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Die
Erfindung betrifft eine Schwenkkolbenmaschine, mit einem Gehäuse, in
dem ein erster und zumindest ein zweiter Kolben angeordnet sind,
die gemeinsam in dem Gehäuse
um eine gehäusefeste Drehachse
umlaufen können,
und die beim Umlaufen um die Drehachse um eine senkrecht zur Drehachse und
durch die Gehäusemitte
verlaufende Schwenkachse zueinander gegensinnige hin- und hergehende Schwenkbewegungen
ausführen,
wobei der erste Kolben eine erste Endfläche und der zumindest zweite
Kolben eine der ersten Endflächen
zugewandte zweite Endfläche
aufweist, wobei die Endflächen eine
Arbeitskammer begrenzen.
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Eine
derartige Schwenkkolbenmaschine ist aus dem Dokument WO 03/067033
A1 bekannt.
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Schwenkkolbenmaschinen
und insbesondere eine Schwenkkolbenmaschine gemäß der vorliegenden Erfindung
können
als Brennkraftmaschinen (Verbrennungsmotoren), als Pumpen oder als
Kompressoren verwendet werden. Eine Schwenkkolbenmaschine gemäß der vorliegenden
Erfindung wird vorzugsweise als Brennkraftmaschine verwendet und
als solche in der vorliegenden Beschreibung beschrieben.
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Im
Falle der Verwendung einer Schwenkkolbenmaschine als Brennkraftmaschine
werden die einzelnen Arbeitstakte des Einlassens, Verdichtens, Zündens des
Verbrennungsgemisches und des Expandierens und Ausstoßens des
verbrannten Verbrennungsgemisches durch hin- und hergehende Schwenkbewegungen
der einzelnen Kolben zwischen zwei Endstellungen vermittelt.
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Bei
der aus dem Dokument WO 03/067033 A1 desselben Anmelders bekannten
Schwenkkolbenmaschine sind in dem Gehäuse vier Kolben angeordnet,
die um eine gehäusemittige
gehäusefeste Drehachse
gemeinsam umlaufen und beim Umlaufen in dem Gehäuse hin- und hergehende Schwenkbewegungen
um eine Schwenkachse ausführen,
wobei jeweils zwei benachbarte Kolben gegensinnig verschwenken.
Bei dieser bekannten Schwenkkolbenmaschine sind jeweils zwei diametral
bezüglich der
Gehäusemitte
gegenüberliegende
Kolben zu einem Doppelkolben miteinander starr verbunden, und zwei
derartige Kolbenpaare sind in der Gehäusemitte über Kreuz angeordnet. Zwischen
jeweils zwei einander zugewandten Endflächen der Kolben der Kolbenpaare
wird jeweils eine Arbeitskammer gebildet, so dass die bekannte Schwenkkolbenmaschine
zwei Arbeitskammern aufweist. Beide Arbeitskammern, die bezüglich der
Gehäusemitte
diametral gegenüberliegend
angeordnet sind, ver größern und
verkleinern sich bei der hin- und hergehenden Schwenkbewegung der
Kolben gleichsinnig.
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Die
Kolben dieser bekannten Schwenkkolbenmaschine sind in dem Gehäuse so angeordnet, dass
sie in ihrer OT-Stellung, in der die Volumina der beiden Arbeitskammern
minimal sind, senkrecht zur Drehachse stehen. In dieser Stellung
sind beim Umlaufen der Kolben um die Drehachse die auf die Kolben
wirkenden Zentrifugalkräfte
maximal. Dies führt dazu,
dass bei hohen Drehzahlen das Expandieren bzw. das Auseinanderschwenken
der Kolben gegen die Fliehkräfte
erfolgen muss, weil die Fliehkräfte
der auseinanderschwenkenden Bewegung der Kolben entgegenwirken.
Die Arbeitskammern liegen bei dieser Schwenkkolbenmaschine stets
außerhalb
und senkrecht zur Drehachse.
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Die
Kolben der bekannten Schwenkkolbenmaschine weisen im Wesentlichen
die Form eines Kugelkeils auf, und entsprechend ist auch die Geometrie
der Arbeitskammern.
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Obwohl
die bekannte Schwenkkolbenmaschine sehr gute Betriebseigenschaften
aufweist, zielt die vorliegende Erfindung darauf ab, ein von dem
oben beschriebenen Konzept der bekannten Schwenkkolbenmaschine abweichendes
neues Konzept einer Schwenkkolbenmaschine anzugeben.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, für eine Schwenkkolbenmaschine
der eingangs genannten Art ein derartiges neues Konzept anzugeben.
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Erfindungsgemäß wird diese
Aufgabe hinsichtlich der eingangs genannten Schwenkkolbenmaschine
dadurch gelöst,
dass die Kolben so angeordnet sind, dass die Drehachse durch die
Arbeitskammer verläuft.
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Das
gegenüber
der bekannten Schwenkkolbenmaschine neue Konzept der erfindungsgemäßen Schwenkkolbenmaschine
besteht demnach darin, die zumindest zwei Kolben so anzuordnen,
dass die zumindest eine Arbeitskammer nicht senkrecht zur Drehachse,
sondern auf der Drehachse bzw. um die Drehachse herum liegt. Die
auf die die Arbeitskammer begrenzenden beiden Kolben beim Umlaufen um
die Drehachse wirkenden Fliehkräfte
sind wegen der geringeren Beabstandung der Kolben von der Drehachse
geringer und wirken außerdem
in Richtung des Auseinanderschwenkens der beiden Kolben, d.h. die
Fliehkräfte
unterstützen
den Arbeitstakt des Expandierens. Die senkrecht zur Drehachse auftretenden
Fliehkräfte
beim Umlaufen der Kolben um die Drehachse unterstützen somit
das Expandieren der zumindest einen Arbeitskammer.
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In
einer bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die erste und
zweite Endfläche
des ersten und zumindest zweiten Kolbens kreisförmig ausgebildet sind.
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Bei
dieser Ausgestaltung sind der erste und zumindest zweite Kolben
zumindest im Bereich, der sich an ihre Endflächen anschließt, zylindrisch
und somit in diesem Bereich klassischen Kolben von Hubkolbenmotoren
sehr ähnlich.
Ein Vorteil, der sich hieraus ergibt, ist, dass als Dichtungen für die beiden Kolben
Kolbenringe, ggfls mit entsprechender Krümmung, verwendet werden können, so
dass hier auf seit langem bestehende Erfahrungen bei der Lösung von
Dichtungsproblemen bei Hubkolbenmotoren zurückgegriffen werden kann. Die
durch die beiden Endflächen des
ersten und zumindest zweiten Kolbens begrenzte Arbeitskammer besitzt
bei dieser Ausgestaltung die Geometrie eines um die Schwenkachse
gebogenen Zylinders oder Toroidabschnitts.
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Alternativ
zu einer kreisförmigen
Ausgestaltung der Endflächen
des ersten und zumindest zweiten Kolbens kann jedoch auch eine davon
abweichende Geometrie, beispielsweise eine ovale Form, gewählt werden,
was insbesondere dann, wenn der Innenraum des Gehäuses Kugelsymmetrie
aufweist, zu einer Vergrößerung der
zumindest einen Arbeitskammer beiträgt.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung sind der erste und der
zumindest zweite Kolben im Wesentlichen bogenförmig ausgebildet.
