Aufgabe
der vorliegenden Erfindung war es, hautpflegende Zubereitungen und
Zubereitungen zur Pflege der auf natürliche Weise gealterten Haut
zur Verfügung
zu stellen, wobei die Zubereitungen das Körperäußere pflegen und verschönern und
gleichzeitig Hautfalten reduzieren und Cellulites beseitigen sollen..
Es
hat sich überraschenderweise
herausgestellt dass eine kosmetische Zubereitung enthaltend (a)
einen wässrigen
Frucht-Extrakt aus Anis (Pimpinella anis fruit extract), unter dem
Handelsnamen Bioxilift bei der Gesellschaft SILAB, St. Viance, Frankreich,
erhältlich-und
(b) einen oder mehrere sulfonierte Lichtfilter den Nachteilen des
Standes der Technik abhilft. Eine solche Zubereitung hat den wesentlichen
Vorteil gegenüber Zubereitungen
des Standes der Technik, dass Hautporen verfeinert werden und ein
insgesamt gesünderes Hautbild
erreicht wird.
Durch
die Kombination von Anisfruchtextrakten mit sulfonierten Lichtfiltern
wird eine besondere Farbstabilisierung erzielt, so dass die Extrakte
sich besonders für
den Einsatz in kosmetischen Zubereitungen eignen und die Eigenfarbe
der kosmetischen Grundlagen nicht verfärben.
Darüber hinaus
hat eine solche Zubereitung folgende weitere Vorteile: Sie fördert den
natürlichen
Regenerationsprozeß und
Zellstoffwechsel der Haut, aktiviert hauteigene Schutzsysteme und
macht die Haut damit widerstandsfähiger gegen Stressfaktoren,
wirkt gegen (erste) Zeichen der Hautalterung, indem Linien und Mimikfältchen reduziert,
Poren verfeinert und das Hautbild sichtbar gestrafft und geglättet wird,
aktiviert tiefenwirksam die hauteigene Produktion von Bestandteilen
des Bindegewebes wie Kollagenen, elastischen Fasern und Proteoglykanen
(u.a. Hyaluronsäuren),
wirkt der Bildung neuer Falten dadurch nachhaltig entgegen, dass Energiedepots/-reserven
aufgefüllt
und die Haut-/Zellregeneration verbessert wird, trägt zur Verjüngung der
inneren Hautstruktur durch Verbesserung der epidermal-dermalen Verzahnung
(Papillen) bei, wodurch die Gesichts- und Hautkonturen verfeinert
und gestrafft werden, festigt die Haut fühlbar und sichtbar und verbessert die
Hautelastizität.
Bei
Bioxilift handelt es sich um einen wässrigen Frucht-Extrakt aus
Anis (Pimpinella anis fruit extract). Der Extrakt weist eine bernsteinartige
Farbe auf und hat einen charakteristischen Anis-Geruch.
Der
Extrakt ist reich an anorganischen Mineralien wie Natrium- und Magnesium-Ionen,
besonders aber an Kalium-Ionen. Die aufgenommenen Spektren liefern
keinen Anhaltspunkt für
die Identifizierung einzelner Leitstrukturen bzw. Wirkprinzipien.
Vielmehr stellen die Spektren „typische" Pflanzenextrakt-Spektren
dar.
Die
spezifische Zusammensetzung lautet:
Dry matter: 40-60 g/l
Mineral
ashes 11-18 g/l
Total protein 12-20 g/l
pH 4,5-5,5
Der
Extrakt ist konserviert mit Butylenglycol 0.36% und Parabenen 0.14%
und ist in Ethanol bis zu einem Verhältnis von 40/60 Ethanol/Wasser
(v/v) löslich.
Bei
der Herstellung werden die Anis-Früchte in Wasser solubilisiert
und enzymatisch hydrolysiert. Das Verhältnis von Rohmaterial zu Extrakt
beträgt ½. Lösliche und
unlösliche
Phasen werden getrennt und anschließend filtriert bzw. danach
steril filtriert. Bioxilift wird von der Gesellschaft SILAB, Frankreich
angeboten.
Sulfonierte
Lichtfilter im Sinne der Erfindung sind
- • Phenylen-1,4-bis-(2-benzimidazyl)-3,3'-5,5'-tetrasulfonsäure und
ihre Salze, besonders die entsprechenden Natrium-, Kalium- oder
Triethanolammonium-Salze, insbesondere das Phenylen-1,4-bis-(2-benzimidazyl)-3,3'-5,5'-tetrasulfonsäure-bis-natriumsalz
mit der INCl-Bezeichnung Disodium Phenyl Dibenzimidazol Tetrasulfonat
(CAS-Nr.: 180898-37-7), welches beispielsweise unter der Handelsbezeichnung
Neo Heliopan AP bei Symrise erhältlich
ist;
- • Salze
der 2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäure, wie ihr Natrium-, Kalium-
oder ihr Triethanolammonium-Salz sowie die Sulfonsäure selbst
mit der INCl Bezeichnung Phenylbenzimidazole Sulfonsäure (CAS.-Nr.
27503-81-7), welches beispielsweise unter der Handelsbezeichnung
Eusolex 232 bei Merck oder unter Neo Heliopan Hydro bei Symrise
erhältlich
ist;
- • 1,4-di(2-oxo-10-Sulfo-3-bornylidenmethyl)-Benzol
(auch: 3,3'-(1,4-Phenylendimethylene)-bis-(7,7-dimethyl-2-oxo-bicyclo-[2.2.1]hept-1-ylmethan
Sulfonsäure)
und des sen Salze (besonders die entprechenden 10-Sulfato-verbindungen,
insbesondere das entsprechende Natrium-, Kalium- oder Triethanolammonium-Salz),
das auch als Benzol-1,4-di(2-oxo-3-bornylidenmethyl-10-sulfonsäure) bezeichnet
wird. Benzol-1,4-di(2-oxo-3-bornylidenmethyl-10-sulfonsäure) hat
die INCl-Bezeichnung Terephtalidene Dicampher Sulfonsäure (CAS.-Nr.:
90457-82-2) und ist beispielsweise unter dem Handelsnamen Mexonl
SX von der Fa. Chimex erhältlich;
• Sulfonsäure-Derivate
des 3-Benzylidencamphers, wie z. B. 4-(2-Oxo-3-bornylidenmethyl)benzolsulfonsäure, 2-Methyl-5-(2-oxo-3-bornylidenmethyl)sulfonsäure und
deren Salze.
