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Die
Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Speichern von und Zugreifen
auf elektronische Daten und eine Vorrichtung dafür.
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Elektronische
Daten werden häufig
an einer zentralen Stelle gespeichert und auf dieselben wird über ein
drahtloses Netzwerk zugegriffen. Beim Zugreifen auf die Daten kann
es jedoch wesentliche Verzögerungen
geben, falls die Verbindung zu der zentralen Speicherstelle noch
nicht hergestellt ist, wenn die Anforderung gestellt wird, dass
die Daten geliefert werden sollen. Dies ist insbesondere der Fall,
wenn über
das Internet auf die Daten zugegriffen wird und nicht einfach von
einem anderen Teil eines drahtlosen aber in sich geschlossenen Netzwerks.
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Die
vorliegende Erfindung schafft ein verbessertes Verfahren zum Speichern
von und Zugreifen auf elektronische Daten und eine Vorrichtung,
um dies durchzuführen.
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Es
ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Speichern
von, Zugreifen auf und Anzeigen von elektronischen Daten, eine Vorrichtung
für die
Speicherung, Wiedergewinnung und Anzeige eines Satzes von elektronischen
Daten, eine Struktur für
elektronische Daten, die einen Satz von Informationen darstellen,
und das Bereitstellen eines Dienstes für die Speicherung, Wiedergewinnung
und Anzeige eines Satzes von elektronischen Daten mit verbesserten
Charakteristika zu schaffen.
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Diese
Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1, eine Vorrichtung
gemäß Anspruch 11,
eine Struktur gemäß Anspruch
16 und durch das Bereitstellen eines Dienstes gemäß Anspruch
18 gelöst.
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Gemäß einem
ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Speichern
von und Zugreifen auf elektronische Daten vorgesehen, wobei:
ein
erster Teil der Daten in einer Speicherkennung gespeichert ist;
ein
zweiter Teil der Daten an einer getrennten Stelle mit einer Adresse
gespeichert ist, und
so dass, wenn auf die Daten zugegriffen
wird, ein Leser verwendet wird, um mit der Speicherkennung zu koppeln
und auf den ersten Teil der Daten zuzugreifen, und während dieser
erste Teil der Daten auf einem Bildschirm angezeigt wird, eine Kommunikationseinheit
mit der Adresse der getrennten Stelle verbindet und den zweiten
Teil der Daten erhält.
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Ein
Vorteil dieses Verfahrens im Vergleich zum Stand der Technik ist,
dass es keine wesentliche Verzögerung
zwischen dem Benutzer, der Zugriff zu den Daten anfordert, und dem
Beginn der Anzeige der Daten gibt, wenn der erste Teil der Daten
sofort zugreifbar ist. In vielen Fällen macht dies den Unterschied
zwischen dem Fall, dass der Benutzer das Interesse verliert und
weggeht, ohne die Daten zu sehen, und dem, dass der Benutzer dieselben
sieht.
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Vorzugsweise
ist die Adresse der getrennten Stelle, an der der zweite Teil der
Daten gespeichert ist, mit dem ersten Teil der Daten in der Speicherkennung
gespeichert.
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Vorzugsweise
ist der erste Teil der Daten im Wesentlichen ohne Verzögerung für eine Anzeige
zugreifbar.
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Das
Verfahren kann ferner das Anzeigen des zweiten Teils der Daten auf
dem Bildschirm umfassen, unmittelbar nachdem der erste Teil der
Daten angezeigt wurde, so dass die Anzeige der Daten fortlaufend
ist.
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Alternativ
kann das Verfahren das Durchführen
einer Zahlung für
den zweiten Teil der Daten umfassen, bevor dieselben von der getrennten
Stelle erhalten werden.
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Allgemein
ist der erste Teil der Daten kleiner als der zweite Teil der Daten.
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Vorzugsweise
sind der Leser, der Bildschirm und die Kommunikationseinheit in
eine einzige Anzeigevorrichtung eingebaut.
