Teilstrahlungsfelder in jedem der jeweiligen Festkörper eine
im wesentlichen identische Strahlungsfeldform aufweisen.
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Damit
ist es nicht zwingend erforderlich, daß die Strahlungsfeldformen
des ersten und des zweiten Teilstrahlungsfeldes identisch sind.
Es ist prinzipiell ausreichend, wenn die ersten Strahlungsfeldformen
und die zweiten Strahlungsfeldformen jeweils untereinander identisch
sind.
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Hinsichtlich
der Ausbildung einer möglichst
gleichen Linsenwirkung der thermischen Linse ist es besonders günstig, wenn
die Summe der durch die beiden Teilstrahlungsfelder in den jeweiligen
Festkörper
eingekoppelten Pumpleistungen in jedem des Festkörper ungefähr gleich groß ist.
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Dieses
Merkmal bedeutet, daß es
primär
auf die Summe der Pumpleistungen ankommt, die in jedem Festkörper vorliegt,
da diese in erster Näherung
die thermische Linsenwirkung bestimmt. Wie sich diese Summe der
Pumpleistungen zusammensetzt kann vom Prinzip her in jedem der Festkörper variieren.
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Vorteilhaft
ist es insbesondere, wenn in jedem der Festkörper die ersten Teilstrahlungsfelder
hinsichtlich ihrer Pumpleistung, insbesondere hinsichtlich ihrer
räumlichen
Verteilung der Pumpleistung im wesentlichen gleich ausgebildet sind.
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Ferner
ist es günstig,
wenn in jedem der Festkörper
die zweiten Teilstrahlungsfelder hinsichtlich ihrer Pumpleistung,
insbesondere hinsichtlich ihrer räumlichen Verteilung der Pumpleistung
im wesentlichen gleich ausgebildet sind.
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Eine
hinsichtlich der räumlichen
Verteilung der Pumpleistung zweckmäßige Lösung sieht vor, daß das erste
und das zweite Teilstrahlungsfeld in jedem der Festkörper zu
einer ungefähr
mittigen Spiegelebene des Festkörpers
im wesentlichen spiegelsymmetrisch verlaufen, um eine möglichst
hohe Symmetrie beim optischen Pumpen des Festkörpers zu erhalten.
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Eine
besonders günstige
Lösung
sieht vor, daß das
Verhältnis
der vom ersten Teilstrahlungsfeld eingekoppelten Pumpleistung zu
der vom zweiten Teilstrahlungsfeld eingekoppelten Pumpleistung in
jedem der Festkörper
im wesentlichen gleich ist, da dann selbst bei Leistungsabfall der
einen Teilstrahlungsfelder, beispielsweise durch Leistungsabfall
der diese speisenden Pumpstrahlungsquelle, das Verhältnis der
thermischen Linsen in den Festkörpern
untereinander bestehen bleibt. Besonders günstig ist es, wenn jedes der
beiden in jeden der Festkörper
eintretenden Teilstrahlungsfelder in diesen näherungsweise dieselbe Pumpleistung
einkoppelt, um möglichst
gleichmäßige Verhältnisse
beim optischen Pumpen der Festkörper
zu erreichen.
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Hinsichtlich
der Polarisation der Teilstrahlungsfelder wurden im Zusammenhang
mit den bisherigen Ausführungsbeispielen
keine näheren
Angaben gemacht. So sieht eine Lösung
vor, daß das
erste und das zweite Teilstrahlungsfeld in jedem der Festkörper eine
definierte relative Polarisation aufweisen.
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Besonders
günstig
ist es, wenn in jedem der Festkörper
beide Teilstrahlungsfelder dieselbe Polarisation aufweisen. Damit
läßt sich
insbesondere die Polarisation der Teilstrahlungsfelder an eine Vorzugsrichtung der
Polarisation im Festkörper
anpassen.
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Hinsichtlich
der zur Verfügung
stehenden Pumpstrahlung wurden ebenfalls keine näheren Angaben gemacht. Besonders
einfach lassen sich die erfindungsgemäßen Verhältnisse erreichen, wenn das
erste Teilstrahlungsfeld für jeden
in der Laserstrahlungsfeldführung
angeordneten Festkörper
aus einer Pumpstrahlungsquelle stammt.
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Ferner
ist es vorteilhaft, wenn auch das zweite Teilstrahlungsfeld für jeden
in der Laserstrahlungsfeldführung
angeordneten Festkörper
aus einer Pumpstrahlungsquelle stammt.
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Prinzipiell
wäre es
denkbar, zwei verschiedene Pumpstrahlungsquellen für das erste
und das zweite Teilstrahlungsfeld vorzusehen.
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Eine
andere vorteilhafte Lösung
sieht vor, daß die
beiden in den jeweiligen Festkörper
eintretenden Teilstrahlungsfelder aus derselben Pumpstrahlungsquelle
stammen. Das heißt
nicht zwingenderweise, daß die in
jeden der Festkörper
eintretenden Teilstrahlungsfelder aus derselben Pumpstrahlungsquelle
stammen müssen,
sondern daß diese
Bedingung lediglich für
jeden einzelnen der Festkörper
erfüllt
sein muß.
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Beispielsweise
wäre es
bei einer derartigen Lösung
denkbar, daß die
beiden Teilstrahlungsfelder für jeweils
mindestens zwei der Festkörper
aus derselben Pumpstrahlungsquelle stammen und beispielsweise für weitere
zwei der Festkörper
eine andere Pumpstrahlungsquelle vorgesehen ist.
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Eine
andere Lösung
sieht vor, daß das
Lasersystem zwei Pumpeinheiten aufweist, von denen jede mindestens
zwei Festkörper
mit Teilstrahlungsfeldern aus derselben Pumpstrahlungsquelle pumpt.
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Besonders
günstig
ist jedoch, wenn alle in die mindestens zwei Festkörper eingekoppelten
Teilstrahlungsfelder aus einer einzigen Pumpstrahlungsquelle stammen.
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Hinsichtlich
der Erzeugung der einzelnen Teilstrahlungsfelder wurden im Zusammenhang
mit den bislang beschriebenen Ausführungsbeispielen keine näheren Angaben
gemacht. Grundsätzlich
kann die Aufteilung der Pumpstrahlung in unterschiedliche Teilstrahlungsfelder
beispielsweise über
teildurchlässige
Spiegel erfolgen.