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Es
versteht sich, dass die bogenförmige
Gestalt des ersten und zumindest zweiten Kolbens auf den an ihre
Endflächen
angrenzenden Bereich begrenzt sein kann, d.h. von den Endflächen abgewandte
Außenseiten
der Kolben können,
wie hiernach noch beschrieben wird, als Funktionselemente für die Steuerung
der Kolben zur Ableitung der Schwenkbewegung aus der Umlaufbewegung
der Kolben genutzt werden und dazu andere Formgestaltungen aufweisen.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist der erste Kolben
und/oder der zumindest zweite Kolben zumindest ein Lauforgan auf,
das beim Umlaufen des ersten und/oder zumindest zweiten Kolbens
entlang einer entsprechend ausgebildeten Steuerkurve geführt ist,
um die Schwenkbewegungen des ersten und zumindest zweiten Kolbens
zu erzeugen, wobei die Steuerkurve am Gehäuse mit bezüglich der Drehachse zumindest
näherungsweise maximalem
Abstand angeordnet ist.
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Bei
der bekannten Schwenkkolbenmaschine ist ein vergleichbarer Steuermechanismus
für die Schwenkbewegungen
der Kolben vorgesehen, jedoch befindet sich dort die Steuerkurve
mit geringerem Abstand zur Drehachse in der Nähe der Stirnseiten des Gehäuses. Der
Vorteil der größeren Beabstandung
der Steuerkurve von der Drehachse besteht in verbesserten Hebelverhältnissen,
um die Schwenkbewegungen der zumindest zwei Kolben aus deren Umlaufbewegung
um die Drehachse abzuleiten.
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In
diesem Zusammenhang ist es weiterhin bevorzugt, wenn das zumindest
eine Lauforgan eine Kugel ist, die drehbar in einer Kugelpfanne
an einer dem Gehäuse
zugewandten Außenseite
des ersten und/oder zumindest zweiten Kolbens gelagert ist, und
wenn die Steuerkurve als Nut mit teilkreisförmigem Querschnitt im Gehäuse ausgebildet
ist, in die die Kugel teilweise eingreift.
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Ein
solcher Steuermechanismus, der als das zumindest eine Lauforgan
eine Kugel verwendet, hat den Vorteil einer optimierten Reibungsverminderung des
Steuermechanismus, da die Kugel in der Kugelpfanne des zumindest
einen Kolbens frei drehbar ist, und ebenso in der Nut im Gehäuse, so
dass die Kugel der Steuerkurve auf Grund ihrer allgerichteten Drehbarkeit
mit besonders geringer Reibung folgen kann.
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Die
Kugelpfanne kann so ausgebildet sein, dass sie die Kugel unverlierbar
hält, oder
die Kugel kann mittels eines Schmier films, der durch eine Ölschmierung
bereitgestellt wird, durch Adhäsionskräfte in der
Kugelpfanne gehalten werden.
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Vorzugsweise
weist sowohl der erste als auch der zumindest zweite Kolben ein
Lauforgan in Form einer Kugel auf, die in derselben nutförmigen Steuerkurve
im Gehäuse
im Abstand voneinander laufen.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung sind der erste und der
zumindest zweite Kolben in einem Kolbenkäfig gleitend gelagert, der
im Gehäuse konzentrisch
zur Drehachse um diese drehbar angeordnet ist, wobei der Kolbenkäfig mit
dem ersten und zumindest zweiten Kolben bezüglich der Umlaufbewegung um
die Drehachse drehfest verbunden ist.
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Der
Kolbenkäfig
und der erste und zumindest zweite Kolben bilden somit die "Innenmaschine" oder den "Innenmotor" der Schwenk kolbenmaschine.
Die gleitende Lagerung der beiden Kolben in dem Kolbenkäfig dient
der Schwenkbeweglichkeit der beiden Kolben um die Schwenkachse,
während
die Kolben auf Grund ihrer bezüglich
der Umlaufbewegung um die Drehachse drehfesten Verbindung mit dem
Kolbenkäfig
mit diesem gemeinsam um die Drehachse umlaufen. Der Kolbenkäfig kann
nun vorteilhafterweise als Antriebs- oder Abtriebsorgan dienen und
mit einem Wellenfortsatz entsprechend aus dem Gehäuse herausgeführt sein.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist der Kolbenkäfig etwa
senkrecht zur Drehachse eine Bohrung auf, in der der erste und zumindest zweite
Kolben teilweise und darin gleitend aufgenommen sind, und die die
Arbeitskammer in Umfangsrichtung begrenzt.
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Die
Bohrung definiert somit zusammen mit den beiden einander zugewandten
Endflächen
des ersten und zumindest zweiten Kolbens die zumindest eine Arbeitskammer
der Schwenkkolbenmaschine. Je nach Geometrie der Endflächen der
beiden Kolben ist auch die Geometrie der Bohrung des Kolbenkäfigs gewählt, also
beispielsweise kreisförmig
oder wie ebenfalls oben erwähnt
oval oder von anderer Form entsprechend der Form der Endflächen der Kolben.
Bei einer kreisförmigen
Ausgestaltung der Endflächen
der beiden Kolben entsteht in Verbindung mit der kreisförmigen Bohrung
im Kolbenkäfig
eine Arbeitskammer, die einem gekrümmten Zylinder oder einem Toroidabschnitt
entspricht. Die Kolben sind dann vorzugsweise gegen die Wand der
Bohrung des Kolbenkäfigs
mittels Dichtungen abgedichtet, wobei diese im Fall einer kreisförmigen Bohrung
und kreisförmigen
Endflächen
vorteilhafterweise als an die Form der Arbeitskammer angepasste
Kolbenringe ausgeführt
sind.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung geht durch den Kolbenkäfig ein
Kanal hindurch, der einerseits in der Bohrung mündet und andererseits zum Gehäuse hin
mündet,
um je nach Drehstellung mit einer Einlass- oder mit einer Auslassöffnung im Gehäuse zu kommunizieren.
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Der
Vorteil dieser Maßnahme
besteht darin, dass der Kolbenkäfig
mittels des zuvor genannten Kanals oder Öffnung als eine Art Ventil
für die
Einlass- und Auslassöffnungen
im Gehäuse
wirkt. Es ist daher nicht erforderlich, die Einlass- und Auslassöffnungen
im Gehäuse
mit separaten Ventilen zu versehen, noch für den Zeitpunkt des Öffnens oder
Schließens
eine aufwendige Steuerung des Ventils vorzusehen, wie dies bei klassischen
Hubkolbenmotoren der Fall ist. Das Freigeben bzw. Verschließen der Einlass-
und Auslassöffnung
zum Einlassen von Verbrennungsluft und/oder Brennstoff und zum Auslassen
verbrannten Verbrennungsgemisches erfolgt im richtigen Takt automatisch
durch die Umlaufbewegung des Kolbenkäfigs um die Drehachse.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist der Kolbenkäfig zumindest
einen Kanal für
ein Medium, insbesondere Kühl/Schmiermedium
auf, der sich zumindest teilumfänglich
und durch das Innere des Kolbenkäfigs
erstreckt.
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Hierbei
ist von Vorteil, dass der Kolbenkäfig vorteilhafterweise eine
weitere Funktion wahrnimmt, nämlich
die Versorgung aller beweglichen Teile innerhalb des Gehäuses mit
einem Kühl-/
und/oder Schmiermedium. Die Zufuhr eines Kühl-/Schmiermediums kann über am Gehäuse angeordnete
Anschlüsse
erfolgen, wobei in diesem Fall der zumindest eine Kanal sich vorzugsweise
auf der Außenseite
des Kolbenkäfigs
als Ringkanal erstreckt, so dass der zumindest eine Kanal stets
mit den Versorgungsanschlüssen
kommuniziert.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung geht durch den Kolbenkäfig auf
Höhe der
Schwenkachse in deren Richtung eine Bohrung hindurch, die sich vorzugsweise
zu ihren Enden hin erweitert.