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Der
erste Teil der Daten, der in der Speicherkennung gespeichert ist,
kann mit neuen Daten überschrieben
werden, wenn sich die elektronischen Daten ändern, auf die zugegriffen
werden soll, oder die Speicherkennung kann durch eine neue Speicherkennung
ersetzt werden, in der die neuen Daten gespeichert sind.
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Gemäß einem
zweiten Aspekt der Erfindung ist eine Vorrichtung für die Speicherung,
Wiedergewinnung und Anzeige eines Satzes von elektronischen Daten
mit einem ersten Teil und einem zweiten Teil vorgesehen, wobei die
Vorrichtung eine Speicherkennung, in der der erste Teil der Daten
gespeichert ist, einen Hauptdatenspeicher, in dem der zweite Teil
der Daten gespeichert ist, und eine Vorrichtung umfasst, die wirksam
ist, um auf den ersten Teil der Daten in der Speicherkennung und
den zweiten Teil der Daten in dem Hauptspeicher zuzugreifen, und
um den ersten Teil der Daten gefolgt von dem zweiten Teil der Daten
anzuzeigen.
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Vorzugsweise
ist das Gerät,
das wirksam ist, um auf die Daten zuzugreifen und dieselben anzuzeigen,
ein tragbares drahtloses Gerät.
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Der
Hauptdatenspeicher kann an ein WLAN in der Nähe der Speicherkennung angehängt sein oder
kann entfernt von der Nähe
der Speicherkennung angeordnet sein und auf denselben wird über eine
anfangs drahtlose Verbindung zugegriffen.
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Gemäß einem
dritten Aspekt der Erfindung ist eine Struktur für elektronische Daten vorgesehen, die
einen Satz von Informationen darstellen, wobei die elektronischen
Daten in einen ersten Teil für
die Anzeige und einen zweiten Teil für die Anzeige unterteilt sind,
wobei der erste Teil für
die Speicherung in einem Speicher angepasst ist, der an einer ersten
im Wesentlichen sofort zugreifbaren Stelle positioniert ist, und
der zweite Teil für
die Speicherung an einer zweiten weniger leicht zugreifbaren Stelle
angepasst ist, so dass beim Zugreifen auf den zweiten Teil der Daten
eine Verzögerung
auftritt.
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Vorzugsweise
ist die erste Stelle eine Speicherkennung, die für den Benutzer physikalisch
zugreifbar ist, und die zweite Stelle ein Hauptdatenspeicher entfernt
von dem Benutzer.
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Gemäß einem
vierten Aspekt der Erfindung ist das Bereitstellen eines Dienstes
für die
Speicherung, Wiedergewinnung und Anzeige eines Satzes von elektronischen
Daten enthalten, wobei der Satz von elektronischen Daten einen ersten
Teil und einen zweiten Teil aufweist, wobei die Bereitstellung des Dienstes
das Bereitstellen des ersten Teils des Satzes von elektronischen
Daten für
die Speicherung in einer Speicherkennung umfasst, zusammen mit einer
Datennetzwerkadresse zum Zugreifen auf den zweiten Teil des Satzes
von elektronischen Daten und das Bereitstellen des zweiten Teils
des Satzes von elektronischen Daten von der Datennetzwerkadresse.
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Die
Bereitstellung des Dienstes kann ferner das Bereitstellen eines
Geräts
umfassen, das wirksam ist, um auf den ersten Satz von elektronischen Daten
von der Speicherkennung und den zweiten Teil der elektronischen
Daten von der entfernten Speicherung zuzugreifen.
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Bevorzugte
Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend Bezug nehmend auf
beiliegende Zeichnungen näher
erläutert. Es
zeigen:
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1 das
Verfahren zum Speichern von und Zugreifen auf elektronische Daten
gemäß der Erfindung;
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2 schematisch
die elektronischen Daten;
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3 eine
RFID-Speicherkennung für
die Verwendung bei dem Verfahren der Erfindung;
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4 die
Schaltungsanordnung der Speicherkennung von 2 und einer
Lese/Schreibvorrichtung für
eine drahtlose Kommunikation mit der Speicherkennung;
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5 ein
Flussdiagramm für
ein erstes Verfahren gemäß der Erfindung,
und
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6 ein
Flussdiagramm für
ein zweites Verfahren gemäß der Erfindung.
