-
Die
Erfindung betrifft einen Beschlag für ein Fenster oder eine Tür. Der Beschlag
umfasst einen an sich bekannten Treibstangenbeschlag und ein Öffnungsbegrenzungsbeschlagteil.
Der Treibstangenbeschlag wird üblicherweise
in einer offenen Nut des Flügelfalzes
angebracht und weist eine längs
des Flügelfalzes
verschiebbare Treibstange auf. An der Treibstange sind Riegelelemente
angebracht, die mit ortsfest am Rahmen angeordneten Riegeleingriffen zusammenwirken,
so dass der schwenkbar am Rahmen angelenkte Flügel gegenüber dem Rahmen festgelegt werden
kann.
-
Bei
dem aus der
DE 37 19
040 C2 bekannten Beschlag ist ein Öffnungsbegrenzungsbeschlagteil vorgesehen,
welches mit einem Riegelelement des Treibstangenbeschlages zusammenwirkt.
Dazu weist das Öftnungsbegrenzungsbeschlagteil
einen Ausstellarm auf, der an einer Lagerplatte schwenk- und schiebbar
gelagert ist. Der Ausstellarm ist über eine Zugfeder in Richtung
des Riegelelementes kraftbeaufschlagt und ist an seinem freien Ende
mit einer Kopplungsstelle für
das Riegelelement versehen.
-
Wird
der aus der
DE 37 19
040 C2 bekannte Beschlag aus der Verschlussstellung in
eine Öffnungsstellung
geschaltet, dann bewegt sich das Riegelelement in Richtung der Kopplungsstelle
des Ausstellarms. Bei einer weiteren Bewegung des Riegelelementes über eine
erste Öffnungsstellung
(Drehöffnungsstellung)
hinaus in eine weitere Öffnungsstellung
werden der Ausstellarm und das Riegelelement aneinander angelegt
und bewirken eine leichte Schwenkbewegung des Ausstellarms senkrecht
zur Blendrahmenebene, wobei das Riegelelement und damit auch der
gesamte Flügel
mitgeführt
werden. Der Flügel
befindet sich nun in einer Spaltlüftungsstellung und wird über den
Ausstellarm an einer weiteren Öffnungsbewegung
gehindert.
-
Wird
das Riegelglied nun über
den Treibstangenbeschlag weiter bewegt, dann wird der unter der
Federlast stehende Ausstellarm weiter gedrängt und die Kopplung zwischen
dem Riegelelement und dem Ausstellarm kann aufgehoben werden. Der
Flügel
befindet sich nun in der dritten Öffnungsstellung, der sogenannten
Kippöffnungsstellung.
-
Beim
Schließen
des kipp-geöffneten
Flügels stößt das Riegelelement
an den Ausstellarm und verschwenkt diesen soweit, dass das Riegelelement nahe
der Ebene liegt, die es in der Verriegelungsstellung einnimmt. Wird
der Flügel
nun von der Bedienperson weiter geschlossen, wird einerseits das
Riegelelement an dem Ausstellarm vorbeigeführt und andererseits der Flügel an den
Rahmen weiter herangeführt,
so dass dieses in eine Ebene gelangt, in der es mit dem Riegeleingriff
wieder zusammenwirken kann.
-
Nachteilig
bei diesem Beschlag ist es, dass der Treibstangebeschlag für mehr als
eine Öffnungsstellung
ausgelegt sein muss. Neben der Verriegelungsstellung sind drei Öffnungsstellungen
vorgesehen: eine erste Drehöffnungsstellung,
eine zweite Spaltlüftungsstellung
und eine dritte Kippstellung. Die verschiedenen Schaltstellungen
bedürfen
dabei einer entsprechenden Auslegung des Treibstangenbeschlages,
der dadurch verteuert wird. Gleichzeitig ist damit der Aufbau des
Beschlages sehr aufwändig und
die Bedienung erschwert.
