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DE102005013911A1 - Stellantrieb zur Betätigung eines Kraftstoffeinspritzventils - Google Patents

Stellantrieb zur Betätigung eines Kraftstoffeinspritzventils Download PDF

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DE102005013911A1
DE102005013911A1 DE102005013911A DE102005013911A DE102005013911A1 DE 102005013911 A1 DE102005013911 A1 DE 102005013911A1 DE 102005013911 A DE102005013911 A DE 102005013911A DE 102005013911 A DE102005013911 A DE 102005013911A DE 102005013911 A1 DE102005013911 A1 DE 102005013911A1
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Michael Denzler
Stefan Kohn
Yavuz Kurt
Klaus Plecher
Emanuel Sanftleben
Marcus Unruh
Claus Zumstrull
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Continental Automotive GmbH
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Siemens Corp
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Abstract

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, bei einem piezobetätigten Stellantrieb (10) zur Betätigung eines Kraftstoffeinspritzventils eine einfache, möglichst universell einsetzbare, schützende Abdeckung für Komponenten (14, 16) einer Kontaktierungs- und/oder Abdichtungsanordnung des Stellantriebs zu schaffen. Bei dem erfindungsgemäßen Stellantrieb (10) ist hierfür vorgesehen, dass die Abdichtungsanordnung flüssigkeitsabdichtend, jedoch gaspermeabel ausgebildet ist und außenseitig in einen Hohlraum mündet, der von einem mittels einer Rastverbindung (30, 32) am Stellantrieb gehaltenen Deckel (28) überdeckt ist.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Stellantrieb nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie einen damit gebildeten Kraftstoffinjektor.
  • Ein derartiger Stellantrieb ist beispielsweise aus der DE 102 51 225 A1 bekannt. Bei diesem Stand der Technik wird zur Schaffung einer dauerhaften, insbesonderen öldichten Abdichtung zwischen einem Piezoaktor und einer Außenkontaktierung vorgeschlagen, einen kraftstoffbeständigen Dichtring (O-Ring) in Durchtrittsöffnungen einer auf den Piezoaktor aufgesetzten Kopfplatte einzusetzen. In jeder Durchtrittsöffnung ist außerdem unterhalb des Dichtrings eine Hülse aus Isolationsmaterial eingesetzt, die eine Zentrierung und elektrische Isolation des Kontaktstifts bewirkt.
  • Eine weitere Kontaktierungsanordnung zur elektrischen Weiterverbindung von Kontaktstiften eines Piezoaktors mit seitlich abstehenden Anschlussstiften einer Außenanschlusseinrichtung ist beispielsweise aus der DE 198 44 743 C1 bekannt. Diese Veröffentlichung beschreibt einen Kontaktzungenträger mit Durchtrittsöffnungen für die Kontaktstifte und mit Schweißlaschen, die angrenzend an die Durchtrittsöffnungen so angeordnet sind, dass sie mit den hindurchgetretenen Kontaktstiften verschweißt werden können. Die Schweißlaschen des Kontaktzungenträgers sind hierbei elektrisch mit seitlich abstehenden Kontaktzungen verbunden, welche somit zum Außenanschluss des fertigen Kraftstoffinjektors genutzt werden können. Nach der Verschweißung der Kontaktstifte mit den Schweißlaschen ist bei diesem Stand der Technik der Fertigungsschritt einer Kunststoffumspritzung an der Oberseite des Kontaktzungenträgers vorgesehen.
  • Die bekannte Umspritzung einer Kontaktierungs- und/oder Abdichtungsanordnung an einem Stellantrieb ist vergleichsweise einfach durchzuführen und schützt vorteilhaft die darunter befindlichen Stellantriebskomponenten.
  • Nachteilig ist bei der bekannten Abdeckung mittels Umspritzung jedoch, dass die von dem angespritzten Kunststoffmaterial überdeckten Stellantriebskomponenten dann oftmals in besonderer Weise (mit erhöhtem Aufwand) auszubilden sind. So ist beispielsweise bei dem Kontaktzungenträger gemäß der oben bereits erwähnten DE 198 44 743 C1 eine besondere Abdichtung der Durchtrittsöffnungen des Kontaktzungenträgers gegen eindringenden Kunststoff bei der Umspritzung vorgesehen.
  • Unabhängig davon hat es sich insbesondere für Stellantriebe mit einem Piezoaktor herausgestellt, dass die Lebensdauer des Aktors durch Dichtelemente zur Abdichtung des Aktorraums und eine finale Kunststoffumspritzung der Kontaktierungs- und/oder Abdichtungsanordnung und somit die mehr oder weniger hermetische Abdichtung des Aktors tendenziell negativ beeinflusst wird.
  • Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, bei einem Stellantrieb zur Betätigung eines Kraftstoffeinspritzventils eine möglichst universell einsetzbare, schützende Abdeckung für Komponenten einer Kontaktierungs- und/oder Abdichtungsanordnung zu schaffen.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Stellantrieb ist vorgesehen, dass die Abdichtungsanordnung gaspermeabel ausgebildet ist und au ßenseitig in einen Hohlraum mündet, der von einem mittels einer Rastverbindung am Stellantrieb gehaltenen Deckel überdeckt ist.
  • Bei internen betrieblichen Versuchen der Anmelderin hat sich überraschender Weise herausgestellt, dass die Anordnung eines piezokeramischen Bauteils wie des hier interessierenden Piezoaktors in einem "möglichst hermetisch" abgedichteten Aktorgehäuse in einer schädliche Medien aufweisenden Installationsumgebung die Lebensdauer des Bauteils in der Praxis nicht verlängert sondern tendenziell sogar verkürzt.
  • Demgegenüber führt die erfindungsgemäß gaspermeable Gestaltung der Abdichtungsanordnung zu einer gewissen "Belüftung" des Piezoaktors und somit zu einer Verlängerung der Lebensdauer bzw. Dauerhaltbarkeit des Piezoaktors.
  • Eine mögliche Erklärung des Wirkmechanismus der Aktorbelüftung besteht darin, dass bei einem möglichst hermetisch, insbesondere möglichst gasdicht abgedichteten Aktorgehäuse unter bestimmten Betriebsbedingungen ein Unterdruck im Gehäuseinnenraum entsteht (z. B. durch Temperaturschwankungen), durch welchen schädliche Medien durch die in der Praxis nicht absolut hermetisch auszubildende Abdichtung hindurch in den Gehäuseinnenraum gelangen können. Andere mögliche Erklärungen bestehen beispielsweise darin, dass sich nach der Fertigung eines hermetisch abgeschlossenen Piezoantriebs die Konzentration irgendeines die Lebensdauer verkürzenden Gases im Innenraum des Piezoantriebs erhöht bzw. dass eine der atmosphärischen Luft ähnelnde Füllung des Gehäuseinnenraums eine positive Wirkung auf die Lebensdauer der piezoelektrischen Keramik besitzt.
  • Es hat sich jedenfalls herausgestellt, dass die Förderung eines Gasaustausches zwischen der Außenseite des Stellantriebs und der Außenseite der Abdichtungsanordnung die Lebensdauer tendenziell verlängert.
  • In dieser Hinsicht ist eine einfache finale Kunststoffumspritzung der Abdichtungsanordnung kontraproduktiv, da eine solche Abdeckung den gewünschten Gasaustausch in der Regel behindern würde. Daher ist bei der Erfindung ferner vorgesehen, dass die Abdichtungsanordnung außenseitig in einen Hohlraum mündet, der von einem Deckel überdeckt ist. Diese Gestaltung der Abdeckung wirkt sich positiv auf die Belüftung des Piezoaktors aus, wobei zur Befestigung des Deckels am Stellantrieb eine Rastverbindung vorgesehen ist, so dass die Montage des Deckels besonders einfach ist.
  • Vorteilhaft kann die Außenseite des Deckels auch für eine Beschriftung genutzt werden, wobei eine solche Beschriftung sowohl vor als auch nach dem Aufsetzen des Deckels möglich ist, z. B. mittels eines Beschriftungslasers.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Deckel Rastvorsprünge und/oder Rastaussparungen aufweist, die zur Verrastung mit korrespondierend an einer Kunststoffumspritzung vorgesehenen Rastaussparungen und/oder Rastvorsprüngen zusammenwirken. Wenn der Deckel zu seiner Verrastung im Wesentlichen in Axialrichtung des Stellantriebs aufgesetzt wird, so eignen sich insbesondere radiale Rastvorsprünge bzw. Rastaussparungen. Um hierbei die Verrastung zu vereinfachen, können diese Vorsprünge und/oder Aussparungen mit entsprechenden Schrägflächen (Anlaufschrägen) ausgebildet sein. Auch können solche radialen Vorsprünge oder Aussparungen radial federnd am Deckel bzw. am Anbindungsbereich des Stellantriebs für den Deckel vorgesehen sein.
