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Unter
Kamillenöl
versteht man das ätherische Öl aus den
Blütenköpfen der
echten Kamille, Chamomilla recutita (L) Rauschert. Als „Oleum
chamomillae" ist
es im Ergänzungsbuch
zum Deutschen Arzneibuch aufgeführt.
Die echte Kamille ist eine der gebräuchlichsten Arzneipflanzen.
Die Zusammensetzung des Kamillenöls
ist von der Provenienz bzw. vom Drogentyp des verwendeten Drogenmaterials
abhängig.
Sie wird zudem durch die Destillationsbedingungen der Wasserdampfdestillation
beeinflußt.
Kamillenöl
selber enthält eine
große
Zahl von Mono- und Sesquiterpenen, wobei die therapeutisch relevanten
Sesquiterpene quantitativ dominieren. Die wichtigsten Bestandteile
des ätherischen Öls sind
Chamazulen, das ihm seine tiefblaue Farbe gibt, (–)-alpha-Bisabolol, Bisabolonoxid
A, Bisabololoxid B, Bisabolonoxid A, cis- und trans-Spiroether und Farnesen.
Kamillenblüten
unterschiedlicher Herkunft weisen dabei auch deutliche Unterschiede
in ihrer Zusammensetzung auf. Während
Kamille des Bisabolol-Typs in ihrem natürlichen Vorkommen auf Nordostspanien beschränkt ist,
ist der Bisabolooxid-A-Typ über
ganz Mittel-, Süd-
und Osteuropa sowie Ägypten
verbreitet. Der seltenere Bisabolonoxid-A-Typ ist aus Albanien und
der Türkei
bekannt.
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In
der Beurteilung der therapeutischen Wirksamkeit von Kamillenextrakt-Präparaten
nimmt das (–)-alpha-Bisabolol
eine dominierende Stellung ein, da es in seiner antiphlogistischen
Wirkung dem (+)-alpha-Bisabolol, dem synthetischen Bisabololracemat
sowie den Bisabololoxiden A und B deutlich überlegen ist.
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Während der
systematische Anbau von Arznei und Gewürzpflanzen aufgrund einer gestiegenen Nachfrage
nach „nachwachsenden
Rohstoffen" weiterhin
an Bedeutung gewinnt, führten
die beschränkten
natürlichen
Ressourcen gleichzeitig zu der Suche und Entwicklung von Verfahren
zur Gewinnung synthetischer Produkte.
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Synthetisches "alpha-Bisabolol" stellt üblicherweise
ein diastereomeres Racemat aus gleichen Anteilen (+/–)-alpha-Bisabolol
und (+/–)-epi-alpha-Bisabolol
dar. Alle vier Enantiomeren wurden in der Natur gefunden.
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(–)-(4S,8R)-alpha-epi-Bisabolol
ist ein natürlicher
Bestandteil von Citrus bergamia RISSO essential oil [(Ohloff, G.;
Giersch, W.; Naf, R.; Delay, F.; Helv. Chim. Acta 1986, 69, 698)]
und sein Enantiomer (+)-(4R,8S)-alpha-epi-Bisabolol wurde isoliert
aus verschiedenen Abies und Picea Specien [O'Donnel, G.W.; Sutherland, M. D.; Aust.
J. Chem. 1989, 42, 2021], während
(+)-(4R,8R)-alpha-Bisabolol
Bestandteil des Atalantia monophylla corren oils [O'Donnel, G.W.; Sutherland,
M. D. Aust. J. Chem. 1989, 42, 2021 Babin, D.; Fourneron, J. D.;
Julia, M.; Tetrahedron 1981, 37 (suppl.] und dessen Enantiomer (–)-(4S,8S)-alpha-Bisabolol einer der
Hauptbestandteile der deutschen Kamille [Jellinek, J. S.; Parf.
Cosm. Aromes 1984, 57, 55] ist
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(–)-(4S,8S)-alpha-Bisabolol
wird im großen
industriellen Maßstab
für zahlreiche
Anwendungen im Kosmetik- und Riechstoffbereich hergestellt, z.B.
zum Einsatz in Schutzcremes, Lotionen, Deodorants etc., und zwar
insbesondere wegen seiner antiinflammatorischen, baktereostatischen
und antimycocitischen Eigenschaften [C. R.; Fleischhauer, J.; Beyer,
J.; Reinhard, E.; Planta Med. 1990, 56, 456].
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Lange
Zeit wurde die absolute Konfiguration der einzelnen Enantiomeren
des alpha-Bisabolol nicht eindeutig bestimmt. X.-J. Chen, A. Archelas,
R. Forstoss in J. Org. Chem. 1993, 58, 5528 beschreiben dann aber
schließlich
ein Verfahren zur Herstellung der einzelnen Isomeren durch enantioselektive
Hydrolyse, ausgehend von (4S,8RS)- und (4R,8RS)-8,9-Epoxy-p-Menth-1-en.
