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Die
Erfindung betrifft eine Tasche für
ein Hardtop eines Kraftfahrzeugs oder ähnliche Gegenstände.
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Aus
der
DE 200 07 472
U1 ist eine Aufbewahrungs-Box zur Aufnahme und Verwahrung
eines Hardtops bekannt, die einen Rückenteil aufweist, der mit
Tragelementen bestückt
ist und der mit Mitteln zur Befestigung an einer Wand versehen ist.
An dem Rückenteil
ist ein Deckelteil befestigbar.
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Die
DE-OS 28 19 749 offenbart einen Behälter zur Lagerung eines Hardtops
eines Kraftfahrzeugs, der aus einem Körper mit einer aufrecht stehenden,
oberen Stützwand
und einer unteren Stützwand
besteht. Die obere Stützwand
ist in ihrer Formgebung der Kontur des Dachteiles des Hardtops angepaßt. Die
sich an die obere Stützwand
anschließende
untere Stützwand
ist in ihrer Formgebung der Kontur des die Heckscheibe aufnehmenden Teiles
des Hardtops angepaßt.
Ferner umfaßt
der Körper
Seitenwände
und einen das Hardtop in dem Körper
festlegenden Deckel.
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Die
DE 197 29 427 C2 offenbart
eine Haltevorrichtung zum Lagern eines Hardtops, die Gurte umfaßt, die
die Gewichtskraft des Hardtops im wesentlichen vollständig aufnehmen.
In die Gurte sind Mittel zum Fixieren des Hardtops und Mittel zum
Befestigen der Haltevorrichtung an einer Wand oder einer Decke eines
Raumes integriert. Diese Mittel umfassen Verankerungsösen zur
Aufnahme von Verankerungsstiften des Hardtops.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, die vorbekannten Lösungen zu verbessern.
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Erfindungsgemäß wird diese
Aufgabe durch eine Tasche aus flexiblem Material für ein Hardtop
eines Kraftfahrzeugs gelöst.
Das flexible Material kann insbesondere aus einem Gewebe oder einem
Stoff oder aus Kunststoff hergestellt sein oder bestehen. Die Tasche
aus flexiblem Material ist auch für andere Gegenstände geeignet,
insbesondere für
Fahrräder oder
Mountainbikes oder ähnliche
Gegenstände.
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Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
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Vorzugsweise
umfaßt
die Tasche eine oder mehrere aufblasbare Luftkammern. Die eine oder mehreren
aufblasbaren Luftkammern können
sich an das in der Tasche befindliche Hardtop anlegen, wodurch dieses
Hardtop fixiert und geschützt
ist. Anstelle von Luft kann auch ein anderes Gas verwendet werden.
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Vorzugsweise
umfaßt
die Tasche eine Außentasche
und eine Innentasche. Die Außentasche ist
vorzugsweise aus einem reißfesten
Material hergestellt. Die Innentasche ist vorzugsweise aus einem atmungsaktiven
Material hergestellt. Vorzugsweise ist die Außentasche luftundurchlässig. Dies
ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn die Innentasche aus einem
atmungsaktiven Material hergestellt ist.
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Das
reißfeste
Material der Außentasche
ist vorzugsweise derart ausgebildet, daß es die auf den Behälter ausgeübten Kräfte aufnehmen
kann, insbesondere die durch das Gewicht des Hardtops ausgeübten Kräfte. Besonders
geeignet sind Kunststoffe oder Kunststoffgewebe.
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Das
atmungsaktive Material der Innentasche ist vorzugsweise ebenfalls
aus Kunststoff. Insbesondere ist das Material der Innentasche in
der Weise atmungsaktiv, daß Feuchtigkeit
nach außen,
nicht aber nach innen gelangen kann, um auf diese Weise eine Entfeuchtung
des Raumes in der Innentasche, in dem sich das Hardtop befindet,
zu gewährleisten. Hierdurch
kann insbesondere ein Schimmelpilzbefall verhindert werden. Wenn
die Außentasche
luftundurchlässig
ist, wird die Feuchtigkeit in dem Raum zwischen der Innentasche
und der Außentasche
gefangen.
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Nach
einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung sind die Luftkammern
mit der Tasche verbunden. Die Luftkammern können Bestandteil der Tasche
sein. Vorzugsweise sind die Luftkammern mit der Außentasche
verbunden bzw. Bestandteil der Außentasche.
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Die
Luftkammern können
zylinderförmig sein.
Es sind allerdings auch andere Formen für die Luftkammern möglich. Insbesondere
können
die Formen der Luftkammern den Formen und/oder Konturen des Hardtops
angepaßt
sein.
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Vorteilhaft
ist es, wenn die Luftkammern aneinander angrenzen. Sie bilden dann
ein geschlossenes Luftpolster, nach Art einer Luftmatratze, durch das
das Hardtop besonders gut fixiert und geschützt wird. Es ist allerdings
auch möglich,
daß zwischen den
Luftkammern eine oder mehrere Lücken
entstehen, nach Art eines Schlauchboots. Durch geeignete Ausgestaltung
und/oder Formgestaltung der Luftkammern können auch auf diese Weise eine
ausreichende Fixierung und ein ausreichender Schutz des Hardtops
erreicht werden.