  • Eine zur Anbindung des Deckels vorgesehene Kunststoffumspritzung kann z. B. einen stirnseitigen Mantelflächenabschnitt des hülsenförmigen Aktorgehäuses ringförmig umschließen und hierbei einen die stirnseitige Öffnung des Aktorgehäuses in Axialrichtung überragenden Bund ausbilden. An einem solchen Bund kann der Deckel anliegen und/oder verrastet werden. Dementsprechend ist in einer Ausführungsform vorgesehen, dass die korrespondierenden Rastaussparungen und/oder Rastvorsprünge der Kunststoffumspritzung an dem Bund der Kunststoffumspritzung vorgesehen sind.
  • Auch ist es von Vorteil, wenn der Deckel an seinem Umfang einen ringförmig umlaufenden, in Axialrichtung abstehenden Bund aufweist, der im montierten Zustand beispielsweise mit dem Bund der am Stellantrieb vorgesehenen Kunststoffumspritzung zusammenwirken kann, etwa durch Auflage und/oder Verrastung. Dementsprechend können Rastvorsprünge und/oder Rastaussparungen an dem Bund des Deckels vorgesehen sein.
  • In an sich bekannter Weise kann die Verbindungsvorrichtung einen auf die Kontaktstifte des Piezoaktors aufgesetzten, elektrisch isolierenden Kunststoffformkörper umfassen, der Durchtrittsöffnungen zum Durchtritt der Kontaktstifte enthält und eingeformte, jeweils einer der Durchtrittsöffnungen zugeordnete elektrisch leitende Verbindungsglieder trägt, die sich jeweils von einem an die zugeordnete Durchtrittsöffnung angrenzenden Kontaktierungsabschnitt zur Anlage an den hindurchgetretenen Kontaktstift zu einem der vom Kunststoffformkörper abstehenden Anschlussstifte erstrecken.
  • Bei Verwendung einer derartigen elektrischen Verbindungsvorrichtung kann sich der gemäß der Erfindung vorgesehene Hohlraum unmittelbar an eine dem Piezoaktor abgewandte Stirnseite des Kunststoffformkörpers anschließen. Zur Förderung des Gasaustausches ist es hierbei von Vorteil, wenn der Kunststoffformkörper wenigstens eine Gasaustauschpassage enthält.
  • Die gaspermeable Ausbildung der Abdichtungsanordnung kann in vielfältiger Weise realisiert sein. So kann die Gaspermeabilität der Abdichtungsanordnung durch ein gaspermeables Elastomermaterial (z. B. Silikonwerkstoff, insbesondere Fluorsilikonwerkstoff) und/oder ein mikroporöses Material (z. B. expandiertes Polytetrafluorethylen (ePTFE)) geschaffen sein. Solche Materialien können im einfachsten Fall genau an den Stellen eingesetzt werden, bei denen sich Dichtelemente (z. B. Dichtringe etc.) bei herkömmlichen Abdichtungsanordnungen befinden.
  • Ein mit dem erfindungsgemäßen Stellantrieb versehener Kraftstoffinjektor ist insbesondere zur Verwendung in einer "schädliche Medien" enthaltenden Installationsumgebung geeignet. Eine derartige Umgebung ergibt sich insbesondere, wenn ein Kraftstoffinjektor und wenigstens eine weitere Komponente einer Kraftstoff-Einspritzeinrichtung im Wesentlichen vollständig innerhalb einer Motorblockbaugruppe der Brennkraftmaschine angeordnet sind. Damit ist insbesondere der Fall gemeint, in welchem Komponenten der Einspritzeinrichtung innerhalb der Motorblockbaugruppe untergebracht sind, die ohne Einschränkung ihrer Funktion auch außerhalb derselben angeordnet werden könnten. Der Begriff "Motorblockbaugruppe" bezeichnet hierbei die Gesamtheit der schmierölhaltenden Motorkomponenten, also den "Motorblock" im engeren Sinne und Anbauteile (wie z. B. einen Zylinderkopfdeckel etc.), in denen das Schmieröl der Brennkraftmaschine gepumpt wird oder schmiert oder (zurück)geführt wird. Bei dieser Konstruktion besteht eine erhöhte Gefahr eines Eintrags von schädlichen Medien (Motoröl, kraftstoffverdünntes Motoröl, Wasser, oder deren Dämpfe) in das Innere des Kraftstoffinjektors.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. Es stellen dar:
  • 1 ist eine perpektivische Ansicht eines Stellantriebs in dessen oberen Endbereich,
  • 2 ist eine der 1 entsprechende Ansicht gemäß einer weiteren Ausführungsform,
  • 3 ist eine der 1 entsprechende Ansicht gemäß einer weiteren Ausführungsform, und
  • 4 ist eine perspektivische Ansicht zur Veranschaulichung einer möglichen Belüftungsgestaltung bei einem Stellantrieb.