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Diese
Bohrung dient vorteilhafterweise als weiterer Kühl/Schmiermittelkanal, was
zu einer besonders intensiven Umwälzung eines solchen Kühl-/Schmiermediums
beiträgt,
da sich diese Bohrung senkrecht zur Drehachse erstreckt und somit das
darin gerade befindliche Kühl-/Schmiermedium beim
Umlaufen des Kolbenkäfigs
um die Drehachse mit Zentrifugalkräften beaufschlagt wird, die
das Kühl-/Schmiermedium
zu den sich erweiternden Enden der Bohrung hin bewegen. Hierdurch
tritt vorteilhafterweise ein Ventilationseffekt bei der Umwälzung des
Kühl/Schmiermediums
auf.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung sind in dem Gehäuse ein
dritter und vierter Kolben angeordnet, die um dieselbe Schwenkachse
oder eine von dieser verschiedenen Schwenkachse verschwenkbar sind
und mit dem ersten und zweiten Kolben um die Drehachse umlaufen
können
und eine zweite Arbeitskammer definieren.
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In
dieser Ausgestaltung wird auch bei der erfindungsgemäßen Schwenkkolbenmaschine
ein bezüglich
der Drehachse vorteilhaft symmetrisches und somit massenausgeglichenes
System geschaffen.
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Dabei
ist es bevorzugt, wenn die vier Kolben so angeordnet sind, dass
sich die erste und zweite Arbeitskammer beim Umlaufen der Kolben
um die Drehachse gleichsinnig vergrößern und verkleinern.
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Diese
Ausgestaltung trägt
dazu bei, dass die vier Kolben in jeder Umlauf- und Schwenkstellung
ein massenausgeglichenes System darstellen.
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Bei
einer Ausgestaltung der Schwenkkolbenmaschine mit insgesamt vier
Kolben ist es in einer ersten Ausgestaltung vorzugsweise vorgesehen, dass
der erste und zweite Kolben und der dritte und vierte Kolben bezüglich der
Drehachse so angeordnet sind, dass die Schwenkbewegungen aller Kolben in
derselben Ebene erfolgen.
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Bei
dieser Ausgestaltung liegen die beiden Arbeitskammern in einem Schnitt
entlang der Drehachse und senkrecht zur Schwenkachse stets in ein und
derselben Ebene.
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Noch
bevorzugter ist es, wenn der erste und zweite Kolben und der dritte
und vierte Kolben bezüglich
der Drehachse so angeordnet sind, dass die Schwenkbewegungen des
ersten und zweiten Kolbens in einer ersten Ebene und die Schwenkbewegungen
des dritten und vierten Kolbens in einer zweiten Ebene erfolgen,
wobei die erste und die zweite Ebene bezüglich der Drehachse relativ
zueinander um einen Winkel ungleich 0° verdreht sind.
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Bei
dieser Ausgestaltung liegen entsprechend die beiden durch die vier
Kolben gebildeten Arbeitskammern nicht wie bei der zuvor genannten Ausgestaltung
in einer gemeinsamen Ebene, sondern sind bezüglich der Drehachse zueinander
um einen Winkel ungleich 0° versetzt.
Dies hat nun den Vorteil gegenüber
der zuvor genannten Ausgestaltung, dass die oben genannte Steuerkurve
bzw. im Fall von vier Kolben zwei Steuerkurven und die darin geführten Lauforgane,
die vorzugsweise als Kugeln ausgebildet sind, ihren Endpunkt nicht
in oder vor der Orthogonalen zur Drehachse haben müssen, sondern über die
Orthogonale hinausreichen können,
da aufgrund des Versatzes der beiden Kolbenpaare zueinander die
Lauforgane in der UT-Stellung, d.h. bei maximal geöffneten
Arbeitskammern, nicht miteinander kollidieren können, da die Kolbenpaare zueinander
um einen Winkel ungleich 0° verdreht
angeordnet sind. Auf diese Weise kann gegenüber der zuvor genannten Ausgestaltung
das maximale Volumen der beiden Arbeitskammern (UT-Stellung der
Kolben) aufgrund eines größeren Öffnungswinkels
der beiden Kolbenpaare vergrößert werden.
Wie bei einer der oben genannten Ausgestaltungen ist es bevorzugt, wenn
sich die beiden Arbeitskammern auch bei dieser Variante gleichsinnig
vergrößern und
verkleinern, was durch eine entsprechende Formgebung der Steuerkurven
erzielt wird.
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Besonders
bevorzugt ist es im Rahmen der zuvor genannten Ausgestaltung, wenn
der Winkel zumindest annähernd
90° beträgt.
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Bei
dieser Ausgestaltung wird wieder eine möglichst hohe Symmetrie der
Massenverteilung der Kolben in dem Gehäuse erreicht.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung erstreckt sich der Kolbenkäfig beidseits
der Schwenkachse oder Schwenkachsen und nimmt auch den dritten und
vierten Kolben auf.
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Insgesamt
wird somit ein besonders einfacher und wenig Teile erfordernder
Aufbau geschaffen, bei dem der Kolbenkäfig alle vier Kolben aufnimmt.
Für den
dritten und vierten Kolben weist der Kolbenkäfig, wenn dies für den ersten
und zweiten Kolben wie oben beschrieben vorgesehen ist, für den dritten
und vierten Kolben ebenfalls eine Bohrung auf, in der der dritte
und vierte Kolben gleitend gelagert und bezüglich der Drehachse drehfest
mit dem Kolbenkäfig
verbunden sind, wobei diese Bohrung dann zusammen mit den Endflächen des
dritten und vierten Kolbens die zweite Arbeitskammer begrenzt.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist eine Gehäuseinnenwand
des Gehäuses
im Wesentlichen kugelförmig.
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Mit
dieser Ausgestaltung wird vorteilhafterweise eine Schwenkkolbenmaschine
mit Kugelsymmetrie geschaffen, die sich bereits bei der bekannten Schwenkkolbenmaschine
bewährt
hat.
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Alternativ
hierzu kann jedoch auch vorgesehen sein, dass eine Gehäuseinnenwand
des Gehäuses
im Schnitt entlang einer Ebene, die die Drehachse beinhaltet, in
Richtung der Drehachse oblong ist.
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"Oblong" bedeutet hier, dass
das Gehäuse der
Schwenkkolbenmaschine aus zwei Kugelhälften besteht, zwischen die
ein in Richtung der Drehachse länglicher
Abschnitt zwischengefügt
ist. Die Oblong-Form der Gehäuseinnenwand
des Gehäuses eröffnet vorteilhafterweise
die Möglichkeit,
folgende bevorzugte Ausgestaltungen vorzusehen.
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So
ist es bevorzugt, wenn im Gehäuse
ein um die Schwenkachse schwenkbarer Hohlzapfen angeordnet ist,
der in seiner Wand eine Öffnung
aufweist, die in Abhängigkeit
der Drehstellung des Hohlzapfens mit der ersten Arbeitskammer oder
ggf. mit der zweiten Arbeitskammer kommuniziert.
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Dieser
Hohlzapfen kann vorteilhafterweise dazu genutzt werden, Frischluft,
insbesondere unter Druck stehende Frischluft, über die in dem Hohlzapfen vorgesehene
umfänglich
begrenzte Öffnung
in die Arbeitskammer, oder falls zwei Arbeitskammern vorgesehen
sind, wechselweise in die beiden Arbeitskammern, zuzuführen. Hierdurch
kann Verbrennungsluft unter einem Vordruck in die Arbeitskammern
geleitet werden, wodurch eine höhere
Verdichtung des Brennstoff-Luftgemisches in den Arbeitskammern erzielbar
ist. Auf diese Weise eignet sich die Schwenkkolbenmaschine insbesondere
als Dieselmotor.
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Dabei
ist es bevorzugt, wenn der Hohlzapfen mit einem Getriebe verbunden
ist, das beim Umlaufen der Kolben um die Drehachse den Hohlzapfen
in Drehung um die Schwenkachse versetzt.