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Aufgrund
seiner beschriebenen Wirkungen besteht ein ständiger Bedarf an (+), (–) und (+/–)-alpha-Bisabolol,
und/oder (+)-epi, (–)-epi
und (+/–)-epi-alpha-Bisabolol, d.h. an
Verbindungen der Formel A
in der geschlängelte Linien
jeweils unabhängig
voneinander für
eine S- oder R-Konfiguration
am zugehörigen C-Atom
stehen. So wurden in der Vergangenheit eine Vielzahl von Verfahren
und Prozessen zur Herstellung von Bisabolol ausgehend von Nerolidol
beschrieben.
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Die
erste katalytische Cyclisierung von Farnesol wurde 1913 beschrieben,
als man beobachtete, dass bei einer Reaktionsausführung in
Anwesenheit von Kaliumhydrogensulfat neben den erwarteten Kohlenwasserstoffen
auch einige mono- und bicyclische Verbindungen gefunden wurden [F.
M. Semmler, K. E. Spornitz, Chem. Ber. 46, 4024 (1913)]. Spätere Arbeiten
indentifizierten dann diese cyclischen Verbindungen als Verbindungen
der Bisabolen- und Cadalen-Klasse.
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1925
wurde erstmals eine sorgfältige
Untersuchung durchgeführt,
bei der ausgehend von Nerolidol durch Säurekatalyse Produkte wie Farnesen,
Bisabolen und Bisabolol erhalten wurden (L. Ruzicka, E. Capato, Helv.
Chim. Acta 8, 259 (1925). Es wurde insbesondere gezeigt, dass Nerolidol
durch Zusatz von Acetanhydrid, anschließenden Umsatz mit Essigsäure/Schwefelsäure oder Ameisensäure bei
Raumtemperatur und anschließende
Verseifung ein Gemisch liefert, welches Bisabolol und Farnesol umfasst.
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1968
berichtet dann Gutsche [C. D. Gutsche, J. R. Maycock, C. T. Chang,
Tetrahedron 24, 859] über die
säurekatalysierte
Cyclisierung von Farnesol und Nerolidol. Ausgehend von Farnesol
oder Nerolidol wurden zunächst
durch Umsatz mit Ameisensäure
die entsprechenden Formiate erhalten, die dann in einem zweiten Schritt
zu den Alkoholen verseift wurden. Nach dieser Vorgehensweise entstehen
jedoch Substanzgemische, die neben Bisabolol auch Farnesole enthalten.
Eine anschließende
destillative Aufreinigung in hochangereichertes Bisabolol erweist
sich als schwierig, insbesondere weil alpha-Bisabolol und cis, cis-Farnesol über nahezu
identische Siedepunkte verfügen
und die nach der beschriebenen Vorgehensweise erhaltenen Substanzgemische
bis zu 5% cis, cis-Farnesol enthalten.
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Weitere
Synthesen von Bisabolol wurden von Ruzicka und Liguari [L. Ruzicka,
M. Liguari, Helv. Chim. Acta 15, 3, (1932)] und durch Manjarrez
und Guzmann [A. Manjarrez, A. Guzmann, J. Org. Chem. 31, 348, (1966)]
beschrieben. Die säurekatalysierte
Cyclisierung in Gegenwart von Ameisensäure in Pentan bzw. AlCl3 in
Ether [N. H. Andersen, D. D. Syrdal, Tetrahedron Lett., 1972, 2455],
KHSO4 [G. Brieger, T. J. Nestrick, C. McKenna J. Org. Chem., 34,
3789, (1969)] und BF3-Etherat in Methylenchlorid [Y. Ohta, Y. Hirase,
Chem. Lett., 1972, 263] wurde ebenfalls beschrieben.
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K.
Uneyama berichtet dann über
eine elektrochemische Darstellungsmethode [K. Uneyama, Y. Masatsugu,
T. Ueda, S. Torii, Chem. Lett., 1984, 529]; dabei wird auch über die
Herstellung von DL-Bisabolol aus DL-Nerolidol berichtet. Während die
zuvor vorgestellten von Nerolidol ausgehenden Verfahren selten zu
Bisabolol-Ausbeuten über
30% führten,
wurden mit elektrochemischen Verfahren Ausbeuten bis zu 52% erhalten.
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WO
2004/033401 A1 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von alpha-Bisabolol,
worin Nerolidol in einer Stufe mit einem Gemisch bestehend aus einem
Keton, einer Sulfonsäure
und Perchlorsäure
umgesetzt wird. Dieses Verfahren zeichnet sich unter anderem dadurch
aus, dass es zu einem besonders reinen alpha-Bisabolol führt und insbesondere das bei
den zuvor beschriebenen Verfahren als Nebenprodukt in einer Ausbeute
von bis zu 40% entstehende (+), (–) oder (+/–)-Farnesol nur in vergleichsweise geringen
Konzentrationen entsteht.