-
Aufgabe
der Erfindung soll es daher sein, einen Beschlag bereit zu stellen,
der einen einfachen Aufbau und eine sinnhafte Bedienung erlaubt.
-
Die
Lösung
der Aufgabe gelingt mit einem Beschlag nach dem Anspruch 1 und einem
Verfahren zur Bedienung nach dem Anspruch 9.
-
Der
Beschlag nach Anspruch 1 erlaubt es, einen einfach aufgebauten Treibstangenbeschlag
für eine
einzige Öffnungsstellung,
nämlich
z.B. eine Drehstellung, um eine Lüftungsstellung mit einem nur teilweise
geöffneten
Flügel
zu ergänzen.
Dadurch werden mit nur zwei Schaltstellungen des Treibstangenbeschlages
insgesamt drei Lagen des Flügels eingestellt.
Der Treibstangenbeschlag bleibt dabei unverändert, da lediglich eines der
vorhandenen Riegelelemente als Kopplungsmittel verwendet wird. Dadurch
ist auch eine Nachrüstung
eines bereits vorhandenen Fensters oder einer Tür möglich.
-
Die
vereinfachte Bedienung ergibt sich aus dem Anspruch 9. Die Bedienung
ist einfach, da der Flügel
nach der Entriegelung über
den Treibstangenbeschlag automatisch festgelegt wird und erst durch eine
weitere Bedienaktion vollständig
geöffnet
werden kann. Der Flügel
wird zunächst
in dem teilgeöffneten
Zustand festgelegt, was verhindert, dass der Flügel versehendlich entriegelt
aber nicht gesichert wird. Durch einen Windstoß könnte der Flügel aufgestoßen und
beschädigt
werden. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den
abhängigen Ansprüchen 2 bis
8 und 10 bis 11.
-
Um
ein besonders belastbares Öffnungsbegrenzungsbeschlagteil
bereit stellen zu können
ist vorgesehen, dass der Ausstellarm über einen Zusatzarm an einer
Lagerplatte schwenkbegrenzt ist. Der Ausstellarm könnte auch
durch Anschläge
o. ä. schwenkbegrenzt
werden. Die dabei auftretenden Momente sind jedoch vergleichsweise
groß und könnten zu
Beschädigungen
führen.
In Verbindung mit der Schwenk-Schiebelagerung des Ausstellarms wird
darüber
hinaus auch eine bessere Geradführung
der Kopplungsstelle erreicht.
-
Für diese
Ausgestaltung ist es ferner vorteilhaft, wenn der Zusatzarm dem
Ausstellarm schwenkbeweglich zugeordnet ist und die Schwenklagerung längsversetzt
zu der Schwenk-Schieblagerung des Ausstellarms an der Lagerplatte
angeordnet ist. Dadurch wird eine unerwünschte Totpunktlage des Ausstellarms
vermieden, in der dieser nicht nach innen – in Richtung des Flügels – kraftbeaufschlagt
ist.
-
Um
eine exakte Ausrichtung des Ausstellarms beim Schließen des
Flügels
zu erreichen ist vorgesehen, dass der Ausstellarm nahe der Koppelstelle
eine Nase aufweist, die in Ausschwenkrichtung vorragt und die sich
beim Schließen
des Flügels
an diesen anlegt. Dadurch wird ein seitlicher Versatz des Ausstellarms
in der Verschlussstellung vermieden, der zu einer Kollision des
Ausstellarms mit dem Riegelelement und damit zu einer Blockade des Treibstangenbeschlages
führen
könnte.
Es kann natürlich
an dem Flügel
auch ein entsprechender Anschlag vorgesehen werden, der dies verhindert.
Dieser bedarf aber zumindest eines zusätzlichen Montageaufwandes.
-
Dabei
ist eine Anpassung an die üblichen Flügelgeometrien
sinnvoll, so dass die Abmessung der Nase ausgehend von der Längsmittelachse
des Ausstellarms etwa den Abstand der Flügelfalzbegrenzung und der Mitte
einer den Treibstangenbeschlag aufnehmenden Beschlagnut hat. Die
Nase legt sich bei dieser Ausgestaltung an einen Steg, den sogenannten Überschlag
des Flügels
beim Schließen
an.