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1 stellt
ein Beispiel des Verfahrens zum Speichern von und Zugreifen auf
Daten schematisch dar. Ein Bild 10 befindet sich zum Verkauf
oder einfach zur Betrachtung in einer Galerie. Benachbart zu dem
Bild befindet sich ein Hinweis 11, der sehr kurze Informationen über das
Bild liefert, wie z. B. den Titel, den Künstler, das Medium und wann
es gemalt wurde. Auf dem Hinweis 11 befindet sich eine
Speicherkennung 12.
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Über das
Bild 10 sind sehr viel mehr Informationen verfügbar, die
in 2 als ein Satz von Daten I dargestellt sind. Ein
erster relativ kleiner Teil A dieser Informatio nen I ist in der
Speicherkennung 12 gespeichert, wobei ein zweiter, viel
größerer Teil
B der Informationen I in einem Hauptdatenspeicher 13 gespeichert
ist, der über
Knoten 14 eines drahtlosen lokalen Netzes (WLAN = Wireless
Local Area Network) in der Galerie, d. h. in der Nähe der Speicherkennung 12,
zugreifbar ist. Außerdem
ist in der Speicherkennung 12 zusammen mit dem ersten Teil
A der Daten die Adresse des zweiten, größeren Teils der Informationen
gespeichert.
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Eine
Person in der Galerie, die auf weitere Informationen über das
Bild zugreifen möchte,
benötigt
ein Anzeigegerät 15,
das einen Speicherkennungsleser 16, einen Bildschirm 17,
eine Kommunikationseinheit 18 und eine Prozessor- und Speichereinheit 19 umfasst.
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Der
Benutzer hält
das Anzeigegerät 15 nahe an
die Speicherkennung 12, so dass sich der Speicherkennungsleser 16 in
dem Anzeigegerät 15 mit der
Speicherkennung 12 koppelt und die darin gespeicherten
Daten, d. h. den ersten Teil A der Informationen I und die Adresse
des zweiten Teils B der Informationen I erhält und dieselben in der Prozessor-
und Speichereinheit 19 speichert. Der erste Teil A der
Informationen I wird dann auf dem Bildschirm 17 des Anzeigegeräts 15 angezeigt,
um das Interesse des Benutzers zu halten, während sich die Kommunikationseinheit 18 über den
Knoten 14 mit dem WLAN verbindet und den zweiten größeren Teil
B der Informationen I von dem Hauptdatenspeicher 13 erhält, unter
Verwendung der Adresse des zweiten Teils B der Informationen I,
wie sie ebenfalls von der Speicherkennung 12 erhalten wurde,
und denselben ebenfalls in der Prozessorund Speichereinheit 19 speichert.
Somit erlebt der Benutzer keine Verzögerung, bevor die Informationen
I auf dem Bildschirm 17 angezeigt werden und sieht alle
Informationen nahtlos, da auf den zweiten Teil B der Informationen
I zugegriffen wird, während
der erste Teil A angezeigt wird. Es gibt daher keine Verzögerung für den Benutzer,
der in der Lage ist, auf die Informationen I zuzugreifen und sein Interesse,
dieselben zu sehen, kann nicht schwinden, bevor die Anzeige beginnt,
dennoch sieht er alle Informationen I ohne Unterbrechung, trotz
der Tatsache, dass dies eine viel zu große Menge an Daten war, um lokal
in der Speicherkennung 12 gespeichert zu werden.
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Das
erste Verfahren gemäß der Erfindung
ist in dem Flussdiagramm von 5 dargestellt.