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Den
aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren zur Herstellung von
Bisabolol ist gemeinsam, dass regelmäßig in mehr oder weniger großen Mengen
auch Farnesole entstehen. Die Anwesenheit von Farnesol in Produktgemischen
neben Bisabolol ist jedoch unerwünscht,
weil Farnsolen ein allergenes Potential zugeschrieben wird, welches
insbesondere die Verwendung in kosmetischen Produkten problematisch
macht. Bei der Entwicklung von Kosmetikprodukten sind nämlich nicht
allein die kosmetischen Eigenschaften von Interesse, sondern es
muss auch der Unbedenklichkeit der enthaltenen Substanzen gegenüber Mensch
und Umwelt in höchstem
Maße Rechnung
getragen werden. Zum Wert eines neuen Produktes tragen insbesondere
verbesserte toxikologische, ökotoxikologische
und dermatologische Eigenschaften bei. Aus dermatologischer Sicht
soll ein Kosmetikprodukt keine hautreizenden, sensibilisierenden
und/oder photosensibilisierenden Eigenschaften aufweisen. Insoweit
wird die Anwesenheit von Farnesol in Kosmetikprodukten in zunehmendem Maße als problematisch
empfunden. Von der IFRA (International Fragrance Association) wurden
Farnesol sowie eine Reihe weiterer Mono- und Sesquiterpene in eine
Unterkategorie 2 eingeordnet, welche Produkte enthält, deren
allergenes Potential zwar weniger häufig aber immer noch bei einer
signifikant hohen Anzahl an Probanden beobachtet wird. Die zulässigen Einsatzkonzentrationen
der in Unterkategorie 2 enthaltenen Verbindungen wurden in verschiedenen
Produktkategorien limitiert.
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Es
wurde bereits erwähnt,
dass die destillative Trennung von alpha-Bisabolol und Farnesol
insbesondere deshalb schwierig ist, weil alpha-Bisabolol und cis,
cis-Farnesol über nahezu
identische Siedepunkte verfügen.
Wenn Produktgemische, die neben dem erwünschten alpha-Bisabolol auch
einen nennenswerten Anteil an Farnesolen umfassen, dennoch destillativ
aufgetrennt werden sollen, so ist zum Erreichen zumindest eines gewissen
Erfolges eine derart lange thermische Belastung erforderlich, dass
es zu einem hohen Maße
an Nebenreaktionen und insbesondere zur Zersetzung der zuvor synthetisierten
Verbindungen kommt.
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Es
war deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
anzugeben, welches die Trennung von alpha-Bisabolol und Farnesol(en)
ermöglich,
so dass insgesamt ein Produkt bzw. Produktgemisch erhalten werden
kann, das zumindest im Wesentlichen frei ist von Farnesol(en) und
das zumindest im Wesentlichen, vorzugsweise zu mehr als 98 Gew.-%,
bezogen auf die Gesamtmenge des Produktgemisches aus alpha-Bisabolol
besteht.
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Vorzugsweise
sollte ein nach dem Verfahren hergestelltes Produktgemisch einen
Anteil von zumindest 98 Gew.-% Bisabolol und einen Anteil an Farnesol
von weniger als 0,5 Gew.-% enthalten.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch
ein Verfahren zum Verestern von Farnesol in einer Mischung umfassend
alpha-Bisabolol, Farnesol sowie gegebenenfalls weitere Bestandteile,
mit folgenden Schritten:
- – Bereitstellen oder Herstellen
der besagten Mischung (umfassend alpha-Bisabolol, Farnesol und gegebenenfalls
weitere Bestandteile),
- – Hinzufügen von
(i) einer oder mehreren Stickstoffbasen und (ii) einer oder mehreren
Verbindungen der Formel B worin
R1, R2, R3, R4
und R5 unabhängig
voneinander H, verzweigtes oder unverzweigtes Alkyl mit 1, 2, 3,
4, 5, 6 oder mehr C-Atomen oder Alkoxy mit 1, 2, 3 oder mehr C-Atomen
bedeuten,
X F, Cl, Br oder I bedeutet,
- – Verestern
von Farnesol mit der oder den Verbindung(en) der Formel B bei einer
Reaktionstemperatur von –20
bis 50°C,
und
- – Trennen
des alpha-Bisabolols und des durch Umsetzung des Farnesols mit der
oder den Verbindung(en) der Formel B gebildeten Esters voneinander.
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Dabei
wird die eingesetzte Mischung umfassend Bisabolol, Farnesol sowie
gegebenenfalls weitere Bestandteile vorzugsweise nach einem der
oben diskutierten Verfahren hergestellt, vorzugsweise nach dem Verfahren
gemäß WO 2004/033401.
Alternative Verfahren zur Herstellung von alpha-Bisabolol, insbesondere solche,
die von Nerolidol als Edukt ausgehen, können alternativ zur Herstellung
von Bisabolol, Farnesol sowie gegebenenfalls weitere Bestandteile
umfassende Mischungen eingesetzt werden.
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Der
Begriff „alpha-Bisabolol" umfasst dabei im
Rahmen dieses Textes (+)-alpha-Bisabolol,
(–)-alpha-Bisabolol,
(+)-epi-alpha-Bisabolol und (–)-epi-alpha-Bisabolol
sowie Mischungen von zwei, drei oder sämtlichen der genannten Isomeren
des alpha-Bisabolol. Insbesondere umfasst der Begriff "alpha-Bisabolol" racemische Gemische
von (+/–)-alpha-Bisabolol
und/oder (+/–)-epi-alpha-Bisabolol.