Die
Liste der genannten UV-Filter, die im Sinne der vorliegenden Erfindung
eingesetzt werden können, soll
selbstverständlich
nicht limitierend sein.
Die
Gesamtmenge der Filtersubstanzen wird aus dem Bereich von 0,1 bis
30 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 10 Gew.-%, insbesondere 1,0 bis
6,0 Gew.-% – jeweils
bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen – gewählt, um kosmetische Zubereitungen
zur Verfügung
zu stellen, die das Haar bzw. die Haut vor dem gesamten Bereich
der ultravioletten Strahlung schützen.
Weiter
ist es bevorzugt, wenn die Zubereitung zusätzlich anorganische Pigmente,
bevorzugt gecoatetes Titandioxid, enthält.
Anorganische
Pigmente im Sinne der Erfindung sind Metalloxide und/oder andere
in Wasser schwerlösliche
oder unlösliche
Metallverbindungen, insbesondere Oxide des Titans (TiO2),
Zinks (ZnO), Eisens (z. B. Fe2O3),
Zirkoniums (ZrO2), Siliciums (SiO2), Mangans (z. B. MnO), Aluminiums (Al2O3), Cers (z. B.
Ce2O3), Mischoxide
der entsprechenden Metalle sowie Abmischungen aus solchen Oxiden
sowie das Sulfat des Bariums (BaSO4).
Die
Pigmente können
vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung auch in Form kommerziell
erhältlicher öliger oder
wäßriger Vordispersionen
zur Anwendung kommen. Diesen Vordispersionen können vorteilhaft Dispergierhilfsmittel
und/oder Solubilisationsvermittler zugesetzt sein.
Die
Pigmente können
erfindungsgemäß vorteilhaft
oberflächlich
behandelt („gecoatet") sein, wobei beispielsweise
ein hydrophiler, amphiphiler oder hydrophober Charakter gebildet
werden bzw. erhalten bleiben soll. Diese Oberflächenbehandlung kann darin bestehen,
daß die
Pigmente nach an sich bekannten Verfahren mit einer dünnen hydrophilen
und/oder hydrophoben anorganischen und/oder organischen Schicht
versehen werden. Die verschiedenen Oberflächenbeschichtungen können im
Sinne der vorliegenden Erfindung auch Wasser enthalten. Anorganische
Oberflächenbeschichtungen
im Sinne der vorliegenden Erfindung können bestehen aus Aluminiumoxid
(Al2O3), Aluminiumhydroxid
Al(OH)3, bzw. Aluminiumoxidhydrat (auch:
Alumina, CAS-Nr.: 1333-84-2),
Natriumhexametaphosphat (NaPO3)6,
Natriummetaphosphat (NaPO3)n,
Siliciumdioxid (SiO2) (auch: Silica, CAS-Nr.:
7631-86-9), oder Eisenoxid (Fe2O3). Diese anorganischen Oberflächenbeschichtungen
können
allein, in Kombination und/oder in Kombination mit organischen Beschichtungsmaterialien
vorkommen.
Organische
Oberflächenbeschichtungen
im Sinne der vorliegenden Erfindung können bestehen aus pflanzlichem
oder tierischem Aluminiumstearat, pflanzlicher oder tierischer Stearinsäure, Laurinsäure, Dimethylpolysiloxan
(auch: Dimethicone), Methylpolysiloxan (Methicone), Simethicone
(einem Gemisch aus Dimethylpolysiloxan mit einer durchschnittlichen
Kettenlänge
von 200 bis 350 Dimethylsiloxan-Einheiten und Silicagel) oder Alginsäure.
Geeignete
Titandioxidpartikel und Vordispersionen von Titandioxidpartikeln
sind unter folgenden Handelsbezeichnungen bei den aufgeführten Firmen
erhältlich:
Erfindungsgemäß geeignete
Zinkoxidpartikel und Vordispersionen von Zinkoxidpartikeln sind
unter folgenden Handelsbezeichnungen bei den aufgeführten Firmen
erhältlich:
Weiter
ist es bevorzugt, wenn in der Zubereitung zusätzlich alpha-Hydroxysäuren enthalten
sind. Weiter ist es bevorzugt, wenn in der Zubereitung zusätzlich Glycerin
enthalten ist. Weiter ist es bevorzugt, wenn die Zubereitung eine
Emulsion, bevorzugt eine O/W-Emulsion oder eine O/W-Hydrodispersion,
darstellt. Weiter ist es bevorzugt, wenn als gecoatetes Titandioxid
Substanzen mit einem Partikeldurchmesser von 10-250 nm, bevorzugt
10-100 nm, gewählt
werden. Weiter ist es bevorzugt, wenn die alpha-Hydroxysäure Milchsäure, Zitronensäure, Apfelsäure oder
Weinsäure
ist. Weiter ist es bevorzugt, wenn die Zubereitung einen pH-Wert von
3 bis 10, bevorzugt von 4 bis 8, aufweist.
Die
Erfindung umfasst auch die Verwendung einer erfindungsgemäßen Zubereitung
gegen Falten und/oder zur Steigerung der Hautelastizität.