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Die
Speicherkennung 12 wirkt als ein Puffer, da dieselben die
Anfangsdaten (den ersten Teil A der Informationen I) enthält, die
angezeigt werden sollen, die angezeigt werden, während sich der Leser mit dem
Hauptdatenspeicher 13 verbindet, um die letzteren Daten
(den zweiten Teil B der Informationen I) unter Verwendung der Adresse
zu erhalten, die zusammen mit dem ersten Teil A der Informationen
erhalten wurde. Der erste Teil A der Informationen I muss mehr als
eine bloße
Adresse für
die weitere Informationen oder eine Referenz sein, da derselbe ausreichend
Daten enthalten muss, um den Benutzer unterhalten und interessiert
zu halten, bis zu dem Zeitpunkt, wenn der zweite Teil B der Informationen
I für die
Anzeige verfügbar
ist.
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Bei
vielen Anwendungen ist es wahrscheinlich, dass die Daten, die in
der Speicherkennung 12 gespeichert sind, für relativ
lange Zeitperioden (Tage, Wochen oder sogar Monate) statisch bleiben.
Wenn Änderungen
erforderlich sind, kann entweder die Speicherkennung 12 durch
eine neue Speicherkennung 12 ersetzt werden, mit den anderen
Daten darin gespeichert, oder falls die Speicherkennung von der Art
ist, auf die sowohl geschrieben als gelesen werden kann, können die
Daten in der Speicherkennung 12 nach Bedarf überschrieben
werden.
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Die
Vorrichtung, die erforderlich ist, um diese Erfindung zu implementieren,
die Speicherkennung 12 und der Leser 16 in dem
Anzeigegerät 15,
werden nun näher
beschrieben.
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Speicherkennungen
sind kleine Geräte,
die einen Speicher für
die Speicherung von Daten umfassen, und von denen die Daten durch
drahtlose Kommunikation gelesen werden. Einige Geräte sind Nur-Lese-Geräte und auf
dieselben werden zum Herstellungszeitpunkt Daten geschrieben, die
später nicht
geändert
werden können.
Andere sind Lese/Schreib-Geräte,
und auf denselben können
sowohl Daten geschrieben werden als auch Daten von denselben gelesen
werden. Es gibt verschiedene Formen bekannter Speicherkennungen,
von denen einige eine Leistungsquelle umfassen, während andere
induktiv durch den Leser angetrieben werden.
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Eine
Form von Speicherkennung, die gut bekannt ist, sind Hochfrequenzidentifikations-
(RFID-) Kennungen (RFID = Radio Frequency Identification). RFID-Kennungen
haben viele Formen, aber alle umfassen eine integrierte Schaltung,
auf der bei der Verwendung Daten gespeichert werden können, und eine
Spule, die es ermöglicht,
durch einen Leser abgefragt zu werden, der dieselbe auch durch eine
induktive (drahtlose) Verbindung mit Leistung versorgt. Die Daten,
die in einer Speicherkennung gespeichert sind, sind im Allgemeinen
sofort zugreifbar, wenn ein Leser mit der Speicherkennung koppelt,
obwohl Systeme bekannt sind, die Sicherheitsmerkmale umfassen, so
dass eine Authentifizierung erforderlich ist, bevor die Daten verfügbar sind.
Die vorliegende Erfindung verwendet normalerweise die Art von Speicherkennung,
bei der die Informationen ohne Authentifizierung sofort zugreifbar
sind.
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Im
Allgemeinen sind RFID-Kennungen der bekannten Form relativ groß aufgrund
der Frequenz, bei der dieselben arbeiten (13,56 MHz) und die Größe der Spule,
die sie somit erfordern. Dieselben arbeiten auch über große Bereiche
und haben sehr kleine Speicherkapazitäten. Es wurden auch kleinere RFID-Kennungen
entwickelt, die bei verschiedenen Frequenzen arbeiten aber dennoch
kleine Speicherkapazitäten
haben. Einige RFID-Kennungen umfassen Nur-Lese-Speicher (ROM) und
werden zum Herstellungszeitpunkt beschrieben, während andere eine Lese- und
Schreibfähigkeit
haben. Tendenziell wurden RFID-Kennungen in ziemlich einfachen Anwendungen
verwendet, wie z. B. für
Dateiverfolgung in Büros
oder statt oder zusätzlich
zu Barcodes für Produktidentifikation
und Versorgungskettenverwaltung.
