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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Carry-Ripple-Addierer sowie
eine Addiervorrichtung zum Summieren mehrerer binär kodierter
Zahlen.
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Addierer
sind in der Technik bekannt und dienen in der Regel zum Addieren
von gleichwertigen Bits, wobei der entsprechende Summenwert als
ein Summen- oder Paritätsbit
ausgegeben wird und weitere notwendige Übertragsbits erzeugt werden.
Carry-Save (CS)
Addierer weisen beispielsweise eine Anzahl von gleichberechtigten
Eingängen
zur Entgegennahme der Anzahl gleichwertiger zu summierender Bits
auf und summieren im Betrieb die an den Eingängen anliegenden Bits gleichberechtigt.
D.h., zwischen einem Übertrags-
oder Summenausgang eines CS-Addierers
und einem internen Versorgungsspannungsanschluss liegt in der Regel
dieselbe Anzahl von steuerbaren Strecken von Transistoren.
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Bei
Carry-Ripple (CR) Addierern sind die Eingänge nicht gleichberechtigt,
sondern in Summiereingänge
und Übertragseingänge organisiert. Dabei
werden die an den Summiereingängen
anliegenden Bits unter Berücksichtigung
der an den Übertragseingängen anliegenden Übertragsbits
summiert und ein entsprechendes Summenbit ausgegeben. Die an den Übertragseingängen anliegenden Übertragsbits
sind dabei bei der Summation von gleichwertigen Bits einer niedrigeren
Wertigkeit gewonnen. Ferner liefert ein Carry-Ripple-Addierer an Übertragsausgängen Übertragsbits
höherer
Wertigkeit als die an den Summier- und Übertragseingängen anliegenden
Bits.
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Der
kritische Pfad zwischen einem Übertragseingang
und einem Übertragsausgang
eines CR-Addierers soll dabei möglichst
geschwindigkeitsoptimiert ausgeführt
sein, d.h. möglichst
wenige logische Gatter aufweisen. Somit sind CR-Addierer zum Ein- Einsatz als Ausgangsstufen
von Addiereinrichtungen zum Addieren von binär kodierten Zahlen geeignet,
da der Berechnungsvorgang ausgehend von einer niedrigstwertigen
Stelle des Summationsergebnisses zum Bestimmen des Summenbits der
nächsthöheren Wertigkeit
die zu dessen Berechnung benötigten Übertragsbits
besonders schnell bereitstellt.
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Das
Deutsche Patent
DE
101 17 041 C1 beschreibt einen Carry-Ripple-Addierer mit fünf Eingängen für zu summierende
Bits gleicher Wertigkeit w und zwei Eingängen zur Entgegennahme von Übertragungsbits
derselben Wertigkeit w. An einem Ausgang ist ein Summenbit der Wertigkeit
w abgreifbar und an zwei Übertragungsausgängen sind
zwei Übertragungsbits
unterschiedlicher Wertigkeit 2w und 4w abgreifbar.
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Das
Deutsche Patent
DE
103 05 849 B3 beschreibt ebenfalls einen Carry-Ripple-Addierer
mit drei Summiereingängen
für zu
summierende Eingangsbits gleicher Wertigkeit w und zwei Übertragungseingänge für Übertragungsbits
derselben Wertigkeit w. An einem Ausgang ist ein Summenbit der Wertigkeit
w abgreifbar und an zwei Übertragungsausgängen sind Übertragungsbits
der Wertigkeit 2w abgreifbar.
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Der
Carry-Ripple-Addierer gemäß der Deutschen
Patentanmeldung
DE
101 39 099 A1 sieht drei oder vier Eingänge für zu summierende Eingangsbits der
gleichen Wertigkeit w und zwei Eingänge zur Entgegennahme von Übertragungsbits
derselben Wertigkeit w vor. An einem Ausgang ist ein Summenbit abgreifbar
und es sind zwei Ausgänge
für zwei Übertragungsbits
der Wertigkeiten 2w und 4w vorgesehen.
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Es
ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen CR-Addierer
zu schaffen, insbesondere zum schnellen Addieren von vier gleichwertigen Bits,
der in einem Übertragspfad
zwischen Übertragseingängen und Übertragsausgängen eine
möglichst geringe
Anzahl von logischen Gattern aufweist. Diese Aufgabe wird durch
einen Carry-Ripple-Addierer mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
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Demgemäß ist ein
Carry-Ripple-Addierer vorgesehen mit:
- a) vier
Summiereingängen
zur Entgegennahme von vier zu summierenden Eingangsbits der Wertigkeit
w;
- b) drei Übertragseingängen zur
Entgegennahme von drei Eingangsübertragsbits
der Wertigkeit w;
- c) einem Summenausgang zur Ausgabe eines Ausgangssummenbits
der Wertigkeit w; und mit
- d) drei Übertragsausgängen zur
Ausgabe von drei Ausgangsübertragsbits
der Wertigkeit 2w.
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Der
erfindungsgemäße CR-Addierer
nimmt die Summation von vier gleichwertigen Bits der Wertigkeit
w unter Berücksichtigung
von drei Eingangsübertragsbits
der Wertigkeit w vor. Dabei werden ebenfalls drei Ausgangsübertragsbits
der höheren Wertigkeit
2w erzeugt. Üblicherweise
werden Übertragsbits
durch möglichst
wenige Bits dargestellt, sodass nur eine geringe Anzahl von Übertragsausgängen erforderlich
ist. Üblicherweise
würde sich
hier also eine Ausgabe in Form von zwei Übertrags- bits jeweils der Wertigkeit 2w und
4w anbieten. Erfindungsgemäß sind jedoch
alle Eingangsübertragsbits in
derselben Wertigkeit vorgesehen wie die zu summierenden Eingangsbits.
Und die Ausgangsübertragsbits
weisen ebenfalls jeweils dieselbe Wertigkeit 2w auf.
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Bevorzugterweise
liegen die zu summierenden Eingangsbits an den Summiereingängen jeweils derart
vorsortiert vor, dass an maximal zwei benachbarten Summiereingängen unterschiedliche
logische Pegel anliegen. Anschaulich gesprochen bedeutet dies, dass
gesetzte bzw. nicht gesetzte Bits immer zusammenhängend an
benachbarten Summiereingängen
vorliegen. Dadurch werden die 16 möglichen Kombinationen der an
den Summiereingängen
anliegenden logischen Pegel auf nur noch fünf reduziert. Diese fünf Kombinationen
entsprechen den jeweiligen möglichen
Summationswerten der vier Eingangsbits.