Als
Emulsionen vorliegende Zubereitungen gemäß der vorliegenden Erfindung
enthalten einen oder mehrere Emulgatoren. O/W-Emulgatoren können beispielsweise
vorteilhaft gewählt
werden aus der Gruppe der polyethoxylierten bzw. polypropoxylierten
bzw. polyethoxylierten und polypropoxylierten Produkte, z. B.:
- • der
Fettalkoholethoxylate
- • der
ethoxylierten Wollwachsalkohole,
- • der
Polyethylenglycolether der allgemeinen Formel R-O-(-CH2-CH2-O-)n-R',
- • der
Fettsäureethoxylate
der allgemeinen Formel R-COO-(-CH2-CH2-O-)n-H,
- • der
veretherten Fettsäureethoxylate
der allgemeinen Formel R-COO-(-CH2-CH2-O-)n-R',
- • der
veresterten Fettsäureethoxylate
der allgemeinen Formel R-COO-(-CH2-CH2-O-)n-C(O)-R',
- • der
Polyethylenglycolglycerinfettsäureester
- • der
ethoxylierten Sorbitanester
- • der
Cholesterinethoxylate
- • der
ethoxylierten Triglyceride
- • der
Alkylethercarbonsäuren
der allgemeinen Formel R-O-(-CH2-CH2-O-)n-CH2-COOH nd n eine Zahl von 5 bis 30 darstellen,
- • der
Polyoxyethylensorbitolfettsäureester,
- • der
Alkylethersulfate der allgemeinen Formel R-O-(-CH2-CH2-O-)n-SO3-H
- • der
Fettalkoholpropoxylate der allgemeinen Formel R-O-(-CH2-CH(CH3)-O-)n-H,
- • der
Polypropylenglycolether der allgemeinen Formel R-O-(-CH2-CH(CH3)-O-)n-R',
- • der
propoxylierten Wollwachsalkohole,
- • der
veretherten Fettsäurepropoxylate
R-COO-(-CH2-CH(CH3)-O-)n-R',
- • der
veresterten Fettsäurepropoxylate
der allgemeinen Formel R-COO-(-CH2-CH(CH3)-O-)n-C(O)-R',
- • der
Fettsäurepropoxylate
der allgemeinen Formel R-COO-(-CH2-CH(CH3)-O-)n-H,
- • der
Polypropylenglycolglycerinfettsäureester
- • der
propoxylierten Sorbitanester
- • der
Cholesterinpropoxylate
- • der
propoxylierten Triglyceride
- • der
Alkylethercarbonsäuren
der allgemeinen Formel R-O-(-CH2-CH(CH3)O-)n-CH2-COOH
- • der
Alkylethersulfate bzw. die diesen Sulfaten zugrundeliegenden Säuren der
allgemeinen Formel R-O-(-CH2-CH(CH3)-O-)n-SO3-H
- • der
Fettalkoholethoxylate/propoxylate der allgemeinen Formel R-O-Xn-Ym-H,
- • der
Polypropylenglycolether der allgemeinen Formel R-O-Xn-Ym-R',
- • der
veretherten Fettsäurepropoxylate
der allgemeinen Formel R-COO-Xn-Ym-R',
- • der
Fettsäureethoxylate/propoxylate
der allgemeinen Formel R-COO-Xn-Ym-H,.
Erfindungsgemäß besonders
vorteilhaft werden die eingesetzten polyethoxylierten bzw. polypropoxylierten
bzw. polyethoxylierten und polypropoxylierten O/W-Emulgatoren gewählt aus
der Gruppe der Substanzen mit HLB-Werten von 11 bis 18, ganz besonders
vorteilhaft mit mit HLB-Werten von 14,5 bis 15,5, sofern die O/W-Emulgatoren
gesättigte
Reste R und R' aufweisen.
Weisen die O/W-Emulgatoren ungesättigte
Reste R und/oder R' auf,
oder liegen Isoalkylderivate vor, so kann der bevorzugte HLB-Wert
solcher Emulgatoren auch niedriger oder darüber liegen.
Es
ist von Vorteil, die Fettalkoholethoxylate aus der Gruppe der ethoxylierten
Stearylalkohole, Cetylalkohole, Cetylstearylalkohole (Cetearylalkohole)
zu wählen.
Insbesondere bevorzugt sind:
Polyethylenglycol(13)stearylether
(Steareth-13), Polyethylenglycol(14)stearylether (Steareth-14),
Polyethylenglycol(15)stearylether (Steareth-15), Polyethylenglycol(16)stearylether
(Steareth-16), Polyethylenglycol(17)stearylether (Steareth-17),
Polyethylenglycol(18)stearylether (Steareth-18), Polyethylenglycol(19)stearylether
(Steareth-19), Polyethylenglycol(20)stearylether (Steareth-20),
Polyethylenglycol(12)isostearylether
(Isosteareth-12), Polyethylenglycol(13)isostearylether (Isosteareth-13), Polyethylenglycol(14)isostearylether
(Isosteareth-14), Polyethylenglycol(15)isostearylether (Isosteareth-15), Polyethylenglycol(16)isostearylether
(Isosteareth-16), Polyethylenglycol(17)isostearylether (Isosteareth-17), Polyethylenglycol(18)isostearylether
(Isosteareth-18), Polyethylenglycol(19)isostearylether (Isosteareth-19-), Polyethylenglycol(20)isostearylether
(Isosteareth-20),
Polyethylenglycol(13)cetylether (Ceteth-13),
Polyethylenglycol(14)cetylether (Ceteth-14), Polyethylenglycol(15)cetylether
(Ceteth-15), Polyethylenglycol(16)cetylether (Ceteth-16), Polyethylenglycol(17)cetylether (Ceteth-17),
Polyethylenglycol(18)cetylether (Ceteth-18), Polyethylenglycol(19)cetylether
(Ceteth-19), Polyethylenglycol(20)cetylether (Ceteth-20), Polyethylenglycol(13)isocetylether
(Isoceteth-13), Polyethylenglycol(14)isocetylether (Isoceteth-14),
Polyethylenglycol(15)isocetylether (Isoceteth-15), Polyethylenglycol(16)isocetylether
(Isoceteth-16), Polyethylenglycol(17)isocetylether (Isoceteth-17),
Polyethylenglycol(18)isocetylether (Isoceteth-18), Polyethylenglycol(19)isocetylether
(Isoceteth-19),
Polyethylenglycol(20)isocetylether (Isoceteth-20),
Polyethylenglycol(12)oleylether
(Oleth-12), Polyethylenglycol(13)oleylether (Oleth-13), Polyethylenglycol(14)oleylether
(Oleth-14), Polyethylenglycol(15)oleylether (Oleth-15),
Polyethylenglycol(12)laurylether
(Laureth-12), Polyethylenglycol(12)isolaurylether (Isolaureth-12).