-
Einen
Grossteil der am Markt verfügbaren Flügelprofilgeometrien
könnte
man abdecken, wenn die Abmessung etwa 13 mm hat.
-
Um
die Haltbarkeit des Öffnungsbegrenzungsbeschlagteils
zu verbessern ist vorgesehen, dass die Feder als Druckfeder ausgelegt
ist, die sich in der Lagerplatte und einem Zapfen- bzw. Schwenkniet
abstützt.
Die Einzelteile lassen sich dadurch kostengünstig herstellen.
-
Für die Funktion
des Öffnungsbegrenzungsbeschlagteils
ist es ferner zweckmäßig, wenn
das Riegelelement ein zylindrischer Zapfen ist und die Kopplungsstelle
als eine in Längsrichtung
offene annähernd
halbkreisförmige
Mulde ausgebildet ist. Dann ergibt sich eine optimale Lagermulde
für die Kopplungsstelle.
-
Die
erwünschte
vereinfachte Bedienung wird erreicht, indem der Treibstangenbeschlag
aus der Verschlussstellung in die Öffnungsstellung geschaltet
wird, wobei an dem Treibstangenbeschlag angebrachte Riegelelemente
außer
Eingriff mit ortsfesten Riegeleingriffen geraten, die Kopplungsstelle
aktiviert und der Flügel
teilweise geöffnet
wird, wobei der Flügel über den
Ausstellarm an dem Rahmen in einer gesicherten Lüftungslage festgelegt wird
und dass anschließend
der Treibstangenbeschlag wieder in seine Verschlussstellung gebracht
wird, wobei die Kopplungsstelle deaktiviert wird und der Flügel vollständig geöffnet wird.
-
Zur
Einstellung der Verriegelungsstellung aus der Lüftungslage kann der Flügel an den
Rahmen herangeführt
und anschließend
der Treibstangenbeschlag in seine Verriegelungsstellung gebracht wird.
-
Alternativ
dazu kann zur Einstellung der Verriegelungsstellung des Fensters
aus der Schwenköffnungslage
des Flügels,
dessen Treibstangenbeschlag sich in der Verriegelungsstellung befindet,
der Flügel
an den Rahmen herangeführt
werden, bis die Riegelelemente an den Riegeleingriffen außenseitig anliegen,
so dass der Flügel
nicht in Schließlage
gebracht werden kann, dass anschließend der Treibstangenbeschlag
in seine Öffnungsstellung
gebracht wird, wobei die Kopplungsstelle an dem Öffnungsbegrenzungsbeschlagteil
aktiviert wird und/oder der Ausstellarm über eine Kraftspeichereinrichtung
verschwenkt wird, bis dieser an dem Flügel anschlägt und durch den Flügel in seine
Ausgangsposition zurückgedrängt wird.
-
Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Figuren. Es zeigen:
-
1 ein
Fenster mit einem Treibstangenbeschlag von der Rauminnenseite aus,
-
2 ein Öffnungsbegrenzungsbeschlagteil in
einer Draufsicht,
-
3 das Öffnungsbegrenzungsbeschlagteil
nach 2 an einem teilweise geöffneten Flügel des Fensters nach 1,
-
4 bis 5 das
Zusammenwirken des Öffnungsbegrenzungsbeschlagteils
mit dem Treibstangenbeschlag,
-
6 eine
weitere Ausgestaltung des Öffnungsbegrenzungsbeschlagteils
und
-
7 ein
weiteres Ausführungsbeispiel
des Öffnungsbegrenzungsbeschlagteils.