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Es
ist ferner bevorzugt, dass die Eingangsübertragsbits an den Übertragseingängen derart
vorsortiert vorliegen, dass an mindestens zwei benachbarten Übertragseingängen dieselben
logischen Pegel anliegen. Diese erfindungsgemäße Vorsortierung der Eingangsübertragsbits
erlaubt es ebenfalls, da die Eingangsübertragsbits dieselbe Wertigkeit
aufweisen, die möglichen
Kombinationen von logischen Pegeln an den Übertragseingängen von
acht auf nur vier zu reduzieren.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
sind die Ausgangsübertragsbits
an den Übertragsausgängen derart
sortiert, dass an mindestens zwei benachbarten Übertragsausgängen dieselben
logischen Pegel anliegen. Dadurch, dass auch an den Übertragsausgängen dieselbe
Sortierung wie an beispielsweise den Übertragseingängen vorliegt, ist
eine Schaltung mehrerer erfindungsgemäßer CR-Addierer beispielsweise
als Endstufen von Addiervorrichtungen zum Addieren mehrerer Binärzahlen
besonders einfach. Dann werden die entsprechend sortierten Ausgangsübertragsbits
als Eingangsübertragsbits
eines CR- Addierers
zum Berechnen von Summen aus Eingangsbits einer nächsthöheren Wertigkeit
verwendet.
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In
einer alternativen Ausführungsform
des erfindungsgemäßen CR-Addierers
liegen an drei ersten Summiereingängen die jeweiligen zu summierenden
Eingangsbits derart vorsortiert, dass an mindestens zwei benachbarten
der ersten Summiereingängen
dieselben logischen Pegel anliegen, und ein weiteres zu summierendes
Eingangsbit liegt an einem weiteren Summiereingang an.
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Dann
ist es von besonderem Vorteil, dass eine Sortiereinrichtung vorgesehen
ist zur Entgegennahme der an den Summiereingängen anliegenden zu summierenden
Bits und zum sortierten Ausgeben derselben an Sortiererausgängen derart,
dass an maximal zwei benachbarten Summiereingängen unterschiedliche logische
Pegel anliegen. Eine derartige Sortiereinrichtung muss dann lediglich
das weitere zu summierende Eingangsbit in Abhängigkeit seines logischen Pegels
an die vorsortiert vorliegenden ersten Eingangsbits voranstellen
oder anfügen.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des CR-Addierers ist
eine Übertragssortiereinrichtung
vorgesehen zur Entgegennahme der an den Übertragseingängen anliegenden
Eingangsübertragsbits
und zum sortierten Ausgeben derselben an Übertragssortiererausgängen derart,
dass an mindestens zwei benachbarten Übertragssortiererausgängen dieselben
logischen Pegel anliegen.
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Falls
die entsprechenden zu summierenden Eingangsbits oder Eingangsübertragsbits
nicht bereits in der besonders günstigen
Sortierung vorliegen, übernehmen
die Übertragssortiereinrichtung oder
die Sortiereinrichtung die entsprechende Sortierung, welche zum
schnellen Betrieb des erfindungsgemäßen CR-Addierers günstig ist.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Carry-Ripple-Addierers
ist eine Kodiereinrichtung vorgesehen mit Kodierereungängen zur
Entgegennahme der zu addierenden Eingangsbits und mit fünf Kodiererausgängen, wobei
an den Kodiererausgängen
jeweils ein Zustandsanzeigebit anliegt. Die Kodiereinrichtung übernimmt
demnach eine Abbildung der möglichen Kombinationen
von logischen Zuständen
der zu addierenden Eingangsbits auf fünf Zustandsanzeigebits an den
entsprechenden Kodiererausgängen.
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In
einer bevorzugten alternativen Ausführungsform sind die Kodiereinrichtung
und die Sortiereinrichtung als integrierte Sortier-Kodier-Vorrichtung ausgeführt.
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Es
ist auch besonders bevorzugt, dass jeweils nur eines der Zustandsanzeigebits
gesetzt ist, wobei jedes Zustandsanzeigebit einem Summationsergebnis
der vier zu summierenden Eingangsbits zugeordnet ist. Somit zeigt
jedes Zustandsanzeigebit einen der möglichen Summenwerte zwischen
dezimal Null und Vier an.
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Der
erfindungsgemäße CR-Addierer
weist vorzugsweise eine Übertragseinrichtung
zur Entgegennahme der Eingangsübertragsbits
und zur Ausgabe der Ausgangsübertragsbits
auf, welche in Abhängigkeit
von den Zustandsanzeigebits und den Eingangsübertragsbits die Ausgangsübertragsbits liefert.
Die erfindungsgemäße Übertragseinrichtung kann
durch die Verarbeitung des jeweils nur einen gesetzten Zustandsanzeigebits
und der drei Eingangsübertragsbits
die entsprechenden drei Ausgangsübertragsbits
besonders schnell liefern.
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Dabei
steuern die Zustandsanzeigebits bevorzugt jeweils einen steuerbaren
Schalter mit einem Steueranschluss und einer steuerbaren Strecke
in der Übertragseinrichtung.
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In
noch einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen CR-Addierers sind
maximal zwei steuerbare Strecken von steuerbaren Schaltern zwischen
einem jeweiligen Übertragsausgang
und einem Versorgungsspannungsanschluss angeordnet.
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Durch
das Steuern der steuerbaren Strecken mittels der Zustandsanzeigebits
kann eine besonders geschwindigkeitsoptimierte Übertragsstrecke zwischen einem Übertragseingang
und einem Übertragsausgang
des CR-Addierers geschaffen werden. Der entsprechende kritische
Pfad weist somit eine besonders geringe Anzahl von logischen Gattern
auf bzw. nur wenige die Geschwindigkeit mindernde steuerbare Strecken
sind zwischen jeweils einem Übertragsausgang
und einem internen Versorgungsspannungsanschluss angeordnet.
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Die
Erfindung schafft ferner eine Addiervorrichtung zum Summieren einer
Mehrzahl von Bitsätzen
mit jeweils Bits derselben Wertigkeit w, wobei Bits unterschiedlicher
Bitsätze
eine unterschiedliche Wertigkeit aufweisen, und wobei
- a) jedem Bitsatz ein Carry-Save-Rddierer zugeordnet ist zum
Summieren der Bits eines jeweiligen Bitsatzes und zum Ausgeben eines
Zwischensummenbits der Wertigkeit w des jeweiligen Bitsatzes und
mindestens zweier Zwischenübertragsbits
der jeweiligen nächsthöheren Wertigkeit 2w;
- b) mindestens einem Bitsatz ein Carry-Ripple-Addierer zugeordnet
ist zum Summieren des jeweiligen Zwischensummenbits der Wertigkeit
w und mindestens zweier Zwischenübertragsbits
der Wertigkeit w eines jeweiligen Bitsatzes der nächstniedrigeren
Wertigkeit w/2 unter Berücksichtigung
mindestens zweier Übertragsbits
der Wertigkeit w, welche bei der Summation von Bitsätzen niedrigerer
Wertigkeit gewonnen sind, als Eingangsübertragsbits und zur Ausgabe
eines Bitsatzsummenbits der Wertigkeit w des jeweiligen Bitsatzes
und mindestens zweier Übertragsbits
der jeweiligen nächsthöheren Wertigkeit
2w als Ausgangsübertragsbits.