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Mit
Bezugnahme auf 3 ist ein Schema einer Speicherkennung 12 gezeigt.
Die Speicherkennung 12 ist eine RFID-Speicherkennung, die auf einem Chip
vorgesehen ist und eine RFID-Transponderschaltung 21, einen
Speicher 29, einen Leistungsversorgungskondensator 22 und
eine Antennenspule 23 mit nur wenigen Windungen, z. B.
fünf, oder
wie in diesem Fall nur einer einzigen Windung umfasst. Die RFID-Transponderschaltung 21 arbeitet
bei 2,45 GHz, hat eine Fläche
von etwa 0,5 mm2 und wird nachfolgend näher beschrieben.
Der Speicher 29 liefert 1 Mbit Kapazität nichtflüchtigen Speichers und eine
Fläche
von etwa 1 mm2 und verwendet FRAM (ferroelektrischer
Direktzugriffsspeicher) oder MRAM (magnetoresistiver Direktzugriffsspeicher)
oder eine ähnliche
Speichertechnologie, die wenig Leistung erfordert.
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Mit
Bezugnahme auf 4 sind die Schaltungsanordnung
einer Speicherkennung 12 und einer Schaltungsanordnung 20 des
Lesers 16 schematisch dargestellt, unter Verwendung herkömmlicher Komponentenidentifikationen
(C-Kondensator, L-Induktivität,
R-Widerstand, D-Diode und S-Schalter). Die Speicherkennung 12 umfasst
eine RFID-Transponderschaltung 21, die einen Kondensator
C2 (mit 22 bezeichnet) umfasst, der in Kombination mit
der Antennenspule L2 (mit 23 bezeichnet) eine Resonanzschaltung
bildet, wobei die Komponentenwerte gewählt sind, um die Kombination
auf etwa 2,45 GHz für
eine induktive Kopplung mit dem Leser 16 abzustimmen. Der
Teil der Transponderschaltung 21, der für Leistungsversorgung verantwortlich
ist, ist die Diode D1 (mit 24 bezeichnet) und der Kondensator
C4 (mit 25 bezeichnet), wobei die Diode Dl (24)
den Wechselstrom gleichrichtet, der durch die induktive Kopplung
erzeugt wird, und der Konden sator C4 (25) als eine Leistungsversorgungsspeicherung
wirkt. Der Teil der Transponderschaltung 21, der für das Empfangen übertragener
Daten von dem Leser 16 verantwortlich ist, ist die Diode
D2 (mit 26 bezeichnet), der Kondensator C5 (mit 27 bezeichnet)
und der Widerstand R1 (mit 28 bezeichnet), die einen einfachen Hüllkurvendetektor
bilden; die Daten, die so empfangen werden, werden in dem Speicher 29 gespeichert. Der
Teil der Transponderschaltung 21, der für das Lesen von Daten von dem
Speicher 29 verantwortlich ist, ist die abgestimmte Schaltung
L2/C2 (22,23) in Kombination mit dem Schalter
S1 (mit 30 bezeichnet) und dem Kondensator C3 (mit 31 bezeichnet),
das Schalten von C3 (31) in und aus der Schaltung unter Verwendung
von S1 (30) verändert
die Resonanz der abgestimmten Schaltung L2/C2 (22, 23),
was zur Phasenmodulation der reflektierten Leistung von der Speicherkennung 12 zu
dem Leser 16 führt.