-
Das
in 1 dargestellte Fenster besteht aus einem Rahmen 1 an
dem ein Flügel 2 angelenkt ist,
der um eine senkrechte Achse 3 drehgeöffnet werden kann. In einer
Nut in der Falzfläche
des Flügels 2 ist,
in an sich bekannter Weise, ein Treibstangenbeschlag 6 angeordnet,
der durch Betätigen
des Bedienungsgriffs 7 in zwei verschiedene Schaltstellungen
verstellbar ist. In der Verriegelungsstellung ist der Flügel 2 mit
dem Rahmen 1 mittels an dem Treibstangenbeschlag 6 angeordnete
Riegelelemente (z.B. Schließzapfen)
in der Verschlusslage des Treibstangenbeschlages 6 und
in der Schließlage α des Flügels verriegelt.
In der zweiten Schaltstellung – der
(Schwenk-)Öffnungsstellung
B – kann
der Flügel 2 vollständig in
die Schwenköffnungslage χ drehgeöffnet werden.
Daneben ist noch eine Lüftungslage β des Flügels möglich, die
auch als Lüftungs-
oder Spaltlüftungsposition
bezeichnet werden kann. In dieser Lüftungslage wird der Flügel 2 in
einer gering um die Achse 3 verschwenkten Lage an dem Rahmen 1 fixiert
oder festgelegt. Dabei nimmt der Treibstangenbeschlag 6 die Öffnungsstellung
B ein, wie im Folgenden gezeigt wird. Somit umfasst das Fenster
zwei Schaltstellungen (A und B) des Treibstangenbeschlages 6 und
drei mögliche
Lagen des Flügels 2 (Schließlage α, festgelegte
Lüftungslage β und nicht
festgelegte Schwenköffnungslage χ.
-
Die
Schaltstellungen (Verschlussstellung A und Öffnungsstellung B) werden beispielsweise
jeweils durch 90° Drehung
des Bedienungsgriffs
7 eingestellt. Über einen Treibstangenantrieb – z.B. nach der
DE 203 08 230 U1 ,
auf die diesbezüglich des
Flügelfalzes
bewegt werden. An der Treibstange
8 sind Riegelelemente
9 angebracht,
die ortsfest im Rahmen
1 vorgesehenen Riegeleingriffen
10 zugeordnet sind.
Ferner ist an dem Fenster nach
1 noch ein Öffnungsbegrenzungsbeschlagteil
11 vorgesehen, welches
in der
2 deutlicher dargestellt ist und das ebenso wie
der Treibstangenbeschlag
6 an der drehachsenfernen Seite
des Flügels
2 angebracht ist.
-
Das Öffnungsbegrenzungsbeschlagteil 11 wird
im Falz des Rahmens 1 befestigt, so dass es dem Treibstangenbeschlag 6 gegenüberliegt.
Das Öffnungsbegrenzungsbeschlagteil 11 weist
einen Ausstellarm 15 auf, der an einem Ende 16 mit
einer Schwenk-Schiebelagerung 17 über eine Lagerplatte 18 am
Rahmen 1 gelagert ist. Die Schwenk-Schiebelagerung 17 wird
von einem Zapfen oder Schwenkniet 19 gebildet, der in einem
Langloch 20 der Lagerplatte 18 geführt wird.
Dabei wirkt auf den Schwenkniet 19 ein Kraftspeicher in
Form einer Feder 21, welche den Schwenkniet 19 und
damit auch das Ende 16 in Richtung 22 an das obere
Ende des Langlochs 20 verlagert. Die Feder 21 ist
als Druckfeder ausgelegt, die sich einenends in der Lagerplatte 18 und
anderenends an dem Schwenkniet 19 abstützt.
-
Der
Ausstellarm 15 ist über
einen Zusatzarm 23 an der Lagerplatte 18 schwenkbegrenzt.
Der Zusatzarm 23 ist schwenkbeweglich an dem Ausstellarm 15 und
der Lagerplatte 18 angelenkt. Die schwenkbewegliche Lagerung
an der Lagerplatte 18 erfolgt über einen Niet 24,
der koaxial verlaufende Bohrungen in dem Zusatzarm 23 und
der Lagerplatte 18 durchgreift und dabei zwischen zwei
Durchgangsbohrungen 25 in der Lagerplatte 18 liegt.