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Eine
wesentliche Idee der erfindungsgemäßen Addiervorrichtung besteht
zunächst
in der Summation der Bits des jeweiligen Bitsatzes bzw. der Bits gleicher
Wertigkeit von Stellen mehrerer zu addierender, binär kodierter
Zahlen, und Ausgabe in Form von einem Zwischensummenbit und den
gleichwertigen Zwischenübertragsbits.
In der Ausgangsstufe der erfindungsgemäßen Addiervorrichtung sind
dann übertragsoptimierte
Carry-Ripple-Addierer
vorgesehen, welche besonders schnell die jeweiligen Ausgangsübertragsbits
an den jeweiligen Carry-Ripple-Addierer der
nächsthöheren Wertigkeit
liefert.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Addierervorrichtung
ist mindestens ein Carry-Save-Addierer als 7-Bit-Addierer ausgelegt
und gibt das jeweilige Zwischensummenbit der Wertigkeit w und drei
Zwischenübertragsbits
der Wertigkeit 2w aus.
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Es
ist dann besonders günstig,
wenn mindestens einer der Carry-Ripple-Addierer als ein erfindungsgemäßer Carry-Ripple-Addierer ausgelegt
ist.
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In
dieser vorteilhaften Kombination von Carry-Save- und Carry-Ripple-Addierern
in der erfindungsgemäßen Addierervorrichtung
liefert ein CR-Addierer jeweils eine Summation des Zwischensummenbits
und der drei Zwischenübertragsbits, welche
aus der Summation durch den Carry-Save-Addierer der Bits des Bitsatzes
der jeweiligen nächstniedrigeren
Wertigkeit gewonnen sind, wobei der jeweilige CR-Addierer geschwindigkeitsoptimiert entsprechende
Ausgangsübertragsbits
als Eingangsübertragsbits
an einen CR-Addierer der nächsthöheren Wertigkeit
liefert. Durch den Einsatz der erfindungsgemäßen Carry-Ripple-Addierer ist der gesamte Übertragspfad
zwischen den Übertragsausgängen des
entsprechenden Carry-Ripple-Addierers der höchsten Wertigkeit und den Übertragseingängen des
Carry-Ripple-Addierers
der zweitniedrigsten Wertigkeit besonders schnell.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Addierervorrichtung
sind dem Carry-Ripple-Addierer, welcher dem Bitsatz der zweitniedrigsten
Wertigkeit zugeordnet ist, die Zwischenübertragsbits des Carry-Save-Addierers,
welcher der niedrigsten Wertigkeit zugeordnet ist, als Eingangsübertragsbits
zugeführt.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Addierervorrichtung
sind in einem Signalpfad zwischen einem Übertragseingang des dem Bitsatz
mit der niedrigsten Wertigkeit zugeordneten Carry-Ripple-Addierers
und einem Übertragsausgang
des dem Bitsatz mit der höchsten
Wertigkeit zugeordneten Carry-Ripple-Addierers die Anzahl der logischen
Gatter maximal das Doppelte der Anzahl der unterschiedlichen Wertigkeiten.
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Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind
Gegenstand der Unteransprüche
sowie der folgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme
auf die beigelegten Zeichnungen. Es zeigt dabei:
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1 einen
erfindungsgemäßen Carry-Ripple-Addierer;
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2 einen
Ausschnitt einer erfindungsgemäßen Addierervorrichtung;
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3 ein
Blockdiagramm des erfindungsgemäßen Carry-Ripple-Addierers;
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4 eine
Tabelle der bevorzugten Vorsortierung von zu addierenden Bits;
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5 eine
Sortiereinrichtung für
zu addierende Bits;
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6 ein in der Sortiereinrichtung eingesetztes
Tristate-Gatter;
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7 eine
erfindungsgemäße Kodiereinrichtung;
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8 eine
Wahrheitstabelle der Kodiereinrichtung;
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9 ein
Blockdiagramm einer erfindungsgemäßen Übertragseinrichtung;
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10 eine
Wahrheitstabelle der Übertragseinrichtung;
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11, 12, 13 Logikschaltungen zur
Bestimmung von Ausgangsübertragsbits
der Übertragseinrichtung;
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14 ein
Blockdiagramm einer Summiereinrichtung;
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15 eine
Wahrheitstabelle der Summiereinrichtung; und
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16, 17 Logikschaltungen
zur Bestimmung des Summenbits.
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In
den Figuren sind gleiche bzw. funktionsgleiche Elemente jeweils
mit gleichen Bezugszeichen versehen worden.
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Die 1 zeigt
einen erfindungsgemäßen Carry-Ripple-Addierer 1.
Der CR-Addierer weist vier Summiereingänge 2, 3, 4, 5 zur
Entgegennahme von vier zu summierenden Eingangsbits A, B, C, N auf. Ferner
weist der CR-Addierer 1 drei Übertragseingänge 6, 7, 8 zur
Entgegennahme von drei Eingangsübertragsbits
C0IN, C1IN, C2IN auf. Es ist ein Summenausgang 9 zur Ausgabe
eines Ausgangssummenbits S und drei Übertragsausgänge 10, 11, 12 zur Ausgabe
von drei Ausgangsübertragsbits
C0OUT, C1OUT, C2OUT vorgesehen.
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Dabei
weisen die Eingangsbits A, B, C, N und die Eingangsübertragsbits
C0IN, C1IN, C2IN dieselbe Wertigkeit w auf. Das Ausgangssummenbit S
entspricht der unter Berücksichtigung
der Eingangsübertragsbits
C0IN, C1IN, C2IN bestimmten Summe bzw.
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Parität der Summation
der Eingangsbits A, B, C, N und hat ebenfalls die Wertigkeit w.
Die drei Ausgangsübertragsbits
C0OUT, C1OUT, C2OUT weisen jeweils dieselbe Wertigkeit 2w auf.
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Für den Einsatz
in einer Addierervorrichtung ist der erfindungsgemäße CR-Addierer 1 besonders geeignet,
weil die Berechnung der Ausgangsübertragsbits
C0OUT, C1OUT, C2OUT besonders schnell erfolgt, d.h. der Übertragspfad
zwischen den Übertragseingängen 6, 7, 8 und Übertragsausgängen 10, 11, 12 ist
derart optimiert ausgelegt, dass nur wenige logische Gatter durchlaufen
werden. Dies ergibt sich u.a. aus der Wahl der Wertigkeit der Übertragsbits C0IN,
C1IN, C2IN, C0OUT, C1OUT, C2OUT und deren Sortierung, wie sie an
den Übertragseingängen 6, 7, 8 bzw. Übertragsausgängen 10, 11, 12 vorliegen.
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In
der 2 ist ein Ausschnitt einer erfindungsgemäßen Addierervorrichtung 13 dargestellt. Die
Addierervorrichtung 13 dient der Addition mehrerer binär kodierter
Zahlen. In der hier dargestellten Ausführungsform sind drei 7-Bit-Carry-Save-Addierer 14, 14', 14'' vorgesehen, welche jeweils sieben Eingänge 15, 15', 15'' zur Entgegennahme von sieben Bits
derselben Wertigkeit aufweisen. Die hier dargestellte Addiervorrichtung 13 ist
somit dazu ausgelegt, um sieben binär kodierte Zahlen miteinander aufzusummieren.