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Die
Schaltung 20 des Lesers 16 umfasst einen Signalgenerator 32,
der ein Signal bei der gewählten
Frequenz von 2,45 GHz erzeugt. Dieses Signal fließt entlang
einem Amplitudenmodulator 33, wo es amplitudenmoduliert
wird mit Daten, die in die Speicherkennung 12 geschrieben
werden sollen, und einem Teiler 34 zu einer Antenne L1
(mit 35 bezeichnet) und einem Kondensator C1 (mit 36 bezeichnet), die
eine abgestimmte Schaltung bilden. Die Komponentenwerte von L1 (35)
und Cl (36) sind gewählt,
um dieselbe auf 2,45 GHz abzustimmen, bezüglich der abgestimmten Schaltung
in der Speicherkennung 12, um die induktive Kopplung zwischen
den beiden Schaltungen und somit die Übertragung von Leistung und
Daten zu der Speicherkennung 12 zu maximieren.
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Der
Teiler 34 nimmt einen Teil (bis zu 50 % der Leistung) des
amplitudenmodulierten Signals für die
Verwendung als Referenzsignal und leitet dasselbe zu einem Multiplizierer 37.
Das Signal, das von der Speicherkennung 12 über die
abgestimmte Schaltung Ll/C1 (35, 36) empfangen
wurde und von dem ausgehenden Signal durch einen Koppler 38 dividiert
wurde, wird ebenfalls zu dem Multiplizierer 37 geleitet.
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Somit
werden das übertragene
amplitudenmodulierte Signal und das empfangene Signal multipliziert
und fließen
dann durch ein Tiefpassfilter 39, um ein Signal zu liefern,
das die Phasenmodulation von der Speicherkennung 12 umfasst
und somit die Daten anzeigt, die von der Speicherkennung 12 gelesen
werden. Dieses Signal wird dann zu dem Speicher 19 des
Anzeigegeräts 15 geleitet,
bevor dasselbe zu dem geeigneten Zeitpunkt auf dem Bildschirm 17 angezeigt
wird.
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Ein
Amplitudenmodulationsformat, das verwendet werden kann, um die Daten,
die übertragen werden
sollen, an das 2.54-GHz-Signal
anzulegen, ist eine Amplitudenumtastung (ASK = Amplitude Shift Keying),
die nur den einfachen Hüllkurvendetektor D2/C5
(26, 27) erfordert, der in der Schaltung 21 beschrieben
ist. Andere Amplitudenmodulationsformate können jedoch ebenfalls verwendet
werden. Weitere Alternativen sind Frequenzumtastung (FSK = Frequency
Shift Keying) und Phasenumtastung (PSK = Phase Shift Keying), die
eine beinahe konstante Hüllkurvenmodulation
liefern, die ohne wesentliche Amplitudenmodulation ist, diese Optionen
haben jedoch komplexere Demodulationsanforderungen und erfordern
somit eine komplexere Schaltungsanordnung in der Speicherkennung 21.
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Mit
der Vorrichtung der Speicherkennung 12 und des Lesers 16,
die oben beschrieben ist, kann eine Leistungsübertragungen von etwa 25 %
erreicht werden mit einem Abstand von etwa 1,8 mm zwischen der Antenne
L1 (35) und L2 (23) des Lesers 16 bzw.
der Speicherkennung 12. Dies reicht aus, um ausreichend
Leistung zu der Speicherkennung 12 zu übertragen, damit dieselbe arbeitet.
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Obwohl
die oben beschriebene Speicherkennung 12 bei 2,45 GHz arbeitet,
sollte klar sein, dass Speicherkennungen, die bei anderen Frequenzen
arbeiten, auch verwendet werden können, um die Erfindung zu implementieren.
Faktoren, die die Auswahl der Betriebsfrequenz für die Speicherkennungen beeinträchtigen,
sind: a) Regierungsbestimmungen bezüglich Hochfrequenzübertragungen;
b) angemessene Bandbreite (in Übereinstimmung
mit Regierungsbestimmungen); c) ausreichend hohe Frequenz, um die
physikalische Größe der Komponenten
in der Speicherkennung klein genug zu halten, um die erforderliche
Siliziumfläche
(und somit die Herstellungskosten) niedrig zu halten; d) ausreichend
niedrige Frequenz, um eine angemessene Leistungsfähigkeit
zu liefern, wenn eine kostengünstige
Serienproduktions-CMOS-Technologie verwendet wird, um die Speicherkennung
herzustellen.