Durch diese Anordnung wird eine hohe Belastbarkeit erreicht, da die
Krafteinleitung über
den Zusatzarm 23 optimal in den Rahmen 1 verteilt
werden kann. Über
einen Niet 26 ist der Zusatzarm 23 an dem Ausstellarm 15 angelenkt.
-
In
der 2 ist ferner erkennbar, dass das freie Ende 27 des
Ausstellarms 15 eine als Kopplungsstelle 28 wirksame
randoffene Ausnehmung 29 aufweist, die langlochförmig ist.
In der durch den Zusatzarm 23 begrenzten maximalen Ausstellposition verläuft die
Längsachse 30 der
Ausnehmung 29 lotrecht und es stellt sich der Abstand 30 zu
der Längsmitteachse 31 der
Lagerplatte 18 ein. Aus der 2 wird noch
deutlich, dass randseitig an der Lagerplatte 18 senkrecht
zur Zeichnungsebene vorspringende Stege 32 angebracht sind,
die Teil einer unterhalb der Lagerplatte 18 angebrachten
Grundplatte sind, durch die die Lagerplatte 18 geringfügig von
der Falzfläche des Rahmens 1 beabstandet
wird und durch die eine ggf. notwendige Anpassung an die Kontur
der Rahmenfalzfläche
erfolgen kann. Dadurch wird es auch möglich, die Schwenkschiebelagerung 17 bzw.
den Zapfen 19 mit einem breiten Kopf auszuführen und zu
beabstanden, so dass der Zapfen 19 die Ränder des
Langlochs 20 überragt
und in Richtung des Falzes vorsteht, ohne an der Falzfläche des
Flügels 2 anzuliegen.
Ansonsten gegebenenfalls notwendige Kröpfungen der Lagerplatte 18 entfallen
daher.
-
In
Verbindung mit der 3 wird das Zusammenwirken mit
dem Treibstangebeschlag 6 deutlich. Der Treibstangenbeschlag 6 ist
in einer offenen Falz- oder Beschlagnut 35 angebracht und
weist neben der Treibstange 8 eine diese abdeckende Stulpschiene 36 auf.
In einem Langloch 37 der ortsfest an dem Flügel 2 montierten
Stulpschiene 36 durchgreift das mit der Treibstange 8 bewegungsgekoppelte
Riegelelement 9 die Stulpschiene 36. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel
ist das Riegelelement 9 als zylindrischer Zapfen ausgebildet,
der entlang der Stulpschiene 36 über den Handhebel 7 und
einen diesem zugeordneten Treibstangenantrieb um den Hub 38 verlagerbar
ist.
-
In
der in 3 dargestellten Lüftungslage des Flügels 2 ist
der Treibstangenbeschlag 6 in seine Öffnungsstellung B geschaltet,
in der zumindest alle weiteren gegebenenfalls vorhandenen Riegelelemente 9 die
diesen zugeordneten Riegeleingriffe nicht mehr hintergreifen. Über den
Ausstellarm 15 ist der Flügel 2 am Rahmen 1 in
der Lüftungslage β festgelegt,
da der Ausstellarm 15 an dem Ende 27 die Koppelstelle 28 zur
Verbindung mit dem in Verriegelungsstellung befindlichen Riegelelement 9 aufweist. Die
Koppelstelle 28 ist in Form und Abmessung an das Riegelelement 9 angepasst,
so dass sich eine spielarme Kopplung ergibt. Abweichend von der
Darstellung nach den Figuren können
daher auch nicht-zylindrische Riegelelemente 9 verwendet
werden.