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Dabei
werden die jeweiligen gleichwertigen Bits oder Binärstellen
der zu addierenden binär
kodierten Zahlen zu Bitsätzen
zusammengefasst. Ein Bitsatz weist somit sieben gleichwertige Bits
auf. Bits unterschiedlicher Bitsätze
haben unterschiedliche Wertigkeit. Es ist ein 7 Bits der Wertigkeit
w aufweisender Bitsatz BS einem ersten CS-Addierer 14 zugeführt und
jeweils die 7 Bits eines zweiten Bitsatzes BS'' der
nächstniedrigeren
Wertigkeit w/2 einem zweiten CS-Addierer 14'' sowie
die 7 Bits eines Bitsatzes BS' eines
Bitsatzes der nächsthöheren Wertigkeit
2w einem dritten 7-Bit-CS-Addierer 14' zugeführt.
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Der
erste CS-Addierer 14 liefert ein Zwischensummenbit N aus
der Summation der 7 Bits des Bitsatzes BS der Wertigkeit w. Dieses
Zwischensummenbit N weist ebenfalls die Wertigkeit w auf. Ferner
liefert der erste CS-Addierer drei Übertragsbits A', B', C' der Wertigkeit 2w.
Neben der Parität bzw.
dem Zwischensummenbit N erfordert die Darstellung der möglichen
acht Summenwerte aus der Summation von 7 Bits eine Anzahl von Übertragsbits einer
höheren
Wertigkeit. Erfindungsgemäß werden bei
der Summation von w-wertigen Bits dazu drei gleichwertige Zwischenübertragsbits
A', B', C' der Wertigkeit 2w
erzeugt. Analog liefern die CS-Addierer 14', 14'' der
jeweiligen nächstniedrigeren
und nächsthöheren Wertigkeit
w/2, 2w Zwischensummenbits N', N'' und Zwischenübertragsbits A, B, C, A''',
B''', C'''. Der zweite CS-Addierer 14'' erzeugt beispielsweise ein Zwischensummenbit
N'' der Wertigkeit w/2
und drei Zwischenübertragsbits
A, B, C der Wertigkeit w.
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Es
liegen also nach der Summation durch die CS-Addierer 14, 14', 14'' jeweils vier Bits mit derselben
Wertigkeit vor. Das Ergebnis der Summation der sieben binär kodierten
Zahlen soll ebenfalls in Form einer binär kodierten Zahl ausgegeben
werden. Das bedeutet, dass für
jede Binärstelle
das entsprechende Summenbit erzeugt werden muss. Allerdings sind ausgehend
von der niedrigsten Wertigkeit, also der niedrigsten Stelle der
binären
Ergebniszahl, ein jeweiliger Übertrag
für die
Bestimmung des nächsthöheren Summenbits
zu berücksichtigen.
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Die
Bestimmung des jeweiligen Summenbits S bzw. der binären Stelle
der binär
kodierten Ergebniszahl ist nun am Beispiel der Wertigkeit w erläutert. Erfindungsgemäß wird ein
4-Bit-CR-Addierer 1 eingesetzt,
wie er in 1 gezeigt ist, und dem als Eingangsbits
an seinen Summiereingängen 2, 3, 4, 5 jeweils
das Zwischensummenbit N und die Zwischenübertragsbits A, B, C des CS-Addierers
der nächstniedrigeren
Wertigkeit zu geführt
sind. Aus einer entsprechenden Summation der Bits des nächstniedrigerwertigen
Bitsatzes BS'' (hier w/2) sind
jedoch auch Überträge in Form
von drei Übertragsbits
C0IN, C1IN, C2IN zu berücksichtigen.
Ausgehend von der niedrigstwertigen Stelle der binären Ergebniszahl bzw.
des Bitsatzes mit den niedrigstwertigen Bits werden in einem Übertragspfad
durch alle vorgehaltenen CR-Addierer die Überträge erzeugt. Erfindungsgemäß geschieht
dies besonders schnell durch den Einsatz der erfindungsgemäßen CR-Addierer.
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Der
CR-Addierer 1, welcher dem Bitsatz der Wertigkeit w zugeordnet
ist, liefert also an seinem Summenausgang 9 ein jeweiliges
Bitsatzsummenbit S und an drei Übertragsausgängen 10, 11, 12 drei Ausgangsübertragsbits
C0OUT, C1OUT, C2OUT, welche eine nächsthöhere Wertigkeit (hier 2w) aufweisen.
Die entsprechenden Übertragsbits
C0OUT, C1OUT, C2OUT werden dem jeweiligen CR-Addierer 1' der nächsthöheren Wertigkeit
als Eingangsübertragsbit
zugeführt.
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Die 3 zeigt
ein Blockdiagramm eines erfindungsgemäßen Carry-Ripple-Addierers 1.
Der CR-Addierer 1 weist bereits, wie in der 1 dargestellt,
Summiereingänge 2, 3, 4, 5, Übertragseingänge 6, 7, 8,
einen Summenausgang 9 und Übertragsausgänge 10, 11, 12 auf.
Die Summiereingänge
sind in erste Summiereingänge 2, 3, 4 zum
Entgegennehmen der Zwischenübertragsbits
X, Y, Z und einen weiteren Eingang 5 zur Entgegennahme
eines Zwischensummenbits N organisiert. Wie bereits zur 2 angemerkt,
können
die ersten drei zu summierenden Eingangsbits X, Y, Z vorteilhaft
bereits sortiert vorliegen, d.h. derart, dass an jeweils zwei benachbarten
Eingängen
Eingangsbits mit demselben logischen Pegel anliegen.
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Der
hier in 3 dargestellte CR-Addierer 1 weist
eine erste (optionale) Sortiereinrichtung 16, eine zweite
Sortiereinrichtung 17, eine Kodiereinrichtung 18,
eine Übertragseinrichtung 19 und
eine Summiereinrichtung 20 auf.
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Die
erste Sortiereinrichtung 16 ist an die erste Gruppe von
Summiereingängen 2, 3, 4 gekoppelt und
nimmt eine Sortierung der anliegenden Eingangsbits X, Y, Z derart
vor, dass an drei Sortiererausgängen 21, 22, 23 der
ersten Sortiereinrichtung 16 gesetzte bzw. nicht gesetzte
Bits jeweils an den Ausgängen 21, 22, 23 zusammenhängend und
jeweils "nach links" bzw. nach "rechts" sortiert anliegen.
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In
der 4 ist eine entsprechende Sortiertabelle dargestellt.