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Besonders
vorteilhaft ist es jedoch, wenn die Aufteilung der Pumpstrahlung
in Teilstrahlungsfelder über
Polarisatoren mit polarisationsabhängiger Transmission und Reflexion
erfolgt, da durch diese in einfacher Weise eine Aufteilung eines
Pumpstrahlungsfeldes in Teilstrahlungsfelder erreichbar ist und
andererseits in einfacher Weise der Grad der Aufteilung auf die
einzelnen Teilstrahlungsfelder einstellbar ist.
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Eine
weitere vorteilhafte Lösung
sieht vor, daß die
einstellbare Aufteilung der Pumpleistung in die Teilstrahlungsfelder über die
relative Einstellung zwischen einem Polarisator mit polarisationsabhängiger Transmission
und Reflexion und einem einstellbaren polarisationsbeeinflussenden
Element erfolgt.
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Hinsichtlich
der Art der optimalen Einkopplung der Teilstrahlungsfelder in die
jeweiligen Festkörper wurden
bislang keine näheren
Angaben gemacht. So sieht eine vorteilhafte Lösung vor, daß die Teilstrahlungsfelder über Faltungsspiegel
des Resonators in die jeweiligen Festkörper eingekoppelt sind.
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Ferner
wurden im Zusammenhang mit der bisherigen Erläuterung der einzelnen Ausführungsbeispiele keine
näheren
Angaben über
die Ausbildung der Festkörper
als solche gemacht. So sieht eine vorteilhafte Lösung vor, daß die mindestens
zwei Festkörper
identisch ausgebildet sind.
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Da
bei manchen Festkörpern
die Ausbildung der thermischen Linse nicht der einzige durch das
optische Pumpen auftretende Effekt ist, sondern noch ein durch die
thermische Linse bedingter Astigmatismus auftreten kann, ist vorzugsweise
vorgesehen, daß die
mindestens zwei Festkörper
relativ zum Laser-Strahlungsfeld
derart angeordnet sind, daß eine
Kompensation eines durch die jeweilige thermische Linse bedingten
Astigmatismus erfolgt. Ein Astigmatismus kann durch eine Vorzugsrichtung
im Festkörper,
eine bestimmte Kühlgeometrie
oder ein bestimmtes Pumpprofil bedingt sein.
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Die
Kompensation des Astigmatismus heißt dabei lediglich, daß die Auswirkungen
des Astigmatismus, insoweit als sie zu einer Abweichung des Laser- Strahlungsfeldes
von einer zur Strahlachse rotationssymmetrischen Querschnittsform
führen,
ausgeglichen werden, so daß das
Resonatorstrahlungsfeld eine im wesentlichen zur Strahlachse rotationssymmetrische
Querschnittsform aufweist.
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Eine
derartige Kompensation des Astigmatismus kann grundsätzlich auch
bei der Kopplung mehrerer Festkörper
erfolgen.
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Im
Hinblick auf eine möglichst
einfache erfindungsgemäße Lösung zur
Kompensation des Astigmatismus von thermischen Linsen hat es sich
als vorteilhaft erwiesen, wenn jeweils zwei der Festkörper ein
Kompensationspaar bilden und wenn die beiden Festkörper relativ
zum Laser-Strahlungsfeld derart angeordnet sind, daß eine Kompensation
des durch deren jeweilige thermische Linse bedingten Astigmatismus
erfolgt.
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Besonders
günstig
ist es, wenn die Festkörper
eines Kompensationspaares mit den Hauptachsen des Astigmatismus
um 90° gegeneinander
verdreht sind. Die Hauptachsen des Astigmatismus können dabei
durch das Pumpprofil, die Kühlgeometrie
oder die Kristallgeometrie im Festkörper bedingt sein.
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Ferner
ist zur optimalen optischen Anregung derartiger Festkörper vorgesehen,
daß die
Polarisationsrichtung des Laser-Strahlungsfeldes an eine Hauptachse
der Polarisation des jeweiligen Festkörpers angepaßt ist,
so daß die
durch den Astigmatismus bedingten Wirkungen in gleicher Weise in
den den jeweiligen Festkörper
durchsetzenden Abschnitt des Laser-Strahlungsfeldes eintreten.
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Zweckmäßigerweise
ist dabei die Polarisationsrichtung des Laser-Strahlungsfeldes parallel
zur Hauptachse der Polarisation des jeweiligen Festkörpers ausgerichtet.
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Eine
hinsichtlich der Kompensation des Astigmatismus besonders zweckmäßige Lösung sieht
vor, daß die
Festkörper
eines Kompensationspaares mit ihren Hauptachsen der Polarisation
um 90° gegeneinander
gedreht angeordnet sind, so daß sich
damit in einfacher Weise die Wirkungen des Astigmatismus der thermischen
Linse hinsichtlich deren Abweichung von einer zur Strahlachse des
Laser-Strahlungsfelds rotationssymmetrischen Querschnittsform kompensiert
werden können.
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Zweckmäßigerweise
wird bei einer derartigen Lösung
jeder Festkörper
durch ein erstes und ein zweites Teilstrahlungsfeld gepumpt, deren
Polarisationsrichtung parallel zur Hauptachse der Polarisation des
jeweiligen Festkörpers
ausgerichtet ist.
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Es
gibt jedoch nicht nur Festkörper,
bei denen zusätzlich
zu der Wirkung der thermischen Linse noch ein Astigmatismus hinzutritt,
sondern auch Festkörper, bei
denen zusätzlich
zur thermischen Linse noch eine durch diese bedingte Doppelbrechung
auftritt.
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Aus
diesem Grund ist zweckmäßigerweise
bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform vorgesehen, daß die mindestens
zwei Festkörper
relativ zum Laser-Strahlungsfeld derart ausgerichtet sind, daß eine Kompensation
einer durch die jeweilige thermische Linse bedingten Doppelbrechung
erfolgt.
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Auch
in einem derartigen Fall ist zweckmäßigerweise vorgesehen, daß jeweils
zwei der Festkörper
ein Kompensationspaar bilden und daß die beiden Festkörper relativ
zum Laser-Strahlungsfeld derart angeordnet sind, daß eine Kompensation
der jeweiligen thermischen Linse und der Doppelbrechung erfolgt.