Polyethylenglycol(13)cetylstearylether
(Ceteareth-13), Polyethylenglycol(14)cetylstearylether (Ceteareth-14),
Polyethylenglycol(15)cetylstearylether (Ceteareth-15), Polyethylenglycol(16)cetylstearylether
(Ceteareth-16), Polyethylenglycol(17)cetylstearylether (Ceteareth-17),
Polyethylenglycol(18)cetylstearylether (Ceteareth-18), Polyethylenglycol(19)cetylstearylether
(Ceteareth-19), Polyethylenglycol(20)cetylstearylether (Ceteareth-20),
Es
ist ferner von Vorteil, die Fettsäureethoxylate aus folgender
Gruppe zu wählen:
Polyethylenglycol(20)stearat,
Polyethylenglycol(21)stearat, Polyethylenglycol(22)stearat, Polyethylenglycol(23)stearat,
Polyethylenglycol(24)stearat, Polyethylenglycol(25)stearat,
Polyethylenglycol(12)isostearat,
Polyethylenglycol(13)isostearat, Polyethylenglycol(14)isostearat,
Polyethylenglycol(15)isostearat, Polyethylenglycol(16)isostearat,
Pnlyethylenglycol(17)isostearat, Polyethylenglycol(18)isostearat,
Polyethylenglycol(19)isostearat, Polyethylenglycol(20)isostearat,
Polyethylenglycol(21)isostearat, Polyethylenglycol(22)isostearat,
Polyethylenglycol(23)isostearat, Polyethylenglycol(24)isostearat,
Polyethylenglycol(25)isostearat,
Polyethylenglycol(12)oleat,
Polyethylenglycol(13)oleat, Polyethylenglycol(14)oleat, Polyethylenglycol(15)oleat,
Polyethylenglycol(16)oleat, Polyethylenglycol(17)oleat, Polyethylenglycol(18)oleat,
Polyethylenglycol(19)oleat, Polyethylenglycol(20)oleat
Als
ethoxylierte Alkylethercarbonsäure
bzw. deren Salz kann vorteilhaft das Natriumlaureth-11-carboxylat
verwendet werden.
Als
Alkylethersulfat kann Natrium Laureth 1-4 sulfat vorteilhaft verwendet
werden.
Als
ethoxyliertes Cholesterinderivat kann vorteilhaft Polyethylenglycol(30)Cholesterylether
verwendet werden. Auch Polyethylenglycol(25)Sojasterol hat sich
bewährt.
Als
ethoxylierte Triglyceride können
vorteilhaft die Polyethylenglycol(60) Evening Primrose Glycerides verwendet
werden (Evening Primrose = Nachtkerze)
Weiterhin
ist von Vorteil, die Polyethylenglycolglycerinfettsäureester
aus der Gruppe Polyethylenglycol(20)glyceryllaurat, Polyethylenglycol(21)glyceryllaurat,
Polyethylenglycol(22)glyceryllaurat, Polyethylenglycol(23)glyceryllaurat,
Polyethylenglycol(6)glycerylcaprat/caprinat, Polyethylenglycol(20)glyceryloleat,
Polyethylenglycol(20)glycerylisostearat, Polyethylenglycol(18)glyceryloleat/cocoat
zu wählen.
Es
ist ebenfalls günstig,
die Sorbitanester aus der Gruppe Polyethylenglycol(20)sorbitanmonolaurat, Polyethylenglycol(20)sorbitanmonostearat,
Polyethylenglycol(20)sorbitanmonoisostearat; Polyethylenglycol(20)sorbitanmonopalmitat,
Polyethylenglycol(20)sorbitanmonooleat zu wählen.
Besonders
bevorzugte O/W Emulgatoren sind Glycerylstearatcitrat, Polyglyceryl-3-methylglucosedistearat,
Cetearylglucoside, PEG-40-Steartat, PEG-100-Stearat, Stearinsäure, Ceteareth-20
und Steareth-21.
Als
vorteilhafte W/O-Emulgatoren können
eingesetzt werden: Fettalkohole mit 8 bis 30 Kohlenstoffatomen,
Monoglycerinester gesättigter
und/oder ungesättigter,
verzweigter und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von
8 bis 24, insbesondere 12 – 18
C-Atomen, Diglycerinester gesättigter und/oder
ungesättigter,
verzweigter und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von
8 bis 24, insbesondere 12 – 18
C-Atomen, Monoglycerinether gesättigter
und/oder ungesättigter,
verzweigter und/oder unverzweigter Alkohole einer Kettenlänge von
8 bis 24, insbesondere 12 – 18
C-Atomen, Diglycerinether gesättigter
und/oder ungesättigter,
verzweigter und/oder unverzweigter Alkohole einer Kettenlänge von 8
bis 24, insbesondere 12 – 18
CAtomen, Propylenglycolester gesättigter
und/oder ungesättigter,
verzweigter und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von
8 bis 24, insbesondere 12 – 18
C-Atomen sowie Sorbitanester gesättigter
und/oder ungesättigter,
verzweigter und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von
8 bis 24, insbesondere 12 – 18
C-Atomen.