-
Aus
der 3 wird dabei auch noch deutlich, dass der Niet 26, über den
der Zusatzarm 15 dem Ausstellarm 15 schwenkbeweglich
zugeordnet ist, bezogen auf die Längsmittelachse 39 des
Ausstellarms 15 um das Maß 40 zu der Schwenk-Schieblagerung 17 versetzt
angeordnet ist. Dadurch ergibt sich ein Winkel zwischen dem Ausstellarm 15 und dem
Zusatzarm 23 auch dann, wenn die Längsmittelachsen 31, 39 in
der Verschlusslage des Flügels 2 einander überdecken
und sich die Fälze
des Flügels 2 und
des Rahmens 1 gegenüberliegen.
Dadurch erhält
die Längsmittelachse 41 des
Zusatzarms 23 eine geringe Neigung, die zusammen mit der Feder 21 stets
zu einer Ausstellbewegung des Ausstellarms 15 führt. Bei
einer Deckungslage der Längsmittelachsen 31, 39 und 41 wäre ansonsten
eine Ausstellbewegung des Ausstellarms 15 über die
Feder 21 nicht gesichert.
-
Um
ein Vorstehen des Zwischenarms 23 über die Lagerplatte 18 zu
vermeiden ist der Zwischenarm 23 in seiner Breite 42 etwas
geringer bemessen als die Lagerplatte 18. So wird eine
Kollision mit gegebenenfalls vorspringenden Stegen oder anderen
Beschlagteilen beim Schließen
des Flügels 2 verhindert.
Der Einbauraum des Öffnungsbegrenzungsbeschlagteils 11 beschränkt sich
auf die Breite der Lagerplatte 18.
-
In
der entspannteren Stellung der Feder 21 ist entsprechend
der 3 die Kopplungsstelle 28 vor den Flügelfalz
in das Rauminnere verlagert. Dabei ist der Koppelstelle 28 das
Riegelelement 9 in der Verriegelungsstellung des Treibstangenbeschlages 6 zugeordnet
ist. Zwischen dem Flügel 2 und
dem Rahmen 1 entsteht so ein Freiraum, durch den ein Luftaustausch
von der Gebäudeaußenseite
zum Rauminneren erfolgen kann.
-
Aus
der 3 geht weiterhin hervor, dass der Ausstellarm 15 nahe
der Koppelstelle 28 mit einer Nase 43 versehen
ist. Die Nase 43 steht in Ausschwenkrichtung des Ausstellarms 15,
also in Öffnungsrichtung
des Flügels 2 bzw.
in Richtung des Innenraumes vor und weist einen Radius 44 auf,
der sich an die Kopplungsstelle 28 anschließt. Die
Nase 43 dient dazu, sich beim Schließen des Flügels 2 aus der Schwenköffnungslage χ an diesen
anzulegen. Die Nase 43 hat eine Abmessung 45 ausgehend
von der Längsmittelachse 39 des
Ausstellarms 15, die etwa den Abstand 46 der Flügelfalzbegrenzung 47 und
der Mitte den Treibstangenbeschlag 6 aufnehmenden Beschlagnut 35 hat. Üblicherweise
beträgt diese
Abmessung 46 etwa 13 mm, es sind jedoch auch Ausführungen
von Flügelprofilen
mit 9 mm und 8 mm weit verbreitet. Dies soll anhand der 4 bis 6 noch
eingehend erläutert
werden.
-
Befindet
sich der Flügel 2 in
der Schließlage α, dann liegen
sich die Fälze
des Flügels 2 und
des Rahmens 1 gegenüber.