An den drei ersten Eingängen 2, 3, 4 des
CR-Addierers 1 bzw. den entsprechenden Eingängen der
ersten Sortiereinrichtung 16 sind acht mögliche Bitkombinationen
der Eingangsbits X, Y, Z denkbar. Bezüglich eines Summenwertes aus
den drei Eingangsbits X, Y, Z sind jedoch nur vier unterschiedliche
Zustände,
die jeweils einem der Summenwerte 0, 1, 2 3 entsprechen, möglich. Daher
bildet die erste Sortiereinrichtung 16, sofern die entsprechenden
Eingangsbits X, Y, Z nicht schon vorsortiert anliegen, diese wie
in der Tabelle von
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4 gezeigt
ab. Gesetzte Bits werden jeweils "nach rechts" geschoben und nicht gesetzte Bits "nach links". Diese Sortierung
ermöglicht
eine einfachere Weiterverarbeitung in den weiteren funktionellen
Blöcken 17, 18, 19, 20 des
erfindungsgemäßen CR-Addierers 1.
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Die
der ersten Sortiereinrichtung 16 nachgeschalteten zweite
Sortiereinrichtung 17 weist nun drei erste Eingänge 24, 25, 26 zum
Entgegennehmen der drei sortierten Bits A, B, C, welche an den drei
Ausgängen 21, 22, 23 der
ersten Sortiereinrichtung 16 geliefert sind, und einen
weiteren Eingang 27 zum Entgegennehmen des vierten Eingangsbits
N, welches an dem vierten Eingang 5 des CR-Addierers 1 anliegt,
auf. Die zweite Sortiereinrichtung 17 liefert an vier Ausgängen 28, 29, 30, 31 sortierte
Bits B0, B1, B2, B3, die derart sortiert sind, dass an maximal zwei benachbarten
Ausgängen 28, 29, 30, 31 unterschiedliche
logische Pegel anliegen. Anschaulich gesprochen bedeutet dies, dass
gesetzte Bits an zusammenhängend
benachbarten Ausgängen 28, 29, 30, 31 auftreten
und lediglich zwei zusammenhängende Gruppen
von Ausgängen 28, 29, 30, 31 nämlich mit gesetzt
und nicht gesetzt, anliegenden Bits vorliegen. Das bedeutet, dass
16 mögliche
Kombinationen von logischen Pegeln an den Eingängen 24, 25, 26, 27 der
zweiten Sortiereinrichtung 17 auf fünf Kombinationen von logischen
Pegeln an den Ausgängen 28, 29, 30, 31 abgebildet
werden.
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Die
erste und zweite Sortiereinrichtung 16, 17 kann
auch in Kombination als eine einzelne Sortiereinrichtung 32 aufgefasst
werden, die die an den Summiereingängen 2, 3, 4, 5 anliegenden,
zu summierenden Eingangsbits X, Y, Z, N an Sortiererausgängen 28, 29, 30, 31 derart
sortiert ausgibt, dass an maximal zwei benachbarten Sortiererausgängen 28, 29, 30, 31 unterschiedliche
Pegel anliegen.
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Die
Funktionsweise der zweiten Sortiereinrichtung 17 wird im
Folgenden in der 5 näher erläutert.
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Die
sortierten Bits B0, B1, B2, B3 sind in Eingängen 33, 34, 35, 36 der
Kodiereinrichtung 18 zugeführt, die an ihren Ausgängen 37, 38, 39, 40, 41 fünf Zustandsanzeigebits
N0, N1, N2, N3, N4 ausgibt. Jedes der Zustandsanzeigebits N0, N1,
N2, N3, N4 zeigt einen Summenwert, der nunmehr in Form der sortierten
Bits B0, B1, B2, B3 vorliegenden Eingangsbits X, Y, Z, N an. Dementsprechend
ist immer nur eines der Zustandsanzeigebits N0, N1, N2, N3 gesetzt und
entspricht einem Summenwert dezimal 0, 1, 2, 3 oder 4. Die fünf Zustandsanzeigebits
N0, N1, N2, N3, N4 sind jeweils fünf Eingängen 42, 43, 44, 45, 46 der Übertragseinrichtung 19 und
fünf Eingängen 47, 48, 49, 50, 51 der
Summiereinrichtung 20 zugeführt.
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Die
Sortiereinrichtungen 16, 17 und die Kodiereinrichtung 18 können auch
als integrierte Sortier-Kodiereinrichtung 88 ausgeführt werden.
Dann nimmt eine entsprechende Sortier-Kodiereinrichtung 88 an ihren
Eingängen
unsortierte Eingangsbits X, Y, Z, N entgegen und liefert an Ausgängen 37, 38, 39, 40, 41 die
Zustandsanzeigebits N0, N1, N2, N3, N4.
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Die Übertragseinrichtung 19 verfügt über drei Übertragseingänge 52, 53, 54,
welche an die Übertragseingänge 6, 7, 8 des
CR-Addierers 1 verbunden sind und die Eingangsübertragsbits
C0IN, C1IN, C2IN entgegennehmen. An drei Übertragsausgängen 55, 56, 57 der Übertragseinrichtung 19 sind die
drei Ausgangsübertragsbits
C0OUT, C1OUT, C2OUT abgreifbar, welche an die Übertragsausgänge 10, 11, 12 des
CR-Addierers 1 geführt
sind. Die Funktionsweise der Übertragseinrichtung 19 ist
im Folgenden in den 9 bis 13 näher erläutert.
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Die
Summiereinrichtung 20 weist drei Übertragseingänge 58, 59, 60 auf,
die jeweils an die Übertragseingänge 6, 7, 8 des
CR-Addierers 1 verbunden sind und die Eingangsübertragsbits
C0IN, C1IN, C2IN entgegennehmen. An einem Ausgang 61 der Summiereinrichtung 20 ist
das Summenbit S abgreifbar, welches an den Summenausgang 9 des
CR-Addierers geführt
ist.
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Die 5 zeigt
die zweite Sortiereinrichtung 17, der an den ersten drei
Eingängen 24, 25, 26 die sortiert
vorliegenden Eingangsbits A, B, C zugeführt sind und an einem weiteren
Eingang 27 das weitere zu summierende Eingangsbit N zugeführt ist.
Die Sortiereinrichtung 17 weist acht parallel geschaltete Tristate-Gatter
bzw. Tristate-Inverter 62 sowie fünf Inverter 63 auf,
welche, wie in 5 dargestellt, miteinander verschaltet
sind. Ferner sind ein erster interner Versorgungsspannungsanschluss
VDD und ein zweiter interner Versorgungsspannungsanschluss VSS vorgesehen.
Im Folgenden wird davon ausgegangen, dass gesetzte Bits auf einem
Spannungspegel entsprechend dem ersten Versorgungsspannungspotenzial
VDD und nicht gesetzte Bits auf einem Pegel entsprechend dem zweiten
Versorgungsspannungspotenzial VSS liegen.