Insbesondere
vorteilhafte W/O-Emulgatoren sind Glycerylmonostearat, Glycerylmonoisostearat,
Glycerylmonomyristat, Glycerylmonooleat, Diglycerylmonostearat,
Diglycerylmonoisostearat, Propylenglycolmonostearat, Propylenglycolmonoisostearat,
Propylenglycolmonocaprylat, Propylenglycolmonolaurat, Sorbitanmonoisostearat,
Sorbitanmonolaurat, Sorbitanmonocaprylat, Sorbitanmonoisooleat,
Saccharosedistearat, Cetylalkohol, Stearylalkohol, Arachidylalkohol,
Behenylalkohol, Isobehenylalkohol, Selachylalkohol, Chimylalkohol,
Polyethylenglycol(2)stearylether (Steareth-2), Glycerylmonolaurat,
Glycerylmonocaprinat, Glycerylmonocaprylat.
Ebenfalls
vorteilhaft können
die Emulsionen im Sinne der vorliegenden Erfindung auch Hydrokolloide (auch
als Verdicker oder Gelbildner bezeichnet) enthalten, die die Zubereitungen
stabilisieren können.
Als
erfindungsgemäß vorteilhafte
Hydrokolloide werden Agar-Agar, Carrageen, Tragant, Gummi arabicum,
Alginate, Xanthan Gum, Pektine, Polyosen, Guar-Mehl, Johannisbrotbaumkernmehl,
Stärke,
Dextrine, Celluloseether, Hydroxyethyl- und -propyl-cellulosederivate,
Vinylpolymere, Polycarbonsäuren,
Polyether, Polyimine, Polyamide, Polykieselsäuren, Tonmineralien, Zeolithe,
Kieselsäuren
eingesetzt.
Weitere
Vorteilhafte Gelbildner sind beispielsweise Copolymere aus C10-30-Alkylacrylaten und einem oder mehreren
Monomeren der Acrylsäure,
der Methacrylsäure
oder deren Ester. Die INCl-Bezeichnung für solche Verbindungen ist „Acrylates/C
10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer". Insbesondere vorteilhaft sind die
Pemulen® Typen
TR 1, TR 2 und TRZ von der Fa. Goodrich (Noveon).
Auch
Carbopole sind vorteilhafte Gelbildner für derartige Zubereitungen.
Carbopole sind Polymere der Acrylsäure, insbesondere auch Acrylat-Alkylacrylat-Copolymere.
Vorteilhafte Carbopole sind beispielsweise die Typen 980, 981, 984
1342, 1382, 2984 und 5984. ebenso die ETD-Typen 2001, 2020, 2050
und Carbopol Ultrez 10, PVM/MA Decadien Crosspolymer (Handelsname
Stabileze 06), Polyglycerylmethacrylat sowie Polyacrylamid, ammonium
dimethyltauramide/vinylformamide copolymer, copolymers/crosspolymers
comprising acryloyldimethyltaurate, polyacryloyldimethyltauramide,
polyvinylpyrrolidone and copolymers thereof.
Erfindungsgemäß bevorzugte
Hydrokolloide sind Magnesium- und/oder Aluminiumsilikate sowie beispielsweise
Methylcellulosen, als welche die Methylether der Cellulose bezeichnet
werden. Sie zeichnen sich durch die folgende Strukturformel aus
in der R ein Wasserstoff
oder eine Methylgruppe darstellen kann.
Insbesondere
vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung sind die im allgemeinen
ebenfalls als Methylcellulosen bezeichneten Cellulosemischether,
die neben einem dominierenden Gehalt an Methyl- zusätzlich 2-Hydroxyethyl-,
2-Hydroxypropyl- oder 2-Hydroxybutyl-Gruppen enthalten. Besonders
bevorzugt sind (Hydroxypropyl)methylcellulosen, beispielsweise die
unter der Handelsbezeichnung Methocel E4M bei der Dow Chemical Comp.
erhältlichen.
Um
die Wasserfestigkeit kosmetischer und dermatologischer Lichtschutzzubereitungen
zu verbessern, kann es von Vorteil sein, Filmbildner in die kosmetischen
oder dermatologischen Zubereitungen einzuarbeiten. Nach dem Stand
der Technik eignen sich hierzu z. B. Polyurethane (z. B. die Avalure
® -Typen
von Goodrich), Dimethicone Copolyol Polyacrylate (Silsoft Surface
® von
der Witco Organo Silicones Group), PVP/VA (VA = Vinylacetat) Copolymer
(Luviscol VA 64 Powder der BASF), C
20-40 Carbonsäure mit
Polyethylen (Performacid 350 von der Fa. New Phase Technologies)
sowie Filmbildner aus der Gruppe der Polymere auf Basis von Polyvinylpyrrolidon
(PVP):
Besonders
bevorzugt werden Copolymere des Polyvinylpyrrolidons eingesetzt,
beispielsweise das PVP Hexadecen Copolymer und das PVP Eicosen Copolymer,
welche unter den Handelsbezeichnungen Antaron V216 und Antaron V220
bei der GAF Chemicals Cooperation erhältlich sind, sowie das Tricontayl
PVP und dergleichen mehr.
Nachteilig
ist jedoch für
derartige Zubereitungen, welche Filmbildner in einer wirksamen (d.
h. die Wasserfestigkeit steigernden) Konzentration enthalten, daß sie bei
der Anwendung auf der Haut einen klebrigen und schmierigen Eindruck
hinterlassen.
Neben
dem Einfluß der
Grundlage ist auch die Bindungsfähigkeit
des UV-Filters in oder auf der Haut von großer Bedeutung für die Wasserfestigkeit
der Formulierung. Es ist verständlich,
daß öllösliche UV-Filter besser
an die (lipophile) Oberfläche
der Haut gebunden werden bzw. schwerer von dieser abwaschbar sind als
wasserlösliche
UV-Filter.