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Auch
in diesem Fall erfolgt eine Kompensation der Doppelbrechung nur
in dem Maße,
als die Doppelbrechung zu Abweichungen eines zur Strahlachse rotationssymmetrischen
Aufbaus des Laser-Strahlungsfeldes führt und des über den
Strahlquerschnitt einheitlichen Polarisationszustandes, so daß unter
der Kompensation der durch die jeweilige thermische Linse bedingten
Doppelbrechung zu verstehen ist, daß deren Auswirkungen auf einen
zur Strahlachse rotationssymmetrischen Aufbau des Laser-Strahlungsfeldes
sowie einen über
den Strahlquerschnitt einheitlichen Polarisationszustand ausgeglichen
werden.
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Vorzugsweise
ist dabei vorgesehen, daß die
Polarisationsrichtungen des Laser-Strahlungsfelds in einem der Festkörper relativ
zu den Polarisationsrichtungen des Verstärkerstrahlungsfeldes in dem
anderen der Festkörper
um 90° gedreht
sind.
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Bei
der erfindungsgemäßen Lösung besteht
die Möglichkeit,
daß die
Laserstrahlungsfeldführung
in einem Resonator integriert ist, so daß das Laser-Strahlungsfeld ein Resonatorstrahlungsfeld
darstellt.
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Es
ist aber auch denkbar, einen Teilbereich der Laserstrahlungsfeldführung, beispielsweise
umfassend einen oder zwei der mehreren Festkörper, als Resonator mit einem
sich ausbildenden Resonatorstrahlungsfeld und den übrigen Teil
der Laserstrahlungsfeldführung
zur Verstärkung
der Laserstrahlung aus dem Resonator mit einem Verstärkerstrahlungsfeld
auszubilden.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden
Beschreibung sowie der zeichnerischen Darstellung einiger Ausführungsbeispiele.
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In
der Zeichnung zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Lasersystems
mit der Ausbildung von thermischen Linsen in den Festkörpern;
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2 eine
schematische Darstellung der Auswirkungen der sich in den Festkörpern ausbildenden thermischen
Linsen beim ersten Ausführungsbeispiel;
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3 eine
schematische Darstellung ähnlich 2 einer
Variante des ersten Ausführungsbeispiels, umfassend
ein Resonatorstrahlungsfeld und ein Verstärkerstrahlungsfeld;
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4 eine
schematische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Lasersystems
mit mehr als zwei Festkörpern;
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5 eine
schematische Darstellung eines dritten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Lasersystems
mit mehr als zwei Festkörpern;
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6 eine
schematische Darstellung eines vierten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Lasersystems
mit mehr als zwei Festkörpern;
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7 eine
schematische Darstellung des ersten Ausführungsbeispiels mit zusätzlicher
Darstellung einer Kompensation eines durch die thermische Linsenwirkung
bedingten Astigmatismus und
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8 eine
schematische Darstellung ähnlich 5 des
ersten Ausführungsbeispiels
im Fall einer Kompensation einer durch die thermische Linse bedingte
Doppelbrechung.
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Ein
erstes Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Laserverstärkersystems,
dargestellt in 1, umfaßt einen als Ganzes mit 10 bezeichneten
und eine Laserstrahlungsfeldführung
darstellenden Resonator, welcher einen ersten Endspiegel 12 und
einen zweiten Endspiegel 14 aufweist. Zwischen diesen Endspiegeln 12 und 14 erstreckt
sich das als Ganzes mit 16 bezeichnete und ein Resonatorstrahlungsfeld
darstellendes Laser-Strahlungsfeld längs einer Strahlachse 18,
wobei das Resonatorstrahlungsfeld 16 mehrere, laseraktives
Material umfassende und in Richtung der Strahlachse 18 aufeinanderfolgend
angeordnete insbesondere aus identischem Material bestehende und
identisch geformte Festkörper 20,
beispielsweise die Festkörper 201 und 202 durchsetzt,
die sich mit ihren Längsachsen 221 bzw. 222 ungefähr parallel
zum Verlauf der Strahlachse 18 in den Festkörpern 201 bzw. 202 erstrecken.
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Das
Resonatorstrahlungsfeld 16 tritt dabei über Endflächen 241 und 261 bzw. 242 und 262 in die Festkörper 201 bzw. 202 ein und aus diesen aus.
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Vorzugsweise
ist das Resonatorstrahlungsfeld 16 so ausgebildet, daß es im
Bereich der Endspiegel 12 und 14 jeweils eine
Taille 28 bzw. 30 aufweist, während es zwischen den Endspiegeln 12 und 14,
beispielsweise in seinen die Festkörper 201 bzw. 202 durchsetzenden Abschnitten 321 bzw. 322 jeweils
einen Abschnitt 341 bzw. 342 mit maximalem Strahlungsfeldquerschnitt
aufweist.
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Ferner
umfaßt
der Resonator 10 noch für
jeden der Festkörper 201 und 202 einen
Faltungsspiegelsatz 361 und 381 bzw. 362 und 382 , welcher das Resonatorstrahlungsfeld 16 durch
Reflexion faltet.
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Vorzugsweise
ist dabei das Resonatorstrahlungsfeld 16 derart gefaltet,
daß die
in den Festkörpern 201 und 202 verlaufenden
Abschnitte 321 bzw. 322 innerhalb der Festkörper 201 bzw. 202 im
wesentlichen denselben räumlichen
geometrischen Verlauf aufweisen.
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Zum
optischen Pumpen ist eine als Ganzes mit 50 bezeichnete
Pumpstrahlungsquelle vorgesehen, deren Pumpstrahlung entweder direkt
oder durch einen Lichtleiter 52 einer als Ganzes mit 60 bezeichneten Pumpstrahlungsführung zugeführt wird.
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Die
Pumpstrahlungsführung 60 weist
eine Optik 62 auf, welche aus dem Lichtleiter 52 austretende
divergente Pumpstrahlung 64 in ein kollimiertes Pumpstrahlungsfeld 66 umformt,
das durch einen Depolarisator 68 eine vollständige Depolarisation
erfährt.