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Auf
diese Weise wird die Drehbewegung des Hohlzapfens, um dessen Öffnung mit
der einen oder anderen Arbeitskammer kommunizieren zu lassen, auf
vorteilhaft einfache Weise direkt aus der Umlaufbewegung der Kolben
um die Drehachse abgeleitet, ohne dass ein externer Steuermechanismus
erforderlich ist. Bei entsprechender Wahl des Übersetzungsverhältnisses
des Getriebes wird auf einfache Weise eine Synchronisation der Drehgeschwindigkeit
des Hohlzapfens mit der Drehzahl der Schwenkkolbenmaschine erreicht.
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Dabei
ist es weiterhin bevorzugt, wenn das Getriebe eine mit dem Hohlzapfen
verbundene Schneckenverzahnung aufweist, die mit zumindest einer
am Gehäuse
angeordneten Zahnung kämmt, die
sich um die Drehachse herum erstreckt.
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Ein
solches Getriebe ist konstruktiv besonders einfach, lässt sich
ohne erhöhten
Platzbedarf im Gehäuse
unterbringen und bei entsprechender Gestaltung der Schneckenverzahnung
kann dann die Drehgeschwindigkeit des Hohlzapfens in Abhängigkeit
von der Drehzahl der Umlaufbewegung der Kolben um die Drehachse
abgestimmt werden.
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Weitere
Vorteile und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
und der beigefügten
Zeichnung.
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Es
versteht sich, dass die vorstehend genannten und nachstehend noch
zu erläuternden Merkmale
nicht nur in der jeweils angege benen Kombination, sondern auch in
anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne
den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden mit Bezug
auf diese hiernach näher
beschrieben. Es zeigen:
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1 eine
perspektivische Gesamtansicht einer Schwenkkolbenmaschine, gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel;
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2 eine
Ansicht der Schwenkkolbenmaschine in 1 in Richtung
der Pfeile II in 1;
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3 einen
Längsschnitt
durch die Schwenkkolbenmaschine entlang einer Ebene parallel zur
Drehachse und senkrecht zur Schwenkachse, wobei die Kolben der Schwenkkolbenmaschine
in einer ersten Betriebsstellung dargestellt sind;
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4 eine
Darstellung der Schwenkkolbenmaschine in derselben Betriebsstellung
der Kolben wie in 3, leicht perspektivisch und
die Kolben nicht im Schnitt;
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5 eine
mit 4 vergleichbare Darstellung der Schwenkkolbenmaschine,
wobei die Kolben in einer zweiten Betriebsstellung dargestellt sind;
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6 einen
Längsschnitt
durch die Schwenkkolbenmaschine in 1 bis 5,
wobei die Kolben in einer dritten Betriebsstellung dargestellt sind;
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7 eine
Darstellung der Schwenkkolbenmaschine in derselben Betriebsstellung
der Kolben wie in 6, leicht perspektivisch und
die Kolben nicht im Schnitt;
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8 einen
Schnitt durch die Schwenkkolbenmaschine entlang der Linie VIII-VIII
in 3;
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9 einen
Schnitt durch die Schwenkkolbenmaschine entlang der Linie IX-IX
in 3;
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10 einen
Längsschnitt
entlang der Linie X-X in 3 durch die Schwenkkolbenmaschine
gemäß den 1 bis 9;
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10A eine mit 10 vergleichbare
Darstellung eines abgewandelten Ausführungsbeispiels der Schwenkkolbenmaschine;
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11 einen
Längsschnitt
durch die Schwenkkolbenmaschine vergleichbar mit 3 oder 4,
wobei jedoch der Kolbenkäfig
und die Kolben nicht im Schnitt dargestellt sind;
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12 eine
Ansicht der Schwenkkolbenmaschine, bei der eine Gehäusehälfte abgenommen
ist;
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13 eine
perspektivische Darstellung der Anordnung aus Kolbenkäfig und
Kolben in Alleinstellung und perspektivisch;
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14 eine
perspektivische Ansicht einer Innenseite einer Gehäusehälfte der
Schwenkkolbenmaschine in Alleinstellung;
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15a) bis d) verschiedene perspektivische
Ansichten bzw. Schnitte eines Kolbens der Schwenkkolbenmaschine
einschließlich
Lauforgan in Alleinstellung;
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16 einen
Längsschnitt
durch eine Schwenkkolbenmaschine gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel;
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17 einen
Längsschnitt
durch die Schwenkkolbenmaschine in 17 in
einem Schnitt entlang einer Ebene, die bezüglich der Schnittebene in 16 um
90° gedreht
ist;
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18 eine
perspektivische Gesamtansicht einer Schwenkkolbenmaschine gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel;
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19 einen
Längsschnitt
durch die Schwenkkolbenmaschine in 18 entlang
einer Ebene parallel zur Drehachse und senkrecht zur Schwenkachse;
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20 eine
perspektivische Darstellung einer Hälfte der Schwenkkolbenmaschine
in 18;
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21 eine
perspektivische Darstellung der Anordnung aus Kolbenkäfig und
Kolben der Schwenkkolbenmaschine in 18 in
Alleinstellung und perspektivisch; und
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22 ein
Diagramm, das die einzelnen Arbeitstakte der Schwenkkolbenmaschine
in 18 veranschaulicht.
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In 1 bis 10 sowie 11 und 12 ist
eine mit dem allgemeinen Bezugszeichen 10 versehene Schwenkkolbenmaschine
in verschiedenen Darstellungen gezeigt. Weitere Einzelheiten der
Schwenkkolbenmaschine 10 sind in 13 bis 15 dargestellt.
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Die
Schwenkkolbenmaschine 10 ist in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
als Brennkraftmaschine ausgelegt.
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Die
Schwenkkolbenmaschine 10 weist ein Gehäuse 12 auf, das aus
zwei Gehäusehälften 14 und 16 zusammengesetzt
ist. Die Gehäusehälften 14 und 16 weisen
jeweils einen Flansch 18a bzw. 18b auf, über den
die Gehäusehälften 14 und 16 lösbar miteinander
verbunden sind.
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Am
Gehäuse 12 sind
bezüglich
dem Gehäusemittelpunkt
diametral gegenüberliegend
Einlassstutzen 20 und 24 für Frischluft/Brennstoff angeordnet,
deren Öffnungen
durch das Gehäuse
hindurchgehen (vgl. 9). Ebenso sind Auslassstutzen 22 und 26 vorgesehen.
Die Einlassstutzen 20 und 24 dienen dazu, Frischluft
bzw. Verbrennungsluft zuzuführen,
während
die Auslassstutzen 22 und 26 zum Ausstoßen von
verbranntem Brennstoff-Luftgemisch dienen.
Den Einlassstutzen 20 und 24 ist jeweils ein Anschluss
für eine
Brennstoff-Einspritzdüse
zugeordnet, wie für
den Einlassstutzen 24 mit einem Anschluss 25 dargestellt
ist (vgl. auch 9). In 2 ist ein
entsprechender Anschluss 21 für den Einlassstutzen 20 dargestellt.
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Des
Weiteren sind am Gehäuse
eine Mehrzahl an Anschlüssen 28 bis 38 für die Zufuhr
und Abfuhr bzw. Zirkulation eines Kühl/Schmiermediums durch das
Innere der Schwenkkolbenmaschine 10 angeordnet.
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Bei
dem Ausführungsbeispiel
der Schwenkkolbenmaschine 10 ist eine Gehäuseinnenwand 39 im
Wesentlichen kugelförmig
ausgebildet bzw. besitzt Kugelsymmetrie, wie beispielsweise aus 3 hervorgeht.