Unabhängig
davon kann sich der Treibstangenbeschlag 6 in einer Verschlussstellung
A oder einer Öffnungsstellung
B befinden. In der Verschlussstellung A ist das Riegelelement 9 über die
Treibstange 8 in einer Lage, in der es in Schließlage α des Flügels 2 mit
dem Riegeleingriff 10 zusammenwirken kann. Diese Stellung,
in der sich der Flügel 2 in
der Schließlage α und der
Treibstangenbeschlag 6 in der Verschlussstellung A befindet,
soll als Verriegelungsstellung bezeichnet werden. Wird der Treibstangenbeschlag 6 aus
der Verschlussstellung A herausgeführt, befindet sich der Flügel 2 zunächst noch
in der, in 4 angedeuteten Schließlage α, während der
Treibstangenbeschlag 6 sich bereits in der Öffnungsstellung
B befindet. Der Flügel 2 kann jetzt
drehgeöffnet
werden, wobei dieser um die Achse 3 verschwenkt. Das in
der 4 dargestellte obere Riegelelement 9 wird
aus dem Riegeleingriff 10 herausbewegt und die Koppelstelle 28 durch
Eingreifen des Riegelelementes 9 in die Ausnehmung 29 aktiviert,
so dass der Flügel 2 in
der Lüftungslage β gehalten
ist.
-
Zu
Beginn der Drehöffnungsbewegung
wird der Ausstellarm 15 des Öffnungsbegrenzungsbeschlagteils 11 über die
Kopplungsstelle 28 mitgeführt, da dieser aufgrund der
Feder 21 in die in der 3 dargestellten
Lage – in
Richtung des Riegelelementes 28 gedrängt wird. Dabei stützt sich
der Ausstellarm 15 über
die Kopplungsstelle 28 an dem Flügel 2 ab, so dass
die Öffnung
der Kopplungsstelle 28 im Bereich der Mittelachse des Treibstangenbeschlages 6 verbleibt,
bis der Flügel 2 die
in der 3 dargestellte und in 6 angedeutete
Lüftungslage β einnimmt.
-
Soll
der Flügel 2 nun
wieder in seine Verriegelungsstellung gebracht werden, dann braucht
der Flügel 2 nur
an den Rahmen 1 angedrückt
zu werden. Der Treibstangenbeschlag 6 kann nun wieder in seine
Verschlussstellung A gebracht werden, wobei die Kopplungsstelle 28 deaktiviert
wird.
-
Soll
der Flügel 2 aus
der Lüftungsstellung β in die Dreh-
oder Schwenköffnungslage χ gebracht werden,
dann wird der Treibstangenbeschlag 6 in der in der 6 angedeuteten
Lage in die Verschlussstellung A gebracht. Die Kopplungsstelle 28 wird
dabei inaktiviert und der Flügel 2 kann
in die Schwenköffnungslage χ geöffnet werden.
-
Um
aus der Schwenköffnungslage χ wieder in
die Verriegelungsstellung (4) zu gelangen, sind
zwei alternative Möglichkeiten
gegeben. Der Flügel 2 kann,
ohne dass zuvor der Treibstangenbeschlag 6 in die Öffnungsstellung
B (5) gebracht wurde, an den Rahmen 1 herangeführt werden,
bis die Riegelelemente 9 rauminnenseitig an den ihnen zugeordneten
Riegeleingriffen 10 anliegen. Der Flügel 2 kann nun nicht
weiter geschlossen werden.
-
Um
den Flügel 2 in
seine Schließlage α bringen
zu können,
muss zunächst
der Treibstangenbeschlag 6 in seine Öffnungsstellung B gebracht
werden. In der Öffnungsstellung
B liegen die Riegelelemente 9 längsversetzt zu den Riegeleingriffen 10 und können an
diesen vorbeigeführt
werden.
-
Beim
Annähern
des Flügel 2 an
den Rahmen 1 stößt der Ausstellarm 15 mit
der Nase 43 an die senkrecht zur Zeichnungsebene verlaufende
Flügelfalzbegrenzung 47.
Durch die Flügelfalzbegrenzung 47 – auch als Überschlag
bezeichnet – und
die Nase 43 wird der Ausstellarm 15 mitgeführt und
die Kopplungsstelle 28 relativ zum Treibstangenbeschlag 6 so ausgerichtet,
dass das Riegelelement 9 wieder mit der Koppelstelle 28 zusammenwirken
kann. Dabei ist es durch die Neigung der Innenkante der Nase 43 möglich auch
einen Versatz der Kopplungsstelle 28 und des Riegelelementes 9 auszugleichen.