Dieses kollimierte und depolarisierte Pumpstrahlungsfeld wird durch
einen für
eine der Polarisationsrichtungen im wesentlichen transparenten und
für eine
andere der Polarisationsrichtungen im wesentlichen reflektierenden
Polarisator 70 in einen ersten Pumpstrahlungsfeldzweig 72 mit
einer ersten Polarisation und einen zweiten Pumpstrahlungsfeldzweig 74 mit
einem zweiten zur ersten Polarisation senkrecht stehenden Polarisation
aufgeteilt, wobei aus dem ersten Pumpstrahlungsfeldzweig 72 jeweils
ein erstes Teilstrahlungsfeld 821 bzw. 822 für
den ersten Festkörper 201 bzw. den zweiten Festkörper 202 erzeugt wird, während aus dem zweiten Pumpstrahlungsfeldzweig 74 jeweils
ein zweites Teilstrahlungsfeld 841 bzw. 842 für
den ersten Festkörper 201 bzw. dem zweiten Festkörper 202 erzeugt wird.
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Beispielsweise
wird hierzu der erste Pumpstrahlungsfeldzweig 72 durch
einen Reflektor 88 umgelenkt und über eine Teilungseinheit 90,
umfassend ein polarisationsbeeinflussendes Element 92 sowie
einen für
eine der Polarisationsrichtungen im wesentlichen transparenten und
für eine
andere der Polarisationsrichtungen im wesentlichen reflektierenden
Polarisator 94 das Teilstrahlungsfeld 821 abgeteilt.
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Somit
setzt sich der erste Pumpstrahlungsfeldzweig 72' nach Durchlaufen
der Teilungseinheit 90 mit reduzierter Pumpleistung fort
und bildet dann nach Reflexion durch einen Reflektor 96 das
Teilstrahlungsfeld 822 .
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In
vergleichbarer Weise durchläuft
auch der zweite Pumpstrahlungsfeldzweig 74 eine Teilungseinheit 100,
umfassend einen polarisationsbeeinflussendes Element 102 und
einen für
eine der Polarisationsrichtungen im wesentlichen transparenten und
für eine
andere der Polarisationsrichtungen im wesentlichen reflektierenden
Polarisator 104, der aus dem zweiten Pumpstrahlungsfeldzweig 74 das
Teilstrahlungsfeld 841 abzweigt,
so daß der
zweite Pumpstrahlungsfeldzweig 74' nach Durchlaufen der Teilungseinheit 100 eine
reduzierte Pumpleistung aufweist und nach Reflexion durch einen
Reflektor 106 das Teilstrahlungsfeld 842 bildet.
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Zur
Erzielung einer definierten Strahlungsfeldform der in den ersten
Festkörper 201 eintretenden Teilstrahlungsfelder 821 und 841 bzw.
der in den zweiten Festkörper 202 eintretenden Teilstrahlungsfelder 822 bzw. 842 ist
für jedes
der Teilstrahlungsfelder 821 und 841 bzw. 822 und 842 jeweils eine Abbildungsoptik 1121 und 1141 bzw. 1122 und 1142 vorgesehen,
welche eine definierte Strahlungsfeldform 1161 bzw. 1181 der Teilstrahlungsfelder 821 und 841 in
dem ersten Festkörper 201 und außerdem eine definierte Strahlungsfeldform 1162 bzw. 1182 in
dem zweiten Festkörper 202 generiert.
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Vorzugsweise
sind dabei die räumlichen
Strahlungsfeldformen 1161 bzw. 1162 der jeweils ersten Teilstrahlungsfelder 821 bzw. 822 und
die räumlichen
Strahlungsfeldformen 1181 bzw. 1182 der zweiten Teilstrahlungsfelder 841 bzw. 842 jeweils
identisch.
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Noch
vorteilhafter ist es, wenn alle Strahlungsfeldformen 1161 und 1181 sowie 1162 und 1182 im
wesentlichen identisch sind und vorzugsweise sind die Strahlungsfeldformen 1161 und 1181 der
im ersten Festkörper 201 zum Pumpen des laseraktiven Materials
zusammenwirkenden Teilstrahlungsfelder 821 und 841 miteinander identisch und spiegelsymmetrisch
zu einer Symmetrieebene 120.
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Das
gleiche gilt für
die Strahlungsfeldformen 1162 und 1182 der Teilstrahlungsfelder 822 und 842 zum optischen
Pumpen des zweiten Festkörper 202 .
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Um
die Teilstrahlungsfelder 821 und 841 sowie 822 und 842 beim jeweiligen Festkörper 201 bzw. 202 im wesentlichen
parallel zu dem Verlauf der Strahlachse 18 des Resonatorstrahlungsfeldes 16 im
jeweiligen Festkörper 201 bzw. 202 einkoppeln
zu können,
erfolgt die Einkopplung der Teilstrahlungsfelder 821 bzw. 841 und 822 bzw. 842 über
den dem jeweiligen Festkörper 201 bzw. 202 zugeordneten
Faltungsspiegelsatz 361 und 381 bzw. 362 und 382 , und zwar dadurch, daß die Faltungsspiegel 36, 38 für die Teilstrahlungsfelder 82 und 84 durchlässig sind.
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Dadurch,
daß der
Grad der Aufteilung der optischen Leistung zwischen dem Teilstrahlungsfeld 821 und dem verbleibenden Pumpstrahlungsfeldzweig 72' durch die erste
Teilungseinheit 90 oder der Grad der Aufteilung der Pumpleistung
zwischen dem Teilstrahlungsfeld 841 und
dem verbleibenden zweiten Pumpstrahlungsfeldzweig 74' einstellbar
ist, besteht die Möglichkeit,
die durch die beiden Teilstrahlungsfelder 821 und 841 in den ersten Festkörper 201 eingekoppelte Pumpleistung und die
durch die Teilstrahlungsfelder 822 und 842 in den zweiten Festkörper 202 eingekoppelte Pumpleistung einzustellen.
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Wie
schematisch in 2 dargestellt, führt die
in den jeweiligen Festkörper 201 und 202 eingekoppelte Pumpleistung
aufgrund der Erwärmung
des Materials in dem jeweiligen Festkörper 201 bzw. 202 zur Ausbildung einer thermischen Linse 1301 bzw. 1302 ,
die sich auf das Resonatorstrahlungsfeld 16 auswirkt.