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Die
Erfindung beruht auf der überraschenden
Erkenntnis, dass sich das in der Mischung vorliegende Farnesol in
Gegenwart von Stickstoffbase(n) mit der oder den Verbindungen der
Formel B (wie oben angegeben) zu einem Ester umsetzt, während das
gleichzeitig in der Mischung vorliegende alpha-Bisabolol allenfalls in
geringem Umfang verestert wird.
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Die
Verbindung(en) der Formel B haben sich überraschenderweise als äußerst selektive
Veresterungsreagenzien erwiesen, die bei Zusatz zu einem Gemisch
aus alpha-Bisabolol und Farnesol hoch selektiv die Farnesole verestern, während das
alpha-Bisabolol allenfalls in äußerst geringem
Umfang verestert wird.
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In
den erfindungsgemäßen Verfahren
reicht die eingesetzte Menge der einen oder mehreren Verbindungen
(Aroylhalogenide) der Formel B (wie oben angegeben) vorzugsweise
aus, die in der Mischung vorhandene Menge an Farnesol zu verestern.
Hierbei ist zu berücksichtigen,
dass neben alpha-Bisabolol
und Farnesol noch weitere Alkohole in der Mischung vorliegen können, zum
Beispiel Eduktmaterial aus der Bisabolol-Synthese, insbesondere
also Nerolidol. In Anwesenheit weiterer Alkohole (neben alpha-Bisabolol
und Farnesol) kommt es zu Konkurrenzreaktionen hinsichtlich der
Veresterung, was gegebenenfalls bei der vorzugsweise einzusetzenden
Menge an Verbindung(en) der Formel B zu berücksichtigen ist.
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Insbesondere
dann, wenn der Anteil weiterer Alkohole (neben alpha-Bisabolol und
Farnesol) nur gering ist, liegt das molare Verhältnis von Farnesol zu der Gesamtmenge
an der oder den Verbindung(en) der Formel B bevorzugt im Bereich
von 1:1 bis 1:50, vorzugsweise im Bereich von 1:1 bis 1:5. Mit derartigen
molaren Verhältnissen
lässt sich
regelmäßig mit
hoher Selektivität
das in der Mischung vorhandene Farnesol vollständig verestern.
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Enthält die zu
behandelnde Mischung neben alpha-Bisabolol und Farnesol einen oder
mehrere sekundäre
Alkohole und/oder einen oder mehrere weitere primäre Alkohole,
so wird das molare Verhältnis
der Gesamtmenge an primären
und sekundären
Alkoholen zu der Gesamtmenge an der oder den Verbindungen der Formel
B vorzugsweise so eingestellt, dass es im Bereich von 1:1 bis 1:50
liegt, vorzugsweise im Bereich von 1:1 oder 1:5. Auf diese Weise
wird gewährleistet,
dass die Menge an der oder den Verbindung(en) der Formel B (Aroylhalogenide)
zumindest ebenso groß ist
wie die Menge an sekundären
und primären
Alkoholen (wie Farnesol und Nerolidol).
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Die
Umsetzung einer Mischung umfassend alpha-Bisabolol und Farnesol
ist im folgenden Schema 1 vereinfacht dargestellt. Die gezeigten
Isomere des alpha-Bisabolols
bzw. des Farnesols sind hierbei lediglich als beispielhaft zu verstehen.
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Im
erfindungsgemäßen Verfahren
werden eine oder mehrere Stickstoffbasen eingesetzt. Die eingesetzte
Menge an Stickstoffbase(n) wird vorzugsweise so gewählt, dass
die bei Umsetzung der Mischung (genauer gesagt: der darin enthaltenen
Alkohole) mit der oder den Verbindung(en) der Formel B frei werdende Säure durch
die Stickstoffbase vollständig
bzw. zumindest im Wesentlichen vollständig neutralisiert werden kann.
Die einzusetzende Menge an Stickstoffbase wird folglich in Abhängigkeit
von der Menge der zu veresternden Alkohole in der Mischung und/oder
von der Menge der Verbindung(en) der Formel B gewählt, die
zur Veresterung eingesetzt wird. Das molare Verhältnis von Stickstoffbase zu
der Gesamtmenge an der oder den Verbindung(en) der Formel B wird
vorzugsweise im Bereich von 1:1 und 100:1 gewählt, bevorzugt im Bereich von
1:1 bis 5:1, insbesondere wenn das molare Verhältnis der Gesamtmenge an primären und
sekundären Alkoholen
(einschließlich
Farnesol und gegebenenfalls Nerolidol) zu der Gesamtmenge an der
oder den Verbindungen der Formel B im Bereich von 1:1 bis 1:5 liegt.
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Alternativ
zum Einsatz von Stickstoffbasen ist der Einsatz sonstiger, insbesondere
organischer Basen möglich.