Die
kosmetischen Zubereitungen gemäß der Erfindung
können
kosmetische Hilfsstoffe enthalten, wie sie üblicherweise in solchen Zubereitungen
verwendet werden, z. B. Konservierungsmittel, Konservierungshelfer,
Komplexbildner, Bakterizide, Parfüme, Substanzen zum Steigern
des Schäumens,
Farbstoffe, Pigmente, die eine färbende
Wirkung haben, Verdickungsmittel, anfeuchtende und/oder feuchhaltende
Substanzen, Füllstoffe,
die das Hautgefühl
verbessern, Fette, Öle,
Wachse oder andere übliche
Bestandteile einer kosmetischen Formulierung wie Alkohole, Polyole,
Polymere, Schaumstabilisatoren, Elektrolyte, organische Lösungsmittel
oder Silikonderivate.
Vorteilhafte
Konservierungsmittel im Sinne der vorliegenden Erfindung sind beispielsweise
lodopropylbutylcarbamate (z. B. die unter den Handelsbezeichnungen
Glycacil-L, Glycacil-S von der Fa. Lonza erhältlichen und/oder Dekaben LMB
von Jan Dekker), Parabene (d. h. p-Hydroxybenzoesäurealkylester,
wie Methyl-, Ethyl-, Propyl- und/oder Butylparaben), Phenoxyethanol,
Ethanol, Imidazolidinylharnstoft, Diazolidinylharnstoff, Benzoesäure und
dergleichen mehr.
Vorteilhafte
Komplexbildner im Sinne der vorliegenden Erfindung sind beispielsweise
EDTA, [S,S]-Ethylendiamindisuccinat (EDDS), welches beispielsweise
unter der Handelsbezeichnung Octaquest von der Fa. Octel erhältlich ist,
Pentanatrium-Ethylendiamintetramethylenphosphonat, welches z. B.
unter dem Handelsnamen Dequest 2046 von der Fa. Monsanto erhältlich ist
und/oder Iminodibersteinsäure,
welche u. a. von der Fa. Bayer AG unter den Handelsnamen Iminodisuccinat
VP OC 370 (ca. 30% ige Lösung)
und Baypure CX 100 fest erhältlich
ist.
Besonders
vorteilhafte Zubereitungen werden ferner erhalten, wenn als Zusatz-
oder Wirkstoffe Antioxidantien eingesetzt werden. Erfindungsgemäß enthalten
die Zubereitungen vorteilhaft eines oder mehrere Antioxidantien.
Als günstige,
aber dennoch fakultativ zu verwendende Antioxidantien können alle
für kosmetische
Anwendungen geeigneten oder gebräuchlichen
Antioxidantien verwendet werden.
Besonders
vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung können wasserlösliche Antioxidantien
eingesetzt werden, wie beispielsweise Vitamine.
Bevorzugte
Antioxidantien sind ferner Vitamin C und dessen Derivate, Vitamin
E und dessen Derivate sowie Vitamin A und dessen Derivate.
Die
Menge der Antioxidantien (eine oder mehrere Verbindungen) in den
Zubereitungen beträgt
vorzugsweise 0,001 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,05 bis 20
Gew.-%, insbesondere 0,1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zubereitung.
Sofern
Vitamin E und/oder dessen Derivate das oder die Antioxidantien darstellen,
ist vorteilhaft, deren jeweilige Konzentrationen aus dem Bereich
von 0,001 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung,
zu wählen.
Sofern
Vitamin A bzw. Vitamin-A-Derivate bzw. Carotine bzw. deren Derivate
das oder die Antioxidantien darstellen, ist vorteilhaft, deren jeweilige
Konzentrationen aus dem Bereich von 0,001 bis 10 Gew.-%, bezogen
auf das Gesamtgewicht der Formulierung, zu wählen.
Weitere
vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung einzusetzende Wirkstoffe
sind solche, die den Zustand der Haut positiv beeinflussen, wie
insbesondere Wirkstoffe zur positiven Beeinflussung der Altershaut, die
die Entstehung von Falten oder auch bestehende Falten vermindern.
Vorteilhaft sind insbesondere Biochinone, insbesondere Ubichinon
(Q10) und Ubichinol, Folsäure
und ihre Derivate (insbesondere Tetrahydrofolsäure und Dihydrofolsäure), Niacin
und seine Derivate (insbesondere Niacinamid), Kreatin und Kreatinin,
Carnitin, Biotin, Isoflavon und dessen Derivate, Liponsäure, Ginkgo-Extrakte,
Hopfen- und Hopfen-Malz-Extrakte. Auch Mittel, die die Restrukturierung
des Bindegewebes fördern,
wie natürliche
und/oder synthetische Isoflavonoide sowie Isoflavonoid-haltige Pflanzenextrakte – wie z.
B. Soja- und Klee-Extrakte – können in
den erfindungsgemäßen Formulierungen
sehr gut verwendet werden. Auch zeigt sich, daß sich die Formulierungen in besonderer
Weise eignen, Wirkstoffe zur Unterstützung der Hautfunktionen bei
trockener Haut (wie beispielsweise Vitamin C, Biotin, Carnitin,
Propionsäure,
Grüntee-Extrakte,
Eucalyptusöl,
Harnstoff und Mineralsalze (wie z. B. NaCl, Meeresmineralien) sowie
Osmolyte (wie z. B. Inositol, Betain, quartäre Ammoniumverbindungen)) zu
verwenden. In ähnlicher
Weise erwies sich die Einarbeitung von Wirkstoffen zur Linderung
bzw. positiven Beeinflussung von irritativen Hautzuständen, sei
es bei empfindlicher Haut im allgemeinen oder bei durch Noxen gereizter
Haut (UV-Licht, Chemikalien), als vorteilhaft. Hier sind Wirkstoffe
zu nennen wie Sericoside, verschiedene Extrakte des Süßholzes,
Licochalcone, insbesondere Licochalcon A, Dexpanthenol, Inhibitoren
des Prostaglandinstoffwechsels, insbesondere der Cyclooxygenase
und des Leukotrienstoffwechsels, insbesondere der 5-Lipoxyaenase, aber
auch des 5-Lipoxvgenase Inhibitor Proteins, FLAP. Insbesondere Kreatin
und Kreatinin sind geeignete Wirkstoffe, um ein (Energie-) Depot
anzulegen und/oder zu erneuern sowie die Reparatur (Repair) unterschiedlicher
zellulärer
Strukturen, insbesondere der DNA zu aktivieren. Auch erwies sich
die Einarbeitung von Modulatoren der Pigmentierung als vorteilhaft.