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Mit
der erfindungsgemäßen Lösung besteht
nun die Möglichkeit,
die jeweils insgesamt in den ersten Festkörper 201 und
in den zweiten Festkörper 202 eingekoppelte Pumpleistung hinsichtlich
ihres Absolutwertes und ihrer räumlichen
Verteilung derart einzustellen, daß die dadurch entstehenden
thermischen Linsen 1301 bzw. 1302 identisch sind und sich somit stets
in gleicher Weise auf das Resonatorstrahlungsfeld 16 auswirken, so
daß das
Resonatorstrahlungsfeld 16, wie in 2 dargestellt,
ein symmetrisches Resonatorstrahlungsfeld 16 ist.
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Durch
Anpassung der Pumpleistung der einzigen Pumpstrahlungsquelle 50 können die
thermischen Linsen 1301 und 1302 unter Beibehaltung der Verteilung
variiert werden, um so den gewünschten
Verlauf des Resonatorstrahlungsfeldes 16 in einfacher Weise
unter Beibehaltung der Symmetrie des Resonatorstrahlungsfeldes 16 einzustellen.
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Die
erfindungsgemäße Pumpstrahlungsführung 60 gespeist
mit Pumpstrahlung aus einer einzigen Pumpstrahlungsquelle 50 hat
dabei den Vorteil, daß selbst
dann, wenn sich die Pumpstrahlungsquelle 50 beispielsweise
hinsichtlich der Wellenlänge
der Pumpstrahlung oder der Leistung der Pumpstrahlung verändert, die
in den Festkörpern 201 und 202 erzeugten
thermischen Linsen 1301 und 1302 sich zwar ebenfalls ändern, jedoch
identisch bleiben, so daß die
Symmetrie des Resonatorstrahlungsfeldes 16 aufrecht erhalten
werden kann und somit insgesamt der Resonator 10 bei geeigneter
Bauweise nach wie vor in optimaler Abstimmung auf den eingestellten
Mode, beispielsweise den Grundmode, arbeitet, so daß die Strahlqualität eines
beispielsweise durch den Endspiegel 14 austretenden Nutzstrahls 132 unverändert bestehen
bleibt, obwohl sich die von der Pumpstrahlungsquelle 50 abgegebene
Pumpstrahlung beispielsweise hinsichtlich ihrer Wellenlänge und/oder
ihrer Leistung verändert
hat.
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Es
wäre aber
auch denkbar, den ersten Pumpstrahlungsfeldzweig 72 aus
einer ersten Pumpstrahlungsquelle zu speisen und den zweiten Pumpstrahlungszweig 74 aus
einer zweiten Pumpstrahlungsquelle. In diesem Fall sollte dann in
jedem der Festkörper 20 das
Verhältnis
der vom ersten Teilstrahlungsfeld 82 eingekoppelten Pumpleistung
zu der vom zweiten Teilstrahlungsfeld 84 eingekoppelten
Pumpleistung gleich sein.
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Alternativ
dazu ist es aber auch möglich,
wie in 3 dargestellt, mit den beiden Festkörpern 201 und 202 eine
Resonator-Verstärker-Anordnung
aufzubauen, wobei der Festkörper 201 von dem Resonatorstrahlungsfeld 16a und der
Festkörper 202 von dem Verstärkerstrahlungsfeld 16b durchsetzt
werden, jedoch die Symmetrie der thermischen Linsen 1301 und 1302 bestehen
bleibt und das Laserstrahlungsfeld 16 spiegelsymmetrisch
zum Endspiegel 14 ist.
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Die
erfindungsgemäße Lösung ist
nicht auf zwei Festkörper 201 bis 202 beschränkt, sondern
kann, wie in 4 dargestellt, auf eine Vielzahl
von Festkörpern 201 bis 204 oder
noch mehr Festkörper 20 erweitert
werden.
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Hierzu
ist die Pumpstrahlungsführung 60' derart zu modifzieren,
daß von
den Pumpstrahlungsfeldzweigen 72 und 74 durch
mehrfaches Vorsehen von Teilungseinheiten 90, 100,
beispielsweise von Teilungseinheiten 901 , 902 und 903 sowie 1001 , 1002 und 1003 der Pumpstrahlungsfeldzweig 72 in
insgesamt vier Teilstrahlungsfelder 821 , 822 , 823 und 824 aufgeteilt wird, die vorzugsweise
alle im wesentlichen dieselbe Pumpleistung aufweisen.
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In
gleicher Weise wird der zweite Pumpstrahlungsfeldzweig 74 durch
die Teilungseinheiten 1001 , 1002 und 1003 in
insgesamt vier Teilstrahlungsfelder 841 bis 844 aufgeteilt, so daß diese insgesamt ebenfalls
alle im wesentlichen dieselbe Pumpleistung aufweisen.
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Damit
lassen sich auch in den insgesamt vier Festkörpern 201 bis 204 thermische Linsen 130 erzeugen,
die im wesentlichen identisch sind, so daß sich die in 2 dargestellten
symmetrischen Verhältnisse
für das
Resonatorstrahlungsfeld 16 auch auf vier Festkörper 201 bis 204 erweitern
lassen.
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Sollte
die Pumpleistungsabhängigkeit
der insgesamt vier Festkörper 201 bis 204 nicht
ideal identisch sein, so erlaubt die einstellbare Aufteilung der
Pumpstrahlungsfeldzweige 72, 74 in die Teilstrahlungsfelder 82, 84 eine
Anpassung mit der trotzdem in den vier Festkörpern 201 bis 204 im wesentlichen identische thermische Linsen
erzielbar sind.
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Bei
einem dritten Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Lasersystems,
dargestellt in 5, sind ebenfalls insgesamt
vier Festkörper,
nämlich 201a , 202a , 201b und 202b in
einem Resonator 10'' vorgesehen, wobei
die Festkörper 201a und 202a durch
eine Pumpstrahlungsführung 60a entsprechend
dem ersten Ausführungsbeispiel
gepumpt werden, während
die Festkörper 201b und 202b durch
ebenfalls eine Pumpstrahlungsführung 60b gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel
gepumpt werden und jede der Pumpstrahlungsführungen 60a und 60b eine
eigene Pumpstrahlungsquelle 50a bzw. 50b aufweist.