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Vorteilhaft
ist es, wenn die Luftkammern getrennt befüllbar sind. Der Befüllungsgrad
jeder Luftkammer kann auf diese Weise den Erfordernissen angepaßt werden.
Die Luftkammern können
allerdings auch gemeinsam befüllbar
sein, was den Aufbau der Tasche vereinfacht.
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Vorteilhaft
ist es, wenn ein Luftverteiler für die
Luftkammern vorhanden ist. Der Luftverteiler dient zum Verteilen
der Druckluft auf die verschiedenen Kammern oder dazu, die Druckluft
an verschiedene Stellen einer oder mehrerer Kammern zu leiten. Vorzugsweise
befindet sich der Luftverteiler an der Außenseite der Tasche oder der
Außentasche.
Er ist dann leicht zugänglich.
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Eine
weitere vorteilhafte Weiterbildung ist durch eines oder mehrere
Rückschlagventile
gekennzeichnet. Das oder die Rückschlagventile
können
sich in dem oder an dem Luftverteiler befinden. Vorteilhaft ist
es, wenn für
jede Luftkammer mindestens ein Rückschlagventil
vorhanden ist. Es ist allerdings auch möglich, für mehrere oder alle Luftkammern
jeweils ein Rückschlagventil
vorzusehen. Das Rückschlagventil
kann in der Weise ausgebildet sein, daß es durch Zusammendrücken geöffnet werden kann,
wie bei Luftmatratzen oder Schlauchbooten.
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Vorzugsweise
umfaßt
der Behälter
eine oder mehrere Tragegriffe. Die Tragegriffe können durch Schlaufen gebildet
werden. Sie sind vorzugsweise mit der Außentasche verbunden oder Bestandteil
der Außentasche.
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Stattdessen
oder zusätzlich
kann der Behälter
eines oder mehrere Griffbänder
umfassen. Vorzugsweise dienen die Griffbänder auch der Verstärkung der
Tasche oder Außentasche.
Die Griffbänder können als
Tragegriffe dienende Schlaufen bilden.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden nachstehend anhand der beigefügten Zeichnung
im einzelnen erläutert.
Inder Zeichnung zeigt
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1 eine
Tasche für
ein Hardtop in einer perspektivischen Ansicht,
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2 einen
Querschnitt durch die Tasche gemäß 1,
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3 die
Tasche gemäß 1 in
einer Ansicht von hinten,
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4 verschiedene
Tragegriffe,
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5 eine
abgewandelte Ausführungsform der
Tasche gemäß 1 bis 4,
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6 eine
Einzelheit der Tasche gemäß 5,
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7 eine
Abwandlung der Einzelheit gemäß 6 und
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8 eine
weitere abgewandelte Ausführungsform
einer Tasche für
ein Kraftfahrzeug-Hardtop.
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Die
in 1 bis 4 dargestellte Tasche 1 für ein Kraftfahrzeug-Hardtop
umfaßt
eine Außentasche 2 aus
einem flexiblen, reißfesten
und luftundurchlässigen
Material und eine Innentasche 3 aus einem flexiblen und
atmungsaktiven Material.
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Die
Tasche 1 weist eine im wesentlichen rechteckige Grundfläche 4 mit
abgerundeten Ecken auf, die mit Griff- und Verstärkungsbändern 5 versehen ist.
In der Mitte der Längsseite
verlaufen zwei parallele, beabstandete Griff- und Verstärkungsbänder 5,
deren Enden die Grundfläche 4 unter
Bildung von Tragegriffen 6 bildenden Schlaufen 7 überragen.
Ferner sind zwei Paare von parallelen, beabstandeten Griff- und
Verstärkungsbändern 5 vorhanden,
deren Enden die Grundfläche 4 seitlich
unter Bildung von Tragegriffen 6 bildenden Schlaufen 7 überragen.
Aus 4 ist ersichtlich, daß die Tragegriffe 6 durch
Einschlagen der Griff- und Verstärkungsbänder 5 und
einen Überzug
einer Hülse 8 aus
flexiblem Verstärkungsmaterial
gebildet werden.
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Die
Seitenwände
und die Oberseite der Tasche 1 sind an die Form des Hardtops 9 angepaßt, also
konkav gewölbt.
Die Außentasche 2 und
die Innentasche 3 weisen jeweils einen Reißverschluß auf, der
als gemeinsamer Reißverschluß ausgebildet
sein kann und der im Bereich der vorderen Seitenwand und der beiden
seitlichen Seitenwände
im wesentlichen U-förmig
verläuft,
so daß die
Oberseite 10 der Tasche 1 nach Art einer Zunge
oder Lasche nach oben weggeklappt werden kann, wie in 1 gezeigt.