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Die
Funktionsweise der Tristate-Gatter 62 ist in der 6a/6b erläutert. Das
Tristate-Gatter 62 weist einen Eingang 64 und
einen Ausgang 65 auf sowie zwei jeweils zueinander komplementäre Steuereingänge 67, 66,
an die komplementäre Steuersignale
CK, CKQ geschaltet sind. Ein entsprechendes Tristate-Gatter 62 bzw.
ein Tristate-Inverter stellt an seinem (invertierenden) Ausgang 65 drei
verschiedene Zustände
bereit. Falls an dem invertierenden Steuereingang 66 ein
logischer H-Pegel anliegt, d.h. derselbe Pegel wie das erste Versorgungsspannungspotenzial
VDD, und an dem nicht invertierenden Steuereingang 67 entsprechend
ein logischer L-Pegel, d.h. derselbe Pegel wie das zweite Versorgungsspannungspotenzial
VSS, ist der Ausgangsanschluss 65 des Tristate-Inverters 62 hochohmig,
da durch die beiden komplementären
Transistoren 68, 69 der Ausgang von den Versorgungsspannungspotenzialen
VSS, VDD entkoppelt ist.
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Der
Tristate-Inverter 62 weist zwei erste PMOS-Transistoren 68 auf,
deren steuerbare Strecken zwischen dem ersten Versorgungsspannungspotenzial
VDD und dem Ausgang 65 des Tristate-Inverters in Serie geschaltet sind.
Es sind zwei weitere NMOS-Transistoren 69 vorgesehen, deren
steuerbare Strecken in Serie zwischen dem Ausgang 65 und dem
zweiten Versorgungsspannungspotenzial VSS geschaltet sind. Die jeweiligen
Steueranschlüsse
der beiden komplementären
Transistoren 68, 69, deren steuerbare Strecken
an den Ausgang 65 verbunden sind, sind an den invertierenden
Steuereingang 66 (PMOS-Transistor 68) und den
nicht invertierenden Steueranschluss 67 (NMOS-Transistor 69)
gekoppelt. An die beiden übrigen
Steueranschlüsse
der übrigen
beiden Transistoren ist das Eingangssignal IN geführt, welches über den
Eingang 64 des Tristate-Inverters 62 eingekoppelt
ist.
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In 6b ist
ein entsprechendes Ersatzschaltbild zur Erläuterung der eingekoppelten
Signale dargestellt. Sofern ein logischer L-Pegel an dem invertierenden
Steuereingang 66 des Tristate-Inverters 62 und
ein entsprechendes komplementäres
Steuersignal auf H-Pegel an dem nicht invertierenden Steuereingang 67 anliegen,
arbeitet der Tristate-Inverter 62 wie ein üblicher
Inverter.
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Zurückkommend
auf die Sortiereinrichtung gemäß der 5 wird
davon ausgegangen, dass die Eingangsbits A, B, C vorsortiert vorliegen,
d.h. gesetzte Bits jeweils "nach
rechts" zum ersten
Sortierereingang 24 hin sortiert sind.
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Falls
nun das weitere Eingangsbit N, welches am weiteren Eingang 27 anliegt,
auf logischem H-Pegel liegt, wird jeder zweite Tristate-Inverter 62 in seinen
hochohmigen Zustand versetzt. Der achte Tristate-Inverter 62,
dessen Eingang an das erste Versorgungsspannungspotenzial VDD angeschlossen ist,
invertiert das Versorgungsspannungspotenzial VDD zu einem logischen
L-Pegel, welcher wiederum von dem an den ersten Ausgang 28 angeschlossenen
Inverter 63 invertiert wird und ein sortiertes Bit B0 auf
logischem H-Pegel ausgibt.
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Die übrigen als
Inverter arbeitenden Tristate-Inverter 62 sind nun derart
geschaltet, dass das erste Eingangsbit A über einen Tristate-Inverter 62 und
einen Inverter an den zweiten Sortiererausgang 29 als sortiertes
Bit B1 geführt
wird, das zweite Eingangsbit B als drittes sortiertes Bit B2 und
das dritte Eingangsbit C als viertes sortiertes Bit B3 an den entsprechenden
Ausgängen 29, 30, 31 der
Sortiereinrichtung 17 anliegt. Ist also das weitere Eingangsbit N
auf logischem H-Pegel,
werden die bereits vorsortiert vorliegenden ersten Eingangsbits
A, B, C "nach links" verschoben und das
gesetzte weitere Bit an die "rechte" Stelle gesetzt (C,
B, A, N, falls N = 1).
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Falls
das weitere Eingangsbit N auf logischem L-Pegel liegt, wird es durch
die Sortiereinrichtung 17 an den vierten Sortiererausgang 31 als
viertes sortiertes Bit B3 geführt
(N, C, B, A, falls N = 0). An den Sortiererausgängen 28, 29, 30, 31 liegen
die entsprechenden sortierten Bits B0, B1, B2, B3 also immer derart
sortiert vor, dass nur an maximal zwei benachbarten Ausgängen 28, 29, 30, 31 Bits
mit unterschiedlichem logischen Pegel anliegen.
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Die 7 zeigt
eine erfindungsgemäße Kodiereinrichtung 18,
denen die vier zu summierenden sortierten Bits B0, B1, B2, B3 zugeführt sind.
Die Kodiereinrichtung 18 weist vier Kodierereingänge 33, 34, 35, 36 auf
und fünf
Kodiererausgänge 37, 38, 39, 40, 41.
Ferner sind fünf
Nicht-ODER-Gatter bzw. NOR-Gatter 70 vorgesehen,
deren Ausgänge
jeweils an die Kodiererausgänge 37, 38, 39, 40, 41 der
Kodiereinrichtung 18 verbunden sind. Dem an dem ersten
Sortiererausgang 37 angeschlossenen NOR-Gatter 70 ist
das erste sortierte Eingangsbit B0 und das zweite Versorgungsspannungspotenzial VSS
zugeführt.
Dem an den zweiten Sortiererausgang 38 verbundenen NOR-Gatter 70 ist
das zweite sortierte Eingangsbit B1 und das invertierte erste Eingangsbit
B0Q zugeführt.
Dem an den dritten Sortiererausgang 39 verbundenen NOR-Gatter 70 ist
das dritte sortierte Eingangsbit B2 und das invertierte zweite sortierte
Eingangsbit B1Q zugeführt.
Dem an dem vierten Sortiererausgang 40 angeschlossenen NOR-Gatter 70 ist
das vierte sortierte Eingangsbit B3 und das invertierte dritte sortierte
Eingangsbit B2Q zugeführt.
Dem an den fünften
Sortiererausgang 41 angeschlossenen NOR-Gatter 70 ist
das zweite Versorgungsspannungspotenzial VSS und das invertierte
vierte sortierte Eingangsbit B3Q zugeführt. Die jeweiligen invertierten
Bits B0Q, B1Q, B2Q, B3Q sind gemäß der Schaltungsanordnung
durch Invertierer 63 erzeugt.
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Die 8 zeigt
eine entsprechende Wahrheitstabelle der Kodiereinrichtung 18 gemäß der 7.