Stickstoffbasen besitzen jedoch den Vorteil, dass sie in Produktmischungen
aus den oben beschriebenen alpha-Bisabolol-Syntheseverfahren,
das heißt
in Produktmischungen, die alpha-Bisabolol
und Farnesol sowie gegebenenfalls weitere Bestandteile umfassen,
in ausreichend hoher Konzentration löslich sind. Sofern eine andere
(insbesondere organische) Base eine ausreichend hohe Löslichkeit
in einer zu behandelnden Mischung (mit alpha-Bisabolol und Farnesol)
besitzt, ist ihr Einsatz als Alternative zum Einsatz einer Stickstoffbase
in einem erfindungsgemäßen Verfahren
möglich.
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Je
nach Herstellungsverfahren umfassen zu behandelnde Mischungen neben
Bisabolol und Farnesol insbesondere die folgenden Bestandteile:
Nerolidol; Eliminierungsprodukte des Bisabolols (Bisabolene); Eliminierungsprodukte
des Farnesols (Farnesene); Veretherungsprodukte des Farnesols (Difarnesylether);
Umlagerungsprodukte des Bisabolols und/oder des Farnesols und/oder
des Nerolidols; Sesquiterpene und Sesquiterpenalkohole.
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Für die in
dem erfindungsgemäßen Verfahren
einzusetzenden Verbindung der Formel B bedeuten R1, R2, R3, R4,
R5 unabhängig
voneinander vorzugsweise H, Methyl, Ethyl, n-Propyl, iso-Propyl,
n-Butyl, iso-Butyl, tert.-Butyl, Methoxy oder Ethoxy.
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Insbesondere,
wenn die Substituenten R1, R2, R3, R4, R5 die vorstehend genannte
Bedeutung haben, bedeutet in Formel B der Rest X vorzugsweise Cl
oder Br. Besonders bevorzugt ist der Einsatz von Benzoylchlorid
oder Benzoylbromid als Verbindung der Formel B. Der Einsatz von
Benzoylchlorid ist hierbei ganz besonders bevorzugt.
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In
einem erfindungsgemäßen Verfahren
ist die Stickstoffbase vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus: Alkanamine mit 1, 2, 3 oder mehr C-Atomen, Benzolamine, Alkanarylamine
und Alkandiamine.
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Besonders
bevorzugt ist der Einsatz der folgenden Stickstoffbasen: Pyridin,
Anilin, Diethylamin, Triethylamin, N-Methylethanamin, N,N-Dimethyl-1-propanamin, 1,4-Butandiamin,
2-Ethyl-anilin, 3-Ethyl-anilin, 4-Ethyl-anilin und N-Ethyl-anilin.
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In
einem bevorzugten erfindungsgemäßen Verfahren
wird die Mischung umfassend Bisabolol, Farnesol sowie gegebenenfalls
weitere Bestandteile zunächst
mit der bzw. den Stickstoffbase(n) versetzt. Dann wird bei einer
Temperatur im Bereich von –20°C bis 50°C (vorzugsweise
0°C bis
15°C) die
Verbindung bzw. die Verbindungen der Formel B hinzudosiert, vorzugsweise über einen
Zeitraum im Bereich von 10 Minuten bis 4 Stunden (bevorzugt 30 bis
60 Minuten). Anschließend
wird vorzugsweise über
einen Zeitraum von 1 bis 60 Stunden (bevorzugt 10 bis 24 Stunden)
nachgerührt.
Anschließend
wird das erhaltene Gemisch (umfassend Bisabolol und den Ester des
Farnesols) aufgearbeitet bzw. gereinigt (zur Aufarbeitung/Reinigung
siehe unten). Hinsichtlich der bevorzugten Auswahl von Stickstoffbase(n)
und Verbindung(en) der Formel B verweisen wir auf unsere obigen
Ausführungen.
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Zur
Herstellung eines alpha-Bisabolol umfassenden Produktes umfasst
ein erfindungsgemäßes Verfahren
folgenden Schritte:
- – Umsetzen von Nerolidol zu
einem alpha-Bisabolol und Farnesol umfassenden Produktgemisch,
- – Verestern
des Farnesols in dem Produktgemisch mit den übrigen Schritten erfindungsgemäßen Verfahrens.
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Dabei
gilt hinsichtlich der bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens zur
Veresterung des Farnesols das Vorgesagte entsprechend.
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Die
erfindungsgemäßen Verfahren
(i) zum Verestern von Farnesol in einer Mischung umfassend alpha-Bisabolol,
Farnesol sowie gegebenenfalls weitere Bestandteile bzw. (ii) zur
Herstellung eines alpha-Bisabolol umfassenden Produktes werden durch
eine Aufarbeitung/Reinigungsoperation komplettiert. Im Rahmen der
Aufarbeitung/Reinigungsoperation werden das alpha-Bisabolol und
der durch Umsetzung des Farnesols mit der Verbindung der Formel
B gebildete Ester vorzugsweise voneinander getrennt.