  • 1 zeigt einen Stellantrieb 10 zur Betätigung eines (nicht dargestellten) Kraftstoffeinspritzventils. Der Stellantrieb 10 bildet zusammen mit dem Kraftstoffeinspritzventil einen Kraftstoffinjektor zur Einspritzung von Kraftstoff in den Brennraum einer Brennkraftmaschine.
  • Der Stellantrieb 10 umfasst ein hülsenförmiges metallisches Aktorgehäuse 12 mit einem darin aufgenommenen piezoelektrischen Aktor (kurz: "Piezoaktor"), von welchem Kontaktstifte 14 aus einer stirnseitigen Öffnung des Aktorgehäuses 12 her aus und durch einen auf die Kontaktstifte 14 aufgeschobenen Kontaktzungenträger 16 nach oben (Axialrichtung A) ragen.
  • Der Kontaktzungenträger 16 dient als Verbindungsvorrichtung zur elektrischen Weiterverbindung der Kontaktstifte 14 des Piezoaktors mit Anschlussstiften eines Steckverbinders 18. Der Steckverbinder 18 stellt eine Außenanschlusseinrichtung dar, mittels welcher der Stellantrieb 10 bzw. der damit gebildete Kraftstoffinjektor mit einer externen Ansteuerleitungsanordnung (z. B. Kabelbaum in einem Kraftfahrzeug) verbunden werden kann, um den Piezoaktor in gewünschter Weise zum Einspritzen von Kraftstoff anzusteuern.
  • Von dem Steckverbinder 18 erkennt man in der Figur nur dessen Gehäuse, welches die erforderlichen Außenanschlussstifte enthält, welche sich als elektrisch leitende Elemente durch einen Kunststoffformkörper 20 des Kontaktzungenträgers 16 hindurch bis zu Kontaktierungsabschnitten in Form von Schweißlaschen 22 erstrecken, mit welchen die Kontaktstifte 14 nach dem Aufsetzen des Kontaktzungenträgers 16 verschweißt wurden.
  • Nach diesem Verschweißungsschritt zur Kontaktierung des Piezoaktors wurde ein stirnseitiger Mantelflächenabschnitt des hülsenförmigen Aktorgehäuses 12 ringförmig umlaufend mit einer Kunststoffumspritzung 24 versehen, welche den aufgesetzten Kontaktzungenträger 16 in seiner Lage fixiert und gleichzeitig einstückig das Gehäuse des Steckverbinders 18 ausbildet.
  • Im Bereich der elektrischen Verbindungsvorrichtung (Kontaktzungenträger 16) oder darunter ist eine Abdichtungsanordnung zur Abdichtung der stirnseitigen Öffnung des Aktorgehäuses 12 gegen ein Eindringen flüssiger Medien vorgesehen.
  • Eine Besonderheit dieser Abdichtungsanordnung besteht darin, dass diese gaspermeabel ausgebildet ist und somit einen Gasaustausch zwischen der Installationsumgebung des Kraftstoffinjektors und dem Aktorraum ermöglicht, in welchem der Piezoaktor aufgenommen ist. Gefördert wird diese Belüftung des Piezoaktors noch durch eine vergleichsweise große Gasaustauschaussparung 26 des Kunststoffformkörpers 20.
  • An die Oberseite die Kunststoffformkörpers 20 schließt sich unmittelbar ein Hohlraum an, der von einem mittels einer Rastverbindung am Stellantrieb 10 gehaltenen Deckel 28 überdeckt wird. In der Figur ist dieser als Spritzgussteil aus Kunststoff gebildete Deckel 28 noch separat von den übrigen ersichtlichen Stellantriebskomponenten dargestellt, bildet jedoch am fertigen Kraftstoffinjektor einen stirnseitigen (oberen) Abschluss desselben.
  • Der Deckel 28 weist Rastaussparungen 30 auf, die zur Verrastung mit korrespondierend an der Kunststoffumspritzung 24 vorgesehenen Rastvorsprüngen 32 in Eingriff gebracht werden. Durch diese Verrastung wird der Deckel 28 am Stellantrieb 10 gehalten, wobei zwischen dem Deckel 28 und der Oberseite des Kontaktzungenträgers 16 der erwähnte Hohlraum verbleibt.