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Im
Innern des Gehäuses 12 sind
vier Kolben 40 bis 46 angeordnet, die in dem Gehäuse 12 gemeinsam
um eine Drehachse 48 gemäß einem Pfeil 49 (3)
umlaufen können.
Bei dieser Umlaufbewegung führen
die Kolben 40 bis 46 eine der Umlaufbewegung überlagerte
Schwenkbewegung um eine allen vier Kolben 40 bis 46 gemeinsame
Schwenkachse 50 zwischen zwei Endstellungen aus, wobei die
eine Endstellung in 3 (sog. UT-Stellung), und die
andere Endstellung in 6 (sog. OT-Stellung) dargestellt
ist.
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Sowohl
die Drehachse 48 als auch die Schwenkachse 50,
die als geometrische Achsen zu verstehen sind, gehen durch den Gehäusemittelpunkt
des kugelförmigen
Gehäuses 12 hindurch.
Des Weiteren steht die Schwenkachse 50 stets senkrecht auf
der Drehachse 48, läuft
um Letztere jedoch entsprechend der Umlaufbewegung der Kolben 40 bis 46 ebenfalls
um die Drehachse 48 um.
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Von
den Kolben 40 bis 46 stehen sich jeweils zwei
Kolben bezüglich
der Schwenkachse 50 diametral gegenüber, und zwar in jeder Schwenkstellung der
Kolben 40 bis 46, wobei dies die Kolben 40 und 44 einerseits
und die Kolben 42 und 46 andererseits sind. Die
Kolben 40 bis 46 sind jedoch in dem Gehäuse 12 einzeln
gelagert, d.h. nicht paarweise miteinander starr verbunden.
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Jeder
der Kolben 40 bis 46 weist eine Endfläche auf,
d.h. der Kolben weist eine Endfläche 52,
der Kolben 42 eine Endfläche 54, der Kolben 44 eine Endfläche 56 und
der Kolben 46 eine Endfläche 58 auf.
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Jeweils
einander zugewandte Endflächen, das
sind im vorliegenden Fall die Endflächen 54 und 56 der
Kolben 42 und 44 sowie die Endflächen 52 und 58 der
Kolben 40 und 46, begrenzen jeweils eine Arbeitskammer 60 und 62,
die als Brennkammern dienen. Die Drehachse 48 geht durch
beide Arbeitskammern 60, 62 hindurch, und zwar
vorzugsweise in jeder Stellung der Kolben mittig.
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Da
jeweils benachbarte der Kolben 40 bis 46 beim
Umlaufen um die Drehachse 48 zueinander gegensinnige Schwenkbewegungen
ausführen,
vergrößern und
verkleinern sich die Arbeitskammern 60 und 62 stets
gleichsinnig zueinander.
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Beispielsweise
von dem in 3 gezeigten Zustand maximalen
Volumens der Arbeitskammern 60 und 62 ausgehend
verschwenken die Kolben 40 und 46 aufeinander
zu (5), ebenso die Kolben 42 und 44.
Dabei verringern sich die Volumina der Arbeitskammern 60 und 62,
bis zu dem in 6 dargestellten Endzustand,
in dem die Arbeitskammern 60 und 62 ihr minimales
Volumen einnehmen.
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Es
versteht sich, dass die Kolben 40 und 46 beim
Verschwenken um die Schwenkachse 50 stets links von der
Linie VIII-VIII in 3 bleiben, und die Kolben 42 und 44 stets
rechts davon.
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Um
die Schwenkbewegungen der Kolben 40 bis 46 um
die Schwenkachse 50 aus der Umlaufbewegung der Kolben 40 bis 46 um
die Drehachse 48 abzuleiten, weist jeder Kolben 40 bis 46 ein
Lauf organ 64 (Kolben 40), 66 (Kolben 42), 68 (Kolben 44) und 70 (Kolben 46)
auf. Die Lauforgane 64 bis 70 sind Kugeln, die
jeweils in einer Kugelpfanne 72, wie in 15 für den Kolben 40 dargestellt
ist, gelagert sind, wobei die Kugelpfanne auf einer Außenseite des
jeweiligen Kolbens 40 bis 46 angeordnet ist, die der
Gehäuseinnenwand 39 zugewandt
ist.
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Die
Kugeln 64 bis 70 können, wie in 3 dargestellt
ist, lose in den Kugelpfannen 72 gelagert und dort durch
Adhäsion
mittels eines Schmierfilms gehalten sein, wobei sich die Kugelpfannen 72 dann nicht über den
Durchmesser der Kugeln 64 bis 70 hinaus erstrecken,
oder die Kugelpfannen können,
wie in 15a) und b) dargestellt ist,
durch eine sich über
den Kugeldurchmesser hinaus erstreckenden Fortsatz 74 die
Kugeln 64 bis 70 formschlüssig und somit unverlierbar
halten.
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Auf
jeden Fall sind die Kugeln 64 bis 70 in den Kugelpfannen 72 in
allen Richtungen um ihren jeweiligen Kugelmittelpunkt frei drehbar.
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Den
Lauforganen bzw. Kugeln 64 bis 70 sind zwei Steuerkurven
zugeordnet, in denen die Kugeln 64 bis 70 laufen.
Genauer gesagt ist den Kugeln 64 und 70 der Kolben 40 und 46 eine
erste Steuerkurve 76 zugeordnet, die als Nut mit teilkreisförmigem Querschnitt
in der Gehäuseinnenwand 39 ausgebildet
ist. Eine entsprechende Steuerkurve 78 ist den Lauforganen
bzw. Kugeln 66 und 68 der Kolben 42 und 44 zugeordnet.
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Die
Kugeln 64 und 70 laufen somit in derselben Steuerkurve 76,
und die Kugeln 66 und 68 in derselben Steuerkurve 78.
Die Kugeln 64 und 70 einerseits und die Kugeln 66 und 68 andererseits sind
dabei jeweils untereinander bezüglich
der Drehachse 48 um 180° versetzt.
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Die
Steuerkurven 76 und 78 sind mit bezüglich der
Drehachse 48 zumindest näherungsweise maximalem Abstand
angeordnet, wie aus 3 hervorgeht, d.h. sie befinden
sich nahezu auf Höhe
der Schwenkachse 50. Die Steuerkurven 76 und 78 verlaufen
insgesamt im Wesentlichen orthogonal zur Drehachse 48.
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In 14,
die die Gehäusehälfte 14 in
Alleinstellung zeigt, sind die Steuerkurven 76 und 78 im Einzelnen
perspektivisch zu sehen.
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Die
Kolben 40 bis 46 sind in dem Gehäuse 12 in
einem um die Drehachse 48 gemeinsam mit den Kolben 40 bis 46 umlaufenden
Kolbenkäfig 80 gelagert,
der nachfolgend mit weiteren Einzelheiten der Kolben 40 bis 46 näher beschrieben
wird. In 11 bis 13 ist
der Kolbenkäfig 80 in
nicht geschnittenen Ansichten dargestellt.
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Der
Kolbenkäfig 80 ist
in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
und bevorzugt ein einstückiges Bauteil,
wobei anstelle einer einstückigen
Bauweise jedoch auch eine mehrstückige
Bauweise denkbar ist.
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Der
Kolbenkäfig 80 erstreckt
sich entlang der Drehachse 48 über die gesamte Länge des
Gehäuses 12,
wobei Wellenfortsätze 86 und 88 des
Kolbenkäfigs 80 aus
dem Gehäuse
herausragen.