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Eine
besonders bevorzugte Aufarbeitung/Reinigungsoperation umfasst die
folgenden Schritte:
- – Zusetzen von Wasser und einem
organischen Lösungsmittel
zu dem resultierenden Gemisch, so dass sich eine wässrige und
eine organische Phase bilden, wobei (i) alpha-Bisabolol und durch
Umsetzung des Farnesols mit der Verbindung der Formel B gebildeter
Ester in die resultierende organische Phase und (ii) wasserlösliche Verbindungen
in die resultierende wässrige
Phase gelangen,
- – Abtrennen
der organischen Phase von der wässrigen
Phase,
- – Destillatives
Abtrennen des alpha-Bisabolols aus der organischen Phase.
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Nach
Trennung des alpha-Bisabolols von dem durch Umsetzung des Farnesols
mit der Verbindung der Formel B gebildeten Ester umfasst das gebildete
Produkt weder Farnesol noch den besagten Ester. Typischerweise,
zum Beispiel nach Durchführung
einer fraktionierten Destillation, liegt alpha-Bisabolol in hochreiner
Form vor, so wie es von der kosmetischen Industrie gewünscht wird.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
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Beispiel 1: Herstellung
von alpha-Bisabolol
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In
einer Standardapparatur bestehend aus einem 2000 ml Dreihalskolben
mit Rückflußkühler, Tropftrichter
und Thermometer wurden 266,4 g (1,2 mol) (+/–) Nerolidol und 528 g (9,1
mol) Aceton vorgelegt. Dann wurde bei 10°C innerhalb von 30 min eine
Lösung
aus 22 g (0,192 mol) Methansulfonsäure und 10,8 g (67 mmol) Perchlorsäure 60%ig
zugetropft. Anschließend
wurde das Reaktionsgemisch 24 Stunden bei 15°C gerührt und nach erfolgter GC-Kontrolle aufgearbeitet.
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Die
Aufarbeitung erfolgte derart, dass das Reaktionsgemisch mit 500
g Wasser und 200 g Diethylether er versetzt und danach die org.
Phase abgetrennt wurde. Die org. Phase wurde dann mit Sodalösung und
Wasser neutral gewaschen. Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels
verblieben 268 g Rohprodukt.
Gaschromatograph (Shimadzu GC14A,
DB-1, 30 m, 100–240°C/min);
alpha-Bisabolol
Rt = 11,9 min; 47,2%
(+/–)-Farnesol
(Summe der 4 Isomere cis/cis; cis/trans; trans/cis; trans/trans)
Rt = 12,3–12,7
min (2,4%)
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Das
Rohprodukt umfasste zudem erhebliche Mengen an nicht umgesetztem
Nerolidol und Farnesene sowie weiterer Sesquiterpenkohlenwasserstoffe.
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Beispiel 2: Herstellung
von alpha-Bisabolol
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In
einem 2000 ml Dreihalskolben mit Rückflußkühler, Tropftrichter und Thermometer
wurden 264 g (1,2 mol) (+/–)-Nerolidol
und 528 g (9,1 mol) Aceton vorgelegt. Dann wurde bei 15°C innerhalb
von 40 min 10,8 g (67,2 mmol) Perchlorsäure 60%ig zugetropft. Anschließend wurde
das Reaktionsgemisch 24 Stunden bei 20°C nachgerührt und nach erfolgter GC Kontrolle
aufgearbeitet.
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Die
Aufarbeitung erfolgte derart, dass das Reaktionsgemisch mit 500
g Wasser und 200 g Diethylether versetzt und danach die organische
Phase abgetrennt wurde. Die organische Phase wurde dann mit Sodalösung und
Wasser neutral gewaschen. Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels
verbleiben 272 g Rohprodukt.
GC-Bedingungen siehe Beispiel
1
alpha-Bisabolol Rt = 11,9 min (23,4%)
(+/–)-Farnesol
Rt = 12,3–12,7 min (17,4%)
Bisabolen
(aufgrund Eliminierung aus Bisabolol) Rt =
9,5–10,3
min (55,4%)
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Beispiel 3.1: Herstellung
Bisabolylformiat
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In
einem 2000 ml Dreihalskolben mit Rückflußkühler und Thermometer wurden
264 g (1,2 mol) (+/–)-Nerolidol
und 100 g Hexan vorgelegt. Dann wurde bei einer Temperatur von 10–15°C innerhalb
von 60 min 92 g (2 mol) Ameisensäure
zugetropft. Anschließend
wurde das Reaktionsgemisch 20 Stunden bei 10–15°C gerührt und nach erfolgter GC-Kontrolle
aufgearbeitet.
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Die
Aufarbeitung erfolgte derart, dass das Reaktionsgemisch mit 500
g Wasser versetzt wurde. Danach wurde die organische Phase abgetrennt
und mit Sodalösung
und Wasser neutral gewaschen. Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels
verblieben 300 g Rohprodukt.