Hier sind Wirkstoffe zu nennen, die die Pigmentierung der Haut vermindern
und so zu einer kosmetisch gewünschten
Aufhellung der Haut führen
und/oder das Auftreten von Altersflecken reduzieren und/oder bestehende
Altersflecken aufhellen. Beispielhaft sei erwähnt Tyrosinsulfat, Dioic acid
(8-Hexadecen-1,16-dicarbonsäure) sowie
verschiedene Extrakte des Süßholzes,
Arbutin, Alpha-Arbutin, Deoxyarbutin, Fruchtsäuren, insbesondere Alpha-Hydroxy-Säuren (AHAs),
Bearberry (Uvae ursi), Ursolsäure,
Ascorbinsäure,
Pyridoxamin, Niacinamid, Erfindungsgemäße Rezepturen, welche z. B.
bekannte Antifaltenwirkstoffe wie Flavonglycoside (insbesondere α-Glycosylrutin),
Coenzym Q10, Vitamin C und/oder Derivate, Vitamin E und/oder Derivate
und dergleichen enthalten, eignen sich insbesondere vorteilhaft
zur Prophylaxe und Behandlung kosmetischer oder dermatologischer
Hautveränderungen,
wie sie z. B. bei der Hautalterung auftreten (wie beispielsweise
Trockenheit, Rauhigkeit und Ausbildung von Trockenheitsfältchen,
Juckreiz, verminderte Rückfettung
(z. B. nach dem Waschen), sichtbare Gefäßerweiterungen (Teleangiektasien,
Cuperosis), Schlaffheit und Ausbildung von Falten und Fältchen,
lokale Hyper-, Hypo- und Fehlpigmentierungen (z. B. Altersflecken),
vergrößerte Anfälligkeit
gegenüber
mechanischem Stress (z. B. Rissigkeit) und dergleichen). Weiterhin
vorteilhaft eignen sie sich gegen das Erscheinungsbild der trockenen
bzw. rauhen Haut.
Als
Moisturizer werden Stoffe oder Stoffgemische bezeichnet, welche
kosmetischen Zubereitungen die Eigenschaft verleihen, nach dem Auftragen
bzw. Verteilen auf der Hautoberfläche die Feuchtigkeitsabgabe der
Hornschicht (auch transepidermal water loss (TEWL) genannt) zu reduzieren
und/oder die Hydratation der Hornschicht positiv zu beeinflussen.
Insgesamt
wird die hauteigene Barrierefunktion normalisiert, die Haut wird
spürbar
erfrischt und belebt, und die Haut erscheint glatter. Durch die
tiefenwirksame Feuchtigkeitszunahme werden Schwellungen und Augenringe
sichtbar reduziert, die Bildung hauteigener Lipide wird stimuliert
und die natürlichen
anti-aging Funktionen der Haut sowie die Leistungsfähigkeit
der Haut insgesamt werden stimuliert.
Vorteilhafte
Moisturizer im Sinne der vorliegenden Erfindung sind beispielsweise
Glycerin, Milchsäure und/oder
Lactate, insbesondere Natriumlactat, Butylenglykol, Propylenglykol,
Biosaccaride Gum-1, Glycine Soja, Ethylhexyloxyglycerin, Pyrrolidoncarbonsäure, Panthenol
und Harnstoff.
Die Ölphase der
Zubereitungen im Sinne der vorliegenden Erfindung enthält vorteilhaft
unpolare enthalten, beispielsweise solche, welche gewählt werden
aus der Gruppe der verzweigten und unverzweigten Kohlenwasserstoffe
und -wachse, insbesondere Mineralöl, Vaseline (Petrolatum), Paraffinöl, Squalan,
Polyolefine, hydrogenierte Polyisobutene und Isohexadecan. Unter
den Polyolefinen sind Polydecene die bevorzugten Substanzen.
Es
ist insbesondere vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung,
wenn der Gehalt an polaren Ölen mit
einer Polarität
von kleiner als 20 mN/m (Grenzflächenspannung
gegen Wasser) kleiner als 5 Gew.-% – bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zubereitunggewählt
wird.
Vorteilhaft
kann die Ölphase
ferner einen Gehalt an cyclischen oder linearen Silikonölen aufweisen oder
vollständig
aus solchen Ölen
bestehen, wobei allerdings bevorzugt wird, außer dem Silikonöl oder den Silikonölen einen
zusätzlichen
Gehalt an anderen Ölphasenkomponenten
zu verwenden.
Silikonöle sind
synthetische Verbindungen, in denen Silicium-Atome über Sauerstoff-Atome ketten- und/oder
netzartig verknüpft
und die restlichen Valenzen des Siliciums durch Kohlenwasserstoff-Reste
(meist Methyl-, seltener Ethyl-, Propyl-, Phenyl-Gruppen u. a.)
abgesättigt
sind. Systematisch werden die Silikonöle als Polyorganosiloxane bezeichnet.
Die methylsubstituierten Polyorganosiloxane, welche die mengenmäßig bedeutendsten
Verbindungen dieser Gruppe darstellen und sich durch die folgende
Strukturformel auszeichnen
werden auch als Polydimethylsiloxan
bzw. Dimethicon (INCl) bezeichnet. Dimethicone gibt es in verschiedenen
Kettenlängen
bzw. mit verschiedenen Molekulargewichten.