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Der
Kolbenkäfig 80 weist
jeweils einen sich an die Wellenfortsätze 86 und 88 anschließenden Hauptlagerabschnitt 82 bzw. 84 auf, über die
der Kolbenkäfig 80 in
dem Gehäuse 12 drehbar
um die Drehachse 48 gelagert ist. Die Lagerabschnitte 82 und 84 sind
gehäusemittig über einen
Mittelabschnitt 90 verbunden, der einen sich entlang der
Schwenkachse 50 erstreckenden zapfenartigen Abschnitt 92 aufweist,
an dem die Kolben 40 bis 46 zum Gehäusemittelpunkt
bzw. zur Schwenkachse 50 hin gelagert sind.
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Gemäß 10 weist
der Kolbenkäfig 80 zwei
Bohrungen 94 und 96 auf, in denen die Kolben 40 bis 46 gleitend
gelagert sind. Genauer gesagt sind in der Bohrung 94 die
Kolben 40 und 46 und in der Bohrung 96 die
Kolben 42 und 44 gleitend gelagert. Die Bohrungen 94 und 96 sind
kreisförmig
ausgebildet, und entsprechend sind die Endflächen 52 bis 58 der
Kolben 40 bis 46 ebenfalls kreisförmig ausgebildet.
Die Kolben 40 bis 46 sind in den Bohrungen 94 bzw. 96 mittels
Kolbenringen zur Abdichtung der Arbeitskammern 60 und 62 gelagert,
wie in 3 für den
Kolben 40 mit Dichtungen 98 (außen) und 100 (innen)
dargestellt ist. Die Kolben 42 bis 46 weisen gemäß 3 entsprechende
Dichtungen auf ihrer radialen Außenseite und ihrer radialen
Innenseite auf.
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Die
Bohrungen 94 und 96 begrenzen zusammen mit den
Endflächen 52 bis 58 die
Arbeitskammern 60 und 62.
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In
den Bohrungen 94 und 96 des Kolbenkäfigs 80 sind
die Kolben 40 bis 46 drehfest mit dem Kolbenkäfig 80 verbunden,
so dass die Kolben 40 bis 46 gemeinsam mit dem
Kolbenkäfig 80 um
die Drehachse 48 umlaufen, während die Kolben 40 bis 46 entsprechend
ihrer Schwenkbewegungen um die Schwenkachse 50 in den Bohrungen 94 und 96 gleitend
beweglich sind, um die einzelnen Arbeitstakte des Einlassens, Verdichtens,
Expandierens und Ausstoßens
auszuführen.
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Die
Kolben 40 bis 46 sind im Wesentlichen, wie in 15 dargestellt
ist, bogenförmig
ausgebildet, und auch die Arbeitskammern 60 und 62 weisen etwa
die Form eines gekrümmten
oder gebogenen Zylinders auf, wobei die Krümmung konzentrisch zur Schwenkachse 50 ist.
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Die
Anordnung aus Kolbenkäfig 80,
dem Kolben 40 bis 46 nebst den Lauforganen 64 bis 70 bildet den "Innenmotor" der Schwenkkolbenmaschine 10, d.h.
diese Anordnung umfasst alle beweglichen Teile der Schwenkkolbenmaschine 10.
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In
den Lagerabschnitten 82 und 84 des Kolbenkäfigs 80 sind,
wie beispielsweise in 4 und 9 dargestellt
ist, eine Mehrzahl an Kanälen 102 bzw. 104 vorhanden,
die sich umfänglich
und durch das Innere der Lagerabschnitte 82 und 84 des
Kolbenkäfigs 80 erstrecken,
und die mit den bereits oben erwähnten
Anschlüssen 28, 30 bzw. 36, 38 kommunizieren,
so dass durch die Kanäle 102, 104 ein Kühl-/Schmiermedium
zum Kühlen
und Schmieren des Kolbenkäfigs 80 hindurchgeleitet
werden kann. Die Kanäle 102 und 104 dienen
vor allem zur Kühlung
des Innenmotors in Nähe
der Arbeitskammern 60, 62.
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Gemäß 4 sind
in dem Gehäuse 12 ebenfalls
Kühl-/Schmiermediumkanäle 106 und 108 ausgebildet,
wobei in dem Kolbenkäfig 80 in
Richtung der Schwenkachse 50 eine Bohrung 110 durch
dessen Mittelabschnitt 90 hindurchgeht, der ebenfalls als Kühl/Schmiermediumkanal
dient. Bei der Rotation des Kolbenkäfigs 80 um die Drehachse 48 wird
das in der Bohrung 110 befindliche Kühl-/Schmiermedium auf Grund
von Zentrifugalkräften
in Richtung Gehäuseinnenwand 39 geschleudert.
Auf diese Weise wird eine Kühlung
bzw. Schmierung der Kolben 40 bis 46 und der Lauforgane 64 bis 70 im
Zentrum des Innenmotors bewerkstelligt. An den Lauforganen 64 bis 70 dient
der sich dabei bildende Schmierfilm auch dazu, die Lauforgane 64 bis 70 in
den Kugelpfannen 72 der Kolben 40 bis 46 durch
Adhäsion
zu halten, sofern nicht wie in 15 dargestellt
ist, dies durch einen Formschluss bewerkstelligt wird.
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Die
Bohrung 110 erweitert sich an ihren beiden Enden trompetenartig,
um die Verteilung des Kühl-/Schmiermediums
im Zentrum des Gehäuses 12 noch
zu verbessern.
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Gemäß 9 und 10 sind
in dem Kolbenkäfig 80 noch
zwei weitere Bohrungen oder Kanäle 114 und 116 vorgesehen,
die einerseits in den Bohrungen 94 bzw. 96 münden, und
andererseits zur Gehäuseinnenwand 39,
und zwar auf Höhe
der Einlass- bzw. Auslassstutzen 20 und 22 bzw. 24 und 26 münden. Die
Kanäle 114 und 116 dienen
dazu, in einer Drehstellung des Kolbenkäfigs 80 um die Drehachse 48 durch
die Einlassstutzen 20 bzw. 24 ein Brennstoff-Luftgemisch
in die Arbeitskammern 60, 62 einzulassen, und
in einer davon unterschiedlichen Drehstellung verbranntes Brennstoff-Luftgemisch durch
die Auslassstutzen 22 und 26 auszustoßen. In den übrigen Drehstellungen
verschließt
der Kolbenkäfig 80 diese
Stutzen. Der Kolbenkäfig 80 übernimmt
somit gleichzeitig die Funktion eines Ventils zum Freigeben und
Verschließen
der Anschlussstutzen 20 bis 26.
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Wie
weiterhin aus 10 hervorgeht, ist in dem Kolbenkäfig 80 für jede Arbeitskammer 60 und 62 jeweils
eine Zündkerze 118 und 120 vorgesehen, die
auf der Drehachse 48 angeordnet sind und sich zusammen
mit dem Kolbenkäfig 80 um
diese drehen. Elektrische Zuleitungen (nicht dargestellt) sind entsprechend über beispielsweise
Schleifringe mit den Zündkerzen 118 und 120 verbunden.
Im Fall der Verwendung der Schwenkkolbenmaschine 10 als
Dieselmotor handelt es sich bei den Kerzen 118 und 120 entsprechend
um Glühkerzen.
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Die
um 180° bezüglich der
Drehachse 48 versetzte Anordnung der Anschlussstutzen 20 und 22 gegenüber den
Anschlussstutzen 24 und 26 dient dazu, dass zumindest
in einer der Arbeitskammern 60 und 62 beim Umlaufen
der Kolben 40 bis 46 um die Drehachse 48 um
360° stets
ein Expansionsvorgang erfolgt. Wenn also in der Arbeitskammer 60 gerade
ein Arbeitstakt des Expandierens stattfindet, findet in der Arbeitskammer 62 ein
Arbeitstakt des Ausstoßens
verbrannten Brennstoff-Luftgemisches auf, und umgekehrt.
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Nachfolgend
wird die Funktionsweise der Schwenkkolbenmaschine 10 beschrieben.