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Das
Anzeigegerät 15 kann
ein Gerät
sein, das durch die Galerie bereitgestellt wird, in der das Bild
ausgestellt ist, insbesondere um es Menschen, die die Galerie besuchen,
zu ermöglichen,
weitere Informationen über
die Kunstwerke zu erhalten, die dort ausgestellt oder zum Verkauf
sind. Alternativ kann das Anzeigegerät 15 ein Gerät sein,
das der Person gehört,
die die Galerie besucht, wie z. B. ein Mobiltelefon, das zusätzlich einen
Leser 16 umfasst. Viele Telefone umfassen bereits die Fähigkeit,
sich über
Infrarot oder Bluetooth mit anderen elektronischen Geräten zu verbinden
und somit kann die notwendige Kommunikationseinheit diese Form haben. Das
Telefon kann jedoch auch tatsächlich
wählen, um
die notwendige Verbindung herzustellen, beispielsweise über das
Internet, um den zweiten Teil B der Informationen I zu erhalten,
falls dieselben nicht in einem lokalen Netz, wie z. B. dem beschriebenen WLAN,
gespeichert sind. In diesem letzteren Fall kann die Kommunikation
herkömmlicherweise über bekannte
Kommunikationsstandards, wie z. B.GPRS (General Packet Radio Service)
oder 3G (3rd Generation) Mobilverbindungen
stattfinden.
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Es
gibt viele andere Beispiele dafür,
wo diese Erfindung verwendet werden könnte. Beispielsweise in Geschäften, wo
Menschen weitere Informationen über
Verkaufsartikel erhalten können,
höchstwahrscheinlich
hochwertige Artikel, wie z. B. teure Weine, Elektronikausrüstung, Möbel, Urlaube
usw. In solchen Handelssituationen ist die Aufmerksamkeitsspanne
eines Kunden tendenziell relativ kurz und daher kann jede Verzögerung beim
Anzeigen der Informationen, die der Benutzer sehen möchte, dazu
führen,
dass derselbe wegläuft,
ohne dieselben zu sehen und ein potentieller Verkauf kann verloren
gehen. Der erste Teil A der Informationen I an der Speicherstelle
ist sofort zugreifbar, um die Aufmerksamkeit des potentiellen Käufers zu
bekommen, während
auf den zweiten Teil B zugegriffen wird, muss aber eindeutig ausreichend
Daten von ausreichendem Interesse umfassen, um die Aufmerksamkeit
des potentiellen Käufers
zu erlangen und zu halten. Falls das System ohne die lokale Speicherung
eines ersten Teils der Informationen I versucht würde, sondern
nur mit der Adresse für
die Informationen I in der Speicherkennung 12 gespeichert,
wäre die
anfängliche Aufbauzeit
zum Herunterladen der vollen Informationen I von der Infrastruktur über eine
drahtlose Verbindung in vielen Fällen
länger
als die Aufmerksamkeitsspanne des potentiellen Käufers. Die Erfindung erlangt
und hält
die Aufmerksamkeit des Kunden mit dem Ziel, es dem Händler zu
ermöglichen,
den anfänglichen
Kaufimpuls des Kunden auszunutzen.
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Außerdem können in
Geschäften
kurze Clips von CDs, DVDs und dergleichen für potentielle Käufer sichtbar
sein. Die Erfindung könnte
auch bei Immobilienmaklern verwendet werden, um weitere Einzelheiten über zu Verkauf
stehende Häuser
zu liefern und die weiteren Informationen könnten kurze Videoclips umfassen,
die potentiellen Käufern
helfen würden,
das Haus leichter einzuschätzen
und sie anregen könnte,
es zu besichtigen.