Erfindungsgemäß vorteilhaft
ist es, Cyclomethicon (Octamethylcyclotetrasiloxan) als Silikonöl zu verwenden.
Aber auch andere Silikonöle
sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verwenden,
beispielsweise Hexamethylcyclotrisiloxan, Polydimethylsiloxan, Poly(methylphenylsiloxan).
Besonders
vorteilhafte Polyorganosiloxane im Sinne der vorliegenden Erfindung
sind beispielsweise Dimethylpolysiloxane [Poly(dimethylsiloxan)],
welche beispielsweise unter den Handelsbezeichnungen Abil 10 bis
10 000 bei Th. Goldschmidt erhältlich
sind. Ferner vorteilhaft sind Phenylmethylpolysiloxane (INCl: Phenyl Dimethicone,
Phenyl Trimethicone), cyclische Silikone (Octamethylcyclotetrasiloxan
bzw. Decamethylcyclopentasiloxan), welche nach INCl auch als Cyclomethicone
bezeichnet werden, aminomodifizierte Silikone (INCl: Amodimethicone)
und Silikonwachse, z. B. Polysiloxan-Polyalkylen-Copolymere (INCl: Stearyl Dimethicone
und Cetyl Dimethicone) und Dialkoxydimethylpolysiloxane (Stearoxy
Dimethicone und Behenoxy Stearyl Dimethicone), welche als verschiedene
Abil-Wax-Typen bei Th. Goldschmidt erhältlich sind. Aber auch andere Silikonöle sind
vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verwenden, beispielsweise
Cetyldimethicon, Hexamethylcyclotrisiloxan, Polydimethylsiloxan,
Poly(methylphenylsiloxan).
Die
Zubereitungen gemäß der vorliegenden
Erfindung können
ferner vorteilhaft eine oder mehrere Substanzen aus der folgenden
Gruppe der Siloxanelastomere enthalten, beispielsweise um die Wasserfestigkeit
und/oder den Lichtschutzfaktor der Produkte zu steigern:
- (a) Siloxanelastomere, welche die Einheiten
R2SiO und RSiO1,5 und/oder
R3SiO0,5 und/oder
SiO2 enthalten, wobei die einzelnen Reste
R jeweils unabhängig
voneinander Wasserstoff, C1,24-Alkyl (wie
beispielsweise Methyl, Ethyl, Propyl) oder Aryl (wie beispielsweise
Phenyl oder Tolyl), Alkenyl (wie beispielsweise Vinyl) bedeuten
und das Gewichtsverhältnis
der Einheiten R2SiO zu RSiO1,5 aus
dem Bereich von 1 : 1 bis 30 : 1 gewählt wird; (b) Siloxanelastomere,
welche in Silikonöl
unlöslich
und quellfähig
sind, die durch die Additionsreaktion eines Organopolysiloxans (1),
das siliciumbebundenen Wasserstoff enthält, mit einem Organopolysiloxan
(2), das ungesättigte
aliphatische Gruppen enthält,
erhältlich
sind, wobei die verwendeten Mengenateile so gewählt werden, daß die Menge
des Wasserstoffes des Organopolysiloxans (1) oder der ungesättigten
aliphatischen Gruppen des Organopolysiloxans (2) • im Bereich
von 1 bis 20 mol-% liegt, wenn das Organopolysiloxan nicht cyclisch
ist und • im
Bereich von 1 bis 50 mol-% liegt, wenn das Organopolysiloxan cyclisch
ist.
Vorteilhaft
im Sinne der vorliegenden Erfindung liegen das oder die Siloxanelastomere
in Form sphärischer
Puder oder in Form von Gelen vor.
Erfindungsgemäß vorteilhafte
in Form sphärischer
Puder vorliegende Siloxanelastomere sind die mit der INCl-Bezeichnung
Dimethicone/Vinyl Dimethicone Crosspolymer, beispielsweise das von
DOW CORNING unter der Handelsbezeichnungen DOW CORNING 9506 Powder
erhältliche.
Besonders
bevorzugt ist es, wenn das Siloxanelastomer in Kombination mit Ölen aus
Kohlenwasserstoffen tierischer und/oder pflanzlicher Herkunft, synthetischen Ölen, synthetischen
Estern, synthetischen Ethern oder deren Gemischen verwendet wird.
Ganz
besonders bevorzugt ist es, wenn das Siloxanelastomer in Kombination
mit unverzweigten bei Raumtemperatur flüssigen oder pastösen Silikonölen oder
cyclischen Silikonölen
oder deren Gemischen verwendet wird. Insbesondere vorteilhaft sind
Organopolysiloxanelastomere mit der INCl-Bezeichnung Dimethicone/Polysilicone-11,
ganz besonders die von der Grant Industries Inc. erhältlichen
Gransil-Typen GCM, GCM-5, DMG-6, CSE Gel, PM-Gel, LTX, ININ Gel,
AM-18 Gel und/oder DMCM-5.
Ganz
außergewöhnlich bevorzugt
ist es, wenn das Siloxanelastomer in Form eines Gels aus Siloxanelastomer
und einer Lipidphase verwendet wird, wobei der Gehalt des Siloxanelastomers
in dem Gel 1 bis 80 Gew.-%, bevorzugt 0,1 bis 60 Gew.-% beträgt, jeweils
bezogen auf das Gesamtgewicht des Gels.
Es
ist vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung, die Gesamtmenge
der Siloxanelastomere (Aktivgehalt) aus dem Bereich von 0,01 bis
10 Gew.-%, vorteilhaft von 0,1 bis 5 Gew.-%, jeweils bezogen auf
das Gesamtgewicht der Formulierung, zu wählen.
Die
nachfolgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung verdeutlichen,
ohne sie einzuschränken. Die
Zahlenwerte in den Beispielen bedeuten Gewichtsprozente, bezogen
auf das Gesamtgewicht der jeweiligen Zubereitungen. Als Pimpinella
anis fruit extract wurde Bioxylift verwendet.