Jedem Summenwert ist somit ein eindeutiges Zustandsanzeigebit N0,
N1, N2, N3, N4 zugeordnet. Sind beispielsweise alle sortierten Eingangsbits
gesetzt, ist lediglich das fünfte
Zustandsanzeigebit N4 gesetzt, während
die übrigen
Zustandsanzeigebits N0, N1, N2, N3 nicht gesetzt sind. Dem ersten
Zustandsanzeigebit N0 ist somit ein Summenwert von dezimal 0 zugeordnet,
dem zweiten Zustandsanzeigebit N1 dezimal 1, dem dritten Zustandsanzeigebit N2
dezimal 2, dem vierten Zustandsanzeigebit N3 dezimal 3 und dem fünften Zustandsanzeigebit
N4 ist wie zuvor erläutert
das Summenergebnis von dezimal 4 zugeordnet.
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Diese
Zustandsanzeigebits N0, N1, N2, N3, N4 werden nun vorteilhaft zum
Schalten von steuerbaren Strecken in der Übertragseinrichtung 19 und der
Summiereinrichtung 20 verwendet. In der 9 ist
ein Blockdiagramm einer erfindungsgemäßen Übertragseinrichtung 19 dargestellt.
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Die Übertragseinrichtung
weist fünf
Eingänge 42–46 für die Zustandsanzeigebits
N0, N1, N2, N3, N4 drei Übertragseingänge 52, 53, 54 für die gleichwertigen Übertragsbits
C0IN, C1IN, C2IN und drei Übertragsausgänge 55, 56, 57 für die Ausgangsübertragsbits
C0OUT, C1OUT, C2OUT auf. Dabei liefert eine erste Übertragslogik 72 in
Abhängigkeit
von den Zustandsanzeigebits N0, N1, N2, N3, N4, dem ersten Eingangsübertragsbit
C0IN und dem zweiten Eingangsübertragsbit
C1IN das erste Ausgangsübertragsbit
C0OUT. Die zweite Übertragslogik 73 liefert in
Abhängigkeit
von den Zustandsanzeigebits N0, N1, N2, N3, N4 und den drei Eingangsübertragsbits C0IN,
C1IN, C2IN das zweite Ausgangsübertragsbit C1OUT.
Die dritte Übertragslogik 74 liefert
in Abhängigkeit
von den Zustandsanzeigebits N0, N1, N2, N3, N4 dem zweiten Eingangsübertragsbit
C1IN und dem dritten Eingangsübertragsbit
C2IN das dritte Ausgangsübertragsbit
C2OUT.
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In
der 10 ist eine entsprechende Wahrheitstabelle für die Übertragseinrichtung 19 gezeigt. Durch
die Kodierung in Form der Zustandsanzeigebits N0, N1, N2, N3 und
N4 sind die möglichen
Summenwerte der vier zu addierenden Eingangsbits auf nur noch fünf verschiedene,
durch die N0, N1, N2, N3, N4 angezeigte Zustände reduziert. Da auch die Eingangsübertragsbits
C0IN, C1IN, C2IN vorsortiert anliegen, d.h. die bei 3 Bits möglichen
Kombinationen von logischen Zuständen
an den Übertragseingängen von
23 = 8 sind auf nur noch vier Zustände reduziert.
Insgesamt ergeben sich dadurch 5 × 4 = 20 Kombinationen von
anliegenden Zustandsanzeige- und Eingangsübertragsbits. Die entsprechenden Ausgangsübertragsbits
C0OUT, C1OUT, C2OUT liegen an den Übertragsausgängen 55, 56, 57 wie der derart
vorsortiert an, das an jeweils zwei benachbarten Übertragsausgängen 55, 56, 57 dieselben
logischen Pegel anliegen.
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Die 11 zeigt
eine Schaltungsanordnung für
die erste Übertragslogik 72.
Es ist ein erster Eingang 75 für das erste Eingangsübertragsbit
C0IN und ein zweiter Eingang 76 für das zweite Eingangsübertragsbit
C1IN 76 vorgesehen. Die erste Übertragslogik 72 weist
einen Ausgang 77 für
das erste Ausgangsübertragsbit
C0OUT auf. Ferner sind Tristate-Inverter 62 und NMOS-Transistoren 69 sowie
ein Inverter 63, wie in der 11 dargestellt,
miteinander verschaltet. Der ersten Übertragslogik 72 sind
ferner die fünf
Zustandsanzeigebits N0, N1, N2, N3, N4 zugeführt, wobei in der 11 N0Q
und N1Q die entsprechenden invertierten Zustandsanzeigebits sind. Die
invertierten Signale können
beispielsweise mittels Inverter erzeugt werden. Zwischen dem Übertragsausgang 77 und
einem internen Versorgungsspannungsanschluss VSS liegen jeweils
maximal zwei steuerbare Strecken von steuerbaren Schaltern bzw.
Transistoren. Dies gilt auch insbesondere, wenn die in den Tristate-Invertern 62 vorgehaltenen
P- und NMOS-Transistoren beachtet werden. Somit ist die Anzahl von
logischen Gattern zwischen einem Übertragseingang 75, 76 und
einem Übertragsausgang 77 der
ersten Übertragslogik 72 extrem
gering, wodurch der Übertragspfad
sehr schnell durchlaufen wird.
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In
der 12 ist eine Schaltungsanordnung für die zweite Übertragslogik 73 dargestellt.
Die zweite Übertragslogik 73 hat
einen ersten, zweiten und dritten Übertragseingang 78, 79, 80 für die drei
Eingangsübertragsbits
C0IN, C1IN, C2IN und einen Ausgang für das zweite Ausgangsübertragsbit C1OUT.
Ferner sind der zweiten Übertragslogik 73 die
Zustandsanzeigebits N0, N1, N2, N3, N4 zugeführt, wobei die Signale N1Q,
N2Q, N3Q, N0Q die entsprechenden invertierten Signale darstellen,
welche beispielsweise mittels Inverter erzeugt werden können. Es
sind drei Tristate-Inverter 62, ein PMOS-Transistor 68 und
ein NMOS-Transistor 69 sowie ein Inverter 63 vorgesehen,
welche, wie in der 12 dargestellt ist, miteinander
verschaltet sind. Wie bereits zu der ersten Übertragslogik 72 aus 11 angemerkt,
befinden sich nur wenige logische Gatter zwischen einem Übertragseingang 78, 79, 80 und
dem Übertragsausgang 81,
wodurch der kritische Pfad besonders schnell durchlaufen wird.
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In
der 13 ist eine Schaltungsanordnung für die dritte Übertragslogik 74 dargestellt.
Die dritte Übertragslogik 74 weist
einen ersten und zweiten Übertragseingang 82, 83 für das zweite
und dritte Eingangsübertragsbit
C1IN, C2IN und einen Ausgang 84 für das dritte Ausgangsübertragsbit
C2OUT auf. Ferner sind der dritten Übertragslogik 74 die
Zustandsanzeigebits N0, N1, N2, N3, N4 zugeführt, wobei die Signale N0Q,
N1Q, N2Q, N3Q, N4Q die jeweiligen invertierten Signale darstellen,
welche beispielsweise mittels Inverter erzeugt werden können. Die
dritte Übertragslogik
weist zwei Tristate-Inverter 62,
drei PMOS-Transistoren 68 sowie einen Inverter 63 auf,
die, wie in der 13 dargestellt, miteinander verschaltet
sind. Auch bei der dritten Übertragslogik 64 weist
der Übertragspfad
zwischen einem Übertragsausgang 84 und
einem Übertragseingang 82, 83 besonders
wenige logische Gatter auf. Die besonders geringe Anzahl von steuerbaren
Strecken bzw. logischen Gattern sind im Besonderen dadurch möglich, dass
erfindungsgemäß zunächst die
Zustandsanzeigebits N0, N1, N2, N3, N4 erzeugt werden, welche zum
Schalten der in den Übertragslogiken 72, 73, 74 eingesetzten
Transistoren verwendet werden.