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Vorzugsweise
ist die Speicherstelle 12 eine, auf die Daten sowohl geschrieben
als auch von derselben gelesen werden können, so dass die Daten nach
Bedarf aktualisiert werden können,
wenn sich die Gesamtinformation I ändert und sich somit der erste
Teil A davon ebenfalls ändert.
Um zu vermeiden, dass die Daten versehentlich überschrieben werden, wäre das Anzeigegerät 15,
das durch allgemeine Benutzer verwendet wird, nicht in der Lage, Daten
in die Speicherkennung 12 zu schreiben, sondern nur zu
lesen. Ein weiteres Gerät,
das in der Lage ist, in die Speicherkennung 12 zu schreiben, wäre für diejenigen
verfügbar,
die das Informationssystem für
diesen Zweck verwalten. Bei alternativen Systemen kann es wünschenswert
sein, dass die Anzeigegeräte 15,
die durch die Benutzer verwendet werden, die Speicherkennung 12 aktualisieren
könnten,
selbst wenn es nur darum ginge, einen Zähler zu inkrementieren, um
die Anzahl von Malen zu überwachen,
die für
die Informationen I auf die Speicherkennung 12 zugegriffen
wird.
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Selbstverständlich kann
der zweite Teil B der Informationen I aktualisiert werden, wie und
wenn es erforderlich ist, wenn derselbe auf solche Weise in dem
Hauptdatenspeicher 13 gespeichert wird, dass das Aktualisieren
für Systemadministratoren
immer möglich
ist.
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Eine
weitere Möglichkeit,
wie diese Erfindung kommerziell verwendet werden kann, ist das Liefern
des ersten Teils A der Informationen I an den Benutzer ohne Zahlung
als ein „Vorgeschmack" dessen, was kommen
wird, aber den zweiten Teil B der Informationen I nur freizugeben,
nachdem der Benutzer eine Zahlung durchgeführt hat. Dieses zweite Verfahren
gemäß der Erfindung
ist in dem Flussdiagramm von 6 dargestellt.
Die Vorrichtung, die erforderlich ist, ist nach wie vor so, wie
es in 1 dargestellt ist, aber in diesem Fall, wenn der
Benutzer den ersten Teil A der Informationen I gelesen hat, muss
er entscheiden, ob er den zweiten Teil B der Informationen I kauft
oder nicht. Falls er entscheidet, den zweiten Teil B der Informationen
I zu kaufen, sendet die Kommunikationseinheit 18 ein Formular
mit der Zahlung, wie z. B. Befugnis, eine Kreditkarte zu belasten,
an die Adresse des zweiten Teils B der Informationen I, d. h. den
Knoten 14. Der zweite Teil B der Informationen I wird dann
von dem Hauptdatenspeicher 13 wiedergewonnen und von dem
Knoten 14 an das Anzeigegerät 15 gesendet. Dort
können dieselben
auf dem Bildschirm 17 angezeigt werden und/oder für zukünftige Verwendung
oder Anzeige in der Prozessor- und Speichereinheit 19 gespeichert werden.
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Dieses
zweite Ausführungsbeispiel
findet in einer großen
Vielzahl von Umgebungen Verwendung. Beispielsweise können in
einem Musikgeschäft
der erste Teil A der Informationen I Samples von Liedern eines Musikalbums
bzw. Tonträgers sein,
wobei der zweite Teil B der Informationen I der gesamte Inhalt des
Albums ist. Bei einem weiteren Beispiel kann der erste Teil A der
Informationen I ein Trailer für
einen Film oder eine Fernsehserie sein, und der zweite Teil B der
Informationen I kann der gesamte Film oder ein oder mehrere Folgen
der Fernsehserie sein. Bei noch einem weiteren Beispiel kann der
erste Teil A der Informationen I ein Bild oder eine Abbildung in
geringer Auflösung
sein und der zweite Teil B der Informationen I kann das gleiche
Bild oder die gleiche Abbildung in hoher Auflösung sein.