  • Im dargestellten Ausführungsbeispiel besitzt der Deckel 28 drei in Umfangsrichtung äquidistant angeordnete Rastaussparungen 30, die jeweils an einer in Axialrichtung A nach unten abstehenden Federlasche des einstückig ausgebildeten Deckels abstehen. In Umfangsrichtung zwischen diesen Federlaschen bildet das Material des Deckels 28 einen ringförmig umlaufenden, durch die Federlaschen unterbrochenen, in Axialrichtung A nach unten abstehenden Bund 34 einer vergleichsweise geringen Wandungsstärke aus.
  • Im verrasteten Zustand umgreift dieser Bund 34 des Deckels 28 einen korrespondierend ausgebildeten, axial nach oben abstehenden Bund 36 der Kunststoffumspritzung 24. Der Außendurchmesser des Bunds 36 entspricht hierfür etwa dem Innendurchmesser des Bunds 34.
  • Beim Zusammenbau des Stellantriebs 10 wird der Deckel 28 von oben in Axialrichtung A aufgesetzt, so dass die freien Enden der Federlaschen am Deckel 28 gegen die Oberseiten der Rastvorsprünge 32 an der Kunststoffumspritzung 24 stoßen und auf Grund einer als Schrägfläche ausgebildeten Oberseite dieser Vorsprünge 32 radial nach außen gefedert werden und schließlich unter Zurückfederung in einen verrasteten Zustand gelangen, bei welchem die radial nach außen abstehenden Vorsprünge 32 mit den Rastaussparungen 30 in Eingriff gelangen. In dieser (nicht dargestellten) Situation ist der Deckel 28 dann zuverlässig am Stellantrieb 10 gehalten und schützt die darunter liegenden Stellantriebskomponenten, insbesondere den Kontaktzungenträger 16 mit dessen herausragender Schweißverbindung zwischen den Enden der Kontaktstifte 14 und den Enden der Schweißlaschen 22.
  • Während der Montage verformt sich also jede Federlasche mit dem "Fenster" 30 elastisch radial betrachtet nach außen und schnappt über den feststehenden "Haken" 32 der Steckeranspritzung 24 ein.
  • Die mittels des verrastbaren Deckels 28 realisierte stirnseitige Abdeckung ist vorteilhaft kompatibel mit der gewünschten Gasaustauschfähigkeit und ist z. B. als Kunststoffspritzgussteil fertigungstechnisch einfach zu realisieren.
  • Erwähnenswert ist, dass die Anbindung des Deckels mittels einer Verrastung keinerlei nachteilige Einflüsse auf die bereits am oder im Stellantrieb montierten Komponenten (z. B. den Piezoaktor) besitzt. In dieser Hinsicht ist die Verrastung beispielsweise einer prinzipiell denkbaren Ultraschallverschweißung zwischen Deckel und Gehäuseanordnung überlegen.
  • Obwohl bei dem dargestellten Stellantrieb 10 auf eine den Kontaktzungenträger 16 vollständig überdeckende finale Kunststoffumspritzung verzichtet ist, wird der Kontaktzungenträger 16 dennoch ausreichend in seiner Position fixiert, da für eine solche Fixierung dessen Umspritzung im äußeren Umfangsbereich vollkommen ausreichend ist.
  • Beim Umspritzungsprozess wird der über der Mitte des Kontaktzungenträgers 16 befindliche Raum ausgespart und verbleibt als vorteilhafter Hohlraum am fertigen Stellantrieb. Ein für die Praxis ausreichendes Gasaustauschvermögen zwischen diesem Hohlraum und der Außenseite des Stellantriebs 10 (Installationsumgebung) wird bereits durch das beschriebene Verrastungsprinzip sichergestellt, da zwischen dem Material des Deckels 28 und der Kunststoffumspritzung 24 stets mehr oder weniger große Spalte verbleiben, welche zwar ein Eindringen fester Gegenstände in den Hohlraum verhindern, nicht jedoch einen Gasaustausch im hier interessierenden Ausmaß.
  • Das Gasaustauschvermögen zwischen dem Hohlraum unter dem Deckel 28 und der Außenseite des Stellantriebs 10 kann jedoch noch weiter gesteigert werden, indem die Kunststoffumspritzung 24 und/oder der Deckel 28 mit Gasaustauschpassagen aus gebildet werden. Bei der dargestellten Ausführungsform sind beispielsweise Gasaustauschaussparungen 38 am Bund 36 der Kunststoffumspritzung 24 vorgesehen. Alternativ oder zusätzlich können solche Aussparungen auch am Deckel 28 vorgesehen sein. Insbesondere wenn derartige Aussparungen am axial nach unten abstehenden Bund 34 des Deckels 28 vorgesehen sind, so können diese mit korrespondierenden Aussparungen am Bund 36 zusammenwirken, z. B. zur Ausbildung "labyrinthartiger" Passagen.