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Mit
den Pumpstrahlungsführungen 60a und 60b läßt sich
zumindest erreichen, daß in
den Festkörpern 201a und 202a die
thermischen Linsen 130 identisch sind, bzw. in den Festkörpern 201b und 202b ebenfalls
die thermischen Linsen im wesentlichen identisch sind, allerdings
kann eine Störung
der Symmetrie dadurch auftreten, daß die thermischen Linsen der
Festkörper 201a und 202a relativ
zu den thermischen Linsen 201b und 202b unterschiedlich sind.
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Bei
einem vierten Ausführungsbeispiel,
dargestellt in 6 entsprechen die Ausbildung
und Anordnung der Pumpstrahlungsführungen 60a und 60b denen
des dritten Ausführungsbeispiels
gemäß 5.
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Allerdings
ist die Laserstrahlungsfeldführung 10''' nur
in dem die Festkörper 201a und 202a durchsetzenden
Bereich als Resonator ausgebildet, so daß auf den Endspiegel 14''' noch
ein als Verstärker
ausgebildeter Bereich folgt, der die Festkörper 201b Und 202b umfaßt.
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Damit
ist das Laser-Strahlungsfeld 16''' insgesamt aufgeteilt
in einen ein Resonatorstrahlungsfeld 16'''a bildenden
Bereich und einen ein Verstärkerstrahlungsfeld 16'''b bildenden
Bereich.
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Damit
bilden den Festkörper 201a und 202a ein
Paar und die Festkörper 201b und 202b ein
Paar, wobei für
jedes Paar die Symmetrie gemäß 2 durch
Einstellung der Pumpleistung aufrechterhalten wird und wobei diese
Einstellung durch den Abgleich der Pumpleistung innerhalb der Paare
vereinfacht ist.
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Hinsichtlich
der übrigen
Elemente sind das zweite Ausführungsbeispiel,
das dritte und das vierte Ausführungsbeispiel
in gleicher Weise ausgebildet und aufgebaut wie das erste Ausführungsbeispiel,
so daß hinsichtlich
der Erläuterung
dieser Elemente und deren Funktion vollinhaltlich auf die Ausführungen
zum ersten Ausführungsbeispiel
Bezug genommen wird.
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Im
Zusammenhang mit den bislang beschriebenen Ausführungsbeispielen wurden lediglich
die Auswirkungen der durch die Pumpleistung erzeugten thermischen
Linsen beschrieben. Wie in 7 bei einem dem
ersten Ausführungsbeispiel
entsprechenden Lasersystem dargestellt, kann jedoch zusätzlich zu
den thermischen Linsen 130 ein Astigmatismus der thermischen
Linsen auftreten, das heißt,
daß wie
in 7 dargestellt, die im Festkörper 201 und
im Festkörper 202 durch das optische Pumpen entstehende
thermische Linse 130'1 und 130'2 nicht
rotationssymmetrisch zur Strahlachse 18 ausgebildet ist.
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Dies
kann durch eine unsymmetrische Kühlgeometrie
der Festkörper 201 , 202 oder
unsymmetrische Teilstrahlungsfelder 82, 84 bedingt
sein. Es gibt aber auch anisotrope Festkörpermaterialien, die astigmatische thermische
Linsenwirkung auch bei symmetrischer Kühlung und symmetrischen Teilstrahlungsfeldern 82, 84 aufweisen.
Derartige Materialien sind beispielsweise Nd:YLF oder Nd:YVO4.
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Wie
in 7 dargestellt, weist jeder der Festkörper 201 und 202 eine
Hauptachse A1 bzw. A2 des
Astigmatismus auf, die bei einem durch die Kristallachsen bedingten
Astigmatismus den Hauptachsen der Polarisation P1,
P2 entsprechen. Diese Hauptachse A1, A2 des Astigmatismus
führt dazu,
daß die
in Richtung dieser Hauptachse A1 bzw. A2 auftretende fokussierende Wirkung der thermischen
Linse 130'1 bzw. 130'2 größer ist als
senkrecht zu dieser jeweiligen Hauptachse A1 bzw.
A2. Ausgehend von einem runden Querschnitt 140 des Resonatorstrahlungsfeldes 16 im
Bereich des Endspiegels 12 führt dies beim Durchlaufen des
Festkörpers 201 , wie in 7 dargestellt
dazu, daß das
Resonatorstrahlungsfeld 16 in Richtung der Hauptachse A1 stärker fokussiert
wird, wie in 7 gestrichelt dargestellt, so
daß das
Resonatorstrahlungsfeld 16 in der Hauptachse A1 eine
erste Strahltaille 142 bildet und in der Richtung senkrecht
zur Hauptachse A1 in größerem Abstand von dem ersten
Festkörper 201 eine zweite Strahltaille 144 ausbildet.
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Aufgrund
des Astigmatismus der thermischen Linse 130'1 weist
das Resonatorstrahlungsfeld 16 bezogen auf die Strahlachse 18 insgesamt
nach Durchlaufen des Festkörpers 201 eine nicht mehr rotationssymmetrische
Querschnittsform aufweist, wie sich beispielsweise an der Querschnittsform 146 des
Resonatorstrahlungsfeldes 16 nach Durchlaufen des Festkörpers 201 und an der Querschnittsform der Strahltaillen 142 und 144 und
an deren Abstand voneinander in Richtung der Strahlachse 18 zeigt.
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Ferner
ist, um eine für
die Kompensation des Astigmatismus optimale Abbildung des Abschnitts 321 des Resonatorstrahlungsfeldes 16 im
ersten Festkörper 201 in den Abschnitt 322 des
Resonatorstrahlungsfeldes 16 in den Festkörper 202 zu erhalten, zwischen den ein Kompensationspaar
bildenden Festkörpern 201 und 202 eine
Abbildungsoptik 134 vorgesehen, welche zwei Abbildungsoptiken 136 und 138 umfaßt, die
eine Ebene M1 welche senkrecht zur Strahlachse 18 im
ersten Festkörper 201 verläuft, in eine Ebene M2 des Festkörpers 202 abbildet,
welche ebenfalls in diesem senkrecht zur Strahlachse 18 verläuft, und
umgekehrt.