GC Bedingungen Siehe Beispiel
1
alpha-Bisabolylformiat Rt = 14,1
min (38,9%)
(+/–)-Farnesylformiat
Rt = 14,3–14.9 min (29,7%)
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Beispiel 3.2: Herstellung
von alpha-Bisabolol
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In
einem 2000 ml Dreihalskolben mit Rückflußkühler, Tropftrichter und Thermometer
wurden 300 g (0,8 mol) Rohgemisch aus Beispiel 3.1, 400 g Methanol
vorgelegt und anschließend
bei einer Temperatur von 20–40°C innerhalb
von 15 min mit 480 g 10%ige Natronlauge versetzt. Anschließend wurde
2 Stunden bei 30°–40°C nachgerührt und
nach erfolgter GC Kontrolle aufgearbeitet.
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Die
Aufarbeitung erfolgte derart, dass das Reaktionsgemisch mit 400
g Wasser und 200 g Diethylether versetzt und danach die organische
Phase abgetrennt wurde. Die organische Phase wurde dann mit Wasser neutral
gewaschen. Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels verbleiben 259,2
g Rohprodukt.
GC-Bedingungen siehe Beispiel 1
alpha-Bisabolol
Rt = 11,9 min (37,3%)
(+/–)-Farnesol
Rt = 12,3–12,7 min (28,9%)
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Beispiel 4: Verestern
von Farnesol in Mischungen mit alpha-Bisabolol und Abtrennen des
alpha-Bisabolols aus dem resultierenden Gemisch
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In
einem 500 ml Dreihalskolben mit Rückflußkühler; Tropftrichter und Thermometer
wurden 67 g Rohprodukt [Bisabolol/Farnesol-Gemisch aus Beispiel
1; enthält
2,4% (7,3 mmol) Farnesole], 5 g (0,049 mol) Triethylamin vorgelegt
und bei einer Temperatur von 5–10°C innerhalb
von 15 min mit 6,5 g (0,046 mol) Benzoylchlorid versetzt. Anschließend rührt man
8 Stunden bei dieser Temperatur nach und arbeitet nach erfolgter GC-Kontrolle
auf.
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Die
Aufarbeitung erfolgte derart, dass das Reaktionsgemisch mit 100
g Wasser und 100 g Diethylether versetzt und danach die organische
Phase abgetrennt wurde. Anschließend wurde die organische Phase
zunächst
mit 50 g 5%iger Salzsäure
und anschließend
mit Sodalösung
und Wasser neutral gewaschen. Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels
verblieben 68,9 g Rohprodukt.
GC-Bedingungen siehe Beispiel
1
alpha-Bisabolol Rt = 11,9 min (48,9%)
(+/–)-Farnesol
Rt = 12,3–12,7 min (nicht nachweisbar)
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Die
anschließende
destillative Reinigung erfolgte an einer 1 m Drehbandkolonne
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Es
wurden 27,3 g alpha-Bisabolol erhalten
GC-Bedingungen siehe
Beispiel 1
alpha-Bisabolol Rt = 11,9
min (99,8%)
(+/–)-Farnesol
Rt = 12,3–12,7 min (nicht nachweisbar)
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Beispiel 5: Verestern
von Farnesol in Mischungen mit alpha-Bisabolol und Abtrennen des
alpha-Bisabolols aus dem resultierenden Gemisch
-
In
einem 500 ml Dreihalskolben mit Rückflußkühler; Tropftrichter und Thermometer
wurden 68 g Rohprodukt [Bisabolol/Farnesol-Gemisch aus Beispiel
2; enthält
17,4% (0,053 mol) Farnesole], 35,5 g (0,48 mol) Diethylamin vorgelegt
und bei einer Temperatur von 5–10°C innerhalb
von 45 min mit 22,9 g (0,16 mol) Benzoylchlorid versetzt. Anschließend rührt man
10 Stunden bei dieser Temperatur nach und arbeitet nach erfolgter
GC-Kontrolle auf.
-
Die
Aufarbeitung erfolgte derart, dass das Reaktionsgemisch mit 150
g Wasser und 100 g Diethylether versetzt und danach die organische
Phase abgetrennt wurde. Anschließend wurde die organische Phase
zunächst
mit 100 g 5%iger Salzsäure
und anschließend
mit Sodalösung
und Wasser neutral gewaschen. Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels
verblieben 73,5 g Rohprodukt.
GC-Bedingungen siehe Beispiel
1
alpha-Bisabolol Rt = 11,9 min (24,3%)
(+/–)-Farnesol
Rt = 12,3–12,7 min (nicht nachweisbar)
-
Die
anschließende
destillative Reinigung erfolgte an einer 1 m Drehbandkolonne
-
Es
wurden 16,3 g alpha-Bisabolol erhalten
GC-Bedingungen siehe
Beispiel 1
alpha-Bisabolol Rt = 11,9
min (99,7%)
(+/–)-Farnesol
Rt = 12,3–12,7 min (< 0,1%)
-
Beispiel 6: Verestern
von Farnesol in Mischungen mit alpha-Bisabolol und Abtrennen des
alpha-Bisabolols aus dem resultierenden Gemisch
-
In
einem 500 ml Dreihalskolben mit Rückflußkühler; Tropftrichter und Thermometer
wurden 64 g Rohprodukt [Bisabolol/Farnesol-Gemisch aus Beispiel
3.2; enthält
28,9% (0,083 mol) Farnesole], 74 g (1 mol) Diethylamin vorgelegt
und bei einer Temperatur von 5–10°C innerhalb
von 60 min mit 61,3 g (0,33 mol) Benzoylbromid versetzt. Anschließend rührt man
15 Stunden bei dieser Temperatur nach und arbeitet nach erfolgter GC-Kontrolle
auf.