In dieser geöffneten
Stellung kann das Hardtop 9 in die Tasche 1 eingelegt
werden. Anschließend wird
der Reißverschluß zugezogen,
so daß sich
das Hardtop 9 in der aus 2 ersichtlichen
Weise in der Tasche 1 befindet.
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An
einer seitliche Seitenwand der Außentasche 1 ist eine
durchsichtige Logotasche 11 vorgesehen, in die ein Firmenlogo
eingesteckt werden kann und die durch einen Klettverschluß oder sonstigen Verschluß verschließbar ist.
Daneben befindet sich eine durchsichtige Barcodetasche 12,
die einen Datenträger
aufnimmt, der Daten des eingelagerten Hardtops 9 und weitere
Daten aufnehmen kann.
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Die
in 5 gezeigte, abgewandelte Ausführungsform hat im wesentlichen
dieselbe Form wie diejenige nach 1 bis 4.
Bei der Ausführungsform
nach 5 ist allerdings die Außentasche mit Luftkammern 13 versehen,
die im wesentlichen zylinderförmig
sind und die im aufgeblasenen Zustand in der aus 5 ersichtlichen
Weise aneinander angrenzen. Die Luftkammern 13 sind getrennt
befüllbar. Für jede Luftkammer 13 ist
ein Rückschlagventil
vorgesehen.
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6 zeigt
einen Teil des Reißverschlusses in
einer vergrößerten Darstellung.
Der Reißverschluß dient
zum Verschließen
der Innentasche 3. Es handelt sich um einen Reißverschluß, der einen
luftdichten Abschluß ermöglicht.
Eines der Verschlußteile 14 des
Reißverschlusses
umfaßt
zwei beabstandete Ösen 15,
die zwischen sich eine Öse 16 des
anderen Verschlußteils 17 des
Reißverschlusses
aufnehmen, wenn der Reißverschluß geschlossen
ist. Die Ösen 15, 16 können von
einer Plombe 18, nämlich
einer Thyden-Seal-Plombe, durchgriffen und damit verplombt werden.
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7 zeigt
eine Abwandlung, bei der anstelle der Plombe 18 eine Schloßsicherung 19 verwendet wird,
die nach Art eines Vorhängeschlosses
ausgebildet ist und bei der der Schloßhaken 20 die Ösen 15, 16 durchgreift.
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8 zeigt
eine weitere Ausführungsform, bei
der die Tasche 1 nach Art eines Beutels ausgebildet ist,
der an seinem oberen Ende geöffnet
werden kann. Die oberen Enden der Tasche 1 können zusammengelegt
werden. Sie weisen Durchgangslöcher 21 auf,
die von Haken 22 durchgriffen werden, deren andere Enden
an einem Transportbügel 23 befestigt,
nämlich
dort eingehängt,
sind. Der Transportbügel 23 ist
in der Mitte seiner Oberseite mit einer Aufhängung 24 versehen.
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An
den Seitenwänden
der Tasche 1 sind Faltstellen 25 vorhanden, längs derer
die Tasche im leeren Zustand zusammengelegt werden kann. Ferner
ist an einer Seitenwand der Tasche 1 ein Luftverteiler 26 vorgesehen,
von dem mehrere Druckleitungen 27 zu jeweils einer Luftkammer 13 ausgehen.
An die Unterseite des Luftverteilers 26 kann ein Druckluftschlauch
angeschlossen werden. Die Druckluft wird durch den Luftverteiler 26 auf
die Druckleitungen 27 verteilt, um auf diese Weise die
Luftkammern 13 zu befüllen.
Ferner weisen die Druckleitungen 27 jeweils ein Rückschlagventil 28 auf.
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Durch
die Erfindung wird eine platzsparende Tasche zur Aufbewahrung von
Kraftfahrzeug-Hardtops geschaffen, durch die zuverlässig verhindert werden
kann, daß an
dem Hardtop Lackschäden, Schrammen
oder Beulen auftreten. Das Hardtop kann sachgemäß gelagert werden, wobei es
vor Insekten und Schimmelpilzbefall geschützt ist. Im Betrieb können die
Luftkammern zunächst überhaupt nicht
oder teilweise mit Druckluft gefüllt
werden. Nach der Einbringung des Hardtops wird die Tasche geschlossen,
und es werden die Luftkammern vollständig mit Druckluft gefüllt. Anschließend kann
die Tasche aufgehängt
werden, beispielsweise an einem Tragegriff 6. Es ist möglich, an
einer Stange mehrere, beispielsweise fünf, Taschen aufzuhängen. Durch
die unteren Schlaufen 7 kann ein Seil zur Fixierung der Stangen
gezogen werden. Die Stange kann Bestandteil eines Ständers oder
Rollständers
sein.
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Für die Innentasche
kann ein Membranstoff verwendet werden, insbesondere ein Kunststoff.
Vorteilhaft ist es, wenn dieser Stoff keine schädlichen Ausdünstungen
entwickelt, die zu Lackschäden
führen
können.
Die der Innenseite zugewandte Seite sollte zusätzliche „Soft-Eigenschaften" haben, so daß auf dem
Hardtop keine Staubkratzer entstehen können.