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In
der 14 ist ein Blockdiagramm der Summiereinrichtung 20 dargestellt.
Die Summiereinrichtung 20 hat drei Übertragseingänge 58, 59, 60 für die Eingangsübertragsbits
C0IN, C1IN, C2IN, fünf Eingänge 47–51 für die Zustandsanzeigebits
N0, N1, N2, N3, N4 und einen Summenausgang 61 zum Ausgeben
des Summenbits S. Die Summiereinrichtung 20 weist ferner
eine Sortierlogik 85 zum Bereitstellen von Sortierbits
CY0, CY1, CY2, CY3 und eine Summierlogik 86 zum Erzeugen
des Summenbits S in Abhängigkeit
von den Sortierbits CY0, CY1, CY2, CY3 und den fünf Zustandsanzeigebits N0,
N1, N2, N3, N4 oder ihrer invertierten Signale, welche mittels Invertern
erzeugt werden können,
auf.
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Die
entsprechende Wahrheitstabelle für
die Summiereinrichtung 20 ist in der 15 dargestellt. Es
sind wiederum fünf
mögliche
Zustände
durch die Zustandsanzeigebits N0, N1, N2, N3, N4 und vier verschiedene
Zustände
durch die sortierten Eingangsübertragsbits
C0IN, C1IN, C2IN charakterisiert, wodurch insgesamt 20 verschiedene
Eingangskombinationen von anliegenden Zustandsanzeige- und Eingangsübertragsbits
möglich
sind.
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Die 16 zeigt
eine schematische Schaltungsanordnung für die Sortierlogik 85.
Der Sortierlogik 85 sind die drei Eingangsübertragsbits
C0IN, C1IN und C2IN zugeführt,
welche mittels der dargestellten Inverter 63, dem NOR-Gatter 70 und
dem Nicht-UND- bzw. NAND-Gatter 87 die Sortierbits CY0,
CY1, CY2, CY3 gemäß der in
der 16 dargestellten Verschaltung erzeugen. Die jeweiligen
invertierten Signale bzw. Bits sind mit CY0Q, CY1Q, CY2Q, CY3Q bezeichnet.
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In
der 17 ist eine Schaltungsanordnung für die Summierlogik 86 dargestellt,
welche in Abhängigkeit
von den durch die Sortierlogik 85 bereitgestellten Sortierbits
CY0, CY1, CY2, CY3 und den Zustandsanzeigebits N0, N1, N2, N3, N4
das Summenbit S erzeugt. Die Summierlogik 86 weist eine
Vielzahl von PMOS-Transistoren 68 sowie eine Vielzahl von
komplementären
NMOS-Transistoren 69 auf, welche wie in der 17 dargestellt
miteinander verschaltet sind. Zwischen dem Summenausgang 61 und
einem internen Versorgungsspannungsanschluss VDD, VSS der Summiereinrichtung
bzw. der Summierlogik 86 liegen jeweils immer nur maximal zwei
steuerbare Strecken von Transistoren 68, 69.
-
Die
vorliegende Erfindung liefert also einen besonders schnellen Carry-Ripple-Addierer,
der in dem Übertragspfad
nur eine besonders geringe Anzahl von logischen Gattern aufweist
und dadurch besonders geeignet ist zum Einsatz in einer Addiervorrichtung,
deren Ausgangsstufe aus erfindungsgemäßen Carry-Ripple-Addierern
aufgebaut ist. Mittels des erfindungsgemäßen 4-Bit-Carry-Ripple-Addierers
ist die Berechnung der jeweiligen Summenbits in Abhängigkeit
von Übertragsbits
aus einer nächstniedrigen
Wertigkeit besonders schnell.
-
- A,
B, C, N, A', B', C', A''', B''',
C''', N',
N''
- Eingangsbits
- BS,
BS', BS''
- Bitsatz
- S
- Summenbit
- C0IN,
C1IN, C2IN
- Eingangsübertragsbit
- C0OUT,
C1OUT, C2OUT
- Ausgangsübertragsbit
- B0,
B1, B2, B3
- sortierte
Bits
- N0,
N1, N2, N3, N4
- Zustandsanzeigebits
- X,
Y, Z
- unsortierte
Bits
- CK,
CKQ
- Steuersignal
- IN
- Eingangssignal
- OUT
- Ausgangssignal
- VDD,
VSS
- Versorgungsspannungspotenzial
- CY0,
CY1, CY2
- Sortierbits
- 1,
1', 1''
- Carry-Ripple-Addierer
- 2,
3, 4, 5
- Summiereingang
- 6,
7, 8
- Übertragseingang
- 9
- Summenausgang
- 10,
11, 12
- Übertragsausgang
- 13
- Addiervorrichtung
- 14,
14', 14''
- Carry-Save-Addierer
- 15,
15', 15''
- Eingänge
- 16
- Sortiereinrichtung
- 17
- Sortiereinrichtung
- 18
- Kodiereinrichtung
- 19
- Übertragseinrichtung
- 20
- Summiereinrichtung
- 21,
22, 23
- Sortiererausgang
- 24,
25, 26, 27
- Sortierereingang
- 28,
29, 30, 31
- Sortiererausgang
- 32
- Sortiereinrichtung
- 33,
34, 35, 36
- Kodierereingang
- 37,
38, 39, 40, 41
- Kodiererausgang
- 42,
43, 44, 45, 46
- Eingang
- 47,
48, 49, 50, 51
- Eingang
- 52,
53, 54
- Übertragseingang
- 55,
56, 57
- Übertragsausgang
- 58,
59, 60
- Übertragseingang
- 61
- Summenausgang
- 62
- Tristate-Inverter
- 63
- Inverter
- 64
- Signaleingang
- 65
- Signalausgang
- 66
- Steuereingang
- 67
- Steuereingang
- 68
- PMOS-Transistor
- 69
- NMOS-Transistor
- 70
- NOR-Gatter
- 71
- Ausgang
- 72,
73, 74
- Übertragslogik
- 75,
76
- Übertragseingang
- 77
- Übertragsausgang
- 78,
79, 80
- Übertragseingang
- 81
- Übertragsausgang
- 82,
83
- Übertragseingang
- 84
- Übertragsausgang
- 85
- Sortierlogik
- 86
- Summierlogik
- 87
- NAND-Gatter
- 88
- Sortier-Kodier-Vorrichtung