  • Weitere Belüftungspassagen können auch als Spalte vorgesehen sein, die zwischen den Rastvorsprüngen und Rastaussparungen nach deren Verrastung verbleiben.
  • Es ist verständlich, dass die Verrastung zwischen dem Deckel und dem oberen Ende der Stellantriebgehäuseanordnung wie auch etwaige Belüftungspassagen im Anbindungsbereich in vielfältiger Weise realisiert werden können. Um dies zu veranschaulichen, werden nachfolgend noch weitere Ausführungsformen beschrieben, die jedoch wieder lediglich beispielhaft zu verstehen sind.
  • Bei der nachfolgenden Beschreibung von weiteren Ausführungsbeispielen werden für analoge Komponenten die gleichen Bezugszahlen verwendet, jeweils ergänzt durch einen kleinen Buchstaben zur Unterscheidung der Ausführungsform. Dabei wird im Wesentlichen nur auf die Unterschiede zu dem bzw. den bereits beschriebenen Ausführungsbeispielen eingegangen und im Übrigen hiermit ausdrücklich auf die Beschreibung vorangegangener Ausführungsbeispiele verwiesen.
  • 2 zeigt einen Stellantrieb 10a mit einem Deckel 28a, der bei Montage des Stellantriebs wieder verrastend befestigt wird.
  • Bei diesem Ausführungsbeispiel sind axial nach unten abstehende Federlaschen des Deckels 28a an ihren freien Enden mit radial nach außen weisenden Rastvorsprüngen 32a versehen, welche zur Verrastung in Eingriff mit radialen Rastaussparungen 30a einer Kunststoffumspritzung 24a gelangen. Die "Haken" 32a des Deckels 28a federn bei der Montage elastisch etwas nach innen und schnappen in die feststehenden "Fenster" 30a der Steckeranspritzung 24a ein. Am oberen Rand der Aussparungen 30a des Bunds 24b sind an der Innenseite des Bunds 24b Einführschrägen zur Erleichterung des Einschnappens vorgesehen.
  • Ein weiterer Unterschied zu der mit Bezug auf 1 beschriebenen Ausführungsform besteht darin, dass der am Deckelrand umlaufend vorgesehene und nach unten abstehende Deckelbund 34a in seinem Außendurchmesser etwa dem Innendurchmesser des Bund 36a an der Gehäuseanordnung entspricht. Beim Aufsetzen des Deckels 28a überlappt der Deckelbund 34a daher den Gehäusebund 36a auf dessen Innenseite.
  • Schließlich besitzt der Bund 36a der Kunststoffumspritzung 24a zwei Gasaustauschaussparungen 38a mit einer "gestuften Öffnungsfläche". Am Außenumfang des Bunds 36a ist die Öffnungsfläche vergleichsweise groß (in etwa rechteckig und nach oben hin offen), wohingegen sich über eine Stufe am Öffnungsrand eine kleinere Öffnungsfläche anschließt, die in den Hohlraum unter dem Deckel 28a mündet. Der Deckel 28a weist an seinem Außenumfangsrand an den entsprechenden Stellen zwei axial nach unten abstehende Blenden 40a auf, welche nach dem Aufsetzen des Deckels die Aussparungen 38a im Wesentlichen überdecken, wobei jedoch jeweils ein labyrinthartiger Spalt (Gasaustauschpfad) zwischen dem etwa U-förmigen Umfangsrand der Aussparung 38a und der Blende 40a verbleibt. Hierzu sind die Blenden 40a in Ihrer Formgestaltung an die gestufte Umfangsfläche der Aussparungen 38a angepasst.
  • Die labyrinthartige Gestaltung der in Zusammenwirkung mit den Blenden 40a gebildeten äußeren Belüftungspassage verhindert zuverlässig ein Eindringen von festen Gegenständen in den Innenraum der Abdeckung. Außerdem ermöglicht diese Gestaltung, dass eine etwaig in den Hohlraum unter den Deckel 28a eingedrungene Flüssigkeit wie Motoröl schwerkraftbedingt von selbst wieder herausfließen kann.