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Ausgehend
von der Betriebsstellung der Kolben 40 bis 46 gemäß 3 und 4 befinden
sich dort die Kolben 40 bis 46 in ihrer sog. UT-(Unterer Totpunkt)-Stellung.
Nach einer 45°-Drehung
um die Drehachse 48 haben sich die Kolben 40 und 46 bzw. 42 und 44 um
die Hälfte
aufeinander zu bewegt, wie in 5 dargestellt
ist. Die Arbeitskammern 60 und 62 haben sich dabei
etwa um die Hälfte
ihres Volumens verkleinert. Die Schwenkbewegung der Kolben 40 bis 46 wurde
dabei durch die Führung
der Lauforgane 64 bis 70 in den Steuerkurven 76 und 78 vermittelt.
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Nach
einer weiteren Drehung um 45° um
die Drehachse 48 nehmen dann die Kolben 40 bis 46 die in 6 und 7 dargestellte
OT-(Oberer Totpunkt)-Stellung
ein, in der die Volumina der Arbeitskammern 60 und 62 minimal
sind. Nach einer weiteren Drehung um 45° um die Drehachse 48 in
fortgesetzter Richtung nehmen dann die Kolben 40 bis 46 wieder
die Stellung in 5 und nach einer weiteren Drehung
um 45° die
Stellung gemäß 3 ein.
Nach einer Drehung um 180° um
die Drehachse 48 sind die Arbeitskammern 60 und 62 wieder
maximal.
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Nach
einer vollen Drehung um 360° haben somit
in jeder der Arbeitskammern 60 und 62 einmal die
vier Arbeitstakte des Einlassens, Verdichtens, Expandierens und
Ausstoßens
stattgefunden.
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In 10A ist eine geringfügig abgewandelte Ausgestaltung
einer Schwenkkolbenmaschine 10' dargestellt, die sich von der
Schwenkkolbenmaschine 10 lediglich dadurch unterscheidet,
dass die Bohrungen 94' und 96' im Kolbenkäfig 80' und entsprechend
die Endflächen 52' und 54' (Gleiches gilt
für die
nicht dargestellten Endflächen 56' und 58') nicht kreisförmig, sondern
wie in 10A beispielsweise dargestellt,
oval oder ellipsenförmig
sind. Hierdurch können
die Arbeitskammern 60' und 62' gegenüber der
kreisförmigen
Ausgestaltung vergrößert werden.
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In 16 und 17 ist
noch ein weiteres Ausführungsbeispiel
einer Schwenkkolbenmaschine 10'' dargestellt,
das sich von der Schwenkkolbenmaschine 10 bzw. Schwenkkolbenmaschine 10' wie folgt unterscheidet.
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Während das
Gehäuse 12 der
Schwenkkolbenmaschine 10 und der Schwenkkolbenmaschine 10' Kugelsymmetrie
besitzt, ist das Gehäuse 12'' der Schwenkkolbenmaschine 10'' oblong ausgebildet. Genauer gesagt
besteht das Gehäuse 12'' aus zwei Halbkugeln 13'' und 15'',
zwischen die ein sich in Richtung der Drehachse 48'' erstreckender länglicher Abschnitt 17'' eingefügt ist. Auf diese Weise wird
das Gehäuse 12'' in Richtung der Drehachse 48'' gegenüber der Ausführung des
Gehäuses 12 länger, was folgende
Maßnahmen
ermöglicht.
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So
ist am Mittelabschnitt 90'' des Kolbenkäfigs 80'', der gemäß 17 im
Querschnitt ebenfalls oblong ausgebildet ist, innenseitig einen
Hohlzapfen 122 angeordnet, der in seiner Wand eine Öffnung 124 aufweist.
Der Mittelabschnitt 90'' weist auf der Drehachse 48'' zwei Öffnungen 126 und 128 auf,
mit der die Öffnung 124 des
Hohlzapfens 122 je nach dessen Drehstellung kommuniziert,
wobei die Öffnung 124 jeweils
nur mit einer der Öffnungen 126 und 128 kommunizieren
kann. Der Hohlzapfen 124 ist in dem Mittelabschnitt 90'' drehbar um die Schwenkachse 50'' gelagert. Die Drehbewegung des Hohlzapfens 122 um
die Schwenkachse 50'' wird aus der
Umlaufbewegung des Kolbenkäfigs 80'' um die Drehachse 48'' abgeleitet. Hierzu weist der Mittelabschnitt 90'' an einem Ende ein Getriebe 130 auf,
das eine mit dem Hohlzapfen 122 fest verbundene Schneckenverzahnung 132 aufweist.
Die Schneckenverzahnung oder Schneckenrad 132 kämmt mit einer
konzentrisch um die Drehachse 48 angeordneten Zahnung 134,
so dass beim Umlaufen des Mittelabschnitts 90'' einschließlich des Hohlzapfens 122 um
die Drehachse 48 die Schneckenverzahnung 132 und
damit der Hohlzapfen 122 in Drehung um die Schwenkachse 50'' versetzt wird.
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Im
Gehäuse
ist ferner ein Einlass 136 für Frischluft vorgesehen, die
durch eine beispielsweise übliche
Ventilvorrichtung 138 geschlossen und geöffnet werden
kann. Durch den Einlass 136 kann nun Frischluft, insbesondere
vorkomprimierte Frischluft, in das Innere des Hohlzapfens 122 eingeleitet
werden, und je nach Drehstellung des Hohlzapfens 122 relativ
zu den Öffnungen 126, 128 wird
dann die Frischluft in die Arbeitskammern 60'' oder 62'' eingeleitet, und zwar zusätzlich zu
der Zufuhr von Brennstoff-Luftgemisch durch die Anschlussstutzen 20'' und 24''.
Auf diese Weise ist die Schwenkkolbenmaschine 10'' ein Motor mit sog. Aufladung.
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Die
Schneckenverzahnung 132 und die Zahnung 134 sind
entsprechend so auszulegen, dass die Drehbewegung des Hohlzapfens 122 um
die Schwenkachse 50'' mit den Kolbenstellungen
der Kolben 40'' bis 46'' in geeigneter Weise synchronisiert
ist. Das heißt,
die Frischluftzufuhr durch den Hohlzapfen 122 in die Arbeitskammer 60'' bzw. in die Arbeitskammer 62'' sollte vorzugsweise dann erfolgen
bzw. die Öffnung 124 sollte
mit der jeweiligen Öffnung 126 und 128 dann
kommunizieren, wenn das Zünden
des durch die Einlassstutzen 20'' und 24'' eingelassener Brennstoff-Luftgemisch
gerade vor seiner Zündung
steht. Eine 360°-Drehung
des Hohlzapfens um die Drehachse 48'' sollte
eine 360°-Drehung
desselben um die Schwenkachse 50 hervorrufen.
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Im Übrigen entspricht
die Schwenkkolbenmaschine 10'' den Ausgestaltungen
der Schwenkkolbenmaschine 10 oder 10', so dass auf
die dortige Beschreibung verwiesen wird.
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In 18 bis 21 sind
ein weiteres Ausführungsbeispiel
einer Schwenkkolbenmaschine 210 sowie deren Einzelheiten
darge stellt. In den 18 bis 21 wurden
solche Teile, die mit den Teilen der Schwenkkolbenmaschine 10, 10' und/oder 10'' gleich oder vergleichbar sind,
mit den gleichen Bezugszeichen, jedoch um 200 erhöht verwendet.
So weist bspw. die Schwenkkolbenmaschine 210 ein Gehäuse 212 auf.
Nachfolgend werden nur solche Aspekte der Schwenkkolbenmaschine 210 beschrieben,
die sich von den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen unterscheiden.