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Um
diese nicht mehr rotationssymmetrische Deformation des Resonatorstrahlungsfeldes 16 zu
kompensieren, werden die Festkörper 201 und 202 mit
ihren Hauptachsen des Astigmatismus A1,
A2 derart angeordnet, daß diese um 90° gegeneinander
verdreht sind, wie in 7 dargestellt.
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Diese
Anordnung der Festkörper 201 und 202 führt dazu,
daß das
Resonatorstrahlungsfeld 16 nach Durchlaufen des ersten
Festkörpers 201 beim Durchlaufen des zweiten Festkörpers 202 wiederum einen Astigmatismus "sieht", der allerdings
um 90° verkippt
ist, da die Hauptachse A2 des Astigmatismus
im zweiten Festkörper 202 gedreht ist.
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Ist
nun die Wirkung der thermischen Linse 130'1 gleich
der Wirkung der thermischen Linse 130'2 , allerdings
mit einem Astigmatismus, der um 90° zwischen den thermischen Linsen 130'1 und 130'2 verdreht
ist, so kompensieren sich die Wirkungen des Astigmatismus der thermischen
Linsen 130'1 und 130'2 derart,
daß das Resonatorstrahlungsfeld 16 am
Endspiegel 14 wiederum eine im wesentlichen runde Querschnittsform 148 aufweist.
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Bei
der bisherigen Erläuterung
der Kompensation des durch die thermische Linsenwirkung bedingten Astigmatismus
wurde nicht näher
auf die Polarisation des Resonatorstrahlungsfeldes 16 selbst
eingegangen.
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Ist
der Astigmatismus der thermischen Linse 130 unabhängig von
der eingestrahlten Polarisation und wird die Polarisation nicht
durch die thermische Linsen 130 beeinflusst, so kann durch
den Polarisator 150 die eine lineare Polarisation unabhängig von
den Hauptachsen A1, A2 des
Astigmatismus gewählt
werden.
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Häufig ist
der Astigmatismus der thermischen Linse 130 mit einer Vorzugsrichtung
der Polarisation P1, P2 im
Festkörper
verknüpft.
In 7 ist beispielsweise angenommen, daß der Polarisator 150 eine
Polarisationsrichtung PR des Resonatorstrahlungsfeldes am Auskoppelspiegel 14 bevorzugt,
die sowohl zur Vorzugsrichtung der Polarisation P2 des
Festkörpers 202 als auch zu einer mit dieser Polarisationsrichtung
verknüpften Hauptachse
des Astigmatismus A2 übereinstimmt.
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Wie
in 7 dargestellt, führt der Polarisator 150 dazu,
daß der
aus dem Resonatorstrahlungsfeld 16 ausgekoppelte Ausgangsstrahl 132 derart
polarisiert ist, daß eine über den
Querschnitt desselben konstante Phasenbeziehung zwischen senkrecht
zueinander stehenden Polarisationskomponenten vorliegt.
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Im
einfachsten Fall wird dies durch eine lineare Polarisation des Resonatorstrahlungsfeldes 16 erreicht.
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Zur
Kompensation des Astigmatismus bei Verwendung von Festkörpern 20 mit
einer Vorzugsrichtung der Polarisation P1,
P2, die mit einer Hauptachse des Astigmatismus
A1, A2 der thermischen
Linse 130 zusammenfällt,
ist die Polarisationsrichtung PR des Resonatorstrahlungsfeldes 16 so
auszurichten, daß diese
mit der Hauptachse P der Polarisation in dem jeweiligen Festkörper 201 bzw. 202 zusammenfällt (7).
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Aus
diesem Grund ist die Polarisation PR1 des
Resonatorstrahlungsfeldes 16 im ersten Festkörper 201 so auszurichten, daß diese
parallel zur Hauptachse P1 und A1 verläuft
und im zweiten Festkörper 202 ist die Polarisation PR2 des
Resonatorstrahlungsfeldes 16 so auszurichten, daß diese
parallel zur Hauptachse P2 und A2 verläuft.
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Zur
Drehung oder Spiegelung der Polarisation PR des Resonatorstrahlungsfeldes 16 auf
eine senkrecht dazu stehende Richtung, ist zwischen den Festkörpern 201 und 202 ein
polarisationsbeeinflussendes Element 152 vorzusehen, welches
die Polarisation PR1 des Resonatorstrahlungsfeldes 16 im
Bereich des ersten Festkörpers 201 in die Polarisationsrichtung PR2 überführt, bevor
das Resonatorstrahlungsfeld 16 den zweiten Festkörper 202 durchsetzt und umgekehrt.
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Bezüglich der
optischen Anregung der Festkörper 201 und 202 wurden
bislang keine näheren
Angaben gemacht. So erfolgt zweckmäßigerweise die optische Anregung
des ersten Festkörpers 201 mit einer Polarisation OP1,
welche zur Vorzugsrichtung der Polarisation P1.
P2 gleich ausgerichtet ist. Eine zweckmäßige Ausrichtung
sieht vor, daß die
Polarisation OP1 parallel zur Hauptachse
P1 verläuft,
wobei beide Teilstrahlungsfelder 821 und 841 parallel zu der der Richtung OP1 polarisiert sind.
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Im
Gegensatz dazu erfolgt eine Anregung des Festkörpers 202 mit
einer Polarisation OP2, welche zur Vorzugsrichtung
der Polarisation gleich ausgerichtet ist, insbesondere parallel
zur Hauptachse P2 verläuft, wobei auch in diesem Fall
die Teilstrahlungsfelder 822 und 842 parallel zur Polarisation OP2.polarisiert sind.
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Bei
einer anderen Art von Festkörpern 20 liegt
entlang der Richtung des Resonatorstrahlungsfeldes 16 keine
Vorzugsrichtung der Polarisation vor. Bei solchen Festkörpern umfaßt die thermische
Linse 130''1 und 130''2 noch
zusätzlich
eine Doppelbrechung, beispielsweise eine rotationssymmetrische Spannungsdoppelbrechung,
bei welcher eine radiale Polarisationskomponente RP und eine azimutale
Polarisationskomponente AP unterschiedlich groß sind.
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Wie
in 8 bei einem dem ersten Ausführungsbeispiel entsprechenden
Lasersystem dargestellt, weist die thermische Linse 1301 des Festkörpers 201 eine
Hauptachse der Doppelbrechung in Richtung der radialen Polarisation
RP1 und eine weitere Hauptachse der Doppelbrechung
in Richtung der azimutalen Polarisation AP1 auf.