  • 3 zeigt einen Stellantrieb 10b mit einem Deckel 28b, der ähnlich der mit Bezug auf 2 beschriebenen Ausführungsform an seinem Außenumfang mit drei Rastvorsprüngen 32b versehen ist, die mit korrespondierenden Rastaussparungen 30b einer Kunststoffumspritzung 24b zusammenwirken.
  • Zur Verbesserung einer Federwirkung der Vorsprünge 32b erstrecken sich die entsprechenden Federlaschen in diesem Ausführungsbeispiel bis in die Oberseite des Deckels 28b hinein. Neben einer effektiv vergrößerten Länge der Federlaschen ergeben sich durch diese Gestaltung auch Belüftungspassagen an der Deckeloberseite, welche gegebenenfalls durch weiter Belüftungspassagen der oben bereits beschriebenen Art ergänzt werden könnten.
  • Bei dieser Variante ist für eine in axialer Richtung extrem kompakte Ausführung gewissermaßen vorgesehen, die Biegelänge des "Schnapphakens" 32b effektiv zu verlängern.
  • Der in 3 gerade eingezeichnete Verlauf von Freisparungen in die Oberseite des Deckels 28b hinein könnte abweichend vom dargestellten Ausführungsbeispiel auch in schräger Richtung (nicht radial) und/oder gekrümmt vorgesehen sein.
  • 4 veranschaulicht nochmals die Ausbildung einer labyrinthartigen Gasaustauschpassage durch Überdeckung einer gestuften Gasaustauschöffnung 38c an dem Bund 36c einer Kunststoffumspritzung 24c mit einer entsprechend gestuften Blende 40c des Deckels 28c.
  • Außerdem ist bei dieser Ausführungsform ein in Axialrichtung vergleichsweise wenig abstehender Umfangsbund 34c am Deckel 28c vorgesehen, welcher nicht radial innerhalb oder radial außerhalb des Bunds 36c an diesem anliegt, sondern in eine korrespondierende Nut an der Oberseite des Bunds 36c beim Aufsetzen des Deckels 28c in Eingriff gelangt.
  • Die zur Verrastung des Deckels 28c vorgesehenen Mittel einerseits am Deckel und andererseits an der Kunststoffumspritzung 24c sind in 4 nicht dargestellt und können beispielsweise wie bei den oben bereits beschriebenen Ausführungsformen vorgesehen sein.
  • Für alle oben beschriebenen Ausführungsformen gilt, dass der montierte Deckel keine abdichtende Funktion besitzt sondern nur einen Schutz vor grober Verschmutzung und Beschädigung der darunter befindlichen Bauteile vorsieht. Gleichzeitig stellt der Deckel einen Berührschutz der darunter befindlichen elektrischen Kontaktierungen dar.
  • Durch die erläuterte konstruktive Ausgestaltung der Verrastungsmittel (z. B. als "Schnapphaken" mit korrespondierenden "Fenstern") kann eine einfache, robuste und ohne Hilfsmittel nicht lösbare Verbindung geschaffen werden. Durch den extrem einfachen Montageschritt eines Zusammenpressens der Bauteile wird der innerhalb des Stellantriebs befindliche Piezoaktor mit Sicherheit nicht beschädigt. Zusammenfassend ergeben sich insbesondere folgende Vorteile:
    • – Einfache und kostengünstige Realisierung einer mechanischen Abdeckung des Stellantriebs
    • – Kostengünstige Montage
    • – Weitgehend freie Wahl der Werkstoffpaarung. Es können die Funktionseigenschaften des Deckelwerkstoffes nahezu unabhängig von der Montageverbindungsart (Verrastung) berücksichtigt werden. Falls eine federnde Wirkung für die am Deckel vorgesehenen Verrastungsmittel vorgesehen ist, wie bei den oben beschriebenen Ausführungen, so muss der Deckelwirkstoff bzw. der im Bereich dieser Deckelverrastungsmittel vorgesehene Werkstoff lediglich eine gewisse Elastizität besitzen.
    • – Steigerung der Dauerhaltbarkeit des verbauten Piezoaktors durch Gewährleistung einer Belüftung
    • – Der Deckel bietet einen mechanischen Schutz, gewährleistet bei entsprechender Gestaltung aber gleichzeitig ein durchströmen des darunter befindlichen Hohlraums mit Motoröl und Luft.
    • – Kein Eindringen von "festen Gegenständen" in den Bereich der elektrischen Kontaktierung des Piezoaktors und somit Sicherstellung der elektrischen Betriebssicherheit.