-
Die
Aufarbeitung erfolgte derart, dass das Reaktionsgemisch mit 150
g Wasser und 100 g Diethylether versetzt und danach die organische
Phase abgetrennt wurde. Anschließend wurde die organische Phase
zunächst
mit 100 g 5%iger Salzsäure
und anschließend
mit Sodalösung
und Wasser neutral gewaschen. Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels
verblieben 81,9 g Rohprodukt.
GC-Bedingungen siehe Beispiel
1
alpha-Bisabolol Rt = 11,9 min (39,7%)
(+/–)-Farnesol
Rt = 12,3–12,7 min (0%)
-
Die
anschließende
destillative Reinigung erfolgte an einer 1 m Drehbandkolonne
-
Es
wurden 28,9 g alpha-Bisabolol erhalten
GC-Bedingungen siehe
Beispiel 1
alpha-Bisabolol Rt = 11,9
min (99,8%)
(+/–)-Farnesol
Rt = 12,3–12,7 min (nicht nachweisbar)
-
Beispiel 7: Verestern
von Farnesol in Mischungen mit alpha-Bisabolol und Abtrennen des
alpha-Bisabolols aus dem resultierenden Gemisch
-
In
einem 500 ml Dreihalskolben mit Rückflußkühler, Tropftrichter und Thermometer
wurden 68 g Rohprodukt (Bisabolol/Farnesol-Gemisch aus Beispiel
2; enthält
17,4% (0,053 mol) Farnesole] 46,8 g (0,6 mol) Pyridin vorgelegt
und bei einer Temperatur von 0°C
bis 5°C
innerhalb von 45 min. mit 37,2 g (0,2 mol) Benzoylbromid versetzt.
Anschließend
rührte
man 15 Stunden bei dieser Temperatur nach und arbeitete nach erfolgter GC
Kontrolle auf.
-
Die
Aufarbeitung erfolgte derart, dass das Reaktionsgemisch mit 200
g Wasser und 100 g Diethylether versetzt und danach die organische
Phase abgetrennt wurde. Anschließend wurde die organische Phase
zunächst
mit 100 g 5%iger Salzsäure
und danach mit Sodalösung
und Wasser neutral gewaschen. Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels
verblieben 75,5 g Rohprodukt.
GC-Bedingungen siehe Beispiel
1
alpha-Bisabolol Rt = 11,9 min (25,3%)
(+/–)-Farnesole
Rt = 12,3–12,7 min (< 0,1%)
-
Die
anschließende
destillative Reinigung erfolgte an einer 1 m Drehbandkolonne
-
Es
wurden 17,2 g alpha-Bisabolol erhalten.
GC-Bedingungen siehe
Beispiel 1
alpha-Bisabolol Rt = 11,9
min (99,9%)
(+/–)-Farnesole
Rt = 12,3–12,7 min (< 0,1%)
-
Beispiel 8: Verestern
von Farnesol in Mischungen mit alpha-Bisabolol und Abtrennen des
alpha-Bisabolols aus dem resultierenden Gemisch
-
In
einem 500 ml Dreihalskolben mit Rückflußkühler, Tropftrichter und Thermometer
wurden 68 g Rohprodukt [Bisabolol/Farnesol-Gemisch aus Beispiel
3.2; enthält
37,3% (0,11 mol) Farnesole] 60,5 g (0,5 mol) Ethylanilin vorgelegt
und bei einer Temperatur von 5°C
bis 10°C
innerhalb von 45 min. mit 36,7 g (0,2 mol) 4-Ethoxybenzoylchlorid
versetzt. Anschließend
rührte
man 24 Stunden bei dieser Temperatur nach und arbeitete nach erfolgter
GC Kontrolle auf.
-
Die
Aufarbeitung erfolgte derart, dass das Reaktionsgemisch mit 200
g Wasser und 100 g Diethylether versetzt und danach die org. Phase
abgetrennt wurde. Anschließend
wurde die org. Phase zunächst
mit 100 g 5%iger Salzsäure
und danach mit Sodalösung
und Wasser neutral gewaschen. Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels
verblieben 73,5 g Rohprodukt.
GC-Bedingungen siehe Beispiel
1
Alpha-Bisabolol Rt = 11,9 min (39,3%)
(+/–)-Farnesöle Rt = 12,3–12,7
min (< 0,1%)
-
Die
anschließende
destillative Reinigung erfolgte an einer 1 m Drehbandkolonne.
-
Es
wurden 25,5 g alpha-Bisabolol erhalten.
GC-Bedingungen siehe
Beispiel 1
alpha-Bisabolol Rt = 11,9
min (99,8%)
(+/–)-Farnesole
Rt = 12,3–12,7 min (nicht nachweisbar)