Die Ausrichtung dieser Hauptachsen ist in einem Zylinderkoordinatensystem
einheitlich, bezogen auf ein kartesischen Koordinatensystem ortsabhängig. Ein
Festkörpermaterial
das ein derartiges Verhalten zeigt, ist beispielsweise Nd:YAG.
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Die
Brechkraft der thermischen Linse ist für die Polarisationskomponente
RP1 und AP1 somit
unterschiedlich groß.
Weiterhin ändert
sich im Allgemeinen der Polarisationszustand eines Laser-Strahlungsfeldes 16 bei
Durchgang durch den jeweiligen Festkörper 20 mit der geschilderten
Doppelbrechung, da eine Phasenverschiebung zwischen den beiden entlang
der Hauptachsen der Doppelbrechung orientierten Polarisationskomponenten
auftritt. Das bedeutet in diesem Beispiel, daß für jedes Laser-Strahlungsfeld 16,
dessen Polarisation nicht über
den Strahlquerschnitt rein azimutal oder rein radial ausgerichtet
ist, eine Änderung
des Polarisationszustandes bei Durchgang durch den Festkörper 20 erfolgt,
wobei diese Änderung über den
Querschnitt nicht einheitlich ist.
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Beispielsweise
wird die radiale Polarisationskomponente RP1 aufgrund
der Spannungsdoppelbrechung stärker
fokussiert als die azimutale Polarisationskomponente AP1.
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Damit
verknüpft
ist eine vergrößerte Phasengeschwindigkeit
der radialen Polarisationskomponente verglichen mit der azimutalen
Polarisationskomponente, die in einer Änderung der Phasenbeziehung
zwischen den Polarisationskomponenten bei Durchlauf durch den Festkörper resultiert.
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Die
unterschiedliche Fokussierung der radialen und azimutalen Polarisationskomponente
führt dazu, daß deren
Strahltaillen in Richtung der Strahlachse 18 an unterschiedlichen
Stellen TR und TA angeordnet sind.
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Auch
bei diesem Ausführungsbeispiel
wird ein Ausgangsstrahl 132 mit rotationssymmetrischer
Querschnittsform mit einer festen Phasenbeziehung zwischen senkrecht
zueinander stehenden Polarisationskomponenten angestrebt, wobei
hier durch den Polarisator 150 eine lineare Polarisation
gewährleistet
wird.
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Wird
eine lineare Polarisation PR1 und PR2 und eine rotationssymmetrische Querschnittsform 160 und 168 des
Resonatorstrahlungsfeldes 16 im Bereich der Endspielgel 12 bzw. 14 des
Resonators 10 angenommen, so führt die Doppelbrechung der
thermischen Linse 130''1 im
Festkörper 201 zu einer elliptischen Polarisation
des Resonatorstrahlungsfeldes 16 außerhalb der mit der Polarisationsrichtung
PR1 zusammenfallenden Hauptachse, wie durch
die Querschnittsform 162 dargestellt.
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Diese
elliptische Polarisation des Resonatorstrahlungsfeldes 16 außerhalb
der mit der Polarisationsrichtung PR1 zusammenfallenden
Hauptachse RP1 und AP1 ist
daher neben der unterschiedlichen Fokussierung, die sich für die unterschiedlichen
Polarisationskomponenten RP1 und AP1 ergeben, zu kompensieren.
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Aus
diesem Grund ist im Bereich der aus denselben Gründen wie bei der Korrektur
des Astigmatismus vorhandenen Abbildungsoptik 134 das polarisationsdrehende
Element 152 vorgesehen, das jede Polarisationskomponente
RP und AP des Resonatorstrahlungsfeldes 16 um 90° dreht, so
daß eine
radiale Polarisationskomponente RP1 des
Resonatorstrahlungsfeldes 16, die im Festkörper 201 stärker
fokussiert wird und eine höhere
Phasengeschwindigkeit aufweist als die azimutale Polarisation AP1, im Festkörper 202 als
Polarisationskomponente AP2 die schwächere Fokussierung
und geringere Phasengeschwindigkeit erfährt, während eine azimutale Polarisationskomponente
AP1 des Resonatorstrahlungsfeldes 16 im
Festkörper 201 geringer fokussiert wird und eine
höhere
Phasengeschwindigkeit aufweist als die radiale Polarisation RP1, im Festkörper 202 als
Polarisationskomponente RP2 die stärkere Fokussierung
und höhere
Phasengeschwindigkeit erfährt.
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Nun
setzt sich das Resonatorstrahlungsfeld 16 aus den Komponenten
AP und RP zusammen und dadurch wird jeder Anteil des Resonatorstrahlungsfeldes 16 in
einem Festkörper 20 der
Wirkung für
die Polarisationskomponente AP unterworfen und im anderen Festkörper 20 der
Wirkung für
die Polarisationskomponente RP. Zusammengefaßt läßt sich die Auswirkung der
Doppelbrechung in allen Teilen über
den gesamten Strahlquerschnitt aufheben, und somit eine weitgehende
Kompensation der Doppelbrechung erzielen. Die erfindungsgemäße Ausführungsform
erlaubt die Kompensation der Doppelbrechung dadurch, daß die durch
die thermische Linse 130 bedingte Doppelbrechung durch
geeignete Aufteilung der Pumpleistung auf die Festkörper 201 und 202 in
den beiden Festkörpern
weitgehend identisch eingestellt wird.
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Derartige
Festkörper,
bei denen die mit der thermischen Linse 130'' verbundenen
Spannungsdoppelbrechung die Doppelbrechung domiert, sind unter Vernachlässigung
thermisch oder mechanisch induzierter Effekte optisch weitgehend
isotrop, so daß die
Polarisationsrichtung beim optischen Pumpen der Festkörper 201 und 202 ohne
Bedeutung ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel
ist daher ein optisches Pumpen der Festkörper 201 und 202 mit jeder Polarisationsrichtung möglich ist,
allerdings sollte auch das optische Pumpen bei diesem Ausführungsbeispiel
derart sein, daß die
thermischen Linsen 130''1 und 130''2 gleich
groß sind,
wie im Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel beschrieben.
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