Das Riegelelement 9 gleitet dann entlang der Nase 43,
bis es die Öffnung
der langlochförmigen
Koppelstelle 28 erreicht und über die Feder 21 die
Koppelstelle aktiviert wird.
-
Dann
kann der Flügel 2 wieder
in seine Schließlage α überführt und
mittels des Treibstangenbeschlages 6 verriegelt (Verschlussstellung
A) oder aber auch in die Lüftungslage β gebracht
werden.
-
Es
kann auch vorgesehen werden, dass der Flügel 2 soweit an den
Rahmen 1 herangeführt
wird, dass der Ausstellarm 15 an der Flügelfalzbegrenzung 47 anstößt. Wird
dann er Treibstangenbeschlag 6 aus der Verschlussstellung
A in die Öffnungsstellung
B überführt, dann
wird die Kopplungsstelle 28 aktiviert und der Flügel 2 ist
relativ zum Rahmen 1 festgelegt (Lüftungslage β).
-
Der
Flügel 2 kann
nun wie Eingangs bereits beschrieben in die Schließlage α gedrückt und
verriegelt werden.
-
Bei
dem in der 7 dargestellten Ausführungsbeispiel
des Öffnungsbegrenzungsbeschlagbauteils 11 ist
im Bereich des Langlochs 20 eine Rastvorrichtung 50 vorgesehen.
Die Rastvorrichtung 50 besteht aus einem dünnen Federblech,
welches eine gabelförmige Öffnung aufweist,
so dass zwei parallel verlaufende Schenkel 51 entstehen.
Die Schenkel 51 der Rastvorrichtung 50 umgreifen
den Schaft des Zapfens 19. Die Schenkel 51 sind
an den aufeinander zuweisenden Enden so kgeformt, dass diese den
Zapfen 19 auch in dessen Verschieberichtung teilweise umklammern.
Ein Verschieben des Zapfens 19 ist daher nur möglich, wenn
die Schenkel 19 teilweise elastisch verformt werden. Dadurch
wird der Zapfen 19 und der Ausstellarm 15 in der
maximalen Ausschwenklage fixiert. Der Einlauf des Zapfens 19 in
die Gabel wird über
eine großzügige Einlaufschräge auf der
Innenseite der Schenkel 51 gewährleistet.
-
Durch
die Rastvorrichtung wird ein Zuschlagen des Flügel 2 z.B. bei einem
Windstoß in
der Lüftungslage β vermieden.
-
- 1
- Rahmen
- 2
- Flügel
- 3
- Achse
- 6
- Treibstangenbeschlag
- 7
- Bedienungsgriff
- 8
- Treibstange
- 9
- Riegelelement
- 10
- Riegeleingriffe
- 11
- Öftnungsbegrenzungsbeschlagteil
- 15
- Ausstellarm
- 16
- Ende
- 17
- Schwenk-Schiebelagerung
- 18
- Lagerplatte
- 19
- Zapfen
- 20
- Langloch
- 21
- Feder
- 22
- Richtung
- 23
- Zusatzarm
- 24
- Niet
- 25
- Durchgangsbohrung
- 26
- Niet
- 27
- Ende
- 28
- Kopplungsstelle
- 29
- Ausnehmung
- 30
- Abstand
- 31
- Längsmittelachse
- 32
- Stege
- 35
- Beschlagnut
- 36
- Stulpschiene
- 37
- Langloch
- 38
- Hub
- 39
- Längsmittelachse
- 40
- Maß
- 41
- Längsmittelachse
- 42
- Breite
- 43
- Nase
- 44
- Radius
- 45
- Abmessung
- 46
- Abmessung
- 47
- Flügelfalzbegrenzung
- 50
- Rastvorrichtung
- 51
- Schenkel
- A
- Verschlussstellung
- B
- Öffnungsstellung
- α
- Schließlage
- β
- Lüftungslage
- χ
- Schwenköffnungslage