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Die
Schwenkkolbenmaschine 210 weist in dem Gehäuse 212 vier
Kolben 240 bis 246 auf, wobei die Kolben 240 und 246 als
erstes Kolbenpaar und die Kolben 242 und 244 als
zweites Kolbenpaar bezüglich
der Drehachse 248 so angeordnet sind, dass die Schwenkbewegungen
der Kolben 240 und 246 in einer ersten Ebene und
die Schwenkbewegungen der Kolben 242 und 244 in
einer zweiten Ebene erfolgen, wobei die erste und die zweite Ebene
bezüglich der
Drehachse 248 relativ zueinander um einen Winkel ungleich
0°, und
im vorliegenden Ausführungsbeispiel
um 90° zueinander
verdreht sind.
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Dies
bedeutet, dass die Schwenkachse der Kolben 240 und 246 senkrecht
zur Schwenkachse der Kolben 242 und 244 verläuft. In 19 ist
eine Schwenkachse 250 der Kolben 242 und 244 eingezeichnet,
die senkrecht zur Zeichenebene der 19 verläuft, während eine
Schwenkachse 251 der Kolben 240 und 246 senkrecht
zur Schwenkachse 250 und somit in der Zeichenebene in 19 verläuft.
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Die
um 90° bezüglich der
Drehachse 248 versetzte Anordnung der Kolbenpaare 240, 246 und 242, 244 wird
auch aus 21 deutlich, in der ein Kolbenkäfig 280 der
Schwenkkolbenmaschine 210 mit den Kolben 240 bis 246 und
diesen zugeordneten Lauforganen 264, 266, 268, 270 in
Form von Kugeln in Alleinstellung dargestellt sind. Die in 21 dargestellten
Teile der Schwenkkolbenmaschine 210 bilden zusammen wiederum
den Innenmotor der Schwenkkolbenmaschine 210.
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Der
Kolbenkäfig 280 unterscheidet
sich entsprechend von dem Kolbenkäfig 80 der Schwenkkolbenmaschine 10 dadurch,
dass die die Arbeitskammern 260 und 262 definierenden
Bohrungen 294 und 296 orthogonal zueinander verlaufen.
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Durch
die orthogonal zueinander liegende Anordnung der Arbeitskammern 260 und 262 aufgrund
der entsprechend orthogonal zueinander verlaufenden Anordnung der
Paare von Kolben 240, 246 einerseits und 242, 244 andererseits
ist der maximale Öffnungswinkel
der jeweiligen Paare von Kolben 240, 246 bzw. 242, 244 und
damit das maximale Volumen der Arbeitskammern 260, 262 gegenüber der Schwenkkolbenmaschine 10 in 1 vergrößert.
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Dies
ergibt bspw. ein Vergleich der 19 und 3. 3 zeigt
die Kolben 40 bis 46, wie bereits oben beschrieben,
in ihrem maximalen Öffnungswinkel
bzw. in ihrer UT-Stellung, in der die Arbeitskammern 60 und 62 ihr
maximales Volumen einnehmen.
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19 zeigt
entsprechend die Kolben 240 bis 246 in ihrem maximalen Öffnungswinkel
bezüglich
den Schwenkachsen 250 und 251, d.h. ebenfalls in
ihrer UT-Stellung.
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Während bei
der Schwenkkolbenmaschine 10 alle vier Kolben 40 bis 46 um
die gemeinsame Schwenkachse 50 verschwenkbar sind oder
mit anderen Worten die Schwenkbewegungen der Kolben 40 bis 46 in
derselben Ebene verlaufen und somit die Arbeitskammern 60 und 62 in
einer selben Ebene angeordnet sind, bedeutet dies, dass sich die
Lauforgane 64 und 66 einerseits und 68 und 70 andererseits bei
dieser Anordnung etwa auf der Orthogonalen zur Drehachse 48 sehr
nahe kommen, wodurch die zugehörigen
Steuerkurven 76 und 78 so ausgebildet sein müssen, dass
in der UT-Stellung
die Lauforgane 64 und 66 einerseits und 68 und 70 andererseits
nicht miteinander kollidieren.
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Durch
die um 90° versetzte
Anordnung der Kolbenpaare 240, 246 einerseits
und 242, 244 andererseits gemäß der Schwenkkolbenmaschine 210 besteht
dieses Problem nicht, da auch die Lauforgane 264, 266 und 268, 270 um
90° zueinander
versetzt in ihren Steuerkurven 276 bzw. 278 laufen.
Dadurch können
die Steuerkurven 276, 278 noch näher an die Orthogonale
(Linie A in 19) heranreichend ausgebildet
werden bzw. über
diese hinausreichen, wodurch der maximale Öffnungswinkel der Kolbenpaare 240, 246 bzw. 242, 244 gegenüber der
Schwenkkolbenmaschine 10 vergrößert werden kann, in dem gezeigte
Ausführungsbeispiel
um ca. 10°.
Damit ist aber auch das maximale Volumen der Arbeitskammern 260, 262 der
Schwenkkolbenmaschine 210 vergrößert, wodurch sich ein noch
höheres
Verdichtungsverhältnis
bei der Schwenkkolbenmaschine 210 gegenüber der Schwenkkolbenmaschine 10 erreichen lässt.
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Wie
bei der Schwenkkolbenmaschine 10 vergrößern und verkleinern sich die
Arbeitskammern 260, 262 der Schwenkkolbenmaschine 210 gleichsinnig.
Bspw. wenn die Arbeitskammer 260 im Zuge eines Arbeitstaktes
expandiert, expandiert die Arbeitskammer 262, um neues
Frischgas anzusaugen. Die beiden Vorgänge erfolgen somit zeitlich
gleichzeitig, jedoch räumlich
um 90° zueinander
versetzt. Es kommt dadurch somit immer und erwünschtermaßen zur Öffnung und Schließung beider
Arbeitskammern 260, 262 zur gleichen Zeit.
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Gemäß 18 sind
bei der Schwenkkolbenmaschine 210 des Weiteren Einlassstutzen 220 und 224 nicht
wie bei der Schwenkkolbenmaschine 10 bezüglich der
Drehachse 248 diametral gegenüberliegend angeordnet, sondern
um 90° zueinander
versetzt. Entsprechendes gilt für
Auslassstutzen 222, von denen in 18 nur
der der Arbeitskammer 260 zugeordnete Auslassstutzen 222 zu
sehen ist.
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In 22 ist
ein Diagramm dargestellt, das die Funktion der Schwenkkolbenmaschine 210 hinsichtlich
der Arbeitstakte des Expandierens, Ausstoßens, Ansaugens und Verdichtens
in den beiden Arbeitskammern 260 und 262 veranschaulicht.
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In
den Diagrammen sind die Steuerkurven 276 und 278 abgewickelt
dargestellt, wobei sich aus dieser Darstellung ergibt, dass die
beiden Steuerkurven 276 und 278 nunmehr schlangenförmig parallel zueinander
verlaufen, während
die Steuerkurven 76 und 78 der Schwenkkolbenmaschine 10 spiegelsymmetrisch
bezüglich
einer Mittelebene durch den Gehäusemittelpunkt
des Gehäuses 12 senkrecht
zur Drehachse 48 spiegelsymmetrisch ausgebildet bzw. angeordnet
sind.
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In 22 ist
ferner symbolisch ein Rechteck für
das jeweilige Kolbenpaar 240, 246 (Arbeitskammer 260)
und die zugehörigen
Lauforgane 264, 270 in Form eines Teilkreises
dargestellt, wobei die Lauforgane 264, 270 entlang
der Steuerkurve 276 lau fen. Entsprechendes ist für das zweite
Kolbenpaar 242, 244 und deren Lauforgane 264, 270 in
Bezug auf die Steuerkurve 278 und die Arbeitskammer 262 dargestellt.