  • Zusammenfassend ist es eine Aufgabe der Erfindung, bei einem piezobetätigten Stellantrieb zur Betätigung eines Kraftstoffeinspritzventils eine einfache, möglichst universell einsetzbare, schützende Abdeckung für Komponenten einer Kontaktierungs- und/oder Abdichtungsanordnung des Stellantriebs zu schaffen. Hierfür ist vorgesehen, dass die Abdichtungsanordnung flüssigkeitsabdichtend jedoch gaspermeabel ausgebildet ist und außenseitig in einen Hohlraum mündet, der von einem mittels einer Rastverbindung am Stellantrieb gehaltenen Deckel überdeckt ist.

Claims (12)

  1. Stellantrieb zur Betätigung eines Kraftstoffeinspritzventils, umfassend – ein hülsenförmiges Aktorgehäuse (12) mit einem darin aufgenommenen Piezoaktor, von welchem Kontaktstifte (14) aus einer stirnseitigen Öffnung des Aktorgehäuses herausragen, – eine Verbindungsvorrichtung (16) zur elektrischen Weiterverbindung der Kontaktstifte (14) des Piezoaktors mit Anschlussstiften einer von der Verbindungsvorrichtung ausgebildeten Außenanschlusseinrichtung (18), und – eine Abdichtungsanordnung zur Abdichtung der stirnseitigen Öffnung des Aktorgehäuses (12) gegen ein Eindringen flüssiger Medien, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdichtungsanordnung gaspermeabel ausgebildet ist und außenseitig in einen Hohlraum mündet, der von einem mittels einer Rastverbindung (30, 32) am Stellantrieb gehaltenen Deckel (28) überdeckt ist.
  2. Stellantrieb nach Anspruch 1, wobei der Deckel (28) Rastvorsprünge (32) und/oder Rastaussparungen (30) aufweist, die zur Verrastung mit korrespondierend an einer Kunststoffumspritzung (24) vorgesehenen Rastaussparungen (30) und/oder Rastvorsprüngen (32) zusammenwirken.
  3. Stellantrieb nach Anspruch 2, wobei die Kunststoffum spritzung (24) einen stirnseitigen Mantelflächenabschnitt des hülsenförmigen Aktorgehäuses (12) ringförmig umschließt und einen die stirnseitige Öffnung des Aktorgehäuses in Axialrichtung (A) überragenden Bund (36) ausbildet.
  4. Stellantrieb nach Anspruch 3, wobei die korrespondierenden Rastaussparungen (30) und/oder Rastvorsprünge (32) der Kunststoffumspritzung (24) an dem Bund (36) der Kunststoffumspritzung vorgesehen sind.
  5. Stellantrieb nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Deckel (28) an seinem Umfang einen ringförmig umlaufenden, in Axialrichtung (A) abstehenden Bund (34) aufweist.
  6. Stellantrieb nach Anspruch 5, wobei Rastvorsprünge (32) und/oder Rastaussparungen (30) an dem Bund (34) des Deckels (28) vorgesehen sind.
  7. Stellantrieb nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Verbindungsvorrichtung (16) einen auf die Kontaktstifte (14) des Piezoaktors aufgesetzten, elektrisch isolierenden Kunststoffformkörper (20) umfasst, der Durchtrittsöffnungen zum Durchtritt der Kontaktstifte (14) enthält und eingeformte, jeweils einer der Durchtrittsöffnungen zugeordnete elektrisch leitende Verbindungsglieder trägt, die sich jeweils von einem an die zugeordnete Durchtrittsöffnung angrenzenden Kontaktierungsabschnitt (22) zur Anlage an den hindurchgetretenen Kontaktstift (14) zu einem der vom Kunststoffformkörper (20) abstehenden Anschlussstifte erstrecken.
  8. Stellantrieb nach Anspruch 7, wobei sich der Hohlraum unmittelbar an eine dem Piezoaktor abgewandte Stirnseite des Kunststoffformkörpers (20) anschließt.
  9. Stellantrieb nach Anspruch 7 oder 8, wobei der Kunststoffformkörper (20) wenigstens eine Gasaustauschpassage (26) enthält.
  10. Stellantrieb nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Gaspermeabilität der Abdichtungsanordnung durch ein gaspermeables Elastomermaterial geschaffen ist.
  11. Stellantrieb nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Gaspermeabilität der Abdichtungsanordnung durch ein mikroporöses Material geschaffen ist.
  12. Kraftstoffinjektor, umfassend einen Stellantrieb (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 11.
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